DE1285020B - Verfahren und Einrichtung zur kompatiblen Einseitenbanduebertragung - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur kompatiblen EinseitenbanduebertragungInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und hohen Amplitudenmodulationsgrad auf drei Komeine
Einrichtung zur trägerfrequenten Einseitenband- ponenten und bei einem niedrigen Amplitudenmoduübertragung
von Tonfrequenzsignalen, die sowohl lationsgrad auf zwei Komponenten begrenzt sein,
von Einseitenband- als auch von Zweiseitenband- Es ist technisch unmöglich, diese beiden Forderungen
empfängern empfangen werden können. Ein der- 5 gleichzeitig zu erfüllen. Vom praktischen Standpunkt
artiger Einseitenbandbetrieb wird auch »kompatible kann jedoch eine gute Annäherung an die beiden
Einseitenbandübertragung« genannt. Bedingungen erreicht werden.
Im letzten Jahrzehnt ging man immer mehr dazu Bei Rundfunkübertragungen steht die Bedingung
über, an Stelle der Zweiseitenbandübertragung eine einer verzerrungsfreien Hüllkurve an erster Stelle,
trägerlose Einseitenbandübertragung zu benutzen. io Hinsichtlich der zweiten Bedingung, die sich auf die
Da es wirtschaftlich nicht vertretbar ist, die zur Zeit Frequenzbänder, also auf unerwünschte Seitenbandin
Betrieb befindlichen Zweiseitenbandempfänger ausstrahlungen bezieht, können gewisse Abweichundurch
herkömmliche Einseitenbandempfänger zu gen geduldet werden.
ersetzen, ergibt sich die Aufgabe, eine kompatible Die Hüllkurve einer herkömmlichen Einseitenband-
Einseitenbandübertragung zu schaffen. 15 schwingung ist bei hohen Amplitudenmodulations-
Derartige Einseitenbandübertragungen sind bereits graden stark verzerrt. Dies ist darauf zurückzuführen,
bekannt. Dabei wird zunächst eine herkömmliche daß die Schwingung nur zwei Komponenten enthält,
trägerlose Einseitenbandschwingung erzeugt. Zur Er- nämlich den Träger und ein einziges Seitenband,
zielung der Kompatibilität wird diese Einseitenband- Derartige aus zwei Spektralkomponenten aufgebaute
Schwingung nach Hinzuaddieren des ursprünglichen 20 Schwingungen werden im folgenden Zweitonschwin-Trägersignals
in ihrer Amplitude begrenzt und an- gungen genannt. Enthält die Schwingung drei Komschließend
ihr Phasenmodulationsgrad erhöht. Hier- ponenten, also beispielsweise den Träger und zwei
auf wird das sich dabei ergebende phasenmodulierte Seitenbänder, wobei die beiden Seitenbänder auf
Hochfrequenzsignal mit einer aus der ursprünglichen derselben Seite des Trägers sein können, so wird
Einseitenbandschwingung unter Zusetzung des Trä- 35 von einer Dreitonschwingung gesprochen. Wenn sich
gers abgeleiteten Tonfrequenzschwingung amplituden- bei einer herkömmlichen Einseitenbandübertragung
moduliert. Die Phasenmodulationskomponente der die Amplitude des Seitenbandes der Amplitude des
amplitudenbegrenzten Hochfrequenzschwingung wird Trägers nähert, dann beträgt die Hüllkurvenverzerdabei
um einen Faktor von etwa 1,4 erhöht. Dies rung etwa 24%. Eine solche Verzerrung ist offenwird
durch Frequenzvervielfachung mit anschließender 30 sichtlich für Rundfunkzwecke unzulässig und würde
Frequenzteilung erreicht. selbst bei üblichen Nachrichtenanlagen unzulänglich
Bei einer derartigen kompatiblen Einseitenband- sein. Aus diesem Grunde ist es bei üblichen Einmodulation
ergeben sich jedoch durch die Frequenz- seitenbandverfahren mit Träger nicht möglich, eine
Vervielfachung und Frequenzteilung zur Erhöhung 100%ige Modulation vorzunehmen. Die maximale
der Phasenmodulation um einen konstanten Faktor 35 Modulation beträgt nur etwa 67% des Mittelwertes
von etwa 1,4 gewisse Betriebsschwierigkeiten. Wäh- der Schwingung. Außerdem tritt eine starke Trägerrend
man bei verhältnismäßig hohen Amplituden- frequenzverschiebung ein, wenn sich die Amplitude
modulationsgraden ein gutes Ergebnis erzielt, wird des Seitenbandes der Amplitude des Trägers nähert,
durch die lineare Zunahme des Phasenhubs um den Ein guter Vergleich zwischen der üblichen Einseiten-Faktor
von 1,4 bei niedrigen Amplitudenmodulations- 40 bandübertragung mit Träger und der kompatiblen
graden ein zu hoher Phasenmodulationsgrad hervor- Einseitenbandmodulation wurde von Ralph Haigerufen,
der für eine kompatible Einseitenbandüber- m ο η in dem Handbuch »National Association of
tragung nicht geeignet ist. Ein weiterer Nachteil Broadcasting Engineering«, 1960, Verlag McGraw
dieses bekannten Verfahrens besteht darin, daß es Hill & Co., auf Seite 8—41 bis 8—52 veröffentlicht,
bei Übermodulation äußerst empfindlich ist. Sobald 45 Da die Zweiseitenbandempfänger zur Demodudie
Amplitude des Einseitenbandes größer wird als lation eine Hüllkurvengleichrichtung vornehmen, kann
diejenige des Trägers, besteht die Gefahr, daß die man eine herkömmliche Einseitenbandschwingung,
mittlere Frequenz des Signals verschoben wird. Dies die bei höheren Amplitudenmodulationsgraden eine
führt zu einer unzulänglichen Wiedergabe. starke Verzerrung aufweist, zur kompatiblen Ein-
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, 50 seitenbandübertragung nicht verwenden. Um die
dieses bekannte kompatible Einseitenbandübertra- Schwingung kompatibel zu machen, ist es notwendig,
gussverfahren zu verbessern. zusätzliche Frequenzkomponenten zu übertragen.
