DE1280227B - Chloralkalielektrolysezelle - Google Patents
ChloralkalielektrolysezelleInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B15/00—Operating or servicing cells
- C25B15/04—Regulation of the inter-electrode distance
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
COId
Deutsche KL: 121-1/14
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
P 12 80 227.6-41 (F 45846)
17. April 1965
17. Oktober 1968
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Chlorelektrolysezelle, bestehend aus einem Zellentrog,
der eine Quecksilberkathode enthält, und einen Zellendeckel, durch den an einer höhenverstellbaren
Trägerkonstruktion befestigte Anoden gleitfähig und abgedichtet hindurchgeführt sind, wobei die Trägerkonstruktion
mit einem steuerbaren Höhenverstellantrieb ausgestattet ist.
In der Auslegeschrift 1 065 819 wird eine Vorrichtung beschrieben, die alle Handgriffe und Tätigkeiten
ausführt, die normalerweise eine Fachkraft ausübt, die mit der Nachstellung der Anoden betraut
ist. Dieser Nachstellungsautomat enthält eine große Zahl elektrischer Relais und mehrere Elektromotoren,
die über komplizierte Schaltkreise gesteuert werden. Ganz abgesehen davon, daß eine derartige
Vorrichtung einer sehr sorgfältigen Wartung bedarf und infolge seiner komplizierten Struktur sehr störanfällig
ist, treten durch die starken magnetischen Felder an den Zellen einer normalen, mit den üblichen
Stromdichten von 5000 bis 6000Amp./m2 betriebenen Chloralkalielektrolyse nach dem Amalgamverfahren
Störungen in den Schwachstromkreisen des Automaten auf, die nur durch eine magnetische
Abschirmung abgehalten werden können. Dadurch wird die Vorrichtung aber noch komplizierter.
Weiterhin sind Einrichtungen bekannt, bei denen halbautomatische, von einem Bedienungsmann geführte
Geräte die Tieferstellung der Anoden besorgen. Dies bedeutet aber wieder einen personellen
Aufwand, wobei nur die Fachkräfte durch ungelerntes Hilfspersonal ersetzt werden können. Damit ist
aber der Vorteil der Dauerkontrolle des Abstandes wieder in Frage gestellt.
Es ist weiterhin wichtig, daß die Trägerkonstruktion allerorts gleichmäßig gehoben bzw. gesenkt wird,
damit die einzelnen Anoden auch gleichmäßigen Abstand zur Quecksilberkathode aufweisen. Ist dies
nicht gewährleistet, so bringt eine automatische Einstellung der Zellen keine wirtschaftlichen Vorteile.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die vorgenannten Mangel zu beheben und insbesondere
einen Höhenverstellantrieb für die Trägerkonstruktion zu schaffen, der ein einwandfreies und gleichmäßiges
Einstellen des Abstandes aller Elektroden einer Zelle zur Kathode garantiert.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Höhenverstellantrieb aus einer von einem Motor
angetriebenen Querwelle besteht, die über eine Schneckenrad-Zahnradkombination mindestens eine
mit einer Spindelmutter zusammenwirkende Spindel antreibt, wobei jeweils eines dieser beiden Elemente
Chloralkalielektrolysezelle
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
5090 Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Eberhard Zirngiebl, 5000 Köln-Flittard;
Dipl.-Ing. Carl Weltin, 5090 Leverkusen;
Peter Queins, 5670 Opladen
Dipl.-Ing. Carl Weltin, 5090 Leverkusen;
Peter Queins, 5670 Opladen
ao an der Trägerkonstruktion und am Zellentrog angeordnet ist.
Dieser Höhenantrieb sichert eine exakte und schnelle Verstellung und erlaubt insbesondere die
Trägerkonstruktion bei der Ausführung mit mehreren Spindeln an einer dementsprechenden Anzahl
von Punkten gleichzeitig und symmetrisch zu betätigen, wodurch Verkantungen ausgeschaltet werden.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist der Höhenverstellantrieb mit einem preßluftgetriebenen Motor versehen, um die Explosionsgefahr
durch Funkenbildung, wie sie bei Elektromotoren besteht, zu vermeiden.
In an sich bekannter Weise sind die Anoden vorzugsweise zusätzlich mit einer von Hand zu betreibenden
Einstellvorrichtung versehen. Bei irgendeiner außergewöhnlichen Störung kann dann die
Zelle beim Versagen der automatischen Steuerung dennoch weiterbetrieben werden.
Hierzu eignet sich nach einer Weiterbildung der Erfindung eine bevorzugte Ausführungsform der
Handeinstellvorrichtung, wobei diese aus einer Drehvorrichtung mit Handrad besteht, die in einem
Gegengewinde an der Trägerkonstruktion befestigt ist, wobei dieses Gegengewinde in auf den Anodenstäben
angebrachte Gewindebuchsen eingreift.
Die erfindungsgemäße Elektrolysezelle wird nachstehend am Beispiel einer normalen Einbahn-Horizontalzelle
von 10 m2 Kathodenfläche an Hand der F i g. 1 und 2 schematisch erläutert.
