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DE1274821B - Kolorimetrische Einrichtungen zur Bestimmung der Absorption von Fluessigkeiten - Google Patents

Kolorimetrische Einrichtungen zur Bestimmung der Absorption von Fluessigkeiten

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Publication number
DE1274821B
DE1274821B DEB59361A DEB0059361A DE1274821B DE 1274821 B DE1274821 B DE 1274821B DE B59361 A DEB59361 A DE B59361A DE B0059361 A DEB0059361 A DE B0059361A DE 1274821 B DE1274821 B DE 1274821B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
test liquid
reagent solution
bore
constant volume
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB59361A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Tilton Sheen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Milton Roy LLC
Original Assignee
Milton Roy LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Milton Roy LLC filed Critical Milton Roy LLC
Publication of DE1274821B publication Critical patent/DE1274821B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N35/00Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor
    • G01N35/10Devices for transferring samples or any liquids to, in, or from, the analysis apparatus, e.g. suction devices, injection devices
    • G01N35/1095Devices for transferring samples or any liquids to, in, or from, the analysis apparatus, e.g. suction devices, injection devices for supplying the samples to flow-through analysers
    • G01N35/1097Devices for transferring samples or any liquids to, in, or from, the analysis apparatus, e.g. suction devices, injection devices for supplying the samples to flow-through analysers characterised by the valves
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/01Arrangements or apparatus for facilitating the optical investigation
    • G01N21/03Cuvette constructions

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Description

  • Kolorimetrische Einrichtungen zur Bestimmung der Absorption von Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft kolorimetrische Einrichtungen, die es gestatten, periodisch abgemessene konstante Mengen Reagenzflüssigkeit mit abgemessenen konstanten Mengen der Prüfflüssigkeit in einem Mischgefäß zusammenzuführen und die Mischung einer Meßzelle zuzuleiten, die der photometrischen Bestimmung der Absorption dient, während die Absorption der Prüfflüssigkeit allein in einer gleichartigen Zeitmeßzelle zum Vergleich ebenfalls photometrisch bestimmbar ist.
  • Bei bisher bekannten automatischen chemischen Analysengeräten werden die verschiedensten Einrichtungen verwendet, um die Reagenzlösung einer zu analysierenden Lösung zuzufügen. Bei vielen dieser Gerste wird die Reagenzlösung mittels einer Bürette oder äquivalenten Mitteln hinzugefügt. Die Genauigkeit solcher Geräte hat sich in vielen Fällen als problematisch erwiesen, so daß zur Erzielung einer ausreichenden Genauigkeit häufig eine relativ kompliziert aufgebaute Steuerung verwendet werden muß.
  • Ferner ist es bei kolorimetrischen Analysengeräten bekannt, die Prüfflüssigkeit in einem konstanten Volumen zuzuführen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, kolorimetrische Einrichtungen zur Bestimmung der Absorption von Flüssigkeiten zu schaffen, die eine durch ein Dosierelement genau abgemessene Menge Reagenzflüssigkeit in ein dafür vorgesehenes Volumen abzuteilen ermöglichen, wobei die zu prüfende Flüssigkeit aus dem Dosierelement herausgespült wird und die Prüfflüssigkeit und Reagenzflüssigkeit in einem bestimmten Verhältnis miteinander vermischt werden. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine kolorimetrische Einrichtung der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung in der Weise ausgebildet, daß für einen erzwungenen Umlauf der Prüfflüssigkeit und der Reagenzlösung in einem Gehäuse bewegliche Bauelemente mit Querbohrungen so in Verbindung stehen, daß die kalibrierte Bohrung des ersten beweglichen Bauelementes in einer ersten Stellung mit Reagenzlösung gefüllt ist und eine Konstantvolumen-Meßeinrichtung mit einem Prüfflüssigkeitsvorrat über die Bohrung des zweiten beweglichen Bauelementes füllbar ist, und daß eine Mischleitung durch das Gehäuse für die beweglichen Bauelemente so hindurchgeführt ist, daß die Konstantvolumen-Meßeinrichtung in einer zweiten Stellung der kalibrierten Bohrung des ersten beweglichen Bauelementes mit einer Mischkammer verbunden ist, in die die Reagenzlösung mittels der Prüfflüssigkeit aus der kalibrierten Bohrung spülbar ist.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einer kolorimetrischen Einrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß auch dadurch gelöst, daß für einen erzwungenen Umlauf der Prüfflüssigkeit und der Reagenzlösung ein in einem Gehäuse bewegliches Bauelement mit einer kalibrierten und einer weiteren Querbohrung versehen ist und daß die kalibrierte Bohrung in einer ersten Stellung des beweglichen Bauelementes mit Reagenzlösung gefüllt ist und eine Konstantvolumen-Meßeinrichtung mit einem Prüfflüssigkeitsvorrat über die weitere Bohrung füllbar ist und daß eine Mischleitung durch das Gehäuse für das bewegliche Bauelement so hindurchgeführt ist, daß die Konstantvolumen-Meßeinrichtung in einer zweiten Stellung der kalibrierten Bohrung des beweglichen Bauelementes mit einer Mischkammer verbunden ist, in die die Reagenzlösung mittels der Prüfflüssigkeit aus der kalibrierten Bohrung spülbar ist.
  • Die Einrichtungen gemäß der Erfindung sind von einfacher Bauart; sie ermöglichen eine äußerst präzise Zugabe der Reagenzlösung zu einer genau abgemessenen Menge an Prüfflüssigkeit. Die Erzielung genau abgemessener Mengen an Reagenzlösung beruht auf der Verwendung von Präzisionsbohrungen in den beweglichen Bauelementen oder von Präzisionsbohrungen äquivalenter Konstruktionen mit relativ zueinander beweglichen Teilen, wie beispiels- weise kommunizierender Öffnungen in drehbaren Scheiben oder Schiebern. Die Präzisionsbohrung des beweglichen Bauelementes dient ausschließlich als Abmeßvorrichtung für die Reagenzlösung. Die Abmessung größerer Volumina, wie beispielsweise der Prüfflüssigkeit, erfolgt vorzugsweise durch eine einfache Konstantvolumen-Überlaufmessung und entsprechende Speicherung. Nach der Abmessung der Prüfflüssigkeit wird die Reagenzlösung durch die strömende Prüfflüssigkeit aus der Bohrung herausgespült.
  • Die Mischung von Reagenzlösung und Prüfflüssigkeit gelangt dann in die Mischvorrichtung, in der die Mischung verbessert und in der die Reaktion vervollständigt wird.
