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DE1279101B - Elektroakustisches Verfahren fuer stereofone Wiedergabe ueber zwei Kanaele auf mehr als zwei Lautsprechern und Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Elektroakustisches Verfahren fuer stereofone Wiedergabe ueber zwei Kanaele auf mehr als zwei Lautsprechern und Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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Publication number
DE1279101B
DE1279101B DE1965D0048085 DED0048085A DE1279101B DE 1279101 B DE1279101 B DE 1279101B DE 1965D0048085 DE1965D0048085 DE 1965D0048085 DE D0048085 A DED0048085 A DE D0048085A DE 1279101 B DE1279101 B DE 1279101B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signals
control
signal
loudspeakers
information
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965D0048085
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Lothar Keibs
Walter Tismer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Post Rundfunk und Fernsehtechnisches Zentralamt
Original Assignee
Deutsche Post Rundfunk und Fernsehtechnisches Zentralamt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Post Rundfunk und Fernsehtechnisches Zentralamt filed Critical Deutsche Post Rundfunk und Fernsehtechnisches Zentralamt
Priority to DE1965D0048085 priority Critical patent/DE1279101B/de
Publication of DE1279101B publication Critical patent/DE1279101B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04SSTEREOPHONIC SYSTEMS 
    • H04S3/00Systems employing more than two channels, e.g. quadraphonic

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Stereophonic System (AREA)

Description

  • Elektroakustisches Verfahren für stereofone Wiedergabe über zwei Kanäle auf mehr als zwei Lautsprechern und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein elektroakustisches Verfahren, bei dem die über zwei Kanäle in Intensitätsstereofonie übertragenen oder aufgezeichneten Informationen auf der Wiedergabeseite so auf mehr als zwei Lautsprechern aufgeschlüsselt werden, daß angenähert die Wirkung einer Mehrkanalübertragung bzw. -aufzeichnung entsprechend der Zahl der Lautsprecher erzielt wird.
  • Für die Aufzeichnung bzw. Ubertragung stereofoner Informationen bei Schallplatte und Rundfunk bietet die Verwendung von Koinzidenzmikrofonen in X1Y-Technik bzw. in M/S-Technik aufnahmeseitig die übersichtlichsten Voraussetzungen, da sie unter Ausschaltung von Laufzeitdifferenzen auf der Ausnutzung reiner Intensitätsunterschiede beruht. Es wird hierbei als bekannt vorausgesetzt, daß die jeweiligen X1Y-Informationen in die entsprechenden M/S-Informationen umgewandelt werden können gemäß den Beziehungen M=X+Y und S=X-Y. Auf der Wiedergabeseite ergeben sich jedoch gewisse Unzulänglichkeiten, wenn man die X/Y-lnformationen, wie im allgemeinen üblich, über zwei in entsprechendemAbstand voneinanderarbeitendeLaut sprecher, nachfolgend als System A bezeichnet, zur Abstrahlung bringt.
  • Zur Erklärung ist in F i g. 1 a eine Ubersicht zum System A gegeben.
  • Allgemein wird zum Verständnis der Figuren folgende Erläuterung gegeben: Die Fußpunkte der Pfeile bedeuten den Platz des Hörers im Wiedergaberaum, die Spitzen bedeuten die subjektiv geortete Richtung der Schallquelle. Der Stern bezeichnet den im Maßstab der Abbildung vom Aufnahmeraum in den Wiedergaberaum relativ richtigen Platz der Schallquelle. Die unter den Lautsprechern eingetragenen Zahlen bedeuten den relativen. auf den Gesamtwert 1 bezogenen. abgestrahlten Pegel des jeweiligen Lautsprechers. In der Spalte 0 ist außerdem das auf den Wert M = 1 bezogene ,S-# -Verhältnis angegeben. Die wesentlichen Mängel eines derartigen Wiedergabeverfahrens sind: 1. Die `Informationen eines vor dem Mikrofon in der Mittelachse desselben befindlichen Sprechers werden nicht von einem Lautsprecher in der Mitte der Lautsprecherbasis, sondern gleichartig von den beiden seitlichen Lautsprechern abgestrahlt. Nach der Theorie der Summenlokalisierung von W a r n c k e wird zwar von Beobachtern auf der Mittelachse der Sprecher in der Mitte zwischen beiden Lautsprechern geortet (F i g. 1 a, Spalte 1I1, Zeile c). Für Hörplätze außerhalb der Mittelachse, jedoch noch in der Nähe derselben, erscheint der Sprecher unnatürlich verbreitert (F i g. 1 a, Spalte II/III bzw. III/IV und Zeile e). Für seitliche Hörerplätze springt sogar das Klangbild infolge der auf den Hörer einfallenden größeren Schallenergie und mit Rücksicht auf das Gesetz der ersten Wellenfront auf den näheren Lautsprecher (F i g. 1 a, Spalte I bzw. V und Zeile c). Demgegenüber möchte sich jedoch in diesem Falle jeder Hörer an beliebigem Platz aus der Mitte angesprochen fühlen, wie es bei der Einkanaltcchnik unter Verwendung eines Einzellautsprechers mit geeigneter Richtcharakteristik der Fall ist bzw. wie es z. B. in der 3-Kanaltechnik (Seite-Mitte-Seite) möglich wäre, wenn jedes Mikrofon auf je einen einzelnen Lautsprecher arbeitet.
