DE1271770B - Verschieberegister aus duennen magnetischen Schichten - Google Patents
Verschieberegister aus duennen magnetischen SchichtenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
GlIc
Nummer: 1271770
Aktenzeichen: P 12 71 770.3-53 (J 25493)
Anmeldetag: 20. März 1964
Auslegetag: 4. Juli 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung mit anisotropen dünnen magnetischen Schichten zur
Speicherung und Übertragung von Informationen, insbesondere auf ein Verschieberegister mit einer
Vielzahl von Elementen dünner magnetischer Schichten, deren jedes eine leichte Magnetisierungsachse
aufweist, deren jedes mit zwei Stromleitern gekoppelt ist, die Schiebe- und Rücksetzmagnetfelder an die
Elemente anlegen, und deren jedes mit dem benachbarten Element über einen Verkettungsleiter gekoppelt
ist.
Es ist bereits eine Anordnung zum Speichern und Übertragen von Informationen bekannt, die aus einer
Vielzahl von Elementen dünner magnetischer Schichten mit leichten Magnetisierungsachsen besteht.
Jedes Element weist dabei eine Eingangswicklung auf, die in der leichten Achse ausgerichtet ist, ferner
eine Ausgangswicklung, eine Verschiebewicklung und eine Rücksetzwicklung, die senkrecht zur leichten
Achse ausgerichtet sind. Die Verschiebewicklungen ungeradzahliger Elemente und die Rücksetzwicklungen
geradzahliger Elemente sind an eine erste Impulsquelle angeschlossen Die Verschiebewicklungen ungeradzahliger
Elemente und die Rücksetzwicklungen geradzahliger Elemente sind an eine zweite Impulsquelle
gelegt. Die Ausgangswicklungen sind über die Eingangswicklungen der nächsten benachbarten Elemente
in den Reihen angeschlossen, damit geschlossene Verkettungsleiter entstehen, die elektromagnetisch
benachbarte Elemente miteinander koppeln. Zu Beginn nehmen alle Elemente den binären O-Zustand
ein, in welchem sie in einer Richtung längs der leichten Achse magnetisiert werden. Die binäre 1 wird
dadurch dargestellt, daß das Element in den entgegengesetzten Magnetisierungszüstand geschaltet
wird, in welchem die Magnetisierung in entgegengesetzter Richtung längs der leichten Achse ausgerichtet
ist. Eine Erregung der Rücksetzwicklung eines Elementes erzeugt ein Magnetfeld, das in der leichten
Achse des Elementes ausgerichtet ist, so daß dann, wenn das Element den 1-Zustand einnimmt, dieses
Element inkohärent in den O-Zustand geschaltet wird. Durch diesen Schaltvorgang wird ein Strom
in der Ausgangswicklung induziert, der durch die Eingangswicklung des nächstliegenden Elementes zirkuliert.
Der die Eingangswicklung durchfließende Strom erzeugt ein Magnetfeld senkrecht zur leichten
Achse, dieses Feld bewirkt in Verbindung mit dem Magnetfeld parallel zur leichten Achse, das durch
Erregung des Verschiebeleiters entsteht, ein Schalten des Elementes in den 1-Zustand durch kohärente
Drehung. Damit wird der Informationsausdruck von Verschieberegister
aus dünnen magnetischen Schichten
Anmelder:
International Computers and Tabulators Limited, London
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Beglich
und Dipl.-Ing. A. Wasmeier, Patentanwälte,
8400 Regensburg 3, Lessingstr. 10
Als Erfinder benannt:
Andrew Charles Tickle, ■
Bareleigh Cottage, Stevenage, Hertfordshire
(Großbritannien) "■■·.'.
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 5. April 1963 (13 626)
einem Element auf das nächste Element durch kohärentes
Drehschalten des Aufnahmeelementes und Rücksetzen des ersten Elementes durch inkohärentes
Schalten übertragen.
