[go: up one dir, main page]

DE1271770B - Verschieberegister aus duennen magnetischen Schichten - Google Patents

Verschieberegister aus duennen magnetischen Schichten

Info

Publication number
DE1271770B
DE1271770B DEP1271A DE1271770A DE1271770B DE 1271770 B DE1271770 B DE 1271770B DE P1271 A DEP1271 A DE P1271A DE 1271770 A DE1271770 A DE 1271770A DE 1271770 B DE1271770 B DE 1271770B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
elements
conductor
coupled
axis
reset
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1271A
Other languages
English (en)
Inventor
Bareleigh Cottage
Andrew Charles Tickle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Computers and Tabulators Ltd
Original Assignee
International Computers and Tabulators Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Computers and Tabulators Ltd filed Critical International Computers and Tabulators Ltd
Publication of DE1271770B publication Critical patent/DE1271770B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11CSTATIC STORES
    • G11C19/00Digital stores in which the information is moved stepwise, e.g. shift registers
    • G11C19/02Digital stores in which the information is moved stepwise, e.g. shift registers using magnetic elements
    • G11C19/08Digital stores in which the information is moved stepwise, e.g. shift registers using magnetic elements using thin films in plane structure
    • G11C19/0808Digital stores in which the information is moved stepwise, e.g. shift registers using magnetic elements using thin films in plane structure using magnetic domain propagation
    • G11C19/0816Digital stores in which the information is moved stepwise, e.g. shift registers using magnetic elements using thin films in plane structure using magnetic domain propagation using a rotating or alternating coplanar magnetic field