  • z. Bei der Übertragung eines kontinuierlich verteilten Klangkörpers erscheint das mittlere Teilgebiet subjektiv benachteiligt, weil eben kein Lautsprecher in der Mitte vorhanden ist, der dieses Gebiet unmittelbar abstrahlt, sondern der Hörer in der Mittelachse sich nach der SynthesederSummenlokalisation den Mitteneindruck zwar für die Teilschallquellen bilden kann, die sich genau in der Mitte befinden (F i g. 1 a, Spalte III, Zeile c), eine aus der Mitte verschobene Teilschaliquelle jedoch in Richtung des entsprechenden Seitenlautsprechers ortet (F i g. 1 a, Spalte 1I, Zeile b bzw. Spalte IV, Zeile d). Man spricht in solchen Fällen von dem »Loch in der Mitte«.
  • 3. Bei der Übertragung von z. B. aus der linken Bühnenhälfte kommenden Informationen ist bei der Wiedergabe im allgemeinen der rechte Lautsprecher beteiligt, so daß dadurch für einen Beobachter an der rechten Seite die linken Informationen aus der rechten Hälfte der Aufnahmebühne zu kommen scheinen (z. B. F i g. 1 a, Spalte V, Zeile b).
  • Bei diesem im allgemeinen üblichen Wiedergabesystem tritt also immer eine mehr oder weniger platzabhängige Verwischung der Ortung bzw. an den seitlichen Hörerplätzen sogar eine Fehlortung ein. Zur Verbesserung der Wiedergabeverhältnisse sind folgende Möglichkeiten bekannt und angewendet worden a) Man verwendet zusätzlich zu den die Information X und Y führenden Seitenlautsprechern einen Mittenlautsprecher, der die Information M = X -f Y mit einem geeigneten Pegelverhältnis zu X und Y abstrahlt, nachstehend als System B bezeichnet (F i g. 1 b). In diesem Fall- kommt die Information eines vor dem Mikrofon in dessen Mittelachse stehenden Sprechers jedoch bei der Wiedergabe außerdem noch von beiden Seiten, d. h., seine Fehllokalisierung ist für etwas seitliche Zuhörerplätze außerhalb der Mittelachse nach wie vor vorhanden (F i g. 1 b, Spalte II/III bzw. III/IV und Zeile c), jedoch wesentlich geringer als beim System A. Der Mängel 1 der unnatürlichen Verbreitung einer vor dem Mikrofon befindlichen punktförmigen Originalschallquelle ist also gemildert. Das mittlere Teilgebiet eines räumlich verteilten Schallereignisses wird besser nach der Mittelachse zu geortet (F i g. 1 b, Spalte II, Zeile b}. bzw. Spalte IV, Zeile d), das »Loch in der Mitte« wird verringert, der Mangel 2 ist also ebenfalls gemildert. Die obengenannte Maßnahme schließt jedoch nicht aus, daß ein z. B. vor dem rechten Lautsprecher befindlicher Beobachter Ereignisse, die von links kommen, auf der rechten Bühnenhälfte ortet und umgekehrt (F i g. 1 b, Spalte V und Zeile b bzw. Spalte I und Zeile d). Der Mangel 3, daß die Schallquelle auf der falschen Bühnenhälfte geortet wird, ist also nicht beseitigt. Grundsätzlich treten bei diesem Verfahren zwei neue Mängel auf.
