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DE1285091B - Vakuumapparat zum Erzeugen eines Ultrahochvakuums - Google Patents

Vakuumapparat zum Erzeugen eines Ultrahochvakuums

Info

Publication number
DE1285091B
DE1285091B DE1964N0024231 DEN0024231A DE1285091B DE 1285091 B DE1285091 B DE 1285091B DE 1964N0024231 DE1964N0024231 DE 1964N0024231 DE N0024231 A DEN0024231 A DE N0024231A DE 1285091 B DE1285091 B DE 1285091B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
recipient
pump
vacuum
wall
flow channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964N0024231
Other languages
English (en)
Inventor
Simons Jun John Crankshaw
Hnilicka Jun Milo Pelc
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saint Gobain Abrasives Inc
Original Assignee
Norton Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Norton Co filed Critical Norton Co
Priority to DE1964N0024231 priority Critical patent/DE1285091B/de
Publication of DE1285091B publication Critical patent/DE1285091B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F9/00Diffusion pumps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Vakuumapparat zum Erzeugen eines Ultrahochvakuums mit einem Außenbehälter, an den über eine Öffnung eine Vakuumpumpe angeschlossen ist, sowie mit einem teleskopartig in den Außenbehälter eingeschachtelten, cryogen gekühlten und mittels einer Diffusionspumpe über eine Auspumpöffnung getrennt evakuierbaren Vakuumrezipienten.
  • Es ist bekannt, bei einer Vakuumapparatur eine Kammer innerhalb einer zweiten Kammer anzuordnen und die beiden Kammern getrennt mit je einer eigenen Pumpe zu evakuieren, um in der Innenkammer, dem Rezipienten, ein Hochvakuum zu erzeugen. Es ist dabei ferner bekannt, die Kammerwandungen zum Austreiben von adsorbierten Gasen zu erhitzen und anschließend cryogen zu kühlen, um die in der Kammer verbliebenen Gase zu kondensieren. Mit diesen Maßnahmen ist es jedoch nicht möglich, den Innenbehälter so hochgradig, wie es vielfach erwünscht ist, zu evakuieren, besonders wenn es sich um Innenbehälter großen Volumens handelt, in denen Experimente durchgeführt werden sollen. Der Grund hierfür ist, daß bei einer derartigen Anordnung ein Rückströmen von Dämpfen in den Innenbehälter nicht in dem erforderlichen Maße verhindert werden kann.
  • Andererseits ist es bei einer nach dem Prinzip der Kältepumpe arbeitenden Hochvakuumapparatur bekannt, drei Vakuumräume ineinanderzuschachteln und gestuft zu kühlen, um das als Kältemedium von extrem tiefer Temperatur verwendete Helium so gegen Wärmezufuhr von außen zu isolieren, daß möglichst wenig davon verdampft, was vor allem im Hinblick auf die hohen Herstellungskosten von flüssigem Helium sehr erwünscht ist. Dabei ist der Außenraum nicht getrennt evakuierbar, ist der mittlere Raum gegen den innersten Raum abgesperrt und bildet letzterer das eigentliche Kernstück der Kältepumpe zum Evakuieren des angeschlossenen Rezipienten. Es gehören also hier die drei ineinandergeschachtelten Räume nicht zur eigentlichen Vakuumapparatur, d. h. zum Rezipienten und seiner Ummantelung, sondern zur Vakuumpumpe, die mit ihrem innersten Raum unmittelbar mit dem Rezipienten in Verbindung steht. Entsprechend wird bei dieser Pumpenanordnung, die nur dem ganz bestimmten Zweck der Wärmeisolation des Heliums dient, das Rückströmen von Dämpfen in den Rezipienten nicht verhindert.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vakuumapparat der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Nachteile der bekannten Anordnungen vermieden und Maßnahmen getroffen sind, um das Zurückströmen von Dämpfen in den Rezipienten praktisch vollständig zu unterbinden, wobei die Anordnung gleichwohl nicht nennenswert sperriger und der Zugang zum Innenbehälter ohne weiteres gewährleistet sein sollen.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Vakuumapparat der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem Raum zwischen Außenbehälter und Rezipienten eine mindestens einen erheblichen, die Auspumpöffnung enthaltenden Teil der Rezipientenwand umgebende Zwischenwandung angeordnet ist, die am einen Behälterende vakuumdicht mit der Außenbehälterwand verbunden ist, derart, daß eine nach innen abgeschlossene, über die öffnung mittels der Vakuumpumpe evakuierbare Außenkammer gebildet wird, und weiterhin dadurch, daß die Diffusionspumpe mit dem Raum zwischen Rezipientenwand und Zwischenwandung an einer von der Auspumpöffnung entfernten Stelle in Verbindung steht, wodurch zwischen der Auspumpöffnung und der Diffusionspumpe ein Strömungskanal besteht, in dem rückströmende Dämpfe vor Erreichen des Rezipienten kondensieren.
