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Als Kleinstsender ausgebildeter Notrufmelder Die Erfindung betrifft
einen als Kleinstsender ausgebildeten Notrufmelder, der an dem zu schützenden Körper
anbringbar und über einen schwerkraftabhängigen Schalter und einen parallel zu diesem
liegenden, auf Zug oder Druck ansprechender Umschalter auslösbar ist.
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Bei einem bekannten Notrufmelder dieser Art besteht der schwerkraftabhängige
Schalter aus zwei mit Quecksilber, Schrot oder einem anderen Kontaktmittel gefüllten
Rohren, die parallel zueinander in vertikaler Anordnung in der Kleidung der zu schützenden
Person, z. B. unter den Oberarmen, angebracht sind, so daß nur bei gleichzeitigem
Anheben beider Arme ein Alarm ausgelöst wird. Dieser bekannte Notrufmelder ist daher
in der Anwendungsmöglichkeit beschränkt.
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Beim anderen bekannten Notrufmelder ist der in einer Tasche der Kleidung
zu tragende Kleinstsender mit einer Hohlantenne ausgerüstet, an deren Ende ein Quecksilbergefäß
angeschlossen ist, dessen Inhalt bei bestimmten Körperstellungen des Trägers durch
die Hohlantenne Kontakten des Kleinstsenders zugeführt wird. Dieses Quecksilbergefäß
ist auch als Ring ausgebildet, der aber keine Kontakte enthält und lediglich beim
Heben eines Armes den Alarm auslöst, da nur dann das Quecksilber zu den Kontakten
des Kleinstsenders gelangen und ihn in Betrieb setzen kann. Man hat auch zusätzlich
einen unter der Achselhöhle zu tragenden Quecksilberbeutel vorgesehen, der ebenfalls
an die Hohlantenne angeschlossen ist und durch Druck des Armes das Quecksilber mittels
der Hohlantenne den Senderkontakten zuführt.
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Die bisher bekannten Ausgestaltungen der Notrufmelder ermöglichen
jedoch ein Auslösen des Alarms nur bei bestimmten Bewegungen oder Körperhaltungen
der Person. Die Praxis hat gezeigt, insbesondere bei der Auswertung der überfälle
auf Geldinstitute, daß die Notrufmelder bei bestimmten Verhaltungsweisen der zu
schützenden Person, wie z. B. Hinlegen auf den Boden, nicht ausgelöst werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei allen praktisch überhaupt
möglichen Fällen ein Auslösen des Alarms mit Sicherheit auch dann zu ermöglichen,
wenn die zu schützende Person an jeglichen Bewegungen gehindert ist. Außerdem soll
der Notruf- , melder zum Schutze eines beliebigen Gegenstandes auslösbar sein, sobald
dieser irgendwelchen fremden Einwirkungen ausgesetzt wird.
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Gemäß der Erfindung ist bei einem als Kleinstsender ausgebildeten
Notrufmelder der eingangs erwähnten Art der schwerkraftabhängige Schalter als Quecksilber-Ringrohrschalter
ausgebildet, in dessen einer Hälfte ein mittlerer, unmittelbar mit einer Stromquelle
verbundener Kontakt und zwei äußere parallelgeschaltete Kontakte angeordnet sind,
die mit dem Kleinstsender verbunden sind. Ein solcher Ringrohr-Quecksilberschalter
schließt sowohl bei einer Bewegung der Arme nach beiden Seiten als auch über den
Kopf der den Notrufmelder tragenden Person einen den Alarm auslösenden Kontakt.
