-
Temperaturschalter Bei thermostatisch gesteuerten, elektrischen Kochplatten
ist es bekannt, zunächst mit großer Leistung anzuheizen, bis die eingestellte Solltemperatur
erreicht ist, und durch ein Temperaturfühlsystem eine Umschaltung auf eine kleinere
Heizleistung zur Regelung des Sollwertes automatisch durchzuführen. Infolge von
sich in Abhängigkeit von Temperaturschwankungen wiederholenden Ein- und Ausschaltungen
der kleinen Heizleistung bleibt der Sollwert nahezu konstant. Das für diesen Zweck
aus"ebildete Heizelement - in diesem Fall die Kochplatte ist im allgemeinen
mit zwei Heizwicklungen verschiedener Leistungsaufnahrne ausgerüstet. Dabei sind
grundsätzlich zwei verschiedene Schaltungen möglich, von denen die erste darin besteht,
daß in der Anheizstufe beide Heizwicklungen eingeschaltet sind, während bei oder
kurz vor Erreichen der Solltemperatur auf die Heizwicklung kleiner Leistung umgeschaltet
bzw. die Heizwicklung großer Leistung abgeschaltet wird. Die Regelung der eingestellten
Solltemperatur geschieht sodann durch sich wiederholendes Ein- und Ausschalten der
Heizwicklung kleiner Leistung. Die Heizwicklung großer Leistung wird nur dann wieder
zugeschaltet, wenn die Heizwicklung kleiner Leistung nicht zur Konstanthaltung der
Solltemperatur ausreicht bzw. das Heizelement erneut angeheizt werden soll. Die
zweite Schaltung zeichnet sich dadurch aus, daß während des Anheizens nur die Heizwicklung
großer Leistung eingeschaltet ist und bei Erreichen der Solltemperatur auf die Heizwicklung
kleiner Leistung umgeschaltet wird. Es ist ebenfalls bekannt, zwei in Reihe geschaltete
Heizwicklungen zu verwenden bzw. an nur eine Heizwicklung verschiedene Spannungen
anzulegen.
-
Ein bekanntes diesen Schaltungsanforderungen entsprechendes Schaltgerät
besitzt ein nach zwei entgegengesetzten Seiten topfförmig ausgebildetes Isolierstoffgehäuse.
Der eine topfförmige Raum dient zur Aufnahme einer Membrane, die über ein Kapillarrohr
mit einem am Heizelement angeordneten Temperaturfühler verbunden ist. Die Membrane
wirkt über einen Isolierstift durch die Trennwand auf in der zweiten topfförmigen
Kammer untergebrachte und in Axialrichtung der Membrane schwenkbare Kontakthebel.
Zur Abdeckung der Membranenkammer dient ein Metalldeckel. In diesem ist eine justierbare
Gewindebüchse zur Lagerung einer Temperatureinstellwelle angeordnet, welche zur
axialen Verstellung der Meinbrane, entsprechend der gewünschten Temperatur, dient.
Dieses Gerät weist bezüglich seiner Konstruktion, seiner Abmessungen und seiner
spezifischen Schaltleistung große Nachteile auf. Durch die Hintereinanderanordnung
der Membrane und der Kontaktsätze in zwei verschiedenen Räumen sowie durch die in
gleicher Richtung liegenden Bewegungen dieser Organe baut das Gerät sehr lang. Außerdem
erfordert die Lagerung der Einstellwelle große Präzision, da ein geringstes Gewindespiel
zu großer Schaltungenauigkeit führen würde. Aus diesem Grund ist bei dem bekannten
Gerät eine mittels besonderer Organe in seiner Lage justierbare Gewindebüchse in
dem Metalldeckel eingesetzt. Die in dieser Gewindebüchse geführte Einstellwelle
ist im Bereich ihres Schraubengewindes geschlitzt, damit ein spielfreies Zusammenwirken
zwischen dem Muttergewinde der Büchse und dem Schraubengewinde der Einstellwelle
gewährleistet ist. Auf der Oberseite des metallenen Deckels ist ein besonderer Anschlag
zur Drehwinkelbegrenzung vorgesehen, da ein überdrehen der Einstellwelle zu einer
Deformation der Membrane sowie zur Zerstörung des Temperaturkontaktsatzes führen
würde. Die Betätigung der Hauptkontakte ist nur durch zusätzliche aufwendige Übertragungsmittel
möglich, die im einzelnen aus einem Isolierstift, einer Druckfeder und einem schwenkbar
in der Metallplatte gelagerten Winkelhebel bestehen, der durch eine drehungsschlüssig
auf der Einstellwelle angeordnete Scheibe betätigt wird. Sowohl dem Temperaturkontaktsatz
wie auch den Hauptkontakten haftet der Mangel einer schleichenden Kontaktabhebung
an, wodurch die spezifische Schaltleistung sehr gering ist.
