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DE1284615B - Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus Polytetrafluoraethylen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus Polytetrafluoraethylen

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Publication number
DE1284615B
DE1284615B DE1957G0021485 DEG0021485A DE1284615B DE 1284615 B DE1284615 B DE 1284615B DE 1957G0021485 DE1957G0021485 DE 1957G0021485 DE G0021485 A DEG0021485 A DE G0021485A DE 1284615 B DE1284615 B DE 1284615B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
temperature
blank
polytetrafluoroethylene
molded body
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1957G0021485
Other languages
English (en)
Inventor
Hibbard Robert Lawrence
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Grinnell Corp
Original Assignee
Grinnell Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Grinnell Corp filed Critical Grinnell Corp
Priority to DE1957G0021485 priority Critical patent/DE1284615B/de
Publication of DE1284615B publication Critical patent/DE1284615B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/006Pressing and sintering powders, granules or fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/08Heat treatment
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2027/00Use of polyvinylhalogenides or derivatives thereof as moulding material
    • B29K2027/12Use of polyvinylhalogenides or derivatives thereof as moulding material containing fluorine
    • B29K2027/18PTFE, i.e. polytetrafluorethene, e.g. ePTFE, i.e. expanded polytetrafluorethene
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2105/00Condition, form or state of moulded material or of the material to be shaped
    • B29K2105/25Solid
    • B29K2105/251Particles, powder or granules
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2327/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers
    • C08J2327/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C08J2327/12Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment containing fluorine atoms
    • C08J2327/18Homopolymers or copolymers of tetrafluoroethylene

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus Polytetraffuoräthylen, bei dem zunächst aus dem pulverigen oder körnigen Stoff ein Rohling kaltgepreßt wird, der dann über die Umwandlungstemperatur erhitzt sowie bei dieser Hitze einem Überdruck ausgesetzt und schließlich noch abgekühlt wird.
  • Polytetrafluoräthylen erleidet bekanntlich bei 3270 C eine reversible Umwandlung. Oberhalb dieser Temperatur ist Polytetralluoräthylen in dicken Schichten durchsichtig.
  • Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polytetraffuoräthylen bekannt, bei dem gepulvertes Polytetrafiuoräthylen in einer Form unter Druck gesetzt und der erhaltene Formkörper dann auf 327 bis 5(YO C erhitzt wird. Gegebenenfalls kann das pulverförmige Polytetrafiuoräthylen bei einem Druck von 7 bis 210 kg/cm2 kaltgepreßt werden. Die Abkühlung des Formkörpers kann durch Abschrecken in einer Flüssigkeit oder unter stufenweiser Verringerung seiner Temperatur durchgeführt werden. Darüber hinaus kann der vorgeformte Formkörper in einer geschlossenen und den Formkörper dicht umschließenden Form erhitzt und dem dadurch erzeugten inneren Druck ausgesetzt werden.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polytetrafiuoräthylen zu schaffen, die sich im Vergleich zu den nach den bekannten Verfahren hergestellten Formkörpern aus Polytetraffuoräthylen durch verbesserte Biegestandfestigkeit auszeichnen, d. h. die viel öfter auf Biegung beansprucht werden können als die bisher bekannten Formkörper aus Polytetrafiuoräthylen und dadurch-vorteilhaft als Membran für Absperrorgane verwendet werden können.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird nun durch ein Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus Polytetrafluoräthylen gelöst, bei dem zunächst aus dem pulverigen oder körnigen Stoff ein Rohling kaltgepreßt wird, der dann auf die Umwandlungstemperatur erhitzt sowie bei dieser Hitze einem Überdruck ausgesetzt und schließlich noch abgekühlt wird, und das erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß der kaltgepreßte Rohling zunächst in an sich bekannter Weise in der Atmosphäre auf die über der Umwandlungstemperatur liegende Temperatur bis zu etwa 2 Stunden erhitzt und dann erst bei dieser Hitze dem Ueberdruck ausgesetzt wird, daß darauf eine erste Abkühlung unter die Umwandlungstemperatur erfolgt, wenn der Formkörper völlig durchsichtig geworden ist, worauf sich eine erneute Erhitzung des Formkörpers in der Atmosphäre über den Umwandlungspunkt anschließt, so lange, bis der trüb gewordene Formkörper wieder durchsichtig geworden ist, worauf sein rasches Abkühlen erfolgt, während er unter einem Überdruck steht.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird pulveriges oder körniges Polytetrafluoräthylen zunächst in einer Vorform zu einem Rohling verpreßt, die ungefähr die Gestalt des Fonnkörpers aufweist. Am besten erfolgt das Verpressen in der Vorform bei Zimmertemperatur mit einem Druck in der Größenordnung von 35 bis 245 kg/cm2 und vorzugsweise von 70 bis 210 kg/cm2. Dabei wird das pulverige oder körnige Polytetrafluoräthylen zu einem Rohling verdichtet, der weiß und durchscheinend aussieht und die zur weiteren Bearbeitung erforderliche Dichte und Festigkeit aufweist.
