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Schaltungsanordnung zum Suchen freier Verbindungswege in mehrstufigen
Koppelfeldern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen Die Erfindung
betrifft eine Schaltungsanordnung zum Suchen freier Verbindungswege in mehrstufigen
Koppelfeldern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, bei der
die aus in Matrixform angeordneten Koppelpunkten bestehenden Koppelstufen in gleich
große Untermatrizen aufgeteilt sind, für deren Prüfung so viele in Matrixform angeordnete
Prüfschaltungen vorgesehen sind, wie jede Untermatrix zu prüfende Elemente aufweist,
und bei der die zu prüfende Untermatrix durch an die koordinatenartig angeordneten
Spalten- und Zeilenleitungen einer der Koppelstufe zugeordneten Schaltmatrix angeschaltete
Steuerpotentiale auswählbar ist.
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Die Abfertigung der Verbindungswünsche der Teilnehmer erfolgt in Vermittlungsanlagen,
bei denen die Verbindungsherstellung über mehrstufige Koppelfelder vorgenommen wird,
allgemein mit Hilfe eines zentralen Markierers, der über Informations- und Steuerleitungen
mit den Koppelfeldern in Verbindung steht. Es obliegt ihm dabei die Aufgabe, unter
Berücksichtigung der bereits bestehenden Verbindungen die freien Verbindungswege
festzustellen, einen geeigneten davon auszuwählen und durchzuschalten. Für den Suchvorgang
wird meist ein bestimmter Eingang und ein bestimmter Ausgang des mehrstufigen Koppelfeldes
bezeichnet, und es werden diejenigen freien Leitungskombinationen ausgesucht, die
von dem bezeichneten Eingang über alle Stufen des Koppelfeldes hinweg zu dem bezeichneten
Ausgang führen. Durch einen Schaltbefehl wird dann ein unter den möglichen Verbindungswegen
ausgewählter durchgeschaltet.
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Wegen der sehr großen Zahl abzusuchender Wegestücke sind komplizierte
Prüf- und Markiereinrichtungen erforderlich.
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Durch die deutsche Patentschrift 865 474 wurde eine Schaltungsanordnung
bekannt, bei der der Betriebszustand der Zwischenleitungen des Koppelfeldes, nämlich
ob frei oder besetzt, über Informationsleitungen mittels zeitlich versetzter Impulse
dem Markierer mitgeteilt wird, der aus diesen Informationen frei zusammenschaltbare
Zwischenleitungen heraussucht und durchschaltet. Da mit jeder Pulsphase die Informationen
einer Verbindungsleitung übermittelt werden können, genügt zwar eine verhältnismäßig
geringe Anzahl von Informationsleitungen, es muß jedoch bei der Verbindungsherstellung
eine gewisse Wartezeit in Kauf genommen werden, weil immer erst der Eintritt der
sich bei mehrstufigen Koppelfeldern ergebenden Koinzidenzmöglichkeiten der unterschiedlichen
Pulsphasen der einzelnen Stufen abgewartet werden muß. Diese Wartezeit und der erforderliche
Aufwand für die Bereitstellung, Erzeugung und Koinzidenzprüfung der vielen Pulsphasen
wiegt die Einsparung an Informationsleitungen auf.
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Bei der durch die deutsche Auslegeschrift 1048 956 beschriebenen Vermittlungsanlage
erfolgt das Aussuchen und Kombinieren der Zwischenleitungen nicht im Markierer,
sondern mittels eines Wegesuchnetzwerkes, welches in seiner Leitungsführung derjenigen
des Koppelfeldes entspricht. Für die Wegesuche wird zugleich ein Eingang und ein
Ausgang des Wegesuchnetzwerkes markiert, wobei sich die Markierung des betreffenden
Einganges und des betreffenden Ausganges über freien Zwischenleitungen zugeordnete
Wegesuchadern in das Innere des Wegesuchnetzwerkes fortpflanzt, bis zusammenhängende
Wegeführungen über die Wegesuchadern markiert werden. Nach der Auswahl unter diesen
wird die Markierung auf den als frei festgestellten Verbindungsweg übertragen und
die Einstellung der zugeordneten Koppelpunktkontakte vorgenommen.
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Bei diesem bekannten Verfahren ist der technische Aufwand für den
Markierer verhältnismäßig klein, dagegen müssen im Koppelfeld Wegesuchadern vorgesehen
werden, die über besondere Schaltmittel untereinander verbunden sind, deren Anzahl
der Zahl der Koppelpunkte proportional ist. An den Stoßstellen dieser Adern sind
Wähler vorgesehen, welche für die Auswahl der Wegestücke dienen und die Markierung
der Einstellschaltmittel vornehmen.
