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Vorrichtung zur ziffernmäßigen Meßwertanzeige an einer unbezifferten
Meßteilung Zusatz zur Anmeldung: L 33298 IX b/42 d -Auslegeschrift 1187 383 und
zur Zusatz-Anmeldung: L 34070 IX b/42 d Auslegeschrift 1266 519 Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zur ziffernmäßigen Meßwertanzeige an einer unbezifferten Meßteilung,
bei der zur Steuerung eines die Einheiten des Maßstabes zählenden Zählwerkes ein
nach dem Zweiphasenprinzip angetriebener Motor vorgesehen ist, und welche Mittel
für die Feineinstellung enthält, die eine Korrektionseinrichtung steuern, nach Patentanmeldung
L 33298 IXb/42d (deutsche Auslegeschrift 1187 383) und Patentanmeldung L 3407()
IX b/42 d (deutsche Auslegeschrift 1266 519).
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Bei den Vorrichtungen, die in den genannten Patentanmeldungen beschrieben
sind, beruhen die Mittel für die Feineinstellung innerhalb eines Maßstabintervalls,
die gleichzeitig eine Korrektionseinrichtung steuern, auf dem Prinzip des Nullabgleiches.
Dabei können die Abgleichmittel entweder von Hand bedient oder in üblicher Weise
selbsttätig geregelt werden (Stricheinfang). Nachteilig bei Anwendung dieses Meßprinzips
ist es, daß bei bewegtem Maßstab dessen Position nicht sofort und fortlaufend abgelesen
werden kann.
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Der nachstehend, an Hand einiger Beispiele beschriebenen Erfindung
liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen. Die Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Feinmessung eine Abtasteinrichtung vorhanden
ist, die phasenstarr mit einer eine Zahlenfolge tragenden Anzeigeeinrichtung verbunden
ist, und daß die von der Abtasteinrichtung gelieferten Impulse mindestens eine Stroboskoplampe
steuern, derart, daß die Blitzlampe genau dann aufleuchtet, wenn die den Zwischenwert
darstellende Zahl der Zahlenfolge eine bestimmte Lage vor der Stroboskoplampe erreicht
hat.
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Die Meßteilung wird kontinuierlich durch einen Lichtstrich nach Art
einer Kippschwingung abgetastet, wobei die Kippamplitude gleich einem Maßstabsintervall
oder einem geradzahligen Vielfachen davon ist. Die Anzeigeeinrichtung besteht aus
einer Interpolationsskala, die phasenstarr und synchron mit dem Abfragestrich bewegt
wird. Diese Skala wird in der Gegend eines feststehenden Ablesezeigers von einer
Blitzlampe jeweils in dem Augenblick beleuchtet, in dem der Abfragestrich einen
Maßstabstrich überstreicht. Vorzugsweise wird für die Abtasteinrichtung eine rotierende,
mit einem um die Drehachse spiralförmig angeordneten Spalt versehene Scheibe verwendet
und für die Anzeigevorrichtung eine synchron und phasenstarr dazu laufende kreisförmige
Skalenleiter.
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13ei dieser Skala fallen Anfangs- und Endwert zusammen. Daraus ergibt
sich eine Doppeldeutigkeit in der Anzeige auch dann, wenn man die in der Hauptanmeldung
beschriebenen Korrektionseinrichtungen für das Grobzählwerk sinngemäß auf die nach
der stroboskopischen Methode arbeitende Anordnung überträgt. Diese Doppeldeutigkeit
wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch eliminiert, daß die Skala zumindest
in der Nähe des Anfangswertes 00, der gleich dem Endwert 1,00 ist, zweifach vorhanden
ist, und daß Umschaltmittel zum Ausschalten einer der beiden Skalen vorgesehen sind,
die mit der Korrektionseinrichtung für das Grobzählwerk gekuppelt sind.