  • Dann wärmt man den Rohling in einem Ofen bei atmosphärischem Druck bis zu einer Temperatur, die über der Umwandlungstemperatur des Polytetrafluoräthylens liegt, die sich bei atmosphärischem Druck auf etwa 3270 C beläuft und mit zunehmendem Druck steigt. Vorzugsweise erfolgt die Erwärmung des in der Vorform erzeugten Rohlings auf eine Temperatur von etwa 3600 C.
  • Beim Überschreiten der Umwandlungstemperatur bleibt der Rohling weiß und durchscheinend.
  • Nachdem man nun den Rohling eine bestimmte Zeit lang (bei einer Temperatur von 3600 C empfehlen sich 30 Minuten) auf der ausgewählten Temperatur gehalten hat, nimmt man ihn aus dem Ofen heraus und bringt ihn in eine zweite Form, die Hauptform, ein. Der Preßraum dieser Form hat die Gestalt, die der fertige Formkörper aufweisen soll. Diese Hauptform wird nun auf einer Temperatur gehalten, die über der Umwandlungstemperatur liegt und am besten ungefähr der Temperatur des erhitzten Rohlings entspricht. Dann wird der Rohling in der Hauptform unter Druck gesetzt, und dieser Druck wird mindestens so lange aufrechterhalten, bis der Rohling die gewünschte Gestalt erhalten hat und völlig durchsichtig geworden ist. Alle trüben Stellen in dem erhitzten Polytetrafluoräthylen verschwinden nämlich bei dieser Behandlung. Der Druck bei diesem Preßvorgang muß mindestens so hoch. bemessen werden, daß die Fließgrenze des erhitzten Rohlings überschritten wird und dieser daher die gewünschte Gestalt annehmen kann. Andererseits darf der Preßdruck bei diesem Verfahrensschritt nicht so hoch werden, daß etwa Sprünge in dem erhitzten Preßling entstehen oder daß ein übermäßig breiter Grat in der Fuge zwischen den Formhälften gebildet wird. Bei einer Preßtemperatur von 3600 C beispielsweise empfiehlt sich ein Preßdruck von 70 kg/cm2. Nachdem die Preßtemperatur und der Preßdruck etwa 15 Minuten lang auf den Rohling eingewirkt hauben, ist dieser im allgemeinen durchsichtig geworden, sofern es sich um einen kleinen Rohling handelt mit einem Volumen in der Größenordnung von 100 cm3 und sofern das Einfüllen des Ausgangsmaterials in die Vorform hinreichend sorgfältig durchgeführt worden war.
  • Um eine Zersetzung des Polytetrafluoräthylens zu vermeiden, darf der Rohling kurzzeitig nur bis auf eine Temperatur von 4550 C erwärmt werden.
  • Zweckmäßigerweise wird die Erwärmung so geführt, daß der Rohling nur ein paar Sekunden lang eine über 4000 C liegende Temperatur aufweist. Auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten empfiehlt sich eine Höchsttemperatur von etwa 4000 C, wobei das Polytetrafluoräthylen aber nicht länger als etwa 10 Minuten eine Temperatur von über 3700 C aufweisen sollte. Am besten hat sich eine Temperatur von etwa 3700 C bei 10 Minuten Behandlungsdauer bewährt, da Polytetrafiuoräthylen eine merkliche Zersetzung erfährt, wenn es 2 Stunden lang auf einer Temperatur im Bereich zwischen der Umwandlungstemperatur und 3700 C gehalten wird. Bei Anwendung einer Temperatur im Bereich von 330 bis 3500 C wird der in der Hauptform befindliche Rohling einem Überdruck im Bereich von 70 bis 140 kg/cm2 und bei Verwendung einer Temperatur im Bereich von 350 bis 3700 C einem Überdruck im Bereich von 35 bis 105 kg/cm2 ausgesetzt.