-
Weiterhin ist eine Einrichtung zur Schaltung einer elektrischen Kochplatte
mit mehrstufiger Beheizung bekanntgeworden, wobei eine Schaltspindel mit mehrstufigem
Drehschalter vorgesehen ist, die in Fortkochstellung des Schalters entgegen dem
Widerstand einer Druckfeder durch einen Hebel in einer Stufe hoher Heizleistung
festgehalten und in Abhängigkeit von der Temperatur der Kochplatte durch einen Bimetalltemperaturfühler,
durch Freigabe der Schaltspindel in ihrer Längsbewegung auf eine Stufe mit geringerer
Fortkochheizleistung selbsttätig umgeschaltet wird (deutsche Patentschrift
851231). Auch diese Einrichtung ist äußerst kompliziert und aufwendig und
erfordert
eine sehr umfangreiche Mechanik mit überaus vielen störanfälligen
beweglichen Einzelteilen. Ferner ist ihr Anwendungsbereich durch die spezielle Ausgestaltung
sehr stark eingeschränkt.
-
Die Erfindung betrifft einen Temperaturschalter mit einem topfförmigen
Isolierstoffgehäuse, in dessen Boden einerseits und in einer zum Boden im Abstand
parallel angeordneten Platine andererseits eine von einer Betätigungshandhabe bedienbare
Steuerscheibe gelagert ist, um die von einer ihrer Steuerkurven betätigte Hauptkontakte
und ein von einem thermischen Arbeitsglied beeinflußter Temperaturkontaktsatz sowie
das thermische Arbeitsglied und ein von einer weiteren Steuerkurve betätigter, mit
dem thermischen Arbeitsglied und dem Temperaturkontaktsatz zusammenwirkender, schwenkbar
gelagerter Hebel angeordnet sind.
-
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art (USA.-Patent 2
870 290) ist nur ein einzelner Temperaturkontakt vorhanden, so daß eine Verwendung
dieses Schalters für die Betätigung eines Heizelements mit einer Anheiz- und einer
Regelstufe nicht möglich ist. Weiter ist bei dem bekannten Temperaturschalter die
Ansteuerung durch den schwenkbaren Hebel nicht zwangläufig und daher nur bei Kontakthebeln
aus Bimetall verwendbar, so daß der Anwendungsbereich dieses Schalters überaus eingeschränkt
ist. Schließlich sind dabei die Kontakte, das therinische Arbeitsglied und der schwenkbare
Hebel in mehreren Ebenen angeordnet, so daß der Schalter unnötig groß baut.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Temperaturschalter zu bauen, der
universell verwendbar ist und dessen äußere Abmessungen klein gehalten werden können.
-
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Hauptkontakte, der Temperaturkontaktsatz,
das thermische Arbeitsglied, vorzugsweise eine Druckdose, und der schwenkbar gelagerte
Hebel radial verteilt in einer Ebene angeordnet sind und daß der Temperaturkontaktsatz
aus einem mit der Zuführungsleitung verbundenen Kontaktteil und zwei mit Heizwiderständen
verbundenen Kontaktteilen besteht, wovon der erstere mit einem Anheizwiderstand
hoher Leistung und der weitere mit einem Regulierwiderstand niedriger Leistung verbunden
ist, und daß der schwenkbar gelagerte Hebel durch einen an ihm schwenkbar gelagerten
Regulierhebel mit der weiteren Steuerkurve und dem thermischen Arbeitsglied gekuppelt
ist.
