DE1280399B - Verfahren zur Spannungseinstellung eines Anzapftransformators - Google Patents
Verfahren zur Spannungseinstellung eines AnzapftransformatorsInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIf
Nummer: 1280 399
Aktenzeichen: P 12 80 399.5-32 (A 42753)
Anmeldetag: 29. März 1963
Auslegetag: 17. Oktober 1968
Bei aus einem Einphasenwechselstromnetz gespeisten elektromotorischen Antrieben, wie sie namentlich
auf Lokomotiven und Triebwagen anzutreffen sind, erfolgt die Drehzahlregelung zumeist durch Veränderung
der Speisespannung. Zu diesem Zweck ist der zur Herabsetzung der Fahrdrahtspannung dienende
Transformator ober- oder unterspannungsseitig mit Anzapfungen versehen, die wahlweise über
Stufenschalter oder Schütze mit dem Hochspannungsbzw. Fahrstromkreis verbunden werden. Diese Anordnung
ermöglicht die stufenweise Änderung der Fahrmotorspannung.
Die optimale Ausnützung der Reibung zwischen Rad und Schiene für die Zugförderung erfordert
eine möglichst feinstufige Spannungsregulierung, so daß der gewünschte Betriebszustand ohne schädliche
Sprünge oder gar vorübergehende Einbußen an Zugkraft herbeigeführt werden kann. Andererseits lassen
sich Transformatoranzapfungen, namentlich auf der Unterspannungsseite, nur in beschränkter Zahl verwirklichen.
Zumeist wird durch Drosselspulenschaltungen eine Vermehrung der Regulierstufen angestrebt,
wobei die beim Aufschalten auftretenden kurzzeitigen Zugkrafteinbrüche durch Überschaltwiderstände
gemildert werden. Praktisch können achtundzwanzig Anzapfungen in Frage kommen.
Bei mit Quecksilberdampfgleichrichtern und WeI-lenstrommotoren
ausgerüsteten Triebfahrzeugen wäre eine kontinuierliche Spannungsänderung durch Beeinflussung
des Aussteuerungsgrades möglich. Dieses Verfahren arbeitet jedoch bei Teilaussteuerung mit
ungünstigem Leistungsfaktor und hohem Oberwellengehalt. Desselbe gilt auch, wenn an Stelle der Quecksilberdampfgefäße
steuerbare Halbleiter elemente verwendet werden, denen nebst zahlreichen Vorteilen
gegenwärtig noch die Nachteile großen Platzbedarfes und hohen Preises anhaften.
Es ist ferner eine Einrichtung zur Regelung der Spannung bekannt, wo an einem Anzapftransformator
über Wählerkontakte zwei Gruppen gegenparallel geschaltete steuerbare Halbleiter-Gleichrichter
schaltbar sind. Der Übergang von einer Stufe zur anderen erfolgt immer im Nulldurchgang des Stromes.
Dadurch erhält der Motor in kürzester Zeit die andere Spannungsstufe aufgeschaltet. Dies hat
zur Folge, daß eine starke Stromänderung eintritt, bis der neue Beharrungszustand des Motors erreicht
worden ist. Diesen Nachteil vermeidet die Erfindung.
Die Erfindung geht vom Gedanken aus, die Zahl der erforderlichen steuerbaren Halbleiterelemente
niedrig zu halten, indem durch die Aussteuerungs-Verfahren
zur Spannungseinstellung
eines Anzapftransformators
eines Anzapftransformators
Anmelder:
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Qe.,
Baden (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
8000 München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Riccardo Frosio, Baden (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 13. März 1963 (3165)
variation nicht der ganze Unterspannungsbereich überdeckt wird, sondern nur die Spannungsdifferenz
zweier benachbarter Transformatoranzapfungen. Die Anzapfungen werden dabei nach wie vor stromlos
durch den Wähler eines Stufenschalters angesteuert und die bisher durch Lastschalter bewerkstelligten
Leistungsunterbrüche werden von steuerbaren Halbleiterelementen übernommen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Spannungseinstellung eines Anzapftransformators für
die Speisung eines Traktionsmotors mittels zweier Gruppen gegenparallel geschalteter steuerbarer Ventile,
die auf der einen Seite über Wählerkontakte schaltbar, auf der anderen Seite gemeinsam mit der
Lastleitung verbunden sind und in Abhängigkeit von der Stellung der Wählerkontakte über eine Steuereinrichtung
gesteuert werden.
