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DE1272729B - Kombinationsflugschrauber mit einem am Heck angeordneten Rotor - Google Patents

Kombinationsflugschrauber mit einem am Heck angeordneten Rotor

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Publication number
DE1272729B
DE1272729B DED47084A DED0047084A DE1272729B DE 1272729 B DE1272729 B DE 1272729B DE D47084 A DED47084 A DE D47084A DE D0047084 A DED0047084 A DE D0047084A DE 1272729 B DE1272729 B DE 1272729B
Authority
DE
Germany
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rotor
blade angle
angle adjustment
tail rotor
tail
Prior art date
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Pending
Application number
DED47084A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Gerhard Kannamueller
Karl-Heinz Kosziech
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dornier GmbH
Original Assignee
Dornier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dornier GmbH filed Critical Dornier GmbH
Priority to DED47084A priority Critical patent/DE1272729B/de
Priority to GB1770666A priority patent/GB1118117A/en
Priority to FR67008584A priority patent/FR1484732A/fr
Publication of DE1272729B publication Critical patent/DE1272729B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • Kombinationsflugschrauber mit einem am Heck angeordneten Rotor Die Erfindung betrifft einen Kombinationsflugschrauber mit einem am Heck angeordneten Rotor, dessen Drehachse parallel zur Flugzeuglängsachse liegt und dessen Schubkraft durch kollektive Blattwinkelverstellung veränderbar ist.
  • Es sind Kombinationsflugschrauber bekannt, bei denen im Heck eine ummantelte Luftschraube vorgesehen ist, deren Drehachse parallel zur Flugzeuglängsachse liegt und die den erforderlichen Vortrieb liefert. Die Heckschraube ist fest angeordnet, jedoch sind für Zwecke der Steuerung bzw. des Drehmomentenausgleiches besondere Leitflächen in bzw. hinter der Luftschraubenummantelung vorgesehen.
  • Bei diesem bekannten Kombinationsflugschrauber erfolgt die Giersteuerung im Schnellflug durch ein Ruder, das hinter der Luftschraubenummantelung angeordnet ist. Um im Schwebeflug den Drehmomentenausgleich durchführen zu können, wird durch eine besondere Umschalteinrichtung das Ruder extrem weit, z. B. 70°, ausgeschlagen und in dieser Lage fixiert. Auf diese Weise wird der Luftschraubenstrahl umgelenkt. Hierzu muß das Ruder sehr groß ausgebildet sein. Bei dieser Einstellung für den Schwebeflug wird die kollektive Blattwinkelverstellung des Heckrotors beeinflußt, so daß die Schubkraft des Heckrotors erhöht oder vermindert werden kann. Auf diese Weise ist der Drehmomentenausgleich möglich. Andererseits wird durch die erwähnte Umschalteinrichtung im Schnellflug sichergestellt, daß die Blattwinkeleinstellung des Rotors unverändert bleibt und nur das Ruder zur Giersteuerung bewegt wird.
  • Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, daß das Ruder sehr groß ausgebildet sein muß, um während des Schwebefluges die Luftschraubenstrahlumlenkung durchzuführen. Dadurch wird das Ruder auch gewichtsmäßig sehr schwer, was sich im Schnellflug nachteilig bemerkbar macht, da immer die großen Rudermassen bewegt werden müssen. Außerdem ist im Schnellflug der Wirkungsgrad einer Mantelschraube nicht günstig. Auch im Schwebeflug ist eine solche Art der Steuerung mit Luftschraubenstrahlumlenkung wegen der damit verbundenen Verluste wenig wirksam.
  • Eine andere bekannte Möglichkeit sieht ebenfalls im Heck eines Hubschraubers eine ummantelte Luftschraube vor. Hierbei ist die gesamte Luftschraube mit Ummantelung derart verschwenkbar, daß die Drehachse der Luftschraube wahlweise parallel zur Flugzeuglängsachse oder quer dazu einstellbar ist.