Bevor die erfindungsgemäßen Maßnahmen zur Dies wird dadurch erreicht, daß man bei höheren
Lösung dieser Aufgabe im einzelnen angegeben wer- Modulationsgraden an Stelle der herkömmlichen
den, sollen zum besseren Verständnis der Erfindung 55 Zweitonschwingung (Träger und ein Seitenband) eine
die allgemeinen Anforderungen an eine kompatible Dreitonschwingung (Träger und zwei Seitenbänder)
Einseitenbandmodulation und die dabei auftretenden benutzt. Diese Dreitonschwingung weist einen etwas
Schwierigkeiten kurz geschildert werden. verminderten Träger, ein Seitenband erster Ordnung
Um die Eigenschaften einer modulierten Schwin- und auf derselben Seite des Trägers ein verhältnisgung
zur kompatiblen Einseitenbandübertragung zu 60 mäßig kleines, aber wichtiges Seitenband zweiter
untersuchen, müssen verschiedene theoretische Erwä- Ordnung auf.
gungen und praktische Erfahrungen herangezogen Wenn man auf die allgemeine Betrachtung der
werden. Um den Empfang mit Hilfe von Einseiten- idealen Eigenschaften einer kompatiblen Einseitenband-
und Zweiseitenbandempfängern zu ermög- bandschwingung zurückkehrt, dann zeigt sich, daß
liehen, sollte das ideale kompatible Einseitenband- 65 bei einer Dreitonschwingung theoretisch keine Hüllsignal
keine Hüllkurvenverzerrung aufweisen. Ferner kurvenverzerrung auftritt, wenn sich in dem Fresollten
die Frequenzbänder oder -komponenten nur quenzspektrum das Amplitudenverhältnis des Trägers
auf der einen Seite des Trägers liegen und bei einem zum Einseitenband erster Ordnung und zum Ein-
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seitenband zweiter Ordnung wie 0,5 zu 1,0 zu 0,5 geleitet wird, die nach ihrer Amplitudenbegrenzung
verhält. In diesem Fall ähnelt die Schwingung einer mit einer ebenfalls aus der ursprünglichen Einsehenüblichen
100°/„igen amplitudenmodulierten Schwin- bandschwingung unter Zusetzung des Trägers abgegung,
jedoch mit dem Unterschied, daß die Träger- leiteten Tonfrequenzschwingung amplitudenmoduliert
schwingung auf der einen Seite des Bandspektrums 5 wird, nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
und nicht in der Mitte wie bei den üblichen Ampli- aus der trägerlosen Einseitenbandschwingung zwei
tudenmodulationsübertragungen liegt. Schwingungen erzeugt werden, von denen die eine
Obwohl dieses Verhältnis von 0,5 zu 1,0 zu 0,5 nichtlinear und die andere linear oder nichtlinear vom
das günstigste für eine Dreitonschwingung zu sein Amplitudenmodulationsgrad abhängt, daß den beiden
scheint, weil nämlich dabei keine Hüllkurvenver- io Schwingungen der Träger hinzuaddiert wird und anzerrung
auftritt, muß aber noch eine andere Be- schließend zur Bildung der phasenmodulierten Hochdingung
berücksichtigt werden. Diese weitere Be- frequenzschwingung diese beiden Signale gemischt
dingung erfordert ein niedrigeres Verhältnis des werden, wobei die nichtlineare Abhängigkeit der beiden
Seitenbandes zweiter Ordnung zum Seitenband erster Schwingungen vom Amplitudenmodulationsgrad der-Ordnung,
um bei zusammengesetzten Tonfrequenzen 15 art gewählt ist, daß der Phasenhub der phasenmodulierunerwünschte
Seitenbandausstrahlungen zu vermin- ten Hochfrequenzschwingung bei einem Amplitudendern.