Die Erfindung besteht bei einem Verfahren der vorstehend genannten Art darin, daß zur stufenlosen Spannungseinstellung zwischen zwei Transformatoranzapfungen die an der höheren Spannung liegende Ventilgruppe durch kontinuierliche Änderung des Zündwinkels stetig gesteuert wird, während die an der niederen Spannung liegende Ventilgruppe auf Durchlaß gesteuert ist.
Die Erfindung besteht bei einem Verfahren der vorstehend genannten Art darin, daß zur stufenlosen Spannungseinstellung zwischen zwei Transformatoranzapfungen die an der höheren Spannung liegende Ventilgruppe durch kontinuierliche Änderung des Zündwinkels stetig gesteuert wird, während die an der niederen Spannung liegende Ventilgruppe auf Durchlaß gesteuert ist.
Die Erfindung wird an Hand des Schaltbildes erläutert. 1 und 2 sind die Oberspannungs- und Unterspannungswicklungen
eines Anzapftransformators für die Speisung des Traktionsmotors 3 über den
Gleichrichter 4. Die Unterspannungswicklung besitzt eine größere Anzahl Anzapfungen 11, 12, 13.
809 627/1125
Der Klarheit wegen sind nur deren drei gezeichnet. Je nach der gewünschten Feinheit können Unterteilungen
von zehn bis fünfzig solcher Anzapfungen in Frage kommen. Zur Zeit sind etwa achtundzwanzig
Anzapfungen üblich.
Jede Anzapfung ist mit je einem Wählerkontakt 11a bis 13 a, 11 & bis 13 & zweier Wählerkontaktgruppen
a, b verbunden. Die erste Wählerkontaktgruppe α ist auf eine GegenparaUelschaltung 5 zweier
stetig durch Ändern des Zündwinkels steuerbarer Ventile 5 a, Sb geschaltet. Die zweite Wählerkontaktgruppe
b ist auf eine GegenparaUelschaltung 6 zweier weiterer, nicht stetig steuerbarer Ventile 6 α, 6 b geschaltet.
Bei dem Gleichrichterpaar der GegenparaUelschaltung 5 ist der Zündeinsatz kontinuierlich
verstellbar, während das andere Gleichrichterpaar in den direkten Durchlaß oder Sperrzustand gesteuert
wird. Die GegenparaUelschaltungen 5 und 6 sind an den wählerabgewandten Klemmen gemeinsam
ohne zusätzliche Widerstände auf den Gleichrichter 4 geschaltet. Mit dem Gleichrichter ist der Fußpunkt
10 des Transformators verbunden. Gleichstromseitig ist der Traktionsmotor 3 angeschlossen.
Für die Steuerung der Wählerkontakte und die Steuerung der gegenparallelgeschalteten Ventile ist
eine Steuereinrichtung 7 vorgesehen. Diese Steuereinrichtung arbeitet in der Weise, daß das Öffnen
und Schließen der Wählerkontakte nur dann erfolgt, wenn die zugehörigen gegenparaUelgeschalteten Ventile
gesperrt sind. Dann sind die anderen gegenparaUel geschalteten Ventile jeweils stromdurchlässig.
