DE1287478B - - Google Patents
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- DE1287478B DE1287478B DENDAT1287478D DE1287478DA DE1287478B DE 1287478 B DE1287478 B DE 1287478B DE NDAT1287478 D DENDAT1287478 D DE NDAT1287478D DE 1287478D A DE1287478D A DE 1287478DA DE 1287478 B DE1287478 B DE 1287478B
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D25/00—Devices for gluing shoe parts
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine tungsmaschinen, die andersartige Schuhauflagen
zum Überholen, Fersenformen und Aufzwicken von zeigen, wird nur der Leisten lose aufgelegt und sind
Schuhen im gesamten Schuhbodenbereich mit Aus- keine Bearbeitungswerkzeuge, die im Zusammenhang
nähme der Spitze mittels Werkzeugen und Kleb- oder Zusammenwirken mit den einzelnen Schuhstoff.
5 auflagen stehen, vorhanden.
Bei einer Maschine der vorgenannten Art sind Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
für den dem Schuhschaft zugeordneten und mit der kombinierte Maschine der eingangs angegebenen Art
Bodenfläche nach unten gerichteten Leisten Halte- zu schaffen, mittels der jedoch nicht nur gleichzeitig
und Stützmittel vorgesehen. der unter Spannung gehaltene Schaft mit überholt
Seit Jahrzehnten sind sogenannte kombinierte io werden soll, sondern auch die Seiten, die Ballen-Zwickereimaschinen,
die den gesamten Zwickvorgang und Gelenkpartie mit gezwickt und der Zwickam Schuh ausführen oder mehrere bisher übliche einschlag in diesem Bereich fest mit der Brandsohle
Einzeloperationen zusammenfassen, bekannt und in durch Kleben verbunden werden können,
der Praxis auch schon benutzt worden. Diese Maschi- Gelöst wird diese Aufgabe in erster Linie dadurch, nen haben sich nicht durchgesetzt, weil es für vor- 15 daß bei einer Maschine zum Überholen, Fersenteilhafter und einfacher angesehen wurde, die einzel- formen und Aufzwicken von Schuhen im gesamten nen Teilarbeitsgänge auf mehrere Maschinen zu ver- Schuhbodenbereich mit Ausnahme der Spitze mitlegen. Es wurde also hierbei das mehrmalige Ein- tels Werkzeugen und Klebstoff, wobei die Bodensetzen und Herausnehmen des Schuhes in bzw. aus fläche des dem Schuhschaft zugeordneten Leistens der jeweiligen Maschine in Kauf genommen. 20 nach unten gerichtet ist, mit Halte- und Stützmitteln
der Praxis auch schon benutzt worden. Diese Maschi- Gelöst wird diese Aufgabe in erster Linie dadurch, nen haben sich nicht durchgesetzt, weil es für vor- 15 daß bei einer Maschine zum Überholen, Fersenteilhafter und einfacher angesehen wurde, die einzel- formen und Aufzwicken von Schuhen im gesamten nen Teilarbeitsgänge auf mehrere Maschinen zu ver- Schuhbodenbereich mit Ausnahme der Spitze mitlegen. Es wurde also hierbei das mehrmalige Ein- tels Werkzeugen und Klebstoff, wobei die Bodensetzen und Herausnehmen des Schuhes in bzw. aus fläche des dem Schuhschaft zugeordneten Leistens der jeweiligen Maschine in Kauf genommen. 20 nach unten gerichtet ist, mit Halte- und Stützmitteln
Nachdem heute andere Werkstoffe, insbesondere für den Leisten erfindungsgemäß der Leisten mit
Kunststoffe und Klebemitttel zur Verfügung stehen, dem Schuhschaft derart im Fersenbereich an einem
entsteht erneut der Gedanke, auf die sogenannten ersten Schlitten durch Halte- und Spannmittel festkombinierten Zwickereimaschinen wieder zurück- legbar ist, daß seine Spitze dem die Maschine Bezugreifen
und diese zu verbessern. 25 dienenden zugewandt ist, und die dem Bearbeiten
So wurde eine sogenannte kombinierte Fersenform- des Fersen- und Gelenkbereichs dienenden Werk-
und Klebezwickmaschine entwickelt, die unter Ver- zeuge an diesem ersten Schlitten oder Fersenschlitten
Wendung eines besonderen thermoplastischen Kap- angeordnet sind und letzterer mit dem darauf festpenmaterials
den mit der Kappe versehenen Schaft gelegten Leisten und den dazugehörigen Werkzeugen
leistengetreu formt, gleichzeitig die Fersenpartie 30 längs einer Kurvenbahn, deren theoretischer Mittelzwickt
und den Zwickeinschlag an der Brandsohle punkt im Ballenbereich des Leistens liegt im Sinne
befestigt. Die Hinterkappe wird also nicht auf einer Absenken der Leistenspitze in eine geneigte Ebene
separaten Maschine vorgeformt, sondern lediglich mit schwenkbar ist, in welcher die Halte- und Stützmittel
der Fersenpartie des Schaftes vorgewärmt, um die und die dem Bearbeiten des Schuhbodens dienenden
Hinterkappe in einen formbeständigen Zustand zu 35 Werkzeuge liegen, und daß die letzteren auf einem
bringen. Daraufhin wird der Schaft mit der Hand zweiten Schlitten angeordnet sind, der nach Verum
den Leisten gelegt, und es werden dann beide schwenken des Leistens gegen die Leistenspitze in
Teile in die Fersenzwickmaschine eingeführt und die der geneigten Ebene geradlinig bewegbar ist.