Liegen nämlich zusammengesetzte Tonfre- modulationsgrad von 100 °/0 etwa gleich der Summe
quenzen vor, dann können Schwebungen auftreten, aus den Phasenhüben von zwei solchen Einseitenbanddie
unerwünschte Seitenbandausstrahlungen ergeben. schwingungen ist, von denen die eine bei einem
Da Schwebungen zwischen den Tonfrequenzkom- ao Modulationsgrad von 100 °/0 ein Amplitudenverhältnis
ponenten vermieden werden sollen, wird das Verhält- von Träger zu Seitenband von 1,0 zu 1,0 und die andere
nis zwischen dem Träger, dem Seitenband erster von 1,0 zu 0,5 aufweist, und daß der Phasenhub der
Ordnung und dem Seitenband zweiter Ordnung für phasenmodulierten Hochfrequenzschwingung bei einem
eine kompatible Übertragung nach der Erfindung Amplitudenmodulationsgrad von weniger als 10%
vorzugsweise bei vollem Amplitudenmodulationsgrad 25 etwa auf den Phasenhub einer solchen Einseitenband-
etwa 0,7 zu 1,0 zu 0,3 gewählt. schwingung abnimmt, deren Amplitudenverhältnis von
Bei niedrigeren Amplitudenmodulationsgraden ist Träger zu Seitenband 1,0 zu 1,0 bei einem Amplituden-
die erforderliche Komponente zweiter Ordnung sehr modulationsgrad von 100 % beträgt,
klein und nimmt daher bei einem geringen Ampli- Infolge der vom Amplitudenmodulationsgrad nicht-
tudenmodulationsgrad so weit ab, daß die Dreiton- 30 linearen Abhängigkeit der beiden zur Bildung des
schwingung in eine Zweitonschwingung übergeht. phasenmodulierten Hochfrequenzträgers benutzten
Die Amplitude des Seitenbandes erster Ordnung Schwingungen wird erreicht, daß bei hohen Amplituist
dabei vorzugsweise eine lineare Funktion und die denmodulationsgraden der zusätzliche Phasenhub des
Amplitude des Seitenbandes zweiter Ordnung eine Hochfrequenzträgers groß ist, wobei eine Dreitonquadratische Funktion des Amplitudenmodulations- 35 schwingung nach der vorn beschriebenen Art entsteht,
grades. Die Trägeramplitude gleicht bei niedrigen deren Hüllkurvenverzerrung gering ist, während bei
Modulationsgraden der mittleren Amplitude der einem niedrigeren Modulationsgrad, insbesondere
Schwingung und nimmt allmählich ab, wenn der unterhalb von 10°/0, praktisch keine zusätzliche
Amplitudenmodulationsgrad zunimmt. Dies sind an- Phasenmodulation auftritt, so daß nahezu eine hergenäherte
Beziehungen, die jedoch praktische Zwecke 40 kömmliche Zweitonschwingung vorliegt,
erfüllen und sich als sehr günstig bei der Ausführung Bei einem Amplitudenmodulationsgrad von 60°/0 erwiesen haben. ist der Phasenhub des phasenmodulierten Hochfre-
erfüllen und sich als sehr günstig bei der Ausführung Bei einem Amplitudenmodulationsgrad von 60°/0 erwiesen haben. ist der Phasenhub des phasenmodulierten Hochfre-
Es sei betont, daß die mittlere Gesamtamplitude quenzträgers vorzugsweise gleich der Summe aus den
einer derartigen kompatiblen Einseitenbandschwin- Phasenhüben von zwei solchen Einseitenbandschwingung
konstant ist und sich in Abhängigkeit vom 45 gungen, von denen die eine ein Amplitudenverhältnis
Amplitudenmodulationsgrad nicht verschiebt. Es tre- von Träger zu Seitenband von 1,0 zu 0,6 und die
ten also keine Trägerfrequenzverschiebungen auf. andere von 1,0 zu 0,2 aufweist. Der Phasenmodula-
Da die höheren Frequenzkomponenten von Sprache tionshub nimmt dann bei kleiner werdendem Ampli-
und Musik verhältnismäßig niedrige Amplituden tudenmodulationsgrad in nichtlinearer Weise immer
haben, ist die erforderliche Bandbreite bei einer der- 50 stärker ab, bis er bei einem sehr geringen Modulationsartigen
kompatiblen Einseitenbandübertragung etwa grad nur noch dem Phasenhub einer herkömmlichen
gleich der Tonfrequenzbandbreite. Es wird also eine Einseitenbandschwingung entspricht. Umgekehrt
Schwingung erzeugt, die der Bandbreite einer üblichen nimmt mit wachsendem Amplitudenmodulationsgrad
Einseitenbandübertragung nahekommt. Bei niedrigen der Phasenhub der phasenmodulierten Hochfrequenz-Frequenzen,
die eine hohe Amplitude aufweisen, ist 55 schwingung in nichtlinearer Weise zu.
das Seitenband zweiter Ordnung erforderlich. Da je- Die phasenmodulierte Hochfrequenzschwingung doch dieses Seitenband zweiter Ordnung innerhalb der wird vorzugsweise in nichtlinearer Weise aus zwei Bandbreite des Signals liegt, erhöht das Vorhanden- Zweitonschwingungen abgeleitet, von denen die eine sein eines Seitenbandes zweiter Ordnung für tiefe ein Amplitudenverhältnis von Träger zu Seitenband Tonfrequenzen die Bandbreitenerfordernisse praktisch 60 von 1,0 zu 1,0 und die andere von 1,0 zu 0,5 aufweist, nicht, sondern verdichtet lediglich das Spektrum der Eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungs-Schwingung. gemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß
das Seitenband zweiter Ordnung erforderlich. Da je- Die phasenmodulierte Hochfrequenzschwingung doch dieses Seitenband zweiter Ordnung innerhalb der wird vorzugsweise in nichtlinearer Weise aus zwei Bandbreite des Signals liegt, erhöht das Vorhanden- Zweitonschwingungen abgeleitet, von denen die eine sein eines Seitenbandes zweiter Ordnung für tiefe ein Amplitudenverhältnis von Träger zu Seitenband Tonfrequenzen die Bandbreitenerfordernisse praktisch 60 von 1,0 zu 1,0 und die andere von 1,0 zu 0,5 aufweist, nicht, sondern verdichtet lediglich das Spektrum der Eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungs-Schwingung. gemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß
Zur Schaffung einer kompatiblen trägerfrequenten zwei nichtlineare Dämpfungsschaltungen, denen die
Einseitenbandübertragung ist ein Verfahren, bei dem trägerlose Einseitenbandschwingung zugeführt wird,
zur Anhebung des Phasenhubs der modulierten Hoch- 65 zwei zueinander parallele Signalpfade vorsehen, daß
frequenzschwingung zuerst eine herkömmliche träger- den Dämpfungsschaltungen je eine Summierstufe
lose Einseitenbandschwingung erzeugt wird, aus der nachgeschaltet ist, die den Ausgangssignalen der
eine phasenmodulierte Hochfrequenzschwingung ab- Dämpfungsschaltungen den Hochfrequenzträger zu-
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setzen, daß eine mit den Ausgängen der Summier- modulationskomponente einer Zweitonschwingung bestufen
verbundene Mischstufe die Signale in den beiden trächtlich von derjenigen einer kompatiblen Einseitenparallelen
Signalpfaden zu dem phasenmodulierten bandschwingung (ausgezogene Kurven) abweicht. Die
Hochfrequenzträger vereint und daß eine Amplituden- mit 1,4 bezeichnete strichpunktierte Kurve wurde
modulationsschaltung diesen phasenmodulierten Hoch- 5 nach dem bekannten Verfahren durch Frequenzfrequenzträger
nach seiner Amplitudenbegrenzung in Vervielfachung und -teilung um den Faktor 1,4 aus
eine Begrenzerstufe mit der Tonfrequenzschwingung einer üblichen Zweitonschwingung bei einem Ampliamplitudenmoduliert.