  • Dadurch, daß mittels der den Rezipienten oder mindestens einen erheblichen Teil desselben umgebenden Zwischenwandung ein Strömungskanal geschaffen wird, dessen eine Wand durch die gekühlte Außenwand des Rezipienten gebildet ist, wird erreicht, daß die Dämpfe, die von der stromabwärts der Auspumpöffnung an diesen Strömungskanal angeschlossenen Diffusionspumpe in Richtung zum Rezipienten zurückzuströmen bestrebt sind, im Kanal auf der Außenwand des hochgekühlten Rezipienten weitgehend kondensiert werden.
  • Vorzugsweise umgibt die Zwischenwandung das eine - in der Mitte mit der Auspumpöffnung versehene - Stirnende und die volle Länge des Rezipienten. Die Zwischenwandung kann ebenfalls gekühlt sein. Dabei kann die Rezipientenaußenwand auf eine Temperatur unterhalb 20° K, vorzugsweise 10 bis 4° K, und die Mittelwandung auf eine Temperatur unterhalb 100° K, vorzugsweise etwa 77° K, gekühlt werden. In diesem Falle, also bei zusätzlicher Kühlung der Zwischenwandung, können dort ebenfalls Dämpfe kondensieren, und zwar sowohl von innen, das ist vom Strömungskanal, als auch von außen, das ist vom evakuierten Raum des Außenbehälters, her. Außerdem dient die Zwischenwandung, wenn sie ebenfalls gekühlt wird, als Sperre gegen Wärmestrahlung, so daß die Rezipientenwand die niedrigstmögliche Temperatur erreichen kann.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist der zylindrische Rezipient durch ein gegen ihn abgedichtetes Hohlrohrstück in Längsrichtung gehaltert, ist die Zwischenwandung über eine lösbare Ringdichtung, die zugleich die abdichtende Verbindung mit der zylindrischen Außenbehälterwand bildet, mit einem das Hohlrohrstück umfassenden und unlösbar daran befestigten Stirnringteil verbunden, das den Strömungskanal gegen eine durch eine Verlängerung der Außenbehälterwand gebildete, durch die Ringdichtung gegen die Außenkammer abgedichtete, das Hohlrohrstück umgebende und mit dessen Innerem über Löcher in Verbindung stehende Ringkammer abdichtet, und ist das Hohlrohrstück mittels einer angeschlossenen weiteren Pumpe getrennt evakuierbar. Im Strömungskanal können Heizvorrichtungen zum Ausheizen des Strömungskanals und der angrenzenden Wände angeordnet sein.
