DE1280409B - Elektromagnetisches Relais mit Klappanker - Google Patents
Elektromagnetisches Relais mit KlappankerInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
HOIh
Deutsche KI.: 21g-4/01
Nummer: 1 280 409
Aktenzeichen: P 12 80 409.0-33 (S 80836)
Anmeldetag: 9. August 1962
Auslegetag: 17. Oktober 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Relais mit Klappanker, bei dem das aus
Kern und Joch bestehende Magnetsystem aus einem einzigen U-förmigen Bauteil mit auf seiner Gesamtlänge
gleichem Eisenquerschnitt besteht, wobei die Abmessungen des Kern- und Jochquerschnitts verschieden
sind.
Bei den bekannten Relais besteht der magnetische Kreis in der Regel aus dem Anker, dem Joch und
dem Kern mit angesetztem Polschuh, wobei der Kern entweder aus Rund- oder Flachmaterial besteht.
Meist ist der Kern mit dem Joch durch Verschrauben, Vernieten oder Verschweißen verbunden. Da
es sich hierbei um keine homogene Verbindung handelt, treten magnetische Übergangswiderstände
auf, die den Wirkungsgrad des Relais verschlechtern. Außerdem fällt auch der Arbeitsaufwand beim
Zusammenbau von Kern und Joch, die einzeln gefertigt werden müssen, bereits ins Gewicht. Im Rahmen
einer mechanisierten Fertigung besteht sowohl ao die Forderung, Werkstoffeinsparungen zu erreichen,
als auch möglichst wenig Arbeitsvorgänge vorzusehen, die zeitraubend sind und im Rahmen der
Fertigung großer Stückzahlen ins Gewicht fallen.
Es ist zwar bereits bekannt, Joch und Kern eines Elektromagnetsystems als U-förmiges Bauteil auszubilden,
wobei der Eisenquerschnitt auf der gesamten Länge des Kern und Joch umfassenden magnetischen
Kreises konstant ist. Trotzdem sind bei den bisher bekanntgewordenen Ausführungsformen bei der
Herstellung des U-förmigen Bauteils meist spanabhebende Arbeitsgänge sowie komplizierte Biegevorgänge
erforderlich, wodurch die Notwendigkeit besteht, bei der Fertigung teuere Folgewerkzeuge
vorzusehen. So wird in der Regel zur Herstellung des U-förmigen Magnetsystems ein Schnittwerkzeug
erforderlich, zu dem zum Erreichen der U-Form in jedem Fall noch ein Biegewerkzeug zum Einsatz
kommen muß.
Bei einer bekannten Ausführungsform wird das Kernprofil zur Anpassung an die lichte Weite der
Erregerspule durch Zusammenfalten des rechteckförmigen Kernmaterials erreicht. Um dieses Zusammenfalten
durchführen zu können, ist am Übergang von Joch und Kern eine Einschnürung erforderlich.
Dabei muß dieser Übergangsabschnitt außerdem noch relativ lang sein, um die Formänderung
ohne Gefahr einer Werkstoffzerstörung durchführen zu können. Dieser Übergangsabschnitt steht aber
für die Erregerspule nicht zur Verfügung, und damit tritt bei der Fertigung eine Verschwendung an hochwertigem
Magnetwerkstoff ein.
