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DE1285996B - Verfahren zur Herstellung von 2, 3, 3-Trichloracrolein - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2, 3, 3-Trichloracrolein

Info

Publication number
DE1285996B
DE1285996B DEB88897A DEB0088897A DE1285996B DE 1285996 B DE1285996 B DE 1285996B DE B88897 A DEB88897 A DE B88897A DE B0088897 A DEB0088897 A DE B0088897A DE 1285996 B DE1285996 B DE 1285996B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
trichloroacrolein
trichloroallyl
nitric acid
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB88897A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz
Dr Georg
Krusche
Reicheneder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB88897A priority Critical patent/DE1285996B/de
Publication of DE1285996B publication Critical patent/DE1285996B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/27Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation
    • C07C45/29Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation of hydroxy groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Es ist bekannt, 2,3,3-Trichloracrolein über mehrere Zwischenstufen hinweg aus Chloroform und Tetrachloräthylen herzustellen. Dabei erhält man zunächst den ortho-Ester der Trichloracrylsäure und aus diesem durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid das Acetal des Trichloracroleins, das anschließend verseift wird.
  • Weiterhin ist bekannt, daß man durch Umsetzung von Tetrachlorkohlenstoff mit Vinylbutyläther unter Bildung von Tetrachlorpropylbutyläther und Trichlorpropenylbutyläther als Zwischenprodukte und durch Einwirkung von Chlor auf letzteres das Trichloracrolein erhält.
  • Nach einem anderen Verfahren wird durch Hydrolyse von Pentachlorpropan mit Alkali oder Schwefelsäure Trichloracrolein hergestellt. Dabei bildet sich stets Dichloracrylsäure als Nebenprodukt.
  • Diese Verfahren stellen zwar Herstellungsmöglichkeiten für 2,3,3-Trichloracrolein dar, sind aber wegen ihrer vielen verlustreichen Stufen bzw. wegen ihrer teilweise nur schwer zugänglichen Reaktionskomponenten für eine Herstellung im großtechnischen Maßstab ungeeignet.
  • Es wurde nun gefunden, daß man 2,3,3-Trichloracrolein in hoher Reinheit und guter Ausbeute erhält, wenn man 2,3 3-Trichlorallylalkohol in Gegenwart von 0,1 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf 2,3,3-Trichlorallylalkohol, einer Schwermetallverbindung, deren Metallion in mehreren Wertigkeitsstufen auftreten kann, bei Temperaturen zwischen 80 und 110°C mit 10- bis 50gewichtsprozentiger wäßriger Salpetersäure oxydiert. Bevorzugt verwendet man eine 25- bis 40gewichtsprozentige wäßrige Salpetersäure. Der bevorzugte Temperaturbereich, bei dem das Verfahren durchgeführt wird, liegt zwischen 90 und 105"C.
  • Als bevorzugte Schwermetallverbindungen verwendet man Quecksilber- sowie Metallverbindungen der Metalle mit der Ordnungszahl 23 bis 29. Beispielsweise kann man die Chloride, Nitrate, Sulfate, Carbonate oder Oxyde des Vanadins, Chroms, Mangans, Eisens, Kobalts, Nickels, Kupfers oder des Quecksilbers verwenden. Die Katalysatoren werden bevorzugt in Mengen von 0,5 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die umzusetzende Verbindung, angewandt. In der Regel verwendet man je Mol zu oxydierendem Alkohol 1,1 bis 2,5 Mol Salpetersäure.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich durchführbar.
  • Wegen der geringen Reaktionszeit ist die kontinuierliche Arbeitsweise besonders vorteilhaft.
  • Der entstandene Aldehyd ist wasserdampfflüchtig und geht mit dem tensionsmäßig übergehenden Wasserdampf oder mit eingeleitetem Wasserdampf über. Er scheidet sich zusammen mit nicht umgesetztem 2,3,3-Trichlorallylalkohol als Öl ab.
  • 2,3,3-Trichloracrolein kann durch Fällen mit wäßriger Bisulfitlösung vom Alkohol getrennt und nach Ansäuern mit Mineralsäuren, Abtrennen und Trocknen gewonnen werden. Es kann ohne weitere Reinigung direkt weiter umgesetzt werden. Der abgetrennte 2,3,3-Trichlorallylalkohol kann erneut als Ausgangsprodukt verwendet werden.
  • Das nach dem Verfahren herstellbare 2,3,3-Trichloracrolein ist ein wertvolles Zwischenprodukt für die Herstellung von z. B. Farbstoffen, Pharmazeutika und Schädlingsbekämpfungsmitteln.