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Es entsteht bei dieser bekannten Anordnung keine besondere Wartezeit,
es muß jedoch als nachteilig angesehen
werden, daß besondere Wegesuchadern
und Wähleinrichtungen, deren Anzahl in größeren Vermittlungen beträchtlich ist,
erforderlich sind.
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Durch die deutsche Auslegeschrift 1191430 wurde eine Schaltungsanordnung-
zum Prüfen von Schaltkreisen und/oder Leitungen auf ihren Belegungszustand bekannt,
bei der die die Schaltkreise bzw. Leitungen in kreuzfeldartiger Anordnung enthaltende
Hauptmatrix in gleich große Untermatrizen aufgeteilt ist, für deren Prüfung so viele
in Matrixform angeordnete Prüfschaltungen vorgesehen sind, wie jede Untermatrix
zu prüfende Elemente aufweist, und bei der die zu prüfende Untermatrix durch mit
den Spalten- und Zeilenleitungen der Hauptmatrix verbundene Schalter auswählbar
ist.
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Es wird offensichtlich bei dieser bekannten Anordnung bei der Prüfung
von Schaltkreisen oder Leitungen auf ihren Betriebszustand eine erhebliche Einsparung
an Prüfanordnungen erreicht, weil die wenigen Prüfanordnungen mittels einer einfachen
Schaltvorrichtung wahlweise für die Prüfung aller Untermatrizen ausnutzbar sind.
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Der durch die deutsche Auslegeschrift 1191430 gegebene Stand
der Technik legt die Aufgabenstellung nahe, auch bei der Suche nach freien Verbindungswegen
Schaltmittel dadurch einzusparen, daß die Wegesuchmittel jeweils auf verschiedene
Abteilungen der Koppelstufen umgeschaltet und dabei die Prüfung jeweils zu einer
Zeit über eine ganze derartige Abteilung erstreckt wird.
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Die Erfindung zeigt einen Weg, wie die vorhandenen Prüfmittel, deren
Anzahl jeweils immer nur für die Prüfung einer Abteilung, hier in übereinstimmung
mit der obengenannten deutschen Auslegeschrift 1191430 Untermatrix genannt,
ausreicht, für die Prüfung auf das Bestehen freier Verbindungswege in jeder Koppelstufe
ausgenutzt werden kann. Die Auswahl eines brauchbaren Weges geht dabei leicht vonstatten.
Neben der bei größeren Anlagen sehr erheblichen Einsparung an Prüfschaltungen wird
außerdem ein bedeutender Zeitgewinn erzielt.
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Die Erfindung ist -dadurch gekennzeichnet, daß Schaltersätze vorgesehen
sind, die jeweils Einzelschalter für die Zuleitung des den Betriebszustand jedes
zu prüfenden Koppelelements der gerade an die Prüfschaltungen einer Koppelstufe
angeschalteten Untermatrix kennzeichnenden Potentials enthalten, wobei die Einzelschalter
jedes Schaltersatzes alle gemeinsam oder einzeln nacheinander einschaltbar sind,
so daß für die Suche von freien Verbindungswegen die Koppelelemente jeder Untermatrix
wahlweise alle gleichzeitig oder einzeln nacheinander prüfbar sind.
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Die Erfindung wird an Schaltbildern erklärt.
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F i g. 1 stellt den Aufbau eines dreistufigen Koppelfeldes als Blockschaltbild
dar; F i g. 2 zeigt eine einzelne Koppelstufe mit den für das Verhältnis der Erfindung
notwendigen Einzelheiten.
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Es wird erwähnt, daß sich die Schaltbilder lediglich auf die Darstellung
der für die Wegesuche benutzten Steueradern beziehen. Die Sprechadern verlaufen
in bekannter Weise in den Koppelstufen zu diesen Steueradern parallel.
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In F i g. 1 sind die Koppelstufen A, B und C eines Koppelfeldes
dargestellt. Die Koppelpunkte, über die die Durchschaltung der Verbindungswege durchführbar
ist, sind in den Hauptmatrizen HM kreuzfeldartig angeordnet. Jede Hauptmatrix
ist in hier nicht näher gezeigter Weise in unter sich gleich große Untermatrizen
aufgeteilt. Die Auswahl einer bestimmten Untermatrix für ihre Prüfung erfolgt durch
die zur Hauptmatrix gehörige Schaltmatrix GM. Die Prüfanordnungen für die Feststellung
des Belegungszustandes der Koppelpunkte einer ausgewählten Untermatrix sind in der
Prüfmatrix PM zusammengefaßt. Außerdem ist für die Wegesuche jeder Koppelstufe eine
Eingangsmarkiermatrix EM mit einem Schaltersatz Q sowie eine AusgangsmarkiermatrixKM
zugeordnet. Ein weiterer Schaltersatz Z ist mit der Prüfmatrix PM verbunden.