  • Auf Grund der teleskopartigen Einschachtelung des Rezipienten in die Zwischenwandung und den Außenbehälter ist bei auseinandergenommenen Behältern der Rezipient durch die Auspumpöffnung unmittelbar zugänglich. Als Werkstoff verwendet man für den gesamten Strömungskanal zweckmäßigerweise Metallflächen oder andere gasentwicklungsfreie, warmfeste Materialien ohne Anwesenheit von gasentwickelnden Elastomeren. Lediglich für die Verbindung der beiden Teile des Außenbehälters werden Elastomere verwendet, wobei jedoch das von diesen Elastomeren entwickelte Gas durch die Außenbehälterpumpe entfernt wird und folglich nicht in den Strömungskanal gelangt. Die Zeichnung zeigt im Schnitt schematisch eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Vakuumapparats. Der Vakuumapparat hat eine erste Wandung 10, die einen langgestreckten, auf einem Druck von weniger als ungefähr 10-10 Torr zu evakuierenden Vakuumrezipienten 12 bildet. Auf dem Rezipienten 12 befinden sich Kühlschlangen 14, in denen ein Kühlmittel im Wärmeaustausch mit der Wandung 10 zirkuliert. Vorzugsweise wird als Kühlmittel hierfür gasförmiges Helium aus einer Quelle 16 verwendet, das den Hauptteil der Wandung 10 auf eine Temperatur unterhalb ungefähr 20° K, vorzugsweise zwischen ungefähr 10 und 4° K, abkühlt.
  • Eine von der Wandung 10 in Abstand befindliche Mittel- oder Zwischenwandung 18 umschließt das eine Ende und die Seiten des Rezipienten 12, und zwar vorzugsweise über dessen gesamte Länge unter Bildung einer Zwischenkammer. Im umkleideten Teil des Rezipienten 12, und zwar vorzugsweise an dessen eingeschlossenem Ende, befindet sich eine Auspumpöffnung 26, so daß die Zwischenwandung 18 zusammen mit der Außenseite des Rezipienten 12 einen Strömungskanal 20 für das Evakuieren bildet. Auf dem Strömungskanal 20 sind Kühlschlangen 22 angeordnet, in denen ein Kühlmittel im Wärmeaustausch mit der Wandung 18 zirkuliert. Vorzugsweise wird hierfür flüssiger Stickstoff aus einer Quelle 24 verwendet, der die Wandung 18 auf eine Temperatur unterhalb ungefähr 100° K, vorzugsweise ungefähr 77° K, abkühlt. Eine Schirmplatte 28 ist vorzugsweise über oder neben der Auspumpöffnung 26 angeordnet. Die Schirmplatte 28 dient dazu, die direkte Wärmestrahlung von der Wandung 18 in den Rezipienten 12 abzuschirmen, ohne daß sie jedoch das Herauspumpen und Entweichen von Gasen aus dem Rezipienten behindert. Stromabwärts der Auspumpöffnung 26, und zwar vorzugsweise am entgegengesetzten Ende des Rezipienten 12, ist an den Strömungskanal 20 eine Vakuumpumpe 30 angeschlossen, die zum Herauspumpen der Gase aus dem Strömungskanal 20 und über die Öffnung 26 aus dem Rezipienten 12 dient.
  • Durch eine im Abstand von der Zwischenwandung 18 angeordnete dritte Wandung 32 wird eine Außenkammer 34 gebildet, die durch eine Vakuumpumpe 36 über eine Öffnung 35 getrennt auf einen niedrigen Druck evakuiert wird. Vorzugsweise sind die Außenwandung 32 an einen Flansch 40 und die Zwischenwandung 18 an einen Flansch 38 angeschweißt und die beiden Flansche durch eine gekühlte Doppel-O-Ringdichtung abdichtend zusammengefügt.
  • Das vordere Ende des Vakuumapparats besteht aus einem äußeren Übergangsabschnitt 42 und einem inneren Hohlrohrstück 44, das den Abschnitt 42 durchsetzt und den Rezipienten 12 trägt, ohne jedoch mit diesem in Verbindung zu stehen. Auf dem Hohlrohrstück ist eine Stirnringscheibe 46 durch geeignete Mittel 37 abdichtend am Hohlrohrstück befestigt. Die Stirnringscheibe 46 wird durch Federn 39 abdichtend gegen den Flansch 38 gedrückt, so daß sie effektiv einen den vorderen Abschluß des Strömungskanals 20 bildenden Endansatz der Wandung 18 darstellt. Der konzentrisch zum Hohlrohrstück 44 angeordnete äußere Übergangsabschnitt 42 steht über Öffnungen 48 mit dem Inneren des Hohlrohrstücks in Verbindung. Vorzugsweise ist der übergangsabschnitt 42 mittels Flansche 66, 68, die an die Wandungsabschnitte 44 bzw. 42 angeschweißt sind und zwisehen denen eine Dichtung in Form eines gekühlten Doppel-O-Ringes angeordnet ist, abdichtend am Hohlrohrstück 44 befestigt, das zusammen mit dem Übergangsabschnitt 42 eine vakuumdichte Außenkammer 49 bildet, die durch eine Pumpe 50 getrennt auf einen Druck in der Größenordnung von 10-10 Torr evakuiert wird.