  • Diese bekannte Anordnung einer schwenkbaren Heckschraube erfordert zwei Winkelgetriebe im Heck und benötigt eine komplizierte Steuerungseinrichtung, da besondere Maßnahmen für die Steuerung vorgesehen werden müssen, denn für eine im Schwebeflug querliegende Rotordrehachse gelten völlig andere Bedingungen für die Blattwinkelverstellung als für eine im Schnellflug parallel zur Flugzeuglängsachse liegende Drehachse. Ferner sind die Winkelgetriebe allein schon wegen ihres Gewichtes sehr nachteilig.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen schnellfliegenden Kombinationsflugschrauber zu schaffen, der mit einem im Heck angeordneten Rotorsystem sowohl Vortrieb erzeugt als auch die Giersteuerung bzw. den Drehmomentenausgleich durchführt, der aber die Nachteile der bekannten Einrichtungen, nämlich schwere Schwenk- oder Winkelgetriebe und komplizierte Steuerungseinrichtungen nicht aufweist. Darüber hinaus sollen übermäßig große Ruder und die damit verbundene unerwünschte Gewichtsvermehrung vermieden werden.
  • Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Giersteuerung und der Drehmomentenausgleich durch zyklische Blattwinkelverstellung erfolgt. Durch die kollektive Blattwinkelverstellung wird in üblicher Weise die Schubkraft beeinflußt. Durch die zyklische Blattwinkelverstellung wird eine Schlagbewegung der Heckrotorblätter verursacht. Dadurch erfährt die Schubresultierende, die etwa senkrecht zur Blattspitzenebene steht, eine Neigung. Man kann daher durch eine entsprechende zyklische Blattwinkelverstellung im Schwebeflug und Langsamflug eine Neigung der Schubresultierenden und somit eine seitliche Schubkomponente erzeugen und diese Seitenschubkomponente für den Drehmomentenausgleich und die Giersteuerung heranziehen. Diese Schubvektorsteuerung ließe sich zwar ebenso für die gesamte Steuerung des Kombinationsflugschraubers verwenden, besondere Bedeutung kommt ihr jedoch für die Giersteuerung und den Drehmomentenausgleich zu.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird für die Blattwinkelverstellung des Heckrotors eine Taumelscheibe verwendet, wobei die zyklische Blattwinkelverstellung nur einen Freiheitsgrad besitzt.
  • Da für die Schubvektorsteuerung beim Drehmomentenausgleich eine verhältnismäßig große Winkeländerung des Schubvektors erforderlich ist, müssen die durch die zyklische Blattwinkelverstellung auftretenden Schlagbewegungen eine verhältnismäßig große Amplitude aufweisen. Die Schlagamplitude beträgt dabei ein Mehrfaches der sonst bei Hubschrauberrotoren üblichen Schlagwinkelamplituden. Bei einem Heckrotor, der mit den üblichen Schlaggelenken versehen ist, treten aber bei derart großen Schlagamplituden Corioliskräfte auf, die in den Rotorblättern hohe Schwenkbiegemomente erzeugen. Es Müßten daher zusätzlich noch Schwenkgelenke vorgesehen werden. Die Verwendung von Schwenkgelenken bringt aber in gewissem Umfang wieder die Gefahr mechanischer Instabilität mit sich und erfordert unter Umständen eine Dämpfung der Schwenkbewegung.
  • Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, erfolgt daher gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung der Antrieb des Heckrotors über ein bekanntes Gleichlaufgelenk. Das zentrale Gleichlaufgelenk ergibt einen halbstarren Heckrotor mit zentralem Schlaggelenk und überträgt neben dem Drehmoment auch den Rotorschub. Der Vorteil dieser Ausbildung mit Gleichlaufgelenk liegt darin, daß die Vielzahl der herkömmlichen Schlag- und Schwenkgelenke für jedes Rotorblatt sich völlig erübrigt und daß die Gelenke nicht mehr wie bisher in einem gewissen Abstand von der Rotorachse angeordnet sind, sondern daß jetzt der Gelenkmittelpunkt genau im Drehzentrum liegt. Auch sehr große Schlagwinkel können ohne Schwierigkeiten zugelassen werden und in jedem Fall bleibt die Umlaufgeschwindigkeit der Rotorflügel stets konstant, es ist also ein völliger Gleichlauf immer gewährleistet.
