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Verfahren und Vorrichtung zum Verändern der spektralen Zusammensetzung
eines Lichtbündels Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verändern der spektralen
Zusammensetzung eines insbesondere zur Belichtung in einem Farbkopierverfahren vorgesehenen,
in mindestens drei Spektralbereiche unterteilten Lichtbündels, bei dem ein Farbfilter
mit einer größeren Durchlässigkeit in einem der Spektralbereiche (z. B. Grün) und
mit geringerer Durchlässigkeit in den beiden anderen Spektralbereichen (z. B. Rot
und Blau) in einer quer zur Lichtbündelachse verlaufenden Richtung verschieden tief
in das Lichtbündel eingeführt wird, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
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In Geräten, die zum Farbmessen und für Farbreproduktionen verwendet
werden, insbesondere in photographischen Vergrößerungsgeräten oder Projektions-
und Kopiergeräten, die dazu benutzt werden, entweder negative oder positive Farbdias
zu kopieren, ist es, z. B. zur Beseitigung eines Farbstiches notwendig, Mittel vorzusehen,
mit denen die Intensitäten des Lichtes in den verschiedenen Spektralbereichen unabhängig
voneinander geändert werden können.
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Es sind schon verschiedene Verfahren zum Ver= ändern der spektralen
Zusammensetzung des Lichtes einer Lichtquelle für den obengenannten Zweck verwendet
worden. Bei bekannten, aus Gründen einer guten Intensitätsausbeute bevorzugten Verfahren
werden hierzu Farbfilter benutzt, die in einer quer zur optischen Achse des Lichtbündels
verlaufenden Richtung verschieden tief in das Lichtbündel eingeführt werden.
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Mit den zur Verfügung stehenden Glassorten und Farbstoffen ist es
aber nicht möglich, ein Farbfilter herzustellen, das eine ideale rechteckige spektrale
Absorptions- oder Durchlässigkeitscharakteristik aufweist, vielmehr liegen neben
einem spektralen Absorptions- oder Durchlässigkeitsmaximum immer Nebenabsorptions-
bzw. Nebendurchlässigkeitsbereiche, in denen das Filter die Lichtintensitäten der
hierzu zugeordneten Farben nicht im gewünschten Sinne verändert. So sollte z. B.
ein ideales Grünfilter das grüne Licht ungehindert durchlassen, aber rotes und blaues
Licht völlig absorbieren. Tatsächlich aber weisen die zur Verfügung stehenden Grünfilter
auch für Rot und Blau mehr oder weniger große Durchlässigkeiten auf; oder es sollte
ein Subtraktionsfilter, z. B. ein mit dem Purpurfarbstoff Magenta eingefärbtes Filter,
das zur ausschließlichen und vollständigen Absorption von Grün vorgesehen ist, nicht
auch noch einen Teil des roten und blauen Lichtes absorbieren.
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Wenn daher zur Veränderung der spektralen Zusammensetzung des Lichtbündels
ein: Farbfilter mit, einer Hauptdurchlässigkeit in einem Spektralbereich (z. B.
Grün) und verschieden großen Nebendurchlässigkeiten in den beiden anderen Spektralbereichen
(z. B. Rot und Blau) in das Lichtbündel mehr oder weniger tief eingeschoben wird,
ändert sich nicht nur der Intensitätsanteil des der Hauptdurchlässigkeit zugeordneten
Lichtes (Grün) mit Bezug auf die den. Nebendurchlässigkeiten zugeordneten Anteile
(Rot und Blau), sondern es werden auch diese Anteile selbst prozentual verändert.
Ist es z. B. zur Herstellung einer gewünschten Farbzusammensetzung eines Lichtbündels,
das die drei Farben Rot, Grün und Blau enthält, notwendig, nur den Grünanteil relativ
zu den Rot- und Blauanteilen zu vergrößern, so kann dies nicht einfach dadurch erreicht
werden, daß ein. Grünfilter der bekannten Art entsprechend tief in das Lichtbündel
zu dessen teilweiser Abdeckung eingeschoben wird, da das Grünfilter gleichfalls
unerwünscht Durchlässigkeiten im roten und blauen Spektralbereich aufweist, wodurch
auch eine unerwünschte
prozentuale Änderung dieser Farbanteile
auftritt.