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Das Grobzählwerk kann gemäß Hauptanmeldung durch einen Zweiphasenschrittmotor
angetrieben werden, dessen Stellung der Stellung des Zählwerkes so zugeordnet ist,
daß bei abgeschalteter Korrektion auf der Einerrolle zwei Ziffern gleichwertig sichtbar
sind, wenn die Stellung des Schrittmotors dem letzten und ersten Viertel zweier
aufeinander folgender Maßstabseinheiten entspricht. Das Korrektionsvorzeichen wird
in Weiterentwicklung des Gegenstandes nach der Hauptanmeldung von einem durch die
Anzeigescheibe betätigten Schalter gegeben. Dieser Schalter ist zweckmäßig als fotoelektrisch
oder magnetisch gesteuerter Schalter ausgeführt.
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Die zwei Phasen zum Antrieb des Schrittmotors können gemäß den Anordnungen
nach der Hauptanmeldung
durch ein auf dem Maßstab angebrachtes
Hell-Dunkel-Raster erzeugt werden. In weiterer Ausgestaltung können sie auch durch
phasenempfindliche Gleichrichter, Synchronschalter oder logisch äquivalente elektrische,
fotoelektrische, magnetische oder mechanische Einrichtungen aus der Phasenlage zwischen
den Stroboskopimpulsen und den Abfragephasen der Feinmeßeinrichtung abgeleitet werden,
vorausgesetzt, daß die Abtastfrequenz relativ zur Maßstabsbewegung ausreichend hoch
gewählt wird.
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In weiterer Ausgestaltung läßt sich die Erfindung auch bei einem Maßstab
anwenden, dessen Strichabstand gleich einem Vielfachen der von den Ziffern des Grobzählwerkes
repräsentierten Längeneinheit ist.
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Erwähnt sei noch, daß die Abtasteinrichtungen zur Vervollständigung
mit einer an sich bekannten Einrichtung zur Nulleinstellung verbunden sein kann,
die beispielsweise aus einer schwenkbaren Planparallelplatte besteht. Die Schwenkung
dieser Platte kann elektrisch mittels eines Synchrongebers und -empfängers durchgeführt
werden und vom Anzeigeort aus gesteuert werden. Am Zählwerk ist in diesem Fall ein
mechanischer Nullsteller vorzusehen.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Ablesevorrichtung, bei der zur Gewinnung der
Zweiphasensignale parallel zu den Maßstabstrichen ein Raster angeordnet ist, F i
g. 1 a das Schaltelement 124, F i g. 1 b das Schaltelement 130, F i g. 2 eine Ableseeinrichtung,
bei der die Phasensignale durch Herstellung eines Eigennetzes mit optomechanischer
Speicherung gewonnen werden, F i g. 2 a das Schaltelement 172, F i g. 3 eine Ablesevorrichtung
für einen 2-mm-Maßstab mit einem magnetisch gewonnenen Eigennetz und elektrischer
Speicherung der Phasensignale, F i g. 3 a das Schaltelement 182, F i g. 3 b das
Schaltelement 189, F i g. 4 eine Ablesevorrichtung, bei der die Phasensignale durch
Steuerung des Stromnetzes erzeugt werden, F i g. 4 a das Schaltmittel
197,
F i g. 4 b das Schaltmittel 203, F i g. 5 eine Anzeigevorrichtung, die
ohne Verwendung mechanischer Korrektionsmittel die eindeutige Ablesung des Meßwertes
mit Hilfe einer Pfeilmarkierung erlaubt.
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In F i g. 1 trägt der Maßstab 1 Maßstabstriche 2 sowie ein Raster
3, das von einer Lampe 4 durch eine ; Linse 5 beleuchtet wird. Eine Linse 7 bildet
das Raster 3 als Rasterbild 3' in die Bildebene 8 ab, in der zwei fotoelektrische
Empfänger 107 und 108 in einem Abstand 2/4 zueinander angeordnet sind, wobei A.
