[go: up one dir, main page]

DE1272539B - Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten

Info

Publication number
DE1272539B
DE1272539B DEM24899A DEM0024899A DE1272539B DE 1272539 B DE1272539 B DE 1272539B DE M24899 A DEM24899 A DE M24899A DE M0024899 A DEM0024899 A DE M0024899A DE 1272539 B DE1272539 B DE 1272539B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dicarboxylic acids
saturated
monoalkanolamine
cyclizable
nitrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM24899A
Other languages
English (en)
Inventor
Reymond E Holmen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
3M Co
Original Assignee
Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Minnesota Mining and Manufacturing Co filed Critical Minnesota Mining and Manufacturing Co
Publication of DE1272539B publication Critical patent/DE1272539B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G63/685Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing nitrogen
    • C08G63/6854Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing nitrogen derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/6858Polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds in which at least one of the two components contains aliphatic unsaturation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G63/685Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing nitrogen
    • C08G63/6854Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing nitrogen derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L67/06Unsaturated polyesters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Deutsche Kl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C08g
B 05 c
39c-10
55f-16
P 12 72 539.2.-44 (M 24899)
19. Oktober 1954
11. Juli 1968
Die Erfindung betrifft die Herstellung stickstoffhaltiger Polyesterpolymerisate, die in organischen Lösungsmitteln löslich sind und konzentrierte Lösungen niedriger Viskosität bilden, die sich zur Imprägnierung von Papier od. dg. eignen.
Es sind bereits stickstoffhaltige Esterpolymerisate hergestellt worden. Diese bekannten Produkte unterscheiden sich aber in mehrfacher Hinsicht von den neuartigen Polymerisaten der vorliegenden Erfindung. Insbesondere sind bisher hochmolekulare Amid-Ester-Polymerisate hergestellt worden, die durch Erhitzen in Gegenwart geringer Peroxydkatalysatormengen weiter umgesetzt bzw. gehärtet werden konnten. Derartige Polymerisate müssen aber aktivierte Doppelbindungen enthalten und können in vielen Fällen nur in Mehrstufenverfahren hergestellt werden.
Im Gegensatz dazu brauchen die erfindungsgemäß hergestellten Polymerisate keine aktivierten olefinischen Bindungen aufzuweisen; sie werden vorzugsweise nach einem Einstufenverfahren hergestellt, in welchem alle Bestandteile gleichzeitig miteinander erhitzt werden, und sie polymerisieren oder erhärten nicht unter dem Einfluß der üblichen kleinen Mengen (z. B. 1 bis 5 %) Peroxydkatalysatoren.
Ferner ist es aus der U SA.-Patentschrift 2559440 und der britischen Patentschrift 665 309 bekannt, bestimmte Aminoalkohole mit Dicarbonsäuren und anderen Säuren umzusetzen. In den französischen Patentschriften 1089 645 und 1064 481 wird die Umsetzung von Gemischen aus gesättigten und ungesättigten Dicarbonsäuren mit Äthanolaminen unter Mitverwendung von Glykol beschrieben. Die nach diesen bereits bekannten Verfahren erhältlichen Produkte entsprechen hinsichtlich ihrer Eigenschaften jedoch nicht den erfindungsgemäßen speziellen Polymerisaten, denn die genau begrenzte Zusammensetzung des erfindungsgemäß verwendeten Dicarbonsäuregemisches führt nur zu einem ganz bestimmten Typ von Polymerisaten.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten aus gesättigten Dicarbonsäuren und/oder ungesättigten Dicarbonsäuren einerseits sowie Aminoalkoholen und Glykolen andererseits durch Kondensation in der Wärme unter kontinuierlicher Entfernung des Kondensationswassers vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man praktisch äquimolekulare Mengen von
Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten
Anmelder:
Minnesota Mining and Manufacturing Company, Saint Paul, Minn. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke
und Dipl.-Ing. H. Agular, Patentanwälte, 8000 München 27, Pienzenauer Str. 2
Als Erfinder benannt:
Reymond E. Holmen,
Saint Paul, Minn. (V. St. A.)
in der Kette aufweisen, wobei die Carboxylgruppen an voneinander getrennten, gesättigten aliphatischen Kohlenstoffatomen sitzen, ferner 9 bis 20% Malein-, Fumar-, Itacon- oder Citraconsäure oder deren Anhydride oder nichtkonjugiert ungesättigte Addukte von Maleinsäureanhydrid mit konjugierten Dienen und
(b) einem Phenyldiäthanolamin, allein oder in Kombination mit einem nichtcyclisierbaren Monoalkanolamin, einem nichtcyclisierbaren, am Stickstoffatom durch einen Kohlenwasserstoffrest substituierten Monoalkanolamin, einem Glykol oder Gemischen dieser Verbindungen verwendet,
wobei das als Komponente (b) stets verwendete Phenyldiäthanolamin in einer Menge von mindestens einer
N-Arylgruppe
für je 100 Atome in der diese Gruppen verbindenden Polymerkette enthalten ist.
Durch das Phenyldiäthanolamin werden reaktionsfähige Stellen geschaffen. Von dieser Verbindung muß, wenn kein Monoalkanolamin mit einer primären Aminogruppe dabei ist, so viel in dem Polymerisat enthalten sein, daß wenigstens eine
N-Arylgruppe
(a) Dicarbonsäuren, von denen wenigstens 80 bis
91 °/0 gesättigte oder nichtkonjugiert ungesättigte I
Dicarbonsäuren sind, die mindestens 4 C-Atome für je 100 Atome in der Polymerkette vorliegt, bzw.
809 569/572
es muß, wenn durch das Phenyldiäthanolamin nicht analytisch bestimmten Säurezahl berechnet. Diese
wenigstens eine Dimeren können noch in geringem Maße konjugiert
I ungesättigt sein; sie werden aber für den vorliegenden
N ArvleruDoe Zweck als praktisch nichtkonjugiert ungesättigt be-
■ " y s PF 5 trachtet.
Die obengenannten Verbindungen werden zusammen
für je 50 Atome in der Kette vorhanden ist, ein solches mit 525 Gewiehtsteilen Xylol in einem geschlossenen Monoalkanolamin dabei sein. Außer dem Phenyl- Reaktionsgefäß unter Stickstoff unter beständigem diäthanolamin in der angegebenen Menge können Rühren erhitzt, wobei die entstehenden Dämpfe unnichtcyclisierbare, nicht am N substituierte Mono- io unterbrochen kondensiert werden und das Xylol in alkanolamine und am N durch Kohlenwasserstoffrest das Reaktionsgefäß zurückgeleitet, das Wasser dagegen substituierte Monoalkanolamine, z. B. N-Phenyl- unmittelbar abgeleitet wird. Später werden von Zeit monoäthanolamin, N - Butylmonopropanojamin, zu Zeit gewisse Mengen des Xylols abgenommen, N-Benzylmonoäthanolamin, N-Cyclohexyläthanol- damit die Temperatur langsam bis auf die gewünschte amin, wie auch stickstofffreie Glykole, Polyäthylen- 15 Höhe ansteigt. Der Ansatz wurde 8 Stunden auf 140 glykole und Polypropylenglykole benutzt werden. bis 1800C, 8 Stunden auf 185 bis 2000C und 2 Stunden In jedem Fall müssen die in diesen Komponenten auf 200° C erhitzt. Das Produkt wurde dann abgekühlt, enthaltenen reaktionsfähigen Amino- und Hydroxyl- Bis zu einem Festkörpergehalt von 61°/0 (er wurde gruppen praktisch der Zahl der in den sauren Korn- durch Abwägen einer bis auf konstantes Gewicht in ponenten enthaltenen reaktionsfähigen Carboxyl- 20 einem Ofen bei 100°C erhitzten Probe, d.h. des vergruppen entsprechen. Wenigstens 80 bis 91°/0 dieser bleibenden Rückstandes, bestimmt) wurden Isosauren Komponenten müssen, auf molare Basis be- propanol und Xylol zugegeben. Die entstehende klare zogen, gesättigte oder nichtkonjugiert ungesättigte Lösung hatte eine Gardner-Holt-Viskosität von Z Dicarbonsäuren mit wenigstens 4 C-Atomen in der bis Z-I. Isopropanol verhielt sich zum Xylol in der Kette sein. Bis zu 20 % der gesamten molaren Menge 25 Lösung wie etwa 2:1. Die Säurezahl des Harzes der Dicarbonsäuren können aus Malein-, Fumar-, war 11,3. Itacon- oder Citraconsäure oder deren Anhydriden,
