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DE1280619B - Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhr-anlage eines Gasturbinentriebwerks - Google Patents

Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhr-anlage eines Gasturbinentriebwerks

Info

Publication number
DE1280619B
DE1280619B DEB65365A DEB0065365A DE1280619B DE 1280619 B DE1280619 B DE 1280619B DE B65365 A DEB65365 A DE B65365A DE B0065365 A DEB0065365 A DE B0065365A DE 1280619 B DE1280619 B DE 1280619B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
throttle
piston
chamber
lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB65365A
Other languages
English (en)
Inventor
Milton R Adams
Frank J Jandrasi
Joseph L Peczkowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bendix Corp
Original Assignee
Bendix Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bendix Corp filed Critical Bendix Corp
Publication of DE1280619B publication Critical patent/DE1280619B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C9/00Controlling gas-turbine plants; Controlling fuel supply in air- breathing jet-propulsion plants
    • F02C9/26Control of fuel supply
    • F02C9/32Control of fuel supply characterised by throttling of fuel

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High-Pressure Fuel Injection Pump Control (AREA)

Description

  • Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhranlage eines Gasturbinentriebwerks Die Erfindung bezieht sich auf einen Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhranlage eines Gasturbinentriebwerks, deren Brennstoffregelventü über eine hydraulische Abflußdrosselsteue..rung mittels eines von der Triebwerkswelle angetriebenen Drehzahlmeßwerks mit von Hand wählbarem Sollwert gesteuert wird.
  • Es ist bereits ein Gleichdrehzahlregler für ein Gasturbinentriebwerk bekannt. Dieser Regler ist mit einem Brennstoffregelventil ausgerüstet, das über eine hydraulische Abflußdrosselsteuerung gesteuert wird, welche ein druckgesteuertes und mit Stellkolben versehenes Hebelsystern aufweist. Bei einer Drehzahländerung des Triebwerks, die von einem mittels der Triebwerkswelle angetriebenen Drehzahlmeßwerk festgestellt wird, kommt das Hebelsystein aus dem Gleichgewicht. Damit ändert sich wiederum der Brennstoffdurchfluß am Regelventil, und das Triebwerk wird selbsttätig wieder in die Ausgangsdrehzahl zurückgeführt.
  • Ein derartiger isochroner Regler weist jedoch einen beträchtlichen mechanischen Aufwand in Form von Hebeln, Fühlern und Gliedern auf. Darüber hinaus hat der bekannte Regler eine recht lange Ansprechzeit und ist seine Stabilität nicht recht befriedigend.
  • Es sind auch sogenannte proportionale Regler bekannt, die bei einer Veränderung der Maschinenbelastung eine gewisse Drehzähländerung zulassen. Diese Regler, die mit einem einstückigen Regelkolben ausgerüstet sind, haben den Vorteil einer kurzen Ansprechzeit und einer guten Stabilität.
  • Beispielsweise bei elektrischen Stromerzeugungsanlagen, bei denen mehrere Generatoren parallel geschaltet sind, ist es wünschenswert, eine isochrene Regeleinheit einzusetzen, um Belastungsschwankungen ohne Drehzahländerung abfangen zu können. Andererseits können jedoch während anderer BetriebszeitenDrehzahlschwankungen durchaus zulässig sein, wobei dann die Verwendung eines Proportionalreglers, der keinem so großen Verschleiß unterworfen ist, günstiger sein kann.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Gleichdrehzahlregler zu schaffen, der die Vorteile eines isochron,en Reglers und eines proportionalen Reglers miteinander vereinigt.
  • Die gestellte Aufgabe ist bei einem Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhranlage eines Gasturbinentriebwerks dadurch gelöst, daß gemäß der Erfindung die Mündung der Abflußdrossel durch einen Stafenkolben längsverschiebbar ist, der in der Kammer mit der kleinen Kolbenfläche vom Abflußdruck in der zwischen großem Kolbenstück und kleinem Kolbenstück gelegenen Kammer von etwa konstantem Steuerflüssigkeitsdruck und in der Kammer mit der großen Kolbenfläche von einem aus diesem Druck über eine feste Durchflußdrossel abgeleiteten Druck beaufschlagt wird, dessen Größe von der Stellung einer durch den Drehzahlregler verstellbaren Abflußdrossel bestimmt wird.