-
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des Temperaturschalters
nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf ein
Schaltgerät bei weggenommener Abdeckplatte, welches mit einem zwischen zwei Festkontakten
wirkenden, beweglichen Kontaktarm ausgerüstet ist, der sich in Regelstellung befindet,
F i g. 2 eine Draufsicht entsprechend F i g. 1, bei in die Anheizstellung
umgeschaltetem beweglichem Kontaktarm, F i g. 3 eine Draufsicht auf den Temperaturkontaktsatz
nach den F i g. 1 und 2, bei sich in neutraler Stellung befindlichem beweglichem
Kontaktarm, F i g. 4 die dem Temperaturkontaktsatz nach den F i
g. 1 bis 3 entsprechende Schaltung, F i g. 5 eine Schaltung
mit zwei in der Anheizstufe wirkenden Festkontakten entsprechend einem Anheizvorgang
mit zwei parallelgeschalteten Heizwicklungen, F i g. 5 a eine mögliche Ausbildung
des Temperaturkontaktsatzes entsprechend der Schaltung nach F i g.
5,
F i g. 6 eine Draufsicht auf das Schaltgerät (teilweise nur
schematisch dargestellt), bei dem der Temperaturkontaktsatz aus einem mit der Zuleitung
verbundenen Festkontakt besteht, dem beidseitig je
ein beweglicher Kontaktarm
zugeordnet ist (der Temperaturkontaktsatz befindet sich in Anheizstellung), F i
g. 7 den Temperaturkontaktsatz nach F i g. 6 in Ausschaltstellung,
F i g. 8 die dem Temperaturkontaktsatz nach den F i g. 6 und
7 entsprechende Schaltung, F i g. 9 eine Seitenansicht des Gerätes
und F i g. 10 eine Darstellung der haamadelförmig ausgebildeten Schnappfeder.
-
Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach den F i g. 1 bis
4 ist in einem gewissen Abstand vom Boden la (s. auch F i g. 9) eines topfförmigen
Isolierstoffgehäuses 1 planparallel eine Lagerplatine 2 angeordnet. Zwischen
dem Boden la und der Platine 2 ist, etwa im Schnittpunkt der Diagonalen des Bodens,
eine mit einer von außen durch einen Drehgriff bedienbaren Einstellwelle
3 versehene Steuerscheibe 4 angeordnet. Sie ist mit einer unteren kreisförinigen
Steuerkurve 4a in eine entsprechend geformte und eine Erweiterung 1 d aufweisende
Lageraussparung 1 c
des Bodens 1 a eingesetzt, während die Einstellwelle
3
die Lagerplatine 2 durchdringt. Die Steuerscheibe 4 weist ferner noch eine
obere Steuerkurve 4 b zur Beeinflussung eines Temperaturkontaktsatzes auf.
Rechts der Steuerscheibe 4 sind Hauptkontakte 5 a, 5 b
vorgesehen, die mit seitlich angeschnittenen oder angenieteten Anschlußenden 5c
entsprechende Aussparungen des Bodens la zur Lagerung der Kontakte und zum rückseitigen
Anschluß durchstehen. Das angeschnittene und nach unten in die Erweiterung ld der
Bodenaussparung 1 c hineinragende Ende 5 d des beweglichen
Kontaktarmes5a gleitet auf dem Umfang der unteren Steuerkurve 4 a und fällt in der
Nullstellung der Steuerscheibe in die Vertiefung4c ein, wodurch die Hauptkontakte
5 a, 5 b in der Nullstellung des Schaltgerätes geöffnet
und in allen anderen Einstellungen geschlossen sind. Je nach Erfordernis können
die Hauptkontakte5a,5b ein-, zwei- oder dreipolig ausgeführt sein.