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Die Koppelstufen A, B und C sind in bekannter Weise in Reihe
geschaltet. Es ist jeweils zwischen zwei Stufen ein Verteiler Vt vorgesehen, der
beliebige Änderungen der Zuordnung der Verbindungsleitungen ermöglicht.
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Es wird zwar weiter unten gezeigt, daß bei der Erfüllung bestimmter
Voraussetzungen für die erste Stufe eines Koppelfeldes die Eingangsmarkiermatrix
EM, für die letzte Stufe die Ausgangsmarkiermatrix KAI und auch ein Teil
der Baugruppen der zwischen den Stufen vorgesehenen Markiermatrizen eingespart werden
können; zunächst gehen jedoch die Erläuterungen von dem Vorhandensein dieser Schaltmittel
aus.
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Bei den entsprechend F i g. 1 in Reihe geschalteten Koppelstufen können
Markiersignale, die den Eingängen e der Eingangsmarkiermatrix EM der ersten
Koppelstufe A zugeführt werden, abhängig vom Belegungszustand der Koppelelemente
der Hauptmatrizen HM und in Abhängigkeit von dem Schaltzustand der Schaltmatrizen
GM und der Schaltersätze Q
und Z, die von dem hier nicht gezeigten
zentralen Markierer aus gesteuert werden, an den Ausgängen k der Ausgangsmatrix
KM der letzten Koppelstufe C empfangen werden. Das Empfangssignal zeigt dabei an,
daß mindestens ein freier Verbindungsweg von dem vormarkierten Eingang zu dem empfangenden
Ausgang vorhanden ist. Der hierbei bestehende Schaltzustand der Schaltmatrizen GM
und der Schaltersätze Q und Z liefert die Markierung für die Durchschaltung der
Koppelfelder.
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In F i g. 2 sind die Zuordnungen und der Signalfluß in einer Koppelstufe
ausführlicher dargestellt. Die Hauptmatrix HM ist in die Untermatrizen
N 11 bis N mit aufgeteilt. Jede Untermatrix N besteht aus einer
Anzahl von Schaltkreisen Raa bis Rzz. Es enthält dementsprechend die Untermatrix
N11 die Schaltkreise Raa11 bis Rzz11. Jeder Schaltkreis besteht beispielsweise aus
einer Anzahl q Koppelrelais, die einseitig im Vielfach geschaltet sind, so daß sie
einen Relaiswähler bilden. So hat der Relaiswähler Rzz 11 auf der einen Seite den
Anschluß bRzz 11 und auf der anderen Seite die Anschlüsse aRzz11-1 bis aRzz 11-q.
Der Relaiswähler gilt als belegt, wenn sein b-Anschluß mit einem der a-Anschlüsse
verbunden ist.
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Für die Einleitung der Prüfung aller Relaiswähler einer Untermatrix
wird in an sich bekannter Weise von der Schaltmatrix GM ein Aufrufsignal an die
Klemmen g gelegt. Im Fall der Untermatrix N11 wird in der Schaltmatrix
GM mittels der Schaltmittel Sxl und Sy1 das Schaltglied G11 angesteuert,
das parallel über die Klemmen g11 alle Relaiswähler Raa11 bis R;cz 11 aufruft. Bei
den belegten Relaiswählern wird das dabei an den Prüfklemmen raa bis rzz anstehende,
den
Freizustand kennzeichnende Potential unterdrückt.
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Für jeden Anschluß aR ist eine in der Eingangsmarkiermatrix EM angeordnete
Eingangsmarkierschaltung E vorgesehen. Es sind beispielsweise den Relaiswählern
Raa 11 der Untermatrix N 11 die Eingangsmarkierschaltungen Eaa 11-1 bis Eaa
11-q zugeordnet. Diese Eingangsmarkierschaltungen bestehen jeweils aus einer
UND-Schaltung, deren erster Eingang mit einer Signalleitung e-aall-1 bis e-zzmn-q
belegt ist, die über den in F i g. 1 gezeigten Verteiler Yt von der Ausgangsmarkiermatrix
KM der vorangestellten Koppelstufe herkommt. Der zweite Eingang jeder UND-Schaltung
ist je mit einer Aufrufleitung g11. bis g mit der Schaltmatrix
GM verbunden, durch die das Gruppenkennzeichen, also die Zuordnung zur entsprechenden
Untermatrix N11 bis Nmn ge-
liefert wird. Der dritte Eingang jeder UND-Schaltung
ist mit je einem Ausgang 1 bis q des Schaltersatzes Q
verbunden, der
die Ordnungsnummer der Anschlußleitungen aRaa 11-1 bis aRzz rnn-q der Relaiswählern
bestimmt.