  • Der Übergangsabschnitt ist vorzugsweise an einen Flansch 52 angeschweißt, der mittels einer gekühlten Doppel-O-Ringdichtung abdichtend am Flansch 38 des Strömungskanals befestigt ist, während zwischen der Ringscheibe 46 und der Wand des Übergangsabschnittes 42 eine Öffnung 54 vorgesehen ist. Aus der elastomeren Dichtung am Flansch 52 freigesetzte Gase oder Gase aus der Atmosphäre müssen daher durch die Öffnung 54 in den übergangsabschnitt 42 eintreten, wo sie durch die Pumpe 50 entfernt werden, so daß diese Gase nicht in den Strömungskanal 20 gelangen können. Wie man sieht, befindet sich nirgendwo im Bereich des Strömungskanals 20 eine elastomere Dichtung, was deshalb sehr wichtig ist, weil derartige Dichtungen. dazu neigen, Gase zu entwickeln.
  • Der innerhalb des übergangsabschnittes befindliche Teil des Hohlrohrstückes 44 wird durch in Kühlschlangen 43 zirkulierenden flüssigen Stickstoff auf eine Temperatur unterhalb 100° K, vorzugsweise etwa 77° K, gekühlt. Ein mit flüssigem Stickstoff gekühltes Schirmblech 70 ist im Hohlrohrstück 44 angeordnet, um gegen Übertragung von Wärme zum Rezipienten 12 hin abzuschirmen. Ferner ist derjenige Teil des Hohlrohrstückes 44, der den Rezipienten 12 trägt, von der gekühlten Zwischenwandung 18 umgeben. Derjenige Teil des Hohlrohrstükkes 44, der der äußeren Atmosphäre ausgesetzt ist, wird zweckmäßigerweise durch in Kühlschlangen 45 zirkulierendes Wasser gekühlt. Für die Vakuumpumpen 30, 36 und 50 verwendet man zweckmäßigerweise öldiffusionspumpen. Zweckmäßigerweise haben die Pumpen 30 und 50 kalte Kappen oder Hauben und mit flüssigem Stickstoff gekühlte Schirmbleche 58, 60 sowie nachgeschaltete zusätzliche Diffusionspumpen 62 bzw. 64 und mechanische Pumpen (nicht gezeigt). Auch die Pumpe 36 arbeitet zweckmäßigerweise mit Unterstützung einer mechanischen Pumpe (nicht gezeigt).
  • Im Strömungskanal 20 sind Heizelemente 56 angeordnet, die während des dem Evakuieren vorausgehenden Ausbrennens dazu verwendet werden, die Wände des Rezipienten, des Strömungskanals und des in den Strömungskanal hineinragenden Teils des Hohlrohrstückes auf eine Temperatur von ungefähr 200 bis 1000° C zu erhitzen. Zweckmäßigerweise verwendet man für die Heizelemente 56 Wärmestrahler. Der ganze Vakuumapparat ist zweckmäßigerweise aus korrosionsbeständigem Stahl gefertigt. Man kann aber auch andere geeignete Metalle oder Legierungen verwenden, sofern sie eine ausreichende Festigkeit haben, um den hohen Außendrücken standzuhalten, und sofern sie sich auf Temperaturen bis 1000° C erhitzen lassen.
  • Vorzugsweise ist der durch die Außenkammer 34 gebildete vakuumdichte Raum mit einer geeigneten Wärmeisolation gefüllt. Hierfür kann man beispielsweise Mehrfachlagen aus gasentwicklungsfreiem Kunststoff verwenden, die mit einer reflektierenden Beschichtung versehen und so geknittert sind, daß zwischen den einzelnen Lagen lediglich Punktberührung an voneinander in Abstand befindlichen Stellen besteht.
