DE1279302B - Vorrichtung zur Belueftung von Raeumen - Google Patents
Vorrichtung zur Belueftung von RaeumenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
F24f
Deutsche KL: 36 d-6/05
Nummer: 1279 302
Aktenzeichen: P 12 79 302.1-16 (S 84657)
Anmeldetag: 11. April 1963
Auslegetag: 3. Oktober 1968
Das Hauptpatent betrifft eine Vorrichtung zur Belüftung von Räumen, insbesondere Tierställen, in
welche die Luft durch zwischen der Decke und deckenparallelen Platten vorgesehene, über die gesamte
Länge oder Breite des Raumes sich erstreckende Schlitze eintritt und durch Öffnungen in
Bodennähe austritt. Nach der im Hauptpatent beschriebenen Erfindung sind dabei die Schlitze durch
einen oder mehrere Stege in zwei oder mehrere Leitkanäle unterteilt, die einen — in Strömungsrichtung
der Luft gesehen — jeweils konstanten Luftdurchtrittsquerschnitt aufweisen. Nach anderen Merkmalen
der im Hauptpatent niedergelegten Erfindung strömt die Luft durch Öffnungen in der Decke zu, deren
Querschnitt größer als der Luftdurchtrittsquerschnitt der Leitkanäle ist.
Durch die vorbeschriebene Anordnung erhält man eine Raumbelüftung, die zugfrei, d. h. ohne Luftkurzschlüsse
arbeitet und durch die der Raum vollständig mit Frischluft durchspülbar ist. ao
Anstatt vorgewärmte Luft durch die Decke aus einem Dachraum anzusaugen, kann auch in einer
Modifikation der Erfindung die Luft durch Öffnungen in der Außenwand angesaugt werden. Hierbei
muß dann aber die Luft auf andere Weise vorgewärmt oder gegebenenfalls gekühlt werden.
In der Lüftungstechnik ist es bekannt, wenigstens einen Teil warmer Heiz- bzw. Lüftungsluft vor Eintreten
in den Raum an einer diesem Raum zugewandten Fläche entlangzuführen, so daß ein Teil der
in der Luft vorhandenen Wärme an diese Flächen und von dieser durch Strahlung der erwärmten Fläche
an den zu beheizenden Raum abgegeben wird. Diese Lüftungs- und Luftheizanlage erfordert aber ein
außerhalb des Raumes angeordnetes Aggregat zur Erzeugung der Heißluft und ist in vielen Fällen sowohl
aus Kosten- als auch aus Platzgründen nicht anwendbar.
Es ist ferner bekannt, mit Hilfe einer speziellen Bautechnik speziell armierte Betonprofile als tragende
Elemente von Decken und Wänden zu verwenden, die innen hohl sind. Zwischen diesen Betonprofilen
werden die Wände mit den üblichen Backsteinen und Isoliermaterialien aufgefüllt. Dabei dient ein Luftspalt
von 2 bis 4 cm in Bodennähe und ein weiterer Luftspalt in Deckennähe für die natürliche Lüftung
des Raumes. Mit dieser bekannten Bautechnik läßt sich aber weder eine Erwärmung noch auch eine
Kühlung bzw. Be- und Entfeuchtung der Luft erzielen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei einer Anordnung nach dem Hauptpatent, bei der die
Vorrichtung zur Belüftung von Räumen
Zusatz zum Patent: 1248 264
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, 8520 Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Theodor Stauffer, Neerach (Schweiz)
Luft durch Öffnungen in der Außenwand angesaugt wird, dafür zu sorgen, daß sich für den gesamten
Raum oder einen beliebigen Teil des Raumes gleichmäßige Temperaturverhältnisse ergeben. Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die durch Öffnungen der Außenwand zuströmende Luft
über zu Heiz- oder Kühlzwecken dienende und jeweils den einzelnen Leitkanälen zugeordnete Wärmetauscher
geführt ist. Hierdurch wird erreicht, daß der engbegrenzte Querschnitt eines Leitkanals tatsächlich
mit Luft gleichen Wärmeinhaltes beaufschlagt wird. Da sich die Leitkanäle aber über die gesamte Längsoder
Querseite des zu klimatisierenden Raumes erstrecken, wird gleichzeitig erreicht, daß der gesamte
Raum mit gleichmäßig erwärmter oder gekühlter Luft versorgt wird. Infolge des Leitplattensystems
und der dezentralisierten Luftbehandlungsstationen ist es aber auch andererseits möglich, die Klimatisierungsbedingungen
den speziellen Erfordernissen eines gemischten Viehbestandes anzupassen.
Vorteilhafterweise sind die Wärmetauscher als Flachkörper ausgebildet und parallel zur Luftströmung
angeordnet, so daß durch die verhältnismäßig große, parallel zur Luftströmung verlaufende
Oberfläche schon mit Leitungswasser von 15° C die einströmende Luft um 8 bis 12° C gekühlt werden
kann. In Weiterbildung der Erfindung sind zusätzlich zu den Wärmetauschern Vorrichtungen zur Befeuchtung
bzw. Entfeuchtung der Luft im Zuge der Lüftströmung zwischen Maueröffnung und Leitkanalaustritt
angeordnet. Diese Vorrichtungen können aus einer feuerverzinkten Wanne bestehen, in welche bei
hoher Luftfeuchtigkeit das an der Oberfläche des Kühlkörpers kondensierende Wasser hineintropft,
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während zur Luftbefeuchtung diese Wanne mit Wasser aufgefüllt wird, das durch' die Wärmeeinwirkung
des Heizkörpers verdampft. Dies ermöglicht eine einfache und zudem betriebssicher arbeitende
Ent- bzw. Befeuchtung der eintretenden Frischluft. Vorteilhaft sind die Wärmetauscher etwa in der
Kanalmitte-angeordnet, so daß sie-allseitig von der
Frischluft umströmt werden.. Schließlich, sind die Wärmetauscher als Kanalwand ausgebildet; so daß
sie durch direkte. Wärmestrahlung als Deckenheizung verwendet werden können. Weitere Einzelheiten
und Vorteile der Erfindung werden an Hand eines Ausführungsbeispiels nachstehend näher erläutert.
