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DE1278919B - Formkoerper fuer die Auskleidung von Sauerstoffkonvertern auf der Basis von MgO - Google Patents

Formkoerper fuer die Auskleidung von Sauerstoffkonvertern auf der Basis von MgO

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Publication number
DE1278919B
DE1278919B DEH45458A DEH0045458A DE1278919B DE 1278919 B DE1278919 B DE 1278919B DE H45458 A DEH45458 A DE H45458A DE H0045458 A DEH0045458 A DE H0045458A DE 1278919 B DE1278919 B DE 1278919B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnesium oxide
brickwork
tar
temperature
mgo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH45458A
Other languages
English (en)
Inventor
Ben Davies
Ernest Paul Weaver
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Harbison Walker Refractories Co
Original Assignee
Harbison Walker Refractories Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Harbison Walker Refractories Co filed Critical Harbison Walker Refractories Co
Publication of DE1278919B publication Critical patent/DE1278919B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/42Constructional features of converters
    • C21C5/44Refractory linings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/03Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on magnesium oxide, calcium oxide or oxide mixtures derived from dolomite

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Formkörper für die Auskleidung von Sauerstoffkonvertern auf der Basis von MgO Die Stahlherstellung in Sauerstoffkonvertern vermittels des sogenannten Sauerstoff-Blasverfahrens hat in den letzten Jahren allgemeine Anwendung gefunden und verdrängt mehr und mehr die herkömmlichen Verfahren zur Stahlherstellung. Bei diesem Verfahren ergeben sich extreme Anforderungen an die feuerfesten Materialien der Konverterauskleidungen. Die bei dem Sauerstoffkonverterverfahren gebildete Schlacke ist im wesentlichen basisch, und somit muß eine Auskleidung aus basischem feuerfestem Material angewandt werden.
  • Das Auskleidungsmaterial, das allgemein in den Vereinigten Staaten und in Europa angewandt wird, ist totgebrannter Dolomit, der mit einem nichtwäßrigen Teer oder Pech gebunden ist. Ein derartiges Gemisch wird entweder in Steine verformt oder in eine monolithische Struktur eingestampft. Bei anderen Arbeitsweisen wird feines und totgebranntes Magnesiumoxid für einen Teil des Dolomits als die Feinfraktion des Gemisches ersetzt. So wird ein Ansatz aus groben Dolomit- und feinen Magnesiumoxidkörnern angewandt, die mit Teer oder Pech gebunden werden. Es ist allgemein bekannt, daß Dolomit bei dem Aussetzen gegenüber der Luftfeuchtigkeit leicht hydratisiert. Die Neigung zu einem Hydratisieren wird durch den überzug des nichtwäßrigen Teers oder Pechs verringert, der als ein Bindemittel angewandt wird. Das Anwenden von Magnesiumoxid in dem Feinanteil an Stelle von Calciumoxid oder Dolomit verbessert die Widerstandsfähigkeit des Mauerwerks gegenüber dem Feuchtigkeitsangriff, da Magnesiumoxid langsamer als Dolomit hydratisiert.
  • Mauerwerk dieser Art hat in Sauerstoffkonvertern zu guten Arbeitsergebnissen geführt. Es besitzt ausreichend hohe Feuerfestigkeit, um den ungewöhnlich hohen Temperaturen zu widerstehen, die während der Blaszeit auftreten, und dieselben zeigen gute Widerstandsfähigkeit gegenüber der korrodierenden Wirkung der Schlacke. Derartiges Mauerwerk ist jedoch bezüglich der mechanischen Festigkeit, Abriebfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen schroffe Temperaturänderungen nicht vollständig zufriedenstellend.
  • Eine kurze Beschreibung des Sauerstoffkonverterverfahrens zeigt, daß das geschmolzene Roheisen und Schrott (bis zu 50 % Schrott) in das Gefäß zusammen mit den schlackebildenden Bestandteilen, wie Calciumoxid und Kalkstein, gegeben werden. Auf die Oberfläche des geschmolzenen Metalls wird Sauerstoff aufgeblasen. Nachdem die Umsetzung des Sauerstoffs mit den Metallverunreinigungen zum Abschluß gekommen ist, wird das Sauerstoffrohr entfernt und der fertige Stahl aus dem Gefäß ausgegossen.
