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DE1288128B - Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen kurzer Zeitdauer, hoher Flankensteilheit und hoher Folgefrequenz - Google Patents

Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen kurzer Zeitdauer, hoher Flankensteilheit und hoher Folgefrequenz

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Publication number
DE1288128B
DE1288128B DE1961I0020311 DEI0020311A DE1288128B DE 1288128 B DE1288128 B DE 1288128B DE 1961I0020311 DE1961I0020311 DE 1961I0020311 DE I0020311 A DEI0020311 A DE I0020311A DE 1288128 B DE1288128 B DE 1288128B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic layer
layer element
magnetic field
short duration
winding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961I0020311
Other languages
English (en)
Inventor
Proebster
Dr-Ing Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Business Machines Corp
Original Assignee
International Business Machines Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Business Machines Corp filed Critical International Business Machines Corp
Publication of DE1288128B publication Critical patent/DE1288128B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/45Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of non-linear magnetic or dielectric devices
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/51Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used
    • H03K17/80Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used using non-linear magnetic devices; using non-linear dielectric devices
    • H03K17/84Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used using non-linear magnetic devices; using non-linear dielectric devices the devices being thin-film devices

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen kurzer Zeitdauer, hoher Flankensteilheit und hoher Folgefrequenz.
  • Bekannte Einrichtungen zur Erzeugung von Impulsen kurzer Zeitdauer und hoher Flankensteilheit sind so ausgebildet (deutsche Auslegeschrift 1065 458), daß die Impulse einem Kettenverstärker zugeführt werden, an dessen Verstärkerstufen Spannungen wirksam sind, welche für die Impulsbasis zugeführter Eingangsimpulse eine Spannungsschwelle bilden. Eine Einrichtung dieser Art hat den Zweck, die Impulsbasis eines zugeführten Impulses in aufeinanderfolgenden Stufen des Kettenverstärkers mehrfach zu begrenzen, so daß am Ende des Kettenverstärkers nur diejenigen Anteile der Impulsamplituden abgeleitet werden, die über den vorgegebenen Begrenzungsspannungen liegen.
  • In dieser Weise ergeben sich am Ausgang des Kettenverstärkers Impulse kurzer Dauer und hoher Flankensteilheit. Durch eine Einrichtung dieser Art können Impulse sehr kurzer Zeitdauer und hoher Flankensteilheit erzeugt werden, es besteht jedoch der Nachteil, daß der Kettenverstärker nicht geeignet ist für den Betrieb mit beliebig hoher Frequenz, da die einzelnen Verstärkerstufen bestimmte Verzögerungszeiten aufweisen. Diese Verzögerungszeiten ergeben sich durch die Trägheit der elektronischen Verstärkerelemente.