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Es ist auch schon ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem ein
Subtraktionsfarbfilter, das eine geringe Durchlässigkeit m einem Spektralbereich
und eine hohe Durchlässigkeit in den beiden anderen Spektralbereichen aufweist,
dazu benutzt wird, ganz oder teilweise den Eingang einer im Strahlengang angeordneten,
z. B. aus einer Spiegelkammer und diffus streuenden Scheiben bestehenden Lichtmischeinrichtung
abzudecken. Die dann noch unbedeckte Fläche dieses Einganges -wird nach diesem älteren
Verfahren von einem Korrekturfilter bedeckt, das die gleiche Durchlässigkeit wie
das Farbfilter in den beiden Spektralbereichen aufweist, in denen das Farbfilter
seine größere Durchlässigkeit hat. Dieses Korrekturfilter wirkt der Tendenz der
unerwünschten Absorptionen des Farbfilters, in den beiden Spektralbereichen der
größeren Durchlässigkeit die Intensität des durchgelassenen Lichtes zu verändern,
entgegen, wenn das Farbfilter in das Lichtbündel eingeführt wird. Dadurch wird die
Möglichkeit geschaffen, die Intensität eines Spektralbereiehes unabhängig von denen
der anderen eines Lichtbündels zu regeln.
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Der Erfindung liegt darüber hinausgehend die Aufgabe zugrunde, auch
für Farbfilter mit einer größeren Durchlässigkeit in einem Spektralbereich und einer
geringeren Durchlässigkeit in zwei anderen Spektralbereichen ein Verfahren zu schaffen,
mit dem es möglich ist, den Intensitätsanteil in dem einen Spektralbereich eines
mindestens in drei Spektralbereiche unterteilten Lichtbündels unabhängig von denen
der anderen Bereiche zu verändern. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht,
daß bei einem Verändern des Intensitätsanteils des Lichtbündels im Spektralbereich
der größeren Durchlässigkeit des Farbfilters relativ zu den Intensitätsanteilen
in den beiden Spektralbereichen geringerer Durchlässigkeit das Verhältnis dieser
letzten Intensitätsanteile konstant gehalten wird, unabhängig davon, wie tief das
Farbfilter in das Lichtbündel eingeführt wird.
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Gemäß der Erfindung kommt es nicht auf die absoluten Intensitätsgrößen
in den einzelnen Spektralbereichen des Lichtbündels an, sondern nur auf deren Verhältnis,
da eine Änderung der absoluten Größen, z. B. bei einem Farbkopierverfahren, durch
eine Änderung der Belichtungszeit ohne weiteres kompensiert werden kann.
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Das Konstanthalten dieses Verhältnisses kann dadurch erreicht werden,
daß die Nebendurchlässigkeiten eines Farbfilters auf einen gleich großen Weit eingestellt
werden. Dann weiden die diesen Bereichen zugeordneten Farbanteile des Lichtbündels,
unabhän-gig davon, wie weit das Filter in das Lichtbündel zu dessen teilweiser
Abdeckung eingeschoben wird, jeweils um den gleichen Faktor geschwächt, so daß das
Verhältnis dieser Farbanteile, wie gefordert, konstant bleibt.
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Sollte es aber bei der Herstellung eines Farbfilters auf Grund der
vorgegebenen zur Verfügung stehenden Farbstoffe und Glassorten nicht in jedem Falle
möglich sein, die beiden Nebendurchl4ssigkeiten des Filters gleich groß einzustellen,
so kann dies gemäß einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung. dadurch umgangen
werden, daß der vom Farbfilter nicht bedeckte Teil des Lichtbündels von einem Korrekturfilter
abgedeckt wird, dessen Durchlässigkeiten in den Spektralbereichen (z. B. Rot und
Blau) der geringeren Durchlässigkeit des Farbfilters in gleichem Verhältnis zueinander
stehen wie beim Farbfilter. Hierdurch wird erreicht, daß das Verhältnis der durchgelassenen
Lichtintensitäten in den Bereichen mit der geringeren Durchlässigkeit konstant bleibt,
und zwar unabhängig davon, wie tief das Farbfilter rin einzelnen in das Lichtbündel
zum relativen Verändern dessen dem spektralen Bereich der größeren Durchlässigkeit
des Farbfilters zugeordneten Farbanteiles (z. B. Grün) eingeführt wird.
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Um den mit dem Verfahren gemäß der Erfindung erzielbaren Regelbereich
eines Farbanteils noch erweitern zu können, kann äs mit dem oben beschriebenen schon
früher vorgeschlagenen Verfahren in der Weise kombiniert werden, daß der vom Korrekturfilter
nicht abgedeckte Teil des Liehtbwidels, wenn das Farbfilter ganz aus dem Lichtbündel
herausge= zogen ist, von einem zweiten Farbfilter abgedeckt wird, das in dem Spektralbereich,
in dem das erste Farbfilter die größere Durchlässigkeit aufweist, eine geringere
Durchlässigkeit find in den beiden anderen Spektralbereichen die gleiche Durchlnssigkeit
besitzt wie das Korrekturfilter; und daß die drei Filter in einer Reihe hintereinander
angeordnet werden.