  • Beispiel 1 In einem 1-l-Rührkolben werden 400 mol 30 gewichtsprozentige wäßrige Salpetersäure und 2 g Vanadinpentoxyd zum Sieden erhitzt. Zu dieser Lösung werden innerhalb einer Stunde 100 g 2,3,3-Trichlorallylalkohol zugetropft. Gleichzeitig wird ein Teil der Lösung abdestilliert. Aus dem Destillat scheidet sich ein Öl ab, die überstehende wäßrige Lösung fließt in den Reaktionsraum zurück.
  • 98 g des Öles werden abgetrennt und mit einer 40gewichtsprozentigen wäßrigen Natriumbisulfit-Lösung versetzt. Es scheiden sich 98 g der Trichloracrolein-Bisulfit-Verbindung ab. Sie werden vom nicht umgesetzten Trichlorallylalkohol abgesaugt. Der Alkohol wird erneut zur Oxydation verwendet. Aus der Bisulfitverbindung wird durch Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure und schwachem Erwärmen das Trichloracrolein freigesetzt. Die Ausbeute an Trichloracrolein beträgt 64 g. 32g Trichlorallylalkohol werden der Oxydation wieder zugeführt. Der Umsatz beträgt 640/ob die Ausbeute 94,1 ozon Das Trichloracrolein ist nach UR-, Dünnschichtchromatographie und Analyse rein.
  • Beispiel 2 In einem 1-l-Rührkolben werden eine 30gewichtsprozentige wäßrige Salpetersäure und 2g Vanadinpentoxyd zum Sieden erhitzt, 100 g 2,3,3-Trichlorallylalkohol zugetropft und gleichzeitig, wie im Beispiel 1 beschrieben, das entstehende azeotrope - Gemisch abdestilliert. Danach werden 16 g 98 obige Salpetersäure zugegeben, um die Salpetersäure wieder auf die Ausgangskonzentration von 300/o zu bringen, und erneut 100 g Trichlorallylalkohol zutropfen gelassen. Insgesamt werden 500 g Trichlorallylalkohol zugegeben, wobei man jeweils nach Zugabe von 100 g Trichlorallylalkohol erneut durch Zugabe von 98 0/0iger Salpetersäure die Ausgangskonzentration der Säure einstellt. Die Menge der verbrauchten Salpetersäure wird dabei durch Titration festgestellt. Bei der Reaktion entstehen durch Nebenreaktionen geringe Mengen Salzsäure. Nach der Oxydation von 500 g Trichlorallylalkohol waren 3,8 0/o Salzsäure in der Lösung vorhanden. Die im Destillat abgeschiedenen Öle werden jeweils mit Natriumbisulfit-Lösung versetzt, der umgesetzte Trichlorallylalkohol wird in das Reaktionsgefäß wieder zurückgeführt. Nach dem letzten Ansatz bleiben 70 g unumgesetzter Alkohol übrig. Man erhält insgesamt 410 g Trichloracrolein. Die Ausbeute beträgt 960/o der Theorie, bezogen auf umgesetzten Trichlorallylalkohol.
  • Beispiel 3 In einem 1-l-Rührkolben werden in 100ml 20gewichtsprozentige wäßrige Salpetersäure 2 g Eisensulfat und 100 g 2,3,3-Trichlorallylalkohol 6 Stunden lang gekocht. Nach dem Abkühlen scheiden sich 93 g eines Öles ab. Dieses Öl wird mit 40gewichtsprozentiger wäßriger Natriumbisulfit-Lösung versetzt. Die ausgeschiedenen Kristalle (79 g) werden abgetrennt. Das restliche Öl besteht aus Trichlorallylalkohol. Die Bisulfitverbindung wird mit verdünnter Schwefelsäure schwach erwärmt. Es scheiden sich 46 g 2,3,3-Trichloracrolein als Öl ab. Der Umsatz, bezogen auf die angewandte Menge Trichlorallylalkohol, beträgt 4601ob die Ausbeute beträgt, bezogen auf umgesetzten Trichlorallylalkohol, 82,5 °/o der Theorie.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von 2,3,3-Trichloracrolein, dadurch gekennzeichnet, daß man 2,3,3-Trichlorallylalkohol in Gegenwart von 0,1 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf 2,3,3-Trichlorallylalkohol, einer Schwermetallverbindung, deren Metallion in mehreren Wertigkeitsstufen auftreten kann, bei Temperaturen zwischen 80 und 110"C mit 10- bis 50gewichtsprozentiger wäßriger Salpetersäure oxydiert.
DEB88897A 1966-09-14 1966-09-14 Verfahren zur Herstellung von 2, 3, 3-Trichloracrolein Pending DE1285996B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2374289A1 (fr) * 1974-01-11 1978-07-13 Montedison Spa Composes comportant une chaine aliphatique insaturee et un groupe terminal vinyle dichlore ou trichlore, leur procede de preparation et leur application insecticide
US4317937A (en) * 1979-01-24 1982-03-02 Nihon Tokushu Noyaku Seizo K.K. Preparation and use of bis-(1-bromo-2,3,3-trichloro-2-propenyl) ether

Non-Patent Citations (1)

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Title
None *

Cited By (3)

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