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Anordnung mit einem auf die drehbare Welle eines Goniometers, insbesondere
Röntgendiffraktometers, aufsetzbaren Goniostaten Die Erfindung bezieht sich auf
eine Anordnung mit einem auf die drehbare Welle eines Goniometers, insbesondere
Röntgendiffraktometers, aufsetzbaren Goniostaten zur Drehung des Objektträgers um
eine zur Goniometerwelle (#-Achse) senkrechte Drehachse (#-Achse) und eine zur #-Achse
radiale weitere Achse (#-Achse) mittels eines im Goniostatengehäuse um die Achse
drehbaren Tragteils für den Objektträger, der seinerseits am Tragteil um seine eigene,
zur #-Achse radiale #-Achse drehbar und über vom drehbaren Tragteil unabhängeige
Getriebemittel mit einem ebenso wie der Drehantrieb der Tragteils gegenüber dem
Goniostatengehäuse stationären #-Drehantrieb verbunden ist, bei der die Drehung
des Objektträgers um die #-Achse einer drehbare #-Anzeigewelle und gegebenenfalls
die Drehung des Objektträgers um die-#-Achse einer stationär gegenüber dem Goniostatengehäuse
angeordneten drehbaren #-Anzeigewelle zugebrdnet sind, und bei der insbesondere
der Tragteil eia außenverzahnter, von einer Schnecke angetriebener Ring ist und
die Schiebemittel für den #-Drehantrieb einen ebenfalls schneckengetriebenen und
mit dem außenverzahnten Ring koaxialen innenverzehnten Ring aufweisen, auf dem sich
ein den Ob-Objektträger um die #-Achse drehendes Zahnrad abwälzt.
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Eine Schwierigkeit bei derartigen Goniostaten besteht darin, daß
sich der Objektträger um die #-Achse nicht nur dann dreht, wenn der #-Drehrieb betätigt
wird, sondern daß auch der #-Drehantrieb bei seiner Betätigung eine gleichzeitige
Veränderung der-Stellung des Objektträgers bewirkt.
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Ei ist daher nicht ohne weiteres möglich, allein von d augenblicklichen
Stellung des #-Drehantriebs die tatsächliche cp-Stellung des Objektträgers abzule
en. Bei einem bekannten Goniostaten, von dem die Erfindung ausgeht (»The Review
of Scientific Instruments«, Bd. 34, 1963, Heft 1, S. 74 bis 76), hat man sich dadurch
geholfen, daß man die Anzeigewelle für die #-Stellung des Objektträgers mit dessen
Tragteil im goniostatengehäuse um die #-Achse umlaufen läßt. Die dabei auftretenden
mechanischen und funktionellen Nachteile sind offensichtlich. Beso ders sei darauf
hingewiesen, daß dann Schwierigkelten auftreten, wenn die #-Anzeigewelle noch mit
Datenverarbeitungsgeräten verbunden ist. Das ist auch dann der Fall, wenn etwa automatisch
eine bestimmte #-Stellung des Objektträgers eingesteuert werden soll. um Beheben
dieser Schwierigkeiten ist nach der Erfindung vorgesehen, daß die #-Anzeigewelle
gegen-
über dem Goniostatengehäuse stationär gelagert und an den Ausgang eines Differentials
angeschlossen ist, von dessen beiden Eingängen der eine mit dem #-Brehantrieb und
der andere mit dem #-Drehantrieb verbunden ist.
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Nach der Erfindung läßt sich durch die Verwendung des Differentials
in geeigneter Übersetzungsabstimmung erreichen, daß eine nunmehr stationär im Goniostatengehäuse
anordbare #-Anzeigewelle die-Stellung des Objektträgers richtig anzeigt, indem das
Differential die Änderungen der-Stellung des Objektträgers sowohl auf Grund der
unmittelbaren Verstellung mittels des #-Drehantriebs des Objektträgers als auch
auf Grund der mittelbaren Verstellung infolge einer Drehung des Tragteils des Objektträgers
um die Achse mitgeteilt werden. Damit lassen sich nach der Erfindung sowohl die
#-Anzeigewelle als auch in bisher bereits bekannter Weise die z-Anzeigewelle im
Goniostatengehäuse stationär und lediglich um ihre jeweils eigene Achse drehbar
anordnen.
