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Triggerbarer Signalgenerator mit einem Multivibrato. am Eingang Die
Erfindung betrifft einen Signalgenerator mit einem Multivibrato. am Eingang zur
Steuerung der Frequenz der vom Signalgenerator abgegebenen Signale, welcher Multivibrato.
normalerweise frei schwingt, jedoch bei Anliegen von Eingangssignalen von diesen
getriggert wird. Solche Signalgeneratoren finden vorzugsweise Anwendung als Kippgeneratoren
in Oszillographen, können aber überall da verwendet werden, wo man beispielsweise
Ausgangsimpulse entweder einer vorgegebenen Frequenz oder einer davon abweichenden
Frequenz haben will, in welchem Falle diese andere Frequenz in die Schaltung eilgespeist
wird, Bekannte Schaltungen dieser Gattung - z. B, Kippgeneratoren von Oszillographen
@ können in eine dem Freischwingen des Multivibrators entsprechende Stellung gebracht
werden. Kommen nun Eingangssignale an, die ihrerseits die Ausgangssignale triggern
sollen, so kann die bekannte .Schaltung nur dann in der dem Freischwingen. entsprechenden
Stellung von den Eingangssignalen getriggert werden, wenn die Frequenz der Eingangssignale
über der Frequenz des Preischwingens liegt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche Schaltung zu schaffen, die
im frei schwingenden Betriebszustand auch dann auf den getriggerten Betrieb umschaltet,
wenn die Eingangssignale eine unter der Freischwingfrequenz ,liegende Frequenz haben.
Zur Lösung dieser Aufgabe bildet die Erfindung den eingangs beschriebenen Signalgenerator
weiter durch einen elektronischen Schalter zwischen dem Eingang des Multivibrators
und einer Gleichspannungsquelle, welcher Schalter durch die Eingangssignale in dem
Sinne gesteuert ist, daß bei Anliegen eines Eingangssignals die Vorspannungsgröße
des Multivibrators abgesenkt wird, wodurch das Freischwingen aufhört und getriggerter
Betrieb einsetzt. Mit anderen Worten heißt dies also, daß bei der Schaltung nach
der Erfindung _ein Eingangsimpuls sofort das Freischwingen abschaltet und den Multivibrato.
in den Zustand versetzt, daß er von diesem Eingangsimpuls getriggert werden kann,
Damit ist offensichtlich die Umschaltung vom frei schwingenden auf den getriggerten
Betrieb unabhängig von der Frequenz des Freischwingens, wodurch also auch Eingangssignale
getriggerte Ausgangssignale erzeugen können, deren Frequenz unter der des Freischwingens
liegt.
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In einer Ausbildung der Erfindung wird der elektronische Schalter
von einem Transistor gebildet; ein Transistor ist ein sehr schneller Schalter und
eignet sich deshalb gut für diesen Zweck. Der Transistor wird von einer von den
Eingangsimpulsen gesteuerten Schaltung bei Anlegen eines Eingangssignals gesperrt,
wodurch der dem mit Tunneldiode ausgebildeten Multivibrato. zugeführte, zum Teil
durch den Transistor fließende Vorspannungsstrom unter den das Freischwingen gestattenden
Wert abgesenkt wird. Ist dieser Vorspannungsstrom einmal unter den das Freischwingen
gestattenden Wert abgesunken, dann reicht ein vom Eingangssignal abgeleitetes Signal
aus, die Tunneldiode wieder auf ihren oberen stabilen Wert zu heben, was der Abgabe
eines nun-. mehr mit dem Eingangssignal synchronen Ausgangssignals entspricht.
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Zweckmäßig weist die Steuerschaltung eine Verzögerungsschaltung auf,
deren Zeitkonstante bestimmt, wie lange das den Transistor sperrende Signal nach
dem durch ein Eingangssignal getriggerten Sperrbeginn anhält, Damit kann man bestimmen,
bis zu welchen Frequenzen herab ein getriggerter Betrieb möglich ist.