. Ziel der Erfindung ist es, bei Anordnungen der
eingangs erwähnten Art die Schältgeschwindigkeit eines Elementes dünner Schicht wesentlich zu err
höhen, indem gleichzeitig mit dem Feld parallel zur leichten Achse ein Feld senkrecht zur leichten Achse
angelegt wird. . ■ ;
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Verkettungsleiter, der das magnetische
Rücksetzfeld aufgibt, in einem kleinen Winkel zur schweren Achse des Elementes ausgerichtet ist, damit
magnetische Rücksetzfelder erzeugt werden, die Komponenten parallel und senkrecht zur leichten
Achse aufweisen, so daß die Elemente durch Drehung der Weißschen Bezirke sowohl beim Setzen als
auch beim Rücksetzen der Elemente geschaltet werden.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines Informationsschieberegisters,
F i g. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teiles des Registers nach F i g. 1,
809 568/394
3 4
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer Infor- 4, 5 und 7 sind voneinander und von den Schicht-
mationsübertragungsanordnung und bereichen 1 in üblicher Weise isoliert, diese Isolation
F i g. 4 eine schematische Darstellung einer logi- ist in der Zeichnung jedoch nicht angedeutet,
sehen Gatteranordnung zur Übertragung eines Infor- Die elementaren Schichtbereiche 1 weisen leichte
mationsausdruckes. 5 und schwere Achsen in den durch die Linien 2 und
Elementarflächen einer anisotropen, dünnen ma- 17 angedeuteten Richtungen auf. Ein gespeicherter
gnetischen Schicht können durch Vakuumaufdamp- Informationsausdruck mit dem binären Wert 1 wird
fung eines entsprechenden Materials zur Ausbildung durch Ausrichtung des Magnetisierungsvektors nach
einer dünnen Schicht auf einer Trägerunterlage aus- links in F i g. 1 dargestellt, ein Ausdruck mit dem
gebildet werden. Derartige elementare Bereiche kön- io binären Wert 0 wird durch Ausrichtung des Vektors
nen einzelne kleine Bereiche einer dünnen Schicht in entgegengesetzter Richtung dargestellt,
sein, die beispielsweise durch entsprechendes Ab- Jedes Paar von benachbarten Elementarbereichen 1
decken der Unterlage während des Niederschiagens ist durch einen Verbindungsleiter 3 gekoppelt. Der
oder durch Wegätzen unerwünschter Teile einer kon- Verbindungsleiter 3 weist die Form einer geschlos-
tinuierlichen dünnen Schicht nach dem Niederschla- 15 senen Schleife auf, und wenn man davon ausgeht,
gen hergestellt werden. Während der Ausbildung des daß die Richtung des Informationsüberganges von
Belages der dünnen Schicht wird ein magnetisches links nach rechts in F i g. 1 verlaufen soll, verläuft
Orientierungsfeld angelegt, und die resultierende der Teil der Schleife, der mit dem linken Element 1
dünne Schicht weist dann eine bevorzugte Magneti- des Paares gekoppelt ist, über das Element in Rich-
sierungsvorrichtung auf, die sogenannte leichte Ma- 20 tung der schweren Achse, während der Teil der
gnetisierungsachse, mit der der Magnetisierungs- Schleife, der mit dem rechten Element 1 des Paares
vektor bei Fehlen eines äußeren Feldes ausgerichtet gekoppelt ist, über das Element in Richtung der
ist. Die Bereiche der dünnen Schicht weisen zwei leichten Achse verläuft.
stabile Magnetisierungszustände entsprechend der Ein Treibleiter 4 ist mit dem ersten Element 1
Ausrichtung des Vektors nach der leichten Achse in 25 (das am weitesten links gelegene Element in Fig. 1)
der einen oder anderen Richtung auf. gekoppelt und verläuft in einem Winkel zur schweren
Elementarbereiche einer dünnen Schicht können Achse. Der Leiter 4 wird dann mit dem zweiten
zweckmäßigerweise zur Speicherung von Binärinfor- Element 1 gekoppelt und verläuft etwa in Richtung
mationen verwendet werden, wobei die Ausrichtung der schweren Achse. Von da ab ist der Leiter 4 mit
des Vektors in der einen Richtung längs der leichten 30 aufeinanderfolgenden, ungeraden Elementen 1 in der
Achse eine binäre 1 und in entgegengesetzter Rieh- gleichen Weise wie mit dem ersten Element 1 und
tung eine binäre 0 darstellt. Ein Bereich kann von mit nachfolgenden geradzahligen Elementen 1 in der
einem Zustand in den anderen geschaltet werden, gleichen Weise wie mit dem zweiten Element 1 ge-
indem z. B. ein Magnetfeld parallel zur leichten Achse koppelt.