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Die Ausgänge aller UND-Schaltungen, die gleiches Elementekennzeichen
haben, also bei dem genannten Beispiel die Eingangsmarkierschaltungen Eaall-1 bis
Eaa11-q und alle, die das Elementekennzeichen aa haben, werden in einer ODER-Schaltung,
also der ODER-Schaltung Daa zusammengefaßt. Die Ausgänge daa bis dzz dieser ODER-Schaltungen
sind mit Eingängen der entsprechenden Prüfschaltungen Paa bis Pzz verbunden.
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Durch diese aufgeführten Zuordnungen wird erreicht, daß beim Aufruf
einer Untermatrix N mittels eines Schalters G der Schaltmatrix GM genau diejenigen
Eingangsmarkierleitungen e-aall-1 bis e-zz mh-q zur Prüfmatrix PM Zugriff haben,
welche den Anschlußleitungen aR ... der Relaiswähler R dieser Untermatrix
N zugeordnet sind, wobei dann noch durch den Schaltzustand des Schaltersatzes Q
festgelegt wird, ob die Anschlußleitungen einer, mehrerer oder aller Ordnungsnummern
1 bis q zugelassen sind.
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Enthält die aufgerufene Untermatrix N freie Wähler R, so liefern diese
an ihren Prüfausgängen raa bis rzz das Freisignal an die Prüfschaltungen Paa bis
Pzz. Die Prüfschaltung, beispielsweise Paa, gibt an ihrem Ausgang paa jedoch nur
dann ein Signal an die Ausgangsmarkiermatrix KM ab, wenn außer dem Prüfausgang raa
auch der zugeordnete Ausgang daa der Eingangsmarkierschaltmatrix und der Schalter
zaa des Schaltersatzes Z gleichzeitig Signale anliefern.
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Die Ausgangsmarkiermatrix KM besteht aus so vielen Ausgangsmarkierschaltungen
Kaa 11 bis Kzz mn, als in der Hauptmatrix Wähleranschlüsse bRaa 11 bis bRzz
mit vorhanden sind. Jede Ausgangsmarkierschaltung Kaa 11 bis Kzz
mit besteht aus einer UND-Schaltung, an deren einen Eingang eine Signalleitung
paa bis pzz und an deren anderen Eingang eine Schalterleitung g11 bis gmn angeschaltet
ist. Es ist daher jede der Signalleitungen paa bis pzz zu so vielen Ausgangsmarkierschaltungen
geführt, als die Hauptmatrix HM Untermatrizen N aufweist, wobei jeweils
durch die Schaltmatrix GM mittels einer Schalterleitung g eine Ausgangsmarkierschaltung
ausgewählt ist. Es ist daher jedem Anschluß bR eines Wählers der Hauptmatrix ein
Ausgang kaa11 bis kzzmn der Ausgangsmarkiermatrix zugeordnet, und es werden die
Freisignale der Prüfmatrix PM auf denjenigen Ausgangssignalleitungen kaa 11 bis
kzz mit an die Eingangsmarkiermatrix EM der nachfolgenden Koppelstufe gegeben,
die den Anschlüssen bR der Wähler der gerade aufgerufenen Untermatrix N entsprechen.
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Für eine in der beschriebenen Weise aufgebaute Kette von Koppelstufen
ergeben sich von vornherein Erleichterungen im Aufbau.
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Da die erste Koppelstufe keine Eingangsmarkiersignale von einer vorausgehenden
Stufe zu empfangen hat, ist es nicht erforderlich, der Prüfmatrix PM eine Eingangsmarkiermatrix
vorzuschalten. Je nach Ausbildung der Prüfschaltungen Paa bis Pzz kann die Eingangsmarkierung
durch Anlegen einer entsprechenden Spannung oder eines Stromes an den betreffenden
Eingang daa bis dzz der Prüfmatrix PM erfolgen. Zusammen mit ihrem Schaltersatz
Z, mit der ersten Schaltmatrix GM und mit der ersten Hauptmatrix HM wirkt
die erste Prüfmatrix PM wie eine Signalquelle.