  • Es ist ferner bekannt (Elektronische Rechenanlagen, November 1959, S. 164 bis 171), die Zykluszeit eines binären Informationsspeichers durch die Verwendung von bistabilen Magnetschichtelementen uniaxialer Anisotropie erheblich zu verkürzen. Die Verkürzung ergibt sich durch die Eigenschaft der Magnetschichtelemente uniaxialer Anisotropie, die eine remanente Magnetisierung aufweisen, die im sogenannten Drehschaltbereich durch ein steuerndes Magnetfeld kohärent mit einer extrem hohen Geschwindigkeit gedreht wird. Das steuernde Magnetfeld wird durch zwei verschiedene Feldkomponenten gebildet, von denen die eine von dem X-Koordinatenimpuls und die andere von dem Y-Koordinatenimpuls abgeleitet werden. Das steuernde Magnetfeld kann somit nur wirksam werden, wenn beide Komponenten genau gleichzeitig auftreten. Da jedoch die X= und Y-Koordinatenimpulse auf getrennten Zuleitungen zugeführt werden, besteht die Möglichkeit, daß die beiden Signalkomponenten verschiedene Verzögerungszeiten aufweisen. Daraus ergibt sich ein schädlicher Einfluß für die Impulserzeugung zu bestimmten Taktzeiten, der besonders wirksam ist bei Impulsen hoher Frequenz und kurzer Dauer. Die Koinzidenz der beiden Signalkomponenten kann bei dieser bekannten Einrichtung nur durch größeren Aufwand erreicht werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die ; Eigenschaft eines Magnetschichtelementes uniaxialer Anisotropie nutzbar zu machen für die Erzeugung von Impulsen kurzer Zeitdauer, hoher Flankensteilheit und hoher Folgefrequenz. Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein bistabiles Magnetschichtelement i uniaxialer Anisotropie, dessen remanente Magnetisierung durch ein steuerndes, in einem spitzen Winkel zur Vorzugsrichtung der remanenten Magnetisierung wirkendes Magnetfeld vorgegebener Amplitude aus einem der stabilen Zustände in den anderen stabilen t Zustand umgeschaltet wird, ferner dadurch, daß am Magnetschichtelement eine einzige Steuerwicklung und eine Abfühlwicklung angeordnet sind und daß die Steuerwicklung im Stromkreis eines Sinuswechselstromgenerators angeordnet ist.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g.1 die Kurve der »kritischen Feldstärke« eines Magnetschichtelementes, F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, F i g. 3 a und 3 b den zeitlichen Verlauf des steuernden Magnetfeldes H und der abgefühlten Impulse F i g. 4 eine weitere Ausführungsform gemäß der Erfindung, F i g. 5 eine Anordnung zur Erzeugung impulsförmiger Treibfelder für die Steuerung von magnetischen Schalt- und Speicherelementen, F i g. 6 eine Schaltungsanordnung zur Verstärkung der abgefühlten Impulse.
  • Die in F i g. 1 dargestellte kritische Kurve begrenzt denjenigen Bereich des steuernden Magnetfeldes H, in dem Drehschalten erfolgt gegenüber dem Bereich, in dem kein Drehschalten der Magnetisierung, sondern ein wesentlich langsamer verlaufendes Umschalten, das sogenannte »Wandschalten« auftritt. Die durch die kritische Kurve definierte Feldstärke H heißt die »kritische Feldstärke« für das Drehschalten. Bekanntlich kann man mit Hilfe der aus der Literatur bekannten kritischen Kurve die Auslenkungsrichtung ermitteln, in die sich die Magnetisierung oder der Magnetisierungsvektor M der dünnen Magnetschicht bei Anlegen eines steuernden Magnetfeldes H einstellt. Wie bereits erwähnt, wird diejenige Richtung, in welche sich der Magnetisierungsvektor M der dünnen Magnetschicht bei Nichtvorhandensein eines steuernden MagnetfeldesH einstellt, als »Vorzugsrichtung« 12 und die dazu senkrechte Richtung als »harte Richtung« 13 bezeichnet. Die Achsen der kritischen Kurve, die eine Astroide darstellt, fallen mit der Vorzugsrichtung bzw. der harten Richtung (Hz- bzw. Hy-Achse) zusammen. Aus Gründen der Eindeutigkeit der Darstellung soll eine Winkelzählung eingeführt werden, wonach die 0°-Lage der Magnetisierung der +Hz-und die 180°-Lage der Magnetisierung der -Hz-Achse entsprechen. Ohne äußeres Magnetfeld gibt es somit für den Magnetisierungsvektor M die beiden stabilen Gleichgewichts- oder Ausgangslagen von 0 und 180°.