-
In einer Platinenaussparung 2 a lagert die parallel zum Boden
1 a wirkende Faltenbalgmembrane 6.
An deren hinteren Abschlußplatte
6 a ist eine Schraube 6 b befestigt, mit der
eine in dem Schlitz 2 b der Platine 2 gegen Axialverschiebung gesicherte
Mutter 7
zusammenwirkt. Durch Verdrehen dieser Mutter ist die Membrane
6 justierbar. An der entgegengesetzten Abschlußplatte 6c ist der zur Bewegungsübertragung
dienende Stift 6e angeordnet, der eine Bohrung eines aus der Aussparung 2a ausgeschnittenen,
nach unten abgewinkelten Lappens (nicht dargestellt) der Platine 2 durchragt. Die
Membrane 6 ist über ein Kapillarrohr 6f mit dem Temperaturfühler
6g verbunden. Im Drehpunkt A ist an die Platine 2 ein aus zwei parallelen,
durch den Verbindungssteg 8 b miteinander verbundenen Stegen 8a (nur der
obere sichtbar) bestehender Hebel schwenkbar angelenkt. An diesem ist im Drehpunkt
B ein zweiarmiger Regulierhebel 9
schwenkbar befestigt, der mit seinem oberen
Ende 9 a
gegen die Steuerkurve 4 b und mit seinem unteren Ende
9 b gegen den Stift 6 e der Membrane 6 anliegt.
Durch
Verdrehen der Steuerscheibe 4 werden der Regulierhebel 9 und über diesen
der schwenkbare Hebel 8 a in ihren Lagen verstellt; damit ist der
Weg eingestellt, der entsprechend der gewünschten Temperatur von der Membrane
6 zurückzulegen ist, um über den schwenkbaren Hebel 8 a eine Umschaltung
bzw. Abschaltung des nachfolgend beschriebenen Temperaturkontaktsatzes hervorzurufen.
-
An dem freien Ende des schwenkbaren Hebels 8a ist ein Isolierstück
8 c befestigt. Zwischen diesem und dem Arm 2 c der Platine 2 wirkt eine Zugfeder
10,
die den Hebel 8 a, 8 c zur Steuerscheibe drängt.
Der Temperaturkontaktsatz besteht aus einem beweglichen, einseitig gelagerten Kontaktarm
11, der zwischen einem mit der Anheizwicklung 13 verbundenen Festkontakt
12 a und einem mit der Helzwicklung 14 der Regelstufe verbundenen Festkontakt
12 b wirkt. Eine haarnadelförmig ausgebildete Schnappfeder 15
stützt
sich mit einem Schenkel hinter einer aus dem freien Ende des beweglichen Kontaktarmes
11 herausgebogenen Zunge 11 a und mit dem anderen Schenkel in einem
Schlitz bzw. einem Loch 8 d des oberen Hebelteiles 8 c ab.
-
Entsprechend F i g. 1 befindet sich das Schaltgerät in der
Nullstellung, d. h., die Hauptkontakte 5 a, 5 b
sind
geöffnet, und der Stromkreis der Heizwicklungen 13, 14 ist unterbrochen.