tudenmodulationsgrad von 1,0 hergeleitet.
Die nichtlinearen Beziehungen der Dämpfungs- Wie man aus der graphischen Darstellung sieht,
schaltungen sind dabei so beschaffen, daß der Phasen- io kann man die gewünschte kompatible Einseitenbandhub
des hochfrequenten Trägers, ausgehend vom schwingung bei 100 °/oiger Amplitudenmodulation (die
Phasenhub einer üblichen Einseitenbandschwingung, ausgezogene Linie 100 °/0) gut annähern, wenn man die
bei niedrigem Amplitudenmodulationsgrad mit wach- 1,0-PM-Kurve und die 0,5-PM-Kurve (punktierte
sendem Amplitudenmodulationsgrad fortschreitend Linien 1,0 und 0,5) addiert. Dabei soll unter »1,0 PM«
zunimmt, bis er bei einem Amplitudenmodulations- 15 und »0,5 PM« jeweils eine Zweitonschwingung vergrad
von 100% einen Wert erreicht, der gleich der standen werden, bei der sich das Verhältnis von
Summe aus den Phasenhüben von zwei Einseitenband- Träger zu Seitenband bei 100 %iger Amplitudenschwingungen
ist, deren Amplitudenverhältnis von modulation 1,0 zu 1,0 bzw. 1,0 zu 0,5 verhält. Diese
Träger zu Seitenband 1,0 zu 1,0 und 1,0 zu 0,5 bei Resultierende ist in Fig. 1 durch die ausgezogene
100°/0igeni Modulationsgrad beträgt. 20 Linie mit der Bezeichnung 1,0PM + 0,5PM darge-
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung tritt nahezu stellt. Das Hauptmerkmal der Erfindung, besonders
keine Hüllkurvenverzerrung auf, und die unerwünschte in bezug auf das weiter unten genannte Ausführungs-Seitenbandausstrahlung
ist ebenfalls sehr niedrig. beispiel, liegt in der Verwendung von nichtlinearen Messungen haben ergeben, daß bei dem erfindungs- Schaltungen und einer additiven Mischung, so daß
gemäßen Verfahren bei 100%iger Amplitudenmodula- 25 die Summe der 1,0-PM- und der 0,5-PM-Komponente
tion etwa 30 db weniger Energie in dem unerwünschten bei allen Modulationsgraden die für eine kompatible
Seitenbandbereich auftritt. Einseitenbandübertragung gewünschte Phasenmodula-
Zum besseren Verständnis wird im folgenden ein tion ohne komplizierte Frequenzvervielfachung und
Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand von Frequenzteilung ergibt.
Figuren erläutert. 30 Die Nachbildung der in F i g. 1 dargestellten Kenn-
F i g. 1 ist eine graphische Darstellung der Phasen- linien erhält man durch Addition der Ausgangswerte
lage von verschiedenen Phasenmodulationskomponen- der nichtlinearen Schaltung, wobei der eine Ausgangsten
in Abhängigkeit von der Zeit; wert dem Wert 1,0 PM und der andere dem Wert Fig. 2 ist ein Blockschaltbild eines Anpassungs- 0,5 PM entspricht. Bei 100%iger Amplitudenmodugerätes
zur kompatiblen Einseitenbandübertragung 35 lation ergibt diese Addition eine genügend gute Annach
der Erfindung; näherung an die gewünschte Dreitonschwingung. Bei F i g. 3 ist ein Schaltbild der nichtlinearen Dämp- niedrigeren Amplitudenmodulationsgraden ist die Zufungsschaltung,
die einen wichtigen Teil der Einrich- nähme der Phasenmodulation geringer, was durch
tung nach F i g. 2 bildet. die Benutzung der beiden nichtlinearen Dämpfungs-Die graphische Darstellung der F i g. 1 zeigt die 40 schaltungen erreicht wird. Betrachtet man beispiels-Phase
in Abhängigkeit von den Augenblickswerten weise den Fall für den Modulationsgrad von 80°/0,
der Halbwelle der Eingangsniederfrequenzschwingung dann kann man nicht einfach die Phase der mit 0,8
für eine Dreitonschwingung mit einem Verhältnis des und 0,4 bezeichneten punktierten Linien addieren. Bei
Trägers zum Seitenband erster Ordnung und zum der als Beispiel genannten Schaltung, die die im letzten
Seitenband zweiter Ordnung von 0,7 zu 1,0 zu 0,3 bei 45 Anspruch angegebenen Werte der Dämpfungscharak-100°/0iger
Amplitudenmodulation. Die Kurven der teristik aufweist, ergibt sich, daß der Eingangswert bei
Dreitonschwingung sind ausgezogen dargestellt und 80 %iger Amplitudenmodulation etwa 2 db unter dem
mit 100%, 80%, 60%, 40% und 20% bezeichnet, Wert bei 100%iger Modulation liegt und daß bei
um die Phase bei diesen verschiedenen Werten des diesem Modulationsgrad die erste Dämpfungsschaltung
AmplitudenmoduJationsgrades zu zeigen. 50 einen Wert von —3 db und nicht von —2 db hat, so
Bei der graphischen Darstellung in F i g. 1 ist der daß im Endeffekt der Eingangsmodulationsgrad in der
Phasenverlauf lediglich über der einen Halbwellen- ersten Schaltung von 80 auf 70 % erniedrigt wird, d. h.