  • Wenn jedoch in der Schichtebene ein äußeres Magnetfeld H vorhanden ist, das um einen Winkel 0 von der Vorzugsrichtung abweicht, so wird der Magnetisierungsvektor M aus der Vorzugsrichtung ausgelenkt. Die Auslenkungsrichtung des Magnetisierungsvektors M für ein beliebiges äußeres Magnetfeld H kann - wie dem Fachmann bekannt ist und wie sich durch mathematisch-physikalische Überlegungen zeigen läßt - aus der kritischen Kurve allgemein ermittelt werden, indem man den H-Vektor vom Koordinatenursprung aus aufträgt und von der Spitze des H-Vektors die Tangente bzw. Tangenten an diejenigen Teile der kritischen Kurve zeichnet, die in derselben Halbebene (obere bzw. untere) liegen wie die Spitze des H-Vektors. Durch Betrachten der in F i g.1 dargestellten kritischen Kurve 11 erkennt man, daß in Abhängigkeit von der Lage der Spitze eines H-Vektors in bezug auf die kritische Kurve eine oder zwei energetisch stabile Auslenkungs- oder Gleichgewichtslagen für M vorhanden sind. Liegt die Spitze 14 eines H-Vektors innerhalb der kritischen Kurve, z. B. in der oberen Halbebene, so lassen sich die zwei Tangenten 15 und 16 an die in der oberen Halbebene verlaufende kritische Kurve zeichnen, und es gibt also für den Magnetisierungsvektor M zwei durch die Tangentenrichtungen angezeigte, stabile Gleichgewichtslagen M15 und M16. Liegt die Spitze 17 eines H-Vektors außerhalb der kritischen Kurve (in der oberen Halbebene), so läßt sich nur eine ein energetisch stabiles Gleichgewicht für M kennzeichnende Tangente 18 an die kritische Kurve in der oberen Halbebene zeichnen, und es gibt für M nur eine einzige, durch die entsprechende Tangentenrichtung angezeigte, stabile Gleichgewichtslage M18. Überschreitet die Spitze eines H-Vektors bei entsprechender Vergrößerung des äußeren Magnetfeldes H die kritische Kurve in einem kritischen Punkt 19, d. h. wird das äußere Feld größer als die zu dem betreffenden Winkel U gehörende kritische Feldstärke Hkrtt. für Drehschalten, so verschwindet eine der vorher bestehenden zwei Gleichgewichtslagen für den Magnetisierungsvektor M, was gegebenenfalls verbunden ist mit einer sprunghaften Umschaltung von M in die neue Lage, in dem gezeigten Beispiel nämlich dann, wenn die Ausgangslage für M die 180°-Lage war und somit ein Übergang von M15 nach M18 erfolgen muß.
  • Dieser außerordentlich rasch erfolgende Drehschaltprozeß wird erfindungsgemäß zur Erzeugung kurzzeitiger Impulse ausgenutzt.
  • Zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Einrichtung wird auf F i g. 2 verwiesen. Die Einrichtung enthält eine dünne magnetische Schicht 21 mit uniaxialer magnetischer Anisotropie, deren leichte Richtung durch einen Doppelpfeil angegeben ist. Die Windungen einer Spule 22 symbolisieren die Mittel zur Erzeugung eines parallel zur Ebene der Schicht 21 verlaufenden Steuermagnetfeldes H, dessen Kraftlinien 23 unter einem Winkel 0 bezüglich der Vorzugsrichtung der Magnetisierung ausgerichtet sind, und zwar möge der Winkel 0 spitzwinklig sein bezüglich der 0°-Lage der Vorzugsrichtung (vgl. F i g. 1). Der Winkel 0 ist nicht kritisch, man wird ihn vorteilhafterweisejedoch so wählen, daß eine möglichst große Änderung des magnetischen Flusses beim sprunghaften Umschalten des Magnetisierungsvektors in die neue Lage auftritt. Es ist günstig, wenn man den Winkel 0 zwischen 10 und 45° wählt. Die durch das Umschalten der Magnetisierung bedingte Änderung des magnetischen Flusses wird durch die Windungen einer Spule 24 abgefühlt. Die Achsen der beiden Spulen 22 und 24 können miteinander einen beliebigen Winkel bilden. Falls ihre Achsen senkrecht zueinander verlaufen, besteht zwischen den beiden Spulen eine optimale magnetische Entkopplung.