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Es sei bemerkt, daß wie bei den bekannten Goniostaten, auch bei dem
gemäß der Erfindung, volle 3600-Drehungen um die-und die x-Achsen möglich sind.
Der Objektträger kann ebenfalls in üblicher
Weise im Bereich des
gemeinsamen Schnittpunktes der #-, <p- und #-Achsen angeordnet sein.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Zahntriebe,
welche zur Durchführung der p- und der Drehung dienen, ausgerückt werden können,
so daß das Objekt von Hand eingestellt werden kann. Beispielsweise kann der z-und
der z-Zahntrieb ausgerückt und das Objekt bei Betrachtung durch ein Mikroskop von
Hand bewegt werden, bis es sich genau in der gewünschten Lage befindet. Jetzt können
die Zahntriebe wieder eingerückt werden, worauf die Einrichtung zur Untersuchung
bereit ist. Zur weiteren Erleichterung der Verwendung der Einrichtung sind sehr
genaue Stellungsanzeigemechanismen vorgesehen, so daß das #- oder/und das x-System
ausgeschaltet werden kann, um eine manuelle Einstellung zu ermöglichen, und dann
die Drehsysteme genau in derselben Stellung wieder eingerückt werden können, oder
in einer Stellung, die um einen bekannten Winkel gegenüber der Stellung vor dem
Ausrücken versetzt ist.
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Die Erfindung bezweckt somit die Schaffung eines neuartigen und verbesserten
Goniostaten und eines Verfahrens zur Verwendung eines derartigen Goniostaten.
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Zum vollständigeren Verständnis der Erfindung sei auf die nachstehende
Beschreibung und Ansprüche sowie die Zeichnungen verwiesen. In diesen zeigt F i
g. 1 schaubildlich einen erfindungsgemäßen Goniostaten und schematisch ein mit ilun
verbundenes Diffraktometer, F i g. 2 schematisch die Kraftübertragung in dem Goniostaten
nach F i g. 1, Fig. 3 in größerem Maßstab als F i g. 1 Teile des Goniostaten in
einem Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1, F i g. 4 in einem größeren Maßstab
als F i g. 1 den symmetrisch zur Achse 4-4 in Fig. 1 angeordneten v-Kopf in einem
Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1, Fig. 5 in dem Maßstab der Fig. 3 einen Schnitt
nach der Linie 5-5 der F i g. 3, Fig. 6 in größerem Maßstab als die Fig. 1 bis 5
ein Differential im Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 7, F i g. 7 im Maßstab der
F i g. 6 ein Differential im Schnitt nach der Linie 7-7 der F i g. 6, F i g 8 in
Seitenansicht den dén-Kopf, wobei Teile weggebrochen sind, um Teile der Innenkonstruktion
des v-Kopfes sichtbar zu machen, und F i g. 9 den-Kopf in einem Schnitt nach der
Linie 9-9 der Fig. 8.
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In Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Goniostat mit 10 bezeichnet. Er
ist auf dem c7-Element eines Diffraktometers angeordnet, das strichliert schematisch
angedeutet ist. Dieses Diffraktometer ist vorzugsweise von jener Art, die in der
am 7. Januar 1961 von Thomas C. Furnas, jr., eingereichten kanadischen Patentanmeldung
814348 unter dem Titel »Röntgendiffraktometer« beschrieben und unter Schutz gestellt
ist. Das vorstehend erwähnte w-Element ist der drehbare Objektträger des Diffraktometers,
und sein Drehungswinkel wird als co-Winkel bezeichnet.
