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DE1283190B - Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von aufgedampften Metallen auf Textilien und Folien aus synthetischen Polyamiden - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von aufgedampften Metallen auf Textilien und Folien aus synthetischen Polyamiden

Info

Publication number
DE1283190B
DE1283190B DEK52899A DEK0052899A DE1283190B DE 1283190 B DE1283190 B DE 1283190B DE K52899 A DEK52899 A DE K52899A DE K0052899 A DEK0052899 A DE K0052899A DE 1283190 B DE1283190 B DE 1283190B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
textiles
adhesive strength
vapor
improving
synthetic polyamides
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK52899A
Other languages
English (en)
Inventor
Kunsch Georg Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
INTERMETALON AG
Original Assignee
INTERMETALON AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by INTERMETALON AG filed Critical INTERMETALON AG
Priority to DEK52899A priority Critical patent/DE1283190B/de
Publication of DE1283190B publication Critical patent/DE1283190B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/04Decorating textiles by metallising

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von aufgedampften Metallen auf Textilien und Folien aus Polyamiden. Bedampft man ein Textilmaterial aus Polyamidfasern, z. B. ein Gewebe aus Nylon oder einer synthetischen Polyamidfaser auf Caprolactambasis, mit Aluminium, so zeigt die aufgedampfte Metallschicht im trockenen Zustand eine verhältnismäßig gute Haftfestigkeit. Im nassen Zustand ist dagegen die Haftung schlecht. Dies wirkt sich z. B. beim Waschen metallisierter Textilien auf Polyamidbasis sehr ungünstig aus. Durch Aufbringen einer wasch- und reinigungsbeständigen Schicht eines Kunstharzes auf das-Textilmaterial vor der Metallisierung ist es möglich, die Haftung zu verbessern. Dadurch wird aber die Luftdurchlässigkeit und vor allem der Griff der Ware beeinträchtigt.
  • überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man die Haftfestigkeit aufgedampfter Metallschichten, insbesondere im nassen Zustand ganz erheblich verbessern kann, wenn man das Polyamidmaterial vor der Metallisierung einer Behandlung mit phenolischen Verbindungen unterzieht. Diese phenolischen Verbindungen verändern die Oberfläche der Polyamidfasern und verhindern die Ausbildung einer Wasserhaut, die die Haftung der aufgedampften Metallschicht ungünstig beeinflußt.
  • Grundsätzlich haben alle ein- und mehrwertigen Phenole, wie z. B. Phenol, Kresol, Pyrogallol, Phloroglucin, Hydrochinon, Resorcin und deren Derivate, diese Wirkung. Einige dieser phenolischen Verbindungen kommen jedoch nicht in Frage, weil sie zu Verfärbungen führen oder der Ware einen unangenehmen Geruch verleihen. Besonders bewährt haben sich beispielsweise Hydrochinon und Resorcin.
  • Man geht dabei so vor, daß man die Ware bei Raumtemperatur mit der wäßrigen Lösung der betreffenden phenolischen Verbindung foulardiert und anschließend bei einer Temperatur zwischen 80 und 160° C trocknet. Man kann die Ware auch bei niedriger Temperatur vortrocknen, z. B. zwischen 80 und 100° C, und anschließend- noch kurze Zeit bei höherer Temperatur nachbehandeln. Man kann die Ware aber auch in der Lösung bei höherer Tempeperatur, z. B. zwischen 60 und 100°C, vorbehandeln und dann trocknen. Anschließend wird das Textilmaterial in bekannter Weise im Hochvakuum mit Metall, z. B. mit Aluminium, bedampft.
  • Das Verfahren eignet sich für alle Arten von Textilien - auch von Garnen - aus synthetischen Polyamidfasern bzw. Polyamidfäden. Als Polyamide kommen beispielsweise in Frage: Polyamide aus Adipinsäure und Hexamethylendiamin, aus Caprolactam, aus s-Aminoundecansäure usw.
  • Durch die gleiche Vorbehandlung kann man auch die Haftfestigkeit von aufgedampften Metallschichten auf Folien auf Polyamidbasis verbessern.
  • Es ist außerdem möglich, nur einen Teil der Oberfläche auf diese Weise vorzubehandeln, z. B. durch Aufbringen einer Druckpaste, die die phenolische Verbindung enthält, in Form eines Musters. Durch einen Waschvorgang kann man die aufgedampfte Metallschicht an den nicht vorbehandelten Stellen wieder ablösen, wodurch man eine Musterung enthält. Beispiel Ein Polyamidtaft mit einem Gewicht von 60 g/m2 wird mit einer wäßrigen Lösung, die 20 g/1 Hydrochinon enthält, bei Raumtemperatur foulardiert, bei 80° C getrocknet und 10 Minuten bei 140° C nachbehandelt.
  • Die so behandelte Ware wird anschließend in einer Hochvakuumanlage bei 3 - 10-4 Torr mit einer dünnen Aluminiumschicht bedampft. Das metallisierte Gewebe zeigt eine bessere Haftung als das gleiche nicht vorbehandelte Material.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von im Hochvakuum aufgedampften MetaII-schichten auf Textilien und Folien aus synthetischen Polyamiden, d a d u r c h g e k e n n -zeichnet, daß diese vor der Metallisierung mit einer wäßrigen Lösung von ein- oder mehrwertigen Phenolen vorbehandelt, vorzugsweise foulardiert, und bei Temperaturen zwischen 80 und 160° C -vorzugsweise zwischen 100 und 140°C - getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilien nach dem Foulardieren und Trocknen bei Temperaturen zwischen 100 und 160° C nachbehandelt werden.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilien bei Temperaturen zwischen 60 und 100° C mit der wäßrigen Lösung der ein- bzw. mehrwertigen Phenole vorbehandelt werden.
DEK52899A 1964-05-08 1964-05-08 Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von aufgedampften Metallen auf Textilien und Folien aus synthetischen Polyamiden Pending DE1283190B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4362779A (en) 1973-08-01 1982-12-07 Rhone-Poulenc-Textile Process of silvering articles having a base of polyamides
DE3735690A1 (de) * 1987-10-22 1989-05-18 Helmuth Schmoock Textilfaserverbund sowie verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
EP2660387A3 (de) * 2012-02-28 2015-05-06 Seiko Epson Corporation Textildruckverfahren

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4362779A (en) 1973-08-01 1982-12-07 Rhone-Poulenc-Textile Process of silvering articles having a base of polyamides
DE3735690A1 (de) * 1987-10-22 1989-05-18 Helmuth Schmoock Textilfaserverbund sowie verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
EP2660387A3 (de) * 2012-02-28 2015-05-06 Seiko Epson Corporation Textildruckverfahren

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