erzeugt wird, das mit der dünnen Schicht gekoppelt 35 Ein zweiter Treibleiter 5 ist mit dem zweiten und
ist und eine ausreichende Größe aufweist, damit die anschließend mit den übrigen geradzahligen Elemendünne
Schicht im entgegengesetzten Sinn gesättigt ten 1 gekoppelt und verläuft über diese Elemente in
wird. Diese Schaltart trifft bei Wandbewegung ein, einem Winkel zur schweren Achse; er ist auch mit
d. h., Bereiche umgekehrten magnetischen Zustandes dem dritten und den nachfolgenden ungeradzahligen
werden in der dünnen Schicht ausgebildet, und die 40 Elementen 1 gekoppelt und verläuft über diese EIe--Begrenzungswandungen
dieser Bereiche verschieben mente in Richtung der schweren Achse, sich so, daß die Bereiche so lange wachsen, bis die Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Anordgesamte
dünne Schicht in den umgekehrten stabilen nung wird angenommen, daß zu Beginn das erste
Zustand geschaltet worden ist. Element 1 eine binäre 1 speichert, wobei der Magne-Ein
anderes Schaltverfahren verwendet die söge- 45 tisierungsvektor nach links ausgerichtet ist. Die übrinannte
Rotationsschaltung der dünnen Schicht. In gen Elemente 1 sollen zu Beginn den entgegengesetzdiesem
Fall weist das angelegte Treibfeld Kompo- ten Zustand einnehmen. Um die Übertragung des
nenten sowohl parallel als auch senkrecht zur leich- gespeicherten Ausdruckes von dem ersten auf das
ten Achse auf. Unter diesen Umständen wird der zweite Element 1 einzuleiten, wird dem Leiter 4 von
Magnetisierungsvektor von seiner Anfangsrichtung 50 einer Stromquelle 18 ein kurzer Stromimpuls aufum
mehr als 90° gedreht, d. h. über die schwere gegeben. Dieser Impuls weist eine sehr kurze AnAchse
hinaus, und kann in die entgegengesetzte Rieh- stiegszeit auf und dauert nur einige Nanosekunden.
tung längs der leichten Achse kippen, wenn das Diese Zeit reicht aus, um einen Schaltvorgang durch
Treibfeld abgeklungen ist. Man hat festgestellt, daß Gebietsdrehung zu ermöglichen, sie reicht jedoch
die Geschwindigkeit der Rotationsschaltung um ein 55 nicht aus, damit eine Schaltung durch Wandbewe-Vielfaches
größer ist als die der Wandbewegungs- gung vorgenommen werden kann. Der Impuls ist so
schaltung, und deshalb können entsprechend kürzere groß, daß der Magnetisierungsvektor des ersten EIe-Treibimpulse
verwendet werden. mentes in Ausrichtung mit dem Magnetfeld gedreht
In F i g. 1 der Zeichnung ist schematisch eine An- wird, das durch den Strom in der Ebene des Elemenordnung
von elementaren dünnen Schichtbereichen 1 60 tes aufgebaut wird. Dieses Feld steht senkrecht zur
und zugehörigen Leitern 3, 4, 5 und 7 zur Über- Richtung des Leiters 4, und die Stromrichtung ist so
tragung der gespeicherten Binärinformationsaus- gewählt, daß der Vektor eine Lage einnimmt, wie sie
drücke von einem Element zum anderen dargestellt. durch den gestrichelten Pfeil 6 angedeutet ist. Am
Der Einfachheit halber ist die Unterlage, die die Ende des Stromimpulses wird der Vektor in Richtung
Bereiche 1 aufnimmt, weggelassen, und die Leiter 3, 65 der leichten Achse ausgerichtet und stellt eine bi-4,
5 und 7 sind durch Linien dargestellt, die ihre näre 0 dar. Der Treibimpuls im Leiter 4 setzt das
entsprechenden Richtungen relativ zu den Bereichen 1 erste Element 1 zurück. Der Winkel zwischen dem
angeben, mit denen sie gekoppelt sind. Die Leiter 3, Leiter 4 und der schweren Achse des ungeradzahligen
Elementes 1 ist der übersichtlicheren Darstellung wegen stark vergrößert dargestellt. In der Praxis
beträgt dieser Winkel etwa nur 10°.