  • Beim Gleichdrehzahlregler nach der Erfindurtg wird eine isochrone Regelung mit einem einstückigen, als Stufenkolben ausgebildeten Kolben -eines Proportionalreglers erzielt womit der Regler stabiler arbeitet und einfacher ausgebildet ist als der bekannte Gleichdrehzahlregler. Der Kolben berichtigt dabei kleine Drehzahlfehler, während das Hauptteil des Reglers für die Berichtigung der großen Fehler verantwortlich ist.
  • Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist am Einlaß der Kammer mit der großen Kolbenfläche eine an sich bekannte einstellbare, die Verstellgeschwindigkeit des Kolbens bremsende Drossel angeordnet. Mit dieser Drossel läßt sich die Ansprechgeschwindigkeit des Reglers bzw. die Rückregelzeit den gegebenen Verhältnissen anpassen.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Durchflußdrossel durch ein handbetätigtes Glied absperrbar und damit der Kolben stillsetzbar. Auf diese Weise kann der Gleichdrehzahlregler nach der Erfindung ohne Mühe in einen proportionalen Regler umgewandelt werden.
  • Schließlich ist nach einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung des Reglers nach der Erfindung mit einem schwenkbaren Hebel, an dessen einem Ende ein eine Abflußdrossel beeMussendes Glied angebracht ist und an dessen anderem Ende zur Messung des Dr-ehzahl-Istwerts Fliehgewichte und in entgegengesetzter Richtung zur Eingabe des Drehzahl-Sollwerts eine Feder verstellbarer Vorspannung über eine schwenkbare Platte und eine Rolle mit änderbarem wirksamem Hebelarm angreifen, der Hebel als Winkelhebel ausgebildet, der zwei die Abflußdrosseln heeinflussende Platten trägt. Bei diesem Aufbau wird insgesamt nur ein Fühler zur Nachregelung des Brennstoffflusses benötigt. Dieser Aufbau zeichnet sich damit durch seine besondere Einfachheit aus.
  • Die Erfindung wird an Hand des in der Zi,>ichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • F i g. 1 zeigt einen Gleichdrehzahlregler nach der Erfindung im Schnitt; F i g. 2 und 3 zeigen Betriebskennlinien des Reglers nach der Erfindung.
  • Der in F i g. 1 dargestellte Regler 76 dient der Bemessung des aus einer Leitung 80 in eine zu einem Turbinentriebwerk führenden Leitung 68 geförderten Brennstoffs. Die Fördermenge ist dabei abhängig von der Triebwerksdrehzahl und der Stellung eines Wählhebels 84.
  • Der Regler 76 weist ein Gehäuse 94 auf, in dem eine erste. Kammer 96 und eine zweite Kammer 98 ausgebildet ist. In der Kammer 96 befindet sich ein Flichkraftregler mit an einem Bügel 104 angeordneten Gewichten 100. über eine Welle 82 ist der Fliehkraftregler mit der Triebwerkswelle verbunden. Werden die Gewichte 100 beim Umlaufen ausrinandergedrückt, dann drücken an ihnen vorgesehene Vorsprünge 106 einen Bund 108 einer Stange 110 nach oben. Die Stange 110 ist an einem Hebel 112 befestigt, welcher bei 114 drehbar gelagert ist und zwei Schenkel 116 und 118 aufweist, die in einem etwa rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Die gegenseitige Winkellage der Schenkel 116 und 118 ist jedoch unwesentlich. Eine der Kraft der Gewichte 100 entgegenwirkende Kraft wird von einer Feder 120 erzeugt, die, zwischen Haltern 122 und 124 eingesetzt ist, wobei der Halter 124 bei 126 am Gehäuse 94 drehbar befestigt ist.
  • Diese. zweite Kraft wird über eine mittels der Schraube 92 verstellbare Rolle 128 gleichfalls auf den Hebel 112 übertragen. Der bei 130 drehbar gelagerte Wählhebel 84 drückt gegen den Halter 122, so daß ,die auf den Hebel 112 nach unten wirkende Kraft unmittelbar von der Hebelstellung abhängig ist. Durch die Hebelstellung wird vom Bedienungsmann die gewünschte Turbinendrehzahl eingestellt.