Der bewegliche Kontaktarm 11 liegt gegen den rechten Festkontakt 12
b an, was jedoch wirkungslos ist. Wird nun durch Drehung der Steuerscheibe
4 eine gewünschte Temperatur eingestellt (s. F i g. 2), werden zunächst die
Hauptkontakte 5 a, 5 b geschlossen, gleichzeitig bewegt
sich der Regulierhebel 9 entsprechend der abfallenden Kurve 4 b
mit seinem oberen Ende 9 a nach rechts. Da das untere Ende 9 b gegen
den Stift 6 e der Meinbrane anliegt, schwenkt der Hebel
8 a, 8 c ebenfalls nach rechts. Da diese Bewegung von dem beweglichen
Kontaktarm 11 wegen des Anliegens gegen den rechten Festkontakt 12
b nicht mitausgeführt werden kann, ergibt sich eine momentartige Umschaltung
des ersteren nach links auf den Festkontakt 12 a, dadurch ist die Anheizwicklung
13 an Spannung gelegt. Durch die ansteigende Temperatur ergibt sich eine
Meinbranenausdehnung nach links. Diese Bewegung wird auf das untere Ende
9 b des Regulierhebels 9 übertragen, woraus eine Schwenkbewegung
des Hebels 8 a, 8 c nach links resultiert. Bei erreichter Solltemperatur
schnappt die Feder 15 um und hebt den beweglichen Kontaktarm 11 momentartig
vom Festkontakt 12a ab. Der bewegliche Kontaktarm 11 schlägt dabei gegen
eine Nase 8 e des Isolierstücks 8 c des Hebels
8 a an und verharrt zunächst in einer neutralen Stellung. Es ist somit
vorläufig keine Heizwicklung eingeschaltet. Die Temperatur sinkt unter den Sollwert,
worauf eine Schwenkbewegung des Hebels 8 a, 8 c
nach rechts
resultiert. Diese Bewegung wird vom beweglichen Kontaktarm 11 mitausgeführt,
der sich auf den mit der Heizwicklung 14 für die Regelstufe verbundenen Festkontakt
12 b legt und diese einschaltet. Dadurch steigt die Temperatur wieder,
der Hebel 8 a,
8c bewegt sich nach links und hebt den beweglichen Kontaktarm
11 wieder vom Festkontakt 12 b ab und bringt ihn in die neutrale Lage.
Diese letztgenannte Schwenkbewegung des Hebels 8 a, 8 c ist
durch das Anstoßen der Kante 8 f gegen den Festkontakt 12 b
begrenzt,
so daß ein Umschalten des beweglichen Kontaktarmes 11 auf den Festkontakt
12a und somit die Wiedereinschaltuno, der Anheizwicklung 13 ver-C hindert
ist. Sollte dagegen infolge einer größeren Menge Kochgutes die Heizwicklung 14 der
Regelstufe# nicht genügend Wärme zur Konstanthaltung der eingestellten Solltemperatur
erzeugen, wird der Hebel 8 a, 8 c nach dem Anliegen des beweglichen
Kontaktarmes 11 gegen den Festkontakt 12 b noch weiter nach rechts
schwenken, so daß dadurch eine momentartige Umschaltung des Kontaktarmes
11 auf den linken Festkontakt 12 a erfolgt.
-
Es ist natürlich möglich, den beweglichen Kontaktarm 11 schon
kurz vor Erreichen der eingestellten Solltemperatur vom linken Festkontakt 12 a
der Anheizwicklung 13 abschalten und infolge einer etwa verkürzten Nase
8 e direkt auf den rechten Festkontakt 12 b für die Heizwicklung 14
der Regulierstufe umschalten zu lassen. Dadurch wird ein übersteigen der Solltemperatur
infolge des stets vorhandenen Trägheitsvermögens in der Wärmeübertragung, insbesondere
bei geringer Kochgutmenge, vermieden. Hierbei ist es allerdings noch erforderlich,
daß die Anschlagkante 8f etwas nach rechts zurückversetzt wird, damit zum Zweck
der Regelung der bewegliche Kontaktarm 11 vom Festkontakt 12 b abgehoben
werden kann.
-
F i g. 5 zeigt eine Schaltung, bei der in der Anheizstufe
zwei Wicklungen 20 und 21 parallel geschaltet sind. Dieses geschieht über die beweglichen
Kontaktarme 22, 23, die über einen sie verbindenden Isoliersteg 24 mittels
der Schnappfeder 15' mit dem Isolierstück 8 c' des schwenkbaren Hebels
verbunden und von diesem gesteuert werden. Die Heizwicklung 21 ist mit einem Festkontakt
21 a und die Heizwicklung 20 mit zwei Festkontakten 20 a, 20 a' verbunden.