  • Im Betrieb des Vakuumapparats werden die Kammern 12, 18, 34 und 49 zunächst mit Hilfe von mechanischen Vakuumpumpen (nicht gezeigt) vorevakuiert. Sobald ein Druck von ungefähr 10-Z bis 10-3 Torr erreicht ist, werden die Diffusionspumpen (50, 62), (30, 64) und 36 in Tätigkeit gesetzt. Außerdem werden die Heizelemente 56 eingeschaltet, um den Strömungskanal, den Rezipienten und den in den Strömungskanal hineinragenden Teil des Hohlrohrstückes 44 zu erhitzen, so daß adsorbierte Gase und Flüssigkeiten ausgetrieben werden. Mit den Diffusionspumpen und mechanischen Pumpen läßt sich bei den erhöhten Ausbrenntemperaturen ein Druck in der Größenordnung von 10-g bis 10-9 Torr erreichen. Wenn dieser Druck erreicht ist, werden die Heizelemente abgeschaltet und flüssiger Stickstoff aus der Quelle 24 durch die Kühlschlangen 22 geschickt, um die Temperatur der Zwischenwandung 18 auf ungefähr 77° K zu erniedrigen. Diese Temperatur ist ausreichend niedrig, um die Gasentwicklung weitgehend zu unterbinden sowie Wasserdampf, Kohlendioxyd, restliche Kohlenwasserstoffe u. dgl. zu kondensieren. Auf diese Weise wird im Strömungskanal 20 und im Innenraum der Kammer 49 ein Druck von ungefähr 10-1g Torr hergestellt. Anschließend wird gasförmiges Helium aus der Quelle 16 durch die Kühlschlangen 14 geschickt, um die Temperatur der Rezipientenwandung 10 auf ungefähr 8° K zu erniedrigen. Diese Temperatur ist ausreichend niedrig, um die Gasentwicklung drastisch herabzusetzen, und sämtliche vorhandenen Gase mit Ausnahme von Wasserstoff, Neon und Helium werden sehr rasch durch Kondensation auf der Rezipientenwand entfernt. Die Entwicklung von Wasserstoff aus der stählernen Zwischenwandung 18 wird durch das Abkühlen des Stahles auf 77° K um viele Größenordnungen verringert, und die Wasserstoffentwicklung aus der Innenwandung 10 bei Temperaturen um 8° K ist so gering, daß sie selbst bei dem in Frage kommenden extrem hohen Vakuum vernachlässigt werden kann. Auf diese Weise kann im Rezipienten 12 ein Druck in der Größenordnung von 10-12 bis 10-15 Torr und noch niedriger erhalten werden.
  • Die Rückströmdämpfe aus den Öldiffusionspumpen 30 und 64 enthalten sowohl Pumpflüssigkeitsdampf als auch Dämpfe von thermischen Zersetzungsprodukten. Während die Flüssigkeitsdämpfe durch Kondensation auf dem mit flüssigem Stickstoff gekühlten Fangschirm 58 entfernt werden, können thermische Zersetzungsprodukte und andere Gase, die durch die Pumpe zurückströmen, bei der Temperatur des flüssigen Stickstoffs am Fangschirm 58 möglicherweise nicht kondensierbar sein. Diese Gase werden jedoch im wesentlichen durch die Diffusionspumpe entfernt. Etwaige nicht durch die Diffusionspumpe entfernte Gasreste müssen auf ihrem Weg zum Rezipienten 12 durch den Strömungskanal 20 die ganze Außenseite des Rezipienten entlangströmen, wobei sie der sehr kalten Wandung 10 ausgesetzt sind und dort kondensieren. Eine Wärmeübertragung durch das Hohlrohrstück 44 zum Rezipienten wird durch Kühlen des Hohlrohrstückes mit flüssigem Stickstoff und durch Abstrahlung zur Zwischenwandung 18 hier weitgehend unterbunden.
