DE1278694B - Verfahren zur Herstellung von Kompressen fuer medizinische Zwecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kompressen fuer medizinische ZweckeInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kompressen für medizinische Zwecke Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kompressen für medizinische Zwecke mit einer ein absorbierendes Material umschließenden Hülle, die auf einer Seite der Kompresse aus einer Faserstoffschicht und einer damit vereinigten innenliegenden Thermoplastfolie zusammengesetzt ist und auf der gegenüberliegenden Seite der Kompresse aus einem weitmaschigen Gewebe, beispielsweise einem Netzstoff, besteht, wobei die mit der Thermoplastfolie vereinigte Faserstoffschicht mit ihren seitlichen Teilen über das weitmaschige Gewebe auf die andere Seite herübergefaltet und die Verbindung der Faserstoffschicht bzw. dem weitmaschigen Gewebe einerseits und der Thermoplastfolie andererseits unter Druck durch geheizte Walzen hergestellt ist.
- Bei Windeln mit einem in einer Hülle befindlichen absorbierenden Material ist es bekannt, die Hülle auf der einen Seite der Windeln aus einem Fasermaterial wie Papier und einer damit vereinigten Plastfolie herzustellen. Auch die andere Seite der Hülle besteht dabei aus einem naßfesten Papier. Eine solche Ausbildung eignet sich nicht für medizinische Verbände u. a. deshalb, weil das Papier die Neigung hat, in der Wunde steckenzubleiben und weil die Hülle zu luftdicht wird.
- Es ist auch eine Kompresse bekannt, bei der die Hülle auf der Seite, auf der sie am Körper anliegen soll, mit einem weitmaschigen Gewebe, beispielsweise einem Netzstoff, der mit der Schicht der erstgenannten Seite unter Vermittlung der Thermoplastfolie verbunden ist, versehen ist, wobei die Thermoplastfolie vorzugsweise innerst in der Hüllenwand liegt.
- Durch eine derartige Zusammensetzung der Hülle aus einer Thermoplastfolie und einer Schicht aus einem weitmaschigen Gewebe ergibt sich nicht nur eine bessere Stabilität und Festigkeit der Kompresse, sondern vor allem die Möglichkeit, die Kompresse an der auf der Wunde aufliegenden Stelle luftdurchlässig zu machen, falls sie für eine gewisse Verwendung, insbesondere für medizinische Zwecke, ausgebildet werden soll.
- Bei den zur Herstellung solcher Kompressen für medizinische Zwecke gebräuchlichen Verfahren ist jedoch ein besonderer Arbeitsgang erforderlich, bei dem beispielsweise durch Aufwalzen oder Steppen die Perforierung der Thermoplastfolie vor ihrer Verbindung mit dem weitmaschigen Gewebe erfolgt.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei der Herstellung von Kompressen der eingangs erwähnten Art, eine Verfahrensweise zur Verfügung zu stellen, die es gestattet, auf die gesonderte Stufe der Perforierung zu verzichten.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dicke der Thermoplastfolie sowie Druck- und Temperaturbedingungen unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Faserstoffschicht und des weitmaschigen Gewebes so eingestellt werden, daß beim Verwalzen die Thermoplastfolie durch Wegschmelzen an den durch das weitmaschige Gewebe gegen die heiße Walze besonders stark gedrückten Stellen der dünnen Thermoplastfolie perforiert wird.
- Soll die Kompresse als Wundkompresse oder Pflaster verwendet werden, so kann es vorteilhaft sein, die Thermoplastfolie auch über das weitmaschige Gewebe zu legen und mit diesem zwecks Perforierung in der oben gezeigten Weise zu verwalzen.
- Das erfindungsgemäße Vorgehen wird dadurch ermöglicht, daß die einzelnen Fäden oder Fasern des weitmaschigen Gewebes Durchbrüche besitzen und der Thermoplastfolie eine unregelmäßige Fläche zukehren, so daß unter Einwirkung des Druckes und der gleichzeitigen Erwärmung die Thermoplastfolie von sehr feinen Löchern durchsetzt wird. Die Thermoplastfolie soll besonders, wenn sie aus Polyäthylen besteht, sehr dünn sein und braucht nicht dicker zu sein als 0,015 bis 0,03 mm.