Landscapes

  • Hall/Mr Elements (AREA)
  • Thin Magnetic Films (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
GlIc
Deutsche Kl.: 21 al - 37/64
Nummer: 1271770
Aktenzeichen: P 12 71 770.3-53 (J 25493)
Anmeldetag: 20. März 1964
Auslegetag: 4. Juli 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung mit anisotropen dünnen magnetischen Schichten zur Speicherung und Übertragung von Informationen, insbesondere auf ein Verschieberegister mit einer Vielzahl von Elementen dünner magnetischer Schichten, deren jedes eine leichte Magnetisierungsachse aufweist, deren jedes mit zwei Stromleitern gekoppelt ist, die Schiebe- und Rücksetzmagnetfelder an die Elemente anlegen, und deren jedes mit dem benachbarten Element über einen Verkettungsleiter gekoppelt ist.
Es ist bereits eine Anordnung zum Speichern und Übertragen von Informationen bekannt, die aus einer Vielzahl von Elementen dünner magnetischer Schichten mit leichten Magnetisierungsachsen besteht. Jedes Element weist dabei eine Eingangswicklung auf, die in der leichten Achse ausgerichtet ist, ferner eine Ausgangswicklung, eine Verschiebewicklung und eine Rücksetzwicklung, die senkrecht zur leichten Achse ausgerichtet sind. Die Verschiebewicklungen ungeradzahliger Elemente und die Rücksetzwicklungen geradzahliger Elemente sind an eine erste Impulsquelle angeschlossen Die Verschiebewicklungen ungeradzahliger Elemente und die Rücksetzwicklungen geradzahliger Elemente sind an eine zweite Impulsquelle gelegt. Die Ausgangswicklungen sind über die Eingangswicklungen der nächsten benachbarten Elemente in den Reihen angeschlossen, damit geschlossene Verkettungsleiter entstehen, die elektromagnetisch benachbarte Elemente miteinander koppeln. Zu Beginn nehmen alle Elemente den binären O-Zustand ein, in welchem sie in einer Richtung längs der leichten Achse magnetisiert werden. Die binäre 1 wird dadurch dargestellt, daß das Element in den entgegengesetzten Magnetisierungszüstand geschaltet wird, in welchem die Magnetisierung in entgegengesetzter Richtung längs der leichten Achse ausgerichtet ist. Eine Erregung der Rücksetzwicklung eines Elementes erzeugt ein Magnetfeld, das in der leichten Achse des Elementes ausgerichtet ist, so daß dann, wenn das Element den 1-Zustand einnimmt, dieses Element inkohärent in den O-Zustand geschaltet wird. Durch diesen Schaltvorgang wird ein Strom in der Ausgangswicklung induziert, der durch die Eingangswicklung des nächstliegenden Elementes zirkuliert. Der die Eingangswicklung durchfließende Strom erzeugt ein Magnetfeld senkrecht zur leichten Achse, dieses Feld bewirkt in Verbindung mit dem Magnetfeld parallel zur leichten Achse, das durch Erregung des Verschiebeleiters entsteht, ein Schalten des Elementes in den 1-Zustand durch kohärente Drehung. Damit wird der Informationsausdruck von Verschieberegister
aus dünnen magnetischen Schichten
Anmelder:
International Computers and Tabulators Limited, London
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Beglich
und Dipl.-Ing. A. Wasmeier, Patentanwälte,
8400 Regensburg 3, Lessingstr. 10
Als Erfinder benannt:
Andrew Charles Tickle, ■
Bareleigh Cottage, Stevenage, Hertfordshire
(Großbritannien) "■■·.'.
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 5. April 1963 (13 626)
einem Element auf das nächste Element durch kohärentes Drehschalten des Aufnahmeelementes und Rücksetzen des ersten Elementes durch inkohärentes Schalten übertragen.
. Ziel der Erfindung ist es, bei Anordnungen der eingangs erwähnten Art die Schältgeschwindigkeit eines Elementes dünner Schicht wesentlich zu err höhen, indem gleichzeitig mit dem Feld parallel zur leichten Achse ein Feld senkrecht zur leichten Achse angelegt wird. . ■ ;
