DE1272340B - Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem Fernsehsignal - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem FernsehsignalInfo
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- H04N5/18—Circuitry for reinsertion of DC and slowly varying components of signal; Circuitry for preservation of black or white level by means of "clamp" circuit operated by switching circuit
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H04n
Deutsche Kl.: 21 al-33/50
Nummer: 1272 340
Aktenzeichen: P 12 72 340.9-31 (F 48786)
Anmeldetag: 26. März 1966
Auslegetag: 11. Juli 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus
einem in einem Hauptkanal geführten Fernsehsignal, bei der aus diesem Signal selbst oder aus dessen Anteilen
eine Bezugsspannung gewonnen und daraus in einem ersten Nebenkanal eine Regelspannung abgeleitet
wird, die eine im Hauptkanal liegende Verstärkerstufe regelt, wobei das Fernsehsignal oder dessen
— vorzugsweise durch Spitzengleichrichtung gewonnener — Extremwert über einen zweiten Nebenkanal
dem ersten Nebenkanal zugeführt wird und die durch den zweiten Nebenkanal bewirkte Verzögerung des
Regelvorgangs kleiner als die durch den ersten Nebenkanal bewirkte Verzögerung ist, nach Patent
1 242 674.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Schaltungsanordnung nach dem Hauptpatent wird das Fernsehsignal
oder die durch Spitzengleichrichtung gewonnene Spannung einem Pegelselektor zugeführt, welcher
nur Signalanteile hindurchläßt, die größer als ein vorgegebener Schwellwert sind. Diese Signalanteile werden
über den zweiten Nebenkanal und über einen Kondensator dem ersten Nebenkanal zugeführt. Dabei wird
die Glättung der über den ersten Nebenkanal abgegebenen Regelspannung nicht beeinträchtigt, solange
der Pegelselektor keine Signalanteile hindurchläßt.
Die Erfindung betrifft eine verbesserte und vereinfachte Weiterbildung der vorgeschlagenen Schaltungsanordnung.
Bei einer Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem in einem Hauptkanal
geführten Fernsehsignal, bei der diesem Signal selbst oder aus dessen Anteilen in einem ersten Nebenkanal
eine Regelspannung abgeleitet wird und eine im Hauptkanal liegende Verstärkerstufe regelt, wobei das
Fernsehsignal oder dessen — vorzugsweise durch Spitzengleichrichtung gewonnener — Extremwert
über einen zweiten Nebenkanal dem ersten Nebenkanal zugeführt wird und die durch den zweiten
Nebenkanal bewirkte Verzögerung des Regelvorganges kleiner als die durch den ersten Nebenkanal bewirkte
Verzögerung ist, nach Patent 1242 674, enthält erfindungsgemäß der zweite Nebenkanal eine Anordnung
mit Schwellwertcharakteristik, welche parallel zum Widerstand des Zeitkonstantengliedes im
ersten Nebenkanal angeschlossen ist, und liegt der mit einem Anschluß am Schaltungspunkt liegende Kondensator
des Zeitkonstantengliedes mit dem anderen Anschluß an einem festen Potential, derart, daß beim
Überschreiten des Schwellwertes der Widerstand überbrückt und der Kondensator mit geringerer Verzögerung
als über den Widerstand umgeladen wird.
Schaltungsanordnung zur Gewinnung
einer Regelspannung aus einem Fernsehsignal
Zusatz zum Patent: 1 242 674
Anmelder:
Fernseh G. m. b. H.,
6100 Darmstadt, Am Alten Bahnhof 6
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Emil Sennhenn,
6100 Darmstadt-Arheilgen
Dipl.-Ing. Emil Sennhenn,
6100 Darmstadt-Arheilgen
Neben der geringeren Anzahl von Schaltelementen im zweiten Nebenkanal als bei dem Ausführungsbeispiel
der bereits vorgeschlagenen Schaltungsanordnung weist die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
den Vorteil auf, daß es sich bei geeigneter Bemessung der Schaltelemente im zweiten Nebenkanal
erreichen läßt, daß nach der raschen Ausregelung von Signalsprüngen in Richtung Weiß über den zweiten
Nebenkanal der verzögerte Einlauf über den ersten Nebenkanal in den stabilen, durch den Signalpegel
nach dem Signalsprung gegebenen Betriebszustand aus Richtung Schwarz erfolgt und daher im Fernsehbild
praktisch nicht erkennbar ist.