oder dem Addukt von Maleinsäureanhydrid mit . . einem konjugierten Dien, z. B. Butadien oder Cyclo- Beispiel 2 pentadien, bestehen. 30 Penyldiäthanolamin 1,65 Mol
Die erfindungsgemäß erzielbaren niedrigmolekularen Polyäthylenglykol 2,02 Mol
Polymerisate mit sowohl Ester- als auch Amino- Monoäthanolamin 1,33 Mol
oder Amid ogruppen sind in billigen Lösungsmitteln Sebacinsäure 4,55 Mol
oder Lösungsmittelgemischen, ζ. B. Xylol-Isopropanol- Maleinsäureanhydrid 0,45 Mol
Gemischen, löslich. Diese löslichen Polymerisate 35
werden besonders als Imprägniermittel zur In-sich- Die Reaktionsteilnehmer wurden in Gegenwart von
Verfestigung porösen Papiers bei der Herstellung von Xylol wie im Beispiel 1 8 Stunden auf 142 bis 187°C starken, zähen, biegsamen, ölfesten Bögen oder und 8 Stunden auf 187 bis 2000C miteinander erhitzt.
Blättern verwendet, die zu Dichtungen, Trägern für Die Säurezahl des Polymerisats war 17,4. Die Lösung wasser- und ölfeste, mit Schleifmittel überzogene 40 in Isopropanol—Xylol hatte bei einem Festkörper-Bögen und insbesondere zur Herstellung von bieg- gehalt von 60% die Gardner-Holdt-Viskosität von samen, zu einem Ganzen verbundenen Unterlagen etwa Z.
und durchschlagfesten Isolierbändern geeignet sind. Ein Teil des Polymerisats wurde aus der Lösung
Diese zu einem Ganzen verbundene, faserige zurückgewonnen und in Isopropanol und Essigsäure Streifenunterlage ist lösungsmittelfest, biegsam und 45 wiederum aufgelöst. Dieses Gemisch wurde dann in nachgiebig, wetterbeständig und löst sich nicht ab, einer Lösung in Isopropanol und Wasser, die kongowenn der Streifen von Flächen abgezogen wird, mit sauer gemacht war, mit diazotierten! p-Nitroanilindenen er zeitweilig fest verbunden war. hydrochlorid gekuppelt. Die Farbe ging sofort in ein
Viele der zur Herstellung der neuartigen Streifen- sehr tiefes Rot über; es hatte sich also ein Diazofarbunterlagen benutzten Massen besitzen neben der Öl- 50 stoff aus dem Amid-Ester-Polymerisat gebildet, und der Wetterfestigkeit eine außergewöhnlich hohe
elektrische Durchschlagfestigkeit.
Beispiel 3 Beispiell
n, ,,...,, , . ^α,γτ innnr, · ,. * ·ι Phenyldiäthanolamin 5 Mol
Phenyldiathanolarnm .. 6 Mol 1090 Gewichts ei e Monoäthanolamin 5 Mol
Dimensierte Fettsauren 1,5 Mol 910 Gewichtstelle ^Viarinsiinrp 4 56 MnI
Diglykolsäure 3,96 Mol 538 Gewichtsteile AdiSSure 4 54 Mol
Maleinsäureanhydrid .. 0,54 Mol 53 Gewichtsteile Maleinsäureanhydrid ...Υ..'.'...'. θ',9 Mol
DO
Die dimerisierten Fettsäuren können durch Polymerisation der Fettsäuren von trocknenden oder halb- Die Reaktionsteilnehmer wurden wie in den vortrocknenden Ölen, z. B. Leinsamen-, Sojabohnen- hergehenden Beispielen in Xylol 5 Stunden auf 145 oder Baumwollsamenöl nach einem der bekannten bis 1630C, 4 Stunden auf 163 bis 185° C und 5 Stunden Verfahren hergestellt werden (vgl. zum Beispiel 65 auf 195 bis 204° C erhitzt. Das Produkt hatte die Säure-C: C. G ö b e 1, »Polymerisation of Unsaturated Fatty zahl 14,3. Die Viskosität in Isopropanol—Xylol Acids«, Journal of the American Oil Chemists Society, betrug bei 60% Festkörpergehalt Z-2 (Gardner— März 1947). Die anzuwendende Menge wird aus der Holdt).
5 6
Beispiel 4 Bei Temperaturen unter 500C bildet eine 60%ige