  • Nachdem der Rohling in der Hauptform unter den vorgenannten Druck- und Temperaturbedingungen so lange gehalten worden ist, bis ein durchsichtiger Formkörper vorliegt, läßt man den Formkörper unter die Umwandlungstemperatur abkühlen. Zu diesem Zweck läßt man vorzugsweise den Formkörper so lange in der Hauptform, bis er sich auf eine Temperatur von beispielsweise 2600 C abgekühlt hat. Der Formkörper läßt sich dann leicht aus der Hauptform herausnehmen, ohne dabei bleibende Formänderungen zu erleiden. Da man jedoch die höchste Festigkeit erzielt, wenn der Formkörper von der Temperatur aus, bei der er durchsichtig geworden, abgeschreckt wird, wird der Formkörper nach Herausnehmen aus der Hauptform wieder auf eine Temperatur erwärmt, bei der er durchsichtig wird. Diese Temperatur wird ohne Anwendung von Druck auf den Formkörper so lange aufrechterhalten, bis der Formkörper wieder durchsichtig geworden ist. Anschließend wird dann der Formkörper rasch abgekühlt. Zu diesem Zweck wird der noch durchsichtige Formkörper in eine kalte Form eingebracht und durch Zusammenpressen der Form einem Überdruck ausgesetzt. Die Temperatur der kalten Form kann beispielsweise etwa - 180 C betragen. Die kalte Form wird zweckmäßigerweise derart zusammengepreßt, daß der auf den in der Form befindlichen Formkörper ausgeübte Druck zwischen 35 bis 105 kg/cm2 liegt. Auf diese Weise erzielt man eine innige Berührung zwischen den kalten Innenflächen der Form und den Oberflächen des heißen Formkörpers und dadurch eine rasche Abkühlung desselben. Das Einsetzen des in einem Ofen bis auf Durchsichtigkeit erhitzten Formkörpers in die zum Abschrecken vorgesehene Form erfolgt zweckmäßigerweise so schnell, daß der Formkörper bei Schließen der Form noch durchsichtig ist.
  • Im Bedarfsfall können die Druck- und Temperaturbedingungen so gewählt werden, daß der Formkörper nur an vorbestimmten Stellen durchsichtig wird. Dies kann beispielweise dadurch erreicht werden, daß man nur an diesen Stellen den vollen Druck zur Wirkung bringt, auf die anderen Stellen jedoch einen niedrigen Druck einwirken läßt, der nicht die völlige Durchsichtigkeit des Polytetrafluoräthylens zur Folge hat. Auch beim raschen Abkühlen kann man so vorgehen, daß man nur bestimmte ausgewählte Stellen des erwärmten, durchsichtig gewordenen Preßlings abschreckt, im übrigen den Preßling aber langsamer abkühlen läßt. Bei Formkörpern mit einem verhältnismäßig großen Querschnitt wird die Oberflächenschicht viel schneller abgekühlt als der Kern des Formkörpers. Bei solchen Formkörpern weist also die Oberflächenschicht eine viel bessere Biegestandfestigkeit auf als der Kern.
  • Die Erfindung wird nun näher an Hand eines Beispiels erläutert.
  • Zur Herstellung einer Ventilmembran wurde eine entsprechend gestaltete Vorform mit 60g handelsüblichem Polytetrafluoräthylenpulver beschichtet. Die Vorform wurde dann in einer Presse bei Zimmertemperatur derart zusammengepreßt, daß auf die Polytetrafluoräthylenfüllung ein Druck von 105 kg/cm2 ausgeübt wurde. Anschließend wurde der gebildete Membranrohling, dessen Dicke etwas größer war als die gewünschte Enddicke der Membran, aus der Vorform herausgenommen. Der Membranrohling war weiß und trüb. Der Membranrohling wurde dann in einem Ofen auf 3600 C erwärmt und 30Minuten lang auf dieser Temperatur gehalten. Anschließend wurde dann der auf einer Temperatur von annähernd 3600 C befindliche Membranrohling in eine Hauptform eingebracht, die auf etwa 3600 C vorgewärmt worden war. Die auf einer Temperatur von etwa 3600 C gehaltene Hauptform wurde dann so zusammengepreßt, daß auf den Membranrohling ein Druck von etwa 70 kg/cm2 ausgeübt und dieser dadurch in die endgültige Form des Formkörpers gebracht wurde. Etwa alle 5 Minuten wurde die Form entlastet und geöffnet, um das Aussehen des Formkörpers zu prüfen. Nach etwa 15 Minuten ergab sich, daß alle Teile des Formkörpers durchsichtig geworden waren.