die Rasterperiode des von der Linse 7 entworfenen Ra- ; sterbildes 3' ist. Die fotoelektrischen
Empfänger 107 und 108 sind im Schaltelement 124 (F i g. 1 a) mit den Kontakten 106'
und 107' bzw. 108' und 109' eines Doppelschalters 110 verbunden, dessen weitere
Kontakte 111 und 112 mit Kontakten 111' und 112' eines t zweiten Doppelschalters
124 verbunden sind, während Kontakte 107" und 108" dieses Schalters mit den fotoelektrischen
Empfängern 107 und 108 in Verbindung stehen. Kontakte 116 und 117 führen schließlich
zu Schmitt-Triggern 162 und 163, die einen e Schrittmotor 13 steuern, der über Zahnräder
15, 16 und 99 ein aus den Ziffernrollen 22, 23 und 24 sowie einer Marke 25 bestehendes
Zählwerk 21 antreibt. Die Maßstabstriche 2 werden von einer Lampe 26 durch eine
Linse 27 beleuchtet und von einer Linse 29 als Maßstabstriche 2' in der Bildebene
8 abgebildet. In dieser ist eine Scheibe 125 mit einem Spiralspalt 126 angeordnet,
der eine Steigung aufweist, die dem Abstand zweier Maßstabstriche in der Bildebene
8 entspricht. Die Scheibe 125 ist auf einer Achse 127 befestigt und wird von einem
aus einem Wechselstromnetz 196 gespeisten Synchronmotor 128 angetrieben. über dem
Spiralspalt 126 ist ein fotoelektrischer Empfänger 129 angeordnet, der mit einer
Schaltgruppe 130 und einem Thyratron 131 verbunden ist.
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Ein gleichfalls aus dem Wechselstromnetz 196 gespeister Synchronmotor
132 treibt über eine Achse 1.33 eine Anzeigescheibe 134 an, die in kreisförmiger
Anordnung zwei Zahlenfolgen 135 und 136 trägt. Die Zahlenfolge 135 beginnt mit dem
Wert 1,00 und reicht bis etwa zum Wert 1,11, ist dann unterbrochen und wird erst
wieder fortgesetzt durch die Werte 23, 24 usw. bis 99, wobei die Werte 99 und 1,00
aneinander anschließen. Den Werten 1,00 bis 30 ist eine von 00 bis 30 laufende zweite
Zahlenfolge 136 konzentrisch zugeordnet. Vor der Anzeigescheibe 134 befindet sich
eine Blende 137 mit Öffnungen 138 und 139, die aus den Zahlenfolgen 135 und 136
die jeweils anzuzeigenden Zahlen ausblenden. Hinter der Anzeigescheibe 134 sind
in Höhe der Öffnung 138 eine Stroboskoplampe 140, in Höhe der Öffnung 139 eine Stroboskoplampe
141 und zwischen diesen beiden Lampen eine Blende 142 angeordnet. Die Stroboskoplampen
140 und 141 werden von Zündgeräten 143 und 144 gesteuert, die ihrerseits mit der
Anode des Thyratrons 131 und einem Kondensator 145 in Verbindung stehen und durch
den Schaltarm 146 eines Doppelschalters 147 über Kontakte 148, 149 und 150 abwechselnd
angeschaltet werden können. Dem zweiten Schaltarm 151 des Schalters 147 sind Kontakte
152, 153 und 154 zugeordnet. Er schließt einen Stromkreis, der eine Batterie 155
sowie ein Relais 156 enthält, das den Doppelschalter 110 betätigt.
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Hinter der Anzeigescheibe 134 ist ferner eine Blitzlampe 157 angeordnet.
Diese beleuchtet eine in der Scheibe 134 befindliche bogenförmige Aussparung 158,
die sich sektormäßig von der Zahl 00 bis etwa zur Zahl 27 erstreckt und bei entsprechender
Stellung der Scheibe 134 das von der Blitzlampe 157 kommende Licht zum fotoelektrischen
Empfänger 159 durchläßt. Die dann von diesem abgegebenen Signale erregen - nachdem
sie in einem Schaltelement 160 umgeformt wurden - ein Relais 161, das den Doppelschalter
147 betätigt.
