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DE1288662B - Isolierung fuer Hochspannungszwecke, insbesondere fuer Hochspannungskabel, aus lagenweise aufgebrachten Isolierstoffschichten - Google Patents

Isolierung fuer Hochspannungszwecke, insbesondere fuer Hochspannungskabel, aus lagenweise aufgebrachten Isolierstoffschichten

Info

Publication number
DE1288662B
DE1288662B DE1965S0098029 DES0098029A DE1288662B DE 1288662 B DE1288662 B DE 1288662B DE 1965S0098029 DE1965S0098029 DE 1965S0098029 DE S0098029 A DES0098029 A DE S0098029A DE 1288662 B DE1288662 B DE 1288662B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
insulation
nonwovens
plastic
impregnating agent
layers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1965S0098029
Other languages
English (en)
Inventor
Mueller
Dr Ulrich
Dr Volkmar
Zagorni
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1965S0098029 priority Critical patent/DE1288662B/de
Publication of DE1288662B publication Critical patent/DE1288662B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/02Disposition of insulation
    • H01B7/0208Cables with several layers of insulating material
    • H01B7/0216Two layers

Landscapes

  • Insulating Bodies (AREA)

Description

  • Die Isolierung von Starkstromkabeln, insbesondere für Hochspannungszwecke, wird im allgemeinen als geschichtete Isolierung aus Papierbändern aufgebaut, die lagenweise auf den Leiter aufgesponnen bzw. aufgewickelt, getrocknet und mit einem mehr oder weniger zähflüssigen Tränkmittel durchtränkt werden. Es ist bereits bekannt, für Hochspannungskabel an Stelle von Papier dünne organische Kunststoffschichten in Form von Filmen oder Folien zu verwenden, deren Zwischenräume mit Öl gefüllt sind. Da diese Kunststoffolien undurchlässig sind, ist eine einwandfreie Tränkung der aus Kunststoffschichten hergestellten Isolierung nicht mit Sicherheit gewährleistet. Es ist daher auch bereits der Vorschlag bekanntgeworden, die Dielektrika von Hochspannungskabeln aus abwechselnden Lagen von Papierbändern und Kunststoffolien aufzubauen. Da bei einer solchen Isolierung wiederum Papier verwendet wird, machen sich hierbei die Nachteile der Papierisolierung bemerkbar, unter anderem die Notwendigkeit einer Trocknung des Papiers vor seiner Tränkung. Ein solcherAufbau einer geschichteten Isolierung hat sich daher für Hochspannungszwecke bisher nicht durchsetzen können. Außerdem treten hierbei unerwünschte Sprünge der Dielektrizitätskonstanten auf, da die Dielektrizitätskonstanten des Papiers und der zur Verfügung stehenden Kunststoffolien stark voneinander abweichen.
  • Ferner ist eine geschichtete Isolierung für Hochspannungskabel bekannt, die allein aus Kunststofffolien aufgebaut ist, welche an einer oder beiden Seiten aufgerauht, gewellt oder mit Rillen versehen sind, um hierdurch eine Strömung des Tränkmittels in der Isolierung zu gewährleisten. Die Herstellung derartiger Folien ist aber unwirtschaftlich.
  • Die Erfindung befaßt sich mit einer Verbesserung einer Isolierung für Hochspannungszwecke, insbesondere für Hochspannungskabel aus lagenweise aufgebrachten Isolierschichten, die eine Tränkung mittels flüssiger oder gasförmiger Tränkmittel gewährleisten. Gemäß der Erfindung bestehen die Isolierstoffschichten aus für das Tränkmittel durchlässigen, aus Kunststoff- oder Glasfasern hergestellten Faservliesen, die mit einem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff, vorzugsweise einem Kunststoff, zu einem gemeinsamen, biegsamen Körper zusammengefaßt sind. Hierbei sind die Faservliese mechanische Träger für den für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff, so daß auf die mechanische Festigkeit dieses Werkstoffs keine Rücksicht genommen zu werden braucht. Dieser Werkstoff kann vielmehr lediglich im Hinblick auf seine Verwendung als Ionenbarriere ausgebildet werden, so daß sich mit einer derart hergestellten Isolierung hohe elektrische Durchschlagfestigkeiten ergeben. Da außerdem bei ; einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Isolierung neben dem Aufwickeln von bandförmigen Faservliesen, beispielsweise auf den Leiter eines elektrischen Kabels, das Aufbringen einer Kunststoffolie entfällt und somit beim Aufwickeln nur die mechanischen Eigenschaften eines einzigen Werkstoffs zu berücksichtigen sind, ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung der Fertigung.