Phenyldiäthanolamin 7 Mol L«fng in. lsT^°l~^ll°} T^ weichen'
Monoäthanolamin 3 Mol schlammartigen Brei Beim Erhöhen der Temperatur
Adipinsäure 91 Mol blIdet sich eine fließfähige Lösung, die Saugpapiere
Maleinsäureanhydrid''..''..'.''.'.'.'.'.'.'. Q,9 Mol 5 gut durchdringt und imprägniert. Man kann die Lös-
hchkeit verbessern, wenn man den Anteil an Mono-
Das Gemisch in Xylol wurde 6 Stunden auf 142 äthanolamin verringert und den an Phenyldiäthanolbis 2000C und 2,5 Stunden auf 200 bis 2050C erhitzt, amin erhöht,
wobei ständig das Wasser abgezogen wurde und ein
Polymerisat mit der Säurezahl 9,9 entstand, dessen io Beisniel9
Lösung in Isopropanol—Xylol bei 60% Festkörpergehalt die Gardner-Holdt-Viskosität Z-A hatte. Phenyldiäthanolamin 1,0 Mol
Bernsteinsäure 0,91 Mol
_ . . , _ Maleinsäureanhydrid 0,09 Mol
B eispiel 5
Phenyldiäthanolamin 5 Mol Wenn man diese Bestandteile wie oben beschrieben
Monoäthanolamin 5 Mol jn xyioi umsetzte, entstand ein Produkt mit der Säure-
Sebacinsäure 9,1 Mol zahl 10, das in einer 62%igen Lösung eine Gardner-Maleinsäureanhydrid 0,9 Mol Holdt-Viskosität von V-W hatte.
2o Wenn eine beträchtliche Menge der benutzten Di-Wenn die Reaktionsteilnehmer in Xylol 3,5 Stunden carbonsäure ζ. B. aus Diglykol- oder Glutarsäure auf 138 bis 17O0C, 31^ Stunden auf 170 bis 2000C besteht, also zu Säuren gehört, die leicht cyclische und 3 Stunden auf 200 bis 2050C erhitzt wurden, Imide bilden, sollen Monoalkanolamine nicht oder entstand ein Polymerisat mit der Säurezahl 12,6. nur in beschränktem Umfange benutzt werden, da Während der Reaktion wurden 97,5 °/0 des theoretisch 25 die Bildung eines cyclischen Imids das erforderliche gebildeten Wassers entfernt. Wenn man mit Iso- Anwachsen der Polymerkette verhindert,
propanol bis zu einem Feststoffgehalt von 60% ver- In einigen der hier beschriebenen Beispiele werden
dünnte, hatte die entstehende Lösung eine etwas höhere Monoalkanolamine in Verbindung mit dem Phenyl-Viskosität, als dem Wert Z-3 auf der Gardner-Holdt- diäthanolamin angewandt. In diesen Fällen wird die Skala entspricht. 30 Löslichkeit des entstehenden Polymerisats, wie z. B.
aus Beispiel 8 ersichtlich, durch Verwendung eines Beispiel 6 kurzkettigen linearen Monoalkanolamins, z. B. von
Phenyldiäthanolamin 4 Mol Monoäthanolamin in Mengen, die über die Hälfte
Dimerisierte Linolsäure 2 Mol der ™htamren Reaktionsteilnehmer liegen, herab-
Bernsteinsäure 1 64 Mol 35 8esetzt· Wenn man das Monoäthanolamin durch ein
Maleinsäureanhydrid''.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. θ',36 Mol verzweigtkettiges primäres Alkanolamin, z. B. Mono-
isopropanolamin oder 2-Amino-l-butanol, ersetzt,
Die Umsetzung wurde wie oben beschrieben durch- wird andererseits die Löslichkeit des polymeren Pro geführt, bis eine 62%ige Lösung des Polymerisats in duktes etwas verbessert. Für diese Zwecke sind Alkaeinem Gemisch aus gleichen Teilen Isopropanol und 40 nolamine, bei denen eine primäre Aminogruppe an Xylol die Gardner-Holdt-Viskosität U hatte. Die einem tertiären C-Atom hängt, weniger brauchbar Säurezahl des Polymerisats war 8. als diejenigen, bei denen die primäre Aminogruppe
sich an einem nichttertiären, d. h. also einem pri-Beispiel 7 mären oder sekundären C-Atom befindet.
Phenyldiäthanolamin 2 Mol 45 ^us den Beispielen geht ferner hervor daß die
Phenyläthanolamin 2 Mol molaren Mengen an sauren Reaktionsteilnehmern
Dimerisierte Linolsäure 1 Mol und hydroxylgruppen- oder nichtterüaren amino-
Diglykolsäure 2 64 Mol gruppenhaltigen Reaktionsteilnehmern m jedem Fall
Maleinsäureanhydrid"'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. θ',36 Mol Praktisch gleiclj sind> d· h-> daß die Zahl der zur
50 Verfugung stehenden reaktionsfähigen Carboxyl-