  • Der Schenkel 118 ist mit Ventilplatten 132, 134 versehen. Im Gehäuse 94 ist eine längsverschiebbare Abflußdrossel 136 angeordnet, die sich in der Nähe der Ventilplatte 132 befindet. Die Lage der Ab:ffußdrossel gegenübcr der Platte bestimmt den wirksamen Durchflußquerschnitt und somit die Geschwindigkeit, mit welcher der Brennstoff aus den Leitungen 68 und 80 hinter der Drossel 70 abgelassen wird; durch den Durchflußquerschnitt wird aber wieder die Größe des Druck P" in den Leitungen 68 und 72 be' stimmt der über eine Membran 56 und eine Stange 58 die Regelung der Brennstoffzufuhr zum Triebwerk bewirkt.
  • In der im Gehäuse 94 gebildeten zweiten Kammer 98 ist ein Stufenkolben 138 gelagert. Der Kolben 138 besteht dazu aus einem Kolbenstück 140 mit großem Durchmesser und einem Kolbenstück 142 mit einem kleinen Durchmesser, die mittels einer Stange 144 miteinander verbunden und so angeordnet sind, daß drei Kammern 146, 148 und 150 innerhalb der Kammer 98 gebildet werden. In die, Kammer 150 gelangt unter dem verhältnismäßig niedrigen Druck PO stehender Brennstoff, der sich auch in der Rückflußleitung 86 und der Kammer 96 befindet; dieser Druck wirkt auf das Kolbenstück 142 in Aufwärtsrichtung. über die Leitung 64 wird der verhältnismäßig hohe Druck PR in die Kammer 148 zwischen den Kolbenstücken 140 und 142 eingelassen; er bildet eine nutzbare Kraft [PR - (A 140 # A 142)1 3 wobei A die Fläche der entsprechenden Kolbenstücke, die durch Indexzahlen bezeichnet sind, darstellt. Auch diese Kraft ist bestrebt, den Kolben 138 nach oben zu schieben, da PO verhältnismäßig klein und Pg verhältnismäßig konstant gewählt sind.
  • Zum überleiten von Brennstoff aus der Kammer 148 zur Kammer 146 dient eine Leitung 152, die eine Drossel 154 aufweist. Durch eine Änderung der von der Leitung 152 auf der Abströmseite der Drossel 154 abgelassenen Brennstoffmenge kann der Druck Pz in der Kammer 146 auf jeden beliebigen Wert innerhalb der Grenzen von PR bis PO geändert werden. Auf der Abströrnseite schließt sich an die Drossel 154 eine Leitung 156 an, deren anderes Ende mit einer festen Abflußdrossel 158 verbunden ist. Diese ist in unmittelbarer Nähe der Ventilplatte 134 angeordnet und bildet mit ihr eine veränderliche Abflußdrossel, die unterschiedliche Brennstoffmengen aus der Leitung 156 ablassen und dadurch den Wert des Drucks P_7 ändern kann. In der Leitung 152 ist auf der Abströmseite der Verbindung der Leitungen 152 und 156 eine durch die Schraube 88 einstellbare öffnung vorgesehen; sie bewirkt eine Begrenzung der Geschwindigkeit, mit welcher der Brennstoff in die Kammer 146 einströmen kann.
