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DE1280838B - Verfahren zur Reinigung von Lactiden - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Lactiden

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Publication number
DE1280838B
DE1280838B DEP38443A DEP0038443A DE1280838B DE 1280838 B DE1280838 B DE 1280838B DE P38443 A DEP38443 A DE P38443A DE P0038443 A DEP0038443 A DE P0038443A DE 1280838 B DE1280838 B DE 1280838B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lactide
lactides
recrystallization
benzene
purifying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP38443A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles Gerhard Fritz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ethicon Inc
Original Assignee
Ethicon Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ethicon Inc filed Critical Ethicon Inc
Publication of DE1280838B publication Critical patent/DE1280838B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D319/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D319/101,4-Dioxanes; Hydrogenated 1,4-dioxanes
    • C07D319/121,4-Dioxanes; Hydrogenated 1,4-dioxanes not condensed with other rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/06Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from hydroxycarboxylic acids
    • C08G63/08Lactones or lactides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. σ.:
Deutsche Kl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07d
C08g
12 ο -11
12q-25
39 b5 -17/017
P 12 80 838.7-42 (P 38443)
27. Dezember 1965
24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft die Reinigung von Lactiden, die die erforderliche extreme Reinheit für die Polymerisation zu hochmolekularen Thermoplasten besitzen.
Bisher mußte man die Lactide mehrfach Umkristallisieren, um sie zu hochmolekularen Thermoplasten polymerisieren zu können. So ist es nach der USA.-Patentschrift 2 758 897 notwendig, Lactide aus einem Gemisch von 90 Teilen Äther und 10 Teilen Äthylacetat wiederholt umzukristallisieren. Die mehrfache Umkristallisation aus wasserfreiem Äthylacetat ist z. B. in der USA.-Patentschrift 2 703 316 beschrieben.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung von Lactiden durch Umkristallisieren aus einem organischen Lösungsmittel, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man rohes Lactid aus Benzol oder dessen mono-, di- oder trialkylsubstituierten Derivaten unter Wasserausschluß umkristallisiert.
1 Teil Lactid wird durch Erhitzen in 1 bis 10, vorzugsweise 1,4 bis 4,0 Gewichtsteilen Lösungsmittel gelöst. Vorzugsweise reinigt man nach diesem Verfahren 1(—)-Lactid. Das Verfahren wird unter Wasserausschluß durchgeführt. Lösungsmittel, die für dieses Verfahren verwendbar sind, sind außer Benzol, Toluol, Xylol und dessen Isomerengemische, Butylbenzol, Isobutylbenzol, tert-Butylbenzol, Di-n-butylbenzol, Methyläthylbenzol, Diäthylbenzol, Triäthylbenzol und Tributylbenzol.
Es ist überraschend, daß eine einzige Umkristallisation aus den ebengenannten Lösungsmitteln ein extrem reines Monomeres ergibt, weil die schädlichste Verunreinigung des Lactides Lactoyllactat ist, welches die Bildung von niedrigmolekularen Polymeren durch Kettenübertragung begünstigt. Der Fachmann mußte erwarten, daß diese zum Teil dissoziierbare Verbindung in diesen Lösungsmitteln weniger löslich ist als das Lactid, und er mußte deshalb erwarten, daß das Lactoyllactat mit dem Lactid zusammen auskristallisiert und auf diese Weise die Wirksamkeit der Reinigung beeinträchtigt.
Die Standardbestimmungen der Reinheit, z. B. durch Bestimmung des Schmelzpunkts und der optischen Drehung des Lactides, führen bezüglich seines Verhaltens bei der Polymerisation zu falschen Schlüssen, weil ein Material, das nach diesen Testen rein zu sein scheint, nicht unbedingt ein Polylactid von brauchbarem Molekulargewicht ergibt. Man muß vielmehr erst eine Polymerisation durchführen, um zu ermitteln, ob das Monomere in der Lage ist, hochmolekulare Polymerisate zu ergeben. Von einem reinen Monomeren würde man ein Polymerisat von einer inhärenten Viskosität von mindestens 2,55 erwarten, bestimmt an
Verfahren zur Reinigung von Lactiden
Anmelder:
Ethicon, Inc., Somerville, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Abitz und Dr. D. Morf,
Patentanwälte,
8000 München 27, Pienzenauer Str. 28
Als Erfinder benannt:
Charles Gerhard Fritz,
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Dezember 1964
(421 702)
einer 0,1 %igen Lösung des Polymerisates in Benzol bei 34° C; indessen ist ein Polymerisat von einer inhärenten Viskosität von mehr als 1,50 für die meisten technischen Anwendungszwecke geeignet.