Die Erfindung soll nunmehr mit Hilfe der Figur näher erläutert werden.
Das Fernsehsignal 2 wird über Klemme 1 und über den Kondensator 6 der Basis des Transistors 7 (vom Typ 2N1613) zugeführt, der mit dem Widerstände (6,8 kOhm) einen Impedanzwandler bildet. Dieser ist über die Klemmen 9 bzw. 10 an den positiven Pol (+12VoIt) bzw. an den negativen Pol (-12VoIt) einer Betriebsspannungsquelle angeschlossen. Die Gleichstromkomponente dieses Videosignals wird mittels einer Klemmstufe konstant gehalten, welche aus dem Transistor 11 (Typ SFT 229), ferner aus dem Widerstand 12 (220 kOhm), dem Potentiometer 13 und aus den Kondensatoren 14 (0,1 μΡ) und 15 (10 μΨ) gebildet wird. Dabei werden über die Klemme 16 horizontalfrequente Rechteckimpulse 17 zugeführt,
Das Fernsehsignal 2 wird über Klemme 1 und über den Kondensator 6 der Basis des Transistors 7 (vom Typ 2N1613) zugeführt, der mit dem Widerstände (6,8 kOhm) einen Impedanzwandler bildet. Dieser ist über die Klemmen 9 bzw. 10 an den positiven Pol (+12VoIt) bzw. an den negativen Pol (-12VoIt) einer Betriebsspannungsquelle angeschlossen. Die Gleichstromkomponente dieses Videosignals wird mittels einer Klemmstufe konstant gehalten, welche aus dem Transistor 11 (Typ SFT 229), ferner aus dem Widerstand 12 (220 kOhm), dem Potentiometer 13 und aus den Kondensatoren 14 (0,1 μΡ) und 15 (10 μΨ) gebildet wird. Dabei werden über die Klemme 16 horizontalfrequente Rechteckimpulse 17 zugeführt,
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wodurch die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors 11 während der Dauer der Rechteckimpulse 17
leitend wird und der Schaltungspunkt 18 an ein konstantes Potential angeschlossen wird. Dieses konstante
Potential von z. B. 0,35 Volt wird unter Verwendung des Potentiometers 13 festgelegt, dessen Enden 19
und 20 an entsprechende Spannungen angeschlossen sind.
Vom Emitter des Transistors 7 wird das Fernsehsignal dem Transistor 22 (Typ 2 N1613) zugeführt, in
dessen Emitterkreis der Kondensator 23 angeordnet ist. Dieser Kondensator 23 wird somit während der
Dauer der Bildsignalanteile auf den jeweiligen Extremwert aufgeladen.
Der Kondensator 23 wird zu periodisch wiederkehrenden Zeiten auf ein konstantes Potential umgeladen.
Er ist deshalb über ein steuerbares Ventil 25 (Transistor vom Typ SFT 229) und über den Widerstand 26
(22 Ohm) an Masse angeschlossen. Als steuerbares Ventil wird dabei die Emitter-Kollektor-Strecke des
Transistors 25 verwendet, dessen Basis über Klemme 27 eine Folge vertikalfrequenter Impulse 28 über den
Kondensator 29 (5 μΈ) zugeführt wird. Die Basis des
Transistors 25 ist dabei über den Widerstand 31 (220 kOhm) an Masse angeschlossen. Bei der UmIadung
des Kondensators 23 entsteht am Widerstand 26 ein Spannungsabfall, aus dem in weiterer Folge die
Regelspannung abgeleitet wird.