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Die Funktionsweise der Anzeigeeinrichtung ist im einzelnen folgende:
Die zum Antrieb des Motors 13 benötigten Zweiphasensignale werden durch Abtastung
des Gitterbildes 3' mittels der fotoelektrischen Empfänger 107 und 108 gewonnen.
Beim Rotieren der Scheibe 125 läuft der Spiralspalt 126 längs über die Abbildungen
des Maßstabes in der Bildebene B. Da die Breite des Spiralspaltes 126 genau gleich
der Breite der Maßstabstrichbilder 2' ist, kommt der Spiralspalt 126 pro Umdrehung
einmal mit einem Maßstabstrichbild 2' zur Deckung. Hierbei erhält der fotoelektrische
Empfänger 129 einen Lichtblitz von dreieckförmigem Intensitätsverlauf, dessen Maximum
den Meßwert darstellt. Der Intensitätsverlauf des Lichtblitzes ändert
sich
nicht, wenn ein Maßstabstrich vom Ende des Spiralspaltes nur angeschnitten wird.
In diesem Fall übernimmt der folgende Maßstabstrich mit dem Anfang des Spiralschlitzes
in stetigem übergang die vollständige und unverformte Ausbildung des Dreieckverlaufes.
Das Blitzereignis tritt bei ruhendem Maßstab immer bei gleicher Phasenlage des Synchronmotors
128 bzw. bei gleicher Winkelstellung der Spiralscheibe 125 ein. Wird der Maßstab
1 dagegen verschoben, so läuft die Phasenlage des Blitzereignisses proportional
mit, und zwar bei Verschiebung um eine Maßstabeinheit um einen Winkel von 360°.
Die von dem fotoelektrischen Empfänger 129 gelieferten Impulse werden verstärkt,
durch zweimalige Differentiation in den Gliedern 130' und 130" der Schaltgruppe
130 (F i g. 1 b) in schmale Triggerimpulse umgewandelt und über das Thyratron 131
zur Zündung der Stroboskopblitzlampen 140 bzw. 141 benutzt, die die Skalen 135 bzw.
136 der Anzeigescheibe 134 beleuchten. Jedem Lichtblitz des »Senders« folgt gleichzeitig
ein Lichtblitz der einen oder der anderen Stroboskoplampe des »Empfängers«. Da die
Scheibe 125 und die Anzeigescheibe 134 mit Hilfe der Synchronmotore 128 und 132
phasenstarr umlaufen, kann die Phasenlage des »Sender«-Blitzes durch die CSffnung
138 von der Scheibe 134 abgelesen und damit die Verschiebung des Maßstabes 1 um
hundertstel Teile der Maßstabeinheit festgestellt werden.
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Die Entscheidung zwischen den Werten 0,00 und 1,00 wird automatisch
getroffen. Die Blitzlampe 157 leuchtet mit der Blitzlampe 140 bzw. 141 im Takt auf
und bringt das Relais 161 dann zum Ansprechen, wenn durch die Aussparung 158 Blitzimpulse
empfangen werden. Der Auswahlvorgang läuft dabei folgendermaßen ab: Der augenblickliche
Meßwert möge, wie es in der F i g. 1 dargestellt ist, bei 85 liegen. Der fotoelektrische
Empfänger 159 bekommt kein Licht, das Relais 161 ist in Ruhestellung. Infolgedessen
sind die Kontakte 149 und 150 durch den Schaltarm 146 miteinander
verbunden, die Stroboskoplampe 141 ist kurzgeschlossen. Die Stroboskoplampe 140
dagegen beleuchtet die Skala 135 und macht den Wert 85 sichtbar. Wird nun der Maßstab
1 weitergeschoben, so erscheinen in der Öffnung 138 die Werte 86, 87 usw. und schließlich
der Wert 1,00. Dies bedeutet, daß zum Meßwert, den das Zählwerk 21 anzeigt, eine
Einheit hinzuzuzählen ist. Beim Zahlenwert 1,01 etwa erhält der fotoelektrische
Empfänger 159 durch die Aussparung 158 hindurch Licht, erregt das Relais 161 und
legt damit die Schaltarme 146 und 151 des Schalters 147 so um, daß die Kontakte
148 und 150
bzw. 153 und 152 miteinander verbunden werden. Dies hat
zur Folge, daß die Lampe 140 erlischt, die Lampe 141 dagegen zündet und den Wert
01 der Zahlenfolge 136 sichtbar macht. Zu gleicher Zeit betätigt das Relais
1.56 den Doppelschalter 110, der die Korrektionsrichtung bestimmt und das
Zählwerk 21 um eine Einheit vorwärts schaltet. Die Stroboskoplampe 141 bleibt bis
etwa zum Wert 30 (Ende der Aussparung 158) in Tätigkeit; dann übernimmt wieder die
Stroboskoplampe 140 die Anzeige.
