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DE1275347B - Durchsichtiger, plattenfoermiger Gegenstand mit einem Antireflexbelag - Google Patents

Durchsichtiger, plattenfoermiger Gegenstand mit einem Antireflexbelag

Info

Publication number
DE1275347B
DE1275347B DE1965S0099813 DES0099813A DE1275347B DE 1275347 B DE1275347 B DE 1275347B DE 1965S0099813 DE1965S0099813 DE 1965S0099813 DE S0099813 A DES0099813 A DE S0099813A DE 1275347 B DE1275347 B DE 1275347B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reflective coating
transparent
glass
layer
spraying process
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1965S0099813
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Andrascek
Hans Hadersbeck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1965S0099813 priority Critical patent/DE1275347B/de
Publication of DE1275347B publication Critical patent/DE1275347B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/28Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material
    • C03C17/32Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material with synthetic or natural resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Devices For Indicating Variable Information By Combining Individual Elements (AREA)

Description

  • Durchsichtiger, plattenförmiger Gegenstand mit einem Antireflexbelag Die Erfindung bezieht sich auf einen durchsichtigen, plattenförmigen Gegenstand aus Glas, Acrylglas od. dgl. mit einem Antireflexbelag, der in der Art kleiner, dicht nebeneinanderliegender und stetig ineinander übergehender Kuppen und Mulden ausgebildet ist, zur Verwendung in einer Anzeigetafel, bei der die Glasplatte zwischen Betrachtungsgegenstand und Betrachter angeordnet ist.
  • Derartige Glasflächen, wie sie z. B. in Anzeigetafeln zur Darstellung von Land- und Luftstraßen, Fertigungsstraßen in der Industrie oder wie sie für die Abdeckplatten von Radarsichtschirmen oder für Informationstafeln in Flugsicherungszentralen verwendet werden, zeigen eine sehr starke Spiegelung des von anderen Anzeigetafeln kommenden Lichtes oder der im Raum vorhandenen Lichtquellen und Gegenstände.
  • Zur Beseitigung dieser störenden Spiegelungen und Reflexionen ist es z. B. aus der deutschen Auslegeschrift 1086405 bekannt, die Glasoberfläche in unregelmäßiger, von der kristallenen Struktur des Glases abhängiger Verteilung nach allen Seiten wellenförmig in Form von ineinandergehenden Mikrowölbungen und Ausnehmungen auszubilden. Die Herstellung einer derart ausgebildeten Oberfläche geschieht dabei durch Ätzung mit Flußsäure, und zwar in der Weise, daß die zu behandelnde Glasoberfläche durch auf der Oberfläche dicht aufliegende, in Flußsäure unlösliche feinste Teilchen partiell abgedeckt wird. Durch diese chemische Verformung der Glasoberfläche ergibt sich aber gleichzeitig auch eine gewisse Mattierung in den von der Flußsäure geätzten Bereichen.
  • Auch die aus den deutschen Patentschriften 736 411 und 944 264 bekannten Maßnahmen zur Reflexionsminderung von durchsichtigen Gegenständen, wie z. B. optischen Gläsern, wobei auf der Oberfläche entweder eine Schicht wasserarmen gelartigen Oxydhydrates oder eine hochpolymere Lösungsschicht aufgebracht wird, führen zu einer Mattierung der Glasoberfläche und damit zu einer Verminderung der Durchsichtigkeit.
  • Ähnliches gilt auch für die deutsche Auslegeschrift 1100 282, aus der es bekannt ist, zur Abtönung von Sicherheitsglas gegen Lichtblendung Kunstharze mit eingelegten Pigmentdispersionen zu verwenden, was ebenfalls eine Verminderung der Lichtdurchlässigkeit zur Folge hat. Aufgabe der Erfindung ist es vor allem, eine Lösung anzugeben, mit der es möglich ist, die Spiegelungen und Reflexionen des von außen kommenden Lichtes einfach und billig zu beseitigen, ohne daß die Durchsichtigkeit darunter leidet. Gemäß der Erfindung, die sich auf einen durchsichtigen Gegenstand der eingangs genannten Art bezieht, wird dies dadurch erreicht, daß der Antireflexbelag aus einer dünnen, geschlossenen Schicht durchsichtigen Lackes besteht, der mittels eines Spritzvorganges auf dem durchsichtigen Gegenstand aufgebracht oder in Form einer dünnen durchsichtigen Folie aufgeklebt ist. Ein derartiger Antireflexbelag läßt sich sehr einfach und vor allem billig auf der Glasoberfläche aufbringen und verursacht außerdem, da der Antireflexbelag völlig durchsichtig ist und an der Glasoberfläche keine Verformungen auftreten, keine Verminderung der Lichtdurchlässigkeit.
  • Es ist dabei zweckmäßig, wenn der Brechungsindex des Materials für den Antireflexbelag etwa gleich dem Brechungsindex des als Anzeigefläche verwendeten Materials ist.
  • Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
  • Die F i g. 1 zeigt einen Bedienungstisch 1 mit einer darüber angeordneten und mit dem Bedienungstisch 1 fest verbundenen Anzeigetafel. Diese Anzeigetafel besteht aus einem Gehäuse 2, in dem sich die vorzugsweise von hinten oder von der Seite beleuchtete Information, wie Karten oder Schaubilder, befinden, und einer aus Glas oder Acrylglas bestehenden Anzeigefläche 3.