Nach etwa 7stündigem Kochen am Rückfluß mit gruppen praktisch gleich der Zahl der reaktionsfähigen Xylol wie in den vorhergehenden Beispielen war die Hydroxyl- und Aminogruppen ist. Innerhalb dieser Temperatur auf 197° C angestiegen, während das Begrenzungen können weitere Ersatzverbindungen Polymerisat die Säurezahl 17 hatte. In einem Gemisch benutzt werden. So können z. B. bis zu einem Fünftel von 2 Teilen Xylol und 1 Teil Isopropanol löste es 55 der gesamten Moläquivalente an Alkanolaminen sich unter Bildung einer 60% Feststoffgehalt auf- durch unsymmetrische Diamine, ζ. B. 1,3-Diaminoweisenden Lösung. butan, oder zu einem kleineren Teil durch Äthylen-
diamin ersetzt werden, ohne daß die Löslichkeit un-Beispiel 8 zweckmäßig verringert wird bzw. die Eigenschaften
Phenyldiäthanolamin 2,1 Mol 6° dei A vorliegenden neuartigen polymeren Produkte in
Monoäthanolamin 2,9 Mol anderer We^se s^adlich beeinflußt werden. Die in
Sebacinsäure 4,55 Mol mehreren Beispielen benutzte Maleinsäure ergibt
Maleinsäureanhydrid 0,45 Mol überraschenderweise eine verstärkte Löslichkeit des
Polymerisats bei Raumtemperatur und wird dement-
Bei 6stündigem Umsetzen in Xylol und ständigem 65 sprechend bevorzugt. Diese ungesättigte Dicarbon-Entfernen des Wassers entstand ein Polymerisat mit säure kann durch gesättigte Säuren ersetzt werden, der Säurezahl 17. Dieses Polymerisat war in Iso- ohne daß die Härtbarkeit des Produktes durch aldehypropanol-Xylol-Gemischen bei 5O0C löslich. dische Härtungsmittel beeinträchtigt wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten aus gesä tigten Dicarbonsäuren und/oder ungesättigten Dicarbonsäuren einerseits sowie Aminoalkoholen und Glykolen andererseits durch Kondensation in der Wärme unter kontinuierlicher Entfernung des Kondensationswassers, dadurch gekennzeichnet, daß man praktisch äquimolekulare Mengen von
(a) Dicarbonsäuren, von denen wenigstens 80 bis 910/0 gesättigte oder nichtkonjugiert ungesättigte Dicarbonsäuren sind, die mindestens 4 C-Atome in der Kette aufweisen, wobei die Carboxylgruppen an voneinander getrennten gesättigten aliphatischen Kohlenstoffatomen sitzen, ferner 9 bis 20 % Malein-, Fumar-, Itacon- oder Citraconsäure oder deren Anhydride oder nichtkonjugiert ungesättigte Addukte von Maleinsäureanhydrid mit konjugierten Dienen und
(b) einem Phenyldiäthanolamin allein oder in Kombination mit einem nichtcyclisierbaren Monoalkanolamin, einem nichtcyclisierbaren, am Stickstoffatom durch einen Kohlenwasserstoffrest substituierten Monoalkanolamin, einem Glykol oder Gemischen dieser Verbindungen verwendet,
20
wobei das als Komponente (b) stets verwendete Phenyldiäthanolamin in einer Menge von mindestens eine
N-Arylgruppe
für je 100 Atome in der diese Gruppen verbindenden Polymerkette enthalten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man, wenn das Phenyldiäthanolamin in einer solchen Menge verwendet wird, daß es weniger als eine
N-Arylgruppe
je 50 Atome der Polymerkette liefert, und wenn die verwendeten Dicarbonsäuren keine oder nur verhältnismäßig geringe Mengen von Säuren enthalten, die cyclische Imide zu bilden vermögen, als Komponente (b) mindestens einen kleinen Teil eines nichtcyclisierbaren Monoalkanolamins verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 559 440;
britische Patentschrift Nr. 665 309;
französische Patentschriften Nr. 1089645,1 064 481.
809 569/572 7.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEM24899A 1952-06-19 1954-10-19 Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten Pending DE1272539B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US294470A US2706191A (en) 1952-06-19 1952-06-19 Amino and amido ester polymers and method of making