  • Die Spule 22 ist über einen Schalter 25 an einen Wechselstromgenerator 26 angeschlossen, während die Spule 24 über die Klemmen 61, 62 mit einem Spannungsanzeiger, einem Verbraucher oder einem Verstärker 27 verbunden ist. Es sei angenommen, daß sich der Magnetisierungsvektor des Magnetschichtelements ursprünglich in der 180°-Ausgangslage befindet, dargestellt durch den Vektor M28. Wenn beim Schließen des Schalters 25 der Wechselstromgenerator 26 beispielsweise eine positive Halbwelle erzeugt, so entsteht infolge des Stromflusses durch die Spule 22 in bezug auf das Magnetschichtelement 21 ein äußeres Magnetfeld H, welches den Magnetisierungsvektor aus seiner 180°-Ausgangslage M28 im Uhrzeigersinn auslenkt, so daß er durch die durch die Richtung von M15 (vgl. F i g. 1) gekennzeichnete Lage geht. Mit zunehmendem Strom nimmt natürlich auch die Feldstärke des Steuermagnetfeldes zu, bis schließlich die kritische Feldstärke für das Drehschalten, d. h. der in F i g. 1 gezeichnete kritische Punkt 19 überschritten wird. In diesem Augenblick schaltet der MagnetisierungsvektorM sprungartig in die neue, angenähert durch die Richtung von M18 (vgl. F i g. 1) gekennzeichnete Gleichgewichtslage um, was mit einer rasch erfolgenden, beträchtlichen, zeitlichen Änderung des magnetischen Flusses d0 verbunden ist, der in der Abfühlwicklung 24 einen Spannungsimpuls induziert. Dieser wird durch den Spannungsmesser 27 angezeigt oder dem Verbraucher zugeführt. Beim Abklingen der positiven Halbwelle des Wechselstromes geht der Magnetisierungsvektor M schließlich in die 0°-Lage M29 der Vorzugsrichtung über. Beim Auftreten der negativen Halbwelle wird der Magnetisierungsvektor aus der 0°-Lage M29 im Uhrzeigersinn ausgelenkt, so daß er durch die durch die Richtung von M35 (vgl. F i g. 1) gekennzeichnete Lage geht. Mit einem zunehmenden negativen Strom wird schließlich ebenfalls wieder die kritische Feldstärke Hkrtt. überschritten (jetzt natürlich mit entgegengesetzter Polarität als vorhin), wobei ein sprungartiges Umschalten des Magnetisierungsvektors M in die neue, etwa durch die Richtung von M38 (vgl. F i g.1) gekennzeichnete Gleichgewichtslage erfolgt. Dies ist wieder mit einer rasch erfolgenden, beträchtlichen zeitlichen Änderung des magnetischen Flusses verbunden, wodurch in der Spule 24 erneut ein Impuls induziert wird. Beim Abklingen der negativen Halbwelle des Wechselstromes geht der Magnetisierungsvektor schließlich in die 180°-Gleichgewichtslage M28 über, von der in der obigen Betrachtung ausgegangen wurde, und es wiederholt sich die bereits beschriebene Wirkungsweise.
  • Der zeitliche Verlauf des äußeren steuernden magnetischen Wechselfeldes ist in F i g. 3a dargestellt. Der Wert der kritischen Feldstärke Hkrst, sei hier wenigstens größenordnungsmäßig angegeben; er beträgt bei heute gebräuchlichen Magnetschichten einige, etwa 2 bis 8 Oerstedt. Hkrat. ist in das Diagramm eingezeichnet. Die F i g. 3 b zeigt die Impulse, die in der Abfühlwicklung 24 jeweils beim Überschreiten der kritischen Feldstärke Hkrtt. durch das Steuermagnetfeld induziert werden. Die auf diese Weise erhaltenen Impulse steiler Flanke haben eine Dauer in der Größenordnung von Nanosekunden. Ihre Impulsfrequenz entspricht der Frequenz des äußeren Wechselfeldes. Es ist durch diese Einrichtung möglich, Impulsfrequenzen bis hinauf zu 100 MHz und darüber zu erhalten.