  • Man erwartet, daß ein Konverter wenigstens 200-mal betrieben werden kann, ehe die Auskleidung ersetzt wird. Es versteht sich, daß die feuerfeste Oberfläche, auf die das geschmolzene Roheisen. und der Schrott bei jeder Beschickung gegeben wird, ausreichende mechanische Festigkeit aufweisen muß, um dem wiederholten Aufprall dieser Materialien zu widerstehen. Weiterhin müssen diese Oberflächen eine gute Abriebfestigkeit gegenüber den eingeführten Materialien sowie der Bewegung des geschmolzenen Stahls während des Gießens aufweisen. Schließlich muß das feuerfeste Material gegenüber schroffen Temperaturänderungen widerstandsfähig sein, die sich durch die plötzlichen Temperaturänderungen während des Beschickens, Blasens und Gießens ergeben.
  • Die vorbekannten einschlägigen feuerfesten Materialien vermochten diesen erhöhten Anforderungen noch nicht in zufriedenstellender Weise zu entsprechen. Man hat derartige feuerfeste Steine oder Formkörper aus Sinter- oder Schmelzdolomit durch inniges Vermischen der gemahlen und auf Körnung gesiebten Dolomits mit Teer, Verarbeiten der Mischung zu Formlingen unter hohem Druck und nachfolgendes Brennen der Formlinge hergestellt, wobei man speziell so verfährt, daß das Brennen der Formlinge durch Einbringen in einen auf etwa $001 C vorgeheizten Ofen und Nachbrennen in stark reduzierender Atmosphäre eine Temperatur von über 1350° C durchgeführt wird. Mit anderen Worten, der Dolomit wird mit Teer in einen Stein gebunden, der sodann verkokt wird. Gegebenenfalls kann das so erhaltene Steinprodukt mit flüssigem Pech überzogen werden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um keramisch gebundene Formlinge aus Magnesit, die mit Teer imprägniert sind.
  • Es ist weiterhin bekanntgeworden, feuerfeste Formkörper auf der Grundlage von Sinterdolomit oder sich ähnlich verhaltenden Mineralien gegen einen durch Hydratisierung bedingten Verfall durch Eintauchen in eine teerige Schutzmasse zu schützen, wobei als Schutzmasse ein Pech angewandt wird, das entweder aus wasserfreiem Steinkohlenteer oder Steinkohlenpech mit einem hohen Erweichungspunkt und einem Gehalt an freiem Kohlenstoff über 55 % besteht. Auch hier liegt in dem fertigen, für die Anwendung vorgesehenen Formkörper keine keramische Bindung vor.
  • Es ist weiterhin bekanntgeworden, Formkörper auf der Grundlage von Magnesiumoxid herzustellen, wobei dieselben gegebenenfalls mit Teer imprägniert sind und der Gehalt an Mg0 in der Größenordnung von 910/0 liegt.
  • Auch das Anwenden teergebundener und teerimprägnierter Magnesitsteine ist nach dem Stand der Technik bekannt, bei denen ein synthetisches Magnesiumoxid, das aus Meerwasser gewonnen wird, zur Anwendung kommt und der Gehalt an MgO bei 97 % liegt. Nicht bekanntgeworden in diesem Zusammenhang ist jedoch eine keramische Bindung, wobei eine außerordentlich hohe Schüttdichte und Porosität vorliegt.