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Eine Regelutiig eifies jeden Farbanteiles unabhärlffi von den beiden
anderen, kann mit dein Verfahren g gemäß der Erfindung dadurch erreicht werden,
daß zusätzlich zu der aus zwei Farbfiltern und einem dazwischenliegenden Korrekturfilter
bestehenden ersten Filterreihe eine zweite, ebenfalls aus zwei Farbfiltern und einem
dazwischenliegenden Korrekturfilter bestehende Filterreihe in das Lichtbündel eingeführt
wird, wie das im einzelnen in der nodh folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
erläutert ist: Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Verändern
der spektralen Zusammensetzung eines Lichtbündels mit einem quer zu dessen Achse
verschieden tief in das Lichtbündel einfuhrbaren Filter, das in einem Spektralbereich
eine größere Durchlässigkeit und in mindestens zwei anderen Spektralbereichen geringere
Durchlässigkeit aufweist, zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die
Vorrichtung besteht gemäß der Erfindung darin, daß neben einem ersten Farbfilter
mit einer größeren Durchlässigkeit in einem Spektralbereich (z. B. Grün) und mit
geringerer Durchlässigkeif in zwei anderen Spektralbereichen (z. B. Rot und Blau)
in einer sich in der Bewegungsrichtung des Filters erstreckenden Reihe ein Korrekturfilter
angeordnet ist, dessen Durchlässigkeiten in den Spektralbereiehen (z. B. Rot und
Bläu) der geringeren Durchlägsigkeiten des Farbfilters im gleichen Verhältnis zueinander
stehen wie beim Farbfilter.
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Um die weiteren Möglichkeiten des erfindungsgemäßen Verfahrens durch
die Vorrichtung ausnutzen zu können, kann auf der dem ersten Farbfilter abgekehrten
Seite des Korrekturfilters .ein zweites Farbfilter angeordnet sein, das in dem,
Spektralbereich (z. B. Grün), in dem das erste Farbfilter die größere Durchlässigkeit
aufweist, eine geringere Durchlässigkeit und m den beiden anderen Spektralbereichen
(z. B. Rot und Blau) die gleiche Durchlässigkeit besitzt wie das Korrekturfilter.
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Eine Regelbarkeit jedes Farbanteiles- eines Lichtbündels unabhängig
von den anderen Färbänteilen ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch erreichbar,
daß zusätzlich zu der aus zwei Farbfiltern
lind einem dazwischeiiliegenderi
Korrekturfilter bestehenden ersten Filterreihe eine zweite, ebenfalls aus zwei Farbfiltern
und einem dazwischenliegenden Korrekturfilter bestehende Filterreihe vorgesehen
ist, wie das in der folgenden Beschreibung von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
zur Erläuterung der Erfindung im einzelnen beschrieben ist. Es zeigt F i g. 1 eine
schematisch vereinfachte, perspektivische Darstellung eines Filterpaares gemäß der
Erfindung, F i g. 2 eine der F i g. 1 entsprechende Darstellung einer Vorrichtung
mit drei zusammengesetzten Filtern zum Durchführen einer abgewandelten Form des
erfindungsgemäßen Verfahrens, F i g. , 4 und 5 entsprechende Darstellungen von drei
verschiedenen Ausführungsbeispielen von Vorrichtungen mit zwei aus je drei Filtern
bestehenden Filterreihen zum Durchführen einer weiteren Abwandlung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
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Die F i g. 1 zeigt ein gefärbtes Filter 1, das an ein Korrekturfilter
2 angekittet ist. Die beiden Filter können aber auch Seite an Seite in einem Rahmet
oder Seite an Seite au einem einzigen Stück Glas befestigt oder auf dieses aufgeschichtet
oder in irgendeiner Weise Seite an Seite angeordnet sein. Das Licht einer Lichtquelle
3, z. B. einer Glühlampe mit eingebautem Refiektor geht durch einen oder teilweise
durch beide Filter 1 und 2 in eine Lichtmischvorrichtung, die eine aus vier Spiegeln