  • Schallereignisse, die extrem von den Seiten herrühren, werden sogar von einem in der Mitte befindlichen Beobachter falsch geortet. Sie erscheinen nämlieh nach der Mitte hin verschoben (F i g.1 1i, Spalte 11I, Zeile a bzw. e), weil ein Teil des Schalls, der eigentlich nur von einem Seitenlautsprecher kommen sollte, auch vom Mittenlautsprecher abgestrahlt wird.
  • Bei der Wiedergabe zweier gleichzeitig wirkender Schallquellen mit Dauerton wird die Unterscheidbarkeit schlechter sein als beim üblichen Verfahren nach System A, weil der mittlere Lautsprecher sowohl das X- wie das Y-Signal abstrahlt.
  • Das wesentliche Ergebnis eines solchen Wiedergabeverfahrens nach System B ist, daß in dem Maße, wie die Abstrahlung für Ereignisse aus der Mitte verbessert wird, die Abstrahlung für von den Seiten kommende Schallvorgänge verschlechtert wird. Diese Wirkung kommt etwa der Einengung der natürlichen Basisbreite gleich.
  • b) Die Seitenlautsprecher werden mit gegenphasigen S-Signalen und der Mittenlautsprecher mit dem M-Signal gespeist, nachfolgend als System C bezeichnet. In diesem Fall wird ein Sprecher in der Mitte vor dem Mikrofon nur vom Mittenlautsprecher wieder-' gegeben. Von jedem Zuhörerplatz im Wiedergaberaum wird der Sprecher im Mittenlautsprecher geortet (F i g. 1 c, Zeile e). Der Mangel 1 ist also beseitigt. Das »Loch in der Mitte« tritt nicht ein (F i g. 1 c, Spalte III, Zeile b und Spalte III, Zeile d), der Mangel 2 ist also ebenfalls beseitigt, jedoch ist damit zugleich für Beobachter in der Mittelachse eine Konzentration aller Schallereignisse in der Mitte verbunden. Eine linke Schallquelle kann auch hier wieder auf der rechten Bühnenseite geortet werden, und umgekehrt, wenn der Beobachter sich vor dem entgegengesetzten Lautsprecher befindet (F i g. 1 c, Spalte V, Zeile a und b bzw. Spalte 1, Zeile d und e). Der Mangel 3 ist also nicht beseitigt.
  • Auch bei diesem System tritt der Mangel einer verschlechterten Unterscheidbarkeit zweier gleichzeitig mit Dauerton arbeitenden Schallquellen gegenüber dem System A auf, weil jeder Lautsprecher Signale abstrahlt, die sowohl X- als auch Y-Informationen enthalten.
  • Ein wesentlicher Nachteil des Systems C ist, daß eine extrem seitliche Schallquelle von allen drei Lautsprechern wiedergegeben wird. Im günstigsten Fall können die akustischen Signale aller drei Lautsprecher im Schallfeld sich so überlagern, daß die Schallquelle dem Beobachter auf der richtigen Seite erscheint. Das dürfte praktisch jedoch für einfache Signale nur auf wenigen Zuhörerplätzen der Fall sein. Für Signale mit zusammengesetztem Frequenzinhalt ist die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch sehr gering.
  • c) Um bei Anwendung von zwei Lautsprechern eine ausgedehnte Zone verbesserter Lokalisierung, besonders Mittenlokalisierung, d. h., daß eine auf der Symmetrieachse der Mikrofonanordnung befindliche Schallquelle ebenfalls in der Mitte der Lautsprecherba@s empfunden wird, zu erhalten, sind Anordnungen bekannt, bei denen Lautsprechersysteme mit geringer Richtwirkung, möglichst mit Kugelcharakteristik, verwendet werden. Voraussetzung für die hierbei angestrebte Wirkung ist allerdings, daf ein Teil der auf die Raumbegrenzungen auftretenden Schallenergie geometrisch oder diffus reflektiert wird. In stärker gedämpften Räumen sowie im Freien wird daher die Wirkung kaum oder gar nicht vorhanden sein. Die Ausnutzung von Wandreflexionen führt aber zur Lokalisierungsunschärfe, besonders für Schallquellen, die zwischen den Seiten und der Mitte liegen, da eine korrekte Ortung durch die Wellenfront des direkten Schalles gegeben ist und diese durch die Wandreflexionen gestört wird.
