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Katamaranartiges Wasserfahrzeug Die Erfindung betrifft ein katamaranartiges
Wasserfahrzeug mit mindestens zwei langgestreckten, im wesentlichen parallel zueinander
angeordneten Schwimmkörpern, die durch eine abstandshaltende, gelenkige Querverstrebung
miteinander verbunden sind, die eine Gelenkachse enthält, welche die lotrechte Längsmittelebene
des Fahrzeugs schneidet.
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Doppelrumpfboote dieser Art zeichnen sich vor allem durch ihre besondere
Kentersicherheit aus. Bei den meisten bekannten Katamaranen sind die Schwimmkörper
mit den Querverstrebungen zu einem starren Baukörper fest verbunden. Dabei werden
die Verbindungen zwischen der Querverstrebung und den Schwimmkörpern stark belastet,
so daß sowohl die Schwimmkörper als auch die Querverstrebung hoch beansprucht werden,
was insbesondere bei Schwimmkörpern aus aufblasbaren, endseits geschlossenen Gummi-
oder Kunststoffschläuchen zu erheblichen Schwierigkeiten führt. Zur Vermeidung dieses
Nachteils besitzt die eingangs geschilderte, aus der deutschen Patentschrift
356 801 bekannte Anordnung eine gelenkige Ouerverstrebung der einzelnen Schwimmkörper,
so daß die auf die Schwimmkörper wirkenden Kräfte keine übermäßige Biegebeanspruchung
auf die Anschlüsse der Querverbindung an den Schwimmkörpern ausüben. Die zurLängsrichtung
der Schwimmkörper schräge Lage der Gelenkachse führt bei der bekannten Anordnung
jedoch dazu, daß die Schwimmkörper bei unterschiedlicher Kräftebelastung
- wie sie bei Seegang gewöhnlich auftritt - in eine windschiefe Relativlage
verschwenken und nicht in der Fahrtrichtung verbleiben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gelenkige Querverstrebung
derart auszubilden, daß die Schwimmkörper beim Verschwenken in der Fahrtrichtung
bleiben, sich aber Wellengang usw. unabhängig voneinander anpassen können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gelenkachse
die lotrechte Längsmittelebene senkrecht schneidet und die Ouerverstrebung außerdem
mit Abstand von der Gelenkachse eine zu dieser parallele Strebe nach Art einer Pendelstütze
aufweist, die Pendelbewegungen nur gegen einen Widerstand ausführen kann, wobei
entweder die Strebe längenveränderlich ist oder sich die Schwimmkörper biegen und
verwinden können.
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Die Querverstrebung läßt mithin Schwenkbewegungen der Schwimmkörper
ausschließlich in parallelen, zur Gelenkachse senkrechten Ebenen zu und ermöglicht
es, eine Platte in statisch idealer Weise aufzuhängen, indem sie mit der Gelenkachse
und mittig mit der Strebe (um die zentrale Längsachse des Wasserfahrzeugs drehbar)
verbunden wird.
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In an sich bekannter Weise ist insbesondere vorgesehen, daß die Gelenkachse
unterhalb der Schwimmkörper und in der lotrechten Ebene, welche die Auftriebsschwerpunkte
sämtlicher Querschnitte des jeweiligen Schwimmkörpers enthält, an den Schwimmkörper
angelenkt ist. Beispielsweise kann unterhalb jedes Schwimmkörpers ein Rohr angeordnet
sein, an dem die zum Anschluß der Gelenkachse dienenden Beschläge - vorzugsweise
lösbar - befestigt sind. Solche Rohre (oder äquivalente Bauelemente) übernehmen
dann gleichzeitig die Funktion von Kielen.
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Der Widerstand, gegen den die Strebe ihre Pendelbewegungen ausführt
und der ein unbegrenztes Ausweichen der Schwimmkörper verhindert, kann entweder
aus einer statischen Belastung der Strebe (durch ein auf. die Strebe und/oder die
Schwimmkörper wirkendes Transportgut od. dgl.) oder aus einer Federung bestehen,
welche in entsprechender Weise wirkt. Vorzugsweise ist im letzteren Falle die Bewegung
der Federmittel gedämpft. Die Federwirkung kann insbesondere bei einer längenveränderlichen
Strebe durch eine Feder zwischen den relativbeweglichen Strebenteilen und bei elastischen
Schwimmkörpern, die beispielsweise aus Gummi oder in geeigneter Weise eingestelltem
Kunststoff bestehen, durch deren inherente Federung erzeugt werden. Bei einer teleskopartig
ausgebildeten Strebe ist deren Längenänder-ung federnd begrenzt.
