DE1274212B - Mit einem Edelgas gefuellter, mittels einer zur Ionisierung des Edelgases dienenden Hilfselektrode steuerbarer thermionischer Wandler - Google Patents
Mit einem Edelgas gefuellter, mittels einer zur Ionisierung des Edelgases dienenden Hilfselektrode steuerbarer thermionischer WandlerInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIv
Deutsche Kl.: 21b-29/00
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
P 12 74 212.0-33 (J 17912)
1. April 1960
1. August 1968
Es ist bereits ein mit Caesium gefüllter, mittels einer Hilfselektrode steuerbarer thermionischer
Wandler zur unmittelbaren Umwandlung von Wärme in elektrische Energie mit einem geheizten Elektronenemitter
und einem Kollektor, deren Oberflächen so ausgebildet sind, daß die Elektronenaustrittsarbeit
des Emitters mindestens so groß ist wie die Elektronenaustrittsarbeit des Kollektors, wobei die Temperatur
des Emitters über derjenigen des Kollektors liegt und der Emitter mit einer ein Erdalkalioxyd
enthaltenden Oberfläche ausgestattet ist, bekanntgeworden.
Dieser bekannte Wandler hat erhebliche Nachteile. Zunächst ist bei ihm das Problem der Raumladungskompensation für Temperaturen unterhalb von
20000C nicht gelöst. Die bei diesem Wandler angegebene
Lehre, eine positiv vorgespannte Hilfselektrode zu verwenden, bezieht sich vorwiegend auf
Caesium, keinesfalls aber auf Edelgase, da die Ionisierungsspannung des betreffenden Gases bzw.
Dampfes kleiner als die Austrittsarbeit der entsprechenden Hilfselektrode sein muß. Die Hilfselektrode
stellt im übrigen eine positive Ionen emittierende Elektrode dar. Es ist ferner bekannt, zur Modulation
des Ausgangsstromes zwischen Emitter- und Kollektorelektrode ein Gitter anzuordnen, das jedoch nur
bei Hochvakuumwandlern wirksam ist. In gas- oder dampfgefüllten Elektronenröhren kann bekanntlich
der Ausgangsstrom durch ein Gitter im Entladungsraum nicht stetig gesteuert werden. Es ist, wie z. B.
beim Thyratron bekannt, lediglich eine Zündung der Entladung durch das Gitter möglich. Infolge der Verwendung
von vorzugsweise Caesium bei dem bekannten Wandler darf der Elektrodenabstand zwischen
Kollektor und Emitter höchstens etwa 0,1 bis 1,0 mm betragen. Infolge der verhältnismäßig hohen Temperaturen,
mit welchen der bekannte Wandler arbeiten muß, ist die Herstellung eines solchen Wandlers
sehr aufwendig. Ferner hat ein solcher Wandler einen geringen Wirkungsgrad.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Wandler zu bauen, bei welchem der Betrieb
bei wesentlich geringeren Temperaturen möglich ist, so daß die obenerwähnten Nachteile wegfallen.
Die Erfindung betrifft nun einen mit einem Edelgas gefüllten, mittels einer zur Ionisierung des Edelgases
dienenden Hilfselektrode steuerbaren thermionischen Wandler zur unmittelbaren Umwandlung von Wärme
in elektrische Energie, mit einem geheizten Elektronenemitter und einem Elektronenkollektor, deren
Oberflächen so ausgebildet sind, daß die Elektronenaustrittsarbeit des Emitters mindestens so groß ist wie
Mit einem Edelgas gefüllter, mittels einer zur
Ionisierung des Edelgases dienenden
Hilfselektrode steuerbarer
thermionischer Wandler
Ionisierung des Edelgases dienenden
Hilfselektrode steuerbarer
thermionischer Wandler
Anmelder:
Dr.-Ing. Werner Kluge,
7000 Stuttgart, Köllestr. 36
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Werner Bloss, Gainesville (V. St. A.)
die Elektronenaustrittsarbeit des Kollektors, wobei die Temperatur des Emitters über derjenigen des
Kollektors liegt und der Emitter mit einer ein Erdalkalioxyd enthaltenden Oberfläche ausgestattet ist.