Lage des Schaftes am Leisten nochmals kontrolliert. Hierfür schlägt die Erfindung weiter vor, daß der Anschließend führt diese Maschine das Formen der 40 Fersenschlitten auf einer kurvenförmigen Führungs-Hinterkappe und das Zwicken der Fersenpartie auto- bahn beweg- und dieser gegenüber festlegbar ist.
matisch durch. Kurz vor dem Formen und dem Zwik- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ken wird der Schaft in der Maschine durch drei der Fersenschlitten nach Einschalten der Maschine Zangen um den Leisten gespannt, um jegliche Falten- und Festlegen des Leistens gegenüber dem Fersenbildung zu verhindern. 45 schlitten bis in eine Stellung bewegbar, in welcher
Lage des Schaftes am Leisten nochmals kontrolliert. Hierfür schlägt die Erfindung weiter vor, daß der Anschließend führt diese Maschine das Formen der 40 Fersenschlitten auf einer kurvenförmigen Führungs-Hinterkappe und das Zwicken der Fersenpartie auto- bahn beweg- und dieser gegenüber festlegbar ist.
matisch durch. Kurz vor dem Formen und dem Zwik- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ken wird der Schaft in der Maschine durch drei der Fersenschlitten nach Einschalten der Maschine Zangen um den Leisten gespannt, um jegliche Falten- und Festlegen des Leistens gegenüber dem Fersenbildung zu verhindern. 45 schlitten bis in eine Stellung bewegbar, in welcher
Es sind weiter Maschinen für die Fertigung von der Leistenvorderteil mit einem am zweiten Schlitten
Schuhen bekannt, bei denen die aus Schuhauflagen angeordneten, das Sperren des Fersenschlittens steubestehenden
Haltemittel in einer kurvenförmigen ernden Anschlag in Wirkverbindung kommt.
Führungsbahn bewegbar sind, jedoch ruht hier der zu Ferner schlägt die Erfindung vor, daß nach Festbearbeitende Schuh sowohl im Fersen- als auch im 50 legen des Fersenschlittens der zweite Schlitten auf Spitzenbereich auf Haltemitteln, die auf einer ein- ersteren zu so lange bewegbar ist, bis die Leistenzigen Führungsbahn gelagert sind. Außerdem trägt spitze mit einem das Festlegen des zweiten Schlittens die kurvenförmige Führungsbahn nur Haltemittel steuernden, weiteren Anschlag in Wirkverbindung und keinerlei Bearbeitungswerkzeuge. Das einzige kommt.
Führungsbahn bewegbar sind, jedoch ruht hier der zu Ferner schlägt die Erfindung vor, daß nach Festbearbeitende Schuh sowohl im Fersen- als auch im 50 legen des Fersenschlittens der zweite Schlitten auf Spitzenbereich auf Haltemitteln, die auf einer ein- ersteren zu so lange bewegbar ist, bis die Leistenzigen Führungsbahn gelagert sind. Außerdem trägt spitze mit einem das Festlegen des zweiten Schlittens die kurvenförmige Führungsbahn nur Haltemittel steuernden, weiteren Anschlag in Wirkverbindung und keinerlei Bearbeitungswerkzeuge. Das einzige kommt.
Bearbeitungswerkzeug ist ortsfest gelagert, und der 55 Schließlich ist erfindungsgemäß am freien Ende
zu bearbeitende Schuh wird in der kurvenförmigen des am zweiten Schlitten befindlichen Stützmittels
Führungsbahn am Bearbeitungswerkzeug vorbei- für die Brandsohle eine Rolle gelagert,
geführt. Durch die erfinderischen Maßnahmen wird Be-
Eine andere vorbekannte Ausführung einer Schuh- kanntem gegenüber der wesentliche technische Fortbearbeitungsmaschine
weist zwar einen Schlitten auf, 60 schritt erzielt, daß außer den Halte- und Stützmitteln
der aber lediglich eine auswechselbare Platte trägt, alle erforderlichen Werkzeuge derart in einer eindie
als Stützmittel für die Brandsohlenlippe dient, zigen Maschine angeordnet und steuerbar sind, daß
um ein Umbiegen nach innen beim Uberholvorgang sämtliche erforderlichen Arbeitsgänge bis zur Fertigzu
verhindern. Dagegen sind die hierbei vorgesehenen bearbeitung eines Schuhes mit dieser Maschine
Werkzeuge, nämlich die Überholzangen am Maschi- 65 schrittweise durchgeführt werden können, wobei
nenständer, festgelegt und nehmen an der Schlitten- durch die Maschine nach der Erfindung außerbewegung
nicht teil. dem ermöglicht wird, gegebenenfalls zwischen zwei Auch bei anderen vorbekannten Schuhbearbei- Arbeitstakten Korrekturen durchzuführen und gleiche
3 4
oder ähnliche Fersenformen mit dem gleichen Fersen 21 gegen die Rolle 22 gezogen wird, so daß der Fer-
sattel zu formen. sensattel 18 in der Ruhelage eine geöffnete Stellung
Weitere Merkmale und Einzelheiten sowie das einnimmt.
Zusammenwirken der ineinandergreifenden und an- Die Rolle 22 ist in einem Gabelbolzen 23 gelagert,
zutreibenden Teile einer Maschine gemäß der Erfin- 5 und dieser befindet sich in einer Bohrung am äußeren
dung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei- Ende der Traverse 10.
bung an Hand von schematisch in der Zeichnung Diese beschriebenen Teile gehen aus dem rechten
dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigt Teilschnitt der F i g. 5 hervor. Auf der linken Seite
F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung des Maschi- der F i g. 5 ist die unterhalb des Fersensattels liegende
nenoberteils, io Ferseneinscher-Vorrichtung dargestellt. Diese Ein-
F i g. 2 eine schaubildliche Darstellung des Maschi- richtung ist an einem Lagerbock 24, der am Schlit-
nenunterteils, ten 6 befestigt ist, drehbar mittels eines Schwenk-
F i g. 3 eine schematische Darstellung der hydro- Zylinders 25 eingehangen.
