DE1273925B - Impraegniertes Installationsrohr, bestehend aus einem poroesen, mit einem Impraegnierungsmittel getraenkten Grundkoerper - Google Patents
Impraegniertes Installationsrohr, bestehend aus einem poroesen, mit einem Impraegnierungsmittel getraenkten GrundkoerperInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
- Imprägniertes Installationsrohr, bestehend aus einem porösen, mit einem Imprägnierungsmittel getränkten Grundkörper Die Erfindung betrifft ein imprägniertes Installationsrohr, insbesondere zur unterirdischen Verlegung, bestehend aus einem porösen Grundkörper, der mit einem bei Raumtemperatur festen und durch Erwärmung verflüssigbaren Imprägnierungsmittel getränkt ist. Derartige Rohre werden seit vielen Jahren für unterirdische Leitungen, z. B. als Schutzhüllen für Telefonleitungen und elektrische Kabel oder als Leitungsrohre für Entwässerungen, Abwässer und andere Flüssigkeiten, gebraucht.
- Um den vielen ungünstigen Einflüssen, die bei der unterirdischen Installation auftreten, widerstehen zu können, müssen die Rohre für lange Zeit eine Reihe von Eigenschaften besitzen, wie Wasserundurchlässigkeit, hohe Bruchfestigkeit, Temperaturbeständigkeit sowie Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion und Verschleiß.
- Es sind Rohre bekannt, deren poröser Grundkörper mit Kohleteer oder Bitumenprodukten oder Derivaten von Kohlenteer und Erdöl imprägniert ist. Für diesen Zweck hat jedoch bisher kein Erdölprodukt einen bedeutenden wirtschaftlichen Erfolg erzielt. Auf Grund einer kürzlichen Marktforschung wurde festgestellt, daß mehr als 90 % der mit Bitumen behandelten und aus Faserstoffen in den USA. hergestellten Leitungsrohre mit einem Derivat des Kohlenteers imprägniert wurden. Die ungünstige Beurteilung, die die mit Erdölprodukten imprägnierten Installationsrohre auf diesem Gebiet erhalten haben, mag zum Teil daran gelegen haben, daß sie nicht den durch das National Bureau of Standards in »Commercial Standard Publication (CS-116-54)« niedergelegten Tests entsprechen.
- Das erfindungsgemäße imprägnierte Installationsrohr, das aus einem porösen Grundkörper besteht, der mit einem bei Raumtemperatur festen und durch Erwärmen verflüssigbaren Imprägnierungsmittel getränkt ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß das Imprägnierungsmittel das in Chinolin lösliche, durch Extraktion der Aromaten in an sich bekannter Weise aus einer über 315° C siedenden Erdölspaltfraktion und anschließende Oxydation der Aromaten durch Blasen mit Luft erhaltene Produkt ist. Zur Oxydation kann auch Sauerstoff oder ein anderes Sauerstoff enthaltendes Gas verwendet werden. Das Verfahren zur Herstellung dieses Imprägnierungsmittels ist Gegenstand des deutschen Patentes 1247 522.
- Die erfindungsgemäßen Installationsrohre sind ölundurchlässig und sind sehr gut für die unterirdische Verlegung geeignet. Außerdem weisen sie noch die am Schluß angeführten vorteilhaften Eigenschaften auf. Beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Installationsrohre sind nachfolgend beschrieben: Der poröse Grundkörper für die erfindungsgemäßen Rohre besteht in erster Linie aus Cellulosefasern; er kann aber auch Asbestfasern, Glasfasern und/oder synthetische organische Fasern enthalten. Grundkörper aus Cellulosefasern können aus Altpapier hergestellt sein. Auch poröse Kohlerohre können als Grundkörper verwendet werden.
- Die Imprägnierung wird nach an sich bekannten Verfahren durchgeführt, indem eine größere Zahl von porösen Grundkörpern in ein Druckgefäß gebracht wird, das Gefäß evakuiert wird, das bis zu einem geeigneten Flüssigkeitsgrad erhitzte Imprägnierungsmittel eingeführt und dann unter Überdruck gesetzt wird, um zu erreichen, daß das Imprägnierungsmittel in alle Zwischenräume eindringt.
- Beispiel Eine Anzahl von aus Fasern hergestellten Röhrenelementen mit einem Nenndurchmesser von etwa 10 cm und einer Länge von etwa 30 cm wurde in einen Druckbehälter gelegt. Nach Abdichten des Behälters wurde ein Unterdruck von einem 25,4-mm-Quecksilber 40 Minuten lang angelegt.