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Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß an
die Stelle der Gelenkachse eine Achse eines Landfahrzeuges, insbesondere eines Wohnanhängers
tritt, wodurch auf besonders einfache und statisch übersichtliche Weise die an sich
bekannte Umwandlung eines Wohnwagenanhängers
in ein katamaranartiges
Wasserfahrzeug ermöglicht wird.
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Um das Landfahrzeug (gegebenenfalls auch Luftfahrzeug) sicher an den
Schwimmkörper zu lagern, empfiehlt es sich, eine in der lotrechten Mittellängsebene
liegende Strebe einerseits mit dem Landfahrzeug und andererseitsj mit der Mitte
-der zur Gelenk-» Strebe zu 'verbinden. Da l* die achse #ard11
- elen .- _per in Schwenkbewegungeii der beiden Schwirfimkör der Größenordnung-
der $chlingerbeweggii- --des Was-. g_ # ,
serfahrzeuges liegen, kann
die üblich6r*weise starre hintere Sitzbank des Katamarans unter entsprechender Ausbildung
der Anlenkung an den Schwimmkörpern die Funktion dieser pendelstätzenartigen Strebe
übernehmen.
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Wenn in der vorstehenden- Weise die Achse eines Landfahrzeuges die
üj61enkachse de'rOuerverstrebung darstellt, werden vorzugsweise die Naben der Fahrzeugachse
an den Schwimmkörpem efestigt. Diese Naben sind von sich aus bereits derart am Fahrzeug
befestigt, daß sie die erfindungsgemäß vorgesehene Schwenkbewegung der Schwimmkörper
gegeneinander ermöglichen, ohne"der Gelenkachse (Fahrzeugachse) eine Kippbewegiffig
gegenüber den Schwimmkörpem zif erlauben.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung schematisch sowie an einem besonderen
Ausführungsbeispiel veranschaulich4 und zwar zeigt F i g. 1 ein erfindungsgemäßes
katamaragArtiges Wasserfahrzeug in schematischer Seitenansicht, F i g. 2
eine entsprechende Draufsicht auf das Wasserfahrzeug, F i g. 3 eine, Ansicht
dieses Wasserfahrzeuges von'-vom bzw. hinten, F ig. 4 die Seitenansicht- einer weitergebildeten.
Ausführungsform, 1)ii der ein Wohnwagen mit den. Schwimmkörpem verbunden ist
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F i g. 5 eine Draufsicht auf den hinteren Teil dieses katamaranartigen-
Wasserfahrzeuges, und F i g. 6 einen im Maßstab vergrößerten Teilschnitt
gemäß der Linie VI-VI in F i g. 4.
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Die F i g. 1 bis 3 veranschaulichen den Erfindungsgedanken.
an der schematischen Darstellung eines erfindungsgemäß aufgebauten katamaranartigen
Wasserfahrzeuges. Die drei Hauptachsen des Fahrzeuges sind mit x, y und z
bezeichnet.
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Die Schwimmkörlier 1 sind durch eine aus der Gelenkachse
2 -und der pendelstätzenartigen Strebe 3
gebildeten Querverstrebung
miteinander verbunden. Die Schwenkbarkeit der Schwinunkörper 1 um die mit
der Achse y zusammen allende Gelenkgchse 2 wird durch das Drehgelenk
4 symbolisiert. Die beiden gebogenen Hälften der Gelenkachse 2 sind an ihren äußeren
Enden bei 5 unterhalb der Schwimmkörper IL an diesen angelenkt,- und zwar
derart, daß die Resultierende der Auftriebskräfte auf die Schwimmkörper jeweils
durch die Anlenkpunkte 5.hindurchgeht.
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Auch die Strebe 3- besteht aus zwei Hälften, deren Verdrehbarkeit
gegeneinander durch das Drehgelenk6 angedeutet ist. Im Gegensatz zur Gelenkachse
2 sind die freien Enden dieser Strebe 3 bei 7 seitlich an den Schwimmkörpem
1 angebracht, und zwar derart, daß sie um parallel zur Achse x durch die
Anlenkpunkte 7
laufende Achsen -kippen können, wenn die Schwinunkörper
1 um die Achse y in parallelen Ebenen relativ zueinander verschwenken.