pneumatischen Vorschubeinheit für den Bewegungs- Der Schwenkzylinder 25 fährt demnach bei einer
ablauf der Nockensteuerwelle, 15 Beeinflussung des Zylinders 7 mit nach vorn, so daß
F i g. 4 eine prinzipmäßige Darstellung des in der der Abstand am Fersenende zwischen Fersenschere
Kurvenbahn geführten Fersenschlittens mit den dazu- 26 und Fersensattel 18 bei der Einführbewegung des
gehörigen Einrichtungen, Sattels bis zur Fersenberührung des Schuhes immer
Fig.5 die Draufsicht, im teilweisen Schnitt, von gleichbleibt. Dieser Abstand kann nur durch nicht
der Fersenform- und Fersenzwickeinrichtung, ao dargestellte Emstellmittel je nach den Erfordernissen
F i g. 6 eine prinzipmäßige Darstellung des in verändert werden. Im Schwenkzylinder 25 sind Füheiner
feststehenden Ebene verschiebbar angeordneten rungsplatten 27 vorgesehen, in denen die Scheren-Vorderteilschlittens
mit den dazugehörigen Werk- backen 28 gelagert sind. Ferner sind in den Führungszeugen, platten 27 die Zapfen 29 und 30 gelagert, die an ihren
Fig.7 einen Schnitt durch die Seitenzangen für 25 oberen Enden Kurvenrollen31 und 32 tragen. Die
den Überholvorgang, Kurvenrollen 31 und 32 gleiten in Nuten 33 und 34,
F i g. 8 einen Schnitt durch die Gelenkzangen, so daß dadurch eine Schließbewegung der Fersen-
F i g. 9 einen Längsschnitt durch die Ballen- scheren 26 möglich ist.
einscher-Einrichtung, Zur Erzeugung der Schließbewegung trägt die KoI-
F i g. 10 die Draufsicht auf die Balleneinscherung, 30 benstange 35 des Zylinders 25 ein Joch 36, an dessen
Fig. 11 einen Schnitt durch die Balleneinscher- äußerem Ende die eine Seite der Schubhebel37 einEinrichtung
nach den Linien XI-XI bzw. ΧΓ-ΧΓ gehangen sind, während die andere Seite derselben
der F i g. 9. mit den Scherenbacken verbunden ist.
In einem Maschinenständer 1 ist in einer geneigten Dadurch, daß der die Ferseneinscher-Einrichtung
Führungsbahn 2 ein in Längsrichtung zum Schuh 35 tragende Zylinder 25 schwenkbar gelagert ist, sind
bewegbarer Vorderschlitten 3 gelagert. Außerdem die Einschermittel bestrebt, nach unten abzufallen,
besitzt der Maschinenständer 1 eine kurvenförmige Der Abfallweg wird von der Kolbenstange 39 des
Führungsbahn 4 zur Aufnahme des Fersenschiit- Zylinders 38 begrenzt, während durch Anheben der
tens 5, wobei der theoretische Mittelpunkt dieser Kolbenstange die Fersenscheren in ihre Einscher-
Führungsbahn etwa am Ende des Überganges eines 40 wirklage gebracht werden.
Schuhes vom Ballen zum Gelenk liegt. Im Fersenschlitten 5 ist die Aufnahme 40 für den
Im Fersenschlitten 5 ist ein weiterer Schlitten 6 ver- Leisten L befestigt, auf dem der Leisten mit der
schiebbar gelagert und von einem Zylinder 7 beein- Brandsohle im Fersenbereich aufgesetzt wird. Festflußbar, der mit seiner Flanschseite an einer Platte 8 gespannt wird der Leisten mittels der Gegenplatte 41,
des Fersenschlittens 5 befestigt ist. Die Kolbenstange 9 45 die zweckmäßigerweise mit einem Zapfen versehen
des Zylinders 7 ist einerseits mit dem Schlitten 6 ver- sein kann, der in die Leistenhülse beim Einspannen
bunden, und andererseits trägt sie am äußeren Ende eingreift. Die Gegenplatte 41 ist an einer Traverse 42
die Traverse 10. Im mittleren Bereich besitzt die Tra- befestigt und diese wiederum mit den Zugbolzen 43
verse 10 ein Führungsstück 11, in welches ein weite- und 44 verbunden. Die Zugbolzen 43 und 44 sind in
res Führungsstück 12 eingreift. Zwischen den beiden 50 Führungen 45 und 46 gleitbar gelagert und unter-Führungsstücken
11 und 12 befindet sich eine Druck- halb des Bodens vom Fersenschlitten über eine nicht
feder 13, die bestrebt ist, das Führungsstück 12 zur dargestellte Traverse mit der Kolbenstange 47 des Zy-Schuhferse
hin zu verschieben. Ein Begrenzungsstift linders 48 verbunden. Bei Beeinflussung des Zylin-14,
der sich in einer Nut 15 befindet, behindert das ders 48 wird die Gegenplatte 41 dem Leistenkamm
Herausdrücken des Führungsstückes 12 aus dem Füh- 55 zu bewegt und damit der Leisten L fest für die folrungsstück
11. genden Arbeitsvorgänge in eingespannter Lage ge-
Das Führungsstück 12 ist an seinem vorderen Ende halten.
abgeflacht und besitzt eine Bohrung zur Aufnahme Der Fersenschlitten 5, der in der Führungsbahn 4
eines Bolzens 16, der auch gleichzeitig zur Halte- gelagert ist, besitzt einen Ausleger 49, an dem eine
rung der beiden Käfighälften 17 dient. Die Käfig- 60 einstellbare Gelenkstange 50 eingehangen ist. Das
hälftenl7 nehmen den einsetzbaren, aus einem untere Ende der Gelenkstange 50 ist mit einer hy-
massiven Gummiklotz der Kontur der Schuhferse ent- draulischen Vorschubeinheit 51 verbunden und ruht
sprechend geformten, hufeisenförmigen Fersensattel in der eingestellten Lage auf der ölsäule des Ölzylin-
18 auf, sind gelenkartig miteinander verbunden und ders 52. Der Luftzylinder 53 wird von einem Ventil
besitzen Langlöcher im Bereich des Bolzens 16, so 65 54 beeinflußt, welches auch gleichzeitig den Sperr-
daß ein seitliches Ausweichen möglich ist. An den kolben 55 steuert.