periode einer Niederfrequenzschwingung dargestellt. 3 db unter 100 %iger Modulation. In der zweiten
Es handelt sich jedoch dabei um eine in bezug auf Schaltung hat die Phasenkomponente nur eine 25 %ige
t = 0 ungerade Funktion, d. h. f{i) = —f(—t). 55 Modulation an Stelle der Eingangsmodulation von
Bei der Ableitung der ausgezogenen Kurven der 40 %, d. h. nur die Hälfte von 0,5 PM. In F i g. 1
F i g. 1 wurde davon ausgegangen, daß die Amplitude sieht man, daß bei einem Wert cot von 40° der Wert
des Seitenbandes erster Ordnung linear proportional der gestrichelten (Zweitonschwingung) Kurve für
zum Amplitudenmodulationsgrad ist und daß die 70 % bei etwa Φ = 44° liegt und die 25 %ige Modu-Amplitude
des Seitenbandes zweiter Ordnung propor- 60 lation eine Phasenverschiebung von etwa 11°, oder
tional zum Quadrat des Amplitudenmodulations- insgesamt 55° hervorruft. Wenn man die ausgezogene
grades ist. Weiterhin nimmt die Trägeramplitude ab, Linie mit 80% bei cot — 40° abliest, erhält man tatwenn
der Amplitudenmodulationsgrad zunimmt. sächlich Φ = 55°.
Die punktierten Kurven der F i g. 1 zeigen die Das Blockschaltbild der F i g. 2 zeigt ein Anpas-
Phasenkomponente einer Zweitonschwingung mit 6g sungsglied oder einen Adapter, der nach dem Verfaheinem
Verhältnis des Trägers zum Seitenband von ren »1,0 PM + 0,5 PM« arbeitet und die ideale PM-0,2;
0,4; 0,5; 0,6; 0,8 und 1,0. Man sieht, daß außer Komponente zur Ausstrahlung einer kompatiblen
bei sehr niedrigen Modulationsgraden die Phasen- Einseitenbandschwingung bildet. Mit Ausnahme der-
jenigen Teile, die zu dem PM-Kanal gehören, ist der Am Ausgang 52 der Summierschaltung 46 entsteht
Adapter der F i g. 2 dem üblichen kompatiblen Ein- bei voller Modulation ein Verhältnis von Träger zu
seitenbandadapter ähnlich und kann dazu benutzt Seitenband von 1,0 zu 0,5. Der Ausgang 52 ist an eine
werden, irgendeinen beliebigen AM-Sender zu speisen, Mischstufe 54 angeschlossen, in der die 0,5-PM-z.
B. einen Sender mit einem C-Modulator oder einen 5 Komponente mit einem 500-kHz-Eingangssignal 56
Sender mit niedrigem Modulationsgrad, beispielsweise überlagert wird, das z. B. einem nicht dargestellten
mit einem Doherty-Modulator, mit einem Chireix- harmonischen Generator entnommen wird, der vom
Modulator oder mit einer Ampliphasenschaltung. Trägeroszillator 12 gesteuert ist. Die Ausgangsspan-
In dem Adapter der F i g. 2 wird eine Einseiten- nung der Summierschaltung (z. B. 600 kHz), die an
bandschwingung in einem Einseitenbandgenerator io der Mischstufe 54 angeschlossen ist, wird in einem
bekannter Art unter Verwendung eines symmetrischen 600-kHz-Verstärker 60 verstärkt, dann über die Lei-Modulators
10 erzeugt, der eine Trägerfrequenz- tung 62 der Mischstufe 46 zugeführt, wo sie mit dem
schwingung von einem Trägerfrequenzoszillator 12 100-kHz-Wert der 1,0-PM-Komponente aus der Ver-(z.
B. 100 kHz) aufnimmt und dem eine Audio- oder zögerungsschaltung 42 überlagert wird. An der AusNiederfrequenz 14 zugeführt wird. Der Einseitenband- 15 gangsleitung 64 wird die summierte Ausgangsspannung
generator enthält ferner einen Verstärker 16 und ein (z. B. 700 kHz) der Mischstufe 44 entnommen. Die
Einseitenbandfilter 18 (z. B. eine Quarzschaltung hoher Ausgangsspannung von 700 kHz der Mischstufe 44
Selektivität). Der Ausgang dieser Schaltung ist mit ist mit der Summe der Phasenmodulation beider
einem HF-Verstärker 20 verbunden, an den ein Kanäle phasenmoduliert, so daß die PM-Komponente
Katodenfolger 22 angeschlossen ist, dem das träger- ao gleich 1,0PM + 0,5 PM bei 100°/0iger Modulation
lose Einseitenband zugeführt wird. Von hier führt eine ist. Bei sehr niedrigem Modulationsgrad arbeiten die
Leitung zum Eingang des »PM-Kanals« und über nichtlinearen Schaltungen 26 und 28 derart, daß sie
einen weiteren Katodenf olger 24 zum Eingang des eine PM-Komponente erzeugen, die etwa gleich der
»AM-Kanals«. Der Katodenf olger 22 hat eine niedrige einer Einseitenbandschwingung mit Träger ist, bei der
Ausgangsimpedanz für das trägerlose Einseitenband, 25 das Verhältnis von Seitenband zu Träger etwa gleich
und seine Ausgangsspannung auf der Leitung 23 dem Prozentsatz der Modulation ist. Eine solche PM-führt
zu zwei nichtlinearen Schaltungen 26 und 28. Komponente eignet sich zur Unterdrückung des un-Diese
nichtlinearen Schaltungen 26 und 28 sind so gewünschten Seitenbandes und zur Annäherung an
eingestellt, daß sie verschiedene nichtlineare Kenn- die PM-Kurven der Drei-Ton-Phasenbeziehung (z. B.