Ein derartiger Wandler ist bereits vorgeschlagen worden. Gegenüber dem oben beschriebenen bekannten
Wandler unterscheidet er sich vor allem dadurch, daß er mit Edelgas gefüllt ist und daß die
Hilfselektrode eine andere Funktion hat. Die Hilfselektrode wird hier nämlich als positiv vorgespannte
Hilfsanode zur Ionisierung des Edelgases verwendet. Bei diesem bereits vorgeschlagenen Wandler ist es
bereits möglich, den Abstand der Elektroden wesentlich größer zu gestalten als bei dem bekannten Wandler.
Dieser Wandler hat aber immer noch erhebliche Nachteile. So ist der Wandler in eine Hauptentladungskammer
und eine Ionisierungskammer getrennt. Der Kollektor stellt dabei eine perforierte
Elektrode zwischen diesen beiden Kammern dar. Der Kollektor kann daher nicht als Außenelektrode des
Wandlers ausgeführt werden, so daß die Wärme vom Kollektor nicht auf einfachem Wege abgeführt werden
kann. Außerdem muß für eine Kühlung der außenliegenden positiv vorgespannten Hilfselektrode
gesorgt werden. Der bereits vorgeschlagene Wandler ist also auch in seinem Aufbau sehr aufwendig.
Die Erfindung besteht nun darin, daß die Hilfselektrode als eine Hilfskathode ausgebildet und im
Raum zwischen Emitter und Kollektor angeordnet ist.
Bei dem Wandler nach der Erfindung ist also eine Hilfskathode zur Ionisierung des Edelgases vorgesehen,
die Elektronen emittiert und die so weit negativ vorgespannt sein muß, daß die emittierten Elektronen
genügend Energie zur Ionisierung des Edelgases erhalten. Durch die Verwendung der das Edelgas
ionisierenden Hilfskathode ist es möglich, die
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Temperaturen auf der Emitter- und Kollektorseite herabzusetzen. Derartige Anordnungen arbeiten auch
noch, wenn die Elektronenaustrittsarbeit des Emitters nur wenig größer oder gleich der Elektronenaustrittsarbeit
des Kollektors ist. Ferner hat der erfindungsgemäße Wandler auch den Vorteil wie der bereits
vorgeschlagene Wandler, daß der Elektrodenabstand wesentlich größer als etwa 1 mm gewählt werden
kann. Bekanntlich sind Abstände der Elektroden von nur etwa 1 mm meistens der Anlaß für Kurzschlüsse
zwischen den Elektroden und dementsprechend für Betriebsstörungen des Wandlers. Gegenüber dem
bereits vorgeschlagenen Wandler hat der erfindungsgemäß ausgebildete Wandler den Vorteil, daß dem
Emitter auf leichte Weise Wärme zugeführt werden und am Kollektor entsprechend Wärme abgeführt
werden kann. Bei dem bereits vorgeschlagenen Wandler ist der Kollektor zumindest teilweise perforiert
und zwischen dem Emitter und der positiv vorgespannten Hilfselektrode so angeordnet, daß eine ao
Hauptentladungskammer und eine Ionisierungskammer entstehen. Die Kollektorelektrode stellt somit
dort keine Außenelektrode des Wandlers dar, so daß die Wärme vom Kollektor nicht auf einfachem Wege
abgeführt werden kann. Durch die Anordnung der Hilfskathode zwischen Emitter und Kollektor beim
erfindungsgemäßen Wandler sowie durch die negative Vorspannung dieser Hilfskathode gegenüber
Emitter und Kollektor ergibt sich eine günstigere Ionisierung des Edelgases, so daß weniger elektrische