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Der erfindungsgemäße Goniostat 10 wird vorzugsweise zusammen mit
dem in der vorgenannten Anmeldung beschriebenen Diffraktometer verwendet,
weil die
a>-Bewegung unabhängig von der sogenannten 2-e-Bewegung, d. h. der Drehung eines
Detektors 12 um die Achse der #-Bewegung herbeigeführt werden kann. In dem in Fig.
1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Achse vertikal und durch die Linie 13 angedeutet.
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Der Goniostat 10 hat ein Gehäuse 16, das mit einer Halterung 14 an
dem Diffraktometer befestigt ist. In dem Gehäuse 16 ist ein außenverzahntes, ringförmiges
x-Schneckenrad 15 drehbar gelagert. An dem z-Schneckenrad 15 ist ein sv-Kopf 17
drehfest angebracht, der sich mit dem Rad 15 um eine horizontale Achse 18 dreht,
die als Achse bezeichnet wird.
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Die Achse ist senkrecht zu der Achse und schneidet diese in einem
Punkt P, an dem ein schematisch bei S angedeutetes Objekt angeordnet ist. Dieses
ist mit dem #-Kopf 17 zweckmäßig durch einen Goniometerkopf 19 verbunden, der strichliert
angedeutet ist. Der Goniometerkopf 19 und das Objekt S werden von dem dem-Kopf 17
um eine dritte Achse 20, die als Achse bezeichnet wird, drehbar getragen. Die wahlweise
Drehung des Objekts um die-Achse erfolgt durch ein Ritzel 21 und einen Zahnring
22 auf eine nachstehend ausführlicher beschriebene Weise.
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#-Mechanismus In dem Gehäuse 10 ist ein Zahnradträger 25 montiert,
der an seinem in Fig. 3 und 5 linken Ende einen inneren Gehäuseteil 26 aufweist,
der bei 27 in dem Gehäuse 10 drehbar gelagert ist. Ein Tragzapfen28 für den Zahnradträger
ist in der Deckplatte 29 des Gehäuses montiert und fluchtet axial mit dem Lager
27. Der innere Gehäuseteil 26 ist bei 30 auf dem Tragzapfen 28 drehbar gelagert
Der Zahnradträger 25 ist um die axial fluchtenden Lager 27, 30 drehbar.
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Der Zahnradträger 25 trägt eine #-Eingangswelle 32, die in dem Zahnradträger
drehbar gelagert ist und eine Schnecke 33 trägt, die wahlweise in das #-Schneckenrad
15 eingreifen kann, um die x-Drehung herbeizuführen. Die x-Schnecke 33 und das Schneckenrad
haben vorzugsweise ein solches Übersetzungsverhältnis, daß jede Umdrehung der Schnecke
eine Drehung von 10 bewirkt.
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Die #-Eingangswelle 32 ist axial durch ein Schräglager 31 festgelegt,
das von dem inneren Gehäuseteil 26 getragen wird (Fig. 5). Die Welle 32 hat einen
Absatz 34, der an einer Fläche des Innenrings 36 des Lagers 31 anliegt Eine auf
die Welle 32 aufgeschraubte Mutter 35 liegt an dem Innenring 36 an, um das Lager
und die Welle 32 gegen eine axiale Relativbewegung festzulegen.
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Der Zahnradträger 25 wird von zwei Federn 41 aufwärtsgedrückt, die
geeignete Festlegezapfen 42 umgeben, die auf Schlitten 39 für den Zahnradträger
und auf dem Gehäuse 10 angeordnet sind (F i g. 4).
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Die Schlitten 39 werden nachstehend vollständig beschrieben. Die vertikale
Einstellung des Zahnrad trägers 25 und der von ihm getragenen Einrichtung wird durch
einen Exzenter 43 (F i g. 5) gesteuert, welcher der Wirkung der Federn 41 und einer
zwischen dem Zahnradträger 25 und dem GehäuselO angeordneten Feder 45 entgegenwirkt.