- In der folgenden Beschreibung ist unter Hinweis auf die Zeichnung ein Beispiel der Ausbildung einer Kompresse nach der Erfindung und auch das Verfahren schematisch erläutert. Die Zeichnung zeigt perspektivische Ansichten, und zwar F i g. 1 eine Bahn mit erfindungsgemäß ausgebildeten Kompressen, F i g. 2 einen Teil einer Kompresse nach der Erfindung unter einer Herstellungsstufe und F i g. 3 in kleinerem Maßstab eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Kompresse aus einer Faserstoffschichtl, aus dünnem, naßfestem Papier als Außenschicht, einer innerhalb derselben liegenden Thermoplastfolie 2, vorzugsweise aus Polyäthylen als Verstärkungsschicht, sowie einer verhältnismäßig dicken absorbierenden Schicht 3 aus beispielsweise trockenzerfasertem Zellstoff, Zellstoffblätter, Zellstoffwatte oder einem anderen stark absorbierenden Material. Mit Ausnahme der Seitenränder besteht die Innenseite der Kompresse aus einem weitmaschigen Gewebe 4, vorzugsweise aus einem Netzstoff. Die Seitenränder 5, 6 der Faserstofischicht 1 und der Thermoplastfolie sind um die Kanten der absorbierenden Schicht 3 gefaltet und auf die Oberseite des weitmaschigen Gewebes 4 gelegt, mit dem sie vereinigt sind, wobei der Kunststoff als Verbindungsmittel dient.
- Die Kompressen werden in einer zusammenhängenden Bahn hergestellt, von der die verschiedenen Kompressen dann abgetrennt werden können. Das Herstellungsverfahren ist in großen Zügen aus F i g. 3 ersichtlich. Stücke 3 a, 3 b, 3 c aus einem stark absorbierenden Material, die in einer Reihe auf einer Unterlage 7 liegen, werden auf eine Thermoplastfolienbahn 8 geleitet, die von einer Vorratsrolle 9 kommt. An einer Umlenkrolle 12 kommt die Unterseite der Thermoplastfolie in Berührung mit einer Faserstoffschichtbahn 10 aus einem naßfesten dünnen Papier, das von einer Vorratsrolle 11 abgewickelt wird. Die absorbierenden Materialstücke, die mit gewissen Zwischenräumen vorgeschoben werden, werden auf der Oberseite mit einem weitmaschigen Gewebe überdeckt, das in Form eines Bandes 14 von einer Vorratsrolle 15 abgewickelt wird. Die Bahnen mit den dazwischenliegenden Material stücken werden mit Hilfe von zwei angetriebenen Druckwalzen 16, 17 durch eine Faltvorrichtung 18 gezogen, welche die Seitenränder der Bahnen 8 und 10 über die Seitenkanten des Bandes 14 und des absorbierenden Materials faltet. Die Druckwalzen 16, 17 sind auf eine so hohe Temperatur erwärmt, daß der Kunststoff der Bahn 8 erweicht und als Verbindungsmittel dient, um die umgefalteten Seitenränder mit dem Gewebe und die Faserstoffbahn mit dem absorbierenden Material zu verbinden. Auf diese Art verstärkt die Plastschicht die Faserstoffschicht und die ganze Kompresse, so daß diese die erforderliche Stabilität erhält.
- Das fertige Kompressenband, das von den Druckwalzen 16, 17 auf eine Unterlage 19 geschoben wird> hat Quervertiefungen 20 zwischen den absorbierenden Materialstücken. An diesen Vertiefungen können die Kompressen in geeigneter Weise vom Band abgetrennt werden.
- Besteht der Kunststoff aus Polyäthylen, dessen Erweichungstemperatur bei etwa 1100 C liegt, so braucht die Druckwalze nur so stark erwärmt zu werden, daß ihre Oberflächentemperatur etwa 1800 C beträgt. Die obere Druckwalze 16, die in Richtung zur unteren Walze 17 beweglich liste braucht nicht mehr als etwa 8 kg zu wiegen, um den erforderlichen Anpreßdruck zu erzeugen.