  • Ein Vorteil der Einrichtung besteht darin, daß es bei Beginn des Impulserzeugungsprozesses nicht unbedingt notwendig ist, daß sich der Magnetisierungsvektor M in einer bestimmten Ausgangslage befindet, z. B., wie oben angenommen, in der 180°-Lage M28. Wenn sich der Magnetisierungsvektor zu Beginn der positiven Halbwelle in der 0°-Ausgangslage M29 befindet, so ergibt sich zunächst nur ein Übergang von M16 nach M18 (vgl. F i g. 1), wobei keine wesentliche Änderung des magnetischen Flusses zustande kommt. Beim Abklingen der positiven Halbwelle kehrt der Magnetisierungsvektor jedoch wieder in die 0°-Lage M29 zurück, welche - wie aus obiger Beschreibung hervorgeht - die erwünschte Ausgangslage für den Beginn der negativen Halbwelle darstellt, Anschließend werden Impulse erzeugt, wie dies bereits erläutert wurde, F i g. 4 zeigt eine weitere Einrichtung zur Erzeugung von Impulsen. Das als Impulsgenerator wirkende Element besteht, wie bekannt ist, aus einer dünnen magnetischen Schicht 41, die durch einen Aufdampfprozeß oder ein Elektroplattierungsverfahren auf einen Träger 43 aufgebracht ist. Die Dicke der Magnetschicht 41 kann einige 100 oder 1000 A betragen; sie wird im allgemeinen jedoch nicht größer sein als 30 000 A. Die Schicht hat eine uniaxiale Anisotropie. Die Vorzugsrichtung ist durch einen Pfeil 45 bezeichnet. Der Träger 43 besteht aus einem dünnen Glasplättchen von einigen zehntel Millimeter Dicke. Man kann jedoch auch ein anderes Trägermaterial verwenden, z. B. Kunststoff oder Tantal.
  • In dem Beispiel von F i g. 4 wurde für das Schichtelement eine annähernd quadratische Form gewählt; die Kantenlänge kann einige Millimeter bis etwa 1 cm oder auch darüber betragen. Selbstverständlich sind auch andere Formen für das Schichtelement möglich. Das Schichtelement ist, wie ebenfalls bekannt ist, von zwei parallel zur Schichtebene angebrachten, schleifenförmigen und bandartigen Windungen, sogenannten Bandleitungen umgeben. Die Bandleitung 42 dient zur Erzeugung des Steuermagnetfeldes; in ihrer Funktion entspricht sie somit der Spule 22 in F i g. 2. Die Bandleitung 44 wirkt als Abfühlwicklung, in welcher die kurzzeitigen Impulse induziert werden; in ihrer Funktion entspricht sie somit der Spule 24 in F i g. 2. Die Achse der Bandleitung 42 bildet mit der Vorzugsrichtung 45 der Magnetschicht einen Winkel C?. Dieser. Winkel ist nicht kritisch. Er beträgt im Ausführungsbeispiel unter Zugrundelegung des weiter oben als günstig bezeichneten Winkels U zwischen 10 und 45°. Es ist zur Erzielung eines guten Wirkungsgrades vorteilhaft, wenn die Bandleitungen das Schichtelement in seiner ganzen Kantenlänge umfassen und vollständig überdecken. Die Bandleitungen können auf dem Schichtelement durch ein Aufdampfungs- oder Elektroplattierungsverfahren angebracht werden, um die Abstände zwischen diesen Teilen auf ein Minimum zu beschränken und somit den Leistungsgrad auf ein Maximum zu bringen. Geeignete elektrische Isolierungen, z. B. Siliziumoxydschichten, müssen selbstverständlich -zwischen den Bandleitern 42, 44 und der Magnetschicht 41 vorgesehen werden, Für die Impulse, die in der beschriebenen Weise erzeugt werden, bestehen zahlreicheMöglichkeiten der Anwendung. Von besonderem Interesse ist hierbei die Impulssteuerung von Schalt- und Speicherelementen, die von ähnlicher Beschaffenheit sein können wie das zur Impulserzeugung verwendete Magnetschichtelement. Eine entsprechende Anordnung ist in F i g. 5 schematisch dargestellt. Der Generator 51 erzeugt ein Steuermagnetfeld, das durch eineBandleitung52 einem Magnetschichtelement 53 überlagert wird. Die Kraftlinien des Steuermagnetfeldes bilden in der Ebene des Schichtelements einen spitzen Winkel von z. B. 10 bis 45° zur Vorzugsrichtung 55 des Schichtelements. Die Amplitude des äußeren Magnetfeldes übersteigt dabei den durch die kritische Kurve festgelegten Wert Hxr@t,, so daß jeder Stromstoß des Generators 51 im Schichtelement ein Drehschalten der Magnetisierung hervorruft, wodurch in der Bandleitung 54 ein extrem kurzer i Spannungsimpuls hoher Amplitude erzeugt wird. Die zu steuernden Schalt- oder Speicherelemente 56 sind kleine, .dünne, magnetische Schichtelemente. Die Achse der Bandleitung 54 verläuft parallel zur leichten Richtung der Schichtelemente 56, so daß ein Impuls in der Leitung54 die Magnetisierung der Elemente56 in die »harfe Richtung« Hs (F i g.1) auslenkt. Die Impulse in der Leitung 54 dienen somit zur Erzeugung kurzzeitig wirksamer, magnetischer Treibfelder in bezug auf die zu steuernden Schalt- bzw. Speicherelemente 56.