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Verkettungsleiter, der das magnetische Rücksetzfeld aufgibt, in einem kleinen Winkel zur schweren Achse des Elementes ausgerichtet ist, damit magnetische Rücksetzfelder erzeugt werden, die Komponenten parallel und senkrecht zur leichten Achse aufweisen, so daß die Elemente durch Drehung der Weißschen Bezirke sowohl beim Setzen als auch beim Rücksetzen der Elemente geschaltet werden.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines Informationsschieberegisters,
F i g. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teiles des Registers nach F i g. 1,
809 568/394
3 4
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer Infor- 4, 5 und 7 sind voneinander und von den Schicht-
mationsübertragungsanordnung und bereichen 1 in üblicher Weise isoliert, diese Isolation
F i g. 4 eine schematische Darstellung einer logi- ist in der Zeichnung jedoch nicht angedeutet,
sehen Gatteranordnung zur Übertragung eines Infor- Die elementaren Schichtbereiche 1 weisen leichte
mationsausdruckes. 5 und schwere Achsen in den durch die Linien 2 und
Elementarflächen einer anisotropen, dünnen ma- 17 angedeuteten Richtungen auf. Ein gespeicherter
gnetischen Schicht können durch Vakuumaufdamp- Informationsausdruck mit dem binären Wert 1 wird
fung eines entsprechenden Materials zur Ausbildung durch Ausrichtung des Magnetisierungsvektors nach
einer dünnen Schicht auf einer Trägerunterlage aus- links in F i g. 1 dargestellt, ein Ausdruck mit dem
gebildet werden. Derartige elementare Bereiche kön- io binären Wert 0 wird durch Ausrichtung des Vektors
nen einzelne kleine Bereiche einer dünnen Schicht in entgegengesetzter Richtung dargestellt,
sein, die beispielsweise durch entsprechendes Ab- Jedes Paar von benachbarten Elementarbereichen 1
decken der Unterlage während des Niederschiagens ist durch einen Verbindungsleiter 3 gekoppelt. Der
oder durch Wegätzen unerwünschter Teile einer kon- Verbindungsleiter 3 weist die Form einer geschlos-
tinuierlichen dünnen Schicht nach dem Niederschla- 15 senen Schleife auf, und wenn man davon ausgeht,
gen hergestellt werden. Während der Ausbildung des daß die Richtung des Informationsüberganges von
Belages der dünnen Schicht wird ein magnetisches links nach rechts in F i g. 1 verlaufen soll, verläuft
Orientierungsfeld angelegt, und die resultierende der Teil der Schleife, der mit dem linken Element 1
dünne Schicht weist dann eine bevorzugte Magneti- des Paares gekoppelt ist, über das Element in Rich-
sierungsvorrichtung auf, die sogenannte leichte Ma- 20 tung der schweren Achse, während der Teil der
gnetisierungsachse, mit der der Magnetisierungs- Schleife, der mit dem rechten Element 1 des Paares
vektor bei Fehlen eines äußeren Feldes ausgerichtet gekoppelt ist, über das Element in Richtung der
ist. Die Bereiche der dünnen Schicht weisen zwei leichten Achse verläuft.
stabile Magnetisierungszustände entsprechend der Ein Treibleiter 4 ist mit dem ersten Element 1
Ausrichtung des Vektors nach der leichten Achse in 25 (das am weitesten links gelegene Element in Fig. 1)
der einen oder anderen Richtung auf. gekoppelt und verläuft in einem Winkel zur schweren
Elementarbereiche einer dünnen Schicht können Achse. Der Leiter 4 wird dann mit dem zweiten
zweckmäßigerweise zur Speicherung von Binärinfor- Element 1 gekoppelt und verläuft etwa in Richtung
mationen verwendet werden, wobei die Ausrichtung der schweren Achse. Von da ab ist der Leiter 4 mit
des Vektors in der einen Richtung längs der leichten 30 aufeinanderfolgenden, ungeraden Elementen 1 in der
Achse eine binäre 1 und in entgegengesetzter Rieh- gleichen Weise wie mit dem ersten Element 1 und
tung eine binäre 0 darstellt. Ein Bereich kann von mit nachfolgenden geradzahligen Elementen 1 in der
einem Zustand in den anderen geschaltet werden, gleichen Weise wie mit dem zweiten Element 1 ge-
indem z. B. ein Magnetfeld parallel zur leichten Achse koppelt.