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Im folgenden wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel unter
Hinweis auf die Zeichnung beschrieben, deren einzige Figur das Ausführungsbeispiel
im Schaltbild zeigt.
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Den Eingang der Schaltung bildet ein Multivibratoi 12, und die Ausgangsstufe
ist ein Horizontal-Kippgenerator 14 eines Kathodenstrahloszillographen. Das
Eingangssignal für den Multivibrato. 1Z wird von einer Eingangsklemme 16 an die
Basis
eines pnp-Transistors 1$ angelegt. Der Transistor 18 ist als
Verstärker m--Emitterschaltüng geschaltet. Sein Emitter ist bei 20 über den Emitterwiderstand
22 mit einer positiven Gleichspannungsquelle verbunden. Das Eingangssignal kann
das Vertikalsignal sein, das an die Verti_käl-Ablenkplatten des Oszillographen gelegt
-wirst,: oder es kann auch ein von außen zugeführtes .Txiggersignal sein, das in
zeitlicher Abhängigkeit zu diesem Vertikalsignal steht.
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Der Kollektor 'des Transistors 18 ist mit der Anode einer Tunneldiode
24 über einen Belastungswiderstand 26 verbunden, zu dem ein Kondensator 27 parallel
liegt. Ein die Vorspannungen einstellendes Netzwerk ist mit der Basis des Transistors-18
verbunden und besteht aus einer Ankopplungsdiode 28, deren Anode mit ;der Spannungsquelle
20 und deren Kathode mit einem Vorwiderstand 30 verbunden ist, der mit dem Widerstand
32, dessen eines Ende geerdet ist, einen Spannungsteiler zur Einstellung der Vorspänxiüng
bildet.
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Negative Eingangssignale werden durch den Transistor 18 verstärkt
und in der Phase gedreht, bevor sie als- positive gighäle an die Anode der Tunneldiode
24, die als bistabiler Multivibrator, der sich in seiner Ruhelage auf dem stabilen
Arbeitspunkt bei niedriger Spannung- befiiidet,-geschaltet ist; angelegt werden.
Daher :erzeiigen die Eingangssignale ein positives rechteckiges .Triggersignal an
der Anode dieser Tunneldiode dadurch; daß .sie die Tunneldiode auf den stabilen
Arbeitspunkt bei hoher Spannung und wieder zurück. auf den bei niedriger Spannung
infolge der positiv und negativ gerichteten.Ap.-teile in diesen Eingangssignalen
schalten.
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Das derart erzeuge Triggersignal wird über eine Ankopplungsinduktiy@tät
34 an --den Eingang der Triggerschaltung !Q-weitergeführt, Das Triggersignal
wird auch über die Ankopplungskapazität 36 weitergeleitet, und zwar auf einen Schaltungspunkt,
der zwischen den beiden in Reihe geschalteten und einen Autotransformator --"bildenden
Spulen 38 und 40 liegt,-und wird von :=hier aus als positiver Triggerinipuls -an
den Kippgenerator 14 weitergeleitet. Ein Ende der Spule 38: ist derart geerdet,
daß diese Spüle. die. Primärwicklung des Transformators bildet: Das- Signal wird
auf= diese Primärwicklung über den Kdppelkondensätor3'6 =geführt und differenziert,
so daß@sich positive urid'negative Impulsspitzen bilden, die dem Abfall ündz dein
Anstieg auf den Flanken dieses - Triggersignals" -entsprechen.- Diese positiven
und: negativen- Impiülsspitzen werden- -durch- die Spule 40 in der Sp-ännüng. herauftransformiert.