  • Auf dieser als planparallele Platte ausgebildeten Anzeigefläche 3 ist zu beiden Seiten, mindestens aber an der dem Betrachter zugekehrten Seite ein Antireflexbelag in Form einer dünnen durchsichtigen Lackschicht aufgebracht. Diese Lackschicht wird in mindestens zwei Spritzvorgängen derart aufgebracht, daß beim ersten Spritzvorgang diskret verteilte Erhebungen entstehen und daß nach einer gewissen Trockenzeit in einem zweiten Spritzvorgang eine geschlossene Schicht aufgebracht wird.
  • In der F i g. 2 ist schematisch und stark vergrößert eine Anzeigefläche mit Antireflexbelag im Schnitt dargestellt. Auf der einen Seite der Anzeigefläche 3 ist die Information in Form einer Karte 4 angeordnet, auf der anderen Seite der nach dem oben beschriebenen Verfahren aufgebrachte Antireflexbelag. Demnach entstehen in einem ersten Spritzvorgang diskret verteilt Erhebungen 5, die in der Größenordnung von etwa 10 bis 50 #t liegen und die in der F i g. 2 gestrichelt dargestellt sind. Nach einer gewissen Trockenzeit wird in einem zweiten Spritzvorgang, bei dem vorzugsweise in einer zum ersten Spritzvorgang gekreuzten Richtung gespritzt wird, eine geschlossene Schicht 6 aufgebracht. Durch diese orangenhautähnliche Oberflächenstruktur ergibt sich ein Antireftexbelag, durch den die Spiegelungen und Reflexionen des z. B. von den auf dem Bedienungstisch 1 angeordneten Signallämpchen 7 (F i g. 1) kommenden Lichtes nahezu beseitigt werden, durch den aber gleichzeitig die Durchsichtigkeit der Anzeigefläche 3 auch in dunklen Räumen nicht beeinträchtigt wird.
  • Als weitere Vorteile dieses Antireflexbelages sind die Unempfindlichkeit gegen Schmutz und eine weitgehende Ritz- und Kratzfestigkeit zu nennen. Außerdem ist dieser Belag für die Aufnahme zusätzlicher und veränderbarer Information z. B. mit Fettfarbstiften leicht beschriftbar oder mit Folien beklebbar. Die Entfernung dieser Markierungen sowie die Reinigung der gesamten Platte ist ohne Rückstand möglich. Besonders für Acrylglas ist das Aufbringen der Lackschicht, insbesondere einer Silbernitrozellulose-Lackschicht, sehr vorteilhaft, weil sie zusätzlich zur Beseitigung der störenden Lichtreflexionen dem Acrylglas eine härtere und damit unempfindlichere Oberfläche verleiht.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Durchsichtiger, plattenförmiger Gegenstand aus Glas, Acrylglas od. dgl. mit einem Antireflexbelag, der in der Art kleiner, dicht nebeneinanderliegender und stetig ineinander übergehender Kuppen und Mulden ausgebildet ist, zur Verwendung in einer Anzeigetafel, bei der die Glasplatte zwischen Betrachtungsgegenstand und Betrachter angeordnet ist, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der Antireflexbelag aus einer dünnen, geschlossenen Schicht durchsichtigen Lackes besteht, der mittels eines Spritzvorganges auf dem durchsichtigen Gegenstand aufgebracht oder in Form einer dünnen durchsichtigen Folie aufgeklebt ist.
  2. 2. Gegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brechungsindex des Materials für den Antireflexbelag etwa gleich dem Brechungsindex des für den Gegenstand verwendeten Materials gewählt ist.
  3. 3. Gegenstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Acrylglas der Antireflexbelag als dünne Silbernitrozellulose-Lackschicht ausgebildet ist.
  4. 4. Verfahren zur Aufbringung des als Lackschicht ausgebildeten Antireflexbelages nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht in mindestens zwei Spritzvorgängen derart aufgebracht wird, daß beim ersten Spritzvorgang diskret verteilte Erhebungen entstehen, und daß nach einer gewissen Trockenzeit in einem zweiten Spritzvorgang eine geschlossene Schicht aufgebracht wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 736 411, 944 264; deutsche Auslegeschriften Nr.1086 405, 1100 282.
DE1965S0099813 1965-09-30 1965-09-30 Durchsichtiger, plattenfoermiger Gegenstand mit einem Antireflexbelag Withdrawn DE1275347B (de)

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DE1275347B true DE1275347B (de) 1968-08-14

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE736411C (de) * 1939-05-28 1943-06-19 Jenaer Glaswerk Schott & Gen Verfahren zur AEnderung des Reflexionsvermoegens optischer Glaeser
DE944264C (de) * 1942-06-20 1956-06-14 Leitz Ernst Gmbh Durchsichtiger Gegenstand mit reflexionsmindernder Schicht
DE1086405B (de) * 1957-02-11 1960-08-04 Karl Ganz Glas mit unebener, reflexarmer Oberflaeche und Verfahren zu deren Herstellung
DE1100282B (de) * 1956-06-21 1961-02-23 Du Pont Verwendung einer Pigmentdispersion zur Abtoenung von Sicherheitsglas gegen Lichtblendung

Patent Citations (4)

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DE1100282B (de) * 1956-06-21 1961-02-23 Du Pont Verwendung einer Pigmentdispersion zur Abtoenung von Sicherheitsglas gegen Lichtblendung
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