erzeugt wird, das mit der dünnen Schicht gekoppelt 35 Ein zweiter Treibleiter 5 ist mit dem zweiten und ist und eine ausreichende Größe aufweist, damit die anschließend mit den übrigen geradzahligen Elemendünne Schicht im entgegengesetzten Sinn gesättigt ten 1 gekoppelt und verläuft über diese Elemente in wird. Diese Schaltart trifft bei Wandbewegung ein, einem Winkel zur schweren Achse; er ist auch mit d. h., Bereiche umgekehrten magnetischen Zustandes dem dritten und den nachfolgenden ungeradzahligen werden in der dünnen Schicht ausgebildet, und die 40 Elementen 1 gekoppelt und verläuft über diese EIe--Begrenzungswandungen dieser Bereiche verschieben mente in Richtung der schweren Achse, sich so, daß die Bereiche so lange wachsen, bis die Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Anordgesamte dünne Schicht in den umgekehrten stabilen nung wird angenommen, daß zu Beginn das erste Zustand geschaltet worden ist. Element 1 eine binäre 1 speichert, wobei der Magne-Ein anderes Schaltverfahren verwendet die söge- 45 tisierungsvektor nach links ausgerichtet ist. Die übrinannte Rotationsschaltung der dünnen Schicht. In gen Elemente 1 sollen zu Beginn den entgegengesetzdiesem Fall weist das angelegte Treibfeld Kompo- ten Zustand einnehmen. Um die Übertragung des nenten sowohl parallel als auch senkrecht zur leich- gespeicherten Ausdruckes von dem ersten auf das ten Achse auf. Unter diesen Umständen wird der zweite Element 1 einzuleiten, wird dem Leiter 4 von Magnetisierungsvektor von seiner Anfangsrichtung 50 einer Stromquelle 18 ein kurzer Stromimpuls aufum mehr als 90° gedreht, d. h. über die schwere gegeben. Dieser Impuls weist eine sehr kurze AnAchse hinaus, und kann in die entgegengesetzte Rieh- stiegszeit auf und dauert nur einige Nanosekunden. tung längs der leichten Achse kippen, wenn das Diese Zeit reicht aus, um einen Schaltvorgang durch Treibfeld abgeklungen ist. Man hat festgestellt, daß Gebietsdrehung zu ermöglichen, sie reicht jedoch die Geschwindigkeit der Rotationsschaltung um ein 55 nicht aus, damit eine Schaltung durch Wandbewe-Vielfaches größer ist als die der Wandbewegungs- gung vorgenommen werden kann. Der Impuls ist so schaltung, und deshalb können entsprechend kürzere groß, daß der Magnetisierungsvektor des ersten EIe-Treibimpulse verwendet werden. mentes in Ausrichtung mit dem Magnetfeld gedreht In F i g. 1 der Zeichnung ist schematisch eine An- wird, das durch den Strom in der Ebene des Elemenordnung von elementaren dünnen Schichtbereichen 1 60 tes aufgebaut wird. Dieses Feld steht senkrecht zur und zugehörigen Leitern 3, 4, 5 und 7 zur Über- Richtung des Leiters 4, und die Stromrichtung ist so tragung der gespeicherten Binärinformationsaus- gewählt, daß der Vektor eine Lage einnimmt, wie sie drücke von einem Element zum anderen dargestellt. durch den gestrichelten Pfeil 6 angedeutet ist. Am Der Einfachheit halber ist die Unterlage, die die Ende des Stromimpulses wird der Vektor in Richtung Bereiche 1 aufnimmt, weggelassen, und die Leiter 3, 65 der leichten Achse ausgerichtet und stellt eine bi-4, 5 und 7 sind durch Linien dargestellt, die ihre näre 0 dar. Der Treibimpuls im Leiter 4 setzt das entsprechenden Richtungen relativ zu den Bereichen 1 erste Element 1 zurück. Der Winkel zwischen dem angeben, mit denen sie gekoppelt sind. Die Leiter 3, Leiter 4 und der schweren Achse des ungeradzahligen
Elementes 1 ist der übersichtlicheren Darstellung wegen stark vergrößert dargestellt. In der Praxis beträgt dieser Winkel etwa nur 10°.
Durch das Schalten des ersten Elementes 1 in den Rücksetzzustand wird ein Strom in dem Verbindungsleiter 3 induziert. Dieser Strom seinerseits erzeugt eine ausreichende Kopplung des Magnetfeldes in der schweren Achse mit dem zweiten Element 1, um den Magnetisierungsvektor von der leichten Achse weg zu drehen. Der Treibstromimpuls im Leiter 4 erzeugt ferner eine Magnetfeldkoppelung mit dem zweiten Element 1, und dieses Feld wird nach der leichten Achse ausgerichtet im gleichen Sinn, wie es zum Setzen des zweiten Elementes 1 in den Zustand erforderlich ist, der einen Informationsausdruck vom Binärwert 1 darstellt. Unter diesen Bedingungen weist das resultierende Feld, das dem zweiten Element 1 aufgegeben wird, Komponenten in Richtung der leichten und der schweren Achse auf, und das zweite Element 1 schaltet dann durch Gebietsdrehung in ao den Zustand, der der Speicherung eines Ausdruckes vom Binärwert 1 entspricht. Damit ist der Ausdruck mit dem Binärwert 1 von dem ersten auf das zweite Element 1 übertragen worden.