Die Ankopplungsdiode 42 gibt: den positiven Spitzenireuls als positiven-Triggerimpuls
an den Kippgenerator 14 weiter: Das-ausgangsseitige Ende der Anllöpplungsinduktivität
34 ist über den Widerstand 44 geerdet, außerdem'nöch mit einem differenzierenden
Netzwerk verbunden; Blas aus der Koppelkapazität 45 und dem Wideigtänd 47 besteht,
wodurch das Triggersignal durch die Ankopplungsinduktivität 34
integriert
wird. Das Triggersignal wird als durch dieses differenzierende Netzwerk, in dem
es in positive und negätivd'liripülsspitzen zerlegt wird, als gedehntes und auseinandergezogenes
Triggersignal an die `im automatischen ."Betrieb laufende triggerbare Schaltung
10 weitergeführt und an diese angekoppelt über eine - Ankoppeldiode 46, die derart
geschaltet ist, daß sie' ',nur die positiven Signale hin-, dürchläßt. - .. -.._._-
' "Die rin automatischen Betrieb laufende triggerbare Schaltung 10 enthält ebenfalls
eine als bistabiler Multivibrator geschaltete Tunneldiode 48, deren Anode mit der
Kathode der Ankoppeldiode 46 verbunden und deren Kathode geerdet ist. Die Anode
der Tunneldiode 48 ist weiterhin über die beiden in Reihe geschalteten Widerstände
52 und 54 mit einer positiven Gleichspannungsquelle 50 verbunden. Diese beiden Widerstände
stellen die Vorspannung für die Tunneldiode so ein, daß sie normalerweise auf dem
stabilen Arbeitspunkt bei niedriger Spannung liegt. Die Anode der Tunneldiode 48
ist weiter mit der Basis eines npn-Schalttransistors 56 über den Kop-. pelwiderstand
58 verbunden: Auch der Emitter des Transistors 56 ist geerdet, während die Basis
dieses Transistors ebenfalls mit einer negativen Gleichspannungsquelle 60 verbunden
ist, und zwar. derart über den Vorwiderstand 62; daß - der- Transistor 56 als Verstärker
in Emitterschaltung geschaltet und normalerweise gesperrt ist. Der Kollektor des
Tran= sistors 56 ist über einen gemeinsamen Belastungswiderstand 66 und einen Betriebsumschalter
68, wenn dieser sich in der gezeigten Stellung »AUTO« befindet, mit einer positiven
Gleichspannungsquelle 64 verbunden. Der Belastungswiderstand 66 ist sowohl mit dem
Emitter eines -pnp-Transistors 70 als auch mit dem Kollektor des Transistors 56
verbunden, so däß diese beiden Elektroden der genannten Transistoren zusammengeschaltet
sind. Die Basis des Transistors 70 ist- mit -einer - positiven Gleichspannungsquelle
72 verbunden, während der Kollektor dieses Transistors als Ausgang von der in automatischem
Betrieb arbeitenden Triggerschaltung 10
zu dem Kippgenerator 14 geschaltet
ist, und zwar derart, daß der Transistor 70 als Verstärker in Basisschaltung geschaltet
ist.
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Der Transistor 70 ist normalerweise geöffnet, weil" er den Strom von
der Quelle 64, über seine Emitter-Basis-Strecke an - den Kippgenerator 14 liefert.
Die gemeinsame Verbindung zwischen dem Belastungswiderstand 66 und dem Kollektor
des Transistors 56
ist über einen Koppelwiderstand 76 mit der einen Platte
eines Zeitverzögerungskondensators 74 verbunden. Diese Seite des Kondensators Uist
ebenfalls mit der Kathode einer Antastdiode 78 verbunden, deren Anode zwischen die
beiden Widerstände 52 und 54 geschaltet ist. Die Aufladung des Zeitverzögerungskondensators-
74 beträgt normalerweise etwa, plus 12,5 Volt, wodurch eine 0,5 Volt beträgende
Durchlaßvörspannung für die Emitterstrecke -des, Transistors 70 gegeben ist, und
diese ist genügend hoch,, um die Vorspannung der-Antastdiode 78 derart umzukehren,
daß diese -normalerweise gesperrt ist.