  • Die Prüfflüssigkeit und auch die Reagenzlösung können auf Grund der Schwerkraft zugeführt werden, wobei dann die beiden Strömungsmittel gleichzeitig einer Konstantvolumen-Meßeinrichtung bzw. einem Sichtglas-Pegelanzeiger zuströmen. Dieser Zufluß kann durch getrennte Bohrungen des gleichen Hahnkükens, der gleichen Scheibe oder des gleichen Schiebers od. dgl. oder auch durch Bohrungen getrennter Küken erfolgen, die durch den gleichen Antrieb gesteuert werden. Nach dem Einfüllen oder Abmessen der Prüfflüssigkeit wird die mit der Reagenzlösung angefüllte Meßbohrung in den Prüfflüssigkeitsdurchlaufpfad eingestellt, welcher von der Konstantvolumen-Meßeinrichtung kommt und zum Mischkammereinlaß führt. Zur gleichen Zeit wird die Prüfflüssigkeitszufuhr durch eine einfache Bewegung des die Präzisionsbohrung enthaltenden Bauelementes abgesperrt. Zur Vervollständigung und zur Wiederholung des Arbeitszyklus wird lediglich ein geeigneter Antrieb benötigt, den man mit üblichen Mitteln der entsprechenden Aufgabe anpassen kann.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt F 1 g. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Einrichtung mit üblichen elektrischen und optischen Mitteln zur kolorimetrischen Analyse, F i g. 2 eine Vorderansicht einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung, F i g. 3 eine Seitenansicht dieser Einrichtung, Fi g. 4 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie4-4 der Fig. 3, Fig. 5 eine vergrößerte, der Fig. 3 ähnliche Ansicht, die teilweise geschnitten ist und die Hahnkükenanordnung erkennen Iäßt, Fig. 6 einen Schnitt entlang der Schnittlinie 6-6 der F i g. 5 zur Erläuterung des Antriebs für das bewegliche Bauelement mit dem Küken in der einen Endstellung, F 1 g. 7 eine Ansicht des Antriebs mit dem Küken in der anderen Endstellung, Fig. 8 eine perspektivische Ansicht des Kükenteiles des Dosierhahnes mit Antriebsvorrichtung, Fig. 9 eine Ansicht einer Dosiervorrichtung mit aufeinanderliegenden rotierenden Scheiben, die an Stelle des Hahnkükens treten können, Fig. 10 eine Ansicht der Anordnung gemäß der Schnittlinie 10-10 in F 1 g. 9, Fig. 11 eine der Fig. 10 entsprechende Ansicht bei um 900 weitergedrehter Scheibe, F 1 g. 12 eine Schnittansicht eines Hahnkükens mit parallelen Präzisionsbohrungen, über die in der dargestellten Form gleichzeitig zwei Reagenzmittel aufgenommen und gleichzeitig abgegeben werden, Fig. 13 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie 13-13 in Fig. 12 und Fig. 14 eine Ansicht von zwei in Reihe geschalteten erfindungsgemäßen Einrichtungen der Ausführungsform gemäß den F i g. 2 bis 8.
  • Die Fig. 1, auf die zunächst Bezug genommen wird, zeigt ein Schema der hydraulischen und elektrischen Teile der Vorrichtung. Wie die Fig. 1 erkennen läßt, strömt die zu untersuchende Lösung von einer ZuführungsleitunglO über einen Nadelventilregler 11, welcher die Strömungsgeschwindigkeit der Prüfflüssigkeit regelt, in eine transparente Meßzelle 12 eines optischen Farbvergleichssystems 13.
  • Von der Meßzelle 12 strömt die Prüfflüssigkeit durch die Leitung 14 in ein mit einer Bohrung 19 versehenes Hahnküken 15 und von dort in ein Rohrleitungssystem 16, welches mit einer Überiaufkammer 17 in Verbindung steht. Das Rohrleitungssystem 16 und die Überlaufkammer 17 bilden eine Konstantvolumen-Meß- oder Speichereinrichtung für die zu untersuchende Prüfflüssigkeit.
  • Das Hahnküken 15 wird mittels eines Motors 18 angetrieben. Wenn die Bohrungl9 die dargestellte Lage einnimmt, so strömt die Prüfflüssigkeit unter dem Einfluß der Pumpe oder vorzugsweise unter dem Einfluß der Schwerkraft in die Konstantvolumen-Meßeinrichtung 16, 17 hinein. Wenn der Motor das Hahnküken 15 aus der dargestellten Stellung herausdreht, wird der Zufluß der Prüfflüssigkeit in die Konstantvolumen-Meßeinrichtimg gesperrt.
  • Innerhalb der Überlaufkammer 17 befinden sich ein becherförmiger Behälter 20, in den die Prüfflüssigkeit vom Boden aus einströmt und über dessen Rand die überschüssige Prüfflüssigkeit abfließen kann. Die überschüssige Prüfflüssigkeit, welche über den oberen Rand hinwegströmt, fließt zwischen Außenwand des Bechers 20 und äußerem Gehäuse 22 in eine Bodenrinne, die in der Bodenwand 23 eingelassen ist und eine Durchlaßmöglichkeit zu einem Rohr 24 aufweist, welches zum Abfluß führt. In den Kopf 25 des Gehäuses 22 ist ein Stopfen 26 eingeschraubt, dessen Ende 27 in die offene Mündung des Bechers 20 hineinragt, um das Gesamtvolumen zu ändern, welches von dem Becher 20 vor dem Überlauf aufgenommen wird. Je weiter der Teil 27 in den Oberlaufbehälter 20 hineinragt, desto kleiner wird das aufnehmbare Volumen der Prüfflüssigkeit. Die Stellung des Stopfens 26 ist daher ein Maß für das Volumen der Prüfflüssigkeit, welche von dem Konstantvolumen-System geliefert wird.
  • Der zu analysierenden Lösung oder Prüfflüssigkeit wird eine Reagenzlösung zugesetzt, um die Anwesenheit von bestimmten Chemikalien durch Farbumschlag zu erfassen. In dem Behälter 28 ist ein Vorrat an Reagenzlösung vorgesehen, welche über die Zuführungsleitung29 einem Hahnküken 30 mit Präzisionsbohrung 31 von zuvor festgelegtem Volumen zuströmt. Wenn die Präzisionsbohrung 31 dieses Kükens auf die Zuführungsleitung 29 eingestellt ist, steht sie auch mit einer anderen Leitung in Verbindung, die teilweise als Schauglas 32 ausgebildet ist, welches sich im wesentlichen vertikal bis zum höchstmöglichen Strömungsmittelspiegel des Vorratsbehälters 28 erstreckt. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, ist diese Einrichtung an beiden Enden zur Außenluft hin geöffnet. Demzufolge kann, wenn die Bohrung 31 die Zuleitungen miteinander verbindet, die in der Bohrung enthaltene Luft ansteigen und abgeführt werden. Bei der dargestellten Einrichtung erfolgt diese Entlüftung durch das Schauglas. Der Flüssigkeitsstand in dem Schauglas 32 entspricht dem Flüssigkeitsstand der Reagenzlösung in dem Vorratsbehälter 28. Der Durchmesser der Bohrung des Schauglases, die Präzisionsbohrung und alle zugehörigen Leitungen weisen ausreichend große Durchmesser auf, so daß die Oberflächenspannung ein Entweichen der eingeschlossenen Luft nicht verhindern kann.