gebildete Spiegelkammer 4 aufweist, deren Enden von zwei Diffusoren 5 und 6 abgeschlossen
sind, die getrübtes Blattmaterial aufweisen. Die Spiegelkammer kann durch jede beliebige
andere Lichtmischvorrichtung ersetzt sein, wie z. B. durch einen Block mit polierten
Wänden aus einem durchsichtigen Material, z. B. aus Glas oder einem durchsichtigen
Kunststoff, oder die Filterkombination 1 und 2 kann so in. einem optischen System
von Linsen und/oder Spiegeln angeordnet sein, daß sie vollständig außerhalb des
im endgültigen Bild abzubildenden Bereiches liegt. Das Farbfilter 1 hat eine größere
Durchlässigkeit in einem Bereich des Spektrums und eine geringere Durchlässigkeit
in zwei anderen Bereichen des Spektrums. Zn den Bereichen, in denen das Farbfilter
1 die geringere Durchlässigkeit besitzt, hat das Korrekturfilter 2 größere
Durchlässigkeiten, die jedoch im wesentlichen im gleichen Verhältnis zueinander
stehen wie diese des Farbfilters. Dieses ist klar aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
| Körrekturfilter |
| Farbfilter Verhältnis der Durchlässigkeiten, |
| das das gleiche ist wie das Verhältnis |
| Bezeichnung größere Durchlässigkeit geringere Durchlässigkeit
der geringeren Durchlässigkeit |
| des Farbfilters |
| Rot Rot Blau und Grün Blau zu Grün |
| Grün Grün Blau und Rot Blau zu Rot |
| Blau Blau Grün und Rot Grün zu Rot |
Die beiden Filter
1 und 2 sind z. B. auf Schienen 7 und $ beweglich angeordnet
und können als eine Einheit quer zum Lichtbiindel der Lichtquelle so bewegt werden,
daß, wenn ein Filter in das Lichtbündel eingeführt, das andere Filter aus diesem
herausgeführt wird. Angenommen, daß das Farbfilter 1 grün ist und sich vollständig
außerhalb des Lichtbündels befindet, dann befindet sich das Korrekturfilter 2, daß
das gleiche Verhältnis der Durchlässigkeit Blau zu Rot hat wie das grüne Filter,
vollständig innerhalb des Lichtbündels. Wird das grüne Filter in das Lichtbündel
eingeführt, dann wird das Korrekturfilter in gleichem Maße aus diesem herausgezogen,
so daß in allen Stellungen der Filter das Lichtbündel genau von einem oder dem anderen
der Filter oder von Teilen beider Filter abgedeckt ist. Dadurch, daß das Korrekturfilter
das gleiche Verhältnis der Durchlässigkeiten Blau zu Rot hat wie das grüne Filter,
hat eine eine Veränderung der Stellung des Filterpaares im Lichtbündel keinen Einfluß
auf das Verhältnis der Blau-zu-Rot-Intensitäten des ausströmenden Lichtes. Auf diese
Weise stellt das Filterpaar ein Mittel dar, um das Verhältnis Grün zu Blau und Grün
zu Rot im Lichtbündel unabhängig vom Verhältnis Blau zu Rot einzustellen. Dadurch
wird den Wirkungen der Unterschiede in Blau- und Rotdurchlässigkeiten von grüner
Farbe oder Glas entgegengewirkt. Ist das Farbfilter 1 blau oder rot und das Korrekturfilter
wie in der oben angegebenen Tabelle angeführt, dann bildet das Filterpaar ein Mittel,
um das Verhältnis Blau zu Grün und Blau zu Rot im Lichtbündel anabhängig vom Verhältnis
Grün zu Rot der Farbgehalte bzw. das Verhältnis Rot zu Blau und Rot zu Grün unabhängig
vom Verhältnis Blau zu Grün der Farbgehalte zu regeln. Dadurch wird den Wirkungen
der Unterschiede in Grün- und Rotdurchlässigkeiten von blauem - Farbstoff oder Glas
oder den Unterschieden in Blau- und Gründurchlässigkeiten von roten! Farbstoff oder
Glas entgegengewirkt.
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In F i g. 2 haben gleiche Teile die gleichen Bezugszeichen wie in
Fig. 1. Bei dieser Ausführungsform sind zwei Farbfilter 9 und 11 vorgesehen, die
auf verschiedenen Seiten des Korrekturfilters 10 in einer der oben beschriebenen
Weise angeordnet sind. Die Lichtquelle und die Mischvorrichtungen entsprechen den
oben beschriebenen.
