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DE1288447B - Raumgleiter - Google Patents

Raumgleiter

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Publication number
DE1288447B
DE1288447B DE1963J0023126 DEJ0023126A DE1288447B DE 1288447 B DE1288447 B DE 1288447B DE 1963J0023126 DE1963J0023126 DE 1963J0023126 DE J0023126 A DEJ0023126 A DE J0023126A DE 1288447 B DE1288447 B DE 1288447B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuselage
landing
spacecraft
arrow
shaped
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1963J0023126
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE1288447B publication Critical patent/DE1288447B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64GCOSMONAUTICS; VEHICLES OR EQUIPMENT THEREFOR
    • B64G1/00Cosmonautic vehicles
    • B64G1/14Space shuttles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C30/00Supersonic type aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen pfeilförmigen Raumgleiter in Nur-Rumpf-Bauweise mit abgerundeter Rumpfspitze und annähernd elliptischem Rumpfquerschnitt.
  • In der Raumfahrttechnik besteht die Aufgabe, Raumfahrzeuge unbeschädigt auf die Erde zurückzubringen. Dieses Ziel kann grundsätzlich durch zweierlei Prinzipien verwirklicht werden.
  • Das heute übliche Verfahren ist der ballistische Wiedereintritt von unbemannten oder bemannten Raumfahrzeug-Kapseln, wobei große Verzögerungen (neunmal Erdbeschleunigung und mehr), verbunden mit starken aerodynamischen Erwärmungen, auftreten. Für die Landung als Endphase des Wiedereintrittes werden dabei vorzugsweise Bremsraketen und Bremsschirme verwendet. Die Landung findet im wesentlichen ungezielt auf dem Wasser oder Land in einem weitgestreckten Landegebiet statt, wobei dann zusätzliche Bergungsmaßnahmen (Schiffe, Flugzeuge oder Fahrzeuge zum Einholen und Rücktransport) erforderlich sind. Die Beanspruchung der Geräte bei Wiedereintritt und Landung schließt eine Wiederverwendung im allgemeinen aus.
  • Das zweite, heute noch nicht verwirklichte, aber angestrebte Wiedereintrittsprinzip bedient sich einer aerodynamisch tragenden Form des Raumfahrzeuges. Unter Ausnutzung einer aerodynamischen Gleitzahl kann eine flache Wiedereintrittsbahn mit geringen Verzögerungen und niedriger Erwärmung geflogen werden. Zweckmäßig ist dabei eine nach Geometrie und Flächenbelastung so weit flugzeugähnliche Konfiguration, daß damit anschließend an die sogenannte Wiedereintrittsphase auch eine aerodynamische, gezielte Gleitfluglandung möglich ist. Derartige Fluggeräte versprechen auf Grund ihrer geringen dynamischen und thermischen Beanspruchung beim Wiedereintritt die Möglichkeit einer Wiederverwendung.
  • Bisher bekannte Projekte derartiger landefähiger Geräte sehen folgende unterschiedliche Lösungen vor: a) ausfaltbare flexible Tragflügel in Form von Gleitsegeln, b) starre Tragflächen am zentralen Mittelrumpf, c) Deltaflügel in Nur-Flügel-Bauweise, ähnlich überschallflugzeugen (vgl. britische Patentschrift 647 779), bei denen jeder Längsschnitt des Flügels parallel zur Symmetrielinie ein übliches Flügelprofil aufweist und der Nutzraum durch den Flügel allein bereitgestellt wird. Alle erwähnten Lösungen zielen darauf ab, die erwünschte Gleitzahl des Raumflugkörpers und eine ausreichende aerodynamische Stabilität für Gleitflug und Landung bereitzustellen, die einem zylindrischen, quasi-zylindrischen oder stumpfen und für einen ballistischen Aufstieg konzipierten Raketenfahrzeug mangelt.
  • Die Anordnung ausfaltbarer flexibler Gleitflächen verspricht zwar hinsichtlich des Baugewichtes Vorteile, hat aber den Nachteil eines komplizierten Ausspreiz-Mechanismus und heute noch nicht beherrschbarer, örtlich kritischer Erwärmung und aerodynamisch schwer übersehbarer Instabilitäten beim Entfaltungsvorgang.
  • Im Gegensatz dazu sind starre Tragflügel und auch Delta-Flügel-Konfigurationen sehr schwer. Ihr spezifisches Konstruktionsgewicht liegt bei dem derzeitigen Stand der Technik in der gleichen Größenordnung wie bei von Tragflächenflugzeugen und beträgt 30 bis 60 kg/m2 bezogen auf die aerodynamisch tragende Projektionsfläche.