  • Das vom Heckrotor auszugleichende, vom Hauptrotor eingeführte Drehmoment hängt von der Leistungsaufnahme des Hauptrotors ab. Diese wird bekanntlich durch die kollektive Blattwinkeleinstellung des Hauptrotors gesteuert. Die Rotorleistung ist im ganzen Flugbereich etwa dem kollektiven Einstellwinkel am Hauptrotor proportional und erreicht im Autorotationszustand des Hauptrotors den Wert Null, wenn auch dieser seinen geringsten Blattwinkel aufweist. Da in diesem Zustand der Autorotation kein Momentenausgleich mehr notwendig ist, ist nur noch eine ganz geringe Schubresultierende am Heckrotor erforderlich. Es ist daher gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung, wie es bereits bekannt ist, die kollektive Blattwinkelverstellung des Heckrotors mit der kollektiven Blattwinkelverstellung des Hauptrotors gekoppelt, wobei der Heckrotor zusätzlich auch unabhängig von der Blattwinkelverstellung des Haupt- i rotors, z. B. über einen Mischhebel, willkürlich beeinflußbar ist.
  • Das Triebwerk hält im Schwebeflug und Vorwärtsflug seine Drehzahl konstant. Je nach der augenblicklichen kollektiven Blattwinkeleinstellung und der i Vorwärtsgeschwindigkeit und der Fluglage verändert sich die Aufteilung der gesamten Triebwerksleistung auf den Hauptrotor und den Heckrotor. Wie hinsichtlieh des. Auftriebes im Schnellflug der Hauptrotor entlastet ist und nur noch einen Teil des Auftriebes liefert, so wird auch der Vortrieb zwischen Hauptrotor und Heckrotor aufgeteilt. Der große Vorteil der Anordnung besteht darin, daß hierbei kein Eingriff in das Hauptgetriebe erforderlich ist.
  • Die Vorteile der Erfindung liegen besonders darin, daß für den Heckrotor keine besonderen Getriebe für Umlenkung oder Drehung benötigt werden. Für die Heckrotorsteuerung können die bekannten auf die zyklische und allgemeine Blattwinkelverstellung wirkenden Einrichtungen, wie Spinne oder Taumelscheibe, verwendet werden. Dabei sind die Verstellkräfte für diese Steuereinrichtungen sehr gering und der Heckrotor reagiert außerordentlich schnell auf jede zyklische Blattwinkelverstellungsänderung. Die Trennung der Steuerfunktionen im Heckrotor ist sehr einfach und übersichtlich. Da stets auch eine nach vorn gerichtete Schubkomponente vorhanden ist, muß die Schubresultierende des Hauptrotors etwas nach hinten geneigt sein, um im Schwebeflug den Schub des Heckrotors ausgleichen zu können. Zwar ist im Schwebeflug nur ein Teil des Heckrotorschubes, nämlich seine Seitenkomponente, für den Drehmomentenausgleich verwendbar, jedoch stellt dies insofern keinen Nachteil dar, als der Heckrotor ja für die Vortriebserzeugung im Schnellflug dient und an sich schon eine höhere Leistung deswegen installiert werden muß, so daß die Schubkraft der Seitenkomponente durchaus für den Drehmomentenausgleich ausreichend ist.
  • An Hand der Zeichnungen wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert.
  • F i g. 1 zeigt eine Übersicht der Anordnung in einem Kombinationsflugschrauber; F i g. 2 stellt das Prinzip der Heckrotorsteuerung dar; F i g. 3 a und 3 b zeigen schematisch die Schlagbewegung der Heckrotorblätter; F i g. 4 zeigt den Rotorkopf für den Heckrotor in einer Ansicht quer zur Antriebswelle, wobei Teile gemäß Schnittlinie A-B der F i g. 5 im Schnitt dargestellt sind, und F i g. 5 zeigt den Rotorkopf für den Heckrotor in Drehachsenrichtung von hinten gesehen.