Wenn das erste Element den 0- oder Rücksetz- as zustand eingenommen hätte, wäre es von dem Treibstromimpuls nicht geschaltet worden, und ein Strom im Verbindungsleiter 3 auf Grund einer Störung des Magnetisierungsvektors wäre nicht ausreichend, um den remanenten Zustand des zweiten Elementes erheblich zu beeinflussen. In diesem Fall erzeugt der Treibstromimpuls im Leiter 4 ein Feld nur längs der leichten Achse, das mit dem zweiten Element 1 gekoppelt ist. Wie bereits erwähnt, ergibt ein derartiges Feld in der leichten Achse nur eine Schaltung durch Wandbewegung, und die Dauer des Treibimpulses reicht zu einer Schaltung des Elementes 1 in den entgegengesetzten Zustand nicht aus. Damit wird das zweite Element nicht geschaltet und bleibt in dem eine 0 darstellenden Zustand.
Somit bewirkt die Zuführung eines Treibstromimpulses zum Leiter 4, daß ein Informationsausdruck, der im ersten Element 1 gespeichert ist, auf das zweite Element übertragen wird. Auf die gleiche Weise wird eine Information von einem beliebigen ungeradzahligen Element 1 zum nächstfolgenden geradzahligen Element übertragen.
In ähnlicher Weise erzeugt das Anlegen eines Treibstromes an den Leiter S von einer Quelle 19 aus eine Übertragung der Information von einem geradzahligen Element 1 zum nächstfolgenden ungeradzahligen Element. Somit sind zur Übertragung einer Information längs der Elemente 1 die Leiter 4 und 5 abwechselnd durch die Quellen 18 und 19 durch Impulse beaufschlagt. Während der Übertragung einer binären 1 von z. B. dem zweiten Element 1 auf das dritte Element wird das zweite Element rückgesetzt, und jeder resultierende Strom, der in dem Verbindungsleiter 3 zwischen dem ersten und dem zweiten Element 1 induziert wird, ergibt ein kleines Feld am ersten Element. Dieses Feld wird längs der leichten Achse zugeführt und kann eine Rotationsschaltung nicht einleiten, weil keine Komponente in Richtung der schweren Achse vorhanden ist. Damit kann das erste Element 1 nicht geschaltet werden. Die Ausbildung der Kopplungsleiter verhindert deshalb eine Übertragung von Ausdrucken in der umgekehrten Richtung.
Die Anordnung nach Fig.! stellt ein Schieberegister dar, zu dessen Betrieb ein zweiphasiges Treibsystem verwendet wird. Um Informationsausdrücke einer binären 1 in das erste Element des Registers einzuführen, ist ein mit dem Element gekoppelter Schreibleiter 7 vorgesehen. Der Leiter 7 liegt parallel zum Leiter 4, und zur Einführung eines Ausdruckes wird ein Schreibstromimpuls von einer Quelle 20 dem Leiter 7 im umgekehrten Sinn zu den Treibimpulsen zugeführt, die dem Leiter 4 während des Übertragungsvorganges aufgegeben werden. Der Schreibimpuls schaltet somit das erste Element von dem Rücksetzzustand in den entgegengesetzten Zustand. Obgleich die gespeicherten Informationsausdrücke mit dem Binärwert 1 bezeichnet wurden, kann die Binärdarstellung vertauscht werden, und die Elemente 1 sind lediglich bistabile Stufen, die normalerweise einen Rücksetzzustand einnehmen und in den entgegengesetzten Zustand geschaltet werden, damit sie einen gespeicherten Informationsausdruck darstellen.