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Im vorliegenden Beispiel seien die Schwimmkörper 1 aus elastischem,
Bewegungen dämpfendem Werkstoff hergestellt. Bei einer Versch.wenkung, der Schwininikörp#il
um die Achse y biegen sich dan*n die durch die Strebe 3 verbuiidenen
Enden aufeinander zu und üben dadurch emie gedämpfte Federwirkung auf die Schwenkbewegung
aus. Man kann diese gedämpfte Federung noch dadurchz verstärken, daß man das v"oibe#sdhridben-'e
Kippen'an deff- ÄiiI##-punkten 7 des Querträgers 3 verhindert, so
daß bei emdm Verschwenken der Schwimmkörper 1 um die Achse y sich
die S#chwiramkörper auch noch um ihre Längsachsen verwinden müssen; die Verwindung
erlaubt dabei die pendelstützenartige Bewegung der Strebe 3.
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Die Gelenkachse -2 und die Strebe 3 sind - wie F i
g. 2 zeigt - dÜrch eine Längsstrebe K inittig miteinander verbunden.
Da `bei einer gegenläufigen Schwenkbewegung der Schwimmkörper-1
- um, die Achsey auch die_ Gelenkachse 2 und die Strebe 3
gegeneinander
verschwenkt werden, ist die am Drehgelenk 4 fest angebrachte Längsstrebe
8 am Drehgelenk 6 de - s Querträgers 3 in der in F i
g. 2 ersichtlichen Weise um ihre#Längsa#hse drehbar angelenkt.
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Die Anschlüsse sowohl der Gelenkachse:- als auch der Strebe
3 an den Schwimmkörpern1 (Anlenk-, punkte 5 und. 7-) cZ.lauben keine
Sch#venkbe.,q#egungen der Querträger relativ zu den Schwinunkörpem um. parallel-
zur Hochachse z verlaufende Hochachsen., Eine Längsverschiebung der Schwimmkörper
1 gegeneinander in eine parallelogrammartige Form ist da-, durch ausgeschlossen.
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Die,F i g. 4 bis 6 veranschaulichen die Anwendung des
Erfindungsgedankens# bei der Umwandlung eines, Wohnwagenanhängers -in ein katamaranartiges
Wasserfahrzeug. An die Stelle der Gelenkachse 2 tritt hier die Achse 9 des
Wohnwagens 10. Der teilweise Querschnitt in F i g. 6 zeigt schematisch,
wie auf besonders einfacheWeise dieVerbindung der Schwimmkörper 1 mit den
drehbar auf der Achse 9 gelagerten. Naben 11 erfolgt. Mit gestrichelten
Linien ist das im. Fahrbetrieb an der Nabe 11 befestigte Rad 12 des Wohnwagenanhängers
10 angedeutet. Unter dem Schwimmkörper 1 ist ein Rohr 13 am
Schwimmkörper befestigt, beispielsweise in Schlaufeir 14 aufgehängt-. befestigt,
An der dem an seinem Rohr 13 anderen ist ein gekröpfter Ende bei 1-5 Bügel an
«
der Nabe 11 , angeschraubt ist.- Dä#- Rohr 13 bildet, gleichzeitig
einen Kiel für den Schwimmkörper 1. -.. Die Zugstange 16 des Anhängers
10, die der Längsstrebe 8 in F i g. 2 entspricht, ist mit der
Sitzbank 17 in deren Mitte verbunden, welche der8trebe 3
des zuvor
beschriebenen schematischen Ausführungsbeispieles entspricht. An ihren beiden Enden
ist die, Sitzbank 17 in der in F i g. 5 erkennbaren Weise im Sinne
der pendelstätzenartigen Strebe 3 bei Anschlußstelle-18 -um parallel zur
Fahrzeuglängsachse verlaufende Achsen kippbar, ira übrigen aber an den Schwimmkörpeml
so befestigt, daß sie stets senkrecht zu ihnen verläuft. In der Verlängerung der
Zugstange 16 ist ein Antriebsmotor 19 in an sich bekannter Weise an
der Sitzbank 17 befestigt.