Käfighälften 17 sind zwei Ausleger 19 und 20 an- Das Ventil 54 wird von einem Anschlag 56 über
gebracht, wovon der eine, 19, mittels einer Zugfeder die Stange 57 beeinflußt, wobei der Anschlag 56 vom
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eingespannten Schuh aus betätigt wird, sobald der der Stellschrauben 80 und 81 veränderbar. Die Druck-Vorderteil
desselben diesen Anschlag berührt. federn 82 und 83 sind bestrebt, die Zangen in der
Bei Ruhestellung der Maschine steht also die Ober- eingestellten Lage zu halten. Die von den Zapfen 78
seite des Luftzylinders 53 ständig unter Druck, so und 79 ausgehenden Kopfstücke 84 und 85 sind in
daß die Vorschubeinheit den Fersenschlitten 5 in 5 einem Führungsstück 86 verschiebbar gelagert und an
flach geneigter Stellung hält. Die Lage dieser Nei- ihrem unteren Ende mit einem Pendelhebel 87 vergung
ist mittels der Stellschraube 58 einstellbar und bunden. Gleichzeitig befinden sich an den Enden der
dient im wesentlichen dazu, bei der Bearbeitung von Kopfstücke 84 und 85 Ausleger 88 und 89, die mit
Schuhen mit annähernd gleichbleibender Sprengung Federösen 91 und 90 zur Aufnahme der Zugfedern
den Einfahrweg für die Schwenkbewegung des Fersen- io 92 und 93 versehen sind. Die Zugfedern 92 und 93
Schlittens zu verkürzen, andernfalls würde der Schiit- sind andererseits an einer Stange 94 eingehängt, und
ten in der Ruhelage bis zur flachsten Schuhsprengung die Zange selbst ist an der Kolbenstange 95 des Zyzurückgehen,
d. h. flach geneigt sein und bei der Be- linders 96 befestigt. Die Kolbenstange dieses ZyUnarbeitung
eines hochgesprengten Schuhes einen ziem- ders ist beiderseits durchgehend und nimmt an ihrem
lieh großen Schwenkweg zurückzulegen haben. Die 15 anderen Ende den Bolzen 97 für die Lagerung des
Bewegung des Fersenschlittens mit dem eingespann- Pendelhebels 87 auf. Die Beaufschlagung des Zylinten
Schuh in seine richtige Arbeitslage des Schuh- ders 95 bewirkt eine Abwärtsbewegung der geschlosbodens
zum Vorderschlitten 3 erfolgt durch Beein- senen Seitenzangen, wobei die auf den Ausziehvorflussung
der Unterseite des Zylinders 53 durch ein gang einwirkenden Kräfte von der Spannung der einnicht
dargestelltes Ventil von der Nockensteuerwelle so stellbaren Zugfedern 92 und 93 ausgeübt wird, d. h.,
des Hauptantriebes aus. die Kraft des Zylinders wirkt nicht unmittelbar auf
Sobald der eingespannte Schuh entsprechend sei- den Zangenzug ein.
ner Sprengung mittels der vorerwähnten hydrauli- Außerdem sind die Seitenzangen derart gelagert,
sehen Vorschubeinheit seine richtige Lage eingenom- daß durch Beeinflussung des Handhebels 98 auch
men hat, wird durch weitere Drehung der Nocken- 35 eine Verschiebung des Schuhschaftes in Längsrichsteuerwelle
der Vorderschlitten 3, der alle für die Be- tung zum Leisten nach vorn und hinten möglich ist.
arbeitung des Vorderteiles erforderlichen Werkzeuge Zu diesem Zweck greift das Führungsstück 86 mit
trägt, gegen die Schuhspitze angefahren, und zwar so einem Kranz 99 in einen Ansatz 100 am Vorderzylinlange,
bis der Anschlag 60 dieselbe berührt. In die- der ein.
sem Moment wird das Sperrventil 61 geschlossen und 30 An einem Ausleger 101 ist ein Spitzenstützzylinder
die hydropneumatische Vorschubeinheit 62 zum Still- 102 eingehängt, an dessen Kolbenstange 103 ein
stand gebracht, d. h., dieses Ventil sperrt auch gleich- Kulissenhebel 104 angebracht ist. Am Ende des
zeitig das Absperrventil 63, so daß der Vorderschiit- Kulissenhebels 104 ist ein Spitzendruckstück 105 betenzylinder
auf einer unverdrängbaren Ölsäule fest- festigt. Die Kulissenbahn gleitet in einen feststehengehalten
wird. 35 den Bolzen 106 und die Außenseite des Kulissen-Arn Vorderschlittenzylinder befindet sich eine hebeis um eine Kurve 107, die einen Teil des Vorder-Stange
64, die an ihrem oberen Ende eine Rolle 65 Schlittens bildet. Bei Hochbewegung der Kolbenstange
trägt. Diese Rolle 65 dient dazu, daß die auf den 103 wird der Kulissenhebel 104 mit dem Spitzen-Leisten
befestigte Brandsohle beim Anfahren des druckstück 105 auf der Kurve 107 der Schuhspitze
Vorderteilschlittens 3 in Richtung zur Schuhspitze 4° zu bewegt und legt sich auf diese auf. Der Kulissenhin
nicht verschoben oder verdrückt wird. Dieses ist hebel nimmt dann die strichpunktierte Stellung nach
ein wesentliches und wichtiges Merkmal der Erfin- der F i g. 6 an. Hierzu wird bemerkt, daß die Bewedung.
gung des Spitzendruckstückes 105 erst dann erfolgt, Zur Durchführung des Überholvorganges sind im wenn die später beschriebenen Ballenwerkzeuge
Vorderschlitten 3 eine Spitzenzange 66 und zwei Sei- 45 unterhalb des Schuhbodens eingefahren sind,
tenzangen 67 und 68 gelagert. Um die Leistenaufnahme 40 greifend ist ein huf-Beim
folgenden Arbeitstakt wird zuerst die Spitzen- eisenförmig ausgebildete Heizplatte 108 zur Aktiviezange
66 geschlossen, wobei sich der bewegliche Zan- rung des Fersenbereichs der Brandsohle und des übergenschenkel
69 gegen den feststehenden Zangenschen- stehenden Zwickeinschlags des Schuhschaftes und der
kel 70 anlegt und das Oberleder an der Spitze fest 50 Kappe im Fersenbereich vorgesehen. Diese Platte ist
erfaßt. Die Spitzenzange 66 ist seitlich verschiebbar, auf einer Schubstange 109 befestigt und diese an
so daß ein Ausrichten des Schuhschaftes möglich ist. ihrem unteren Ende mit einem Hebel 110 verbunden.