  • Wesentlich für die Erfindung ist, daß die aus Kunststoffasern hergestellten Faservliese nicht allein t verwendet werden, sondern daß diese Vliese mit einem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff, vorzugsweise einem Kunststoff, zu einem gemeinsamen, biegsamen Körper zusammengefaßt sind. Hierzu können die Faservliese mit aus dem Werkstoff hergestellten Folien kaschiert werden. Dabei. übernimmt das Faservlies sowohl die Aufgabe eines 5 mechanischen Trägers für die aufkaschierten Folien bei der Verarbeitung des Vlieses als auch die eines Abstandhalters zwischen diesen Folien, so daß das Tränkmittel ihre Oberflächen gleichmäßig benetzen kann, so daß sie eine Ionenbarriere hoher Durchschlagfestigkeit bilden. Als für das Tränkmittel undurchlässiger Werkstoff kann hierbei ein Kunststoff oder aber für die äußere elektrostatische Abschirmung auch ein Metall verwendet werden.
  • Verwendet man als für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff einen Kunststoff, so kann dieser Kunststoff auf die Faservliese in Form einer streichfähigen Masse aufgeschichtet werden. Damit erhält man eine geschichtete Isolierung, bei der Isolierschichten jeweils durch eine das Tränkmittel führende Schicht getrennt sind.
  • Es ist aber auch möglich, die Faservliese mit einem Kunststoff zu imprägnieren, so daß in erster Linie nicht das Vlies, sondern die sich bei der Aushärtung des zur Imprägnierung verwendeten Kunst-; stoffs ergebenden Poren und Kanäle zum Transport des Tränkmittels herangezogen werden, und zwar insbesondere die zwischen jeweils zwei übereinanderliegenden Vliesen infolge der Rauhigkeit der Oberflächen gebildeten Kanäle.
  • Wie erwähnt, bestehen die Fasern der in Durchführung des Erfindungsgedankens für eine geschichtete Isolierung verwendeten Faservliese aus Kunststoff oder aus Glas. Bei Glasfasern wird man bestrebt sein, möglichst verlustarme Glasfasern zu verwenden. Dennoch haben Faservliese aus Kunststoffasern gegenüber Faservliesen aus Glasfasern den Vorteil, daß man für die fertige Isolierung günstigere dielektrische Werte, vor allem aber einen günstigeren tand-Verlauf in Abhängigkeit von der Temperatur erhält.
  • Die für eine geschichtete Hochspannungsisolierung nach der Erfindung verwendeten Faservliese sind an sich den Papierbändern ähnlich, haben aber diesen gegenüber infolge deren Herstellung aus für das Tränkmittel undurchlässigen Fasern die Eigenschaft, in höherem Maße für flüssige und für gasförmige Tränkmittel durchlässig zu sein. Dadurch wird die Tränkung und Füllung der unter Verwendung von Kunststoffolien aufgebauten geschichteten Isolierung mit einem flüssigen oder gasförmigen Tränkmittel erleichtert und beschleunigt. Dieser Vorteil kann aber auch dazu ausgenutzt werden, die geschichtete Isolierung mit flüssigen Tränkmitteln höherer Viskosität zu tränken oder zu füllen.
  • Handelt es sich bei dem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff um einen Kunststoff, so wird die Dielektrizitätskonstante der verwendeten Bandvliese vorteilhafterweise gleich oder annähernd gleich der Dielektrizitätskonstanten des Kunststoffs gewählt. Bei der Auswahl des für den Kunststoff verwendeten Materials ist darauf zu achten, daß die Kunststoffe mit dem Tränkmittel verträglich sind. Für den Aufbau eines Ölkabels kommen daher nur Kunststoffe in Betracht, die gegen die Einwirkung von Öl beständig sind, wie beispielsweise Polyester, insbesondere hochpolymere Polymethylenterephthalate, Polyäthylenterephthalate oder auch Polycarbonate. Aber auch Polyamide, Polyalkane, wie Polyäthylen, Polypropylen, Polybuten, Polybutadien oder Mischpolymerisate davon, Polyvinylchlorid, Polystyrol und Celluloseester, wie Celluloseacetat, sind als Kunststoffe im Rahmen der Erfindung geeignet.
  • Für den Fall der Tränkung der geschichteten Isolierung mit flüssigen Tränkmitteln müssen die für die durchlässigen Bandvliese verwendeten Kunststoffe ebenfalls mit dem Tränkmittel verträglich sein. Für den Aufbau eines Ölkabels kommen vorteilhaft die gleichen Kunststoffgruppen in Betracht, die für die Kunststoffe erwähnt wurden, die mit den Bandvliesen zu einem einzigen biegsamen Körper zusammengefaßt sind.
  • Die Erfindung sei an Hand des in den F i g. 1 bis 3 als Ausführungsbeispiel dargestellten Einleiter-Hochspannungskabels näher erläutert.
