DE1283110B - Luftbereifung fuer Fahrzeugraeder - Google Patents
Luftbereifung fuer FahrzeugraederInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 60c
Deutsche Kl.: 63 e-1/04
Nummer: 1283 110
Aktenzeichen: P 12 83 110.6-21 (E 21109)
Anmeldetag: 19. Mai 1961
Auslegetag: 14. November 1968
Die Erfindung betrifft eine Luftbereifung für Fahrzeugräder mit einem innerhalb des Reifenhohlraumes
angeordneten ringförmigen Kissen aus elastomerem Werkstoff, das im radial inneren Bereich des Reifenhohlraumes
an den Reifenseitenwänden anliegt, während im radial äußeren Bereich des Reifenhohlraumes
zwischen dem Kissen und der Reifenwandung ein freier Raum verbleibt, der mittels eines durch
das Kissen geführten Ventils auf einen dem Betriebszustand der Bereifung entsprechenden Druck aufblasbar
ist.
Bei einer derartigen Luftbereifung kommt dem ringförmigen Kissen die Aufgabe zu, im Falle des
Entweichens des Druckluft aus dem radial äußeren Bereich des Reifenhohlraumes infolge Perforation
od. dgl. die auf dem Rad ruhende Last zu tragen und ein Abspringen des Reifens von der Felge zu
verhindern. Das ringförmige Kissen soll also die mit einem plötzlichen Druckverlust des Reifens verbundenen
Gefahren beseitigen.
Eine bekannte Luftbereifung dieser Art weist als ringförmiges Kissen eine innere Ringkammer auf,
die ihrerseits mit Druckluft gefüllt und nach Art eines Schlauchreifens ausgebildet ist. Um eine Beschädigung
der inneren Ringkammer, beispielsweise durch einen eingedrungenen Nagel, zu verhindern,
ist es in nachteiliger Weise erforderlich, einen verhältnismäßig großen Abstand zwischen dem radial
äußeren Bereich der Reifenwandung und der Ringkammer vorzusehen. Tritt eine Beschädigung des
Reifens während der Fahrt ein, so ist die Absenkung des Fahrzeuges bei drucklos werdendem Reifen so
groß, daß der Fahrer die Gewalt über das Steuer verlieren kann.
Eine weitere bekannte Luftbereifung der eingangs genannten Art weist ein schwammartiges, aus Kautschuk
bestehendes ringförmiges Kissen auf, das Luft in seinen Zellen aufweisen kann. Bei dieser Ausführung
muß im radial äußeren Bereich des Reifenhohlraumes zusätzlich ein Luftschlauch verwendet werden.
Diese bekannte Luftbereifung weist insbesondere den Nachteil auf, daß das aus Schwammgummi
bestehende Kissen nicht in der Lage ist, größeren mechanischen Beanspruchungen zu widerstehen, wie
sie dann auftreten können, wenn das Kissen den drucklos gewordenen Reifen abstützen muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Luftbereifung der eingangs genannten Art die
vorstehend geschilderten Nachteile der bekannten Ausbildungen zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Kissen voneinander unabhängige, auf
Luftbereifung für Fahrzeugräder
Anmelder:
Etablissements Hutchinson
(Compagnie Nationale du Caoutchouc), Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, 4690 Herne, Freiligrathstr. 19
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 26. Januar 1961 (850 808)
einen vorbestimmten Druck aufgeblasene, zylinderförmige Hohlräume aufweist, die mit ihren Längsachsen
parallel zur Rollachse der Bereifung verlaufen und in verschiedenen radialen Abständen von
der Rollachse angeordnet sind.
Bricht bei der erfindungsgemäßen Luftbereifung der Druck im Reifen zusammen, so wird der Reifen
durch das Kissen wirksam abgestützt. Auf Grund der voneinander unabhängigen Anordnung und
zylindrischen Ausbildung der Hohlräume des Kissens ist dieses gegenüber Beschädigungen relativ unempfindlich,
da ein eventueller Druckverlust einzelner Hohlräume des Kissens die Abstützfunktion desselben
nicht nennenswert beeinträchtigt. Der Abstand zwisehen dem Kissen und dem radial äußeren Bereich
der Reifenwandung kann daher relativ gering gehalten werden, was für eine sichere Abstützung des
drucklos gewordenen Reifens vorteilhaft ist. Andererseits beeinträchtigt die erfindungsgemäße Ausbil-
4Q dung bei normalem Betriebszustand nicht die radiale
Nachgiebigkeit der Bereifung in einer dem Fahrkomfort abträglichen Weise.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann das Kissen an seinem inneren Umfang
eine Verstärkungseinlage aufweisen. Diese Verstärkungseinlage gewährleistet eine feste Anlage der
Reifenwülste an den Felgenhörnern. Diese Wirkung kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
noch dadurch verstärkt werden, daß am inneren Umfang der Verstärkungseinlage ein an dem Kissen
lösbar befestigter Versteifungsring angeordnet ist, der seitlich an den Reifenwülsten anliegt.
809 637/1005
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung wiedergegeben
ist, erläutert; es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch eine Luftbereifung gemäß der Erfindung und
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 der Fig.l.