Um die Wirksamkeit des Reinigungsverfahrens zu bestimmen, wird eine Polymerisation wie folgt durchgeführt: Man trocknet einen 50-ml-Rundkolben, der mit einem engen seitlichen Stutzen und einem Magnetrührer ausgerüstet ist, und beschickt ihn mit 25 g Lactid. Stickstoff wird durch den Kolben geleitet, bis die gesamte Luft verdrängt ist. Dann wird der seitliche Stutzen verschlossen und ein geringer Stickstoffüberdruck aufrechterhalten. Der Kolbeninhalt wird dann auf 1030C erhitzt, bis das gesamte Lactid geschmolzen ist. Dann spritzt man 0,1 ml einer Lösung, bestehend aus 25% Diäthylzink und 75% Heptan, durch den seitlichen Stutzen ein. Nach 1 bis 3 Minuten kräftigem Rühren wird die Schmelze zähflüssig und dann fest. Man setzt das Erhitzen 1 Stunde fort, entnimmt dann das Polymerisat aus dem Kolben und bestimmt die inhärente Viskosität.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Teile und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht, wenn nichts anderes angegeben ist.
Beispielelbis4
Rohes Lactid, das vorher mit Wasser gewaschen und getrocknet worden ist, wird durch Anwendung von
809 628/1702
Wärme in dem in der Tabelle angegebenen Lösungsmittel gelöst. Nachdem das feste Lactid in Lösung gegangen ist, wird der Kolben von der Heizvorrichtung entfernt und mit einem Trockenrohr verschlossen. Man läßt die Lösung etwa 24 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen und trennt dann das feste Lactid vom Lösungsmittel durch Abfiltrieren unter trockenem Stickstoff, um Wasserdampf fernzuhalten, ab. Wenn das Lactid fast trocken ist, schaltet man das Vakuum ab und schlämmt das Filtergut mit weiteren 30 bis 50 ml des zum Lösen des Lactides verwendeten Lösungsmittels auf. Das Vakuum wird wieder angelegt und das Lactid unter trockenem Stickstoff getrocknet. Nach dem Trocknen wird das gereinigte Lactid gewogen und sein Schmelzpunkt bestimmt, um Ausbeute und ungefähre Reinheit zu ermitteln. Das gereinigte Lactid wird nach dem oben beschriebenen Verfahren polymerisiert und die inhärente Viskosität des entstandenen Polymerisates bestimmt (vgl. Tabelle). In allen Fällen ergibt eine einzige Umkristallisation bei zufriedenstellender ao Ausbeute ein gereinigtes Lactid, welches sich zu wertvollen Stoffen polymerisieren läßt.
Eine einzige Umkristallisation von Lactid aus Tetrachlorkohlenstoff, Gemischen aus Tetrachlorkohlenstoff und Äthylacetat, Äthylacetat, Dioxan und Chloroform ergibt Lactide, die zwar hinsichtlich ihres Schmelzpunktes mit den erfindungsgemäß gereinigten Lactiden vergleichbar sind, die aber nicht zu Polymerisaten von einer inhärenten Viskosität von über 1,50 polymerisieren. Es sind vielmehr mehrfache Umkristallisationen aus den bekannten Lösungsmitteln notwendig, um ein Lactid von einer Reinheit zu ergeben, die derjenigen der gemäß den Beispielen 1 bis 4 hergestellten Lactide vergleichbar ist. So reicht z. B. eine dreifache Umkristallisation des Lactides aus Tetrachlorkohlenstoff noch nicht aus, um ein Monomeres zu erhalten, das zu brauchbaren Produkten polymerisiert werden kann, vielmehr ergibt erst eine fünfmalige Umkristallisation aus Tetrachlorkohlenstoff ein Lactid, das zu ebenso guten Produkten polymerisiert wie die nach den Beispielen 1 bis 4 erhaltenen. Die mehrfache Umkristallisation hat natürlich auch einen merklichen Ausbeuteverlust zur Folge.
Menge
an
Lösungsmittel Menge Produkt Aus Schmelz In
rohem
Lactid
(ml) beute punkt härente
Viskosität
.Bei
spiel
75 (7o) (0C) des
Poly
(g) Art 75 72,3 98 bis 99,5 meri
25 Benzol 75 81,1 98 bis 99,5 sates
1 25 Toluol 75 83 98 bis 99,5 1,98
2 22 p-Xylol 88 97 bis 99,0 2,43
3 50 p-Xylof 2,62
4 1,95

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Reinigung von Lactiden durch Umkristallisieren aus einem organischen Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man rohes Lactid aus Benzol oder dessen mono-, dioder trialkylsubstituierten Derivaten unter Wasserausschluß umkristallisiert,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Alkylbenzol verwendet, dessen Alkylgruppen jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Benzol oder Toluol verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1(—)-Lactid reinigt.
DEP38443A 1964-12-28 1965-12-27 Verfahren zur Reinigung von Lactiden Pending DE1280838B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US42170264A 1964-12-28 1964-12-28

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DE1280838B true DE1280838B (de) 1968-10-24

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DEP38443A Pending DE1280838B (de) 1964-12-28 1965-12-27 Verfahren zur Reinigung von Lactiden

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BE (1) BE674355A (de)
DE (1) DE1280838B (de)
FR (1) FR1462616A (de)
GB (1) GB1122229A (de)
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