Durch das Schalten des ersten Elementes 1 in den Rücksetzzustand wird ein Strom in dem Verbindungsleiter
3 induziert. Dieser Strom seinerseits erzeugt eine ausreichende Kopplung des Magnetfeldes in der
schweren Achse mit dem zweiten Element 1, um den Magnetisierungsvektor von der leichten Achse weg
zu drehen. Der Treibstromimpuls im Leiter 4 erzeugt ferner eine Magnetfeldkoppelung mit dem zweiten
Element 1, und dieses Feld wird nach der leichten Achse ausgerichtet im gleichen Sinn, wie es zum
Setzen des zweiten Elementes 1 in den Zustand erforderlich ist, der einen Informationsausdruck vom
Binärwert 1 darstellt. Unter diesen Bedingungen weist das resultierende Feld, das dem zweiten Element 1
aufgegeben wird, Komponenten in Richtung der leichten und der schweren Achse auf, und das zweite
Element 1 schaltet dann durch Gebietsdrehung in ao den Zustand, der der Speicherung eines Ausdruckes
vom Binärwert 1 entspricht. Damit ist der Ausdruck mit dem Binärwert 1 von dem ersten auf das zweite
Element 1 übertragen worden.
Wenn das erste Element den 0- oder Rücksetz- as
zustand eingenommen hätte, wäre es von dem Treibstromimpuls nicht geschaltet worden, und ein Strom
im Verbindungsleiter 3 auf Grund einer Störung des Magnetisierungsvektors wäre nicht ausreichend, um
den remanenten Zustand des zweiten Elementes erheblich zu beeinflussen. In diesem Fall erzeugt der
Treibstromimpuls im Leiter 4 ein Feld nur längs der leichten Achse, das mit dem zweiten Element 1 gekoppelt
ist. Wie bereits erwähnt, ergibt ein derartiges Feld in der leichten Achse nur eine Schaltung durch
Wandbewegung, und die Dauer des Treibimpulses reicht zu einer Schaltung des Elementes 1 in den
entgegengesetzten Zustand nicht aus. Damit wird das zweite Element nicht geschaltet und bleibt in dem
eine 0 darstellenden Zustand.
Somit bewirkt die Zuführung eines Treibstromimpulses zum Leiter 4, daß ein Informationsausdruck,
der im ersten Element 1 gespeichert ist, auf das zweite Element übertragen wird. Auf die gleiche
Weise wird eine Information von einem beliebigen ungeradzahligen Element 1 zum nächstfolgenden
geradzahligen Element übertragen.
In ähnlicher Weise erzeugt das Anlegen eines Treibstromes an den Leiter S von einer Quelle 19
aus eine Übertragung der Information von einem geradzahligen Element 1 zum nächstfolgenden ungeradzahligen
Element. Somit sind zur Übertragung einer Information längs der Elemente 1 die Leiter 4
und 5 abwechselnd durch die Quellen 18 und 19 durch Impulse beaufschlagt. Während der Übertragung
einer binären 1 von z. B. dem zweiten Element 1 auf das dritte Element wird das zweite Element rückgesetzt,
und jeder resultierende Strom, der in dem Verbindungsleiter 3 zwischen dem ersten und dem
zweiten Element 1 induziert wird, ergibt ein kleines Feld am ersten Element. Dieses Feld wird längs der
leichten Achse zugeführt und kann eine Rotationsschaltung nicht einleiten, weil keine Komponente in
Richtung der schweren Achse vorhanden ist. Damit kann das erste Element 1 nicht geschaltet werden.
Die Ausbildung der Kopplungsleiter verhindert deshalb eine Übertragung von Ausdrucken in der umgekehrten
Richtung.
Die Anordnung nach Fig.! stellt ein Schieberegister
dar, zu dessen Betrieb ein zweiphasiges Treibsystem verwendet wird. Um Informationsausdrücke
einer binären 1 in das erste Element des Registers einzuführen, ist ein mit dem Element gekoppelter
Schreibleiter 7 vorgesehen. Der Leiter 7 liegt parallel zum Leiter 4, und zur Einführung eines Ausdruckes
wird ein Schreibstromimpuls von einer Quelle 20 dem Leiter 7 im umgekehrten Sinn zu den Treibimpulsen
zugeführt, die dem Leiter 4 während des Übertragungsvorganges aufgegeben werden. Der
Schreibimpuls schaltet somit das erste Element von dem Rücksetzzustand in den entgegengesetzten Zustand.
Obgleich die gespeicherten Informationsausdrücke mit dem Binärwert 1 bezeichnet wurden,
kann die Binärdarstellung vertauscht werden, und die Elemente 1 sind lediglich bistabile Stufen, die
normalerweise einen Rücksetzzustand einnehmen und in den entgegengesetzten Zustand geschaltet werden,
damit sie einen gespeicherten Informationsausdruck darstellen.