Beim nächsten Arbeitsgang erfolgt das Ausziehen Dieser Hebel ist auf einem Lagerbock 111 gelagert,
des Schuhschaftes an der Spitze durch Beeinflussung der am Fersenschlitten 5 befestigt ist. Am Fersendes
Zylinders 71. Der Druck für diesen Zylinder ist 55 schlitten 5 befindet sich außerdem ein Zylinder 112,
durch Zwischenschaltung eines Reduzierventils 72 je dessen Kolbenstange 113 mit dem anderen Ende des
nach Materialbeschaffenheit änderbar. Hebels 110 verbunden ist.
Die Seitenzangen 67 und 68 werden beim nächsten Bei Beaufschlagung des Zylinders 112 wird die
Arbeitstakt geschlossen, und zwar werden die be- Heizplatte 108 dem Brandsohlenfersenboden zu beweglichen
Zangenschenkel 73 und 74 gegen die fest- 60 wegt und übt die beschriebene Aktivierung an den
stehenden Zangenschenkel 75 und 76 angefahren. Mit entsprechenden Teilen aus. Diese Heizplatte 108 wird
Hilfe des Handhebels 77 sind die geschlossenen Zan- sofort nach dem Einspannvorgang gegen das Fersengen
sowohl bei diesem als auch bei dem nächsten bett bewegt und bleibt so lange in dieser Kontakt-Arbeitstakt
in Höhenrichtung zwecks Ausrichtung lage stehen, bis die Scheren 26 den Fersenzwickeindes
Schuhschaftes gegenseitig verschiebbar. 65 schlag auf die außerhalb der Maschine vorher mit
Zum Einstellen auf die entsprechende Schuhbreite einem thermoplastischen Kleber versehene BrandimSeitenzangenfassungsbereich
sind die Seitenzangen sohle umlegen. und 68 in Zapfen 79 und 78 gelagert und mittels Auf dem Fersenschlitten 5 befindet sich in der
7 8
Ruhelage eine Tragplatte 114, die die Gelenkzwick- ren des verstellbaren Anschlages 152 ein Ventil 153
einrichtung entsprechend der F i g. 8 trägt. Die Ge- betätigt und der Zylinder 154 nach oben ausgefahren
lenkzwickeinrichtung besitzt die zangenartig ausgebil- und drückt den Ausleger 139 mit der Ballenschere
deten Klemmglieder 115,116,117 und 118. In einem 148 fest gegen den Schuhboden. Der unaufhörlich
besonderen Arbeitstakt wird zuerst die Gelenkzwick- 5 weiterlaufende Einschervorgang wird also von dem
einrichtung bei geöffneter Lage der Klemmglieder so Zeitpunkt der Beaufschlagung des Zylinders 154
weit mittels des Zylinders 120 hochbewegt, bis der wesentlich verstärkt, so daß der Zwickeinschlag mit
Gelenkanschlag 119 das Schuhgelenk berührt. Im der Brandsohle fest verbunden wird. Da durch die
nachfolgenden Arbeitstakt werden die Seitenzylinder fortschreitende Bewegung der Kolbenstange 149 des
121 und 122 beaufschlagt, wodurch die Klemmglieder io Zylinders 150 der Zwickeinschlag allmählich aus der
115,116,117 und 118 den Zwickeinschlag zunächst Klemmlage zwischen Ballenstütze und Ballenschere
erfassen und denselben bei weiterer Einwärtsbewe- herausrutscht, wird derselbe von der Scherenunter-
gung der Zylinder 121 und 122 an den Leistenboden fläche fest gegen den Brandsohlenboden gedruckt,
anlegen und fest verkleben. Durch die den Zylindern Entsprechend der Qualität des Schuhschaftmaterials
121 und 122 zugeordneten Drosselventile 123 und 15 ist die Druckfeder 151 einstellbar, wodurch sich je
124 wird eine sanfte Einscherbewegung des Gelenkes nach Spannung eine andere Klemmkraft ergibt. Die
erzielt. Ballenstütze 147 ist mit einer Heizeinrichtung 155
Als weitere Einheit ist auf dem Vorderschlitten die versehen, um den auf der Brandsohle befindlichen
Balleneinscher-Einrichtung gelagert. Der Aufbau der- Klebstoff zu aktivieren.
selben geht aus den Fig. 9 bis 11 hervor. Die Grund- 20 Zum sanften Einfahren der Zylinder 132 und 150
platte 125 ist um einen Zapfen 126 schwenkbar auf sind beiden Zylindern einstellbare Drosselventile 156
einer Tragplatte 128 des Vorderschlittens 3 befestigt und 157 zugeordnet.
und mittels der Schraube 127 festlegbar. Die gesamte Die Ballenscheren 148 und die Gelenkwerkzeuge
Balleneinscher-Einrichtung ist wiederum auf einer 115, 116,117 und 118 bilden mit den Fersenscheren
Führungsbahn 129 befestigt, die in den Begrenzungs- 25 26 eine ununterbrochene Fläche entlang des Schuhstücken
130 und 131 auf der feststehenden Grund- bodens, so daß in diesem Bereich der Schuh vollplatte 125 entlanggleitet. Die Verschiebbarkeit der ständig im eingescherten Zustand aus der Maschine
Führungsbahn 129 mit den daran befindlichen Teilen herauskommt.