  • Im allgemeinen ist es notwendig, ein Auslesesignal zur Weiterverarbeitung z. B. in einem Rechenautomaten zu verstärken; anstatt an die Abfühlwicklung einen Verstärker direkt anzuschließen, der den scharfen Impuls nur verflachen und somit in seiner Wirksamkeit beeinträchtigen würde, ist es zweckmäßig, eine besondere Schaltung zu verwenden. Eine Schaltung solcher Art, die in F i g. 6 dargestellt ist, wird an die beiden Anschlüsse 61, 62 am Ausgang der Abfühlwicklung 24 (F i g. 2) angeschlossen. Mittels einer Hochfrequenzdiode 63 wird eine Spitzengleichrichtung durchgeführt und eine Kapazität 64 aufgeladen. Man erhält auf diese Weise an der Kapazität eine Potentialerhöhung steiler Flanke, und eine unerwünschte Verflachung des an der Abfühlwicklung erhaltenen scharfen Impulses wird vermieden. Die an der Kapazität 64 erhaltene Spannung kann dann ohne weitere Schwierigkeiten durch eine gewöhnliche elektronische Verstärkereinrichtung 65 weiter verstärkt und an den Ausgangsklemmen 66, 67 des Verstärkers abgenommen werden. Die Kapazität 64 hat im allgemeinen einen kleinen Wert und ist praktisch gegeben durch die Eingangskapazität eines hochohmigen Verstärkers.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen kurzer Zeitdauer, hoher Flankensteilheit und hoher Folgefrequenz, gekennzeichnet durch ein bistabiles Magnetschichtelement uniaxialer Anisotropie, dessen remanente Magnetisierung durch ein steuerndes, in einem spitzen Winkel zur Vorzugsrichtung der remanenten Magnetisierung wirkendes Magnetfeld vorgegebener Amplitude aus einem der stabilen Zustände in den anderen stabilen Zustand umgeschaltet wird, ferner d adurch gekennzeichnet, daß am Magnetschichtelement (21) eine einzige Steuerwicklung(22) und eine Abfühlwicklung (24) angeordnet sind und daß die Steuerwicklung im Stromkreis eines Sinus-Wechselstromgenerators (26) angeordnet ist (F i g. 2).
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung des steuernden Magnetfeldes (H) zur Vorzugsrichtung (H,) der remanenten Magnetisierung in einem Winkel im Bereich zwischen 10 und 45° ausgerichtet ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die am Magnetschichtelement (41) angeordnete Steuerwicklung (42) und die Abfühlwicklung (44) als Bandleiter ausgebildet sind (F i g. 4).
  4. 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfühlwicklung des Magnetschichtelementes über eine Hochfrequenzdiode (63) mit den Eingangsleitungen eines Verstärkers (65) verbunden ist, die durch einen Kondensator (64) überbrückt sind.
DE1961I0020311 1960-07-29 1961-07-28 Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen kurzer Zeitdauer, hoher Flankensteilheit und hoher Folgefrequenz Pending DE1288128B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1065458B (de) * 1955-12-13 1959-09-17 Electric &. Musical Industries Ltd., Hayes, Middlesex (Großbritannien) Kettenverstärker
DE1081502B (de) * 1956-10-08 1960-05-12 Ibm Deutschland Bistabiles magnetisches Speicherelement mit Vorzugsrichtung

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