  • Die Bohrung 31 ist so angeordnet, daß sie mit einem Ende mit dem Leitungssystem 16 und mit dem anderen Ende mit einer Abflußleitung in Verbindung gebracht werden kann. Das Hahnküken 30 wird vorzugsweise mit einem Motor 18 synchron mit dem Hahnküken 15 in der Weise gedreht, daß, wenn die Bohrung 19 so ausgerichtet ist, daß über sie die Konstantvolumen-Meßeinrichtung 16, 17 angefüllt wird, die Bohrung 31 so ausgerichtet wird, daß sie mit der Reagenzlösung angefüllt wird und daß erst dann, nachdem die Bohrung 19 von der Leitung 14 fortbewegt ist, die Bohrung 31 die Konstantvolumen-Meßeinrichtung 16, 17 mit der Abflußleitung 34 verbindet. Nachdem je nach der Größe der Bohrung 31 ein exaktes Volumen an Reagenzlösung eingefüllt worden ist, strömt, wenn das Hahnküken 30 wieder auf die Konstantvolumen-Meßeinrichtung 16, 17 ausgerichtet wird, das konstante Volumen der Prüfflüssigkeit, welches in dem Oberlaufsystem gesammelt worden ist, durch die Bohrung 31, wäscht dabei die Reagenzlösung heraus und entleert sich durch Schwerkraft in die Mischkammer36, so daß in der Bohrung 31 keine Prüfflüssigkeit zurückbleibt. Die Abflußleitung 34 endet in der Mischkammer innerhalb eines Mittelblockes 37, welcher durch eine Mehrzahl von radialen Zuführungsleitungen 38 an eine relativ großvolumige, zwischen Mittelblock 37 und inneren Seitenwänden eines äußeren becherförmigen Körpers 40 angeordnete Kammer 39 angeschlossen ist. Der Block 37 ist von dem Boden des Bechers 40 entfernt angeordnet und mit einer einspringenden Mittelbohrung 41 versehen, in der die Reagenzlösung und die Prüfflüssigkeit bei der Füllung der Mischkammer ansteigt. Wenn die Mischkammer so weit angefüllt ist, daß die Flüssigkeit den oberen Rand eines Ansatzes der Zuführungsleitung 42 übersteigt, tritt eine Siphonwirkung auf, die dann bestehenbleibt, bis der Inhalt der Mischkammer entleert worden ist. Die Mischkammer ist vorzugsweise so geformt, daß die tÇberlauf- und Siphonwirkung nicht eher beginnt, als bis die gesamte Flüssigkeit aus der Konstantvolumen-Meßeinrichtung nahezu vollständig abgegeben worden ist. Diese Wirkung tritt auch nicht eher ein, als bis das gesamte Strömungsmittel in die Mischkammer entleert worden ist. Der Abstand zwischen der einspringenden Bohrung 41, den Seitenwänden und der Leitung 42 ist den Programmzeiten entsprechend gewählt und auch, um eine vollständige Entleerung der Mischkammer zu ermöglichen. Die Einrichtung ist ferner so bemessen, daß die Flüssigkeiten zum Vermischen und zur Reaktion ausreichend lange in der Mischkammer verbleiben. Wenn die Mischung die Meßzelle 43 über die Leitung 42 erreicht, sind die Reagenzlösung und die Prüfflüssigkeit gründlich vermischt, wobei eine Farbänderung stattgefunden hat. Die Meßzelle 43 mit der gefärbten Mischung hat vorzugsweise ein kleineres Volumen als die Mischkammer, so daß die Strö- mung aus der Mischkammer dafür sorgt, daß die vorangehende Mischung zur Überlaufleitung 44 und von dort zum Abfluß strömt und die Zelle verläßt.
  • Die sogenannte Klarzelle 12 liegt im Lichtstrahl 45 einer Lichtquelle 46, welcher mit einem Linsensystem 47 auf die Zelle gerichtet wird. In ähnlicher Weise wird der Lichtstrahl 48 aus der Lichtquelle 49 mit Hilfe des Linsensystems 50 durch die Meßzelle43 hindurchgeleitet. Die als Lichtquelle 46 und 49 verwendeten Lampen sind vorzugsweise in Reihe geschaltet, so daß Spannungsänderungen an beiden Lampen gleiche Wirkungen haben und irgendwelche Störungen im Stromkreis oder Stromkreisunterbrechungen beide Lampen in gleicher Weise beeinflussen. Abweichend hiervon kann auch an Stelle des dargestellten Systems mit zwei Lichtquellen eine einzige Lichtquelle verwendet werden. In jedem Fall können den geeigneten photoelektrischen Empfangsvorrichtungen 52 und 53 Filter 54, 55 und 56 vorgeschaltet werden, um irgendwelche besondere Kompensations- oder Farbfilterwirkungen zu erreichen.
  • Die Photozellen 52 und 53 liegen mit Widerständen 57 und 58 in einer Brückenschaltung. Der Widerstand57 ist mit Hilfe eines Mittelabgriffs in Widerstandsabschnitte 57 a und 57 b unterteilt, die in der Brücke den Zellen 52 und 53 gegenüberliegen.
  • Der Mittelabgriff des Widerstandes 57 wird dazu verwendet, den Widerstand 58 über die Brücke hinweg zwischen den zwei Photozellen 52 und 53 einzuschalten. Zwischen dem Mittelabgriff des Widerstandes 57 und einem Mittelabgriff des Widerstandes 58 ist ein Anzeigeinstrument 59 geschaltet. Der Brückenabgleich hängt von den Einflüssen der Lichtstrahlen 45 und 48 auf die Ausgänge der Photozellen 52 und 53 ab. Ein exakter Brückenabgleich der Lichtintensität im Null-Zustand kann zum Teil beispielsweise auf optischem Wege mit Hilfe der Filter 54, 55 und 56 erreicht werden. Ein Feinabgleich und eine Fehlerkorrektur können auf elektrischem Wege erreicht werden durch eine Verstellung der Mittelabgriffe der Widerstände 57 und 58. Wenn mit dem Analysengerät die Überschreitung von Toleranzen angezeigt werden soll, sobald die Brücke um mehr als einen zuvor festgelegten Betrag aus dem Gleichgewicht kommt, kann durch Eichung des Meßgerätes 59 angezeigt werden, wenn der Toleranzpegel des speziellen Bestandteiles überschritten worden ist. Das Meßinstrument läßt sich auch in Prozentbeträgen oder absoluten Mengen des zu untersuchenden speziellen Bestandteils eichen.
  • Gegenüber der schematischen Darstellung der F i g. 1 ist in den F i g. 2 bis 8 eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Wie vor allem aus den F 1 g. 4 und 5 zu ersehen ist, ist nur ein einziges bewegliches Bauelement 30' vorhanden, welches vorzugsweise aus Polytetrafluoräthylen besteht, um die Schmier- und Abdichtvorteile dieses Werkstoffes auszunutzen. Die F 1 g. 5 und 8 lassen erkennen, daß die Anordnung aus einem schwach konischen, und zwar kegelstumpfförmigen Hahnküken 61 besteht. In diesem Hahnküken 61 sind die beiden Bohrungen 19' und 31' vorgesehen. Die Bohrung 31' erstreckt sich diametral durch das Hahnküken, und zwar rechtwinklig zu dessen Hauptachse. Dagegen ist die Bohrung 19' diagonal zur Achse ausgerichtet und liegt vorzugsweise in einer Längsmittelebene, die sich senkrecht zur Bohrung 31' erstreckt. Andere winkelmäßige Beziehungen sind selbstverständlich möglich, insbesondere dann, wenn die Einrichtung für mehr als eine Reagenzlösung vorgesehen ist. In einem solchen Fall kann eine Mehrzahl von Bohrungen in verschiedenen Achsebenen erforderlich sein.