F i g. 1 stellt den Querschnitt einer solchen Zelle dar, und
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Zelle.
809 627/1381
Die in der Beschreibung angegebenen Bezugszeichen gelten für beide Figuren.
Die Zelle besteht aus dem Zellentrog 1 und dem Zellendeckel 2. In dem Zellendeckel 2 sind die Anoden
3 mit einer Dichtung so eingelassen, daß sie bei 5 feststehendem Zellendeckel 2 hin- und herbewegt
werden können. Die Anoden 3 sind in einer Trägerkonstruktion 4 befestigt. Diese Trägerkonstruktion 4
besteht aus U-Profilen 4 a, die in Längsrichtung der
Zelle verlaufen und solchen, 4 b, die senkrecht dazu verlaufen und die Außenschienen miteinander verbinden,
wobei an diesen U-Profilen 4 b die Anoden 3 befestigt sind.
In F i g. 2 sind die Anoden der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Um die Anoden individuell
einstellen zu können, ist in üblicher Weise an den Anodenstäben 5 eine Gewindebuchse 6 angebracht,
die durch Drehen eines an der Trägerkonstruktion 4 drehbar befestigten Gegengewindes 7, das lose mit
einem Überwurf 8 gehaltert ist, und eine Handein-Stellvorrichtung zum Eingreifen einer Drehvorrichtung
9 mit HandradlO besitzt, in Bewegung gesetzt wird. Durch Drehen des Handrades 10 wird die
Anode 3 gehoben bzw. gesenkt und ist damit einer individuellen Einstellung zugänglich.
Die gesamte Anodengruppe bzw. alle Anodengruppen einer Zelle können über den Höhenverstellantrieb
wie folgt verstellt gesetzt werden:
Durch die Kupplung 11 des Antriebes wird die Längswelle 12 in Bewegung gesetzt. Die auf dieser
Längswelle 12 angeordneten Schneckenräder 13 greifen in Zahnräder 14 ein, die auf einer Querwelle IS
sitzen. Auf dieser Querwelle 15, die bei 16 gehalten
wird, sitzen Schneckenräder 17, die in das Zahnrad 18 einer senkrecht stehenden Spindel 19 eingreifen.
Am oberen Ende der Spindel 19 ist ein Gewinde eingeschnitten, das in ein feststehendes Gegengewinde
20 auf dem Längsträger 4 α der Trägerkonstruktion 4 eingreift. Zur Halterung der Spindel 19 wird der
überstehende Rand des Zellendeckels 2 und eine Stelle am Zellentrog 1 benutzt. Wie in F i g. 2 gezeigt
wird, bewegt sich die Trägerkonstruktion 4 je nach der Drehrichtung der Kupplung 11 aufwärts
oder abwärts. In dieser einfachen Form genügt es, an der Kupplung 11 einen schnell laufenden Luftmotor
geringer Leistung anzuschließen, um die Anoden innerhalb kurzer Zeit auf einen gewünschten
Abstand zur Kathode oder auf eine vorgegebene Spannung einzustellen.
Claims (4)
1. Chloralkalielektrolysezelle, bestehend aus einem Zellentrog, der eine Quecksilberkathode
enthält, und einem Zellendeckel, durch den an einer höhenverstellbaren Trägerkonstruktion befestigte
Anoden gleitfähig und abgedichtet hindurchgeführt sind, wobei die Trägerkonstruktion
mit einem steuerbaren Höhenverstellantrieb ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Höhenverstellantrieb aus einer von einem Motor angetriebenen Querwelle (15) besteht, die
über eine Schneckenrad-Zahnradkombination (17,18) mindestens eine mit einer Spindelmutter
zusammenwirkende Spindel (19) antreibt, wobei jeweils eines dieser beiden Elemente an der
Trägerkonstruktion (4 a, 46) und am Zellentrog (1) angeordnet ist.
2. Chloralkalielektrolysezelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen preßluftgetriebenen
Motor.
3. Chloralkalielektrolysezelle nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anoden (3) zusätzlich mit einer von Hand zu betreibenden Einstellvorrichtung versehen sind.
4. Chloralkalielektrolysezelle nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Handeinstellvorrichtung aus einer Drehvorrichtung (9) mit
Handrad (10) besteht, die in einem Gegengewinde (7) an der Trägerkonstruktion (4 a, 4 b)
befestigt ist, wobei dieses Gegengewinde (7) in auf den Anodenstäben (5) angebrachte Gewindebuchsen
(6) eingreift.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1065 819.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1065 819.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 627/1381 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Citations (1)
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Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1065819B (de) * | 1957-02-09 | 1959-09-24 | Solvay & Cie Brüssel | Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Abstandes zwischen den Anoden und der beweglichen Queck silberkathode von Zellen fur die Elektro lyse wäßriger Losungen wahrend des Betriebes |
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|---|---|
| GB1148322A (en) | 1969-04-10 |
| BE679579A (de) | 1966-10-17 |
| CH455726A (de) | 1968-05-15 |
| AT263039B (de) | 1968-07-10 |
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