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Das Farbfilter 9 hat eine größere Durchlässigkeit in einem Bereich
des Spektrums und geringere Durchlässigkeiten in den beiden anderen Bereichen. Das
Farbfilter 11 hat größere Durchlässigkeiten in zwei Bereichen des Spektrums und
eine geringere Durchlässigkeit in einem Bereich des Spektrums. Dieser Bereich geringerer
Durchlässigkeit ist der gleiche wie der Bereich größerer Durchlässigkeit des Farbfilters
9. In den Bereichen, in denen das Farbfilter 9 die geringeren Durchlässigketen besitzt,
hat das Korrekturfilter 11, größere Durchlässigkeiten, die jedoch im wesentlichen
im gleichen Verhältnis zueinander stehen wie die entsprechenden Durchlässigkeiten
des Farbfilters 9. Das Korrekturfilter 10 hat eine Durchlässigkeit, die im wesentlichen
die gleiche ist wie beim
Farbfilter 11 in den: Bereichen größerer
Durchlässigkeit: Das Korrekturfilter 10 dient somit dem Filter 9 und Filter 11,
und es ist daher notwendig, daß die Filter 9 und 11 das. gleiche Verhältnis der
Durch= lässigkeiten in den Bereichen haben, in denen. das Filter 9 die kleineren-
-Durchlässigkeiten besitzt. Diesist durch entsprechende Auswahl der Farben oder
Gläser oder Mischungen von Farben oder Gläsern für die Filter 9 und 10 erreichbar,
wie das die folgende Tabelle zeigt:
| Farbfilter A Korrekturfilter Farbfilter B |
| Verhältnis |
| geringere , der Durchlässigkeiten, Durchlässigkeiten, |
| . - Farbe . die die gleichen sind Farbe größere |
| Durchlässigkeit das das gleiche ist Durchlässigkeiten |
| wie beim Farbfilter A wie. beim Farbfilter B |
| Rot Blau und Grün Blau zu Grün Blau und Grün. Blaugrün Blau
und Grün - |
| - Grün Blau und Rot Blau zu Rot Blau und Rot Purpur Blau und
Rot |
| Blau Grün und Rot Grün zu Rot Grün und Rot Gelb Grün und Rot |
Die drei Filter 9, 10 und 11 sind z. B. auf Schienen 7 und 8 beweglich angeordnet
und können als Einheit quer zu einem Lichtbündel der Lichtquelle bewegt werden,
so daß, wenn ein Filter in das Lichtbündel eingeführt ist, die anderen aus diesem
herausgezogen sind. Angenommen, daß das Farbfilter 9 grün und das Farbfilter 11
purpur ist und daß beide Farbfilter aus dem Lichtbündel herausgezogen sind: Das
Korrekturfilter 10 hat dann das gleiche Verhältnis der Durchlässigkeiten Blau zu
Rot wie das grüne Filter und dieselben Werte für Blau- und Rotdurchlässigkeiten
wie das Purpurfilter und befindet sich vollständig innerhalb des Lichtbündels. Wird
das grüne Filter 9 in das Lichtbündel eingeführt, dann wird das Korrekturfilter
10 entsprechend auf dem Lichtbündel herausbewegt, so daß in allen Stellungen
des Filters das Lichtbündel durch das eine oder das andere Filter oder durch Teile
beider Filter 9 und 10 unterbrochen wird. Ähnlich ist es, wenn das Purpurfilter
11. in das Lichtbündel eingeführt wird. Das Korrekturfilter 10 wird dann entsprechend
aus dem Lichtbündel herausbewegt, so daß in allen Stellungen des Filters das Lichtbündel
entweder durch das eine oder andere oder durch Teile beider Filter 10 und 11 unterbrochen
wird. Dadurch ist es, wie das die F i g. 2 zeigt, nie möglich, daß die beiden Farbfilter
9 und 11 das Lichtbündel gleichzeitig unterbrechen.
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Ist jedoch das Filter 10 viel schmaler als die Öffnung der Lichtmischvorrichiung,
dann können die Filter 9 und 11 das Lichtbündel gleichzeitig unterbrechen. Diese
ist eine zulässige alternative Ausbildung der Erfindung und hat den Vorteil, daß
die Geschwindigkeit der Änderung der Filtration mit der Bewegung der Filter weniger
veränderlich ist und die Gesamtintensität des Lichtes fast konstant verbleibt.
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Da das Korrekturfilter das gleiche Verhältnis der Blau-zu-Rot-Durchlässigkeiten
hat wie das Grünfilter, führt eine Veränderung der Filterstellung, bei der das grüne
Filter in das Lichtbündel eintritt, nicht zu einer Änderung des Verhältnisses der
Blau-zu-Rot-Intensität in dem ausströmenden Bündel.
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Die beiden Filter 9 und 10 bilden daher ein Mittel, um im Lichtbündel
die Verhältnisse der Farbanteile Grün zu Blau und Grün zu Rot unabhängig vom Verhältnis
Blau zu Rot in der gleichen Weise einzustellen wie bei den Filtern 1 und 2 nach
F i g. 1. Da das Korrekturfilter 10 die gleichen Rot- und Blauabsorptionen aufweist
wie das Purpurfilter 11, ändert eine. Verstellung einer Lage das Filter so, daß
das Purpurfilter in das Lichtbündel eintritt, weder das Verhältnis der Blau-zu-Rot-Intensitäten
im ausströmenden Bündel noch diese Intensitäten selbst. Die Dreierreihe der Filter
bildet somit ein Mittel, um die Verhältnisse Grün zu Blau und Grün zu Rot im Lichtbündel
unabhängig vom Verhältnis Blau zu Rot zu regeln, so daß die vorgenannten Grün-zu-Blau-
und Grün-zu-Rot-Verhältnisse entweder größer oder kleiner sein können als die Werte,
wenn das Korrekturfilter sich allein im Lichtbündel befindet. Den Wirkungen der
Unterschiede in den Blau- und Rotdurchlässigkeiten von grüner Farbe oder grünem
Glas und die ungewünschten Absorptionen in Blau und Rot des Purpurfarbstoffes oder
Glases wird mit einem einzigen Korrekturfilter entgegengewirkt.