Der Exzenter 43 wirkt auf eine Kurvenfläche 44 (Fig 3) des Zahnradträgers 25 derart
ein, daß dieser wahlweise um die Achse der Lager 27, 30 verschwenkt wird Der Exzenter
43 ist auf einer Exzentersteuerwelle 46 montiert, an der er mit einer Stellschraube
47 befestigt
ist. ist. Die Exzentersteuerwelle 46 ist mit einem
blitz 48 zur Aufnahme eines Schraubenziehers oder es anderen Werkzeugs zum Drehen
der Welle ver hen. Eine federbelastete Rastkugel 49 greift in gete Rastvertiefungen
in der Exzenterwelle 46 ein hält dadurch den Exzenter 43 wahlweise in einer Stellung,
in der er den Zahnradträger 25 herunterkt, oder in einer Betriebsstellung, in der
die Federn 41 die Schnecke 33 gegen das Schneckenrad 1 i driicken, Der Exzenter
gestattet ein Ausrücken der #-Schnecke 33 aus dem #-Schneckenrad 15. In dlesem ausgerückten
Zustand kann das Objekt S von Hand um die #-Achse in eine geeignete, gewählte Stellung
gedreht werden.
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F i g. 1 zeigt einen x-Eingangsgriff 50, mit dem eine maneelle Drehung
herbeigeführt werden kann. Wie an@ der Beschreibung hervorgeht, kann der erfindlingsgemäße
Goniostat auch zusammen mit einem Kraftantrieb, insbesondere mit einem rechnergesteuert
in Kraftantrieb, verwendet werden. Daher ist zwar ein eingangsgriff 50 für manuelle
Betätigung gezeigt, doch kann die Einrichtung auf einfache Weise zusemmen mit einem
rechnergesteuerten System verwendet werden, wobei ebenfalls eine #- und eine #-Drehung
um volle 360° möglich ist.
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Gemäß Fig. 4 besitzt der #-Kopf 17 ein Gehäuse 52, das auf einer
Spindel 53 montiert ist. Diese Spindel hat einen im Durchmesser abgesetzten Endteil
54, der zu ihrer Befestigung dient und sich in eine radial angeordnete Bohrung des
#-Schneckenrades etstreckt. In das Ende des im Durchmesser abgesetzten Teils 54
ist eine Befestigungsschraube eing@schraubt, die einen Kopf55 besitzt. Auf diese
Weise ist die Spindel 53 an dem #-Schneckenrad befastigt. Der Kopf 55 der Befestigungsschraube
ist in einer Aussenkung 56 des #-Schneckenrades angeordnest, damit er nicht an dem
Traglager 57 für das Schneckenrad angreift.
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Die SpindelS3 besitzt eine auswärts gerichtete Festlegeschulter 58,
die geeignete Einstellschrauben 59 trägt, von denen nur eine gezeigt ist. Die Einstellsahrauben
59 greifen wahlweise an der Innenfläche des #-Schneckenrades 15 an. Auf diese Weise
wird die Spindel 53 in einer gewünschten Axialstellung festgelegt. Die Schulter
58 trägt geeignete Schrauben 6 , von denen nur eine gezeigt ist und mit denen as
Gehäuse52 des Kopfes an der Schulter 58 und damit an der Spindel 53 befestigt ist.
Die Spindel 53 und das mit ihr verbundene Gehäuse 52 des Kopfes werden gegen eine
Drehung um die Achse r Spindel 53 beispielsweise mittels einer Stellschraube 61
gehalten, die in das #-Schneckenrad 15 geschraubt ist und an einer Abflachung des
im Durchmesser abgesetzten Teils 54 angreift.