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Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 sitzt auf der die Scheibe 134,
die hier ohne Aussparung ausgeführt ist, tragenden Achse 133 eine weitere Scheibe
164 mit einem halbkreisförmigen Schlitz 165 und einer weiteren Aussparung 166, die
nach Form und Winkellage der Aussparung 158 nach F i g. 1 entspricht. Die Blitzlampe
157 beleuchtet durch eine Linse 167 die Scheibe 164 von rückwärts und schickt Licht
auf die vor dem Schlitz 165 angeordneten, um 90° gegeneinander versetzten fotoelektrischen
Empfängerpaare 168, 169 und 170, 171 sowie auf den vor der Aussparung 166 angeordneten
fotoelektrischen Empfänger 159. Eine Schaltanordnung 172 (F i g. 2 a) steuert sowohl
den Schrittmotor 13, der über die Zahnräder 15, 16 und 99 das Zählwerk 21 antreibt,
als auch mittels eines Relais 14 die Korrektionseinrichtung. Die fotoelektrischen
Empfänger 168 und 169 wirken auf einen bistabilen Multivibrator 173 derart ein,
daß Impulse des fotoelektrischen Empfängers 168 den Multivibrator 173 in die eine
Lage, Impulse vom Empfänger 169 dagegen in die andere Lage kippen. Entsprechend
wirken die fotoelektrischen Empfänger 170 und 171 auf den Multivibrator 174 ein.
Die Spannungen zwischen den Multivibratoren 173 und 174 bilden bei Verschiebung
des Maßstabes 1 einen Viererzyklus im Sinn eines Drehfeldes, bei dem allerdings
jeder Maßstabeinheit vier Schritte zugeordnet sind. Da aber im speziellen Ausführungsbeispiel
nach F i g. 2 nur zwei Schritte je Maßstabeinheit erwünscht sind, wird der Viererzyklus
durch zwei Eccles-Jordan-Stufen 175 und 176 (bistabile Flip-Flops mit Impulsansteuerung,
die Frequenzhalbierung bewirken) auf die doppelte Maßstabeinheit ausgedehnt. Mit
den beiden Leitern des Schrittmotors 13 ist das mit einer Anzugsverzögerung 55 ausgerüstete
Relais 14 verbunden.
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Die Korrektionseinrichtung besteht aus zwei Elektromagnetspulen 49
und 50, in die ein T-förmiger Kern 48 eintaucht, der eine Gabel 105 trägt und der
mittels Federn 51 und 52 an den beiden Spulen 49 und 50 befestigt ist. Die Wicklung
der Spule 49 ist mit dem Kontakt 154 des Schalters 147, die Wicklung der Spule 50
mit dem Kontakt 153 verbunden. Die anderen Enden der Wicklungen der Elektromagnetspulen
führen zu einer Quelle 53, die über den von dem Relais 14 betätigten Schalter 54
mit dem Kontakt 152 des Schalters 147 verbunden werden kann.