In F i g. 2 der Zeichnung werden die Bereiche 1 der dünnen Schicht auf einer Unterlage 8 angeordnet, die vorzugsweise aus stromleitendem Material besteht, z. B. aus Aluminium. Der Treibleiter 4 wird durch Aufbringen eines Kupferfolienschemas auf einen Isolierbelag (nicht dargestellt) ausgebildet, der seinerseits über das Schema der Elemente 1 gesetzt wird. Andererseits kann die gesamte Leiteranordnung durch Aufdampfen von übereinanderliegenden Schichten aus isolierendem und stromleitendem Material über entsprechende Masken in einer Einrichtung ähnlich der, wie sie für den anfänglichen Niederschlag der Elemente 1 verwendet wird, hergestellt werden. Der Einfachheit halber ist nur ein Verbindungsleiter 3 gezeigt, obgleich ein weiterer Leiter 3 z.B. mit dem rechten Element (Fig. 1) gekoppelt ist. In ähnlicher Weise ist in der F i g. 2 nur der Treibleiter 4 gezeigt, während in der Praxis der Leiter 5 ebenfalls erforderlich ist. Die Lage des Leiters 7 ist in F i g. 2 angegeben, und parallele Stromleiter, die über einen Elementarbereich verlaufen, werden übereinandergelegt, so daß beide magnetisch mit dem Filmbereich gekoppelt sind.
Das Zweiphasensystem, das in Verbindung mit der Schieberegisteranordnung nach F i g. 1 beschrieben ist, verwendet zwei gestaffelte, die Übertragung einleitende Schemata von Leitern. In manchen Fällen kann vorteilhafterweise ein einzelner Übertragungsleiter verwendet werden, um die Übertragung in ein einzelnes Element oder aus diesem zu steuern.
Zum Beispiel verwendet die schematisch in F i g. 3 gezeigte Anordnung einen einzelnen Treibleiter 9, der mit einem Filmelement 10 in einer Richtung im Winkel zur schweren Achse und mit einer Anzahl von anderen Elementen 11 in Richtung der schweren Achse gekoppelt ist. Ein Stromimpulserzeuger 21 erregt den Leiter 9. Um einen gespeicherten Ausdruck von dem Element 10 auf die Elemente 11 zu übertragen, verläuft ein Kopplungsleiter 12 über das Element 10 und ist etwa nach der schweren Achse ausgerichtet; dabei kreuzt er jedes der Elemente 11 der Reihe nach in Richtung der leichteren Achse. Die Übertragung eines gespeicherten Ausdruckes aus dem Element 10 erfolgt in der Weise, wie es in Verbindung mit dem ersten Element 1 der in F i g. 1 gezeigten Anordnung beschrieben ist. Da alle Elemente 11 durch ähnliche Treibbedingungen beein-
flußt werden, wird der Ausdruck, der aus dem Element 10 übertragen wurde, in alle Elemente 11 eingeführt.
Für die anfängliche Einführung eines Informationsausdruckes und auch zum Auslesen eines gespeicherten Ausdruckes von einem der Elemente, in welches er durch das beschriebene System übertragen wurde, können zusätzliche Leiter vorgesehen werden.
F i g. 4 der Zeichnung zeigt schematisch eine Anordnung, bei der mehrere Elemente 13 jeweils mit einem Treibleiter 14 so gekoppelt sind, daß der Leiter 14 in einem Winkel zur schweren Achse eines jeden Elementes 13 liegt. Ein weiteres Element 15 ist mit dem Leiter 14 so gekoppelt, daß der Leiter 14 parallel zur schweren Achse des Elementes 15 liegt. Ein Kopplungsleiter 16 ist mit dem Element 13 und dem Element 15 gekoppelt und liegt parallel zur schweren Achse der Elemente 13 und parallel zur leichten Achse des Elements 15. Auf diese Weise wird unter Verwendung der oben beschriebenen Betriebsweise ein Informationsausdruck, der in jedem der Elemente 13 gespeichert ist, auf das Element 15 übertragen; diese Ausbildung entspricht einer logischen ODER-Anordnung, wobei das Element 15 in den 1-Zustand geschaltet wird, wenn wenigstens eines der Elemente 13 den 1-Zustand einnimmt, bevor ein Treibstromimpuls dem Leiter 14 aus einer Stromquelle 22 zugeführt worden ist.