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Gemäß F i g. 1 ist ein #-Odometer 63 vorgesehen, den Betrag der x-Drehung
anzeigt, die während emer gegebenen Untersuchung durchgeführt wurde. as x-Odometer
63 wird von einer Odometerwelle angetrieben, die in einem Fortsatz des inneren häuseteils
26 drehbar gelagert ist und deren Achse ratt der Achse der Lager 27, 30 für den
Zahnradt ger tibereinstimmt. Auf der #-Eingangswelle 32 der def #-Odometerwelle
64 sind Kegelräder 65 mont tt, die miteinander kämmen, so daß eine Drehung der #-Eingangswelle
32 32 eine gleichzeitige Drehung der Odometerwelle 64 bewirkt. dem von dem Handgriff
50 entfernten Ende zur #-Eingangswelle 32 ist ein mit einer Skala ver-
sehener #-Anzeigekopf
66 befestigt, der vorzugsweise hundert Teilstriche 67 hat3 die zusammen mit einer
nicht gezeigten Bezugsmarke, die auf dem Gehäuse 10 vorgesehen ist, eine optische
Anzeige der #-Stellung mit einer Genauigkeit von 0,01° ergibt.
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#-Drehung Das Ritzel 21 für die #-Drehung ist auf einer #-Eingadngswelle
68 68 montiert, die in einem 0-Fortsatz 69 des #-Gehäuses drehbar gelagert ist.
Auf der #-Eingangswelle 68 ist eine #-Schnecke 70 befestigt, die mit einem rohrförmigen
Schneckenrad 61 kämmt.
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Dieses ist auf der Spindel 53 drehbar gelagert und in dem #-Gehäuse
52 angeordnet. Eine Drehung des -Ritzels 21 bewirkt daher eine Drehung des rohrförruigen
Schneckenrades 71. Die Drehung dieses rohrförmigen Schneckenrades 71 bewirkt eine
Drehung eines mit ihm verbundenen Bndglledes 72 des Objektträgers und damit des
an diesem Endglied durch eine Ringkappe 73 befestigten Goniometerkopfes 19.
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Aus der Beschreibung geht hervor, daß eine Drehung des Objekts S
durch zwei Vorgänge bewirkt werden kann Wenn der Innenzahnring 22 stillsteht, bewirkt
eine Drehung des ringförmigen Schneckenrades 15 eine #-Drehung, weil die Drehung
des Schneckenrades eine Umlaufbewegung des #-Ritzels 21 herbeiführt, wenn dieses
mit dem Zahnring 22 kämmt. Wenn das Schneckenrad 15 stillsteht, bewirkt eine Drehung
des Zahnrings 22 ebenfalls eine Drehung des Ritzels 21 und damit eine #-Diehung.
Wenn sich das Schneckenrad 15 und der Zahn ring 22 gleichzeitig drehen, ist die
Drehung eine Funktion des Drehzahlverhältnisses und kann bei entsprechend gewählten
Drehzahlen den Wert Null haben.
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Eines der wichtigsten Merkmale der Erfindung besteht in der Schaffung
einer Anordnung, in der eine durch das #-Schneckenrad 15 oder den #-Zahnring 22
bewirkte #-Drehung von einem #-Odometer 74 registriert wird und dieses Odometer
74 den Gesamtbetrag der #-Drehung registriert, auch wenn diese Drehung durch eine
gleichzeitige Drehung des Schneckenrades 15 und des Zahnrings 22 bewirkt wird. Der
Antrieb des Odometers wird nachstehend ausführlicher beschrieben.
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Eine Drehung des #-Eingangsgriffs 75 bewirkt über eine anschließend
beschriebene Anordnung eine Drehung des Zahnrings 22. Ebenso wie der Handgriff 50
ist der Handgriff 75 gezeigt, um die Möglichkeit der Handbetätigung anzudeuten.
Vorzugsweise erfolgt jedoch auch in diesem Fall der Antrieb unter Steuerung durch
einen Rechner. Die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel von dem X-Odometer 63
und dem #-Odometer 74 registrierten Ausgänge werden ebenfalls vorzugsweise an einen
Rechner abgegeben, in dem sie registriert, geeicht, analysiert usw. werden können.