erfolgt von dem kleinen Zylinder 132 aus, der gelenk- Der Bewegungsablauf der Maschine erfolgt in einartig
an der Grundplatte 125 befestigt ist. Die Kolben- 30 zelnen Arbeitstakten. Hierfür besitzt die Maschine
stange 133 dieses Zylinders trägt am Zangenende ein eine mit auswechselbaren Nockenscheiben 160 befederndes
Kopfstück 134, an dessen Ende zwei Knie- stückte Steuerwelle 161, die über ein Zahnrad 162 von
hebel 135 und 136 angelenkt sind. Auf den Knie- einer hydropneumatischen Vorschubeinheit 164 mithebeln
135 und 136 stützt sich das um den Zapfen tels einer angesetzten Zahnstange 163 in drehende
137 schwenkbar gelagerte Gehäuse 138 ab und kann 35 Bewegung für den Vor- und Rücklauf geschaltet wermit
den darin gelagerten Auslegern 139 und 140 mit- den kann. Der Vorschubeinheit 164 sind Drosselventels
der Stellschraube 141 gehoben und gesenkt wer- tile 165 und 166 zugeordnet, um die Ablaufgeschwinden.
Ein Anheben dieser Teile gegen den Leisten- digkeit regulieren zu können.
boden erfolgt auch durch Ausstrecken der Kniehebel Außerdem besitzt die Kolbenstange der Vorschub-135
und 136, und zwar dann, wenn der Zylinder 40 einheit eine Anzahl von verzahnten Sperrstücken 167
132 die Ballenzwickeinrichtung so weit vorgeschoben und 168, wobei die sperrende Verzahnung der Sperrhat,
bis die Nase 142 den einstellbaren Anschlag 143 stücke 167 für den Rücklauf und die Verzahnung der
berührt. Die Druckfeder 144 im federnden Druck- Sperrstücke 168 für den Vorlauf ausgelegt sind. Die
stück 134 und die Druckfeder 145 im Kopfstück 146 gegenüberliegende Verzahnung beider Sperrstücke ist
bewirken einen gewissen Druckausgleich. 45 um jeweils einen halben Zahn versetzt, so daß die
Die Beaufschlagung des Zylinders 132 bewirkt beiderseits einwirkenden Sperrklinken 169 und 170
demnach ein Anfahren der Ballenstütze 147 zunächst bzw. 171 und 172 wechselweise zum sperrenden Einunter
den Leistenboden im Ballenbereich und später griff kommen. Die Sperrklinken 169 bis 172 werden
beim Strecken der Kniehebel 135 und 136 eine Ab- für den Rückeinrastvorgang durch Federkraft und
Stützung des Ballens. Diese Operation erfolgt in einem 50 für den Auslösevorgang von jeweils einem druckluftseparaten
Arbeitstakt. beaufschlagten Zylinder 173,174,175 und 176 be-
Der im Ballenbereich überstehende Zwickeinschlag tätigt.
greift in den freien Raum zwischen Ballenstütze 147 Soll die Maschine auf Vorlauf geschaltet werden,
und Ballenschere 148 ein. Beim nachfolgenden Ar- so sind die für den Rücklauf bestimmten Sperrklinken
beitstakt wird die am Ausleger 139 befindliche BaI- 55 171 und 172 durch Beaufschlagung der Zylinder 175
lenschere 148 von der Kolbenstange 149 des Zylin- und 176 außerhalb ihrer Wirklage. Bei Schaltung der
ders 150 gegen die Ausnehmung der Ballenstütze be- Maschine auf Rücklauf sind dagegen die Sperrklinken
wegt und klemmt dabei den Zwickeinschlag fest. Da 169 und 170 durch Beaufschlagung der Zylinder 173
die Kolbenstange 149 des Zylinders 150 ihre Vor- und 174 außerhalb ihrer Wirklage gebracht,
wärtsbewegung fortsetzt, wird der erfaßte Zwickein- 60 Beim Vor- oder Rücklauf der Maschine ist dagegen schlag um die Brandsohle unter leichter Spannung immer nur eine Sperrklinke im Eingriff mit dem jeherumgezogen. Die Klemmkraft zwischen Ballen- weiligen Sperrstück. Die Teilung der Sperrstücke ist schere und Ballenstütze wird jedoch durch die Druck- so ausgelegt, daß die die Ventile betätigenden Nokfedern 151 in entsprechend gewählten Grenzen ge- kenscheiben den erforderlichen Schaltweg unter Behalten. 65 rücksichtigung der Laufzeit der dazugehörigen Zy-
wärtsbewegung fortsetzt, wird der erfaßte Zwickein- 60 Beim Vor- oder Rücklauf der Maschine ist dagegen schlag um die Brandsohle unter leichter Spannung immer nur eine Sperrklinke im Eingriff mit dem jeherumgezogen. Die Klemmkraft zwischen Ballen- weiligen Sperrstück. Die Teilung der Sperrstücke ist schere und Ballenstütze wird jedoch durch die Druck- so ausgelegt, daß die die Ventile betätigenden Nokfedern 151 in entsprechend gewählten Grenzen ge- kenscheiben den erforderlichen Schaltweg unter Behalten. 65 rücksichtigung der Laufzeit der dazugehörigen Zy-
Sobald der von Ballenstütze und Ballenschere er- linder ausführen können.
faßte Zwickeinschlag einige Millimeter um die Brand- Befindet sich die Maschine in der Ruhelage und
sohlenkante umgelegt worden ist, wird durch Anfah- soll sie für den ersten Arbeitsgang in Bewegung ge-
909503/138?