  • Der Brennstoffdruck Pz hat einen Wert, welcher dem Wert der nach oben gerichteten Kraft genau entspricht; der P_7-Wert beim Kräftegleichgewicht wird dabei als »Null«-W#ert bezeichnet. Jeglicher Wert von Pz, der größer ist als dieser Null-Wert, hat eine Abwärtsbewegung der Kolben zur Folge. Je größer die Abweichung des Werts Pz vom Null-Wert ist, um so schneller bewegt sich der Kolben. Mittels der Schraube 88, die den Durchfluß zur Kammer 146 begrenzt, kann dabei die Verstellgeschwindigkeit bestimmt werden. Eine zweite Drosselschraube, 90 ist in der Leitung 152 hinter der Verbindung zwischen den Leitungen 152 und 156 vorgesehen. Ist die durch die Schraube 90 einstellbare Öffnung weit geöffnet, dann hat die, Schraube keinen Einfluß auf die Anlage, und es liegt isochroner Betrieb vor. Ist die öffnung jedoch geschlossen, dann sperrt die Schraube den Durchfluß des Brennstoffs durch die Drossel 154. Der Druck PZ gleicht sich dann dem durch die Leitung 156 herangeführten Druck P, an, und es herrscht proportionale Betriebsweise. Der Kolben 138 verschiebt sich dann in seine äußerste obere Stellung und bleibt ungeachtet der Bewegung des Ventüabschnitts 134 in dieser Stellung. F i g. 2 zeigt einige Betriebskennlinien bei über der Drehzahl N aufgetragenem Brennstoffdurchfluß Wf. Die Kurven 160 und 162 stellen maximal und minimal zulässige Brennstoffmengen für die Beschleunigung bzw. Verzögerung des Triebwerks dar. Die Kurven 164, 166, 168 und 170 zeigen verschiedene Regelkurven. Die Kurve 172 zeigt einen Betrieb im Gleichgewicht bei gegebener Triebwerksbelastung und gegebenen Umgebungsbedingungen und gibt die, zur Aufrechterhaltung der gleichmäßigen Drehzahl erforderliche Brennstoffmenge an. Die Kurve 174 zeigt schließlich den Brennstoffdurchfluß bei einer gleichbleibenden Drehzahl, der durch eine Änderung der Turbinenbelastung oder der Umweltbedingungen verursacht ist. Für den Betrieb des Reglers nach der Erfindung wird zunächst angenommen, daß die Belastung des Triebwerks und die Bedingungen der umgebenden Luft gleichbleiben. Die Reglereinstellungen entsprechen dann annähernd der in F i g. 2 gezeigten, abgesehen von der Stellung der Schraube 90, die die Leitung 152 verschließt, wodurch der Kolben 138 eine konstante Stellung am äußersten oberen Ende seines Bewegungsbereichs einnimmt. Unter den angenommenen Betriebsbedingungen wird die Reglerbetriebskennlinie durch die Kurve 168 dargestellt, welche die Kurven 168 und 172 in gegebenen Punkten schneidet. Außerdem wird das von den Flichgewichten 100 auf den Hebel 112 einwirkende Moment durch das von der Feder 120 erzeugte Moment ausgeglichen, so daß der Hebel 112 stillsteht und den Druck P., in der Leitung 68 hält. Der Druck P., wirkt auf die Membran 56 mit einem Wert ein, der erforderlich ist, um die erforderliche Brennstoffmenge aufrechtzuerhalten.
  • Wenn die Triebwerksbelastung erhöht oder die Bedingung der Umgebungsluft verändert wird, dann gibt die Kurve 174 den Brennstoffdurchfluß wieder. Die Turbinendrehzahl und die Kraft der Gewichte 100 sinkt, da für die Aufrechterhaltung der gleichbleibenden Drehzahl auf der Kurve 174 zu wenig Brennstoff herangeführt wird. Sobald die auf den Hebel 112 von den Gewichten 100 ausgeübte Kraft aber absinkt, bewegt sich der Hebel 112 im Uhrzeigersinn und fährt die Ventilplatte 132 näher an die Abflußdrossel 136 heran und erhöht somit den Brennstoffdurchfluß zum Triebwerk. Die Drehzahl sinkt weiter ab und der Brennstoffdurchfluß steigt weiterhin an, bis sich die Anlage auf dem neuen Gleichgewichtspunkt B, der durch die überschneidung der Kurven 168 und 174 gebildet ist, stabilisiert. Es ist zu beachten, daß innerhalb des gesamten durch die Kurve 168 gebildeten Bereichs eine Drehzahländerung erforderlich ist, um eine Änderung der Brennstoffmenge hervorzubringen, weshalb diese Regelung als proportionale Regelung bezeichnet wird.