Die Wirkungsweise der Anordnung mit dünnen Schichten hängt davon ab, daß einem Element ein in der leichten Achse verlaufendes Feld aus einem Treibleiter aufgegeben wird, und daß eine in der schweren Achse verlaufende Feldkomponente gleichzeitig aufgegeben wird, die von einer Kopplungssehleife abgeleitet wird, damit ein Schalten durch Gebietsdrehung möglich ist. Gleichzeitig ist die Dauer des Treibstromimpulses so kurz, daß jedes Schalten durch Wandbewegung bei Vorhandensein des großen Treibfeldes nicht eintreten kann. Somit läßt sich erkennen, daß das Feld der schweren Achse, das durch die Kopplungsschleife erzeugt wird, im Verhältnis zum Treibfeld sehr klein sein kann, da die einzige Wirkung darin besteht, daß der Magnetisierungsvektor von der leichten Achse weg verschoben wird, damit ein Rotationsschalten unterstützt wird.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß es in manchen Fällen erwünscht ist, das Feld in der schweren Achse, das mit einem Element gekoppelt ist, aufzubauen, bevor das Feld in der leichten Achse ausgebildet wird, damit sichergestellt ist, daß das Element nicht zur Kernbildung neigt, wodurch das rasche Rotationsschalten verhindert würde. Vorzugsweise wird der Leiter 4 an der Stelle mit einer größeren Breite ausgeführt, an der er über die geradzahligen Elemente verläuft, als an der Stelle, an der er über die ungeradzahligen Elemente verläuft. Dies bewirkt die Schaltung eines ungeradzahligen Elementes und damit die Erzeugung eines in der schweren Achse liegenden Kopplungsfeldes, bevor das Treibfeld, das mit dem nächsten geradzahligen Element gekoppelt ist, den kritischen Wert der Koerzitivkraft längs der leichten Achse erreicht hat. In ähnlicher Weise wählt man vorzugsweise die Breite des Leiters an der Stelle, an der er über das ungeradzahlige Element 1 verläuft, größer als an der Stelle, an der er über das geradzahlige Element verläuft.
Es ist bekannt, daß praktisch bei Anordnungen mit dünnen Schichten üblicherweise Änderungen in Richtung der leichten Achsen einzelner Elemente der dünnen Schicht vorhanden sind, die beispielsweise durch Poren oder andere Unregelmäßigkeiten in der dünnen Schicht bedingt sind. Vorausgesetzt, daß das Treibleiterfeld etwa nach der mittleren leichten Achse der dünnen Schicht ausgerichtet ist, läßt sich feststellen, daß die rasche Schaltweise in keinem der Elemente auftritt, wenn ein Feld längs der mittleren Achse durch Eigenwirkung aufgegeben wird, und daß die Feldkomponente der schweren Achse erforderlich ist, um die Elemente in der während des Treibstromimpulses zur Verfügung stehenden Zeit zu schalten.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verschieberegister mit einer Vielzahl von Elementen dünner magnetischer Schichten, deren jedes eine leichte Magnetisierungsachse aufweist, deren jedes mit zwei Stromleitern gekoppelt ist, die Schiebe- und Rücksetzmagnetfelder an die Elemente anlegen, und deren jedes mit benachbarten Elementen über einen Verbindungsleiter gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter (4, 5), der das magnetische Rücksetzfeld aufgibt, in einem kleinen Winkel zur schweren Achse des Elementes ausgerichtet ist, damit magnetische Rücksetzfelder erzeugt werden, die Komponenten parallel und senkrecht zur leichten Achse aufweisen, so daß die Elemente durch Drehung der Weißschen Bezirke sowohl beim Setzen als auch beim Rücksetzen der Elemente geschaltet werden. ...
2. Verschieberegister nach Anspruch' 1, da-. durch gekennzeichnet, daß ein Element (10) durch
einen einzigen fortlaufenden Kopplungsleiter (12) mit einer Vielzahl von benachbarten Elementen (11) gekoppelt ist.
3. Verschieberegister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Elementen (13) gemeinsam mit einem einzigen benachbarten Element (15) durch einen einzigen, fortlaufenden Kopplungsleiter (16) gekoppelt sind.
4. Verschieberegister nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle Elemente (13) mit einem gemeinsamen Rücksetzleiter (14) gekoppelt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 292 792;
USA.-PatentschriftNr. 3 054 094.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 568/394 6.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEP1271A 1963-04-05 1964-03-20 Verschieberegister aus duennen magnetischen Schichten Pending DE1271770B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB13626/63A GB1057042A (en) 1963-04-05 1963-04-05 Improvements in or relating to information transfer devices