10
setzt werden, so ist zunächst der rechte Fußhebel 158 niederzutreten, wodurch über das Ventil 173 die Vörs'chubeinheit
164 in Bewegung gesetzt wird,* und zwar
wird gleichzeitig von dem "Ventil 173 aus beispielsweise
die Sperrklinke 169 von dem Sperrstück 168 entfernt und "die Sperrklinke 170" gegen das 'Sperrstück'ahgefehren.
Die Vorschubeinheit 164 läuftiiün
so* weit 'vor,' bis" sie den Weg einer halben'"Zahnteiluhg
beschriften hat,' worauf die eingerastete Sperrklinke 170 defl Weiterlauf "der Vor Schubeinheit verhindert.
' J " " '" " ' ■--·■--""Für
den weiteren Arbeitstakt wird nun der linke Fußhebel 159 riiederge'treten," der ebenfalls ein nicht
dargestelltes Ventil'wechselseitig beaufschlagt! Dieses'
Ventil übernimmt von der "zweiten "Täktfdlge ab" die
Beaufschlagung der beiden ZylinderΊ73 und 174 "in *
wechselnder Reihenfolge; Mit' dem Fußhebel 159 wird also der Arbeitsablaüf der Maschine ^Takt für Takt
abgewickelt. ·'■ ■ > -.-
Soll nach einem erfolgten Arbeitstakt die Maschine auf Rücklauf gesteuert werden/so 1st der rechte Fußhebel
158 niederzutreten, ünd'zwär erfolgt der Rücklauf
durch die entgegengesetzt wirkende Zahrischiene 167, lediglich urii einen'Arbeitstakt zurück. *
Es'sind aber auch zusätzliche Steuerventile yor- as
gesehen, wodurch die Möglichkeit besteht, den Air- * b'eitsabläuf'bei'Beeinflussung derselben nicht Schritt
für Schritt 'durchzuführen,1 sondern unaufhaltsam
automatisch durchlaufen zu lassen. Diese Steuermittel werden'für den Vorlauf von dem Handhebel 177 und
für den Rücklauf von" dem Handhebel 178 beeinflußt. '
Beide Steuermittel besitzen Ventile, von denen jeweils
eine Stirnseite mit Druckluft beaufschlagbar ist, die
dann zur Einwirkung kömmt, wenn eine Umschaltung
mittels der Fußhebel 158 oder 159 durchgeführt wird. Auf diese Weise wird die Schrittschaltung für
den Vor-"oder Rücklauf automatisch"wiederhergestellt.
Unabhängig davon können die Handhebel 177 und 178, sobald sie auf Durchlauf geschaltet
sind, zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder "auf Schrittschaltung'umgelegt werden. Ein weiterer Handhebel"
179 dient zur Entlüftung der Spitzen- und Seitenzangen, sofern diese sich in der aufgezogenen Lage
befinden. ' ' ' '
Arbeitsweise der Maschine
45
3. Klemmen der Vorderzange 66 und eventuell " seitliches Ausrichten der SeHühspitzg'durch 'seitliches'Verschieben
"der Vorderzang'e" "mittels
Handhebel -"""^- """ '- -'-■··*..- —"—:
4. Ausziehen" der geschlossenen Vorderzange mit EritlüftuhgsMöglichkeit' durch 'den Handhebel
i79zwecksriöehmaliger Kortektiü* des Schaftes.
Druckregulierung' des Vord'örzangenzü'ges durch
das keduzierventir72. "' ' " -"-;"-■<
5. Klemmen der "SeitenZangen, eventuell Nachrich-'"
ten des Schaftes" durch den'Hahdhebel 98. '
6. Ausziehen ""der" gescHIosserieri"" Seitenzahgen 67
" und 68, eventuell Entlüften 'durch'Betätigung
des Handhebels 179 zwecks' Korrektur" mittels
djr Handhebel 77 Öder'98: " ''""' ""■
7. Äufsetze'if 'des Spitzendrüiikstückes 105 auf die
' Schuhspitze und-anschließend" im gleiche'n' Talct
anfahren und anheben der Ballenabstützung unter" den Eeistenbosden: *'"* ' " " "'"''" '
8. ArihfebehdefOelerikzwickemrichtung (Fig. 8),
bis "der Geleiikaiischiag chVBrandsOhle-beruhft:
9. Schließen der tjeTenkzange'n'urid Eihsche'ieh und
Aufzwicken'des ZwickeinscHiägs iii die'serri Bereich;"5
" " "":" "" "4-'—·■--.■ '· -.—;...-«
10. Anfahren und Schließen des Fersensattels 18 "" iintöf "'gleichzeitiger Mitäahirie "der* Scheren 20
uiid"uute"r""Zurückziehung der Heizplatte 108 in
s%me*Äüs!gängsläge.!>! ■.;■■··-·■■·· '-' -■-■··■
11. S'chließehir"'Einfahren, Hochheben der Ballen-"'
sch'eren'l^in ZusämnienwMüng mit' def BaI-
lenstütee 147 ;ünd dauürch EiWCheroiT urid Aüfzwidken
cies' Zw'ickem'schlags" im Ballenboreich,
gleichz'eitig öffnen' $ich"kürz'yörhei dieSeitenzangen'67^
und 68/ und* außerdem' werden" die Fersen'schererräo itti geöffneten Zustand 'hochgefahren.
- ■ ' - '·: "ν "-' ■ ■■-
12. Fefsenscheren 26 führen in hochgehobener Stel-"
lurig die e'fste Einscherbewegühg'durch.