  • Bezüglich gebranntem basischem Mauerwerk ist bekannt, daß dasselbe häufig eine wesentlich größere mechanische Festigkeit als nicht gebranntes Mauerwerk besitzt, und zwar auf Grund der während des Brennens ausgebildeten keramischen Bindung. Es liegt normalerweise ein direktes Verhältnis zwischen der mechanischen Festigkeit des Mauerwerks und der Abriebfestigkeit vor. Somit erfolgt bei Zunahme der mechanischen Festigkeit des Mauerwerks ebenfalls eine Zunahme der Abriebfestigkeit. Es ist jedoch ebenfalls in der einschlägigen Industrie bekannt, daß ein gebranntes basisches Mauerwerk im allgemeinen viel leichter ein Abplatzen oder Absplittern erfährt, als dies bei chemisch gebundenem oder nicht gebranntem Mauerwerk der Fall ist. -Diese Neigung zu einem Abplatzen macht es weiterhin notwendig, für die neuen Auskleidungen eine Einbrenn- oder Aufheizungszeit von 10 bis 12 Stunden vorzusehen, während die mit Teer gebundenen, nicht gebrannten Mauerwerksauskleidungen sicher in 1 bis 5 Stunden aufgeheizt werden können.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Formkörper zum Aufbau für die =Am"skleidung von Sauerstoffkonvertern in Form von Mauerwerk zu schaffen, vermittels derer die mit dem Stand der Technik abgehandelten Nachteile vermieden werden. Die einschlägigen Erfahrungen haben gezeigt, daß ein Erhöhen lediglich des Magnesiumöxidgehaltes gegenüber einem bestimmten- Prozentsatz nicht in einer linearen oder voraussagbaren Zunahme aller Eigenschaften liegt. So zeigt die einschlägige Erfahrung, daß bei Erhöhung des Reinheitsgrades des Magnesiumoxides hierdurch es sehr schwierig wird, eine erhöhte Dichte zu erzielen. Die Erfahrungen haben weiterhin gezeigt, daß insbesondere bei Raumtemperatur eine Verringerung des Magnesiumoxidgehaltes dazu neigt, die mechanische Festigkeit zu erhöhen. Es liegen somit einander widersprechende Ergebnisse vor, die eine Voraussage in Form eines Extrapolierens nicht möglich machen.
  • Erfindungsgemäß wird nun ein Formkörper der angegebenen Art für die Auskleidung von Sauerstoffkonvertern auf der Basis von MgO geschaffen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der Mg0-Gehalt des Körpers wenigstens 96 Qlo beträgt und der Rest aus üblichen Verunreinigungen besteht und der Körper mit Teer imprägniert ist.
  • Ein in dieser Weise aufgebauter Formkörper weist nun bezüglich der Summe der interessierenden technischen Eigenschaften, wie Festigkeit, Schlackebeständigkeit, Abplatzfestigkeit und Dichte Werte auf, die sich aus geringeren prozentualen Magnesiumoxidgehalten nicht linear herleiten lassen, sondern in dem Bereich von über 96 Q/o asymphtotisch ansteigen.
  • Die erfindungsgemäßen Formkörper eignen sich insbesondere für diejenigen Teile der Auskleidung von Sauerstoffkonvertern, die besonders auf Stoß, Abrieb und Abplatzen beansprucht werden.
  • Eine aus den Formkörpern aufgebaute Auskleidung kann insbesondere- dort Anwendung finden, wo die Beschickungsmaterialien in das Gefäß einfallen, sowie der Kegelabschnitt, der bisher während des Beschickens und bei dem Ausgießen des heißen Metalls einem starken Abrieb unterworfen war, der sich weiterhin auch durch eine mechanische Beschädigung bei der Entfernung von sich anhäufenden unerwünschten Materialien ergab. Durch die Anwendung des Ziegelwerks an diesen Stellen werden dessen hervorragende Eigenschaften zunutze gemacht, und die Zerstörung des Auskleidungsmaterials auf Grund der Einwirkung von Stoßkräften, Abrieb und Absplittern wird verringert. Somit braucht die Auskleidung nicht genauso häufig ersetzt oder repariert zu werden, wie dies bisher der Fall war. Das erfindungsgemäße Ziegelwerk wird aus totgebranntem Magnesiumoxid hergestellt, das synthetisch aus Seewasser gewonnen wird. Das so erhaltene Magnesiumoxid kann mit dem hohen Magnesiumoxidgehalt gewonnen werden, der für die Durchführung der Erfindung kritisch ist, während natürlicher Magnesit in totgebranntem Zustand nicht den wichtigen Gehalt an Magnesiumoxid aufweist. Der restliche Anteil des Ziegelwerks besteht im allgemeinen aus Siliziumdioxid, Eisenoxid, Aluminiumoxid und Calciumoxid.