  • Durch Verstellen der Schraube 92 kann die Rolle 128 um ein gewisses Ausmaß nach rechts oder links verschoben werden, womit sich die Neigung der Regelkurve erhöht oder verringert. Man kommt auf diese Weise z. B. zur Kurve 166, in welcher der größere wirksame Hebelarrn für die von der Feder 120 ausgeübte Kraft die Steilheit der Regelkurve vermindert. Ein Wechsel von der Kurve 172 für gleichbleibenden Betrieb auf die Kurve 174 und damit vom Punkt A zum Punkt C bewirkt damit eine größere Drehzahländerung auf der Regelkurve 166 als bei der Kurve 168, wo die Änderung zwischen den Punkten A und B liegt. Wird, mittels der Schraube 90 die einstellbare Öff- nung geöffnet, dann tritt ein Regelbetrieb entsprechend der Kurve 164 ein. Eine Änderung im Gleichgewichtszustand bewirkt dabei keine Drehzahländerung, womit also auf einen isochronen Betriebszustand übergegangen ist. Es wird angenommen, daß am Punkt A der Kurve 172 Gleichgewicht herrscht. Die einander entgegenwirkenden Kräfte der Gewichte 100 und der Feder 120 sind wiederum im Gleichgewicht, der Druck P., reicht aus, um den durch die Ordinate des Punktes A dargestellten erforderlichen Brennstoffdurchfluß aufrechtzuerhalten, und der Druck Pz hat seinen Null-Wert erreicht, wobei der Kolben 138 stillsteht. Wenn dieser Gleichgewichtszustand dann in die Kurve 174 verwandelt würde, dann würde die Drehzahl absinken, da der Brennstoffdurchfluß am Punkt A kleiner ist als der zur Aufrechterhaltung der gleichen Drehzahl bei neuen Gleichgewichtspunkt D erforderliche, welcher durch den Schnittpunkt der Kurven 164 und 174 gebildet ist. Infolge eines augenblicklichen Drehzählabfalls und einer Verminderung der auf die Gewichte 100 einwirkenden Zentrifugalkraft dreht sich der Hebel 112 im Uhrzeigersinn und leitet gleichzeitig folgende zwei Tätigkeiten ein: die Ventilplatte 132 bewegt sich näher an die Abflußdrossel 136 heran; es steigt damit der Druck P" und erhöht sich der Brennstoffzufluß zum Triebwerk. Außerdem nähert sich die Ventilplatte 134 der Abflußdrossel 158; dadurch steigt der Druck Pz über seinen Null-Wert hinaus und der Kolben 138 beginnt sich nach unten zu bewegen. Diese Abwärtsbewegung des Kolbens 138, die durch das Gestänge 151 übertragen wird, verstellt die verschiebbare Abflußdrossel 136 nach rechts und vermindert damit zusätzlich den Durchtrittsquerschnitt, wodurch der Druck P, eine weitere Erhöhung erfährt. Der Kolben 138 bewegt sich weiter, bis der Druck P_7 wieder seinen Null-Wert erreicht, was nur in einer Stellung der Ventilplatte 134 möglich ist; somit kehrt der Hebel 112 in seine Ausgangsstellung zurück, und im Punkt D herrscht wieder dieselbe Drehzahl wie im Punkt A.
  • Wenn es erwünscht ist, ein Triebwerk mit einer anderen als der durch die Punkte A oder B angegebenen Drehzahl zu betreiben, dann kann der Wählhebel 84 so eingestellt werden, daß er eine andere Kraft als die von der Feder 120 aufgebrachte auf den Hebel 112 ausübt. So wird beispielsweise zur Einstellung einer tieferen Triebwerksdrehzahl der Wählhebel 84 im Uhrzeigersinn bewegt; die Feder 120 kann sich dann ausdehnen und die auf den Hebel 112 einwirkende Kraft vermindern. Dadurch bewegt sich der Hebel 112 entgegen dem Uhrzeigersinn und vermindern sich die Drücke Pz und P, was eine Verminderung der Brennstoffmenge und somit der Drehzahl zur Folge hat. Die Drehzahl nimmt ab, bis die von den Gewichten 100 erzeugte Kraft auf den Punkt abfällt, wo sie mit der neuen geringeren Federkraft im Gleichgewicht ist, beispielsweise bis zum Punkt E der Kurve 170. Die neu eingeregelte Drehzahl ist dann diejenige, die durch den Punkt E dargestellt ist.