Bei Umschaltung von der Anheiz- in die Regelstufe durch vorherrschende Solltemperatur
bewegt sich der Kontaktarm 22 in eine neutrale Lage, wodurch die Heizwicklung 21
abgeschaltet ist, während der Kontaktarm 23 auf den rechten Festkontakt 20
a' umschaltet, so daß die Heizwicklung 20 eingeschaltet bleibt. Die Regelung der
Solltemperatur geschieht nun in der an Hand von dem ersten Beispiel beschriebenen
Weise. Wird die Nase 8 e' verlängert, so schaltet dadurch der bewegliche
Kontaktarm 23 von dem linken Festkontakt 20 a zunächst in eine neutrale Stellung
und legt sich bei sinkender Temperatur auf den rechten Festkontakt 20
a.
-
An Hand von F i g. 5 a ist gezeigt, daß bei der Schaltung nach
F i g. 5 die beiden beweglichen Kontaktarme 22, 23' auch nebeneinanderliegen
können. Sie sind durch den Isoliersteg 24' miteinander verbunden, auf den die nicht
dargestellte Schnappfeder wirkt. Der bewegliche Kontaktarm 23' wirkt in der
Anheizstellung mit dem Festkontakt 20 a" und in der Regelstellung mit dem Festkontakt
20 a ... zusammen. Beide genannten Festkontakte sind leitend miteinander
verbunden und an die Heizwicklung 20 angeschlossen. Der bewegliche Kontaktarm 22'
dagegen wirkt nur in der Anheizstellung mit dem in der Heizwicklung 21 verbundenen
Festkontakt 2la' zusammen. Es ist natürlich auch möglich, nur einen beweglichen
Kontaktarm zu verwenden, der in der Anheizstellung auf zwei isoliert voneinander
angeordneten Festkontakten liegt.
-
Die F i g. 6 bis 8 zeigen eine weitere, nur in ihren
wesentlichen Teilen dargestellte Ausführungsart des Schaltgerätes. Der Unterschied
gegenüber den vorher beschriebenen Beispielen liegt nur in einer verschiedenen Ausbildung
des Temperaturkontaktsatzes zur
Stufenschaltung der Heizwicklungen.
An Stelle von .zwei Festkontakten ist nur einer, 30, vorgesehen und mit der
Zuleitung verbunden. Beidseitig des Festkontakts 30 ist je ein beweglicher
Kontaktarm 31, 32
angeordnet. Der rechte Kontaktarm 32 ist mit der
Heizwicklung 34 verbunden und wird über die Schnappfeder 15" momentartig
von dem Isolierstück 8 c"' des Hebels 8 a' gesteuert. Der linke
Kontaktarm 31 ist mit der Heizwicklung 33 verbunden und wird über
die Nase 8 e" gesteuert. Entsprechend F i g. 6
befindet sich die Steuerscheibe
4 in der Nullstellung. Dadurch sind die Hauptkontakte 5 d', 5 Y' geöffnet
und die Stromkreise beider Heizwicklungen 33, 34 -unterbrochen. Die Kontaktarme
31, 32 liegen bereits gegen den Festkontakt 30 an, was jedoch wirkungslos
ist. Durch eine beliebige Drehung der Steuerscheibe 4 werden die Hauptkontakte
5 a", 5 Y' geschlossen, so daß beide Heizwicklungen
33, 34 eingeschaltet sind. Infolge des Temperaturanstiegs dehnt sich die
Meinbrane 6' und bewirkt über den Regulierhebel 9' eine Schwenkung
des Hebels 8 d, 8 c" nach links. Bei erreichter Solltemperatur erfolgt
durch die Schnappfeder 15" eine Umschaltung des rechten Kontaktarmes
32 nach links, also eine Trennung desselben vom Festkontakt 30. Dadurch
ist die Heizwicklung 34 abgeschaltet. Zugleich stößt die Nase 8 e" gegen
den Kontaktarm 31 und hebt diesen ebenfalls vom Festkontakt 30 ab,
so daß auch die Heizwicklung 33
unterbrochen ist. Daraufhin sinkt die Temperatur,
woraus eine Schwenkung des Hebels 8 d, 8 c" nach rechts resultiert,
bis der Kontaktarm 31 wieder gegen den Festkontakt 30 anliegt, worauf
die Temperatur wieder steigt und der Kontaktarm wiederum abgehoben wird usw.