  • Es sind auch Anordnungen bekannt, bei denen zur Verbreiterung der Zone richtiger Mittenlokalisierung in der Wiedergabeebene je Kanal mehrere Lautsprecher in bestimmten Abständen zueinander mit bestimmten Pegelverhältnissen und Richteigenschaften verwendet werden, wobei zum Teil auch Wandreflexionen ausgenutzt werden. Die erwünschten Wirkungen sind jedoch ebenfalls mit der Herabsetzung der Ortungsschärfe verbunden.
  • Bekannt sind weiterhin Verfahren der sogenannten Trickstereofonie, die in erster Linie den Zweck haben, bei der Übertragung oder Speicherung mit einem einzigen Kanal auszukommen und die auf der Aufnahmeseite mit Hilfe der von zwei Mikrofonen gelieferten Spannungen Steuersignale erzeugen, welche bei der Wiedergabe die Verteilung des übertragenen Signals auf zwei oder mehr Lautsprecher steuern. Ist nur eine Schallquelle vorhanden, dann kann hiermit die Wiedergabe einer Übertragung von n Kanälen gut angenähert werden, wenn die Steuersignale in geeigneter Weise erzeugt werden.
  • Mehrere gleichzeitige Schallquellen können jedoch mit diesem Verfahren nicht getrennt werden. weil nur ein Signal, nämlich für den Fall der Intensitätsstereofonie das monofone Signal X + Y, übertragen wird, das lediglich mit entsprechendem Pegelverhältnis auf die Lautsprecher verteilt wird.
  • Um dem Hörer bei Vorhandensein mehrerer Schallquellen den subjektiven Eindruck einer gewissen räumlichen Trennung zu vermitteln. wird nach einem anderen Verfahren das Signal in mehrere Frequenzbänder unterteilt. Für jedes Frequenzband wird dann das Steuerverfahren einzeln angewendet.
  • Nach anderen Verfahren werden die hohen Frequenzen oder kurze Impulse bevorzugt zur Steuerung des Gesamtsignals verwendet.
  • Die Steuertonverfahren haben jedoch außerdem folgende Nachteile: Es wird eine komplizierte Apparatur zur Steuerung der Informationen benötigt, Geräte, die Steuertöne erzeugen, deren Amplitude mit ausreichender Genauigkeit dem Pegelverhältnis der Signale entspricht. Außerdem sind stetig geregelte Verstärker erforderlich, deren Verstärkungsfaktor mit ausreichender Genauigkeit dem Pegelverhältnis der Signale entspricht. Die Übertragung der Steuersignale erfordert Bandbreite, die dem Nutzsignal verlorengeht. Durch die Eigenschaften der erforderlichen Filter sind für die Regelgeschwindigkeiten Grenzen gegeben. Weiterhin können bereits in X;'Y-Technik bzw. Al /s-Technik vorhandene Zweikanalaufzeichnungen nicht mit der Wiedergabeapparatur derartiger Steuertonverfahren wiedergegeben werden, weil die Steuerung bei diesem Verfahren bereits auf der Aufnahmeseite erfolgt und die Steuertöne daher schon auf der Aufzeichnung vorhanden sein müssen.
  • Das Patent 1220 895 schlägt ferner ein Wiedergabeverfahren vor, das die genannten Mängel bekannter Verfahren weitgehend beseitigt. Es liefert für den Fall, daß in jedem Zeitpunkt nur eine Schallquelle bzw. Teilschallquelle arbeitet, aus einer Zweikanalübertragung bzw. -aufzeichnung eine vollkommen richtige n Kanalwiedergabe und nähert diese bei mehreren gleichzeitig arbeitenden Schallquellen wenigstens an. Bei diesem Verfahren zur Wiedergabe zweikanaliger, in Form von X- und Y- oder M- und S-Signalen übertragener oder aufgezeichneter stereofoner Schallinformationen über mehr als zwei Lautsprecher mittels Steuersignalen, die aus dem Pegelunterschied der beiden übertragenen oder aufgezeichneten Primärsignale gewonnen sind, werden nach Patent 1220 895 die Steuersignale je nach Richtung der Abweichung von der Gleichheit der Amplituden der Signale X und Y oder der Polarität des Momentanwertes des S-Signals in bezug auf den Momentanwert des M-Signals Schalter gesteuert, welche die Signale, die durch ein- oder mehrfache Stimmen- und Differenzbildung gewonnen sind, auf die einzelnen Lautsprecherkanäle geschaltet.