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.Der Kippgenerator 14 enthält eine derart geschaltete Tunneldiode
80; daß er als bistabiler Multivibrator arbeitet. Die Kathode der Tunneldiode 80
ist geerdet, während ihre Anode einerseits über den Koppelwiderstand 82 mit der
Kathode der Koppeldiode 42 und andererseits mit dem Kollektor eines pnp-Verstärkertransistors
84 verbunden ist, dessen Emitter seinerseits mit dem- Kollektor des Transistors
70 verbunden ist. Ein pnp-Transistor 86 ist mit seinem Emitter mit dem Emitter des.
Transistors 84 verbunden, mit seiner Basis mit der Spannungsquelle 72 und mit seinem
Kollektor, mit Erde, und zwar derart, daß dieser Transistor 86 ein Ansteigen der
Spannung- an- dem Emitter des 'Transistors 84
mit dem positiven
Sperrsignal verhindert, das an dessen Basis in einer Weise, die noch beschrieben
wird, angelegt wird. Der Emitter des Verstärkertransistors 84 ist über einen gemeinsamen
Belastungswiderstand 90, der den Strom durch die Tunneldiode 80, der auch über den
Kollektor dieses Transistors fließt, einstellt, mit der Gleichspannungsquelle 88
verbunden. Ferner ist dieser Transistor 84 über in Reihe und zueinander parallelgeschaltete
Widerstände mit einer Ouelle kleinerer Gleichspannung bei 92 verbunden, wobei in
dem Widerstandsnetzwerk ein veränderbarer Potentiometerwiderstand 94 liegt, der
die Ansprechschwelle der Tunneldiode 80 dadurch steuert, daß er den Strom, der durch
diese Diode fließt, verändert.
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In der sogenannten normalenStellung (»NORM.«) des Betriebsartenschalters
68 sind die Vorspannungen der Transistoren 84 und 86 derart eingestellt,
daß in der sogenannten Ruhelage des Kippgenerators 14 der Strom, der durch die Tunneldiode
80 fließt, kleiner ist als ihr Spitzenstrom und damit nicht genügend groß, um diese
Tunneldiode in ihren stabilen Arbeitspunkt bei der höheren Spannung zu schalten.
Jedoch sind die Vorspannungseinstellungen ausreichend, daß jeder Triggerimpuls,
der über die Ankopplungsdiode 42 herangeführt wird, die Tunneldiode in den Arbeitspunkt
bei der höheren Spannung schalten kann, um ein positives Antastsignal zu erzeugen,
das an die Basis eines npn-Transistors 96 weitergeleitet wird und als negatives
Antastsignal am Kollektor dieses Transistors erscheint. Das derart erzeugte negative
Signal wird über eine Ausgangsklemme 97 an das Steuergitter einer Kathodenstrahlröhre
gegeben, um nach seiner Phasendrehung als Austastsignal zu dienen. Dieses Austastsignal
wird ebenfalls über eine Ankopplungsdiode 98 und über die Kollektor-Emitter-Strecke
eines pnp-Rückkopplungstransistors 100 mit den Anoden zweier gegeneinandergeschalteter
Dioden 102 und. 104 verbunden, die ihrerseits mit einem Zeitkondensator
106 zusammengeschaltet sind. Dies beseitigt die normale Durchlaßvorspannung an diesen
gegeneinandergeschalteten Dioden, und es kann der zwischen den beiden Kathoden der
gegeneinandergeschalteten Dioden liegende Zeitkondensator 106 durch den Strom aufgeladen
werden, der durch den Zeitwiderstand 108 aus einer negativen Gleichspannungsquelle
110, die an das eine Ende dieses Zeitwiderstandes angeschlossen ist, fließt.