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Der #-Eingangsgriff 75 ist an einer #-Eingangswelle76, Fig. 3, befestigt.
An dieser Welle 76 ist ferner ein #-Eingangsritzel 77 befestigt, das über ein Leerlaufstirnrad
78 ein Antriebszahnrad 79 treibt, das aus einem Stirnrad besteht und auf einem Zapfen
80 drehbar gelagert ist. An dem Antriebszahnrad 79 ist ein #-Antriebszahnrad 81
befestigt, das mit dem Zahnring 22 kämmt. Dieses wird daher bei einer Drehung des
Handgriffs 75 über die Zahnräder77, 78, 79, 81 angetrieben.
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Das Antriebszahnrad 79 treibt zwei miteinander kämmende Leerlaufstirnräder
82, die zu einem nachstehend beschriebenen Zweck mit einem Eingangsrad 83 eines-Differentials
kämmen.
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Gemäß F i g. 5 ist in dem Gehäuse 10 ein Differential 85 zum Antrieb
des <p-Odometers montiert. Die Einzelheiten des Differentials sind in Fig. 6
und 7 gezeigt. Das Differential besitzt ein Gehäuse 84 mit einem quer angeordneten,
zentralen Steg 92. An dem Steg 92 ist eine Antriebswelle 86 für das #-Odometer befestigt,
die in Fig. 6 nach links vorsteht. Das Antriebszahnrad 83 des Differentials ist
auf der Antriebswelle 86 für das #-Odometer drehbar gelagert.
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Das Antriebszahnrad 83 für das Differential ist einstückig mit einem
Ritzelantriebsrad 87 ausgebildet, das mit zwei im Abstand voneinander angeordneten
Differentialritzeln 88, 89 kämmt. Die Differentialritzel 88, 89 sind auf Wellen
90, 91 angeordnet, die von dem Differentialgehäuse 84 in der Nähe seines Umfanges
getragen werden. Auf Differentialritzelwellen 96 und 97 sind zwei weitere Differentialritzel
94, 95 angeordnet, die mit je einem der Differentialritzel 88, 89 kämmen.
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Es wurde bereits gesagt, daß eine-Drehung durch eine Drehung des
#-Zahnrings 22 oder des #-Schneckenrades 15 bewirkt werden kann. Das Differential
hat den Zweck, auf das #-Odomter 74 den Gesamtbetrag der q7-Drehung zu übertragen,
die durch das x-Schneckenrad 15 oder/und den-Zahnring 22 bewirkt wurde.
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Wie vorstehend beschrieben wurde, bewirkt eine Drehung des #-Zahnrings
22 die Abgabe eines Drehmoments von dem Differentialeingangsrad 83 an das Differential
85. Ein zweites Differentialeingangsrad 99 ist mit den Differentialritzeln94, 95
verbunden.
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Dieses zweite Differentialeingangsrad ist einstückig mit einem rohrförmigen
Endteil 100 einer anderen Differentialeingangswelle 101 ausgebildet. Der rohrförmige
Teil 100 ist auf einem Fortsatz 98 der Antriebswelle 86 für das #-Odometer drehbar
gelagert.
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Die Eingangswelle 101 ist in dem Zahnradträger 25 drehbar gelagert
(F i g. 4 und 5).
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Unter der Schnecke 33 ist ein mit ihr kämmendes Schneckenrad 102
angeordnet, das einen Schneckenteil besitzt und auf einer Tragwelle 103 befestigt
ist.
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Die Tragwelle 103 ist in den Zahnradtragschlitten 39, F i g. 4 und
5, gelagert. Das Schneckenrad 101 ist daher so angeordnet, daß bei einer Abwärtsbewegung
der Schnecke 33 unter der Wirkung des Exzenterms 43 das Schneckenrad 102 und die
Schlitten 39 zusammen mit der Schnecke gegen die Wirkung der Federn 41 vertikal
verschoben werden. Die Eingangswelle 101 und die Tragwelle 103 für das Schneckenrad
102 tragen miteinander kämmende Ritzel 104 und 105. Infolgedessen bewirkt eine Drehung
der z-Eingangswelle 32 über das Schneckenrad 102, seine Welle 103, die miteinander
kämmenden Ritzel 104, 105 und die Eingangswelle 101 eine Drehung des zweiten Differentialeingangszahnrades
99.