  • An der durch die Flansche 38 und 40 gebildeten Doppel-O-Ringdichtung etwa einsickerndes Gas wird aus der Außenkammer 34 durch die Pumpe 36 entfernt, die in der Kammer 34 einen Druck in der Größenordnung von 10-4 bis 10-5 Torr herstellt. Die Außenkammer 34 bildet somit einen Schutzraum, der den kalten Strömungskanal 20 wärmeisoliert. Ferner gelangt Gas, das etwa an der durch die Flansche 52 und 38 gebildeten gekühlten Doppel-O-Ringdichtung einsickert, durch die Öffnung 54 vorzugsweise in den Übergangsabschnitt 42. Von dort strömt dieses Gas durch die Öffnungen 48 und wird durch die Pumpe 50 weggepumpt.
  • Die Schirmplatte 28 kann man auch so ausbilden, daß sie die darunter befindliche Auspumpöffnung abschließt, sobald das gewünschte Vakuum im Inneren des Rezipienten hergestellt ist.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Vakuumapparat zum Erzeugen eines Ultrahochvakuums mit einem Außenbehälter, an den über eine Öffnung eine Vakuumpumpe angeschlossen ist, sowie mit einem teleskopartig in den Außenbehälter eingeschachtelten, cryogen gekühlten und mittels einer Diffusionspumpe über eine Auspumpöffnung getrennt evakuierbaren Vakuumrezipienten, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß in dem Raum zwischen Außenbehälter und Rezipienten (12) eine mindestens einen erheblichen, die Auspumpöffnung (26) enthaltenden Teil der Rezipientenwand (10) umgebende Zwischenwandung (18) angeordnet ist, die am einen Behälterende vakuumdicht mit der Außenbehälterwand (32) verbunden ist, derart, daß eine nach innen abgeschlossene, über die Öffnung (35) mittels der Vakuumpumpe (36) evakuierbare Außenkammer (34) gebildet wird, und weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die Diffusionspumpe (30) mit dem Raum zwischen Rezipientenwand (10) und Zwischenwandung (18) an einer von der Auspumpöffnung (26) entfernten Stelle in Verbindung steht, wodurch zwischen der Auspumpöffnung (26) und der Diffusionspumpe (30) ein Strömungskanal (20) besteht, in dem rückströmende Dämpfe vor Erreichen des Rezipienten kondensieren.
  2. 2. Vakuumapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwandung (18) das eine - in der Mitte mit der Auspumpöffnung (26) versehene - Stirnende und die volle Länge des Rezipienten umgibt.
  3. 3. Vakuumapparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwandung (18) ebenfalls gekühlt ist.
  4. 4. Vakuumapparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rezipientenaußenwand auf eine Temperatur unterhalb 20° K, vorzugsweise 10 bis 4° K, und die Mittelwandung (18) auf eine Temperatur unterhalb 100° K, vorzugsweise etwa 77° K, gekühlt werden.
  5. 5. Vakuumbehälter nach einem der Anspräche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Rezipient durch ein gegen ihn abgedichtetes Hohlrohrstück (44) in Längsrichtung gehaltert ist, daß die Zwischenwandung (18) über eine lösbare Ringdichtung (38, 52), die zugleich die abdichtende Verbindung mit der zylindrischen Außenbehälterwand (32) bildet, mit einem das Hohlrohrstück umfassenden und unlösbar daran befestigten Stirnringteil (46) verbunden ist, das den Strömungskanal (20) gegen eine durch eine Verlängerung (42) der Außenbehälterwand gebildete, durch die Ringdichtung gegen die Außenkammer (34) abgedichtete, das Hohlrohrstück umgebende und mit dessen Innerem über Löcher (48) in Verbindung stehende Ringkammer abdichtet, und daß das Hohlrohrstück mittels einer angeschlossenen weiteren Pumpe (50) getrennt evakuierbar ist.
  6. 6. Vakuumapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungskanal (20) Heizvorrichtungen (56) zum Ausheizen des Strömungskanals und der angrenzenden Wände angeordnet sind.
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