  • Das Magnesiumoxid-Ziegelwerk kann nach irgendeinem der zur Zeit für die Gewinnung von feuerfesten Produkten Anwendung findenden Verfahren gewonnen werden. So können z. B. die Ziegelformen gepreßt, gehämmert, gestampft, stranggepreßt oder nach irgendeinem anderen bekannten Verfahren verformt werden. Das zur Herstellung des Ziegelansatzes Anwendung findende Magnesiumoxid ist ein auf einen hohen Reinheitsgrad und hohe Dichte totgebranntes Magnesiumoxid. Ein für diesen Zweck insbesondere zufriedenstellendes Korn kann durch Totbrennen von kalziniertem Magnesiumoxid bei einer erhöhten Temperatur von etwa 1600° C oder darüber in einem Drehofen erhalten werden. Wahlweise kann das kalzinierte Magnesiumoxid trocken in kleine verdichtete Körper bei einem Druck von wenigstens 1400 kg/em2 verformt werden. Sodann -werden die verdichteten Körper bei hoher Temperatur totgebrannt, und zwar vorzugsweise bei einer Temperatur über 1870° C oder sogar bis zu 2320° C, z. B. in einem Schachtofen. Das so erhaltene sehr dichte Korn wird zerkleinert und klassifiziert, um so ein entsprechendes Material herkömmlicher Siebgröße für die Ziegelherstellung zu erhalten. In dem Ansatz wird ein vorübergehendes Bindemittel eingearbeitet und sodann das Ziegelwerk hieraus geformt. Eine besonders zweckmäßige Arbeitsweise zum Erhalten eines sehr reinen, totgebrannten Magnesiumoxids, das für die Herstellung von Ziegelwerk Anwendung findet, ist in der USA.-Anmeldung SN 847 864 angegeben.
  • Sodann wird das Ziegelwerk gebrannt. Eine herkömmliche Arbeitsweise besteht darin, dasselbe auf eine Temperatur von etwa 1600° C zu erhitzen und diese Temperatur eine längere Zeit von etwa 10 Stunden aufrechtzuerhalten. Nach dem Abkühlen wird das Ziegelwerk mit Teer oder Pech imprägniert. Dies wird durch etwa halbstündiges Eintauchen des gebrannten Ziegelwerks in verflüssigtem Pech erreicht, das im allgemeinen auf eine Temperatur von etwa 200° C erhitzt ist. überraschenderweise dringt das Pech vollständig ein, und es kann praktisch die gleiche Pechmenge in ein Ziegelwerk in dieser Weise eingearbeitet werden, wie dies mittels Teerbinden unter Anwenden von verflüssigtem Pech erreicht werden kann. Für diesen Zweck kann handelsüblicher Teer oder Pech auf Erdöl- oder Kohlenbasis angewandt werden. Im allgemeinen wird ein Pech auf Kohlenbasis mit einem Erweichungspunkt in der Größenordnung von 65° C angewandt.
  • Die Erfindung wird im folgenden weiter unter Bezugnahme auf die Beispiele erläutert. Beispiel 1 In diesem Beispiel wird totgebranntes Magnesiumoxid angewandt, das synthetisch aus Seewasser hergestellt wurde. Dieses Magnesiumoxid weist, ausgedrückt in Gewichtsprozent, die folgende Zusammensetzung auf: 5402 .................... 0,9 A1203 ................... 0,4 Fe203 ................... 0,3 Ca0 .................... 1,1 Mg0 .................... 97,3 Das dichte Korn wurde zerkleinert und einer Siebanalyse unterworfen, die, ausgedrückt in Gewichtsprozent, das folgende Ergebnis zeigt: -4+10 . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 -10+28 . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 -28+65 . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 -65 ...................... 30 Es werden etwa 5 Gewichtsprozent konzentrierte Sulfitablauge, die als vorübergehendes Bindemittel dient, zu dem Ansatz zugegeben und sodann das Ziegelwerk bei einem Druck von 560 kg/cm2 gepreßt. Das Ziegelwerk wird bei einer Temperatur von 1600° C gebrannt und 10 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Auf eine Temperatur von 200° C erhitztes Pech wird sodann zum Imprägnieren dieses Ziegelwerks angewandt, und dies wird durch halbstündiges Eintauchen desselben in das flüssige Pech erreicht.
