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DE127933C - - Google Patents

Info

Publication number
DE127933C
DE127933C DENDAT127933D DE127933DA DE127933C DE 127933 C DE127933 C DE 127933C DE NDAT127933 D DENDAT127933 D DE NDAT127933D DE 127933D A DE127933D A DE 127933DA DE 127933 C DE127933 C DE 127933C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
glass
carborundum
cut
saw
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT127933D
Other languages
English (en)
Publication of DE127933C publication Critical patent/DE127933C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/10Glass-cutting tools, e.g. scoring tools

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 127933 KLASSE 32 a.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Oktober 1900 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sägen oder Schneiden von Glas.
Bisher hat man Glasplatten meist in der Weise in Theile zerlegt, dafs man mit einem Diamanten oder ähnlichen Stein, dessen Härte gröfser ist als die des Glases, einen Einschnitt oder eine Einkerbung in die Oberfläche macht und sodann das Glas an diesem Einschnitt entlang mit der Hand abbricht oder den Theil, welchen man von der Platte entfernen will, mit einer Zange stückweise abbricht. Hierbei bricht manchmal die ganze Glasplatte selbst, und zwar besonders, wenn man gebogene Kanten schneiden mufs. Die Schnittfläche bezw. die Bruchfläche ist uneben und roh und mufs deshalb nachgeschliffen werden, was sehr zeitraubend und kostspielig ist.
Allen diesen Uebelständen abzuhelfen, ist vorliegendes Verfahren bestimmt. Das Verfahren besteht darin, dafs ein Draht ohne Ende mit sehr gröfser Geschwindigkeit unter Zuführung von mit OeI gebundenem Carborundpulver gegen die Glasplatte geführt wird. Der sich sehr schnell in der Längsrichtung bewegende Draht führt dabei das Carborund in den Schnitt und sägt in dieser Weise die Glasplatte durch.
Nicht nur, dafs man in dieser Weise das Glas in vollkommenster Weise sägen kann, man erhält auch eine vollkommen ebene und glatte Schnittfläche, so dafs die Kanten der gesägten Glasplatte nicht nachgeschliffen zu werden brauchen.
Je nachdem das Werkstück es erfordert, kann man dasselbe bewegen und den Draht ohne Ende stillstehen lassen, oder umgekehrt.
Der lange Draht ohne Ende kann über drei oder mehr Leitrollen geführt werden, von denen eine angetrieben wird oder in besonderen Fällen, in welchen in dieser Weise nicht so gut gesägt werden kann, kann man das Glas auch mit. einer Handsäge ohne Zähne sägen, deren Blatt ein Draht bildet. Die Abnutzung des Metalles ist dann aber viel gröfser, weil die Geschwindigkeit um so viel geringer ist.
Jedes Pulver, welches härter ist als Glas, eignet sich für das vorliegende Verfahren, Carborund jedoch ist dafür das geeignetste.
Das Carborundpulver wird mit OeI vermischt der Schneide zugeführt. Seine Atome heften sich an das Metall und weil die Scheibe, das Band oder der Draht ohne Ende mit gröfser Geschwindigkeit an dem Glase entlang geführt wird, ist die Abnutzung des Metalles selbst verhältnifsmäfsig gering.
Diese Geschwindigkeit mufs mindestens 350 m und mehr pro Minute betragen.
Dadurch, dafs das Carborundpulver mit OeI vermischt ist, wird es leichter durch den Draht mitgeführt und es wird aufserdem eine Vergeudung des Carborunds dadurch vermieden.
Der Draht kann aus allen zähen (also nicht gegossenen) Metallen angefertigt werden. Je poröser seine Oberfläche ist, desto besser wird das Carborund an dem Metall haften und desto geringer wird die Abnutzung des Metalles sein.
Es empfiehlt sich, mit sehr langen Bändern oder Drähten zu sägen, damit die Abnutzung sich über eine möglichst grofse Metallober-" fläche vertheilen kann und der Draht so lange wie möglich vorhält.
Warmlaufen ist nicht zu befürchten, wenn nur die Oberfläche des Drahtes sehr glatt abgedreht wird (auch auf der Löthstelle des letzteren) und alle Schwingungen so viel wie möglich vermieden werden, wenn also die Scheibe sehr genau läuft und der Draht ober- und unterhalb der Glasplatte in Blöcken geführt wird.
Dadurch und auch durch die Verwendung von Carborund erhält man eine sehr ebene und vollkommen glatte Schnittfläche, ' welche jedes Nachschleifen der Kanten der gesägten Glasplatten überflüssig macht.
Ein rundes Profil ist die geeignetste Form für den Draht, weil bei dieser Form das Carborund durch den Draht selbst nach den Aufsenkanten der Schneide gedrängt wird und in der Weise eine gleichmäfsige Vertheilung des Pulvers über die ganze halbrunde Schnittebene befördert, sowie eine glatte Schnittfläche erhalten wird. Auch wird durch das runde Profil ein Klemmen des Drahtes ohne Ende verhindert.
Man kann Spiegelglas von jeder Dicke sägen und in der Glasplatte selbst Figuren aussägen.
Auch kann man jede gewünschte Rand form sägen, was bis jetzt nur durch Schleifen geschehen konnte.
Falls man in einer Glasplatte von der Mitte aus zu sägen anfangen mufs, wird man erst ein Loch in die Platte bohren, sodann die beiden Drahtenden durchstecken und dann an einander löthen.
Es ist zu bemerken, dafs man Glas bereits mit Hülfe einer rotirenden Scheibe geschnitten hat, unter Einführung von Sand und Wasser in den Schnitt. Demgegenüber bietet die Anwendung des Drahtes den grofsen Vortheil, dafs man nicht nur wie mit der Scheibe gerade, sondern beliebig gebogene Linien sägen kann. Auch hat man einen in der Längsrichtung bewegten Draht ohne Ende schon zum Schneiden von Steinen in geraden oder Profillinien benutzt. Hiervon unterscheidet sich aber das vorliegende Verfahren durch die infolge der meist gröfseren Härte des Glases bedingte grofse Geschwindigkeit des Drahtes und die hierdurch bedingte Anwendung des OeIs, statt Wassers, als Bindemittel für das Schleifpulver.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Schneiden von Glas, darin bestehend, dafs man einen Draht mit sehr grofser Geschwindigkeit in seiner Längsrichtung relativ zu dem zu schneidenden und mit dem Draht in Berührung gebrachten Glase bewegt, unter Zuführung von mittels OeIs gebundenem Carborund oder einem anderen Pulver, welches härter ist als Glas, an die Schnittstelle.
DENDAT127933D Active DE127933C (de)

Publications (1)

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DENDAT127933D Active DE127933C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE127933C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181093B (de) * 1957-01-11 1964-11-05 Siemens Ag Vorrichtung zum Abtrennen von Halbleiter-scheiben gleichmaessiger Dicke von einem stabfoermigen Werkstueck aus Germanium, Silizium od. dgl.
FR2432000A1 (fr) * 1978-07-24 1980-02-22 Saint Gobain Procede de decoupe du verre

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181093B (de) * 1957-01-11 1964-11-05 Siemens Ag Vorrichtung zum Abtrennen von Halbleiter-scheiben gleichmaessiger Dicke von einem stabfoermigen Werkstueck aus Germanium, Silizium od. dgl.
FR2432000A1 (fr) * 1978-07-24 1980-02-22 Saint Gobain Procede de decoupe du verre

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