Leistung für die Elektronenraumladungskompensation aufzuwenden ist. Während bei dem vorgeschlagenen
Wandler eine gekühlte Hilfsanode vorgesehen ist, wird bei dem Wandler nach der Erfindung die
Hilfskathode geheizt.. :Diese Aufheizung erfolgt zum
Teil durch die Strahlung vom heißen Emitter. Dagegen
sind zur Kühlung der Hilfselektrode bei dem bereits vorgeschlagenen Wandler zusätzliche Vorkehrungen
notwendig, die* außerdem einen gewissen elektrischen Leistungsverbrauch bedingen. Der Nachteil
desbereits vorgeschlagenen Wandlers in eine Hauptentladungskammer und eine Ionisierungskammer fällt
bej dem Wandler nach der Erfindung weg. Durchden Wegfall einer getrennten Ionisierungskammer und
einer Hauptentladungskammer ergibt sich der Vorteil eines einfacheren Aufbaues solcher Wandler. Bei dem
Wandler nach der Erfindung nimmt die Hilfselektrode
nur ,einen kleinen Teil des eigentlichen Entladungsraumes ein. Der elektrische ,Aufwand für die Hilfsentladung
ist bei dem. Wandler nach der Erfindung ■wesentlich geringer als bei dem bereits vorgeschlagenen
Wandler. \ ;.?.; "■"_ " ■ :_.-.'
Um die Wirkung des Wandlers besonders gijnstig zu gestalten, muß die ?Elektronenaustrittsarbeit klein
gehalten werden. Insbesondere kann die Oberfläche -des Kollektors so weit-aktiviert werden, daß die Aus-
-trittsarbeit etwa 1 eV beträgt. Dies laßt sich aber nur
erreichen, wenn sich, die-Oberfläche im Hochvakuum
oder in einer Edelgasatmosphäre befindet.
• Vorteilhaft kann es,auch sein, daß als das in der Emitter-Oberfläche enthaltene Erdalkalioxyd Bariumoxyd verwendet ist.,'Durch' diese Maßnahme ist es möglich, die Betriebstemperatur des Wandlers weitgehend herabzusetzen.;Es können dann Temperaturen unterhalb von 1000° P auf der Emitterseite gewählt werden. .;:;
• Vorteilhaft kann es,auch sein, daß als das in der Emitter-Oberfläche enthaltene Erdalkalioxyd Bariumoxyd verwendet ist.,'Durch' diese Maßnahme ist es möglich, die Betriebstemperatur des Wandlers weitgehend herabzusetzen.;Es können dann Temperaturen unterhalb von 1000° P auf der Emitterseite gewählt werden. .;:;
Ist der Emitter eine-mit Alkalien oder Erdalkalien
beschickte Vorratskathode, so ergibt sieh der weitere Vorteil einer sehr niedrigen Betriebstemperatur und
einer hohen Lebensdauer des Wandlers.
Weiterhin kann, wie bereits vorgeschlagen wurde, der Kollektor oberflächlich aus einem Metalloxyd
bestehen, das mit Alkalimetall, z. B. Caesium, aktiviert ist. Es entsteht so eine Oberfläche mit niedrigem
Austrittspotential zwischen 1 und 1,4 V. Die Herabsetzung des Austrittspotentials auf der Kollektorseite
bewirkt einen wesentlichen Gewinn hinsichtlich des Wirkungsgrads des Wandlers.
In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn die Kollektoroberfläche aus Silberoxyd besteht. Damit lassen
sich Austrittspotentiale von etwa 1V erreichen. Derartige
Oberflächen sind aber nur im Hochvakuum oder in Edelgasatmpsphären beständig, so daß diese
Schichten nicht auf Anordnungen, die mit Caesiumdampf gefüllt sind, übertragen werden können.