Der impulsartige Spannungsabfall am Widerstand 26 wird unter Verwendung des Transistors 32 (Typ
2 N 708) und der Widerstände 33,34 (je 1 kOhm) und 35 (4,7 kOhm) verstärkt und vom Kollektor des Transistors
32 an einen Impedanzwandler mit den Transistoren 36 (Typ 2 N 708), 37 (Typ SFT 229) komplementärer
Leitfähigkeit zugeführt. Im Schaltungspunkt 38 entsteht auf diese Weise ein Signal (Spitzenamplitude
10Vss), dessen Verlauf weitgehend dem vom
Widerstand 26 abgenommenen Spannungsabfall ähnlich ist.
Um aus dem Signal im Schaltungspunkt 38 eine Regelspannung abzuleiten, wird dieses Signal über
den Kondensator 41 (0,1 μΡ) der Basis des Transistors
42 (Typ BCY 80) zugeführt; mittels einer Klemmschaltung 43 wird das Potential des Impulsgrundes
konstant gehalten. An der Basis des Transistors 42 entsteht daher ein Spannungsverlauf, dessen
Impulsgrund dauernd auf gleichem Potential verbleibt, wogegen der verbleibende Anteil des Spannungsverlaufes
sich proportional den entsprechenden Extremwerten der Bildsignalanteile verschiebt. Die
Transistoren 42 und 42' mit den Widerständen 44 und 44' sind als Impedanzwandler geschaltet; vom Emitter
des Transistors 42' wird über den Widerstand 45 die Regelspannung 47 abgegeben.
Die Klemmimpulse, die im Schaltungspunkt 50 wirksam werden, müssen vertikalfrequent sein. Sie
werden in der Klemmstufe 43 erzeugt. Dieser Klemmstufe 43 werden daher ebenso wie dem Ventil 25 die
gleichen vertikalfrequenten Impulse 28 zugeführt. Die Klemmstufe 43 besteht aus den Transistoren 51, 52
(beide vom Typ OC141), aus den Widerständen 53 (470 kOhm), 54 (2,2 kOhm) und aus den Kondensatoren
55 (30OpF), 56 (2nF) und 57 (0,2 μΈ). Die
Klemmen 58 bzw. 59 sind an Spannungen von +12 Volt bzw. —12 Volt angeschlossen.
Mittels der bis jetzt beschriebenen Schaltungsanordnung wird somit in Abhängigkeit von der durch
Spitzengleichrichtung gewonnenen und am Kondensator 23 anliegenden Spannung eine Regelspannung abgeleitet
und über einen ersten Nebenkanal I und über Klemme 5 dem nicht dargestellten Videoverstärker
zugeführt.
Gemäß der Erfindung liegt der Kondensator 46 des Zeitkonstantengliedes im ersten Nebenkanal I einerseits
am Schaltungspunkt 68 und andererseits auf festem Potential. Der Ausgang des zweiten Nebenkanals
II ist ebenfalls an den Schaltungspunkt 68 angeschlossen. Der Nebenkanal II enthält einen Kondensator
71 in Reihe mit einer als Schwellwertanordnung wirksamen Diode 72, welche durch einen Widerstand
73 (20 kOhm) überbrückt ist. Sein Eingang ist wie der Widerstand 45 an den Emitter des Transistors
42' angeschlossen.