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Ähnliche Verhältnisse ergeben sich, wenn das Farbfilter 9 blau oder
rot ist und das Korrekturfilter 10 und das Farbfilter 11 entsprechend der obigen
Tabelle ausgewählt sind. Die Filterreihe bildet ein Mittel, um die Verhältnisse
der Blau-zu-Grün- und Blau-zu-Rot-Gehalte des Lichtbündels unabhängig vom Grün-zu-Rot-Verhältnis
zu regeln, so daß diese entweder größer oder kleiner sind als die Verhältnisse des
Korrekturfilters bzw. die Verhältnisse der Rotzu-Blau- und Rot-zu-Grün-Gehalte des
Bündels unabhängig von dem Blau-zu-Grün-Verhältnis zu regeln, so daß diese entweder
größer oder kleiner sind als die Verhältnisse nur des Korrekturfilters.
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Den Wirkungen der Unterschiede der Grün- und Rotdurchlässigkeiten
von blauem Farbstoff oder Glas 9 und den ungewünschten Grün- und Rotabsorptionen
von gelbem Farbstoff oder Glas oder den Wirkungen der Unterschiede in Blau- und
Gründurchlässigkeiten von rotem Farbstoff oder Glas und den ungewünschten Absorptionen
von Blaugrünfarbstoffen oder Glas wird in dieser Weise entgegengewirkt.
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In F i g: 3 -haben die gleichen Teile die gleichen Bezugszahlen wie
in F i g. 1. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind zwei Filterreihen vorgesehen,
von denen jede zwei Farbfilter 14, 16 bzw. 17 und 19 und ein gemeinsames Korrekturfilter
15 bzw. 18 enthalten. Die Filter 17, 18 und 19 einer Reihe sind entsprechend den
Filtern 9, 10 und 11 nach F i g. 2 ausgesucht und werden dementsprechend benutzt.
Die Farbfilter 14 und 16 haben jedes eine geringere Durchlässigkeit in einem Bereich
des Spektrums. Diese Bereiche sind diejenigen, in denen das Farbfilter 17 seine
geringeren Durchlässigkeiten besitzt. In dem Bereich, in dem die beiden Filter 14
und 16 ihre größere Durchlässigkeit aufweisen, hat das Korrekturfilter 15 die gleiche
Durchlässigkeit wie die
Farbfilter 14 und 16. Dieser Bereich ist
auch der Bereich der größeren Durchlässigkeit des Farbfilters 17 und der Bereich
der geringeren Durchlässigkeit des Farbfilters 19, das nach dem Verfahren ausgewählt
ist, das für die Auswahl der Filter 9 und 11 in F i g. 2 beschrieben ist.