Die gemeinsame Verbindungsstelle des Zeitkondensators mit dem Zeitwiderstand ist
mit dem Gitter einer Triode 112 verbunden, die als Verstärker in Anodenbasis-Schaltung
geschaltet ist. Die Kathode dieser Röhre ist mit der Basis eines npn-Transistors
114 verbunden, dessen Emitter geerdet und dessen Kollektor mit einer positiven Gleichspannungsquelle
115 verbunden ist. Gleichzeitig ist der Kollektor des Transistors 114 mit dem Zeitkondensator
106 derart verbunden, daß dieser Transistor als Miller-Integrator mit hoher Verstärkung
arbeitet. Die Arbeitsweise der aus den Elementen 100 bis 115 bestehenden Schaltung
ist ähnlich der der bekannten »Miller-run-up«-Schaltung, die ein positives säge-,
zahnähnliches Spannungssignal erzeugt, und zwar mit im wesentlichen konstantem Strom
am Kollektor des Transistors 114 und damit an einer Ausgangsklemme,
116, während die Spannung am Gitter der Elektronenröhre 112 im wesentlichen
durch die negative Wechselstrom-Rückkopplung über den Kondensator 106 konstant gehalten
wird. Ein Unterschied besteht darin, daß zusätzlich ein Rückkopplungstransistor
100 benutzt wird, der das Anschwingen des rampenförmigen Kippsignals von
jeder Änderung der Gittersperrspannung der in Anodenbasis= Schaltung geschalteten
Röhre 112 auf Grund der negativen Gleichstrom-Rückkopplung von dem Kollektor des
Miller-Transistors her unabhängig macht. Auch ist die Röhre 112 als Stromtreiberstufe
für den Miller-Verstärker-Transistor 1 verwendet. Dieses ist notwendig, weil das
rampenförmige Kippsignal zwischen plus 2 und plus 10 Volt liegt, so daß eine Änderung
von nur einem Volt der Gittersperrspannung in dem Ausgangssignal dieser transistorisierten
Kippgenerator-Schaltung einen Fehler von 15% hervorruft. Das Horizontal-Kippsignal
ist über eine Speicherschaltung rückgekoppelt, die einen npn-Transistor in Kollektorschaltung
enthält. Das positive Kippsignal wird vom Emitter des in Kollektorschaltung betriebenen
Transistors 118 über die Ankopplungsdiode 120 auf einen Speicherkondensator 122
geführt, der zwischen der Kathode dieser Ankopplungsdiode und Erde liegt. Weil dieser
in Kollektorschaltung betriebene Transistor eine kapazitive Belastung besitzt, folgt
er einer positiven Richtung besser als einer negativen und ändert daher das sägezahnähnliche
Kippsignal in ein gedehntes oder auseinandergezogenes Sägezahnsignal, dessen maximale
oder minimale Spannungen diesem Kippsignal genau entsprechen, aber mit einem breiteren
negativ gerichteten Anteil im Wellenzug. Dieses positive Speichersignal wird an
die Basis eines Transistors 84 angelegt, wodurch der durch die Tunneldiode fließende
Strom vermindert und diese Tunneldiode 80 auf ihren stabilen Arbeitspunkt bei niedriger
Spannung zurückgeschaltet wird. Das durch die Rückkehr des Tunneldioden-Multivibrators
auf den stabilen Arbeitspunkt bei niedriger Spannung erzeugte, negativ gerichtete
Signal wird durch den Transistor 96 in der Phase gedreht, so daß es als positives
Signal an der Anode der gegengeschalteten Diode erscheint und diese Diode durch
Umpolung des Rückwärts-Vorspannung an dieser öffnet und eine Entladung des Zeitkondensators
106 auf seine Ruhespannung ermöglicht. Der gedehnte negativ gerichtete Anteil des
Speichersignals verhindert. eine Triggerung der Tunneldiode 80 durch die Trig= gerimpulse,
nachdem diese Tunneldiode auf ihren. stabilen, Arbeitspunkt bei niedriger Spannung
zurückgekehrt ist, bis die Ladungen auf den Kondensatoren des Kippgenerators einschließlich
der auf dem Zeitkondensator ihre Ruhespannungswerte erreicht haben. Daher ist, wenn
der Betriebsumschalter 68 sich in der »NORM.«-Stellung befindet, die Spannungsquelle
64 abgeschaltet, und die Kippgenerator-Schaltung 14 arbeitet als normale Kippgenera-.