  • Das Küken 61 wird von einer im wesentlichen rohrförmigen Hülse 62 aufgenommen, die vorzugsweise aus Glas besteht und deren Innenfläche genau der Form des Kükens 61 angepaßt ist. Die Hülse 62 ist durch Gießen mit rohrförmigen Armen 63, 64, 65, 66 und 67 versehen, welche mit den Bohrungen 19' und 31' des Kükens 61 ausgerichtet werden können. Der Glasgußkörper62 ist seinerseits in einen Kunstharzblock 68 eingegossen, der aus einem in geeigneter Weise ausgewählten und gemischten Epoxyharz besteht. Der rohrförmige Arm 63 endet innerhalb des Blockes in einem Kanal 70, der einen Fortsatz des Schauglases 32 bildet. Das Schauglas 32 ist entweder in den Block eingegossen oder mit einer Dichtung 71 und einem Stopfen 72 in den Block 68 eingeschraubt.
  • An den rohrförmigen Arm 64 schließt sich der Kanal 74 an, welcher axial innerhalb eines flachen Stutzens 75 endet, welcher einteilig mit dem Block 68 durch Gießen hergestellt ist. Die Innenwände des Stutzens 75 tragen ein Gewinde, auf das sich das Teil 17 aufschrauben läßt, um die Zuführungsleitung für den Kanal 74 zu bilden. Die Ausbildung der Überiaufeinrichtung 17 ist gegenüber der schematischen Anordnung in F 1 g. 1 etwas abgewandelt, indem die Bauelemente 20 und 23, die in der Fig. 1 als ein Teil dargestellt sind, nunmehr gesonderte Bauelemente bilden. Der Flansch23 an der Basis des Bechers 20 ist als Ring ausgebildet, der am Außen-und am Innenrand mit Gewinden versehen ist. Der Ring 23 ist so einzustellen, daß die Leitung 78 auf einen Kanal 79 des Blockes 68 ausgerichtet wird, welcher in einem Stutzen 80 endet, an den der Auslaßschlauch 24 angeschlossen werden kann. Die Basis 82 des Bechers, welche die mit dem Kanal 74 auszurichtende axiale Bohrung 76 bildet, ist außen mit einem Gewinde versehen, um zwischen der Basis 82 und dem Boden des flachen Stutzens 75 eine Dichtung 83 anzuordnen, die Undichtigkeiten verhindert, insbesondere dann, wenn die Flüssigkeit von dem Kanal 74 zur Leitung 76 fließt. Ein ringförmiger Sammelkanal 85 von im wesentlichen L-förmigem Querschnitt ermöglicht es, den überlaufenden Teil der Prüfflüssigkeit zu sammeln, bevor diese über die Leitung 78 abgezogen wird. Ferner ist eine Entlüftungsöffnung 86 vorgesehen, über die eingeschlossene Luft aus dem äußeren Gehäuse 25 entweichen kann.
  • Der rohrförmige Arm 65 ist durch einen Kanal 87 verlängert, der in einem Gewindeteil 88 endet, von dem der Hohlstopfen 89 aufgenommen wird. Der Stopfen 89 dient zum Halten eines fest angeordneten Stutzens 90, welcher mit einer Schlauchverbindung an die Reagenzlösungszuführungsleitung 29 angeschlossen werden kann.
  • Der rohrförmige Arm 66 ist mit einem Kanal 92, der aus dem Block 68 herausgeführt ist und axial innerhalb des Anschlußstutzens 93 endet, verbunden.
  • Der Anschlußstutzen 93 entspricht dem Anschlußstutzen 75. Die inneren Seitenwandungen dieses Anschlußstutzens sind mit einem Gewinde versehen, welches an Stelle der Überlaufvorrichtung 17 nun die Mischkammer 36 aufnimmt. Viele Teile der Mischkammer 36 sind den Teilen der tÇberlaufvorrichtung entsprechend ausgebildet, so daß die haupt- sächlichen Gußteile der einen Komponente auch für die andere Komponente verwendbar sind. Der Kanal 92 bildet einen Teil der Leitung 34, welche sich axial in den Block 37 der Mischkammer erstreckt und von dort über eine oder mehrere Leitungen 38 radial nach außen weitergeführt ist. Auch hier werden die Bauelemente mit Hilfe eines Ringkörpers 94 in ihrer Lage gesichert. Der Ringkörper94 ist am Außenumfang mit Gewinde versehen, um in die mit Gewinde versehenen inneren Seitenwandungen des Anschlußstutzens 93 eingeschraubt zu werden. Ein Gewinde an der Innenseite dient zur Aufnahme des mit Gewinde versehenen Ansatzes 95 des Blockes 37. Das Ende des Ansatzes 95 dient ferner zum Anpressen einer Dichtung 96. Der Ring 94 dient auch zur Einstellung, da er einen Kanal 97 aufweist, der genau auf den Kanal 98 in dem Anschlußstück 93 ausgerichtet sein muß, um den Entlüftungskanal zur Mischkammer zu bilden. Wie zuvor beschrieben, verläuft die Strömung von dem oder den Kanälen 38 zur Mischkammer, und zwar speziell in den Ringraum 39 zwischen dem Block 37 und den Seitenwänden des Bechers 40. Wenn die Mischung in diesem Ringraum ansteigt, muß sie auch in dem einspringenden Teil 41 des Blockes 37 ansteigen. Letztlich sorgt der Pegelstand der Mischung innerhalb des einspringenden Teiles für einen Überlauf in das Ende des Rohrstückes 100 hinein, um hierdurch die zuvor beschriebene Siphonwirkung einzuleiten. Das Rohrstück 100, welches durch den Boden des Bechers 40 ragt, endet in einem Rohrstutzen 101, an den eine Leitungsverbindung anschließbar ist, die als Zuführungsleitung 42 für die Mischung mit der zuvor beschriebenen Meßzelle 43 verbunden ist.
  • Der rohrförmige Arm 67, der, wie besonders deutlich aus Fig. 5 zu ersehen ist, durch einen Kanal 104 (Fig. 4) in den Block 68 hinein verlängert ist, endet in einem Stopfen 105, der mittels eines Gewindes eingeschraubt werden kann. Der Stopfen 105 ist vorzugsweise mit einer Dichtung versehen, die der Dichtung 71 analog ausgebildet ist. Der Stopfen ist mit einem Stutzen 106 verbunden, an den eine Leitung, und zwar die Leitung 14 für die Prüfflüssigkeit, angeschlossen ist.
  • Auch ist es möglich, den Reagenzlösungsvorratsbehälter der Fig. 1 mit der Konstruktion gemäß F 1 g. 4 und 5 zu verbinden, obgleich dieser Behälter auch gesondert angebracht werden kann, wie es diese Figuren nahelegen.
  • Nach F 1 g. 3 kann der Antrieb vorzugsweise innerhalb eines Gehäuses 108 untergebracht werden, das sich unmittelbar hinter der Kükenanordnung, wie sie in F 1 g. 4 dargestellt ist, befindet. In der Fig. 5 ist eine bevorzugte Ausführungsform des Antriebs erläutert, bei welchem der Block 68 nach hinten in Form eines rohrförmigen Vorsprunges 110 verlängert ist. Der generell mit dem Bezugszeichen 111 versehene Rahmen besteht vorzugsweise aus einer Platte 112 mit einer Anschlußöffnung, welche den rohrförmigen Ansatz 110 umgibt und von diesem getragen wird. Seitliche Verbindungsstangen 113 sind mit einer Abdeckplatte 114 verbunden, welche mit Schraubbolzen 115 den eigentlichen Motor 18 trägt.