Die Wirkungsweise ist folgende: Tritt durch einen Signalsprung in Richtung Weiß am Emitterwiderstand
44' des Transistors 42' und damit am Widerstand 45 ein positiver Spannungssprung auf, der größer ist als
die Anlaufspannung der Diode 72, so wird die normalerweise gesperrte Diode 72 leitend und überträgt
den Spannungssprung am Kondensator 23 mit kleiner Verzögerung unter Umgehung des Widerstandes 45
auf den Kondensator 46 und damit zum Ausgang 5 der Schaltungsanordnung. Der Regelvorgang setzt daher
unmittelbar nach dem Auftreten der nach dem Signalsprung folgenden Umladung ein, und die Regelspannung
verringert die Verstärkung der geregelten Verstärkerstufe im Hauptkanal. Im Ausgangssignal
der geregelten Verstärkerstufe tritt nur ein ganz kurzer Weißimpuls auf, der praktisch nicht stört. Ist die
Spannungsdifferenz am Widerstand 45 kleiner geworden als die Anlaufspannung der Diode 72, so sperrt
diese wieder den Weg über den zweiten Nebenkanal, und die verbleibende Spannungsdifferenz gleicht sich
langsam mit der höheren Verzögerung des ersten Nebenkanals aus, bis der Kondensator 46 die dem
neuen Signalpegel entsprechende Regelspannung angenommen hat.
Der Zeitpunkt des Übergangs von der Regelung mit kleiner Zeitkonstante über den zweiten Nebenkanal
auf den ersten Nebenkanal mit größerer Zeitkonstante kann durch die Bemessung der Schaltungsanordnung
beeinflußt werden. Im Gegensatz zu dem bereits im Hauptpatent vorgeschlagenen Ausführungsbeispiel
der Schaltungsanordnung läßt es sich erreichen, daß das Einlaufen in den stabilen, durch den ersten
Nebenkanal gegebenen Betriebszustand aus Richtung Schwarz des geregelten Signals erfolgt, was im Fernsehbild
praktisch nicht störend in Erscheinung tritt.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem in einem Hauptkanal
geführten Fernsehsignal, bei der aus diesem Signal selbst oder aus dessen Anteilen in einem ersten
Nebenkanal eine Regelspannung abgeleitet wird und eine im Hauptkanal liegende Verstärkerstufe
regelt, wobei das Fernsehsignal oder dessen — vorzugsweise durch Spitzengleichrichtung gewonnener
— Extremwert über einen zweiten Nebenkanal dem ersten Nebenkanal zugeführt wird und
die durch den zweiten Nebenkanal bewirkte Verzögerung des Regelvorganges kleiner als die durch
den ersten Nebenkanal bewirkte Verzögerung ist, nach Patent 1242674, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Nebenkanal (II) eine
Anordnung mit Schwellwertcharakteristik enthält, welche parallel zum Widerstand (45) des Zeitkonstantengliedes
im ersten Nebenkanal angeschlossen ist, und der mit einem Anschluß am Schaltungspunkt
(68) liegende Kondensator (46) des Zeitkonstantengliedes mit dem anderen Anschluß
an einem festen Potential liegt, derart, daß beim Überschreiten des Schwellwertes der Widerstand
(45) überbrückt und der Kondensator (46) mit geringerer Verzögerung als über den Widerstand
(45) umgeladen wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung mit
Schwellwertcharakteristik aus einer Diode (72) besteht, der ein Widerstand (73) parallel geschaltet
ist und die in Reihe mit einem Kondensator (71) parallel zum Widerstand (45) des Zeitkonstantengliedes
liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19661272340 DE1272340B (de) | 1965-12-13 | 1966-03-26 | Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem Fernsehsignal |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF0047904 | 1965-12-13 | ||
| DE19661272340 DE1272340B (de) | 1965-12-13 | 1966-03-26 | Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem Fernsehsignal |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1272340B true DE1272340B (de) | 1968-07-11 |
Family
ID=25751534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661272340 Pending DE1272340B (de) | 1965-12-13 | 1966-03-26 | Schaltungsanordnung zur Gewinnung einer Regelspannung aus einem Fernsehsignal |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1272340B (de) |
-
1966
- 1966-03-26 DE DE19661272340 patent/DE1272340B/de active Pending
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