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Magnettonwiedergabegerät Die Erfindung betrifft ein Magnettonwiedergabegerät
mit durch Einschieben auswechselbarer Bandkassette.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein derartiges Gerät so
auszubilden, daß es in einfacher Weise in einen Rundfunkempfänger umgewandelt werden
kann.
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^' Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Magnettonwiedergabegerät
Ankopplungsmittel für ein in einem kassettenförmigen Gehäuse untergebrachtes, HF-,
Abstimm- und Demodulatorteile eines Rundfunkempfängers enthaltendes Zubehörteil
aufweist und nach Einschieben dieses Zubehörteils an Stelle einer üblichen Bandkassette
als Rundfunkempfänger wirkt.
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Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, daß das Magnettonwiedergabegerät
unter Verwendung seines Niederfrequenzteils durch Austausch seiner Bandkassette
gegen das HF-, Abstimm- und Demodulatorteil eines Rundfunkempfängers auf einfache
und billige Weise zu einem Rundfunkempfänger umgebaut werden kann.
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Es sei erwähnt, daß ein Plattenspieler bekannt ist (s: deutsches Gebrauchsmuster
1816 111), der elektrische Ankopplungsmittel für einen in ihn einschiebbaren
Rundfunkkleinempfänger mit eigener Stromquelle besitzt, wobei nach Einschieben des
Rundfunkempfängers in den Plattenspieler der Rundfunkempfänger das Verstärker- und
Lautsprecherteil des Plattenspielers mitbenutzt. Im Gegensatz zum Erfindungsgegenstand
werden hierbei keine Zubehörteile gegeneinander ausgewechselt, um einen Rundfunkempfänger
zu erhalten, sondern ein Rundfunkempfänger wird als Ganzes an das Niederfrequenzteil
und Lautsprecher des Plattenspielers angeschlossen, die dann als Verstärker wirken.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die Zeichnung zeigt schematisch und beispielhaft Eine Ausführungsform
des Magnettonwiedergabeerätes gemäß der Erfindung. Darin zeigt F i g. 1 eine perspektivische
Ansicht mit Teilehnitt des Gerätes in vorbereiteter Stellung zur Tonwiedergabe und
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des zum Ein-;ehieben in das Gerät geeigneten
Zubehörteils nach F i g. 1 an Stelle einer Bandkassette.
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Das in F i g. 1 gezeigte Magnettonwiedergabe-;erät enthält ein Gestell
1, das ein Niederfrequenzteil ;rägt, welches von einem Tonabnehmerkopf 2 aus die
Speisung eines oder mehrerer nicht dargestellter Lautsprecher gestattet. Dieses
Gestellt trägt verschiedene Bedienungsteile, z. B. 3, 4, 5, 6 und 7, welche die
Einschaltung des Gerätes, die Wahl eines Aufnahmeprogramms, die Klangregulierung
usw. gestatten. Als Tonträger dient ein Tonband 8, das bei 9 in einer Kassette 10
aufgewickelt ist, die aus Kunststoff, Metall sowie Zellstoff (Papier) gespritzt,
.gepreßt oder geformt werden kann. Dieses Tonband kann endlos sein, d. h. auf einem
einzigen Kern auf- und abgewickelt werden, oder zwei Enden aufweisen, d. h. von
einem auf einen anderen Kern umgespult werden. Das Tonband 8 wird von den in der
Kassette 10 angeordneten Führungsteilen 11 und 12 so geführt, daß es mit dem Tonabnehmerkopf
2 in Berührung kommt. Eine im Gestell 1 eingebaute, von einem elektrischen Motor
angetriebene Vorrichtung zieht das Tonband 8 vor dem Tonkopf 2 vorbei.
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Mit einem derartigen Gerät ist es möglich, verschiedene Tonaufnahmen
wiederzugeben, die auf Tonbändern 8 aufgezeichnet und in verschiedenen Kassetten
10 aufgewickelt sind. Diese können möglichenfalls unterschiedliche Größen aufweisen.
Somit
wird eine Dauer der Tonwiedergabe von 30, 60 oder sogar 120
und mehr Minuten ermöglicht, je nachdem, ob es sich um Stereo- oder Monoaufnahmen
handelt. Das Austauschen einer Kassette 10 gegen eine andere geht einfach vor sich,
indem die sich im Hohlraum 13 des Gestells befindliche Kassette 10 herausgenommen
und durch eine neue Kassette 10 ersetzt wird.
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Das vorstehend beschriebene Magnettonwiedergabegerät gestattet im
Fall des Einschiebens einer Kassette 10 nur die Wiedergabe eines schon mit Tonaufzeichnung
versehenen Tonbandes B. Ziel der Erfindung ist es, ein derartiges Gerät oder ein
ähnliches mit zwei, vier oder acht Tonspuren für den Rundfunkempfang benutzen zu
können, jedoch ohne das Gerät durch den festen Einbau eines Rundfunkempfängers im
Gestell 1 zu überlasten, wodurch das Gerät kostspielig und sperrig würde.