._
In der Figur sind die Raumwand mit 1, die Raumdecke mit 2, die Wandöffnung mit 3 und die an diese
sich anschließenden Leitkanäle mit 4 bezeichnet. Dabei werden die Leitkanäle von der Decke 2, der Leitplatte
5 und in Strömungsrichtung der Luft entsprechend dem Pfeil 7 verlaufenden Stegen 6 gebildet. Im
Zuge der Luftströmung zwischen Maueröffnung 3 und Austritt des Leitkanals 4 sind je nach Bedarf als
Heiz- bzw. -Kühlkörper dienende Wärmetauscher 8 angeordnet. Diese Wärmetauscher sind als Flachkörper
ausgebildet und parallel zur Luftströmung 7 angeordnet. -Zusätzlich zu diesen Wärmetauschern 8
sind Vorrichtungen zum Be- und Entfeuchten der Luft, im vorliegenden Fall eine feuerverzinkte
Wanne 9, ebenfalls im Zuge der Luftströmung
zwischen Maueröffnung 3 und Austritt des Leitkanals 4 angeordnet. Zum Befeuchten der Luft wird ■
die Wanne 9 mit Wasser gefüllt, das mittels des. Wärmetauschers 8 verdampft werden kann. Zum
Entfeuchten der Luft kann der Wärmetauscher 8 aber auch so beaufschlagt werden, daß die feuchte
Luft an ihm kondensiert Das Kondensat tropft in die Wanne 9 ab und fließt von hier aus ab. Der Wärmetauscher
8 befindet sich bei diesem Ausführungsbeispiel etwa in "der Kanalmitte, so daß die an seiner
Ober- und Unterseite vorbeistreichende Luft Wärme aufnehmen bzw. abgeben kann. Der Wärmetauscher
8 kann aber auch, was hier nicht dargestellt ist, an Stelle der feuerverzinkten Wanne oder in
Fortsetzung derselben als untere Känälwahd ausgebildet
sein und dann als Deckenheizung wirken, so daß ein Teil der von dem. Heizmedium rnitgeführten
Wärme durch Strahlung an den zu beheizenden Raum abgegeben wird. ,-..;""■."
Claims (5)
- Patentansprüche: ' " Λ: l·. Vorrichtung zur Belüftung von Räumen, -. insbesondere^ Tierställen, in welche die Luft durch zwischen der Decke und deckenparallelen Platten vorgesehene, über die gesamte Länge oder Breite des Raumes sich erstreckende Schlitze eintritt und durch Öffnungen in Bodennähe austritt, wobei die-Schlitze-durch..einen-oder mehrere Stege in zwei oder mehrere Leitkanäle unterteilt sind, die einen — in Strömungsrichtung der Luft gesehen, — jeweils - konstanten Luftdurchtritts-■ querschnitt aufweisen, nach Patent 1248 264, dadurch gekennzeichnet, daß die durch. Öffnungen (3) der Raumwand (1) zuströmende. Luft über zu Heiz- oder Kühlzwecken dienende und jeweils den einzelnen Leitkanälen (4) zugeordnete Wärmetauscher (8) geführt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetauscher (8) als Flachkörper ausgebildet "und parallel zur Luftströmung (7) angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den. Wärmetauschern (8) Vorrichtungen (9) zum Be^■ und Entfeuchten der Luft im Zuge der Luftströmungen zwischen Öffnung (3) der Raumwand (1) und Leitkanalaustritt (4) angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die_ Wärmetauscher (8) etwa in Kanalmitte angeordnet sind. ·
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetauscher (8) als Kanalwand ausgebildet sind.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 861 229; britische PatentschriftNr. 556 037.Hierzu 1 Blatt. Zeichnungen809 619/96 9.68 © Bundesdruckerei Berlin
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1279302B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0034818A3 (en) * | 1980-02-20 | 1982-04-14 | Eltreva Ag | Facade element |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB556037A (en) * | 1941-08-29 | 1943-09-17 | Hugh Stanley Ellis | Improvements in or relating to ventilators |
| DE1861229U (de) * | 1961-05-19 | 1962-10-31 | Siemens Ag | Vorrichtung zur belueftung von tierstraellen. |
-
1963
- 1963-04-11 DE DE1963S0084657 patent/DE1279302B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB556037A (en) * | 1941-08-29 | 1943-09-17 | Hugh Stanley Ellis | Improvements in or relating to ventilators |
| DE1861229U (de) * | 1961-05-19 | 1962-10-31 | Siemens Ag | Vorrichtung zur belueftung von tierstraellen. |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0034818A3 (en) * | 1980-02-20 | 1982-04-14 | Eltreva Ag | Facade element |
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