  • Der Motor 18 a steht über ein geeignetes Zahnraduntersetzungsgetriebe mit der Achse 117 in Verbindung, welche mit einem großen Zahnrad 118 verbunden ist. Das Zahnrad 118 greift seinerseits in ein ähnliches, auf der Achse 120 angeordnetes Zahnrad 119 ein, welches sich in dem Raum zwischen den beiden Tragplatten 112 und 114 befindet. Es ist offensichtlich, daß sich die Zahnräder, wie in der Ansicht der Fig. 6 dargestellt, in entgegengesetzten Richtungen drehen. Die F i g. 6 und 7 zeigen auf den Zahnrädern 119 und 118 angeordnete Stifte 122 und 123, deren Einstellungen um eine Viertelumdrehung oder 900 auseinander liegen.
  • Wie aus den F i g. 5 und 8 ersichtlich, ist das Hahnküken 61 an seinem konisch verjüngten Ende mit einem Gewindeansatz 125 versehen, während sich am konisch verbreiterten Ende ein Ansatz 126 von vermindertem Durchmesser befindet. In diametraler Ausrichtung sind an gegenüberliegenden Seiten des Ansatzes 126 Bajonettstifte 127 vorgesehen, welche die Aufgabe haben, in die Schlitze 128 eines Rohrstückes 129 einzugreifen, welches den Ansatz 126 eng umfaßt und seinerseits eng von der Innenwandung des rohrförmigen Ansatzes 110 umfaßt wird. Das Ende des Rohrstückes 129 ist mit einem scheibenförmigen Körper 130 verschlossen, welcher mit zwei verschieden dicken Flächenteilen versehen ist, wobei zwischen diesen unterschiedlich dicken Teilen eine stufenförmige Schulterfläche 131 ausgebildet ist, die in einer Ebene verläuft, die sich parallel zu einer Ebene durch die Rotationsachse erstreckt und aus der Durchmesserebene um die halbe Dicke der Stifte 122 und 123 versetzt ist. Die Stifte 123 und 122 haben die Aufgabe, die Scheibe 130 mittels der Schulterfläche 131 zu drehen. Die Zusammenarbeit zwischen den Stiften 123 und 122 und der Schulter 131 ist aus der F i g. 5, besser jedoch aus den F i g. 6 und 7 ersichtlich. Nach F 1 g. 6 bringt das sich in Uhrzeigerrichtung drehende Zahnrad 118 den Stift 123 in eine Stellung, in der die Schulterfläche 131 der Scheibe 130 berührt wird. Eine Viertelumdrehung später (F i g. 7) hat sich die Scheibe unter dem Einfluß des Stiftes 123 bei der Weiterdrehung des Zahnrades 118 um ein Viertel ihres Umfanges gedreht. Die Drehung der Scheibe 130 erfolgt in entgegengesetzter Uhrzeigerrichtung, so daß das Hahnküken sich genau um 900 verdreht, wodurch die eine Bohrung mit den dazugehörigen Anschlußleitungen auf die andere Bohrung mit den zugehörigen Leitungen umgestellt wird. Der Stift 123 wandert dann weiter und führt weitere drei Viertel einer Umdrehung des Zahnrades 118 aus, ohne dabei die Scheibe 130 zu berühren.
  • In der Zwischenzeit bewegt jedoch das Zahnrad 119 den Stift 122 in entgegengesetzter Uhrzeigerrichtung und beaufschlagt dabei während einer Viertelumdrehung die Scheibe 130. Ausgehend von der Stellung der Fig. 7 wird die Schulterfläche 131 berührt. Bei einer Viertelumdrehung ergibt sich dann eine Verstellung der Scheibe 130 in die Stellung der F 1 g. 6.
  • Als Sicherheitsvorkehrung zur Verhinderung einer zu starken Verdrehung des Hahnkükens ist von der Scheibe 130 die eine Kante 130 a entlang einer Sehne abgeschnitten und ein Stift 132 vorgesehen, der eine weitere Bewegung verhindert, sobald die Kante 130 a den Anschlagstift berührt. Sowohl in der Stellung gemäß F i g. 6 als in der Stellung gemäß F i g. 7 sind auf Grund der Wirkung dieses Anschlages die Leitungen genau auf die ihnen zugeordneten Kanäle ausgerichtet.
  • Bei dieser Art der Bewegungsübertragung bleiben die Kanäle des Hahnkükens eine Viertelumdrehung des Motors lang in der einen wirksamen Stellung, während sie bei der nächsten Viertelumdrehung von der einen Stellung in die andere bewegt werden, wo sie dann in der anderen wirksamen Stellung eine weitere Viertelumdrehung verbleiben, um dann beim letzten Viertel der Umdrehung zur ersten Stellung zurückgedreht zu werden. Langsam laufende Motoren, beispielsweise Zeitgebermotoren, sind besonders günstig. Die Auswahl der Drehzahl mit Hilfe der Motore und Getriebeuntersetzungsverhältnisse sind von besonderer Bedeutung, da hierdurch die Zykluslänge bestimmt wird. Erhebliche Veränderungen der Zykluslänge sind möglich und abgewandelte Ausführungsformen der Bewegungsübertragungsvorrichtung zur Verminderung der Umschaltzeiten des gesamten Zyklus in einigen Fällen erforderlich.
  • Um das Hahnküken 61 in seiner Lage zu sichern, ist eine Mutter 133 vorgesehen, die das Gewindeende 125 der Kükenanordnung 30' beaufschlagt. Die Mutter 133 wirkt über eine Dichtungsscheibe 134 und eine Dichtung 135 gegen die Schulterfläche 136 des Glasgußstückes 62. Nach dem Zusammenbau durch Befestigen der Mutter 133, der Unterlegscheibe 134 und der Dichtung 135 kann der Vorderteil der Konstruktion verschlossen werden, indem man den Deckel 138 aufsetzt, bei dem es sich um das Firmenschild oder einen sonstigen geeigneten Verschluß handeln kann.
  • Verschiedene Einzelheiten sollen noch bezüglich der Anordnung der F 1 g. 4 gegenüber der Anordnung der F 1 g. 1 erwähnt werden. In der in F 1 g. 4 dargestellten Stellung des Hahnkükens 61 fließt die Reagenzlösung in die Bohrung 31', verdrängt dort die Luft, die bei einer geeigneten Auswahl des Durchmessers über das Schauglas nach oben zur Außenluft entweicht, wo man das Entweichen als Anzeichen einer ordnungsgemäßen Arbeitsweise der Vorrichtung beobachten kann. Nach dem Entweichen der Luft läßt der Pegel des Strömungsmittels in dem Schauglas 32 erkennen, wie hoch der Spiegel der im Reagenzlösungsvorratsbehälter verbleibenden Reagenzlösung ist. Zum gleichen Zeitpunkt verbindet die Leitung 19' die Zuführungsleitung 14 mit der Anschlußleitung 16, die zur Uberlaufkammer 20 führt.