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1272539B true DE1272539B (de) 1968-07-11

Family

ID=23133578

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM24899A Pending DE1272539B (de) 1952-06-19 1954-10-19 Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten

Country Status (3)

Country Link
US (1) US2706191A (de)
DE (1) DE1272539B (de)
GB (1) GB797943A (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1057864B (de) * 1955-10-20 1959-05-21 Upson Co Verfahren zum Stabilisieren der Abmessungen von veraenderlicher Feuchtigkeit ausgesetztem Cellulose- material
US2969335A (en) * 1957-06-25 1961-01-24 Quaker Chemical Products Corp Reaction products of polyesters and primary amines
DE1645440B2 (de) * 1966-12-13 1976-05-06 Schering Ag, 1000 Berlin Und 4619 Bergkamen Neue haertbare ungesaettigte polyesteramidharzmassen
US4042546A (en) * 1976-05-03 1977-08-16 Eli Simon Reactive polyester-amide polymers as co-reactants or curing agents for polyepoxides and polyisocyanates
US20110105684A1 (en) * 2008-03-20 2011-05-05 Dsm Ip Assets B.V Fatty acid modified polyesteramide resin and composition

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2559440A (en) * 1944-07-12 1951-07-03 Armour & Co Ester-amides of amino-hydroxy compounds and derivatives thereof
GB665309A (en) * 1948-04-23 1952-01-23 Westinghouse Electric Int Co Improvements in or relating to resinous compositions, particularly for insulating purposes
FR1064481A (fr) * 1951-10-23 1954-05-13 Bayer Ag Procédé de production de copolymères durcissant à froid et produits en résultant
FR1089645A (fr) * 1953-09-18 1955-03-21 Cfmc Nouvelles résines synthétiques, leur procédé de préparation et leurs applications