  • Erfahrungsgemäß macht das Tragflächengewicht 25 bis 30% des Zellengewichtes von Raumgleitern aus, wodurch der Impulsbedarf beim Aufstieg außer durch erhöhten Widerstand auch noch durch Vergrößerung der zu beschleunigenden Massen erheblich anwächst.
  • Die Größe der erforderlichen Flügel bei einem Raumgleiter ist in erster Linie durch die Forderung nach aerodynamischer Stabilität gegeben, im Gegensatz zu klassischen Luftfahrzeugen, bei denen die Flächenbelastung bei Start und Landung das Kriterium für die Flügelbemessung ist. Ein zylindrischer Rumpf einer Rakete ist aerodynamisch instabil. Windkanalmessungen führten zu der Erkenntnis, daß ein zylindrischer Rumpf eines Raumfahrzeuges zur Erzielung aerodynamischer Stabilität um die Querachse mit Zusatzflächen ausgestattet werden muß, die zwischen 50 und 80% der Projektionsfläche des Rumpfes ausmachen.
  • Der Rumpf eines Raumfahrzeuges, der seinerseits vorwiegend aus den Kraftstoffbehältern besteht, ist aber selbst, bedingt durch den hohen Massenanteil des Treibstoffes in Verbindung mit den meistens sehr niedrigen spezifischen Gewichten hochenergetischer Kraftstoffe (H2 Verbrennung), sehr voluminös und hat entsprechend eine sehr große aerodynamisch mittragende Projektionsfläche. Bei Ergänzung dieser Rumpffläche durch die aus Stabilitätsgründen erforderlichen großen Flügelflächen würden sich bei leergeflogenen Behältern so niedrige Flächenbelastungen ergeben, wie sie für die Landung selbst nicht unbedingt erforderlich wären.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine überdimensionierung der tragenden Fläche und die mit ihr verbundene unerwünschte Zellengewichtserhöhung zu vermeiden und den Rumpf in seiner Form so zu gestalten, daß er auch ohne Zusatzflächen weitgehend eigenstabil ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Rumpf ein stumpfes Heck besitzt und die Rumpfseitenteile durch pfeilförmig angeordnete prismatische Treibstoffbehälter gebildet werden, zwischen denen ein weiterer keilförmiger Treibstoffbehälter eingesetzt ist. Erhöhte Stabilisationsanforderungen, die beim Landeanflug mit niedrigen Landegeschwindigkeiten auftreten, werden durch zusätzliche Anordnung von Stabilisierungsgebläsen im Heck erfüllt, die damit Zusatzflügel überflüssig machen und diesen gegenüber Gewichtsvorteile ergeben. Die die Erfindung kennzeichnende stumpfe Hinterkante des Rumpfes ist für den Einbau der Stabilisierungsgebläse besonders günstig.
  • Das beschriebene Raumfahrzeug ist durch die folgenden Vorteile gekennzeichnet: 1. Niedriges Gewicht durch Gestaltung des Raumflugkörpers als schlanker Keil mit stumpfer Heckfläche, wodurch im Gegensatz zu einem zylindrischen Rumpf aerodynamische Stabilität ohne zusätzliche schwere Flügelflächen erreicht wird.
  • 2. Ersatz der üblicherweise für die erhöhten Stabilisierungsanforderungen während eines langsamen Landeanfluges erforderlichen Zusatzflächen durch leichte Strahlstabilisatoren, die gegenüber Zusatzflächen nennenswerte Gewichtsvorteile haben.
  • 3. Extreme Pfeilwinkel gestatten an Stelle scharfer Flügelnasen stumpfe elliptische Kanten, da die übliche Flügelnase zur Mantellinie eines schlanken Keils wird. Die Wiedereintrittstemperaturen werden damit niedriger und leichter beherrschbar.
  • 4. Die Form des Fluggerätes als flacher Keil mit elliptischem Spantquerschnitt ergibt günstige Widerstände in allen Flugphasen und ausreichende Gleitzahlen für den Landevorgang. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Hierbei zeigt F i g. 1 eine perspektivische Darstellung, F i g. 2 einen Querschnitt längs der Linie b-b der F i g. 5, F i g. 3 eine Rückansicht, F i g. 4 einen Seitenriß, F i g. 5 einen Aufriß, F i g. 6 ein Einbauprinzip eines Stabilisierungsgebläses.
  • Die äußere Gestalt des Raumgleiters ist durch zwei prismatische, pfeilförmig angeordnete Behälter 5, 6 für den Brennstoff (H2) und einen dazwischen angeordneten keilförmigen Behälter 7 für den Oxydator (z. B. 02) bestimmt und weist dadurch einen elliptischen Querschnitt auf. Der Raum vor dem Behälter 7 kann zur Unterbringung von Nutzlast und für einen Bremsschirm verwendet werden. An der Spitze ist eine Kabine 8 und am rückseitigen Ende ein Raketenmotor 9 vorgesehen. Der Pfeilwinkel beträgt etwa 80 bis 85°.