tor-Schaltung, die durch Triggerimpulse getriggert werden muß, die über die Ankopplungsdiode.42
an, den Kipp-Auswerte-Multivibrator 80 herangeführt werden, bevor die Miller-run-up-Schaltung
mit, Transistor 114 an der Ausgangsklemme 116 ein-Horizontal-Kippsignal erzeugt.
In dieser Stellung des Betriebsumschalters 68 fließt kein Strom vom Emitter zum
Kollektor des Transistors 70, so daß der-Gesamtstrom, der durch den Kollektor des
Transistors 84 fließt, unterhalb des Spitzenstromes der. Tunneldiode 80 liegt
und nicht ausreicht, diese Tunneldiode
auf- ihren stabilen Arbeitspunkt
bei hoher Spannung zu schalten. Weil ein . 'rriggerimpuls er förderlich ist, uni
die Turneldlode 80 von ihrem stabilen Arbeitspunkt lief niedriger Spannung
auf cledb bei höher Spannung zu schalten; ist die Kippgenerätoir-Schaltung
14 jetzt triggerbar.
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Es sei bemerkt, daß üür Zeitkondensator 106, der Zeitwiderstand 10$
und der Speicherkondensator 122 vergrößert oder Verkleinert werden können, um unterschiedliche
Xippgesehwindigkeiten zu erhalten, und daß die Schalter hierzu gemeinsam betätigbar
ein s , können.
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Wenn der tetriebsattenschalter 68 sieh in der szVrei-Schwingenzz-Stellung
befindet, ist die Spannungsquelle 64 üben den Belastungswiderstand 124 finit dem
Eiritter des Transistors 84 verbunden. Dabei liegt der Widerstand 124 jetzt
parallel zu dem Belasturigswiderständ 90 und vermindert dadurch den wirksamen Belastungswiderstand
dieses Transistors. Wenn dieses geschieht, steigt der Strom, der durch den Transistor
84 fließt; derart an, daß er größer -als der Spitzenström der Tunneldiode $0 ist,
und ermöglicht daher ein Schalten dieser Tunneldiode in den stabilen Arbeitspunkt
bei. der hohen Spannung, und zwar ohne Empfang eines über die Ankopplungsdiöde 42
kommenden Triggerimpulses.
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Dadurch liefert die den Transistor 114 enthaltende 1Vliller-Integrätor-Schaltung
ein Horizontal-Kipp-Ausgangssignal an die Ausgangsklemme 116. Das positive Speichersigräl,
das durch dieses Kippsignal an der Basis des Transistors 84 erzeugt wird, erscheint
als -negatives Signal an der Anode der Tunneldiode 80 und schaltet diese Tunneldiode
zurück auf den stabilen Arbeitspunkt bei der niedrigen Spannung, d. h. auf den ursprünglichen.
Sodann wird die Tunneldiode 80 wieder auf den stabilen Arbeitspunkt bei der holten
Spannung durch den Strom geschaltet, der aus den Quellen 64, 88 und 92 durch den
Emitter und den Köllektor des Transistors 84 fließt, wenn die Anstiegsflanke des
Speichersignals die Anöde dieser Tunü6ldiode genügend positiv gemacht hat.
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Die: dritte Betriebsmöglichkeit; die der Stellung ,>AÜTO« des Betriebsartenschalters
68; wie in F i g. 1. gezeigt, entspricht, kombiniert die Vorteile beider -vorstehend
beschriebenen Betriebsarten dadurch, däß der Kippgenerätör 14 sowohl als frei schwingender
als auch als getriggerter Kippgenerator in der automatischen Betriebsweise arbeitet,
und zwar durch die Wirkung der triggerbaren Schaltung 10.