  • Die Prüfflüssigkeit kann solange in die Kammer 20 einströmen, wie das Hahnküken in dieser Richtung eingestellt bleibt. Unmittelbar nach der Drehung des Hahnkükens wird jedoch der Zufluß der Prüfflüssigkeit unterbrochen, wobei dann ein genau definiertes Volumen zurückbleibt, welches von der volumetrischen Kapazität des Leitungssystems 16 und des Bechers 20 bestimmt wird. Da die Bohrung 19' und auch die Bohrung 31' mit dem rohrförmigen Ansatz 64 der Anordnung gemäß den Fig. 2 bis 8 zusammenarbeiten, wird der Zustrom zum bzw. vom Konstantvolumensystem vom gleichen Punkt aus fortgesetzt. Totraum- oder Speicherprobleme in irgendwelchen Räumen, aus denen kein Abfluß möglich ist, ergeben sich daher nicht, und der Luftstrom durch die Öffnung 86 sorgt für eine vollständige Entleerung.
  • Wenn dann das Hahnküken um 900 gedreht wird, kommt die mit Reagenzlösung angefüllte Bohrung 31' in eine Stellung, in der sie eine Verbindung zu den Leitungen 16 und 34 herstellt, so daß unter dem Einfluß der Schwerkraft das genaue Volumen der in dem Speichersystem gespeicherten Prüfflüssigkeit die gesamte Reagenzlösung aus der Bohrung31' herausspült. Eine Vermischung der Reagenzlösung mit der Prüfflüssigkeit erfolgt in der Mischkammer unter dem Einfluß der gewundenen Kanäle. Zu diesem Zeitpunkt hat die Bohrung 19' in ihrer Stellung keine besonderen Funktionen auszuführen.
  • Bei anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann eine ähnliche Konstruktion verwendet werden, welche eine Mehrzahl von Präzisionsvolumenbohrungen 31 aufweist, um vor der Entleerung in ein Mischsystem Reagenzlösungen zu speichern. Ein solches System würde mehr als zwei Bohrungen aufweisen. Auch würden ebenso viele Reagenzlösungstanks und vorzugsweise ebenso viele Schaugläser vorzusehen sein, wie Reagenzlösungen bei der durchzuführenden Analyse zuzuführen sind. In ähnlicher Weise könnte in einem einzigen System mehr als eine zu untersuchende Prüfflüssigkeit gesteuert werden, wenn dieses System mehr als eine Konstantvolumen-Sammel- oder Mischeinrichtung aufweist.
  • Bei drei Bohrungen für zwei Reagenzlösungen wäre es erforderlich. Wenn man alle Bohrungen in einem einzigen Hahnküken unterbringen will, drei bestimmte, voneinander getrennte Stellungen des Hahnkükens vorzusehen, um alle Bohrungen anschließen zu können. In ähnlicher Weise müßten bei der Verwendung von drei Reagenzlösungen vier Einstellungen vorgesehen sein und auch ein geeigneter Antrieb, der das Hahnküken in die speziell ausgewählten Stellungen bewegt und dort zum Anhalten bringt. Abweichend hiervon könnte auch bei einer komplizierten Anordnung mehr als ein Hahnküken verwendet werden, vorausgesetzt, daß die der Vielzahl der Hahnküken entsprechenden einzelnen Antriebe in einer geeigneten Weise miteinander gekuppelt werden. Das schematische Diagramm der Fig. 1 läßt erkennen, wie eine Mehrzahl von getrennten Hahnküken verwendet werden kann.
  • Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß den Fig. 2 bis 8 wurde der Reagenzlösungsspeicher so bemessen, daß er zwischen 500 ml und 1 1 Reagenzlösung aufnehmen kann. Die Speicherkammer kann aus Polyakrylat oder einem geeigneten transparenten Werkstoff hergestellt oder aber auch aus einem mit Polyäthylen ausgekleideten Behälter angefertigt sein. Die Konstantvolumen-Meßeinrichtung mit dem Becher20 und der Leitung 16 kann eine Kapazität von 10 ml zur Messung der Probe erhalten.
  • Auch die Überlaufvorrichtung 17 kann ganz oder teilweise aus Polyakrylat oder einem geeigneten transparenten Werkstoff bestehen, um eine optische Überwachung des Arbeitszyklus der Vorrichtung zu erleichtern. Die Präzisionsbohrung 31' kann einen Durchmesser von 6 mm und eine Länge von etwa 20 mm haben, um ungefähr 0,5mol in der Bohrung aufnehmen zu können. Durch geeignete Auswahl des Motors und des Untersetzungsgetriebes können beispielsweise bei einem Arbeitszyklus von 6 Minuten zehn vollständige Meßzyklen pro Stunde mit der Vorrichtung durchgeführt werden. Wenn man den Speicher für die Reagenzlösung mit einem Speichervermögen von 1 1 ausbildet, kann bei dem vorerwähnten Reagenzlösungsverbrauch, d. h. bei einem Verbrauch von 120 ml je Tag (240 Analysen in 24 Stunden), ein voller Reagenzlösungstank für etwa 8 Tage ausreichen. In der Praxis würde es daher genügen, einmal in der Woche den Vorratsbehälter aufzufüllen.
  • Obwohl die Hahnkükenanordnung besonders vorteilhaft ist, können auch andere Vorrichtungen verwandt werden, die äquivalente Funktionen ausüben.
  • Beispielsweise kann die Anordnung gemäß Fig. 9 bis 11 in dem allgemeinen System der Fig. 1 oder auch mit entsprechenden Abänderungen in dem System gemäß Fig. 2 bis 8 angewandt werden. Wie die F 1 g. 9 zeigt, besteht die Konstruktion aus einer rotierenden Scheibe 140, welche zwischen zwei fest zueinander angeordneten Bauelementen 141 und 142 eingeschoben ist. Die Scheibe und die Bauelemente 141 und 142 haben vorzugsweise zylindrische Gestalt und sind zum Zusammenhalten in ein entsprechendes Gehäuse 143 eingepaßt. Nach einer anderen Ausführungsform könnten die Bauelemente 140, 141 und 142 mit anderen Mitteln zusammengehalten werden, die die benachbarten Oberflächen zusammenpressen. Durch die stationären Bauelemente 141 und 142 führen Kanäle hindurch, die den stationären Kanälen der Konstruktion der F i g. 1 bis 8 entsprechen. In ähnlicher Weise sind in der Scheibe 140 Bohrungen vorgesehen, die auf die vorerwähnten Kanäle ausgerichtet werden können, um die verschiedenen Leitungszüge zu vervollständigen, die im wesentlichen denen ähnlich sind, die mit dem beweglichen Küken gemäß F 1 g. 1 bis 8 hergestellt werden.