  • Der gegebenenfalls in bekannter Weise mit einer Leiterglättung versehene Leiter 1 ist von der geschichteten Isolierung 2 umgeben. Diese geschichtete Isolierung besteht, wie in der F i g. 1 dargestellt, aus den mit der Kunststoffolie 3 kaschierten Bandvliesen 4. Diese Bandvliese sind auf den Leiter 1 spiralförmig aufgewickelt, und zwar derart, daß die übereinander aufgebrachten Schichten einander überlappen. Die so ausgebildete geschichtete Isolierung, von der im Ausführungsbeispiel lediglich drei Schichten dargestellt sind, ist von einer nicht dargestellten Aderabschirmung und dem Kabelmantel s umgeben. Anstatt mit einer Kunststoffolie kaschierte Bandvliese zu verwenden, ist es auch möglich, den Kunststoff in Form einer streichfähigen Masse einseitig oder beidseitig auf die Bandvliese aufzubringen.
  • Abweichend von dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 besteht die in der F i g. 2 dargestellte geschichtete Isolierung aus den Bandvliesen 6, die mit einem Kunststoff, der die gleiche Dielektrizitätskonstante wie der Kunststoff des Bandvlieses hat, imprägniert sind. Durch diese Imprägnierung ist sichergestellt, daß an der Oberfläche jedes Vlieses, wie in F i g. 3 in einem gegenüber F i g. 2 vergrößerten Maßstab dargestellt, Vorsprünge und Einbuchtungen entstehen, so daß zwischen jeweils zwei übereinandergeschichteten und mit einem Kunststoff imprägnierten Bandvliesen für das Tränkmittel durchlässige Kanäle gebildet werden.
  • Die zeichnerische Darstellung entspricht nicht den tatsächlichen geometrischen Verhältnissen der beim Aufbau gemäß der Erfindung ausgebildeten geschichteten Isolierung. Da die einzelnen Schichten in der Regel lediglich eine Stärke von einigen zehn Mikrometern bis etwa 150 um aufweisen, ist für den Aufbau eines Höchstspannungskabels eine sehr große Anzahl von einzelnen Isolierschichten, die auch in Längsrichtung aufgebracht werden können, erforderlich.
  • Die Erfindung ist in erster Linie geeignet zur Isolierung von Hochspannungskabeln, also beispielsweise von Öl- oder Gasdruckkabeln, bei denen die Bandvliese spiralförmig und mit überlappung auf den Leiter aufgewickelt werden. Sie läßt sich aber sinngemäß auch zum Aufbau von Kondensatoren und anderen elektrischen Geräten, wie Transformatoren und Wandlern, verwenden. Wesentlich hierbei ist, daß durch die Erfindung für die Isolierschichten Bandvliese verwendet werden, die vorzugsweise mit einem Kunststoff zu einem gemeinsamen biegsamen Körper zusammengefaßt sind, der sowohl den Anforderungen hinsichtlich der Ausbildung einer Ionenbarriere hoher elektrischer Durchschlagfestigkeit genügt, als auch die Tränkung der geschichteten Isolierung mit einem Tränkrnittel gestattet.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Isolierung für Hochspannungszwecke, insbesondere für Hochspannungskabel, aus lagenweise aufgebrachten Isolierstoffschichten, die eine Tränkung mittels flüssiger oder gasförmiger Tränkmittel gewährleisten, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Isolierstoffschichten (2) aus für das Tränkmittel durchlässigen, aus Kunststoff-oder Glasfasern hergestellten Faservliesen bestehen, die mit einem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff, vorzugsweise einem Kunststoff, zu einem gemeinsamen biegsamen Körper zusammengefaßt sind.
  2. 2. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faservliese (4) mit aus dem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff hergestellten Folien kaschiert sind.
  3. 3. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faservliese mit aus dem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff bestehender streichfähiger Masse beschichtet sind.
  4. 4. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faservliese mit dem für das Tränkmittel undurchlässigen Werkstoff imprägniert sind.
  5. 5. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faservliese spiralförmig aufgewickelt sind.
  6. 6. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faservliese in Längsrichtung aufgebracht sind.
DE1965S0098029 1965-07-07 1965-07-07 Isolierung fuer Hochspannungszwecke, insbesondere fuer Hochspannungskabel, aus lagenweise aufgebrachten Isolierstoffschichten Withdrawn DE1288662B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2149227A1 (de) * 1970-10-01 1972-04-06 Chase Corp Isolierband
US4415761A (en) * 1980-06-06 1983-11-15 Societa Cavi Pirelli Societa Per Azioni Taped electric cable
CN110634614A (zh) * 2019-10-30 2019-12-31 江苏亨通线缆科技有限公司 用于5g基站的光电复合缆

Non-Patent Citations (1)

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None *

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