  • Für Vergleichszwecke wird ein Ziegelwerk mit einer Analyse hergestellt, die außerhalb der Grenzwerte der erfindungsgemäßen Masse liegt. Beispiel 2 Es wird nach der im Beispiel 1 angegebenen Verfahrensweise Ziegelwerk aus totgebranntem österreichischem Magnesit der folgenden Zusammensetzung hergestellt: Si02 ..... ............. 0,6 A1203 ................... 0,6 Fe203 ................... 6,5 Ca0 .................... 3,3 Mg0 .................... 88,7 Ein Ziegelwerk dieser Zusammensetzung ist in Sauerstoffkonvertern angewandt worden. Es wurde jedoch gefunden, daß sowohl eine verringerte Feuerfestigkeit des Ziegelwerks als auch Absplittern desselben erhebliche Probleme darstellten, die nicht zu übersehen waren. Beispiel 3 Um den kritischen Wert des Magnesiumoxidgehaltes aufzuzeigen, und dies zur Unterscheidung von der Ausgangsquelle des Magnesiumoxids, wird Ziegelwerk aus synthetischem, totgebranntem Magnesit geformt, der aus Seewasser gewonnen wird und im totgebrannten Zustand, ausgedrückt in Gewichtsprozent, die folgende Zusammensetzung aufweist: S402 .................... 4,7 A1203 ................... 0,3 Fe203 .. . ................ 0,7 Ca0 .................... 1,4 Mg0 .................... 92,9 Dieses Ziegelwerk wird nach der im Beispiel 1 angegebenen Verfahrensweise hergestellt. Im industriellen Maßstab ausgeführte Prüfungen dieses Ziegelwerks zeigen, daß das Absplittern ein ernsthaftes Problem darstellt.
  • Zusätzlich zu den obigen Beispielen wird Ziegelwerk in der folgenden Weise hergestellt, das Calciumoxyd in einer Menge von wenigstens 5 Gewichtsprozent enthält und im allgemeinen nach bekannter Verfahrensweise gewonnen wurde. Beispiel 4 Es findet totgebrannter, sehr reiner Dolomit und synthetisches Magnesiumoxid der folgenden Zusammensetzung Anwendung:
    Dolomit Magnesiumoxid
    °/o
    °/o
    5402 ................ 0,14 2,8
    A1203 ............... 0,25 0,3
    Fe203 .... . .......... 0,09 0,6
    Ca0 ................ 57,75 1,5
    M90 ................ 41,74 94,8
    Der Dolomit und das Magnesiumoxid werden zerkleinert und in übereinstimmung mit der herkömmlichen Arbeitsweise klassifiziert und unter Gewinnen eines 60: 40gewichtsprozentigen Gemisches vereinigt. Dieses Material wird sodann auf eine Temperatur von etwa 110° C erwärmt und etwa 2,5 Gewichtsprozent geschmolzenes Paraffin mit dem Ansatz vermischt. Sodann werden aus dem Ansatz bei einem Druck von etwa 560 kg/cm2 Ziegel gepreßt. Dieses Ziegelwerk wird in einen Brennofen gebracht und die Temperatur schnell auf etwa 1480° C gesteigert und sodann 5 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Das gebrannte Ziegelwerk wird sodann in Teer gekocht, um dasselbe zu imprägnieren. Das gebrannte Ziegelwerk weist die folgende Zusammensetzung auf: 5102 .................. 1,2"/p A1203 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,2"/a Fe2O3 . . . . . . . . . . . . . . . . 0,4"/o Ca0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35,4"/o Mg0 . . . . . . . . . . . . . . . . . 63,0n/0 Es werden 90 Gewichtsteile sehr reinen Magnesiumoxids und 10 Gewichtsteile sehr reinen Calciumoxids der folgenden Zusammensetzungen
    Calciumoxid Magnesiumoxid
    °/o °/o
    8i02 ... ............ 1,6 1,6
    A1203 ............... 0,3 0,3
    Fe203 ........... . . 0;8 0,6
    Cä0 . . . . . . . . . . . 96,3 1,4
    MgO.......... ..... 0,9 96,1
    auf entzündungsfreier Grundlage als der feuerfeste-Ansatz miteinander vermischt. Sodann werden in der im Beispiel 4 angegebenen Weise hieraus Ziegel hergestellt.