  • Im einfachsten Fall werden also die in zwei Kanälen vorhandenen Informationen X und Y bzw. M und S auf der Wiedergabeseite auf drei Lautsprecher, nachfolgend als System D bezeichnet, so aufgeschlüsselt, daß die Schallquelle nur durch denjenigen Lautsprecher wiedergegeben wird, der dem relativ richrigen Ort der Originalschallquelle in dem entsprechend gewählten Abbildungsmaßstab entspricht. Fällt der relativ richtige Ort der Schallquelle nicht mit dem Platz eines Lautsprechers zusammen, so wird diese nur durch@die beiden benachbarten Lautsprecher mit dem richtigen Pegelverhältnis wiedergegeben. Hierdurch erscheint die Schallquelle für jeden Hörerplatz stets angenähert am relativ richtigen Ort.
  • Die Wirkung dieses Systems D ist für den vereinfachten Fall von drei Lautsprechern in F i g. 1 d dargestellt. Sie ist dann erreicht, wenn bei den in den Zeilen a bis d angegebenen -Verhältnissen die in den Spalten I, III, V der F i g. 1 d angegebenen Pegel abgestrahlt werden. Eine solche Aufteilung kann durch unveränderliche lineare Kombinationen der beiden übertragenen oder aufgezeichneten Signale (X und Y bzw. M und S), wobei diese mit festen Koeffizienten multipliziert und dann zueinander addiert oder voneinander subtrahiert werden, nicht erreicht werden. Es sind dazu Kombinationen mit veränderbaren Koeffizienten erforderlich, wobei die Änderung durch das Pegelverhältnis der Primärsignale erfolgt. Für den genannten einfachen Fall werden folgende drei Signale elektrisch gebildet und den Lautsprechern zugeführt: in der X/Y-Technik
    Links Mitte
    ',!z(X-Y+X-Yi) X+Y-IX-YI
    Rechts
    'iz(Y-X+IX-YI)
    bzw. in der M/S-Technik
    Links Mitte Rechts
    .1 /z (ISi+S) M--Isl '/7,(ISI-s)
    Dabei bedeutet: ISI=IX- YI=S=X- Y, wenn bzw. X - Y > 0 ist. Dann ist bei X-Stereofonie und einer Schallquelle S mit M gleichphasig.
  • ISI=IX-YI=-s=Y-X, wenn bzw. X - Y < 0 ist.
  • Dann ist bei -Stereofonie und einer Schallquelle S zu M gegenphasig.
  • Da für den Fall, daß zu jedem Zeitpunkt nur eine Schallquelle arbeitet, die beiden Übertragungskanäle die erforderlichen Informationen für beliebig viele Wiedergabekanäle enthalten, ist nach dem beschriebenen System auch eine Wiedergabe auf mehr als drei Kanälen möglich; arbeiten jedoch mehrere Schallquellen gleichzeitig, ist das Verfahren der geläufigen Form der zweikanaligen X/Y-Wiedergabe unterlegen.
  • Zweck der Zusatzerfindung ist die Beseitigung dieses Nachteiles.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine automatische Anpassung des Wiedergabeverfahrens an die jeweiligen Aufnahmebedingungen bzw. die Art der Toninformation zu schaffen, so daß immer optimale Wiedergabeverhältnisse bestehen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Abwandlung des ,Verfahrens nach dem Patent 1220 895 erfüllt, indem erfindungsgemäß eine Mischung zwischen den aus der Aufteilung in n Wiedergabekanäle entstandenen Informationen mit den Informationen des zweikanaligen Wiedergabeverfahrens in X/Y-Technik erfolgt und indem das Mischungsverhältnis durch den Kohärenzgrad zwischen den Signalen X und Y gesteuert wird. Die Steuerung wird dabei zur Erzielung optimalen Verhaltens so eingestellt, daß bei vollständiger Kohärenz zwischen X und Y im ersten Extremfall allein die in n Wiedergabekanäle aufgeteilten Informationen von den zugehörigen n Lautsprechern abgestrahlt werden und bei vollständiger Inkohärenz im anderen Extremfall allein die Informationen X und Y von den äußeren Lautsprechern abgestrahlt werden.