Elektromagnetisches Relais mit Klappanker
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, 8000 München 2, Witteisbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Josef Fischer,
Herbert Krautwald,
Wolfgang Hübner, 8000 München
Um diese Nachteile, die bei der Herstellung eines Magnetsystems als Massenartikel besonders in Erscheinung
treten, auszuschalten, besteht erfindungsgemäß das Kern und Joch bildende U-förmige Bauteil
aus Walzeisen unterschiedlicher Dicke. Der dadurch sich ergebende Vorteil ist vor allem darin zu
sehen, daß der Arbeitsaufwand zur Herstellung des Magnetsystems gegenüber bekannten Lösungen erheblich
geringer ist, da teuere Folgewerkzeuge eingespart werden können. Da bei Verwendung eines
derartigen Walzeisenstreifens ein Zusammenfalten des Kernteils entfallen kann, erübrigt sich auch das
Vorhandenseit eines Übergangsabschnitts zwischen Joch und Kern. Für die Fertigung ergibt sich dabei
ein Optimum an Einfachheit der Herstellung und eine erhebliche Werkstoffeinsparung gegenüber den
bekannten Lösungen. Es entsteht im übrigen keinerlei Überdimensionierung bei Joch und Kern, trotzdem
die Abmessungen aus konstruktiven Gründen verschieden gewählt sind. Zweckmäßigerweise wird
der Kern und Joch bildende Walzeisenabschnitt vor dem U-förmigen Abbiegen aus dem Walzeisenstreifen
unterschiedlicher Dicke abgetrennt. Dabei kann man die beim Trennen der Bauteile verbleibenden Stege
als Rastnasen zur Halterung einer Schutzkappe des Relais verwenden. Vorteilhafterweise besitzt das als
Joch dienende Ende des U-förmigen Bauteils einen Eigenquerschnitt, dessen Breite dem Außenmaß der
auf den Kern aufschiebbaren Erregerspule entspricht.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Stirnfläche des Jochs in Verbindung
mit einer Längsprägung am Kern die Ankerlagerung bildet. Ferner kann man den auf den Kern
aufschiebbaren Spulenkörper der Erregerspule als Spritzteil herstellen. Dieser Spulenkörper kann Rastnasen
aufweisen, die nach dem Aufschieben der
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Erregerspule auf den Kern in entsprechende Vertiefungen des Joches und/oder des Kerns einrasten.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung eines Ausfuhrungsbeispieles.
Es zeigt
F i g. 1 das elektromagnetische Relais mit Klappanker
nach der Erfindung,
Fig. 2a bis 2c die Ausführung der Ankerlagerung, zum Teil im Schnitt,
F i g. 3 eine Streifenanordnung für Kern und Joch während des Herstellungsvorgangs.
Das in F i g. 1 gezeigte elektromagnetische Relais besitzt ein aus dem Kernl und dem Joch 2 bestehendes
Magnetsystem, welches ein einziges U-förmig geformtes Bauteil mit gleichen Schenkellängen
darstellt. Als Ausgangsmaterial für dieses Bauteil ist ein Walzprofil gewählt. Um innerhalb des Magnetkreises
gleiche Eisenquerschnitte für den Erregerfmß zu erhalten, besitzt der schmalere Kern 1 die
Dicke si, während das breitere Joch 2 die Dickes 2
aufweist. Mit HiMe des gewählten Walzprofils können diese Dickenunterschiede ohne spanabhebende
Bearbeitung erzielt werden. Da die Schenkellängen des U-förmigen Bauteils und damit Joch und Kern
gleich lang sind, können sie in einem gemeinsamen Arbeitsgang auf Länge gefräst bzw. geschliffen oder
auch bei Verwendung entsprechender Haltevorrichtungen auf gleiche Längen gestaucht werden.
Die Lagerung des Ankers 5 erfolgt nach F i g. 2
durch die Stirnfläche des Joches 2 in Verbindung mit einer Längsprägung 5 a. Die Längsprägung 5 α
sorgt dafür, daß der auf der Stirnkante des Joches 2 aufliegende Anker 5 eine entsprechende Führung erhält,
wobei die Ruhelage des Ankers 5 durch die Ankerfeder 6 erreicht wird. Um eine seitliche Führung
des Ankers zu erzielen, kann man noch eine rechteckige Warze Sc in eine Aussparung 2 & des
Joches 2 eintauchen lassen.
Im angezogenen Zustand liegt der Anker 5 völlig plan auf dem Joch und auf dem als Polfläche wirksamen
Kern 1 des Magnetsystems auf. Der Anker 5 wird durch die Ankerfeder 6 dadurch gehalten, daß
die beiden Federschenkel 6 a in entsprechende Rastnasen 2 a des Joches 2 einrasten. Durch diese Befestigung
des Ankers kann dieser und auch anschließend die Erregerspule 3 vom Kern abgenommen
werden.