13. Ferse"nschefen'"26 setzen 'sieh * im geschlossenen
""'■ Züs'tand'ab.■"""' ' " " " ' ■-'■·■" ■-■'-
14. Fefserischefen 26 gehen in geöffneter Stellung """' zurück.
* '-- -- -~ ■-"'-'-
15. Fersenscheren 26 werden erneut angehoben.
16: 'Fersenscheren 26 führen die zweite EiiffScherbewegüng
durch*. Greiöhzeitig öffnet' sich die
Spitzenzänge 66." "" '""
Mit1 diesem Takt'ist der Arbeitsvorgang beendet,
und'der eingespannte" Schuh bleibt zweckihäßigerweise'nöch
e'me'kürze Zeitsp'antie in dieser tage in
Die Arbeitsweise der Maschine geht wie folgt vor sich: Zuerst wird der an der Fersenpartie vorgewärmte
Schuhschaft mit der Hand um den
Leisten L gelegt und dann mit dem Leistenkamm ge- so der Maschine. Mittels einer nicht dargestellten Zeitgen
die Fersenplatte gehalten, worauf der rechte Fuß*- zümeß-Einifichtühg kaiin diese 'Zeitspanne bestimmt
hebel niedergetreten wird/ wodurch der Leisten L fest
gegen die Leistenaufnahme 40 gespannt wird: Im
gleichen Arbeitstakt folgt kurz nach dehi Spannvorder Heizplatte 108' gegen die 55
gegen die Leistenaufnahme 40 gespannt wird: Im
gleichen Arbeitstakt folgt kurz nach dehi Spannvorder Heizplatte 108' gegen die 55
werden, worauf dann der Rücklauf der' Maschine und
damit die Freigabe 'des* fertigbeärbeifeten Schuhs erfolgen
kann. ' ""' " ■:·' -' --■■ - - - ■-·
Beini Rücklauf werden zuerst alle unter Druck stehende Einrichtungen,'wie Bällen-, Gelenk^'und
Fefsenschereh,' "in "ihre Ausgäiagsstellung' zurückbewegti'Es
folgen darin daS Zurückgehori der Spitzertstütze;"
das'Zurückfahren des" FeisenSättels, das Öff-
Automatisches Ausrichten des Leistens, der je- 60 neri der Schtihspannurig" und das' Zurückführen des
weiligen Sprengung entspreichend, in Bezug zur " Vorder- und Ferserischlittens in ihre Äüsgangsläge;
Der fertigbeärbeitefe Schuh kann bei Wegnähme der
gang das Anheben
Brandsohlenferse.
Brandsohlenferse.
Nachfolgend werden die weiteren einzelnen Arbeitstakte so beschrieben^ wie sie jeweils von einer
Schrittschaltüng aus erfolgen.
richtigen Lage des: Schühbodenvofderteils'zum
Vorder schlitten. Automatische" Verriegelung bei
Berührung des Tastfiiigers 56. '' " " ■ "'
2. Anfahren des Vörderschlittehs mit den darauf
befindlichen' Werkzeugen bis zur Berührung d"e:s
Spitzenanschlags 60, wodurch Verriegelung der dazugehörigen Vorschübemheit erfolgt." " '" '
Leist'ensp'annung aütöiffatiSch in einen" trö'gförmigen
BehälteräusderMasChmbheratisfällen. ' '·'" - -<-s-Bei
dem beschriebehenÄüs'führungsbeispiel ist für r' die erforderlichen Steuerungen vorzugsweise Druckluft
"als'Energiequelle"gewählt, wobei ä'ucH' die'hydföpneuäiatischen"KolHenäiitrieb'e"ebenfalls"
durch
Druckluft beeinflußt werden. Statt dessen können jedoch auch andere Energiemittel, z. B. hydraulischer,
elektrischer oder mechanischer Art, Verwendung finden.
Claims (5)
1. Maschine zum Überholen, Fersenformen und Aufzwicken von Schuhen im gesamten Schuhbodenbereich
mit Ausnahme der Spitze mittels Werkzeugen und Klebstoff, wobei die Bodenfläche to
des dem Schuhschaft zugeordneten Leistens nach unten gerichtet ist, mit Halte- und Stützmitteln
für den Leisten, dadurch gekennzeichnet,
daß der Leisten (L) mit dem Schuhschaft derart im Fersenbereich an einem ersten Schlitten
(5) durch Halte- und Spannmittel (40,41, 42, 43 und 44) festlegbar ist, daß seine Spitze dem die
Maschine Bedienenden zugewandt ist, wobei die dem Bearbeiten des Fersen- und Gelenkbereichs
dienenden Werkzeuge (18,26,115,116,117,118)
an dem Fersenschlitten (5) angeordnet sind und der Leisten (L) mit dem Fersenschlitten (5) im
Sinne »Absenken der Leistenspitze« in eine geneigte Ebene schwenkbar ist, in welcher die Halte-
und Stützmittel (105, 64, 65) und die dem Bear- as
beiten des Schuhbodens dienenden Werkzeuge (69,70,73,74, 75,76,147,148) liegen, und daß
die letzteren auf einem zweiten Schlitten (3) angeordnet sind, der nach Verschwenken des Leistens
(L) gegen die Leistenspitze in der geneigten Ebene geradlinig bewegbar ist (F i g. 4).
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fersenschlitten (5) auf einer
kurvenförmigen Führungsbahn (4) bewegbar und ihr gegenüber festlegbar ist (F i g. 4).
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fersenschlitten (5), nach
Einschalten der Maschine und Festlegen des Leistens (L) gegenüber dem Fersenschlitten (5) bis
in eine Stellung bewegbar ist, in welcher der Leistenvorderteil mit einem am zweiten Schlitten (3)
angeordneten, das Sperren des Fersenschlittens (5) steuernden Anschlag (56) in Wirkverbindung
kommt (F i g. 4).
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Festlegen des Fersenschlittens
(5) der zweite Schlitten (3) auf ersteren zu so lange bewegbar ist, bis die Leistenspitze mit einem
das Festlegen des zweiten Schlittens (3) steuernden weiteren Anschlag (60) in Wirkverbindung
kommt (F i g. 6).
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende des Stützmittels
(64) eine Rolle (65) gelagert ist (F i g. 6).
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1287478B true DE1287478B (de) | 1969-01-16 |
Family
ID=607027
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1287478D Pending DE1287478B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1287478B (de) |
-
0
- DE DENDAT1287478D patent/DE1287478B/de active Pending
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