Durch ein die Hilfskathode umschließendes Gitter einer daran angelegten Steuerspannung ist es weiterhin
möglich, die von der Hilfskathode ausgehende Hilfsentladung zu steuern und damit einen pulsierenden
Gleichstrom herzustellen. Mit diesem pulsierenden Gleichstrom im Ausgang kann in Verbindung
mit einem Transformator von dem Wandler Wechselspannung abgegeben werden. Eine derartige Steuerung
ist jedoch nur im Bereich kleiner Entladungsstromstärken bei geeigneter Dimensionierung des
Gitters möglich. Dieses Prinzip der Gittersteuerung in Entladungsräumen ist nicht auf höhere Stromstärken
übertragbar. Die in bekannten Entladungsgefäßen, z. B. Thyratronen verwendeten Steuergitter
sind lediglich zur Einleitung einer Zündung, zur sogenannten Initialzündung, geeignet. Eine stetige
Steuerung mit diesen Gittern während der Entladung kann nicht erfolgen.
Die Frequenz der Steuerspannung kann in vorteilhafter Weise auf die verwendete Gasart und den in
dem Wandler herrschenden Gasdruck für eine maximale Ausgangsleistung abgestimmt sein. Damit ist
die Gewähr für eine maximale Ausgangsleistung gegeben.
Für manche Anwendungsgebiete ist es vorteilhaft, den Emitter als Hohlzylinder auszubilden, der von
innen beheizbar ist. Die Wärmequelle ist dann im Innern des Emitterzylinders angeordnet. Außerdem
kann der Emitterzylinder dazu dienen, daß durch das Innere flüssige Metalle oder heiße Gase zur
Wärmeübertragung an den Emitter durchgeleitet werden,
.-.. Der Emitter kann in weiterer vorteilhafter Weise
eine Außenwnad des Wandlers bilden. Eine solche
Anordnung ist auch dann möglich, wenn die Kollektorelektrode
ebenfalls eine Außenelektrode des Wandlers ist.
Schließlich kann vorteilhaft der Emitter und der Kollektor flach plattenförmig ausgebildet sein.
Ein Ausführungsbeispiel des Wandlers nach der Erfindung soll nun an Hand der Abbildung näher beschrieben
werden. ·
In der Abbildung ist ein Schnitt durch einen Wandler nach der Erfindung dargestellt, der eine
Länge von etwa 20 mm und einen Röhrendurchmesser von etwa 30 mm aufweist. An der Innenwand
eines gasgefüllten Glasgefäßes 1 ist der Kollektor 2 in Form einer Silberschicht aufgebracht, die durch
oberflächliches Oxydieren und Formieren mit Caesium bei höheren Temperaturen in eine halbleitende
Schicht der Struktur (Ag)—Cs2O, Cs, Ag—Cs über-
geführt wird. Solchen Schichten sind auch als sogenannte Photokathoden bekannt. Etwa konzentrisch
zur Gefäßwand ist ein Emitter 3 angeordnet. Ferner ist eine Hilfskathode 4 vorgesehen, die von einem
Gitter 5 umgeben ist.
Als Füllgas kann Argon mit einem Druck von 0,5 Torr verwendet werden. Die Heizleistung NH der
Hilfskathode 4 beträgt etwa 70 mW, die Leistung für die Hilfsentladung etwa 50 mW. Die Ausgangsspannung
beträgt unter diesen Gegebenheiten etwa 1,5 V, der Strom 1A. Die Leistung für die Heizung der
Hilfskathode und für die Hilfsentladung kann aus der Ausgangsleistung aufgebracht werden.
Die effektive Ausgangsleistung NA beträgt dann
1,5-0,12=1,4 W,
der Wirkungsgrad NAINH=2Q"k. Der Wirkungsgrad
kann jedoch durch Verlängern des Systems weiter verbessert werden. Dadurch werden die prozentualen
Wärmeverluste durch Leitung über die Halterung verringert.
Der Emitter 3 (BaO-Glühkathode) wird elektrisch
geheizt und benötigt eine Heizleistung NH von etwa 7 W.