  • In F i g. 1 ist die Anordnung des Heckrotors und sein Anschluß an die Antriebsanlage in einem Hubschrauber schematisch dargestellt. Im Rumpf 1 ist ein Triebwerk 2 untergebracht. An das Triebwerk 2 ist ein Getriebe 3 angeschlossen, über das der Hauptrotor 4 mechanisch angetrieben wird. Außerdem führt vom Getriebe 3 eine Abzweigung über die Welle 5 zum Heckrotor 6. Der Flugschrauber trägt ferner noch Flügelstummel ? zur Entlastung des Hauptrotors 4 im Schnellflug. Die Höhenflossen 8 liegen im Schwebeflug im Abwindstrahl des Hauptrotors 4, um, ausgehend vom Schwebeflug, mit zunehmender Geschwindigkeit ein plötzliches Vertrimmen des Flugschraubers zu vermeiden. Im Heck befindet sich ein Seitenleitwerk mit der festen nach unten weisenden Flosse 10 und dem oben aufgesetzten Ruder 9. Die Flosse 10 trägt an ihrem unteren Ende einen Sporn 11.
  • An Hand der F i g. 2 ist nachfolgend die Wirkungsweise der Heckrotorsteuerung beschrieben. Der Antrieb der beiden Rotorblätter 12 des Heckrotors 6 erfolgt mechanisch über die Welle 5. Dem Heckrotor ist eine Taumelscheibe 13 zugeordnet. Mit ihrer Hilfe kann der Heckrotor nicht nur eine allgemeine Blattwinkelverstellung, sondern auch eine zyklische Blattwinkelverstellung erfahren. Für die zyklische Blattwinkelverstellung, die der Giersteuerung dient, werden üblicherweise die Pedale 16 vom Piloten verstellt. Über ein Verbindungsgestänge 17, 18 und 19 wird die Taumelscheibe 13 um ein Gelenk 14 geneigt. Die Neigung der Taumelscheibe 13 wird über die Stoßstangen 15 auf die Rotorblätter 12 übertragen.
  • Die kollektive Blattwinkelverstellung für den Heckrotor erfolgt vom Piloten über den Hebel 23 und das Gestänge 24, 25, 26. Hierbei wird die Taumelscheibe, wie durch Pfeile angedeutet ist, in Längsrichtung der Drehachse des Heckrotors verschoben und dadurch in üblicher Weise über die Stoßstangen 15 der Blatteinstellwinkel des Heckrotors gleichsinnig verändert. Diese kollektive Blattwinkelverstellung des Heckrotors ist mit der kollektiven Blattwinkelverstellung des Hauptrotors 4 gekoppelt. Dies erfolgt durch die an den Hebel 23 angeschlossene Verbindung 44 zum gestrichelt eingezeichneten Hauptrotor. Es ist daraus ersichtlich, daß bei minimalem kollektivem Blattwinkel am Hauptrotor, also im Fall der Autorotation, auch am Heckrotor der kollektive Blatteinstellwinkel seinen minimalsten Wert aufweist. Es ist jedoch eine weitere Verstellmöglichkeit für den kollektiven Blattwinkel des Heckrotors vorgesehen, die unabhängig vom kollektiven Blattwinkel des Hauptrotors wirksam werden kann und über das als Misch- oder Differentialhebel ausgebildete Gestänge 25 auf die Taumelscheibe 13 einwirkt. Auf dem Steuerknüppel 29 ist ein Schaltknopf 30 vorgesehen, mit dem der Pilot über einen Stellmotor 28 den kollektiven Blattwinkel am Heckrotor bedarfsweise verändern kann. Diese Möglichkeit dient vor allem der Schubsteuerung im Schnellflug.
  • In F i g. 3 a ist der Heckrotor dargestellt, dem durch die zyklische Blattwinkelverstellung eine Schlagbewegung aufgedrückt wird, so daß sich die Blätter 12 um das Schlaggelenk 32 in die gestrichelt eingezeichnete Stellung 12' einstellen. Durch diese Schlagbewegung erfährt der Schub eine Richtungsänderung, wie durch den Pfeil S angedeutet ist. Bei der Verwendung von Schlaggelenken 32 treten aber Schwierigkeiten auf, die den Einbau von Schwenkgelenken für die Rotorblätter 12 erforderlich machen würden. In F i g. 3 b sind diese besonderen Schwenkgelenke vermieden. Der Heckrotor ist mit einem Gleichlaufgelenk G ausgerüstet.