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Die Wirkungsweise der Ableseeinrichtung ist völlig analog der Wirkungsweise
der Ableseeinrichtung nach F i g. 1 und unterscheidet sich nur in der Gewinnung
der Zweiphasensignale sowie der Anzeige des korrigierten Wertes der Einerrolle 22
des Zählwerkes 21 durch die Gabel 105. Die Anordnung wird ergänzt durch eine Planparallelplatte
177, die sich im Projektionsstrahlengang des Maßstabes befindet und die beispielsweise
mittels eines Rändelgriffes 178 geschwenkt werden kann. Durch Schwenkung dieser
Planparallelplatte läßt sich stets erreichen, daß in der Öffnung 139 die Zahl 00
erscheint und beleuchtet ist.
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Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 wird ein Maßstab 1 a verwendet,
bei dem der Abstand der Maßstabstriche 2a doppelt so groß wie die den Einerziffern
des Grobzählwerkes 21 zugeordnete Längeneinheit ist. Auf der Achse 127 des Synchronmotors
128 sitzt eine Scheibe 125' mit einem Spiralspalt 126', der zweigängig ausgeführt
ist und dessen Steigung halb so groß wie die Maßstabstrichabstände in der Maßstabbildebene
8 a ist. Die räumliche Ausdehnung des dieser Scheibe zugeordneten fotoelektrischen
Empfängers 129' ist gleich dem Abstand der Maßstabstrichbilder 2a'. Infolge der
zweiängigen Aus-C,
führung des Spiralspaltes 126' wiederholt sich
die Lage der Lichtblitze zur Phasenlage des Synchronmotors 128 bzw. zur Winkelstellung
der Scheibe 125' bereits nach einer Verschiebung des Maßstabes la um einen halben
Strichabstand. Die von dieser Abtasteinrichtung gelieferten Impulse zünden in bereits
beschriebener Weise die Stroboskoplampe 140 bzw. 141.
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Eine Anzeigescheibe 134', die auf der Achse 133 des Synchronmotors
132 sitzt, trägt in gleicher Anordnung wie bei den vorigen Ausführungsbeispielen
die Anzeigescheibe 134, die beiden Skalen 135 und 136 sowie eine Magnetmarke 179,
die von um 180° gegeneinander versetzten Magnetköpfen 180 und 181 abgetastet wird.
Die in den Magnetköpfen 180 und 181 entstehenden Impulse werden einer Schaltanordnung
182 zugeführt, die ihrerseits den Schrittmotor 13 steuert. Der Schrittmotor ist
über die Zahnräder 15 und 16 mit einem aus in einem Bügel 20 gelagerten
Kegelrädern 17, 18 und 19 bestehenden Differentialgetriebe verbunden, das das Zählwerk
21 antreibt. Die Magnetmarke 179 wird ferner von einem Magnetkopf 183 abgetastet,
der um 90° gegen die Magnetköpfe 180 und 181 versetzt angeordnet ist und seine Impulse
einer Schaltanordnung 184 zuführt, die ihrerseits das Relais 161 betätigt.
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Die Schaltanordnung 182 enthält, wie in F i g. 3 a dargestellt, zwei
bistabile Multivibratoren 185 und 185', die durch die von den Magnetköpfen
180 und 181 gelieferten Impulse gekippt werden und um 90° phasenversetzte Rechteckspannungen
erzeugen, deren Frequenz gleich der Hälfte der Umlauffrequenz der Scheibe 134' ist.
Diese phasenversetzten Rechteckspannungen werden phasenempfindlichen Schaltern 186
und 186' zugeführt, die von den Impulsen des fotoelektrischen Empfängers
129' gesteuert werden und so den momentanen Wert der Rechteckspannungen auf
zwei Speicher 187 und 187' übertragen. Die Ausgangsspannungen dieser Speicher bilden
ein Zweiphasendrehfeld, das bei Verschiebung des Maßstabes la um einen Maßstabstrichabstand
(doppelte Längeneinheit) einen Viererzyklus durchläuft. Die Ströme der nachgeschalteten
Gleichstromverstärker 188 und 188' treiben dann den Schrittmotor 13 an und beeinflussen
durch das Relais 14 die Korrektionseinrichtung.