Ferner ist einer der zugehörigen Wählerkontakte geschlossen. Die Steuerung der Ventile erfolgt dabei
so, daß die GegenparaUelschaltung 5 durch Ändern des Zündwinkels stetig von Sperren auf Durchlaß
und umgekehrt gesteuert wird. Demgegenüber wird die GegenparaUelschaltung 6 direkt von Sperren auf
Durchlaß und umgekehrt gesteuert.
Die Funktionsweise der Einrichtung ist folgende: Im Ausgangszustand befinden sich die GegenparaUelschaltungen
5 und 6 im Sperrzustand, und die Wählerkontakte 11 α bis 13a, Ub bis 136 sind geöffnet.
Soll der Traktionsmotor 3 aus dem Stillstand angelassen werden, so wird zunächst der Wählerkontakt
11 α geschlossen und durch zunehmende Aussteuerung
der GegenparaUelschaltung 5 die Spannung bis zum voUen Wert der ersten Transformatorstufe gesteigert.
Dann wird der Schalter 116 geschlossen und
die GegenparaUelschaltung 6 mit voUer Aussteuerung eingeschaltet. In diesem Augenblick arbeiten
beide voU ausgesteuerten Ventilpaare in Parallelschaltung auf den Gleichrichter 4. Nunmehr wird die
GegenparaUelschaltung 5 gesperrt und der Wählerkontakt 11 α geöffnet. Damit ist die erste Fahrstufe
erreicht.
Der Übergang zur zweiten Stufe wird durch die Schließung des Wählerkontaktes 12 a eingeleitet. Die
Aussteuerung der Ventile 5 a, 56 wird erneut stetig auf ihren vollen Wert erhöht. Alsdann werden die
Ventile 6 α, 66 gesperrt, der Wählerkontakt 116 geöffnet
und 126 geschlossen. Die Ventile 6 a, 66 werden erneut in leitenden Zustand versetzt, die Ventile
5a, 56 gesperrt und der Wählerkontakt 12 α geöffnet. Die zweite Stufe ist erreicht und die Anordnung
ist bereit zum Anlaufen der dritten Stufe. Die bereits geschilderten Vorgänge wiederholen sich.
Beim Abwärtsschalten wickeln sich die Schalt- und Steuervorgänge in umgekehrter Reihenfolge ab.
Die Erfindung ermöglicht es, bei Stufenschaltern den Lastschalter wegzulassen und dabei trotzdem
die Wählerkontakte stromlos zu schalten. Die Anwendung der gegenparallelen, gesteuerten Ventile
gestattet erne stetige Regelung von einer Stufe zur anderen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Spannungseinstellung eines Anzapftransformators für die Speisung eines Traktionsmotors mittels zweier Gruppen gegenparaUel geschalteter steuerbarer Ventile, die auf der einen Seite über Wählerkontakte schaltbar, auf der anderen Seite gemeinsam mit der Lastleitung verbunden sind und in Abhängigkeit von der SteUung der Wählerkontakte über eine Steuereinrichtung gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur stufenlosen SpannungseinsteUung zwischen zwei Transformatoranzapfungen die an der höheren Spannung liegende Ventilgruppe durch kontinuierUche Änderung des Zündwinkels stetig gesteuert wird, während die an der niederen Spannung liegende Ventilgruppe auf Durchlaß gesteuert ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 161159;
französische Patentschriften Nr. 1153 213,
1242450,1250482,1262213,1309 065, 1310923.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 627/1125 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH316563A CH400315A (de) | 1963-03-13 | 1963-03-13 | Einrichtung zur stufenlosen Regelung der Spannung eines Anzapftransformators |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1280399B true DE1280399B (de) | 1968-10-17 |
Family
ID=4250018
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1963A0042753 Pending DE1280399B (de) | 1963-03-13 | 1963-03-29 | Verfahren zur Spannungseinstellung eines Anzapftransformators |
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| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT243937B (de) |
| CH (1) | CH400315A (de) |
| DE (1) | DE1280399B (de) |
| GB (1) | GB993656A (de) |
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Also Published As
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