Als Emitterstoffe finden überwiegend BaO—Glühkathoden
oder Vorratskathoden (poröse Metallkathoden mit emittierender Substanz aus Erdalkalien
oder Alkalien Verwendung. Dadurch ist der Betrieb des Energiekonverters im Temperaturbereich zwischen
750 und 900° C möglich. Der Kollektor besteht entweder aus demselben Werkstoff wie der
Emitter oder aus halbleitenden Materialien mit kleiner Austrittsarbeit und Wärmebeständigkeit bis etwa
250° C, z. B. mit Caesium formierte Schichten aus Kupferoxyd, Goldoxyd oder Silberoxyd. Die Kontaktpotentialdifferenz
ist dabei kleiner oder höchstens gleich Null.
Die Wirksamkeit dieser Anordnung setzt voraus, daß der Emitter nahezu zentral angeordnet und von
einem großflächigen Kollektor umgeben ist. Durch eine Hilfsentladung von einer exzentrisch angeordneten,
direkt geheizten Hilfskathode zu den Elektroden wird neben der Raumladungskompensation
des Elektronenstroms durch positive Ionen ein negativer Anodenfall am Kollektor erzielt. Der Anodenfall
beträgt
UA = -1,98 IO-4 Te log J0Zj11.
Dabei bedeutet Te die Elektronentemperatur, j0
die Diffusionsstromdichte der Plasmaelektronen und /a die Dichte des Kollektorstroms.
Für die Gasfüllung können Argon, Krypton oder Xenon, zum Teil mit geringen Anteilen von Alkalidämpfen,
verwendet werden (Füllgasdruck 0,2 bis 0,8 Torr). Die Wärmeverluste des Emitters durch
Konvektion und Wärmeleitung sind bei den Gasen höherer Ordnungszahlen kleiner.
Der Ausgangsstrom des Konverters wird durch die Eigenemission des Emitters sowie durch Strom und
Spannung der Hilfsentladung bestimmt. Die Ausgangsspannung setzt sich aus der negativen Kontaktpotentialdifferenz,
der Anlaufspannung der emittierten Elektronen und aus dem negativen Anodenfall zusammen.
Durch Änderung von Strom und Brennspannung der Hilfsentladung ist es möglich, die Ausgangsspannung,
den Ausgangsstrom und damit die Ausgangsleistung zu regeln und den Generator dem Verbraucher
anzupassen. Durch kleine Spannungsänderungen an einem Gitter in dem Hilfsentladungskreis
kann die Hilfsentladung und damit der Ausgangsstrom periodisch eingeschaltet und unterbrochen
werden. In Verbindung mit einem im Außenkreis angebrachten Übertrager können dadurch relativ
hohe Ausgangswechselspannungen erzeugt werden. Damit können also Wechselspannungen durch
ruhende Anordnungen erzeugt werden.
Die größte Ausgangsleistung bei pulsierendem Hilfsgleichstrom und damit Ausgangswechselstrom
erhält man bei einer Schaltfrequenz, die umgekehrt proportional der Ausbreitungs- und Entionisierungszeit
des Plasmas zwischen den Elektroden ist (Resonanzfrequenz). Diese Frequenz, die von Gasdruck
und Gasart abhängt, liegt bei der hier beschriebenen Anordnung im Bereich zwischen etwa 200 und
900H.
Der Wandler nach der Erfindung besitzt den wesentlichen Vorteil, daß er bei relativ kleinen Betriebstemperaturen
arbeitet. Der Elektrodenabstand spielt eine untergeordnete Rolle, so daß sich bei
größeren Durchmessern des Kollektorzylinders leicht Temperaturen des Kollektors von höchstens 200° C
erreichen lassen. Durch den negativen Anodenfall kann über die Elektronentemperatur des durch die
Hilfsentladung erzeugten Plasmas die Ausgangsleistung gegenüber den bisher bekannten Konvertertypen
erhöht werden. Durch die Hilfsentladung oder durch die gittergesteuerte Hilfsentladung läßt sich die
Ausgangsleistung regeln. Das Gitter im Hilfsentladungskreis ermöglicht fast leistungsloses — periodisches
— Schalten des Ausgangsstromes. Durch geeignete Wahl der Schaltfrequenz (Resonanzfreqenz)
kann der Ausgangswechselstrom erhöht werden.