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Bei stillstehendem z-Schneckenrad 15 steht auch das zweite Eingangszahnrad
99 still. Jetzt bewirkt eine Drehung des #-Zahnringes 22 eine Drehung des Differentialeingangszahnrades
87. Da das Eingangszahnrad 99 stillsteht, bewirkt eine Drehung des Eingangszahnrades
87 eine Drehung des Differentialgehäuses 84 und daher der mit ihm verbundenen Welle
86 des #-Odometers. Wenn dagegen der so-Zahnring22 stillsteht, bewirkt eine Drehung
des
x-Schneckenrades 15 über das zweite Differentialeingangszahnrad 99 eine Drehung
des Differentialgehäuses 84 und daher des <p-Odometers 86.
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Die Größen der Zahnräder sind so ausgewählt, daß die Drehung der
Welle 86 des #-Odometers genau der Drehung des Goniometerkopfesl9 und daher des
Objekts S entspricht. Wenn sowohl das z-Schnekkenrad 15 als auch der #-Zahnring
22 gedreht werden, ist die Drehung sowohl des Goniometerkopfes 19 als auch der Eingangswelle
86 des #-Odometers eine Funktion der Drehung der Zahnräder 15, 22.
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Gemäß Fig. 8 ist mit dem-Gehäuse 52 bei 110 ein Fortsatz 68 schwenkbar
verbunden. Eine Feder 111 drückt den Fortsatz 69 normalerweise einwärts, bis die
97-Schnecke 70 mit dem rohrförmigen Schneckenrad 71 kämmt. Zum Ausrücken der Schnecke
70 aus dem Schneckenrad 71 ist ein Mechanismus vorgesehen, der dem zum Ausrücken
der Schnecke 33 aus dem Schneckenrad 15 ähnelt.
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Der Mechanismus zum Ausrücken des q;-Triebes besitzt einen drehbaren
Exzenter 112, der in dem Gehäuse 52 drehbar gelagert ist und an einem Stellzapfen
113 für den Gehäusefortsatz angreift. Der Zapfen 113 greift an einem Lappen 114
des Gehäusefortsatzes 69 an. Durch eine Drehung des Exzenters 112 wird der Zapfen
113 wahlweise veranlaßt, sich längs seiner Achse zu bewegen und auf den Lappen 114
einzuwirken. Durch die Wirkung des Zapfens 113 auf den Lappen 114 wird der Gehäusefortsatz
69 um die Achse des Drehzapfens 110 verschwenkt, so daß die Schnecke 70 wahlweise
in das Schneckenrad 71 ein- und aus ihm ausgerückt werden kann. Bei ausgerückter
Schnecke kann der Goniometerkopf 19 zur Vorbereitung einer Untersuchung oder für
andere Zwecke von Hand eingestellt werden. Damit er genau in die sv-Stellung zurückgestellt
werden kann, und aus anderen Gründen, ist an dem von dem #-Drehritzel 21 entfernten
Ende der #-Dreheingangswelle 68 eine Skalenscheibe 117 befestigt. Diese ist vorzugsweise
mit hundert nicht gezeigten Teilstrichen versehen, so daß mit Hilfe einer nicht
gezeigten Bezugsmarke, die auf dem q7-Gehäuse vorgesehen ist, eine auf 1/100° genaue,
optische Anzeige der-Drehung erhalten wird.
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Die Erfindung wurde an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
ausführlich beschrieben, das jedoch in Einzelheiten der Konstruktion und in der
Kombination und Anordnung von Teilen im Rahmen des Erfindungsgedankens vielfältig
abgeändert werden kann.