  • F i g. 3 zeigt in einer graphischen Darstellung die Betriebskennlinie des Reglers, wobei die Triebwerksdrehzahl N über der Zeit T aufgetragen ist. Die Kurve 178 zeigt diese Beziehung bei proportionalem Betrieb. Wenn bei der Zeit Ti das Triebwerk eine plötzliche Be,lastungszunahme erfährt, dann sieht der Regler während des Zeitraums Ti_T 2 eine vermehrte Brennstoffzugabe vor, die sich im. Zeitpunkt T2 stabilisiert hat. 1nfolge, der bereits erwähnten Drehzahländerung findet jedoch die, Stabilisierung bei einer etwas niedrigeren Drehzahl -entsprechend der Abweichung der Kurve 178 von der gestrichelten Linie statt. Die Kurve 180 zeigt die Drehzahl der Zeit bei isochroner Arbeitsweise, wenn die durch die Schraube 90 verschließbare Leitung 152 geöffnet ist. Es ist ersichtlich, daß zu einer Stabilisierung von T, nach T., eine größere Zeit erforderlich ist, jedoch keine Veränderang der Drehzahl stattfindet. Die bei der Stabilisierung verstreichende Zeit kann durch Einstellung der Schraube 88 verändert werden. Beispielsweise kann bei einer Einstellung, in der die Schraube den Durchfluß des Brennstoffs zwischen der Kammer 146 und der Leitung 152 micht drosselt, das Verhältnis der Drehzahl zur Zeit der Kurve 182 entsprechen, bei der eine Stabilisierung im Zeitabstand T, bis T4 stattfindet.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhranlage eines Gastarbinentliebwerks, deren Brennstoffregelventil über eine hydraulische Abflußdrosselsteuerung mittels eines von der Triebwerkswelle angetriebenen Dr--hzablmeßwerks mit von Hand wählbarem Sollwert gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung der Abflußdrossel (136) durch einen Stufenkolben (138) längsverschiebbar ist, der in der Kammer (150) mit der kleinen Kolbenfläche vom Abflußdruck (PO) in der zwischen großemKolbenstück (140) und kleinem Kolbenstück (142) gelegenen Kammer (148) von etwa konstantem Steuerflüssigkeitsdruck (Pg) und in der Kammer (146) mit der großen Kolbenfläche von einem aus diesem Druck über eine feste Durchflußdrossel (154) abgeleiteten Druck (Pz) beaufschlagt wird, dessen Größe von der Stellung einer durch den Drehzahlregler (100) verstellbaren Abflußdrossel (158) bestimmt wird.
  2. 2. Regler nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Einlaß der Kammer (146) eine an sich bekannte einstellbare, die Verstellgeschwindigkeit des Kolbens (138) bremsende, Drossel (88) angeordnet ist. 3. Regler nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußdrossel (154) durch ein handbetätigtes Glied (90) absperrbar und damit der Kolben (138) stillsetzbar ist. 4. Regler nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem schwenkbaren Hebel, an dessen einem Ende ein -eine Abflußdrossel beeinflussendes Glied angebracht ist und an dessen anderem Ende zur Messung des Drehzahl-Istwerts Flieligewichte und in entgegengesetzter Richtung zur Eingabe des Drehzahl-Sollwcrts eine Feder verstellbarer Vorspannung über eine schwenkbare Platte und eine Rolle mit änderbarem wirksamem Hebelarm angreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel als Winkelhebel (112) ausgebildet ist und daß er zwei die Abflußdrosseln (136, 158) beeinflussende Platten (132, 134) trägt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1068 514, 954 752, 931016, 875 281; schweizerische Patentschrift Nr. 282 501; USA.-Patentschriften Nr. 2 950 597, 2 938 339, 2 931442, 2 923 128, 2 911790, 2 906 093,
DEB65365A 1960-12-29 1961-12-28 Gleichdrehzahlregler in der Brennstoffzufuhr-anlage eines Gasturbinentriebwerks Pending DE1280619B (de)

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