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F i g. 2 zeigt ein Zubehörteil 14, das ein kassettenförmiges Gehäuse
15 aufweist, in welchem das HF-, Abstimm- und Demodulatorteil eines Rundfunkempfängers
eingebaut ist. Dieses kassettenförmige Gehäuse 15 ist mit mindestens einer Sendewahlvorrichtung
ausgerüstet, die mit einem Bedienungsknopf 16 betätigbar ist und die mit einer Skala
17 versehen werden kann. Dieses Zubehörteil 14 kann für eine einzige Wellenlänge
oder möglichenfalls für mehrere Wellenlängen bzw. für mehrere UKW-Kanäle vorgesehen
werden. In diesem Fall ist es mit einem zweiten Bedienungsknopf 18 ausgerüstet.
Es können ferner ein dritter Bedienungsknopf oder ein Tastenfeld vorgesehen werden,
welches die Wahl der Sender bzw. der Wellenlängen und der UKW-Kanäle ermöglicht.
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Dieses Zubehörteil besitzt ferner einen Demodu-Iator und eine magnetische
Kopplung, die eine unmittelbare Übertragung der Niederfrequenz der durch das Hochfrequenzteil
des Zubehörteils" 14 empfangenen Rundfunksenders auf den Tonkopf 2 des Wiedergabegeräts
ermöglicht. In diesem Fall bestehen die Ankopplungsmittel, welche die Verbindung
zwischen dem Hochfrequenzteil des Zubehörteils 14 und dem Niederfrequenzteil des
Magnettonwiedergabegeräts herstellen, aus einfachen Kontaktteilen, die auf der Seite
19 des kassettenförmigen Gehäuses 15 des Zubehörteils 14 angeordnet werden. Diese
Kontaktteile werden beim Einschieben des Zubehörteils 14 in den im Gerät
für die Bandkassette vorgesehenen Hohlraum 13 des Gestells 1 mit dem Tonkopf 2 in
Berührung gebracht.
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Die Ankopplungsmittel können ebenfalls aus einem Satz Steckverbindungen
bestehen, die einerseits auf dem Magnettonwiedergabegerät und andererseits auf dem
Zubehörteil 14 angeordnet sind, so daß die Verbindung des Gerätstromkreises mit
dem Stromkreis des Zubehörteils selbsttätig beim Einschieben des Zubehörteils 14
in den im Gerät für die Bandkassette vorgesehenen Hohlraum 13 hergestellt wird.
Dieser Steckverbindungssatz könnte aus einem Mehrfachstecker oder möglichenfalls
aus Blattfederkontakten bestehen. Es ist auch möglich, die Verbindung beider Kreise
von Hand durch zusätzliche Stecker oder durch Betätigung von Schaltern unabhängig
von der Unterbringung des Zubehörteils 14 zu bewerkstelligen.
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Wenn ein derartiges Gerät in einem Fahrzeug untergebracht wird, muß
selbstverständlich ein zusätzlicher Antennenanschluß auf dem Gestellt vorgesehen
werden. Falls das Magnettonwiedergabegerät mit Kassetten 10 ausgerüstet ist, die
ein selbsttätiges Einschalten des Antriebsmechanismus des Tonbandes 8 beim Einschieben
dieser Kassette 10 in den dafür vorgesehenen Hohlraum 13 bewirken, sollte das kassettenförmige
Gehäuse 15 einen Ausschnitt oder eine abgeschrägte Kante 20 aufweisen (wie F i g.
2 zeigt), um ein Einschalten des Antriebsmechanismus durch das kassettenförmige
Gehäuse 15 beim Einschieben des Zubehörteils 14 in den für die Bandkassette vorgesehenen
Hohlraum 13 zu vermeiden. Dieser Ausschnitt oder diese abgeschrägte Kante 20 muß
örtlich mit der Lage des Einschaltteils des im Gestell 1 angeordneten Antriebsmechanismus
übereinstimmen.
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Das mit Bezug auf die Zeichnung beschriebene Magnettonwiedergabegerät
ist eine Sonderausführung, bei welcher der im oberen Teil des Gestells 1 angeordnete
Hohlraum 13 eine Schiebeführung zur Aufnahme der Bandkassette 10 bildet.
Ein Zubehörteil 14, wie es in F i g. 2 dargestellt ist, kann aber durchaus in jedem
beliebigen Magnettonwiedergabegerät eingebaut werden. Das Zubehörteil 14 kann z.
B. bei Magnettonwiedergabegeräten mit einem zentral angeordneten parallelepipedischen
Hohlraum wie eine Schublade eingeschoben werden.
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Vorzugsweise wird das in dem kassettenförmigen Gehäuse 15 des Zubehörteils
14 eingebaute Hochfrequenzteil mit gedruckter Schaltung versehen, so daß eine gedrängte
Ausführung des Zubehörteils 14
erzielt wird. Wenn der Rauminhalt des kassettenförmigen
Gehäuses 15 zu gering ist, um über mehrere Wellenlängen oder UKW-Kanäle zu verfügen,
können letztere in verschiedenen ebenfalls auswechselbaren kassettenförmigen Gehäusen
15 angeordnet werden.
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Die Stromspeisung des Magnettonwiedergabegeräts bzw. des Zubehörteils
14 kann bei Wohnungsgeräten vom Netz aus oder bei Anordnung des Gerätes in einem
Fahrzeug von einer innerhalb oder außerhalb des Geräts angeordneten Batterie erfolgen.