linien, nämlich 1,0 PM und 0,5 PM haben. Die 30 20 und 40 % nach F i g. 1). Bei höheren Modulationsbeiden
nichtlinearen Schaltungen 26 und 28 haben graden bewirken jedoch die nichtlinearen Schaltungen
eine geringere Dämpfung bei hohem als bei niedrigem 26 und 28 eine Erhöhung der maximalen PM-Abwei-Amplitudenpegel.
Wenn man die Kennlinien 1,0 PM chung auf einen Betrag, der größer als 1,0 PM ist und
und 0,5 PM in F i g. 1 vergleicht, sieht man, daß die der fortschreitend bis zu einem Punkt zunimmt, bei
nichtlinearen Schaltungen 26 und 28 erforderlich sind, 35 dem die PM-Abweichung 1,0 + 0,5 PM beträgt, nämweil
der Betrag der Phasenmodulationsanhebung lieh bei 100%iger Modulation. Die Ausbildung einer
zwischen einem Maximalwert von 1,0 PM + 0,5 PM Schaltung zur Erzielung dieser Beziehung wird in Verbei
100°/0iger Modulation und einem Minimalwert bindung mit Fig. 3 beschrieben,
von 1,0 PM bei sehr niedrigem Modulationsgrad Die Ausgangsspannung auf der Leitung 64 der
von 1,0 PM bei sehr niedrigem Modulationsgrad Die Ausgangsspannung auf der Leitung 64 der
schwankt. 40 Mischstufe 44, d. h. die kombinierten PM-Komponen-
Die Ausgangsspannung 27 der nichtlinearen Schal- ten, werden einer veränderlichen Verzögerungsschaltung
26 wird einer Summierschaltung 30 zugeführt, die tung 66 zugeführt, um Differenzen in der Zeitverzögenoch
ein Trägerfrequenzsignal über die Leitung 32 rung zwischen dem PM-Kanal und dem AM-Kanal
vom Trägerfrequenzoszillator 12 erhält, wobei mit des Adapters auszugleichen. Sie wird dann einem
Hilfe einer Phasenschieberschaltung 34 die Phasenlage 45 700-kHz-Begrenzer 68 zugeleitet, in dem die AM-zwischen
den beiden Kanälen richtig eingestellt wird. Komponente unterdrückt wird, so daß nur eine reine
Die Trägerfrequenz auf der Leitung 32 wird hinsieht- phasenmodulierte Schwingung übrigbleibt. Die Auslich
ihres Eingangspegels durch ein veränderliches gangsspannung 70 des Begrenzers 68 wird anschlie-Dämpfungsglied
36 eingestellt, um die Pegel des ßend in einer Mischstufe 72 durch Überlagerung auf
Trägers und des Seitenbandes am Ausgang 38 der 30 die gewünschte Trägerfrequenz gebracht, wobei eine
Summierschaltung 30 gleichzumachen. Die PM-Kom- Schwingung von dem Oszillator 74 zugeführt wird. Die
ponente der Summierschaltung 30 durchläuft einen Ausgangsspannung 76 der Mischstufe 72 wird in
HF-Verstärker 40, eine Verzögerungsschaltung 42 und einem HF-Verstärker verstärkt und über eine Leitung
wird der Mischstufe 44 zugeleitet. 80 den ZF-Stufen des Senders zugeführt.
Die Verzögerungsschaltung 42 kompensiert kleine 55 Die AM-Komponente wird dem trägerlosen EinDifferenzen
in der Zeitverzögerung zwischen dem seitenband am Ausgang 82 des Katodenf olgers 24
Kanal der 1,0-PM-Komponente und dem Kanal der entnommen und mit der Eingangsspannung auf der
0,5-PM-Komponente. Leitung 84 in einem multiplikativen Demodulator 86
Die Ausgangsspannung auf der Leitung des Katoden- vereinigt. Die Ausgangsspannung 88 des Demodulafolgers22
wird auch der nichtlinearen Schaltung28 60 tors 86 entspricht praktisch dem NF-Eingangszugeführt,
an deren Ausgang 29 eine zweite Summier- signal 14.
schaltung 46 angeschlossen ist. In dieser Schaltung Die AM-Komponente wird in dieser Weise abge-
wird eine Trägerschwingung auf der Leitung 48, die leitet, um die verzerrenden Harmonischen in der
von dem Oszillator 12 kommt, mit Hilfe eines Dämp- AM-NF-Spannung 90, die dem Sender zugeführt
fungsgliedes 50 auf einen Pegel eingestellt, der doppelt 65 wird, zu unterdrücken, die in dem Einseitenbandso
groß wie der Seitenbandpegel bei voller Modulation generator und besonders in dem Filter 18 erzeugt
ist. Diese Trägerschwingung wird dem Seitenband- werden. Wenn die AM-Schwingung auf diese Weise
signal der nichtlinearen Schaltung 28 hinzuaddiert. nicht abgeleitet oder wenn eine komplizierte Phasen-
809 647/1797
Schieberschaltung in dem AM-Kanal verwendet wird, hat die NF-Schwingung nicht die richtige Phasenlage
für die gewünschte Hüllenfunktion. Die NF-Signale 88
des Demodulators 86 werden in einem NF-Verstärker 92 verstärkt und über eine veränderliche Verzögerungsschaltung
94 dem Sender zugeführt, wobei die Verzögerungsschaltung in ähnlicher Weise wirkt wie
die Schaltung 66, um relative Abweichungen in der Zeitverzögerung zwischen dem PM-Kanal und dem
AM-Kanal auszugleichen.