  • Bei der Kombination des Wiedergabeverfahrens D nach dem Patent 1220 895 mit dem Wiedergabesystem A kann die beste Wiedergabe dadurch erreicht werden, daß das Mischungsverhältnis durch die ankommenden Signale X, Y oder sinngemäß durch M, S gesteuert wird, so daß bei einer einzigen Schallquelle ausschließlich das Wiedergabesystem nach dem Hauptpatent wirksam ist, während bei mehreren gleichzeitigen Schallquellen das Wiedergabesystem A mehr oder weniger stark dazugemischt wird. Bei einer einzigen Schallquelle sind die ankommenden Signale X, Y vollständig kohärent, d. h., das eine Signal läßt sich durch Verstärkung oder Dämpfung in das andere umwandeln. Bei mehreren gleichzeitigen Schallquellen sind die ankommenden aus Bestandteilen mehrerer Schallquellen zusammengesetzten Signale X und Y mehr oder weniger inkohärent. Das Michungsverhältnis der beiden Wiedergabesysteme muß also durch den Kohärenzgrad der Signale X und Y geregelt werden.
  • Zur Durchführung des Verfahrens ist vorteilhaft eine Anordnung verwendbar, bei der das X- und das Y-Signal an einem Umschaltgerät liegen. das von einer Steuerspannung geschaltet wird, die sich aus dem Pegelverhältnis der Signale X und Y zueinander ergibt. Am Ausgang des Umschaltgerätes tritt das Signal X auf, wenn X < Y ist und das Signal Y, wenn X > Y ist. Der Ausgang des Umschaltgerätes liegt am Eingang eines Regelverstärkers, der von einer Spannung geregelt wird, die von der Größe des Kohärenzgrades beider Signale abhängt. Das Ausgangssignal des Regelverstärkers liegt, gegebenenfalls nach weiterer Verstärkung auf den erforderlichen Pegel, am jeweils mittleren Lautsprecher, während an den beiden seitlichen Lautsprechern die Differenz zwischen dem X- bzw. Y-Signal und dem Ausgangssignal des Regelverstärkers liegt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung vereinigt durch die Steuerung die Vorteile der unter A und D beschriebenen Verfahren und vermeidet die Mängel beider Verfahren. Der Aufwand zur Durchführung des Verfahrens ist gering und die Einstellung durch die leicht kontrollierbaren Extremwerte einfach. Für eine solche Anordnung sind geeignete Geräte bekannt. Elektronische Umschalter, Regelverstärker und Vergleichsschaltungen sind bereits für Steuer-, Rechen-und Regeleinrichtungen in vielen Variationen verwendet worden. Als Maß für den Kohärenzgrad kann z. B. der Korrelationskoeffizient benutzt werden. Geräte zur Erzeugung einer Spannung, die dem Korrelationskoeffizienten entspricht, sind bekannt (z. B. L a n g e, Korrelationselektronik, VEB-Verlag Technik, Berlin, 1959). Für den vorliegenden Zweck genügen aber auch einfachere Geräte. Eine geeignete Steuerspannung erhält man z. B., wenn die beiden Signale X und Y einzeln durch Regelverstärker auf gleiche fest vorgegebene Pegel verstärkt werden. Hierzu ist kein großer Aufwand erforderlich, weil der Pegelunterschied zwischen den beiden Signalen gewöhnlich nicht groß ist. Die verstärkten Spannungen werden voneinander subtrahiert. Die Differenz wird gleichgerichtet und liefert die Steuerspannung.