-
Die Vorrichtung ist ebenfalls so einstellbar, daß die Umschaltung
des Kontaktarmes 32 nach rechts, also das Abheben desselben von dem Festkontakt
30,
schon kurz vor Erreichen der Solltemperatur erfolgt. In diesem Fall muß
die Nase 8 e"' etwas kürzer ausgebildet sein, so daß der Kontaktarm
31 zunächst noch so lange gegen den Festkontakt 30 anliegt, bis die
Solltemperatur erreicht ist. Dadurch ist auch bei dieser Geräteausführung ein unzulässig
weites überfahren der Solltemperatur infolge des Trägheitsmomentes in der Wärmeübertragung
ausgeschlossen. Die Befestigung des Isolierstücks 8c" an dem metallenen Hebel
8 d ist durch eine Schwenkverbindung im Punkt C und einen im
Abstand von diesem Punkt beide Teile umgreifenden Federring 35 erfolgt. Durch
diese Konstruktionsmittel ist erreicht, daß bei hoher Temperatur des Heizelements
das Schaltgerät auf eine niedere Temperatur bzw. in die Nullstellung verstellt werden
kann, ohne daß eine Deformation des Hebels 8a", Sc" oder der Membrane
6' zu befürchten ist.
-
Aus der Seitenansicht nach F i g. 9 ist die topffönnige Ausbildung
des Isolierstoffgehäuses 1 und die niedrige Bauhöhe desselben in Richtung
der Einstellwelle 3 zu erkennen.
-
F i g. 10 zeigt die Ansicht einer zwischen den be- i weglichen
Kontaktarmen und dem Hebelteil 8 c wirkenden haamadelförmigen Schnappfeder
15.
-
Es wird noch darauf hingewiesen, daß auch die Schaltung der entsprechenden
Heizwicklung in der Regelstufe (Steuerung des Kontaktarmes durch einen Vorsprung
des schwenkbaren Hebels) z. B. durch die zusätzliche Anwendung eines permanenten
Magneten momentartig erfolgen kann. Ebenso kann die Steuerkurve 4 a der Steuerscheibe
4 so gestaltet sein, daß wenigstens die Ausschaltung der Hauptkontakte
5a, 5b momentartig erfolgt. Dabei ist es zweckmäßig, mit der Steuerscheibe
4 in deren Nullstellung Rastmittel zur Erhöhung dieser Momentschaltung zusammenwirken
zu lassen.
-
Die Vorteile dieses Schaltgerätes bestehen im wesentlichen darin,
daß sämtliche beweglichen Organe in einer Ebene angeordnet sind und in dieser Ebene
wirken, daß sowohl die Hauptkontakte wie auch der Temperaturkontaktsatz in seiner
Anheizstufe und bei Anwendung von permanenten Magneten auch die Regelstufe momentartig
schalten. Außerdem dient sowohl zur Schaltung der Hauptkontakte wie auch zur Einstellung
des zum Schalten des Temperaturkontaktsatzes erforderlichen Hubes des thermischen
Arbeitsgliedes eine einteilige Steuerscheibe, die auf einfachste Weise auf dem Boden
des Gehäuses gelagert ist, wobei zur weiteren Reduzierung der Bauhöhe die Steuerscheibe
4 in der Lageraussparung 1 c
des Geh äusebodens la mit ihrer unteren
Steuerkurve 4a voll einliegt. Eine Drehwinkelbegrenzung ist nicht erforderlich.