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Ähnlich erzeugt in der Schaltanordnung 184 (F i g. 3 b) ein monostabiler
Multivibrator 190, der so ausgelegt ist, daß er nach etwa einem Drittel des Umlaufes
der Scheibe 134' in seinen stationären Zustand zurückkippt, entsprechend der vom
Magnetkopf 183 gelieferten Signale eine Rechteckspannung. Diese Rechteckspannung
wird über einen phasenempfindlichen Schalter 191, der ebenfalls von den Innpulsen
des fotoelektrischen Empfängers 129' gesteuert wird, einem Speicher 192 zugeführt.
Der hier gespeicherte momentane Spannungswert steuert über einen Gleichstromverstärker
193 das gegebenenfalls mit einer Anzugsverzögerung 16Y ausgerüstete Relais 161.
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Im übrigen entspricht die weitere Anordnung dei in F i g. 2 gezeigten
Anordnung. Der Unterschied zwischen den beiden Anordnungen nach den F i g. 2 und
3 liegt in der Gewinnung und elektrischen Speicherung der Korrektionssignale sowie
der Zweiphasensignale zum Antrieb des Schrittschaltmotors.
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In F i g. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem
im Gegensatz zum in F i g. 3 dargestellten die Korrektionssignale und die Zweiphasensignale
zum Antrieb des Schrittmotors 13 aus einem Wechselstromnetz 196 gewonnen werden,
das in üblicher Weise den Synchronmotor 128 mit der Scheibe 125' und den Synchronmotor
132 mit der Anzeigescheibe 134 speist.
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In einer Schaltanordnung 197 (F i g. 4a) wird die vom Wechselstromnetz
196 gelieferte Wechselspannung einem bistabilen Multivibrator 198 sowie parallel
dazu nach Drehung der Phase um 180° mittels eines Phasenschiebers 199' einem bistabilen
Multivibrator 198' zugeführt. An den Ausgängen dieser beiden Multivibratoren
entstehen so zwei um 90° phasenverschobene Rechteckspannungen halber Netzfrequenz,
die phasenempfindlichen Schaltern 200 und 200' zugeleitet werden. Die Schalter 200
und 200' werden von den Impulsen des fotoelektrischen Empfängers 129', nachdem diese
die Impulsformerstufe 130 durchlaufen haben, gesteuert, und es werden dadurch die
momentanen Werte der phasenverschobenen Rechteckspannungen zwei Speichern 201 und
201' zugeführt. Die Ausgangsspannungen dieser Speicher 201 und 201' bilden
ein Zweiphasendrehfeld, das bei Verschiebung des Maßstabes 1 a um einen Maßstabstrichabstand
(doppelte Längeneinheit) einen Viererzyklus durchläuft. Die Ströme der nachgeschalteten
Gleichstromverstärker 202 und 202' wirken auf den Schrittmotor 13 ein und betätigen
das mit der Anzugsverzögerung 55 ausgerüstete Korrektionsrelais 14.
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Die Korrektionsrichtung wird mittels der Schaltanordnung
203 (F i g. 4b) gewonnen. Die Spannung des Wechselstromnetzes 196 wird nach
Drehung der Phase um 90° durch einen Phasenschieber 204 einem monostabilen
Multivibrator 205 zugeführt, der so ausgelegt ist, daß er nach etwa einem Drittel
des Umlaufs der Anzeigescheibe 134 in seinen stationären Zustand zurückkippt. Die
so entstehende Rechteckspannung wird über einen phasenempfindlichen Schalter 206,
der ebenfalls von den Impulsen des fotoelektrischen Empfängers 129' gesteuert
wird, einem Speieher 207 zugeleitet. Die darin gespeicherte Momentanspannung steuert
über einen Gleichstromverstärker 208 das gegebenenfalls mit der Anzugsverzögerung
161' ausgerüstete Relais 161, das einen Schalter 147' betätigt.