  • Die Lautsprecher erhalten bei vollständiger Kohärenz die Signale:
    Links Mitte Rechts
    für X < Y: 0 2 X Y - X
    für Y<X: X-Y 2Y 0
    Bei vollständiger Inkohärenz erhalten die Lautsprecher unabhängig von der Größe von X und Y die Signale:
    Links Mitte Rechts
    X 0 Y
    Die Darstellung in algebraischer Form läßt sich für die allgemeine vom Kohärenzgrad abhängige Zusammensetzung der Signale hinter dem Regelverstärker wie folgt ermitteln: Benutzt man als Maß für den Kohärenzgrad den Korrelationskoeffizienten R, so muß hinter dem Regelverstärker die Spannung R - X auftreten. wenn X < Y ist bzw. die Spannung R - Y, wenn X > Y ist. Der Regelverstärker muß also den Verstärkungsfaktor R haben. . .
  • Das gilt zunächst nur, wenn R positiv ist. Negatives R wird voraussichtlich nicht vorkommen. Wenn negative R doch vorkommen, wird man in diesem Fall vom Regelverstärker die Ausgangsspannung 0 verlangen. Damit erhalten die drei Lautsprecher folgende Signale. in algebraischer Form dargestellt:
    Links Mitte Rechts
    X < Y X-(1 -R) 2RX Y-R-X
    X > Y .X-R-Y 2RY Y-(1-R)
    Die Steuerung des Mischungsverhältnisses der beiden Wiedergabesysteme kann natürlich nicht nur für die gesamten Signale X und Y, sondern auch für die einzelnen Frequenzbänder aus diesen Signalen angewandt werden.
  • Die Erfindung, soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt F i g. 2 ein Blockschaltbild einer Anordnung zur Durchführung des Verfahrens und dazu F i g. 3 ein geeignetes Schaltgerät 1, F i g. 4 ein Gerät 7 zur Erzeugung einer Steuerspannung 9, F i g. 5 ein Gerät 8 zur Erzeugung einer Regelspannung 10, die dem Kohärenzgrad entspricht, im Zusammenhang mit einem Regelverstärker 2.
  • In der Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach F i g. 2 werden die Signale X und Y einem Schaltgerät 1, einem Gerät 7 zur Erzeugung einer Steuerspannung 9 und einem Gerät 8 zur Erzeugung einer Regelspannung 10 zugeführt. Die Steuerspannung 9 wird vorteilhaft direkt aus dem Pegelverhältnis der Signale X und Y gewonnen. Sie steuert im Schaltgerät 1 einen elektronischen Umschalter, der je nachdem, ob X oder Y die größerer. Amplituden aufweist, Y oder X auf den Ausgang schaltet. Wenn X > Y ist, liegt dann Y und wenn Y > X ist. liegt X am Eingang des Regelverstärkers 2.
  • Dem Regelverstärker 2 wird eine Regelspannung 10 zugeführt, die vom Kohärenzgrad der' Signale X und Y abhängt. Seine Verstärkung ist dann bei vollständiger Kohärenz gleich 1 und bei vollständiger Inkohärenz gleich 0.
  • Die Ausgangsspannung des Gerätes 2 wird von der Spannung X subtrahiert und die Differenz wird dem linken Lautsprecher 4 zugeführt. Außerdem wird di=e Ausgangsspannung des Gerätes 2 von der Spannung Y subtrahiert, und die Differenz wird dem rechten Lautsprecher 6 zugeführt. Weiterhin wird die Ausgangsspannung des Gerätes 2 in einem Verstärker 3 um 6 db verstärkt und dem mittleren Lautsprecher 5 zugeführt.