Bei praktischen Ausführungsformen soll die Wärmeenergie,
die zur Heizung des Emitters notwendig ist, durch chemische Reaktionen oder durch Kernreaktionen
z. B. im Reaktor erzeugt werden. Dabei kann die Hauptkathode als Hohlzylinder ausgebildet sein,
durch den eine Flüssigkeit als Träger der in elektrische Energie umzuwandelnde Wärme hindurchgeleitet
wird. Bei flach ausgestalteter Kathode und Anode kann die Kathode die Außenwand des Konverters
bilden und in wärmeleitender Berührung mit dem Wärmespender stehen.
Claims (9)
1. Mit einem Edelgas gefüllter, mittels einer zur Ionisierung des Edelgases dienenden Hilfselektrode
steuerbarer thermionischer Wandler zur unmittelbaren Umwandlung von Wärme in elektrische Energie, mit einem geheizten Elektronenemitter
und einem Elektronenkollektor, deren Oberflächen so ausgebildet sind, daß die Elektronenaustrittsarbeit des Emitters mindestens
so groß ist wie die Elektronenaustrittsarbeit des Kollektors, wobei die Temperatur des Emitters
über derjenigen des Kollektors liegt und der Emitter mit einer ein Erdalkalioxyd enthaltenden
Oberfläche ausgestattet ist, dadurchgekennzeichnet, daß die Hilfselektrode als Hilfskathode
(4) ausgebildet und im Raum zwischen Emitter (3) und Kollektor (2) angeordnet ist.
2. Thermionischer Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Emitter-
Oberfläche enthaltene ErdalkaHoxyd Bariumoxyd
ist. .
3. Thennionischer Wandler nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Emitter
3. Thermionischer Wandler nach Anspruch 1 Vorratskathode ist.
4. Thermionischer Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, der einen Kollektor mit einer
aus einem Metalloxyd bestehenden, mit Caesium oder einem anderen Alkalimetall aktivierten
Oberfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche aus Silberoxyd besteht.
5. Thermionischer Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein die
Hilfskathode (4) umschließendes Gitter (5) zum Anlegen einer Steuerspannung für die Erzeugung
eines pulsierenden Gleichstroms.
6. Thermionischer Wandler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der
Steuerspannung auf die verwendete Gasart und ao den in dem Wandler herrschenden Gasdruck für
eine maximale Ausgangsleistung abgestimmt ist.
7. Thermionischer Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Emitter als von innen beheizbarer Hohlzylinder ausgebildet ist.
8. Thermionischer Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Emitter eine Außenwand des Wandlers bildet.
9. Thermionischer Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Emitter und der Kollektor flach plattenförmig ausgebildet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 797 872;
USA.-Patentschrift Nr. 2 510 397;
Buch von A. F. Joffe, »Halbleiter-Thermoelemente«, 1957, S. 56 und 57;
»Journal of Applied Physics«, Bd. 22, 1951, S. 1389; Bd. 29, 1958, S. 1611 und 1612, und Bd. 30,
1959, S. 475 bis 481;
»RCA-Review«, Bd. 19, 1958, S. 258;
»Nucleonics«, Bd. 17,1959, Nr. 7, S. 49 bis 53.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1135 977.
Deutsches Patent Nr. 1135 977.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 588/179 7.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (2)
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| US98092A US3217189A (en) | 1960-04-01 | 1961-03-24 | Energy converter |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1274212B true DE1274212B (de) | 1968-08-01 |
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ID=7199698
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEJ17912A Pending DE1274212B (de) | 1960-04-01 | 1960-04-01 | Mit einem Edelgas gefuellter, mittels einer zur Ionisierung des Edelgases dienenden Hilfselektrode steuerbarer thermionischer Wandler |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE1274212B (de) |
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