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1271770B true DE1271770B (de) 1968-07-04

Family

ID=10026451

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP1271A Pending DE1271770B (de) 1963-04-05 1964-03-20 Verschieberegister aus duennen magnetischen Schichten

Country Status (3)

Country Link
US (1) US3357000A (de)
DE (1) DE1271770B (de)
GB (1) GB1057042A (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3487380A (en) * 1965-06-25 1969-12-30 Sperry Rand Corp Nondestructive transfer,plated wire memory arrangement
US3441919A (en) * 1966-03-31 1969-04-29 Sperry Rand Corp Partial switching of a magnetic element
US3469248A (en) * 1966-06-23 1969-09-23 Sperry Rand Corp Dual-transfer magnetic film shift register

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1292792A (fr) * 1960-06-24 1962-05-04 Ibm Dispositif de transfert d'informations binaires
US3054094A (en) * 1959-05-15 1962-09-11 Ibm Magnetic shift register

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3151317A (en) * 1960-10-10 1964-09-29 Sperry Rand Corp Magnetic stepping circuit
US3176276A (en) * 1962-05-31 1965-03-30 Massachusetts Inst Technology Magnetic domain-wall storage and logic
US3244904A (en) * 1962-10-12 1966-04-05 Gen Dynamics Corp Power pulse generator including choke coil with saturable core in charging circuit for rapid recharging

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3054094A (en) * 1959-05-15 1962-09-11 Ibm Magnetic shift register
FR1292792A (fr) * 1960-06-24 1962-05-04 Ibm Dispositif de transfert d'informations binaires

Also Published As

Publication number Publication date
US3357000A (en) 1967-12-05
GB1057042A (en) 1967-02-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1139304B (de) Magnetisches Geraet zur Speicherung, Verschiebung oder Weiterleitung von Rechengroessen
DE1041535B (de) Magnetische Speicherkernmatrix mit einer Vielzahl von magnetischen Speicherkernen
DE2343398A1 (de) Magnetische schaltung
DE1174359B (de) Bistabile Kippschaltung, die eine Flaeche aus einem duennen, anisotropen, ferromagnetischen Film benutzt
DE1275131B (de) Anordnung zur UEbertragung von Information auf ein Magnetschichtelement axialer Anisotropie
DE2509866A1 (de) Register mit magnetbereichsfortpflanzung in duennen magnetischen schichten
DE1264508B (de) Magnetisches Schieberegister
DE2460136A1 (de) Verschiebeeinrichtung fuer magnetische zylindrische einzelwanddomaenen
DE1271770B (de) Verschieberegister aus duennen magnetischen Schichten
DE2626496C3 (de) Einrichtung für magnetische Blasendomänen
DE2259042B2 (de) Magnetische Speicheranordnung
DE1474394A1 (de) Magnetische Datenspeicheranordnung
DE2616938B2 (de) Verfahren und anordnung zur steuerbaren erzeugung von wandmagnetisierungszustaenden in magnetischen einzelwanddomaenen
DE2225585A1 (de) Magnetisierungsdomäne-Übertragungsanordnung
DE2613785C2 (de) Magnetischer Blasendomänenspeicher
DE2529150C3 (de) Verfahren zum Speichern von Blasendomänen in einem dünnen, ferromagnetischen Film und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
DE1098994B (de) Bistabiles magnetisches Speicherelement mit Vorzugsrichtung der Magnetisierung
DE2321824C3 (de) Magnetisches Schieberegister
DE2657200C3 (de)
DE2448051C2 (de) Verfahren zum Betrieb eines logischen Verknüpfungsgliedes mit einem Josephson-Element und Anwendungen des Verfahrens
DE2257842C3 (de) Matrixspeicher mit Störungsausgleich
DE1271193B (de) Informationsschieberegister
DE1272372B (de) Steuerbare Magnetspeicher-Einheit
DE1549135C (de) Magnetischer Speicher
DE2515912A1 (de) Magnetische schaltungsanordnung