Bei der in den Figuren dargestellten Luftbereifung handelt es sich um eine solche für Fahrzeugräder
mit einer Felge, die gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Teilen 4 α und 4 b besteht,
die ihrerseits mit Schrauben 20 zusammengehalten werden. Durch Drahteinlagen 3 verstärkte
Reifenwülste 2 des Reifenmantels 1 liegen an der Felge an.
Innerhalb des Reifenhohlraumes 7 ist ein ringförmiges
Kissen 5 aus elastomerem Werkstoff angeordnet, das im radial inneren Bereich des Reifenhohlraumes
an den Reifenseitenwänden 6 anliegt, während im radial äußeren Bereich des Reifenhohlraumes
zwischen dem Kissen und der Reifenwandung, wie aus Fig. 1 ersichtlich, ein freier Raum verbleibt,
der mittels eines durch einen Kanal 11 des Kissens geführten Ventils 8 auf einen dem Betriebsdruck der Bereifung entsprechenden Druck aufblas-
bar ist.
Das Kissen 5 besitzt voneinander unabhängige, auf einen vorbestimmten Druck aufgeblasene zylinderförmige
Hohlräume 5 α, die mit ihren Längsachsen parallel zur Rollachse der Bereifung verlaufen und
in verschiedenen radialen Abständen von der Rollachse angeordnet sind.
Sobald eine Perforierung des Mantels 1 eintritt, verformt sich der Mantel, bis er auf dem Kissen 5
aufliegt. Dabei kommt er nicht in Berührung mit dem aus Metall bestehenden Ventile, da der Kanal 11
im oberen Bereich mit einem biegsamen Rohr 15 versehen ist, wobei in dem Außenumfang des Kissens
5 mit der Mündung des Rohres IS in Verbindung stehende Querkanäle 16 vorgesehen sind.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Kissen 5 an seinem inneren Umfang eine Verstärkungseinlage
9 auf. Diese sichert den ordnungsgemäßen Abstand zwischen den Reifenwülsten 2, die durch die Verstärkungseinlage an die beiden
Felgenhälften 4 α und 4 b angedrückt werden. Dabei ist das Ventil 8 durch eine Mutter 12, die auf einen
mit Gewinde versehenen Teil 13 des Ventils aufgeschraubt ist, an einen Versteifungsring 10 befestigt.
Zwischen diesen und die Mutter 12 ist eine Scheibe 14 eingelegt.
Wie Fig. 2 erkennen läßt, hat der Versteifungsring 10 an seinem inneren Umfang Ansätze 18, die in
entsprechende Ausnehmungen 19 der Felge eingreifen. Dadurch ist der Versteifungsring 10 gegen Verdrehen
auf der Felge gesichert.
Bei der Montage des Reifens wird der Mantel 1 einschließlich der in ihm untergebrachten Teile zunächst
auf den Teil 4 b der Felge aufgebracht, und dann wird der Felgenteil 4 α unter den einen der
Reifenwülste eingeführt und durch Anziehen der Schrauben 20 mit dem anderen Felgenteil verbunden.
Der Reifen läßt sich dann durch das Ventil 8 aufpumpen.
Claims (4)
1. Luftbereifung für Fahrzeugräder mit einem innerhalb des Reifenhohlraums angeordneten
ringförmigen Kissen aus elastomerem Werkstoff, das im radial inneren Bereich des Reifenhohlraums
an den Reifenseitenwänden anliegt, während im radial äußeren Bereich des Reifenhohlraums
zwischen dem Kissen und der Reifenwandung ein freier Raum verbleibt, der mittels eines
durch das Kissen geführten Ventils auf einen dem Betriebszustand der Bereifung entsprechenden
Druck aufblasbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (5) voneinander unabhängige,
auf einen vorbestimmten Druck aufgeblasene zylinderförmige Hohlräume (5 α) aufweist,
die mit ihren Längsachsen parallel zur Rollachse der Bereifung verlaufen und in verschiedenen
radialen Abständen von der Rollachse angeordnet sind.
2. Bereifung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kissen (5) an seinem inneren Umfang eine Verstärkungseinlage (9) aufweist.
3. Bereifung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am inneren Umfang
der Verstärkungseinlage (9) ein an dem Kissen (5) lösbar befestigter Versteifungsring (10) angeordnet
ist, der seitlich an den Reifenwülsten (2) anliegt.
4. Bereifung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsring (10) an
seinem inneren Umfang Ansätze (18) aufweist, die in entsprechende Ausnehmungen (19) der
Felge eingreifen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 831202;
schweizerische Patentschrift Nr. 85 979;
britische Patentschrift Nr. 141495.
Deutsche Patentschrift Nr. 831202;
schweizerische Patentschrift Nr. 85 979;
britische Patentschrift Nr. 141495.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 637/1005 11.68 θ Bundesdruckerei Berlin
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| FR850808A FR1286838A (fr) | 1961-01-26 | 1961-01-26 | Ensemble pneumatique pour roue de véhicule |
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| DE1283110B true DE1283110B (de) | 1968-11-14 |
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Family Applications (1)
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