Der Adapter der F i g. 2 kann zusammen mit einem beliebigen AM-Sender verwendet werden, da er
lediglich eine PM-Trägerschwingung und eine NF-Schwingung zur Amplitudenmodulation des Trägers
erzeugt. Während F i g. 2 einen Adapter für übliche AM-Sender darstellt, kann die Anordnung und das
Verfahren auch bei neuartigen Sendern benutzt werden.
F i g. 3 zeigt ein Schaltungsbild einer nichtlinearen Schaltung 26 oder 28 nach F i g. 2.
In der Schaltung sind die Werte der Schaltelemente angegeben. Die Schaltung enthält zwei entgegengesetzt
vorgespannte Dioden liV458 und einen dritten Zweig fester Dämpfung. Der unterste Zweig in Fig. 3
enthält Widerstände von 10 kOhm und 470 Ohm und bildet einen Zweig fester Dämpfung von etwa —20 db,
selbst wenn der Signalpegel nicht ausreicht, um die Dioden 1JV458 leitend zu machen. Der Signalpegel,
bei dem die Dioden leitend werden, wird durch eine Vorspannungsregelung 500 eingestellt; der obere und
mittlere Zweig der Schaltung bewirken eine Phasenmodulationsdehnung, indem die Dämpfung bei höheren
Modulationsgraden vermindert, d. h. indem die gewünschte Betonung oder Hervorhebung der PM-Komponente
bei den höheren Augenblickswerten des Modulationspegels hervorgerufen wird. Die Schaltung
der F i g. 3 kann sowohl für die nichtlineare Schaltung
26 als auch für die Schaltung 28 verwendet werden. Die Einstellung des Schwellwertes erfolgt durch Einstellung
des Potentiometers 500. In einem typischen Fall wird z. B. das Potentiometer für die Schaltung 26
so eingestellt, daß die Diode bei Maximalwerten der Hüllkurve leitend wird, was einem Modulationspegel
von etwa 80% entspricht, wobei die Dioden bei Amplituden volleitend werden, die einem Modulationsgrad
von über 110 % entsprechen. Für die Schaltung 28 wird das Potentiometer so eingestellt, daß die Dioden
zu leiten anfangen, wenn die Hüllkurvenschwankungen einem Modulationspegel von etwa 60% entsprechen,
wobei die Dioden vollständig leitend werden, wenn der Modulationspegel etwa 75% überschreitet.
Um die Arbeitsweise der Schaltung nach Fig. 3
zu erläutern, sind folgende Dämpfungswerte für eine 1,0-PM- und 0,5-PM-Schaltung genannt.
55
60
| Eingang | 1,0-PM-Schaltung (26) | Als 0,5-MP-Schaltung (28) |
| db | db | db |
| 0 | 0 | 0 |
| -2 | -3 | -6 |
| 4 | -5 | -10,5 |
| -6 | -7,5 | -13 |
| -8 | -9,5 | -15 |
| -10 | -12 | -17,5 |
| -12 | -14 | -19,5 |
| -14 | -16 | -22 |
| -16 | -18 | -24,5 |
Bei einer gegebenen Einstellung des Potentiometers ist die Anode der oberen Diode liV458 gegenüber
ihrer Katode schwach negativ und die Katode der unteren Dioden 1JV458 schwach positiv gegenüber
ihrer Anode, so daß die obere Diode bei positiven Schwankungen leitet, die den gewünschten Modulationsgrad
überschreiten, und die untere Diode bei entsprechenden negativen Schwankungen leitet, wobei
der »gewünschte Modulationsgrad« dasjenige Maß der Phasenmodulation ist, oberhalb dessen die PM nichtlinear betont werden soll.
Während der Adapter nach F i g. 2 zwei nichtlineare Schaltungen enthält, kann eine ähnliche
Arbeitsweise auch mit einer einzigen nichtlinearen Schaltung erhalten werden oder durch einen .B-Verstärker
mit starker Vorspannung in Verbindung mit einem nicht gedämpften PM-Kanal. Eine einfache
Diodenstufe, die auf mehrere Pegel anspricht und die einen Spannungsabfall von 0 db bei 100 %, 2,5 db bei
%,4 db bei 40 %, 5,5 db bei 20 % und 6 db bei 10 % Modulation aufweist, kann in einem 0,5-PM-Kanal in
Verbindung mit einem nicht gedämpften 1,0-PM-Kanal verwendet werden. Ein Kurvenverlauf, der der
Kurve 100% in F i g. 1 nahekommt, kann durch eine Summierung der Grundschwingung mit bestimmten
Oberschwingungen erhalten werden. Für eine Abänderung des PM-Verlaufes gemäß der Erfindung zur
Verwendung bei kompatiblen Einseitenbandsystemen kann die gewünschte Modulation auch durch eine
Kombination der Frequenzvervielfachung mit einer abnehmenden PM-Summierung erhalten werden.