Am Anker 5 ist der Ankerarm 8 befestigt, an dem sich das Betätigungsglied 7 für die Kontaktanordnung
befindet. Um den Ankerhub erforderlichenfalls einstellen zu können, weist der Ankerarm 8 eine
Sollbiegestelle 8 a auf. Die Kontaktanordnung besteht im wesentlichen aus den ortsfesten Kontaktelementen
12, die in Verbindung mit der vom Betätigungsglied? bewegten Kontaktfeder 13 eine Umschalt-
kontaktanordnung bilden. Die Anschlüsse zu den ortsfesten Kontaktelementen sowie zur Kontaktfeder,
aber auch die Anschlüsse der Erregerspule 3 sind an Kontaktmesser 14 geführt. Für die Schutzkappe U
besteht eine Einrastmöglichkeit durch die als Rastnasen verwendeten Stege 4, die beim Trennen der
das Magnetsystem bildenden Teile an diesen verbleiben.
In F i g. 3 ist schematisch eine Streifenanordnung
zur Herstellung des Magnetsystems gezeigt, wobei die Herstellungsphase I das bereits gelochte und gestanzte
Walzprofil wiedergibt. Der obere Lappen entspricht nach Durchführung des Biegevorgangs
dem Kern 2, während der untere Lappen das Joch 1 darstellt. Hier sind auch die ausgestanzten Nasen 2 α
ersichtlich, die zur Aufnahme der Federschenkel 6 a der Ankerfeder 6 dienen. Die Löcher 15, die während
der Herstellungsphase V mit Gewinde versehen werden, dienen zur Befestigung des Magnetsystems
auf der Isolierstoffplatte 10 durch entsprechende Befestigungsbolzen 9 (Fig. 1). Zur Erdung kann an
dieser Stelle noch ein geeigneter Anschluß 9 a vorgesehen sein. In F i g. 3 ist außerdem noch gezeigt,
wie nach dem Abtrennen der einzelnen Bauteile von dem Streifen die Stege 4 verbleiben, die später als
Rastnasen für die Schutzkappe 11 dienen.
Claims (7)
1. Elektromagnetisches Relais mit Klappanker, bei dem das aus Kern und Joch bestehende
Magnetsystem aus einem einzigen U-förmigen Bauteil mit auf seiner Gesamtlänge gleichem
Eisenquerschnitt besteht, wobei die Abmessungen des Kern- und Jochquerschnitts verschieden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Kern (1) und Joch (2) bildende U-förmige Bauteil
aus Walzeisen unterschiedlicher Dicke besteht (Fig. 3).
2. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern und Joch
bildende Walzeisenabschnitt vor dem U-förmigen Abbiegen aus einem Walzeisenstreifen unterschiedlicher
Dicke ausstanzbar ist (F i g. 3).
3. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beim späteren
Trennen der Bauteile verbleibenden Stege (4) als Rastnasen zur Halterung einer Schutzkappe (11)
des Relais dienen.
4. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das
als Joch (2) dienende Ende des U-förmigen Bauteils einen Eisenquerschnitt aufweist, dessen Breite
dem Außenmaß der auf den Kern aufschiebbaren Erregerspule (3) entspricht.
5. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnflächen des Jochs (2) in Verbindung mit einer Längsprägung (5 a) am Anker (5) die
Ankerlagerung bildet.
6. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Kern
(1) aufschiebbare Spulenkörper (3 α) der Erregerspule
(3) als Spritzteil hergestellt ist.
7. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper
(3 a) Rastnasen aufweist, die nach dem Aufschieben der Erregerspule (3) auf den Kern (1)
in entsprechende Vertiefungen des Jochs (2) und/oder Kern (1) einrasten.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 522 079;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1113 753; französische Patentschrift Nr. 1108 457.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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