Die Kombination dieses Quecksilber-Ringrohrschalters mit dem auf Zug oder Druck
ansprechenden Umschalter ermöglicht auch die Absicherung von Gegenständen beliebiger
Art, indem diese beispielsweise auf das bei Entlastung einen Kontakt schließende
Notrufmeldergehäuse gestellt werden, wodurch bei Entfernung dieses Gegenstandes
ein Kontaktschluß und damit ein Auslösen des Alarms bewirkt wird. Die erfindungsgemäße
Ausbildung des Notrufmelders bietet daher eine äußerst vielseitige, zuverlässige
Betätigungsmöglichkeit und einen vollkommenen Schutz von Personen sowie Gegenständen
für alle praktisch überhaupt denkbaren Fälle.
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Zweckmäßig werden die Kontakte des Umschalters über einen in den Endstellungen
verriegelbaren Wechselschalter in den Stromkreis des Kleinstsenders gelegt, wodurch
die Wirkung des Umschalters selektiv auf Zug- oder Druckeinwirkung einstellbar ist.
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Die Erfindung soll an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert werden. Es zeigt F i g. 1 a den Schnitt eines in einem zigarettenschachtelförmigen
Gehäuse angeordneten Notrufmelders mit Batterie und Kleinstsender, F i g. 1 b die
Seitenansicht, F i g. 2 den teilweisen Schnitt der F i g. 1, F i g. 3 die Zusammenschaltung
der Batterie, der beiden Schalter und des Kleinstsenders.
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Gemäß den F i g. 1 und 2 ist eine weiter unten näher beschriebene
Schalterkombination zusammen
mit einer beispielsweise aus Knopfzellen
gebildeten Batterie 6 und einem Kleinstsender 5 in einem Gehäuse 1 angeordnet, das
Form und Größe einer Zigarettenschachtel hat. Das Gehäuse l ist in der Nähe eines
Endes von einem Zapfen 4 durchsetzt, dessen Enden über das Gehäuse 1 ragen und einen
Gehäusedeckel 3 tragen. Dieser ist auf dem Zapfen 4 gegen das Gehäuse 1 schwenkbar
gelagert und greift mit seinen Kanten über den Rand des Gehäuses 1, gegen das er
durch eine Druckfeder 8 abgestützt ist. In dem Gehäuse 1 ist unter dem Zapfen 4
der Kleinstsender 5 angeordnet, der bei Anschluß an die unter ihm untergebrachte
Batterie 6 eine Festfrequenz aussendet. Diese wird in einem in der Nähe angeördneten,
nicht gezeichneten Empfänger selektiv empfangen und über einen Integrierkreis zur
Alarmauslösung weitergeleitet. Der Integrierkreis besteht beispielsweise aus einem
über einen Gleichrichter aufzuladenden Kondensator, der mit einem Schnellentladekreis
in der Weise verbunden ist, daß eine Unterbrechung der gesendeten Festfrequenz zur
sofortigen Schnellentladung des Kondensators führt, so daß nur Festfrequenz-Signale
von einer bestimmten Mindestdauer, z. B. vier Sekunden, die Alarmgabe auslösen können.
Es hat sich gezeigt, daß mit einer derartigen Schaltungsanordnung ungewollte Betätigungen
der Alarmanlage in ausreichendem Maße vermieden werden können.
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In dem Stromkreis zwischen Batterie 6 und Kleinstsendet 5 liegen eine
auf die Schwerkraft ansprechende Kontaktvorrichtung, die aus einem Quecksilber-Ringrohrschalter
7 besteht, sowie ein hierzu paralleler, bei Zug öder =Druck auf den schwenkbaren
Gehäusedeckel 3 ansprechender Umschalter 11. Die Quecksilberfüllung 9 des Quecksilber-Ringrohrsehalters
7 befindet sich in der Gebrauchslage des Geräts in der von Kontakten freien unteren
Umfangshälfte des kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Ringrohres, in dessen oberer
Umfangshälfte ein mit der Batterie 6 direkt verbundener mittlerer Kontakt 7 a sowie
je ein linker und rechter miteinander parallelgeschalteter Kontakt 7 b und 7 c angeordnet
sind. Die Quecksilberfüllung 9 schließt infolgedessen sowohl beim Verschwenken nach
rechts oder links als auch bei Überkopflage des Gerätes jeweils ein Kontaktpaar
7a, 7 b bzw. 7 a, 7 c des Quecksilber-Ringrohrschalters 7.