  • Im Anschluß an diese Feststellung wurde nach Schließen und erneuter Belastung der Hauptform die Temperatur des Formkörpers durch Abkühlen der Form auf etwa 2600 C verringert. Der auf einer Temperatur von etwa 2600 C befindliche trübe Formkörper wurde dann aus der Hauptform herausgenommen und in einen Ofen gebracht, in dem er dann unter Atmosphärendruck auf 3700 C erwärmt und auf dieser Temperatur gehalten wurde, bis er wieder völlig durchsichtig geworden war. Dies trat etwa nach 20 Minuten nach Einführen des Formkörpers in den Ofen ein. Anschließend wurde der Formkörper schnell in eine kalte Form aus Stahl gebracht, deren Innenflächen verchromt waren. Die Temperatur der kalten Form betrug beim Einführen des heißen durchsichtigen Formkörpers ungefähr - 180 C. Sofort nach dem Einführen des heißen Formkörpers in die kalte Form wurde diese so zusammengepreßt, daß auf den Formkörper ein Druck von ungefähr 105 kg/cm2 ausgeübt wurde. Nach etwa 60 Sekunden wurde die Form geöffnet und der fertige Formkörper herausgenommen. Bei Prüfung dieses die Form einer Membran aufweisenden Formkörpers ergab sich, daß dieser eine fünfmal höhere Biegefestigkeit aufwies, als die nach den bekannten Verfahren hergestellten Formkörper.
  • Vergleichsweise wurde das vorgenannte Beispiel wiederholt, wobei man jedoch den Membranrohling vor Einführen in die Hauptform auf etwa 2600 C abkühlen ließ. Die Biegefestigkeit des fertigen Formkörpers betrug jedoch nur ein Fünftel des nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Formkörpers.
  • Weiterhin wurde vergleichsweise Beispiel 1 noch einmal wiederholt, wobei jedoch der Membranrohling vor Einführen in die Hauptform 2 Stunden lang auf etwa 4000 C gehalten wurde. Der fertige Formkörper wies eine geringere Festigkeit auf als die nach den bekannten Verfahren hergestellten Formkörper.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus Polytetrafluoräthylen, bei dem zunächst aus dem pulverigen oder körnigen Stoff ein Rohling kaltgepreßt wird, der dann über die Umwandlungstemperatur erhitzt sowie bei dieser Hitze einem Überdruck ausgesetzt und schließlich noch abgekühltwird, dadurch gekennzeichnet, daß der kaltgepreßte Rohling zunächst in an sich bekannter Weise in der Atmosphäre auf die über der Umwandlungstemperatur liegende Temperatur bis zu etwa 2 Stunden erhitzt und dann erst bei dieser Hitze dem Überdruck ausgesetzt wird, daß darauf eine erste Abkühlung unter die Umwandlungstemperatur erfolgt, wenn der Formkörper völlig durchsichtig geworden ist, woran sich eine erneute Erhitzung des Formkörpers in der Atmosphäre über den Umwandlungspunkt anschließt, so lange, bis der trüb gewordene Formkörper wieder durchsichtig geworden ist, worauf sein rasches Abkühlen erfolgt, während er unter einem Überdruck steht.
DE1957G0021485 1957-02-13 1957-02-13 Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus Polytetrafluoraethylen Pending DE1284615B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2018077767A1 (de) * 2016-10-25 2018-05-03 Prominent Gmbh Verfahren zur herstellung einer geformten membran

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE815104C (de) * 1943-10-25 1951-09-27 Du Pont Verfahren zur Herstellung geformter Gegenstaende aus Polytetrafluoraethylen
DE884100C (de) * 1951-10-07 1953-07-23 Dunlop Rubber Co Einrichtung zum Formpressen von Gegenstaenden aus Kunststoff

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