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Das Korrekturfilter 15 dient somit beiden Filtern 14 und 16, und es
ist daher erforderlich, daß die Filter 14 und 16 die gleiche Durchlässigkeit in
dem Bereich haben, in dem das Filter 17 seine größere Durchlässigkeit hart. Dieses
wird durch entsprechende Auswahl von Farbstoff oder Gläsern oder Mischungen von
Farbstoffen oder Gläsern für die Filter 14 und 15 erreicht. Dieses ist aus der folgenden
Tabelle klar ersichtlich, in der die möglichen Anordnungen beschriebensind:
| Farbfilter Korrekturfilter Farbfilter |
| Funktion |
| Schicht I Farbe I Funktion I Fehler und übliche Farbe Farbe
Funktion I Fehler |
| Obere Blau- absorbiert absorbiert absorbiert den Gelb absorbiert
absorbiert ein wenig |
| grün Rot etwas Grün gleichen Betrag Blau Grün und Rot. |
| und Blau von Grün wie Grünabsorption ist |
| Blaugrün- und die gleiche wie die |
| Gelbfilter. ROSA des Blaugrünfilters |
| Untere Purpur absorbiert absorbiert das gleiche Rot-zu- Grün
absorbiert Rot- und Blau- |
| Grün etwas Blau und Blau-Durchlässig- Rot und Durchlässigkeits- |
| ein wenig Rot keitsverhältnis wie Blau verhältnis, gleich |
| beim Grünfilter und wie beim Purpur- |
| die gleichen Rot- filter |
| und Blau-Durch- |
| lässigkeiten wie |
| beim Purpurfilter. |
| ORANGE |
| Obere Blau- absorbiert absorbiert absorbiert den Blau- absorbiert
absorbiert etwas |
| grün Grün etwas Blau und gleichen Betrag grün Rot Grün und
Blau. |
| ein wenig Rot von Blau wie die Blauabsorption die |
| Purpur- und Blau- gleiche wie die des |
| - grünfilter. Purpurfilters |
| ORANGE |
| Untere Gelb absorbiert absorbiert das gleiche Grün-zu- Blau
absorbiert das gleiche Grün-zu- |
| Blau ein wenig Grün Rot-Durchlässig- Grün -Rot-Durchlässig- |
| und Rot keitsverhältnis wie und Rot keitsverhältnis wie |
| beim Blaufilter und beim Gelbfilter |
| die gleiche Grün- |
| und Rotdurch- |
| lässigkeit wie beim |
| Gelbfilter |
| ORANGE |
| Obere Gelb I absorbiert absorbiert absorbiert den Purpur absorbiert
absorbiert etwas |
| Blau ein wenig Grün gleichen Betrag Grün Blau und ein wenig |
| und Rot. von Rot wie das Rot |
| Rotabsorption Gelb- und das |
| die gleiche wie Purpurfilter. |
| die des Purpur- FARBLOS |
| filters |
| Untere Blau- absorbiert absorbiert das gleiche Grün-zu- Rot
absorbiert das gleiche Grün-zu- |
| grün Rot etwas Grün Blau-Durchlässig- Grün Blau-Durchlässig- |
| und Blau keitsverhältnis wie und Blau keitsverhältnis wie |
| beim Rotfilter und beim Blaugrünfilter |
| die gleiche Grün- |
| und Blauabsorp- |
| tion wie beim |
| Blaugrünfilter. |
| ROSA |
Die beiden Filterreihen 14, 15 und 16 und 17, 18 und 19 sind z.
B. auf Schienen 7 und 8 und 12 und 13 als zwei Einheiten quer zu dem Lichtbündel
der Lichtquelle verschiebbar angeordnet, so daß, wenn ein Filter in jeder Reihe
in das: Lichtbündel eingeführt ist, ein anderes sich außerhalb desselben befindet.
Um eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Filterreihen zu vermeiden, ist es
erforderlich, im Eingang in die Lichtmischeinrichtung eine parallelogrammartig geformte
Öffnung 20 vorzusehen, deren Ecken in den Mittelpunkten der Seiten der Lichtmischvorrichtung
liegen. Die einzelnen Filter in der Reihe sind so miteinander verbunden, daß die
Verbindungslinien der einen Filterreihe parallel zum einen Seitenpaar des Parallelogramms
und die Verbindungslinien der anderen Reihe parallel zum anderen Seitenpaar des
Parallelogramms laufen. Eine abgewandelte Ausführungsform der parallelogrammartig
geformten Öffnung besteht darin, daß die Lichtmischvorrichtung selbst einen dem
Parallelogramm entsprechenden Querschnitt aufweist, um dadurch die gleiche Wirkung
mit einem geringeren Lichtverlust zu erreichen. Andere abweichende Anordnungen der
beiden Filterreihen, die benutzt werden können, um eine gegenseitige Beeinflussung
der Filterwirkungen der beiden Filterreihen entsprechend ihrer Anordnung zu vermeiden,
sind in den F i g. 4 und 5 dargestellt.
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In diesen Figuren haben die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen
wie in F i g. 1. Die Filter einer jeden Reihe sind in der gleichen Weise miteinander
verbunden wie die Filter 9, 10 und 11 in F i g. 2.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist zwischen den beiden Filterreihen
21, 22 und 23 und 24, 25 und 26 eine Lichtmischvorrichtung angeordnet, die aus einer
Spiegelkammer 28 und zwei Diffusoren 27 und 29, wie oben beschrieben, besteht und
die eine gegenseitige Einwirkung der Filterwirkungen in Abhängigkeit von den Stellungen
der Filter verhindert. Die Spiegelkammer und die Diffusoren können durch jede andere
Lichtmischvorrichtung ersetzt werden, wie das oben ausgeführt ist.