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Bevor irgendwelche getrggertea Signale empfangen werden, ist der Transistor
70 normalerweise geöffnet, wenn Sich der Schalter 6$ in der Stellung »AUTO«
befindet, so daß der gesamte Betrag des Stromes, der in der 1,r-ollektörschaltung
des Transistors 84 fließt, ausreichend ist, um die Tunneldiode in den Arbeitspunkt
bei der hohen Spannung zu schalten. Daher befindet sich die Kippgenerator-Schaltung
14 in der frei. schwingenden Arbeitsweise und erzeugt Horizontal- Kippsignale an
der Ausgangsklemme 116; ohne daß Impulse Tiber die Ankopplungsdiode 42 geliefert
werden. Wenn ein negatives Eingangssignal an der Eingangsklemme 16 empfangen wird,
schältet die Tunneldiode 24 von ihrem Arbeitspunkt bei niedriger Spannung auf den
bei höher Spannung und erzeugt ein positives Signal, welches über die Koppeldiode
46 an die Anode der Tunneldiode 48 weitergeleitet wird. Dieses Signal schaltet-
die Tunneldiode 48 auf ihren stabilen Axbeitspunkt bei hoher Spannung und
ruft ein positiv gerichtetes Signal, das an die Basis des Transistors 56 gelegt
wird, hervor und schaltet diesen Transistor von seinem normalerweise gesperrten
Zustand. -in den geöffneten Zustand zurück.
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Dieses positiv gerichtete Signal wird durch den Transistor 56 verstärkt
und in der Phase gedreht,: so daß es als negatives Signal an den P-mitter des Transistors
70 gelegt wird und diesen Transistor in den gesperrten Zustand zurückschaltet. Das
Ergebnis, das durch die Überführung des Transistors 70 in den gesperrten Zustand
erhalten wird, ist eine Erniedrigung des Stromes, der durch den Kollektor des Transistors
84 fließt, und zwar -unter den Spitzenstrom der Tunneldiode 80, so daß die. Kippgenerator-Schältung
14 in die triggerbare Betriebsweise geschaltet wird und nicht mehr frei schwingt.
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Damit benötigt jetzt die Kippgenerator-Schaltung einen Triggerimpuls
zur Erzeugung des Horizontal Kippsignals: Dieser 'rriggerimpuls. wird von der differenzierenden
Schaltungsanordnung, die die Spulen 38 und 40 des Auto-Transformators enthält und
welche das getriggerte Signal zur Erzeugung von positiven und negativen Spitzensignalen
an der Spule 40 differenziert; geliefert. -Die positiven Spitzen werden durch die
Ankopplungsdiode 42 als getriggerte Impulse an die Anode der Tunneldiode 80 weitergeleitet
und schalten diese Tunneldiode in ihren sta= bilen Arbeitspunkt bei der -hohen Spannung,
so daß der Miller-Integrator mit dem Transistor 114 ein Xippsignäi an der Ausgangsklemme
116 erzeugt.
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Dieser getriggerte Betrieb dauert so lange an, wie Eingangssignale
an die Eingangsklemme 16 mit so hoher Folgefrequenz angelegt werden, daß die Zeit
zwischen zwei Eingangssignalen kleiner ist als die Erholungszeit der Schaltung
10. Der Zeitverzöge-. rungskondensator 74 ist normalerweise: auf etwa plus
1:2,5 Volt geladen,- wodurch -er eine Durchlaßspäxinung von-.0,5 Volt am Emitteranschlug
des Auswertetransistors 70 schafft und die Vorspannung an der Auswertediode
78 umsteuert. Jedoch entlädt sich diese Kapazität über die Emitter-Kollektor-Strecke
dieses Transistors; wenn der Transistor 56 geöffnet wird, gegen Erde; bis die Koppeldiode
'78 eine Durchlaßvorspannung erhält und den Strom- von der Quelle 50 her weiterleitet.