  • Eine Analyse des gebrannten Ziegelwerks zeigt das. folgende Ergebnis: 8i02 . . . . . . . . . . . . . . , . . . 1,6'0/0 A1208 . . . . . . . . . . . . . . . . 0,3"/o Fe203 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,6"/o Ca0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10,8"/o Mg0. . , . . . . . . , . . . . . . . . 86,6"/o Ziegelwerk nach jedem der obigen Beispiele wird sodann mit Standardtests geprüft. Die physikalischen Eigenschaften der Ziegel dieser Beispiele vor dem Imprägnieren sind im folgenden aufgezeigt:
    Beispiel
    1- .@ 2 [ 3 j. _ - 4 ..
    Dichte, g/cin3 ............................. 3,172 2787 2,771 2,659 2,804
    Bruchmodul, kg/em2 .. . ... .... ... . ... . . .. 217 153 204 147 189
    Panel-Absplittertest (AS-IM C-122), 1650°C
    vorerhitzen, Gewichtsverlust bei Belastungs-
    tests 1,75 cm2, "/o . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,0 41 34
    Zerstörungstemperatur, ° C . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1760 1410 1640 1730 1700
    * ASTM C-122 bedarf eines . Luft-Wasser-Nebelstroms. Bei den Beispielen 4 und 5, bei denen freies Calciumoxid vorliegt,
    erfolgt ein Hydratisieren so leicht, daß bei diesem Test keine gültigen Ergebnisse erhalten werden konnten.
    Diese Zahlenwerte zeigen die überlegenheit in den physikalischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Ziegelwerks gegenüber Ziegelwerk auf, das nach dem Stand der Technik gefertigt worden ist. Die Dichte und mechanische Festigkeit zeigen eine genauso ausgeprägte Verbesserung wie die Feuerfestigkeit. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber schroffen Temperaturänderungen, wie es durch einen 0,0%igen Absplitterungsverlust bewiesen wird, macht das erfindungsgemäße Ziegelwerk zusammen mit dessen großer mechanischer Festigkeit insbesondere für die Anwendung an denjenigen Stellen zweckmäßig, wo ein mechanischer Abrieb und schnelle Temperaturschwankungen vorliegen. Obgleich die Proben 4 und 5 nicht dem Panel-Absplitterungstest unterworfen werden konnten, haben. --doch Erfahrungen aus der Praxis bewiesen,- däß dieselben zu einem Absplittern neigen.
  • Es ergibt sich somit, daß man erfindungsgemäß ein Ziegelwerk herstellen kann, das in einzigartiger Weise für die Anwendung in denjenigen Zonen eines Sauerstoffkonverters oder anderem Gefäß geeignet ist, wo Abriebfestigkeit, große mechanische Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Absplittern gefordert werden. Diese Eigenschaften werden in den erfindungsgemäßen Ziegeln durch die offenbarte Zusammensetzung und nicht so sehr durch das Herstellungsverfahren bedingt. Somit ist die Erfindung insbesondere vorteilhaft, so daß dieselbe mit einschlägigen Fachkräften und zur Verfügung stehenden Materialien durchgeführt werden kann. Wenn nicht anders vermerkt, sind alle angegebenen Prozentsätze auf der Gewichtsgrundlage zu verstehen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: "@ Formkörper für die Auskleidung von Sauerstoffkonvertern auf der Basis von Mg0, d a -durch gekennzeichnet, daß der Mg0-Gehalt des Körpers wenigstens 96"/o beträgt und der Rest aus üblichen Verunreinigungen besteht und der Körper mit Teer imprägniert ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 829 419; 930 016; österreichische Patentschrift Nr. 202 920; Haeders-Ki,enow, »Feuerfestkunde«, 1960, 8. 738, 769, 810, 811, 740, Tab. 150.
DEH45458A 1961-05-29 1962-04-13 Formkoerper fuer die Auskleidung von Sauerstoffkonvertern auf der Basis von MgO Pending DE1278919B (de)

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AT202920B (de) * 1957-01-12 1959-04-10 Veitscher Magnesitwerke Ag Verfahren zur Herstellung feuerfester, gebrannter, aus Magnesit bestehender oder Magnesit enthaltender Formkörper geringer Porosität

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