- Eine Menge von 50 bis 100 Volumprozent des Extraktes aus einem destillierten geklärten Umlauföl, durch den Luft bis zu -ei nem_,Rying- und Ball-Erweichungspunkt von 77° C geblasen wurde, wurde in ei@dm- getreiniteri Behälter auf 180'° C erhitzt: Das Imprägniermittel wurde in den Druckbehälter eingelassen. Stickstoffgas; bis zu einem überdruck von etwa 1 kg/cm2 wurde eingeleitet und der Druck 40 Minuten lang gehalten. Nach Druckausgleich wurde der Druckbehälter geöffnet, und die im-. prägnierten Röhrenelemente wurden langsam aus dem Imprägnierbad herausgehoben. Ein langsames und gleichmäßiges Herausnehmen ist wichtig, damit sich eine, glatte;.- durchgehende Deckschicht aus Imprägniermittel auf der.Oberfläche der Rohre bildet.
- Die erfindungsgemäßen imprägnierten Installationsrohre weisen gegenüber solchen, die mit Kohleteerprodukten imprägniert sind, die folgenden Vorteile auf: 1. Die Abwesenheit von phenolischen oder anderen schädlichen Dämpfen des Imprägniermittels verhindert körperliche Einflüsse der in den vorbekannten Produkten enthaltenen Phenole und Gesundheitsschäden bei der Herstellung und ermöglicht das Installieren der Rohre an heißen und feuchten Tagen, ohne daß man sich dabei die Hände verbrennt.
- 2. Da bei den Imprägniertemperaturen keine unlöslichen Produkte vorhanden sind, ergibt sich eine gute Imprägnierung und eine glatte Rohroberfläche. 3. Die erfindungsgemäß hergestellten Rohre haben ein geringes Gewicht.
- 4. Die geringe Wasserabsorption der Rohre.
- 5. Unwesentliche Kerosinlöslichkeit der Rohre. 6. Große mechanische Festigkeit des Rohres.
- 7. Korrosionsbeständigkeit' des Rohres gegenüber Schwefelsäure, Natriumcarbonat, Natriumsulfat und kochendem -Wasser.
- `'8. -Das Rohr'verförmt sich nicht oder schwitzt kein Pech aus, wenn es auf einer erhöhten Temperatur gehalten wird.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Imprägniertes Iriställätiönsröhrinsbesondere zur unterirdischen Verlegung, bestehend aus einem porösen Grundkörper, der mit einem bei Raumtemperatur festen und durch Erwärmen verflüssigbaren Imprägnierungsmittel getränkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Imprägnierungsmittel das in Chinolin lösliche, durch Extraktion der Aromaten in an sich bekannter Weise aus einer über 315°C siedenden Erdölspaltfraktion und anschließende Oxydation der Aromaten durch Blasen mit Luft erhaltene Produkt ist.
- 2. Installationsrohr gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse röhrenförmige Grundkörper aus Cellulosefasern besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 379 635, 592 250; österreichische Patentschrift Nr. 29 059; USA. Patentschriften Nr. 2 478181, 2 998 985.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1273925XA | 1961-09-18 | 1961-09-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1273925B true DE1273925B (de) | 1968-07-25 |
Family
ID=22429864
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST20941A Pending DE1273925B (de) | 1961-09-18 | 1962-09-17 | Impraegniertes Installationsrohr, bestehend aus einem poroesen, mit einem Impraegnierungsmittel getraenkten Grundkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1273925B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT29059B (de) * | 1903-12-29 | 1907-07-10 | Jules Blanc | Verfahren zur Herstellung von Röhren zu Kanalisationszwecken u. dgl. |
| DE379635C (de) * | 1923-08-25 | Armin Renyi | Mit bituminoesen Stoffen getraenkter Baukoerper | |
| DE592250C (de) * | 1931-06-18 | 1935-11-25 | Marta Zander Geb Kloas | Verfahren zum Abziehen von Rohren aus Papier, Gewebe u. dgl. und einem nach Abkuehlen fest werdenden Bindemittel vom Wickeldorn |
| US2478181A (en) * | 1943-07-28 | 1949-08-09 | Sonoco Products Co | Fibrous conduit and method and composition for same |
| US2998985A (en) * | 1958-05-02 | 1961-09-05 | Mc Graw Edison Co | Short radius, fibre, pipe bend |
-
1962
- 1962-09-17 DE DEST20941A patent/DE1273925B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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