Dies ruft einen negativen Stromimpuls hervor, der an die Anode der Tutmeldiode 48
angelegt wird, wodurch- diese Tunneldiode in ihren Arbeitspunkt bei der niedrigen
Spannung zurückgeschaltet wird. An der Anode der Tunneldiode 4$ entwickelt sich
eine negativ gerichtete. Spannung; die durch diesen Schaltvorgang hervorgerufen
und an die Basis des Transistors 56 weitergeleitet wird und den Transistor 56 wieder
in den gesperrten Zustand bringt.
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Das Ergebnis dieses Vorganges ist, däß der Zeit-Verzögerungskondensator
74 die Entladung über den Transistor 56 abstoppt und sich wieder zu laden beginnt
in Sichtung auf plus 75 Volt der Quelle 64 über den Belastungswiderstand 66, bis
er wieder auf etwa plus 12,5 Volt zurückkehrt, so daß die Emitterstrecke
des Transistors 70 in Durchlaßrichtung vorgespannt ist; wodurch ein Strom durch
diesen Transistor zum Emitter des Transistors 84 von der Quelle 64 her fließen-
kann. Dadurch ist der Cesamtstrom, der durch den Kollektor des Transistors 84 fließt;
wieder
groß genug, die Tunneldiode 80 zu schalten und eine frei schwingende Betriebsweise
der Kippgenerator-Schaltung 14 zu ermöglichen.
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Wenn jedoch ein weiteres Triggersignal an der Anode der Tunneldiode
48 empfangen wird, bevor der Zeitverzögerungskondensator 74 sich wieder auf diejenige
Spannung aufgeladen hat, die zur COffnung des Transistors 70 erforderlich ist, schaltet
die Tunneldiode auf ihren stabilen Arbeitspunkt bei hoher Spannung und erzeugt ein
positiv gerichtetes Signal, welches den Transistor 56 wieder öffnet, so daß der
Zeitverzögerungskondensator sich wieder über den Transistor 56 gegen Erde zu entladen
beginnt und keine so hohe positive Spannung erreichen kann, daß der Transistor 70
wieder geöffnet wird.
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Daher bestimmt die über die Widerstände 76 und 66 erfolgende jeweilige
Ladungsmenge für den Kondensator 74 die Erholungszeit der triggerbaren Schaltungsanordnung
10 und die untere Frequenzgrenze in dieser Arbeitsweise bei automatischem Betrieb.
Es ist bereits in vorstehendem auseinandergesetzt worden, daß diese Erholungszeit
auf einen passenden Wert festgelegt werden kann, der gewöhnlich einen Kompromiß
darstellt zwischen den Größen, die die untere Frequenzgrenze bestimmen, und denen,
die eine ausreichende schnelle Erholung erlauben, um eine brauchbare horizontale
Bezugszeile zu erhalten.
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Wenn die Gesamtaufladezeit des Kondensators 74 0,1 Sekunde beträgt,
heißt dies, daß die triggemden Signale dichter als 0,1 Sekunde zusammenliegen müssen
oder eine Frequenz größer als 10 Hz besitzen müssen, wenn die Kippgenerator-Schaltung
14 in der triggerbaren Betriebsart gehalten werden soll und ihr nicht gestattet
werden soll, in den frei schwingenden Betriebszustand zurückzukehren. Daher hat,
wenn die triggemden Signale weiter als 0,1 Sekunde auseinanderliegen oder eine kleinere
Frequenz als 10 Hz besitzen, die triggerbare Schaltungsanordnung 10 eine
Möglichkeit, sich derart zu erholen, daß sie wieder einen frei schwingenden Betriebszustand
der Kippgenerator-Schaltung 14 bewirkt und verhindert, daß diese Kippschaltungsanordnung
durch einen Triggerimpuls eines nachfolgenden Eingangssignals getriggert wird.