  • Die Leitung 16', die durch das Bauelement 142 hindurchführt, ist beispielsweise Teil einer Konstantvolumen-Meßeinrichtung zur Erzielung eines abgemessenen Volumens der zu untersuchenden Prüfflüssigkeit. Ausgerichtet auf die Leitung 16' ist entlang einer parallel zur Achse verlaufenden Linie eine Leitung 19' durch das Bauelement 140 hindurchgeführt, welche die Verbindung zu einem Vorrat der zu untersuchenden Prüfflüssigkeit herstellt. In der in den Fig. 9 und 10 dargestellten Lage des drehbaren Bauelementes 140 verbindet die Bohrung 19' des Bauelementes 140 die vorerwähnten Leitungen so, daß das Konstantvolumen-System mit dem Prüfflüssigkeitsvorrat verbunden wird. In ähnlicher Weise stellt der Kanal 87' im Bauelement 141 die Verbindung zu einem Reagenzlösungsvorrat her. Der Kanal 70' in dem Bauelement 142 stellt die Verbindung zu einem Schauglas her. Die Präzisionsbohrung 31' führt quer durch das Bauelement 140 hindurch, um in der Stellung der Fig. 9 und 10 die Kanäle 87' und 70' zu verbinden. Wenn der Betätigungsansatz 147 mit einer geeigneten Vorrichtung von der Stellung der Fig. 10 um 900 in die Stellung der Fig. 11 gedreht wird, ändert sich durch Drehung der Scheibe 140 die Ausrichtung der Bohrungen 31' und 19'. In der umgestellten Lage hat die Bohrung 19' keine Aufgabe zu erfüllen, doch verbindet die Bohrung 31' nun die Konstantvolumen-Meßeinrichtung mit der Leitung 92', die zu einer Mischkammer führt. Die zu untersuchende Prüfflüssigkeit aus der Konstantvolumen-Meßeinrichtung kann nur über die Bohrung 31', welche zuvor mit einer Reagenzlösung angefüllt wurde, zur Leitung 92' strömen, so daß die Reagenzlösung aus der Leitung herausgewaschen wird. Die Stellung gemäß der Fig. 11 wird aufrechterhalten, bis das konstante Volumen der Prüfflüssigkeit vollständig in die Leitung 92' eingeströmt ist, um die Bohrung 31' zu entleeren und zur Wiederaufnahme des Reagenzmittels bereitzumachen, wenn die Rückstellung in die Stellung der Fig. 9 und 10 erfolgt.
  • Diese Rückstellung erfolgt nach zuvor festgelegten zyklischen Intervallen, die ähnlich sind wie die bei den Ausführungsformen gemäß F 1 g. 1 bis 8.
  • Es sind noch weitere abgewandelte Ausführungsformen der Bohrungskonstruktionen möglich. Beispielsweise kann ein Schieber, dessen parallele, flache Wandungen über Bohrungen verbunden sind, zwischen anderen flachen Wandungen eingebaut werden, um gleiche Wirkungen durch eine lineare Gleitbewegung zu erzielen. Bei einer solchen Anordnung könnten die Leitungen im wesentlichen ähnlich ausgebildet sein, wie die gemäß Fig.9 bis 11, wobei jedoch eine lineare Ausrichtung in Richtung der Schieberbewegung an Stelle einer Anordnung zur Drehbewegung vorgesehen ist. Beliebige andere geometrische Ausbildungen können ebenfalls vorgesehen werden, um die gleichen Funktionen auszuführen wie die beschriebenen Bauelemente. Für den Fachmann ist es offensichtlich, daß in jedem Fall für eine Abdichtung der relativ beweglichen Bauelemente Sorge getragen werden muß.
  • Neben den tatsächlichen Ausführungsformen des Bohrungselementes sind auch Varianten denkbar, mit denen mehr als eine Reagenzlösung zugeführt werden kann. Die Fig. 12 und 13 zeigen eine solche Anordnung, bei der die Hahnkükenanordnung ähnlich ausgebildet ist wie die gemäß F i g. 5. In diesem Fall sind jedoch an Stelle von zwei Bohrungen drei Bohrungen vorgesehen. In den zeichnerischen Darstellungen sind Bauelemente, die den Bauelementen der F i g. 5 entsprechen, mit gleichen Bezugszeichen versehen, die jedoch zusätzlich Indizes tragen. Eine diagonale Bohrung 150 entspricht der diagonalen Bohrung 19'. In ähnlicher Weise kann eine Bohrung 151 der Bohrung 31' entsprechen. Zusätzlich ist hier jedoch noch parallel zur Bohrung 151 eine Bohrung 152 vorgesehen. Wie die F i g. 13 zeigt, können diese parallelen Bohrungen in der dargestellten Lage voneinander getrennte Reagenzlösungen zuführen, die über Kanäle und rohrförmige Ansätze 65' und 154 der Hülse 62' zufließen und dann durch die Bohrungen zu den rohrförmigen Armansätzen 63' und 155 weitergeleitet werden, um über geeignete Leitungen in belüftete Schaugläser einzutreten, die für jede der Reagenzlösungen gesondert vorgesehen sind. Es ist in der dargestellten Lage möglich, die Bohrungen 151 und 152 mit Reagenzlösung anzufüllen, während zur gleichen Zeit die Konstantvolumen-Flüssigkeitszufuhr, welche an den rohrförmigen Ansatz 54' angeschlossen ist, aus einem geeigneten Flüssigkeitsvorratsbehälter erfolgt, der über den Rohransatz 67' an die Bohrung 150 angeschlossen ist. Wenn das Küken 61' um 900 verdreht wird, sorgen die beiden Bohrungen 151 und 152 über die erweiterte Ausnehmung 156 gemeinsam für einen Anschluß der Konstantvolumen-Meßeinrichtung, so daß die Prüfflüssigkeit von der Konstantvolumen-Meßeinrichtung gleichzeitig durch beide Bohrungen hindurchströmt und dabei die Reagenzlösung heraus- und in die der Ausnehmung 156 gegenüberliegende erweiterte Ausnehmung 157 hineinspült, um dann über den rohrförmigen Ansatz 66' zu einer Misch- und Reaktionskammer weiterzuströmen. Im übrigen ist die Arbeitsweise genau die gleiche.
  • In anderen Fällen können noch weiter Bohrungen erforderlich sein. Im übrigen ist es auch möglich, die gleiche oder eine unterschiedliche Anzahl von Bohrungen in einer anderen Anordnung unterzubringen, beispielsweise in einer Anordnung, bei der die Bohrungen nicht gleichzeitig, sondern der Reihe nach mit der Reagenzlösung angefüllt werden.
  • Neben der Vielfachverwendung von Reagenzlösungen in einem einzigen System liegt auch die Reihenschaltung von Geräten im Rahmen der Erfindung (vgl. Fi g. 2 bis 8). Bei einer solchen Anordnung könnte es beispielsweise erforderlich sein, eine einzige Reagenzlösung mit einer Prüfflüssigkeit zu vermischen und eine gewisse Zeit zur Reaktion zu bringen, bevor diese Prüfflüssigkeit vielleicht mit einer einzigen weiteren Reagenzlösung zu vermischen ist.
  • Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, viele Reagenzlösungen untereinander oder mit einer Prüfflüssigkeit zu vermischen und zur Reaktion zu bringen, bevor sie mit weiteren Reagenzlösungen vermischt werden.
  • Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten, zwei oder mehr der erfindungsgemäßen Geräte in Reihe zu schalten. Beispielsweise ist in F i g. 14 eine solche Einrichtung dargestellt. Hier wird eine gemischte und bereits in Reaktion getretene Lösung vom Ausgang eines ersten Gerätes, welches generell mit dem Bezugszeichen 160 versehen ist, einem zweiten Gerät zugeführt, welches das Bezugszeichen 161 trägt. In dem ersten Gerät sind Teile, die Bauelementen gemäß F i g. 2 bis 8 entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen und zusätzlichen Indizes versehen. Bei dem Gerät 161 sind die entsprechenden Teile mit den gleichen Bezugszeichen, aber mit Doppelindizes versehen.
