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Die Erfindung bezieht sich auf ein Federhebelrastgesperre mit doppelseitig
eingreifenden Rastsperren, insbesondere für Vorrichtungen zum Umsetzen von Drehschwingungen
in gleichsinnige Drehbewegungen, vorzugsweise zum Fortschalten von Zeitmeßinstrumenten,
bestehend aus einer Fortschaltmittel tragenden Welle, welche Anlageflächen für Blattfederschenkel
aufweist. Federhebelrastgesperre dieser Art sind bekannt. Die Anlageflächen aufweisende
Welle ist als Vierkantwelle ausgebildet, und es liegt jeweils an zwei parallelen
Anlageflächen je ein Blattfederschenkel an. Durch auf die Fortschaltmittel der Welle
einwirkende Kräfte wird jeder volle Umlauf der Welle in vier Teilschritte zerlegt.
Die Zahl der Teilschritte wird also festgelegt durch die Zahl der der Welle zugeordneten
Anlageflächen. Ist es beispielsweise notwendig, eine volle Umdrehung einer solchen
Schaltwelle in sechs Schaltschritte zu zerlegen, so werden sechs Anlageflächen vorgesehen.
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Bei Vorrichtungen zum Umsetzen von Drehschwingungen in gleichsinnige
Drehbewegungen, vorzugsweise zum Fortschalten von Zeitmeßinstrumenten, wird, wenn
sechs Schaltschritte ausgeführt werden sollen, der Schaltwelle ein Sechskantprisma
zugeordnet, obwohl der Welle nur drei als Fortschaltmittel dienende Fortschaltstifte
od. dgl. zugeordnet sind, auf die Arme eines Drehschwingers einwirken. Wenn man
nun, wie erfindungsgemäß vorgeschlagen wird, den Querschnitt der Schaltwelle dreieckförmig
ausbildet und dafür sorgt, da.ß die Blattfederschenkel Schenkel einer im Stegbereich
schwenkbar gelagerten, in an sich bekannter Weise U-förmig gebogenen Blattfeder
sind, dann läßt sich eine volle Umdrehung der Schaltwelle in sechs Schaltschritte
aufteilen, obwohl nur drei Anlageflächen vorgesehen sind. Die schwenkbare Lagerung
der mit den Anlageflächen der Schaltwelle zusammenwirkenden Blattfederschenkel ist
an sich nicht erforderlich, aber zweckmäßig bei Vorrichtungen zum Fortschalten von
Zeitmeßinstrumenten, die zeitgenau arbeiten müssen, weil dadurch der Energieverlust
verringert und die maximale Lebensdauer erhöht wird. Durch die Verringerung der
Anzahl der Anlageflächen bei gleichbleibender Anzahl von Raststellen innerhalb einer
einzigen Umdrehung der Schaltwelle wird der Aufbau der Vorrichtung vereinfacht.
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Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
nachstehend erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Aufsicht auf eine mit drei Fortschalt
stiften od. dgl. und drei Anlageflächen versehene Schaltwelle gemäß der Erfindung
mit ihr zugeordneter U-förmiger, schwenkbar gelagerter Blattfeder, F i g. 2 ein
Amplituden- und Stoßkraft Diagramm der Vorrichtung nach F i g. 1.
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Die Schaltwelle 1 trägt drei als Zylinderzapfen ausgebildete
Fortschaltstifte 2, die die Fortschaltmittel darstellen. Darüber hinaus sind der
Schaltwelle 1 drei Anlageflächen 3 zugeordnet, die beim Herstellen der Fortschaltstifte
od.. dgl. gleichzeitig mit hergestellt werden können. Eine gegenüber einem Lagerzapfen
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schwenkbare, U-förmig gebogene Blattfeder 5 wirkt mit ihren beiden Schenkeln
6 und 7 mit den drei Anlageflächen 3 zusammen. Es liegt jeweils der eine der beiden
Schenkel an einer Anlagefläche an. Der andere Schenkel liegt dann zum ersteren parallel
und wirkt auf eine Spitze des Querschnittsdreiecks ein. Die Spitzen des Querschnittsdreiecks
werden leicht gebrochen, wie in der Zeichnung angedeutet, soweit nicht der Durchmesser
der Schaltwelle so bemessen ist, daß Umfangsteilflächen der Schaltwelle diesen gebrochenen
Spitzen entsprechen.
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Die Schaltwelle 1 wird durch Arme 8 und 9 eines nicht dargestellten
Drehschwingers schrittweise verdreht, wenn der Drehschwinger Schwingbewegungen ausführt.
Dieser Drehschwinger ist so angeordnet, daß seine Drehachse und die Drehachse der
Schaltwelle 1 nicht nur in der gleichen Ebene liegen, sondern beide Drehachsen auch
noch aufeinander senkrecht stehen. Wird also im Falle der F i g. 1 der Drehschwinger
so verschwenkt, daß der Arm 9 gegen den ihm nächstliegenden Fortschaltstift 2 trifft,
dann wird die Schaltwelle 1 um einen Schaltschritt verdreht, und es sind sechs Schaltschritte
auszuführen, wenn sich die Schaltwelle einmal um ihre Achse drehen soll.
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Im Diagramm nach F i g. 2 ist eine Schwingungsweite des Drehschwingers
von qao = 270° angenommen. Wird der Winkel, den die beiden am Drehschwinger
übereinander angeordneten Arme 8 und 9 zwischen sich einschließen, mit « bezeichnet,
dann beginnt ein durch die Arme des Drehschwingers auf die Fortschaltstifte der
Schaltwelle ausgeübter Stoß nach etwa 7° hinter dem halben Winkel a und endet nach
einem weiteren Drehwinkel, der etwas kleiner ist als der Winkel x und der in F i
g. 2 mit cps bezeichnet ist. Nur für die sich über den Bereich von cps erstreckende
Bewegung des Drehschwingers, die außerdem im Bereich der maximalen Geschwindigkeit
des Schwingers liegt, wird das Schwingsystem belastet, da die Blattfeder 5 in diesem
Bereich angehoben werden muß. Die Stoßkraft F, die in F i g. 2 ebenfalls eingezeichnet
ist, nimmt aber sehr schnell wieder ab, weil die Blattfeder 5 einen Teil ihrer Spannkraft
wieder abgibt und die Schaltwelle in die neue Lage zwingt. Die Stoßdauer t, wird
damit sehr kurz und gewährleistet somit eine nur kurzzeitige Rückwirkung des Gesperres
auf das Schwingsystem des Drehschwingers.