In F i g. 2 der Zeichnung werden die Bereiche 1 der dünnen Schicht auf einer Unterlage 8 angeordnet,
die vorzugsweise aus stromleitendem Material besteht, z. B. aus Aluminium. Der Treibleiter 4 wird
durch Aufbringen eines Kupferfolienschemas auf einen Isolierbelag (nicht dargestellt) ausgebildet, der
seinerseits über das Schema der Elemente 1 gesetzt wird. Andererseits kann die gesamte Leiteranordnung
durch Aufdampfen von übereinanderliegenden Schichten aus isolierendem und stromleitendem Material
über entsprechende Masken in einer Einrichtung ähnlich der, wie sie für den anfänglichen Niederschlag
der Elemente 1 verwendet wird, hergestellt werden. Der Einfachheit halber ist nur ein Verbindungsleiter
3 gezeigt, obgleich ein weiterer Leiter 3 z.B. mit dem rechten Element (Fig. 1) gekoppelt
ist. In ähnlicher Weise ist in der F i g. 2 nur der Treibleiter 4 gezeigt, während in der Praxis der
Leiter 5 ebenfalls erforderlich ist. Die Lage des Leiters 7 ist in F i g. 2 angegeben, und parallele Stromleiter,
die über einen Elementarbereich verlaufen, werden übereinandergelegt, so daß beide magnetisch
mit dem Filmbereich gekoppelt sind.
Das Zweiphasensystem, das in Verbindung mit der Schieberegisteranordnung nach F i g. 1 beschrieben
ist, verwendet zwei gestaffelte, die Übertragung einleitende Schemata von Leitern. In manchen Fällen
kann vorteilhafterweise ein einzelner Übertragungsleiter verwendet werden, um die Übertragung in ein
einzelnes Element oder aus diesem zu steuern.
Zum Beispiel verwendet die schematisch in F i g. 3 gezeigte Anordnung einen einzelnen Treibleiter 9, der
mit einem Filmelement 10 in einer Richtung im Winkel zur schweren Achse und mit einer Anzahl
von anderen Elementen 11 in Richtung der schweren Achse gekoppelt ist. Ein Stromimpulserzeuger 21 erregt
den Leiter 9. Um einen gespeicherten Ausdruck von dem Element 10 auf die Elemente 11 zu übertragen,
verläuft ein Kopplungsleiter 12 über das Element 10 und ist etwa nach der schweren Achse
ausgerichtet; dabei kreuzt er jedes der Elemente 11 der Reihe nach in Richtung der leichteren Achse.
Die Übertragung eines gespeicherten Ausdruckes aus dem Element 10 erfolgt in der Weise, wie es in Verbindung
mit dem ersten Element 1 der in F i g. 1 gezeigten Anordnung beschrieben ist. Da alle Elemente
11 durch ähnliche Treibbedingungen beein-
flußt werden, wird der Ausdruck, der aus dem Element
10 übertragen wurde, in alle Elemente 11 eingeführt.
Für die anfängliche Einführung eines Informationsausdruckes und auch zum Auslesen eines gespeicherten
Ausdruckes von einem der Elemente, in welches er durch das beschriebene System übertragen
wurde, können zusätzliche Leiter vorgesehen werden.
F i g. 4 der Zeichnung zeigt schematisch eine Anordnung,
bei der mehrere Elemente 13 jeweils mit einem Treibleiter 14 so gekoppelt sind, daß der Leiter
14 in einem Winkel zur schweren Achse eines jeden Elementes 13 liegt. Ein weiteres Element 15 ist
mit dem Leiter 14 so gekoppelt, daß der Leiter 14 parallel zur schweren Achse des Elementes 15 liegt.
Ein Kopplungsleiter 16 ist mit dem Element 13 und dem Element 15 gekoppelt und liegt parallel zur
schweren Achse der Elemente 13 und parallel zur leichten Achse des Elements 15. Auf diese Weise
wird unter Verwendung der oben beschriebenen Betriebsweise ein Informationsausdruck, der in jedem
der Elemente 13 gespeichert ist, auf das Element 15 übertragen; diese Ausbildung entspricht einer logischen
ODER-Anordnung, wobei das Element 15 in den 1-Zustand geschaltet wird, wenn wenigstens
eines der Elemente 13 den 1-Zustand einnimmt, bevor ein Treibstromimpuls dem Leiter 14 aus einer Stromquelle
22 zugeführt worden ist.