  • Die Anordnung gemäß F i g. 14 arbeitet, wie zuvor beschrieben, bis die Mischung die Misch- und Reaktionskammer 36' erreicht. Aus der Kammer 36' fließt ein konstantes Volumen in die Leitung 42' und kann dort von einer Konstantvolumen-Meßeinrichtung des Gerätes 161 aufgenommen werden. Gemäß einer abweichenden Ausführungsform kann, wenn das Volumen ausreichend groß ist, bei Fortfall einer Kammer, die der Kammer 17 entspricht, für den tÇberlaufbecher ein Vorratsbehälter ohne Überlaufeinrichtung vorgesehen sein. Nachdem im zweiten Gerät die Reagenzlösung aus der Reagenzlösungsvorratsleitung 29" bei ordnungsgemäßer Entlüftung über das Schauglas 32" der richtigen Meßbohrung des Hahnkükens zugeführt worden ist, kann nach der Bewegung des Hahnkükens in die richtige Stellung die angesammelte Mischung aus der Kammer 36' frei durch die Bohrung fließen, dort die Reagenzlösung herausspülen und in die Reaktions- und Mischkammer 36" fördern.
  • Die letztlich gewonnene Mischung hat Zeit genug, in der Kammer 36" zur Reaktion zu kommen, bevor sie durch Siphonwirkung in eine Meßzelle gelangt, die beispielsweise der Zelle 43 der F i g. 1 entspricht.
  • Die Geräte können für viele chemische Analysen verwandt werden. Es ist offensichtlich, daß die Geräte zur kolorimetrischen pH-Bestimmung durch Verwendung von Geräten mit zwei Reagenzlösungen, zur Bestimmung der Wasserhärte mit verschiedenen Härtepegeln und zur Bestimmung des Chlorrestgehalts wie auch für viele andere einfache Arbeitsgänge der kolorimetrischen Analyse geeignet sind.

Claims (8)

  1. Patentansprüche: 1. Kolorimetrische Einrichtung, die es gestattet, periodisch abgemessene konstante Mengen Reagenzflüssigkeit mit abgemessenen konstanten Mengen der Prüfflüssigkeit in einem Mischgefäß zusammenzuführen und die Mischung einer Meßzelle zuzuleiten, die der photometrischen Bestimmung der Absorption dient, während die Absorption der Prüfflüssigkeit allein in einer gleichartigen Zweitmeßzelle zum Vergleich ebenfalls photometrisch bestimmbar ist, dadurch gekennz e 1 c h n e t, daß für einen erzwungenen Umlauf der Prüfflüssigkeit und der Reagenzlösung in einem Gehäuse bewegliche Bauelemente (30 bzw. 15) mit Querbohrungen (31 bzw. 19) so in Verbindung stehen, daß die kalibrierte Bohrung (31) des ersten beweglichen Bauelementes (30) in einer ersten Stellung mit Reagenzlösung gefüllt ist und eine Konstantvolumen-Meßeinrichtung (16, 17) mit einem Prüfflüssigkeitsvorrat über die Bohrung (l) des zweiten beweglichen Bauelementes (15) füllbar ist und daß eine Mischleitung (34) durch das Gehäuse für die beweglichen Bauelemente so hindurchgeführt ist, daß die Konstantvolumen-Meßeinrichtung (16, 17) in einer zweiten Stellung der kalibrierten Bohrung (31) des ersten beweglichen Bauelementes (30) mit einer Mischkammer (36) verbunden ist, in die die Reagenzlösung mittels der Prüfflüssigkeit aus der kalibrierten Bohrung (31) spülbar ist.
  2. 2. Kolorimetrische Einrichtung, die es gestattet, periodisch abgemessene konstante Mengen Reagenzflüssigkeit mit abgemessenen konstanten Mengen der Prüfflüssigkeit in einem Mischgefäß zusammenzuführen und die Mischung einer Meßzelle zuzuleiten, die der photometrischen Bestimmung der Absorption dient, während die Absorption der Prüfflüssigkeit allein in einer gleichartigen Zweitmeßzelle zum Vergleich ebenfalls photometrisch bestimmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß für einen erzwungenen Umlauf der Prüfflüssigkeit und der Reagenzlösung ein in einem Gehäuse bewegliches Bauelement (30') mit einer kalibrierten und einer weiteren Querbohrung (31' bzw. 19') versehen ist und daß die kalibrierte Bohrung (31') in einer ersten Stellung des beweglichen Bauelementes mit Reagenzlösung gefüllt ist und eine Konstantvolumen-Meßeinrichtung (16, 17) mit einem Prüfflüssigkeitsvorrat über die weitere Bohrung (19') füllbar ist und daß eine Mischleitung (34) durch das Gehäuse für das bewegliche Bauelement so hindurchgeführt ist, daß die Konstantvolumen-Meßeinrichtung in einer zweiten Stellung der kalibrierten Bohrung (31') des beweglichen Bauelementes (30') mit einer Mischkammer (36) verbunden ist, in die die Reagenzlösung mittels der Prüfflüssigkeit aus der kalibrierten Bohrung (31') spülbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse für das bzw. die beweglichen Bauelemente mit einer als Schauglas ausgebildeten Entlüftungsleitung (32) und über eine Rohrleitung (29) mit einem belüfteten Reagenzlösungsvorratsbehälter (28) in Verbindung steht.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischleitung (34) mit einer Misch- und Reaktionskammer (36) verbunden ist, die ein Siphonsystem aufweist, bei dem der Überlauf und die Siphonwirkung unmittelbar vor der vollständigen Füllung einer Kammer (39) beginnen, die mit einer mit der Meßzelle (43), deren Fassungsvermögen geringer ist als das der Kammer (39), in Verbindung stehenden Abflußleitung (42) versehen ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 und 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Konstantvolumen-Meßeinrichtung (16, 17) einen tÇberlaufbehälter (20) aufweist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Bauelement als Hahnküken (61) ausgebildet ist mit einem Antrieb für das in sich wiederholenden Zyklen erfolgende Umschalten von der ersten Stellung in die zweite Stellung und das Hahnkükengehäuse und dessen Anschlußleitungen in einen festen Block eingegossen sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 und 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Bohrungen bekannten Volumens mit mehreren, jeweils mit Reagenzlösungsvorratsbehältern in Verbindung stehenden Zuführungsleitungen verbindbar sind.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Gehäuse mit je einem oder zwei mit Bohrungen versehenen beweglichen Bauelementen und zugehörigen Konstantvolumen - Meß einrichtungen mit Prüfflüssigkeitsvorräten sowie Reagenzlösungsvorratsbehältern hintereinandergeschaltet sind. ~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 673 751, 730 262, 888 939; Patentschrift Nr. 14 356 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin; britische Patentschrift Nr. 623 051; Druckschrift Nr. 8504 »Silikometer« der Firma Hartmann u. Braun AG., Frankfurt/Main, 1955.
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