  • Zur Steuerung während des Schnellfluges dienen Höhen- und Seitenruderklappen 10, 11. Sie können je nach Erfordernis gleichsinnig, einseitig oder gegensinnig betätigt werden. Im gespreizten Zustand dienen sie als Bremsklappen. Die Steuerflächen sind so bemessen, daß sie nur in einem Geschwindigkeitsbereich über etwa 600 km/h die aerodynamische Stabilität und Steuerfähigkeit gewährleisten. Im Langsamflug und während der Landung, wenn die auf diese Klappen wirkenden aerodynamischen Kräfte nicht zur Steuerung und Stabilisierung ausreichen, wird das Fluggerät mit Hilfe von Steuerstrahlen (Strahlimpulsen) manövriert.
  • Die flugtechnische Verwendung von Gebläsen oder Bläsern, durch die Luft in großen Mengen angesaugt und beschleunigt ausgestoßen wird, ist an sich bekannt. Eine derartige Anordnung hat den Vorteil des geringeren Brennstoffverbrauches gegenüber Antrieben, bei denen der Rückstoß durch aus Verbrennung flüssiger oder fester Brennstoffe entstandenen heißen, mit hoher Geschwindigkeit aus einer Schubdüse ausgestoßenen Gase erfolgt. Um mit den vorgeschlagenen Bläsern eine Steuerung um die drei Flugachsen zu erreichen, benötigt man für eine Plus-Minus-Steuerung bisher sechs Bläser, sofern man nicht eine konstruktiv aufwendige Blattverstellung der Bläserschaufeln vorsieht, durch die wie bei einem Verstellpropeller die Richtung der beschleunigten Luft umgekehrt werden kann. Man kann jedoch mit drei Bläsern auskommen, wenn die Bläser die beschleunigte Luft in eine Kammer drücken, aus der sie mit Hilfe von wechselweise zu öffnenden oder zu schließenden Durchlässen, z. B. Jalousieklappen, nachentgegengesetzten Richtungen ausgeblasen wird.
  • Das Steuerprinzip sei an Hand der F i g. 6, die schematisch einen Vertikalschnitt durch das Rumpfende des Raumfahrzeuges darstellt, erläutert. In der rückseitigen Rumpfwand ist ein Gebläse oder Bläser eingebaut, durch das die atmosphärische Luft in die Kammer 2 gepumpt wird. Die Seitenwände der Kammer 2 sind mit Jalousieklappen 3, 4 versehen, die wechselweise geöffnet oder geschlossen werden können. Bei der Einstellung der Klappen gemäß F i g. 6 wird die angesaugte Luft nach oben ausgestoßen, so daß auf das Rumpfende ein nach unten gerichteter Impuls ausgeübt wird. Ein entgegengesetzt gerichteter Impuls ergibt sich, wenn die Jalousieklappen 3 geschlossen und die Klappen 4 geöffnet werden. Die Bläser 12 bis 14 des Raumfahrzeuges nach F i g. 1 bis 5, die dem Bläser 1 der F i g. 6 entsprechen, werden in Betrieb genommen, wenn die auf die Höhen- und Seitenruderklappen 11 und 10 wirkenden aerodynamischen Kräfte nicht zur Steuerung und Stabilisierung ausreichen. Der Ausstoß der durch diese Bläser gepumpten Luft erfolgt nach dem an Hand der F i g. 6 erläuterten Prinzip durch die in den seitlichen Rumpfbereichen bzw. in dem Seitenleitwerk 15 angebrachten Jalousicklappen 12' bis 14'.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Pfeilförmiger Raumgleiter in Nur-Rumpf-Bauweise mit abgerundeter Rumpfspitze und annähernd elliptischem Rumpfquerschnitt, d adurch gekennzeichnet, daß der Rumpf ein stumpfes Heck besitzt und die Rumpfseitenteile durch pfeilförmig angeordnete prismatische Treibstoffbehälter gebildet werden, zwischen denen ein weiterer keilförmiger Treibstoffbehälter eingesetzt ist.
  2. 2. Raumgleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Stabilisierung und Steuerung des Raumfahrzeuges bei niedriger Geschwindigkeit und bei der Landung Bläsertriebwerke dienen, denen Kammern nachgeschaltet sind, aus denen die Luft mit Hilfe von wechselweise zu öffnenden und schließenden und einander gegenüberliegenden Durchlässen ausströmen kann.
DE1963J0023126 1963-02-06 1963-02-06 Raumgleiter Pending DE1288447B (de)

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