Die Wirkungsweise der Anordnung mit dünnen Schichten hängt davon ab, daß einem Element ein
in der leichten Achse verlaufendes Feld aus einem Treibleiter aufgegeben wird, und daß eine in der
schweren Achse verlaufende Feldkomponente gleichzeitig aufgegeben wird, die von einer Kopplungssehleife
abgeleitet wird, damit ein Schalten durch Gebietsdrehung möglich ist. Gleichzeitig ist die Dauer
des Treibstromimpulses so kurz, daß jedes Schalten durch Wandbewegung bei Vorhandensein des großen
Treibfeldes nicht eintreten kann. Somit läßt sich erkennen, daß das Feld der schweren Achse, das
durch die Kopplungsschleife erzeugt wird, im Verhältnis zum Treibfeld sehr klein sein kann, da die
einzige Wirkung darin besteht, daß der Magnetisierungsvektor von der leichten Achse weg verschoben
wird, damit ein Rotationsschalten unterstützt wird.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß es in manchen Fällen erwünscht ist, das Feld in
der schweren Achse, das mit einem Element gekoppelt ist, aufzubauen, bevor das Feld in der leichten
Achse ausgebildet wird, damit sichergestellt ist, daß das Element nicht zur Kernbildung neigt, wodurch
das rasche Rotationsschalten verhindert würde. Vorzugsweise wird der Leiter 4 an der Stelle mit einer
größeren Breite ausgeführt, an der er über die geradzahligen Elemente verläuft, als an der Stelle, an der
er über die ungeradzahligen Elemente verläuft. Dies bewirkt die Schaltung eines ungeradzahligen Elementes
und damit die Erzeugung eines in der schweren Achse liegenden Kopplungsfeldes, bevor das Treibfeld,
das mit dem nächsten geradzahligen Element gekoppelt ist, den kritischen Wert der Koerzitivkraft
längs der leichten Achse erreicht hat. In ähnlicher Weise wählt man vorzugsweise die Breite des Leiters
an der Stelle, an der er über das ungeradzahlige Element 1 verläuft, größer als an der Stelle, an der
er über das geradzahlige Element verläuft.
Es ist bekannt, daß praktisch bei Anordnungen mit dünnen Schichten üblicherweise Änderungen in
Richtung der leichten Achsen einzelner Elemente der dünnen Schicht vorhanden sind, die beispielsweise
durch Poren oder andere Unregelmäßigkeiten in der dünnen Schicht bedingt sind. Vorausgesetzt, daß das
Treibleiterfeld etwa nach der mittleren leichten Achse der dünnen Schicht ausgerichtet ist, läßt sich feststellen,
daß die rasche Schaltweise in keinem der Elemente auftritt, wenn ein Feld längs der mittleren
Achse durch Eigenwirkung aufgegeben wird, und daß die Feldkomponente der schweren Achse erforderlich
ist, um die Elemente in der während des Treibstromimpulses zur Verfügung stehenden Zeit zu schalten.
Claims (4)
1. Verschieberegister mit einer Vielzahl von Elementen dünner magnetischer Schichten, deren
jedes eine leichte Magnetisierungsachse aufweist, deren jedes mit zwei Stromleitern gekoppelt ist,
die Schiebe- und Rücksetzmagnetfelder an die Elemente anlegen, und deren jedes mit benachbarten
Elementen über einen Verbindungsleiter gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter (4, 5), der das magnetische Rücksetzfeld
aufgibt, in einem kleinen Winkel zur schweren Achse des Elementes ausgerichtet ist,
damit magnetische Rücksetzfelder erzeugt werden, die Komponenten parallel und senkrecht zur
leichten Achse aufweisen, so daß die Elemente durch Drehung der Weißschen Bezirke sowohl
beim Setzen als auch beim Rücksetzen der Elemente geschaltet werden. ...
2. Verschieberegister nach Anspruch' 1, da-. durch gekennzeichnet, daß ein Element (10) durch
einen einzigen fortlaufenden Kopplungsleiter (12) mit einer Vielzahl von benachbarten Elementen
(11) gekoppelt ist.
3. Verschieberegister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Elementen
(13) gemeinsam mit einem einzigen benachbarten Element (15) durch einen einzigen,
fortlaufenden Kopplungsleiter (16) gekoppelt sind.
4. Verschieberegister nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle Elemente (13) mit
einem gemeinsamen Rücksetzleiter (14) gekoppelt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 292 792;
USA.-PatentschriftNr. 3 054 094.
Französische Patentschrift Nr. 1 292 792;
USA.-PatentschriftNr. 3 054 094.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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