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Die Anzeigevorrichtung besitzt bei diesem Ausführungsbeispiel nur
eine Stroboskoplampe 140', die über das Thyratron 131 und ein Zündgerät 143' vom
fotoelektrischen Empfänger 129' gezündet wird. Sie besitzt ferner eine vor dem Zählwerk
21 und der Anzeigescheibe 134 angeordnete, mit Fenstern 210, 211 und 212 versehene
Blende 209, die von den Magnetspulen 49 und 50 mittels des T-förmigen Kernes 48
um eine Ziffernhöhe des Zählwerkes 21 sowie der Feinskalen 135 und 136 verschoben
werden kann. Vor der Blende 209 ist eine Maske 213 mit Fenstern 214 und 215 angeordnet.
Das Fenster 214 ist so ausgebildet, daß von der Einerrolle 22 des Zählwerkes
21 in Halbstellung die beiden gleichberechtigten Ziffern sichtbar sind, ferner
je eine Ziffer der Zahlenrollen 23 und 24. Das Fenster 215 gibt Zahlen der Feinskalen
135 und 136 auf der Anzeigescheibe 134 frei. Das Blendenfenster 210, dessen Höhe
etwa s/2 Ziffernhöhen entspricht, liegt hinter dem Maskenfenster 214. Die
Blendenfenster 211 und 212, die um eine Ziffernhöhe gegeneinander
versetzt sind, machen je nach Stellung der Blende 209 Zahlen der einen
oder
der anderen der beiden Feinskalen 135 oder 136 durch das Maskenfenster 215 hindurch
sichtbar.
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Der Korrektionsvorgang verläuft in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
analoger Weise. Dabei erfolgt die Ausschaltung einer der beiden Feinskalen 135 und
136 jedoch nicht durch Umschaltung von zwei Stroboskoplampen, sondern durch Verschiebung
der Blende 209.
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F i g. 5 schließlich zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Anzeige
des korrigierten Wertes ohne mechanische Hilfsmittel erfolgt. Den Skalen 135' und
136' einer Anzeigescheibe 134", die im Gegensatz zu den Skalen 135 und 136 um eine
Stelle gegeneinander versetzt sind, sind zwei Stroboskoplampen 140 und 1.41 zugeordnet,
die in der bei den Ausführungsbeispielen F i g. 1, 2 oder 3 ausgeführten Weise gezündet
und umgeschaltet werden. Vor der Anzeigescheibe 134" und dem Zählwerk 21 ist eine
Maske 216 angeordnet, die mit Fenstern 217, 218 und 219 sowie mit Pfeilmarkierungen
220, 221, 222 und 223 versehen ist. Das Fenster 217 gibt die Zahlenrollen 22, 23
und 24 nach der in F i g. 4 beschriebenen Art frei, das Fenster 218 einen Ausschnitt
der Skala 136' und das Fenster 219 einen Ausschnitt der Skala 135'.
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Die Pfeilmarkierung gestattet ein eindeutiges Ablesen der Meßwerte.
In der Anordnung nach F i g. 5 möge beispielsweise die hinter dem Fenster
219 sitzende Stroboskoplampe 140 blitzen, so daß im Fenster 219 der Wert
1,01 angezeigt wird. Mit Hilfe des Pfeiles 220 wird die Ziffer 5 auf der Einerrolle
22 des Zählwerkes 21 dem Feinwert zugeordnet. Es ergibt sich also der Wert 375 -I-
1,01 = 376,01. Blitzt jedoch die Stroboskoplampe 141- die Anordnung ist analog zu
den bisherigen Ausführungsbeispielen so justiert, daß die Umschaltung der Lampen
etwa bei den Feinwerten 01 und 30 erfolgt ---, so folgt mit Hilfe des Pfeiles 223
der Ablesewert 376,01 unmittelbar. Steht eine Ziffer der Einerrolle 22 mit den Ziffern
der übrigen Rollen in einer Reihe, so liefert der Pfeil 221 bzw. 222 die Zuordnung
zwischen Grob- und Feinanzeige.
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Es ist noch zu erwähnen, daß an Stelle der gezeigten Scheibe mit Spiralspalt
auch eine entsprechende Trommel oder ein anderes, eine Kippschwingung erzeugendes
Bauelement verwendet werden kann.