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2132442A (en) * 1936-04-09 1938-10-11 Du Pont Synthetic resins
US2281415A (en) * 1939-11-07 1942-04-28 Du Pont Polyester amides
GB572671A (en) * 1941-08-01 1945-10-18 John Rex Whinfield Improvements relating to the manufacture of rubber-like substances
US2341735A (en) * 1942-07-13 1944-02-15 Cosmos Imp Mills Ltd Method and composition for treating yarns and fabrics
US2394010A (en) * 1942-09-29 1946-02-05 Carbide & Carbon Chem Corp Stabilized chlorine-containing resins

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2559440A (en) * 1944-07-12 1951-07-03 Armour & Co Ester-amides of amino-hydroxy compounds and derivatives thereof
GB665309A (en) * 1948-04-23 1952-01-23 Westinghouse Electric Int Co Improvements in or relating to resinous compositions, particularly for insulating purposes
FR1064481A (fr) * 1951-10-23 1954-05-13 Bayer Ag Procédé de production de copolymères durcissant à froid et produits en résultant
FR1089645A (fr) * 1953-09-18 1955-03-21 Cfmc Nouvelles résines synthétiques, leur procédé de préparation et leurs applications

Also Published As

Publication number Publication date
US2706191A (en) 1955-04-12
GB797943A (en) 1958-07-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE972757C (de) Herstellung von UEberzuegen, Guss- und Formkoerpern, Klebstoffen
DE3313971C2 (de) Kationische bituminöse Emulsionen
DE1745464A1 (de) Neue,loesliche,ungesaettigte Polyesteramid-Harze
DE1073738B (de) Verfahren zur Herstellung von elastomeren Kunststoffen aus reaktionsfähigen Polyurethanen und Düsocyanaten
EP0179184B1 (de) Verfahren zur Herstellung kathodisch abscheidbarer Elektrotauchlack-Bindemittel
DE2511587B2 (de) Verfahren zur herstellung von anstrichen
DE3689615T2 (de) Aromatische Dicarbonsäure-Polyamide.
DE2453874A1 (de) Klebstoffzusammensetzungen
DE1272539B (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polyesterpolymerisaten
DE1420472A1 (de) Verfahren zum Haerten von Epoxydharzen
DE1493441A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Fettsaeurederivaten
DE1645484B2 (de) Verfahren zur herstellung von polymeren durch umsetzung von polysulfidpolymeren mit polyepoxiden
EP0157102A1 (de) Verfahren zur Herstellung von kathodisch abscheidbaren Lackbindemitteln
DE3315690C2 (de) Verfahren zur Herstellung von lufttrocknenden wäßrigen Emulsionen von urethanmodifizierten Alkydharzen und/oder Urethanölen
DE3213032C2 (de)
DE2811956A1 (de) Verfahren zur modifizierung von novolaken
DE2854436A1 (de) Cyanethylierte polyamidamine als haerter fuer polyepoxide
DE1199498C2 (de) Verfahren zum Herstellen basischer Polyamide
DE3111815A1 (de) Haftverbesserer fuer plastisole
AT383138B (de) Verfahren zur herstellung kationischer, imidgruppen aufweisender kunstharze
DE2951603A1 (de) Haertbare epoxidharzmischungen
DE2737174A1 (de) Waessriges, phenolharzfreies ueberzugsmittel
AT375952B (de) Verfahren zur herstellung von wasserverduennbaren oxazolidingruppen tragenden epoxidharzestern
DE1158255B (de) Verwendung von Mischungen aus Polyamiden und haertbaren Epoxydverbindungen zur Herstellung von Formkoerpern, einschliesslich Flaechengebilden
AT378537B (de) Verfahren zur herstellung kathodisch abscheidbarer elektrotauchlack-bindemittel