  • Als Ausführungsbeispiel für das Umschaltgerät 1 ist ein Diodenumschalter gewählt, in dem je nach Polarität der Steuerspannung 9 die Diodenpaare 11;12 oder 13;14 gesperrt werden. Das jeweils durchlässige Diodenpaar bildet einen niederohmigen Querzweig eines T-Gliedes, im gezeichneten Falle bestehend aus der Diode 11 in Reihe mit dem Widerstand 15, parallel zu der Reihenschaltung von Diode 12 und Widerstand 16 und insgesamt in Reihe mit einem Trennkondensator 18, der die Steuerspannung von der Signalspannung trennt. Den Längszweig bilden in diesem Falle der Widerstand 19 und der Kondensator 20. Das Schaltgerät sperrt im gezeichneten Falle das Y -Signal. Das X-Signal wird ohne wesentliche Dämpfung durchgelassen, weil die Dioden 13 und 14 durch die Sperrspannung hochohmig sind und in ihrem Widerstand groß gegen die Widerstände 16 und 17 sind. Die Widerstände 21 und 22 vermeiden einen Nebenschluß über eine niederohmige Steuerspannungsquelle. Die Steuerspannung kann gemäß F i g. 4 aus einem Vergleich der Signalamplituden X und Y gewonnen werden. Neben der naheliegenden Möglichkeit, aus den Signalspannungen zwei äquivalente Gleichspannungen zu bilden und diese gegeneinanderzuschalten und die Differenz in einem Gleichstromverstärker auf den erforderlichen Wert zu bringen, stellt dieses Beispiel des Gerätes 7 einen weniger aufwendigen Weg dar. Die beiden Signalspannungen werden in zwei konstanten Verstärkern 23; 24 gleicher Verstärkung verstärkt, danach mittels zwei Dioden 25; 26 gleichgerichtet und die am Lastwiderstand 27 liegende Differenz der Gleichspannungen als Steuerspannung an das Umschaltgerät 1 gelegt.
  • In der F i g. 5 sind Beispiele für die Geräte 2 und 8 dargestellt. Die Regelröhren 28; 29 erhalten die Signale X und Y und verstärken diese auf einen gleichen Pegel, indem über die Dioden 30; 31 und Spannungsteiler 32; 33; 34; 35 eine Rückwärtsregelung eingestellt wird, die den Verstärkungsgrad umgekehrt proportional zur Eingangsspannung regelt. Die amplituden-und bei Kohärenz auch phasengleichen Wechselspannungen werden gegeneinandergeschaltet und die Differenzspannung mittels der Diode 36 gleichgerichtet.
  • Am Lastwiderstand 37 liegt dann eine Gleichspannung, die vom Kohärenzgrad abhängig ist, also deren Größe dem Unterschied des Signalinhalts der Signale X und Y proportional ist. Mit dieser Gleichspannung als Regelspannung 10 läßt sich eine Regelröhre 38 im Regelverstärker 2 auf gewünschte Art regeln.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Wiedergabe zweikanalig in Form von X- und Y- oder M- und S-Signalen übertragener oder aufgezeichneter stereofoner Schallinformationen über mehr als zwei Lautsprecher mittels Steuersignalen, die aus dem Pegelunterschied der beiden übertragenen oder aufgezeichneten Primärsignale gewonnen sind und bei dem nach Patent 1220 895 die Steuersignale je nach Richtung der Abweichung von der Gleichheit der Amplituden der Signale X und Y oder der Polarität des Momentanwertes des S-Signals Schalter steuern, welche die Signale und Kombinationen der Signale, die durch ein- oder mehrfache Summen- und Differenzbildung gewonnen sind, auf die einzelnen Lautsprecherkanäle schalten, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung zwischen den aus der Aufteilung in n WiedergabekanäleentstandenenInformationen mit den Informationen des zweikanaligen Wiedergabeverfahrens in X/Y-Technik erfolgt und daß das Mischungsverhältnis durch den Kohärenzgrad zwischen den Signalen X und Y derart gesteuert wird, daß bei vollständiger Kohärenz zwischen X und Y im ersten Extremfall allein die in n Wiedergabekanäle aufgeteilten Informationen von den zugehörigen n Lautsprechern abgestrahlt werden und bei vollständiger Inkohärenz im anderen Extremfall allein die Informationen X und 3' von den äußeren Lautsprechern abgestrahlt werden.
  2. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das X- und das Y-Signal an einem Umschaltgerät liegen, das von einer Steuerspannung geschaltet wird, die sich aus dem Pegelverhältnis der Signale X und Y zueinander ergibt. und daß am Ausgang des Umschaltgerätes das Signal X auftritt, wenn X < Y ist und das Signal Y auftritt, wenn X > Y ist, und daß der Ausgang des Umschaltgerätes am Eingang eines Regelverstärkers liegt, der von einer Spannung geregelt wird, die von der Größe des Kohärenzgrades beider Signale abhängt, und daß das Ausgangssignal des Regelverstärkers nach weiterer Verstärkung am jeweils mittleren Lautsprecher liegt, während an den beiden seitlichen Lautsprechern die Differenz zwischen dem X- bzw. Y-Signal und dem Ausgangssignal des Regelverstärkers liegt. '
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