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In F i g. 5 sind zwei Filterreihen 32, 33 und 34 und 35, 36 und 37
auf z. B. Schienen 30 und 31 bzw. 38 und 39 als zwei quer zu dem Lichtbündel der
Lichtquelle verschiebbare Einheiten angeordnet. Hierbei hat die eine Filterreihe
35, 36 und 37 eine Bewegungsrichtung, die mit der Bewegungsrichtung der anderen
Filterreihe 32, 33 und 34 einen Winkel bildet. Alle Verbindungslinien zwischen den
Filtern und die Seiten der Eingangsöffnungen der Lichtmischvorrichtung sind der
einen oder der anderen Bewegungsrichtung parallel; wie das F i g. 5 zeigt, um dadurch
eine von deren Stellung abhängige, gegenseitige Beeinflussung der Filterwirkung
zu vermeiden.
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Angenommen, daß die Farbfilter 17 und 19 der F i g. 3 grün bzw. purpur
sind und das Korrekturfilter 18 entsprechend dem oben beschriebenen Verfahren gemäß
der Erfindung ausgewählt ist. Dann wirkt die Filterreihe in genau der gleichen Weise
wie - die Filterreihe 9, 10 und 11 der F i g. 2. Sind die Filter 14 und 16 blaugrün
bzw. gelb und befinden sie sich außerhalb des Lichtbündels, dann befindet sich das
Korrekturfilter 15, das die gleiche Grünabsorption hat wie das Blaugrün- und das
Gelbfilter, vollständig innerhalb des Lichtbündels. Wird das Blaugrünfilter in das
Lichtbündel eingeführt, dann bewegt sich entsprechend das Korrekturfilter aus diesem
heraus, so daß in allen Stellungen des Filters das Lichtbündel von einem oder dem
anderen Filter oder durch Teile beider Filter unterbrochen wird. In gleicher Weise
wird beim Einführen des Gelbfilters in das Lichtbündel das Korrekturfilter entsprechend
aus diesem herausbewegt, so daß in allen Stellungen des Filters das Lichtbündel
durch das eine oder das andere Filter oder durch Teile beider Filter, aber nie durch
die beiden Farbfilter unterbrochen wird, solange das Korrekturfilter nicht absichtlich
schmaler gemacht wird als die öffnung der Lichtmischvorrichtung, um die Veränderungen
in der Geschwindigkeit der Änderung der Filtration und der Gesamtintensität zu verringern.
Da das Korrekturfilter die gleiche Durchlässigkeit im grünen Bereich hat wie das
Blaugrün-und Gelbfilter, wird der Betrag des grünen Lichtes in dem ausströmenden
Lichtbündel nicht geändert, wenn die Stellung der Filter so geändert wird, daß entweder
das blaugrüne Filter oder das Gelbfilter in den Lichtstrahl eintreten. Diese drei
Filter 14, 15 und 16 bilden daher ein Mittel, um das Rot-zu-Grün-oder Blau- oder
das Blau-zu-Grün- oder Rot-Verhältnis des Lichtbündels ohne Änderungen der Intensität
des grünen Spektralbereiches einstellen zu können. Es ist offensichtlich, daß andere
Filtersätze, die entsprechend der Tabelle angeordnet sind, entsprechende Resultate
ergeben würden.
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Das vollständige Filtersystem entsprechend der beschriebenen Anordnung
ergibt daher ein Verfahren, die spektrale Zusammensetzung einer Beleuchtung; die
aus einer Lichtquelle und einer Lichtmischvorrichtung besteht, in jeder Richtung
zu verändern, d. h. wenn man die spektrale Zusammensetzung der Beleuchtung betrachtet,
wenn nur die zwei Korrekturfilter in Stellung sind, kann die Beleuchtung mehr rot,
weniger rot, mehr grün, weniger grün, mehr blau, weniger blau durch entsprechende
Betätigung von nur zwei Steuerungen gemacht werden, die die Stellungen der beiden
Filterreihen verändern.
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Das Verfahren gemäß der Erfindung ist insbesondere zum Herstellen
von Vergrößerungen von. Farbnegativen in einem bekannten Vergrößerungsapparat geeignet,
in dem ein Farbnegativ durch eine Lichtquelle beleuchtet wird und ein Bild des Negativs
auf einem Blatt eines photographischen Papiers abgebildet wird, das entwickelt werden
kann, um ein. farbiges Bild zu ergeben, wie z. B. das Ektacolor-Papier. Als Beispiele
von Filtern, die mit einer gasgefüllten Wolfram-Glühfadenlampe als Lichtquelle nach
dem Verfahren gemäß der Erfindung angewendet werden können werden die folgenden
angegeben:
| Kodak-Color-Korrekturfilter Nr. |
| Oberschicht ........... @ ... . CC 50 Blaugrün CC 10
Purpur CC 50 Gelb -I- CC 10 Purpur |
| Untere Schicht ............ CC 50 Purpur CC 10 Gelb
CC 50 Grün -I- CC 10 Gelb |