- Die besonders vorteilhafte Wirkung bei der Durchführung des Verfahrens ergibt sich bei Verwendung einer genügend dünnen Plastfolie, weil in diesem Fall Löcher in den Seitenrändern gebildet werden, die bei der Erwärmung an das weitmaschige Gewebe 4 angepreßt werden. Diese durch die vereinigte Erwärmung und Anpressung erzeugte Perforation ist von Vorteil, weil dadurch auch die auf der Innenseite der Kompresse liegenden Seitenränder 5, 6 der Thermoplastfolie und des Faserstoffes einen gewissen Feuchtigkeitsdurchtritt zur absorbierenden Schicht 3 ermöglichen. Bei Anwendung der Erfindung auf Wundkompressen und Pflaster kann es zweckmäßig sein, die Thermoplastfolie das weitmaschige Gewebe 4 auch auf der Innenseite der Kompresse überdecken zu lassen, weil sich dadurch eine glatte Fläche auf der der Wunde anliegenden Seite der Kompresse ergibt und ein Anhaften der Kompresse an der Wunde verhindert wird. Bei Verwendung einer geeigneten Temperatur und eines geeigneten Druckes bei der Herstellung wird die Thermoplastfolie weit gehend durchlöchert, um einen Durchtritt von Feuchtigkeit von der Wunde her zu gestatten.
- Bei Verwendung der Kompresse als Windel ist es erwünscht, daß die Thermoplastfolie keine Feuchtigkeit auf die Außenseite der Windel durchtreten läßt, was durch entsprechende Wahl der Temperatur bei der Herstellung gewährleistet werden kann.
- Die Erfindung gestattet es somit, die bei den bisherigen Verfahren zur Herstellung von Kompressen für medizinische Verbände mit perforierten Thermoplastfolien notwendige besondere Verfahrensstufe der Perforierung der Folie vor ihrer Verbindung mit dem Grundgewebe aus geeignetem, saugfähigem Material, die meist durch Aufwalzen, Steppen od. dgl. erfolgte, wegfallen zu lassen. Die Perforierung der Folie erfolgt in einfacher Weise dadurch, daß man die erhabenen Stellen des Grundgewebes praktisch als »Patrize« für die Herstellung der Lochungen verwendet, so daß durch einfaches Walzen bei geeigneter Wahl von Walzdruck, Walztemperatur, Folienstärke und Art des weitmaschigen Gewebes Kompressen der gewünschten Art ohne weiteres herstellbar sind.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Kompressen für medizinische Zwecke mit einer ein absorbierendes Material umschließenden Hülle, die auf einer Seite der Kompresse aus einer Faserstoffschicht und einer damit vereinigten innenliegenden Thermoplastfolie zusammengesetzt ist und auf der gegenüberliegenden Seite der Kompresse aus einem weitmaschigen Gewebe, beispielsweise einem Netzstoff, besteht, wobei die mit der Thermoplastfolie vereinigte Faserstoffschicht mit ihren seitlichen Teilen über das weitmaschige Gewebe auf die andere Seite herübergefaltet und die Verbindung der Faserstoffschicht bzw. dem weitmaschigen Gewebe einerseits und der Thermoplastfolie andererseits unter Druck durch geheizte Walzen hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Thermoplastfolie sowie Druck und Temperaturbedingungen unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Faserstoffschicht und des weitmaschigen Gewebes so eingestellt werden, daß beim Verwalzen die Thermoplastfolie durch Wegschmelzen an den durch das weitmaschige Gewebe gegen die heiße Walze besonders stark gedrückten Stellen der dünnen Thermoplastfolie perforiert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Thermoplastfolie auch über das weitmaschige Gewebe gelegt und mit diesem zwecks Perforierung verwalzt wird.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 896 626, 2 923 298, 2992644.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE (1) | DE1278694B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2694690A1 (fr) * | 1992-08-14 | 1994-02-18 | Prest Hyg Sa | Nouveau dispositif d'attache pour les protections fémines externes et son procédé de production. |
| WO1994004110A1 (fr) * | 1992-08-14 | 1994-03-03 | Prest'hyg S.A. | Nouveau dispositif d'attache pour les articles d'hygiene et son procede de production |
| ES2051210A2 (es) * | 1992-02-21 | 1994-06-01 | Tarres Fco Javier Pladellorens | Sistema de fabricacion en continuo de compresas y similares y maquina para llevar a cabo el sistema. |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2896626A (en) * | 1958-06-17 | 1959-07-28 | Kimberly Clark Co | Disposable absorbent pad |
| US2923298A (en) * | 1954-12-01 | 1960-02-02 | Kendall & Co | Unitary non-adherent dressings |
| US2992644A (en) * | 1959-01-02 | 1961-07-18 | Johnson & Johnson | Dressing |
-
1962
- 1962-10-22 DE DEM54579A patent/DE1278694B/de active Pending
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| FR2694690A1 (fr) * | 1992-08-14 | 1994-02-18 | Prest Hyg Sa | Nouveau dispositif d'attache pour les protections fémines externes et son procédé de production. |
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