  • An Hand der F i g. 4 und 5 werden einige Einzelheiten über die Heckrotorsteuerung und das verwendete Gleichlaufgelenk G beschrieben. Es ist hier z. B. ein dreiblättriger Heckrotor angenommen. Die vom Hauptgetriebe 3 kommende Antriebswelle 5 endet in einem kugeligen Teil 33. Auf der Antriebswelle 5 sitzt die Taumelscheibe 13, die um das Gelenk 14, z. B. in die gestrichelt eingezeichnete Lage geschwenkt werden kann. Von der Taumelscheibe führt die Stoßstange 15 zum Rotorkopf des Heckrotors und wirkt dort über den Hebel 34 auf das jeweils zugeordnete Rotorblatt 12. Der Hebel 34 umfaßt mit seinem einen Ende 35 halbkreisförmig einen Zapfen 37 im Fuß des Rotorblattes und ist außerdem mit der Wurzel 42 des Rotorblattes durch Schrauben oder Bolzen 36 verbunden. Das Rotorblatt bzw. seine Wurzel 42 ist durch ein Lager 43 auf dem Zapfen 37 drehbar gelagert, so daß durch Verschieben des Armes 34 in die gestrichelt eingezeichnete Lage das Rotorblatt um den Zapfen 37 in eine andere Einstellwinkellage gedreht wird.
  • Die wesentlichen Teile des Gleichlaufgelenkes G sind aus der F i g. 4 ersichtlich und bestehen aus dem kugeligen Teil 33 der Antriebswelle 5 und dem diesem Teil angepaßten Zapfen 37 am Fuß des Rotorblattes. In dem kugeligen Teil 33 der Welle 5 sind mehrere Nuten 39 und entsprechende Nuten 39' im Zapfen 37 des Rotorfußes angeordnet. In die Nuten sind Kugeln 38 eingelegt. Das Drehmoment wird von der Antriebswelle 5 durch die Kugeln 38 und die Nuten 39, 39' auf den Rotor übertragen. Bei einer zyklischen Blattwinkelverstellung können die einzelnen Rotorblätter um den kugeligen Teil 33 verschwenkt werden, wobei die Kugeln 38 in den Nuten 39 abrollen. Dadurch ist auch bei großen Schlagwinkeln eine ungestörte Schlagbewegung und ein völlig gleichförmiges Umlaufen des Heckrotors möglich. Eine Abdeckplatte 40 ist durch Bolzen oder Schrauben 41 befestigt und schließt das Gleichlaufgelenk G nach hinten ab.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Kombinationsflugschrauber mit einem am Heck angeordneten Rotor, dessen Drehachse parallel zur Flugzeuglängsachse liegt und dessen Schubkraft durch kollektive Blattwinkelverstellung veränderbar ist, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß die Giersteuerung und der Drehmomentenausgleich durch zyklische Blattwinkelverstellung erfolgt.
  2. 2. Kombinationsflugschrauber nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Taumelscheibe (13) für die Blattwinkelverstellung des Heckrotors (6), wobei die zyklische Blattwinkelverstellung nur einen Freiheitsgrad besitzt.
  3. 3. Kombinationsflugschrauber nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Heckrotors (6) über ein bekanntes Gleichlaufgelenk (G) erfolgt.
  4. 4. Kombinationsflugschrauber nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kollektive Blattwinkelverstellung des Heckrotors (6) mit der kollektiven Blattwinkelverstellung des Hauptrotors (4) gekoppelt ist, wobei der Heckrotor zusätzlich auch unabhängig von der Blattwinkelverstellung des Hauptrotors, z. B. über einen Mischhebel (Gestänge 25), willkürlich beeinflußbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1136 580, 1144 116; USA.-Patentschriften Nr. 2 479 549, 3 138 349; W. J u s t, »Steuerung und Stabilität von Drehflügel-Flugzeugen«, herausgegeben von der deutschen Studiengemeinschaft Hubschrauber e. V., 1957, S. 74, vorletzter Absatz; W. J u s t, »Hubschrauber und Vertikalstartflugzeuge«, Verlag Flugtechnik Stuttgart, 1963, S.26, Abb. 2.4.
DED47084A 1965-04-22 1965-04-22 Kombinationsflugschrauber mit einem am Heck angeordneten Rotor Pending DE1272729B (de)

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