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Die den Gehäusedeckel 3 abstützende Druckfeder 8 ist in der Mitte
des Ringrohres des Quecksilberschalters 7 angeordnet und als Schraubenfeder ausgebildet,
an deren Stelle auch eine Blattfeder oder eine um die Achse 4 gewundene Torsionsfeder
zum Abspreizen des Gehäusedeckels 3 Anwendung finden.
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Im unteren Teil des Gehäuses 1 ist in dem von den beiden parallelgeschalteten
Kontakten 7 b, 7 c des Quecksilber-Ringrohrschalters 7 zum Kleinstsender 5 führenden
Leitungszweig ein Ausschalter 2 angeordnet, der von außen betätigt werden kann.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 1 ist ein ebenfalls von außen zu betätigender
Wechselschalter 10 angeordnet, der jeweils einen der beiden federnden i Außenkontakte
11 b, 11 c eines Umschalters 11 mit dem Kleinstsender verbindet. Der bewegliche
Mittelkontakt 11 a des Umschalters 11 liegt dauernd an einem Pol der
Batterie 6, Der Gehäusedeckel 3 trägt einen inneren Ansatz E 12, der beim Verschwenken
des Gehäusedeckels 3 auf den Mittelkontakt 11 a des Umschalters 11 einwirkt und
diesen gegen einen seiner beiden Außenkontakte 11 b oder 11 c legt. Je nach Stellung
des Wechselschalters 10 wird dabei der Mittelkontakt 11 a -entweder in der das Gehäuse
1 verschließenden Stellung des Gehäusedeckels 3 oder in seiner infolge der Wirkung
der Druckfeder 8 vom Gehäuse 1 abgespreizten Offenlage gegen den Außenkontakt 11
b oder 11 c des Umschalters 11 gelegt und dadurch der Batteriestromkreis zu dem
Sender 5 geschlossen.
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Der schwerkraftabhängige Quecksilber-Ringrohrschalter 7 und der mechanisch
durch Zug oder Druck betätigte Umschalter 11 liegen gemäß dem Schaltbild der F i
g. 3 parallel zueinander in der Verbindungsleitung der Batterie 6 zum Kleinstsender
5. Infolge Parallelschaltung des Quecksilber-Ringrohrschalters 7 und des mechanischen
Umschalters 11 wird bei geringster beliebiger Lageänderung des Gehäuses 1 allein
durch den Quecksilber-Ringrohrschalter 7 sowie bei irgendwelchen Bewegungen des
Gehäusedeckels 3 durch den je nach Stellung des Wechselschalters 10 auf Zug oder
Druck ansprechenden Umschalter 11 der Kleinstsender 5 mit der Batterie 6 verbunden,
so daß sich eineVielzahl vonBetätigungsmöglichkeiten für den Kleinstsender 5 ergibt.
Der Quecksilber-Ringrohrschalter 7 kann über den Schalter 2 abgeschaltet werden,
und es wird der Notruf meldet dann allein durch den Umschalter 11 betätigt, wenn
dieser beispielsweise nur zum Schutz von Gegenständen dienen soll.
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Die Kombination des Quecksilber-Ringrohrschalters 7 mit dem auf Zug
oder Druck ansprechenden Umschalter 11 löst einen Alarm praktisch unter allen bei
einem Überfall auftretenden Bedingungen aus, insbesondere, wenn die zu schützende
Person das Gehäuse, 1 des Notrufmelders am Oberarm trägt. Da Strom außer bei zufälligen
kurzzeitigen Kontakten nur zur Aussendung eines Alarms über eine mehrere Sekunden
dauernde Zeitspanne verbraucht wird, hat die Batterie 6 eine hohe Lebensdauer.