Claims (8)
1. Verfahren zur trägerfrequenten Einseitenbandübertragung von Tonfrequenzinformationen, die
sowohl von Einseitenband- als auch von Zweiseitenbandempfängern empfangen werden können,
bei dem zur Anhebung des Phasenhubs der modulierten Hochfrequenzschwingung zuerst eine herkömmliche
trägerlose Einseitenbandschwingung erzeugt wird, aus der eine phasenmodulierte Hochfrequenzschwingung
abgeleitet wird, die nach ihrer Amplitudenbegrenzung mit einer ebenfalls aus der
ursprünglichen Einseitenbandschwingung unter Zusetzung des Trägers abgeleiteten Tonfrequenzschwingung
amplitudenmoduliert wird, dadurch gekennzeichnet, daß aus der
trägerlosen Einseitenbandschwingung zwei Schwingungen erzeugt werden, von denen die eine nichtlinear und die andere linear oder nichtlinear vom
Amplitudenmodulationsgrad abhängt, daß den beiden Schwingungen der Träger hinzuaddiert
wird und anschließend zur Bildung der phasenmodulierten Hochfrequenzschwingung diese beiden
Signale gemischt werden, wobei die nichtlineare Abhängigkeit der beiden Schwingungen vom
Amplitudenmodulationsgrad derart gewählt ist, daß der Phasenhub der phasenmodulierten Hochfrequenzschwingung
bei einem Amplitudenmodulationsgrad von 100% etwa gleich der Summe aus den Phasenhüben von zwei solchen Einseitenbandschwingungen
ist, von denen die eine bei einem Modulationsgrad von 100% ein Amplitudenverhältnis
von Träger zu Seitenband von 1,0 zu 1,0 und die andere von 1,0 zu 0,5 aufweist, und daß
der Phasenhub der phasenmddulierten Hoch-
frequenzschwingung bei einem Amplitudenmodulationsgrad
von weniger als 10% etwa auf den Phasenhub einer solchen Einseitenbandschwingung
abnimmt, deren Amplitudenverhältnis von Träger zu Seitenband 1,0 zu 1,0 bei einem Amplitudenmodulationsgrad
von 100 % beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenhub der phasenmodulierten
Hochfrequenzschwingung bei einem Amplitudenmodulationsgrad von 60°/0 etwa gleich der
Summe aus den Phasenhüben von zwei solchen Einseitenbandschwingungen ist, von denen die eine
ein Amplitudenverhältnis von Träger zu Seitenband von 1,0 zu 0,6 und die andere von 1,0 zu 0,2 aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der phasenmodulierten
Hochfrequenzschwingung der eine nichtlineare Schwingungsanteil aus einer Zweitonschwingung
(Träger und ein Seitenband) abgeleitet wird, deren ao Amplitudenverhältnis von Träger zu Seitenband
1,0 zu 1,0 bei einem Modulationsgrad von 100% beträgt, und daß der andere nichtlineare Schwingungsanteil
aus einer Zweitonschwingung abgeleitet wird, deren Amplitudenverhältnis von Träger zu as
Seitenband 1,0 zu 0,5 bei einem Modulationsgrad von 100% beträgt.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei nichtlineare Dämpfungsschaltungen (26, 28), denen die
trägerlose Einseitenbandschwingung zugeführt wird, zwei zueinander parallele Signalpfade vorsehen,
daß den Dämpfungsschaltungen je eine Summierstufe (30, 46) nachgeschaltet ist, die den
Ausgangssignalen der Dämpfungsschaltungen den Hochfrequenzträger zusetzen, daß eine mit den
Ausgängen der Summierstufen (30, 46) verbundene Mischstufe (44) die Signale in den beiden parallelen
Signalpfaden zu dem phasenmodulierten Hochfrequenzträger vereint und daß eine Amplitudenmodulationsschaltung
diesen phasenmodulierten Hochfrequenzträger nach seiner Amplitudenbegrenzung in einer Begrenzerstufe (68) mit der Tonfrequenzschwingung
amplitudenmoduliert (Fig. 2).
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem einen parallelen Signalpfad
der Mischstufe (44) bereits eine andere Mischstufe (54) vorgeschaltet ist, die das Signal in
diesem Pfad mit einem Hochfrequenzsignal mischt, dessen Frequenz von der Frequenz des ursprünglichen
Trägersignals verschieden ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die nichtlinearen Dämpfungsschaltungen (26, 28) je einen Zweig fester Dämpfung
und parallel dazu entgegengesetzt vorgespannte Dioden (12V458) enthalten, wobei die
Vorspannungen der Dioden so gewählt sind, daß diese nur bei Hüllenamplituden leitend werden, die
den Hüllenamplituden bei einem Amplitudenmodulationsgrad von mindestens 60% entsprechen
(Fig. 3).
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die eine nichtlineare Schaltung
(26) so vorgespannt ist, daß die Dioden (1JV458) bei maximalen Hüllenamplituden zu leiten anfangen,
die einem Modulationsgrad von etwa 80% entsprechen, und daß die andere nichtlineare
Dämpfungsschaltung (28) so vorgespannt ist, daß die Dioden (1.ΛΓ458) bei maximalen Hüllenamplituden
zu leiten anfangen, die einem Modulationsgrad von etwa 60% entsprechen.
8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die nichtlinearen Schaltungen Dämpfungscharakteristiken aufweisen, die im wesentlichen der folgenden
Tabelle entsprechen:
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|
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|---|---|---|---|
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| DE3229097A1 (de) * | 1982-08-04 | 1984-02-09 | Schülke & Mayr GmbH, 2000 Hamburg | Mikrobizide mittel |
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