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Für die letzte Koppelstufe der Kette ist keine Ausgangsmatrix KM erforderlich.
Es genügt, die Ausgänge paa bis pzz der letzten Prüfmatrix PM in einer nicht dargestellten
ODER-Schaltung zusammenzufassen und einem Identifzierverstärker zuzuführen. Der
Verstärker wirkt dabei als Empfänger für die von der ersten Stufe ausgesandten und
im Fall des Auffindens eines freien Weges über die Zwischenstufen weitergeleiteten
Signals. Beim Empfang eines solchen Identifiziersignals greift dann dieses über
einen nicht dargestellten Ausgang 1d in die zentrale Steuerung der Schaltmatrizen
GM und der Schaltersätze Q und Z ein und bewirkt in an sich bekannter
Weise die Kennzeichnung des durch deren individuelle Schaltstellungen markierten
Verbindungsweges.
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Die Zeilen- und Spaltenschaltersätze Sy und Sx der Schaltmatrizen
GM sowie die Schaltersätze Q und Z sämtlicher Koppelstufen werden
ebenfalls durch eine zentrale Steuerung betätigt. Entsprechend der vorzunehmenden
Wegesuche wird entweder jeweils ein Schalter aus einem Schaltersatz Q bzw. Z auf
Grund vorliegender Informationen eingeschaltet, oder es wird durch jeweils einen
Taktimpuls ein Schalter eingeschaltet und der vorher betätigte Schalter ausgeschaltet,
so daß eine schrittweise Abtastung erfolgt. Ferner ist für die Schaltersätze Q und
Z die Möglichkeit vorgesehen, nicht nur einen, sondern mehrere Schalter gleichzeitig
einzuschalten.
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Die Wegesuche geht allgemein in zwei Abschnitten vor sich. Der Vorgang
wird an einem dreistufigen Koppelfeld entsprechend F i g. 1, das jedoch keine Eingangsmarkiermatrix
EM in der ersten Stufe A und an Stelle der Ausgangsmarkiermatrix KM
der letzten Stufe C lediglich eine Identifizierschaltung aufweist, erläutert.
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Es sei angenommen, daß ein Verbindungsweg von der dritten Koppelstufe,
und zwar von einem Verbindungsanschluß bRab 21 des nicht dargestellten Wählers
Rab 21, der in der ebenfalls nicht dargestellten Untermatrix N21 der Hauptmatrix
FIM der Koppelstufe C gelagert ist, zu irgendeinem freien Ausgang, beispielsweise
des Wählers Raz 1 n der Untermatrix N 1 n der Hauptmatrix HM der ersten
Koppelstufe A,
gesucht und gekennzeichnet werden soll.
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Durch diese Aufgabenstellung kennzeichnende Informationssignale des
Markierers wird nunmehr für die Festlegung des Wählers Raz 1 n Markierpotential
an die Leitung daz der Prüfmatrix PM der Koppelstufe
A angelegt,
und zwar werden aus dem Schaltersatz Z der nicht dargestellte Schalter Zaz und in
der Schaltmatrix GM der Schalter Gln durch Betätigung der Spalten- und Zeilenauswahlschalter
Sx n und Sy 1
eingeschaltet. Für die Festlegung der anderen Seite des
gesuchten Verbindungsweges, nämlich des nicht dargestellten Anschlusses bRab
21 des Wählers Rab 21
der Hauptmatrix HM der Koppelstufe C wird
der nicht dargestellte Schalter Zab des Schaltersatzes Z sowie der Schalter G21
der Schaltmatrix GM durch Betätigung der Auswahlschalter Sx1 und Sy2 eingeschaltet.
Außerdem erhalten für den ersten Abschnitt der Wegesuche die Schaltersätze Q und
Z der Koppelstufe B und der Schalter Q der Koppelstufe C die Information
»Alle Stufen einschalten«. Die Spalten-und Zeilenauswahlschaltersätze Sx und Sy
der Schaltmatrix GM der Koppelstufe B werden nunmehr durch einen Schrittschaltbefehl
veranlaßt, einen ihrer Schalter nach dem anderen zu betätigen, so daß nacheinander
alle Schalter G11 bis Gmn angeschaltet werden und dabei nacheinander alle Untermatrizen
N11 bis N mit der Hauptmatrix HM auf die Möglichkeit
eines Verbindungsweges abgesucht werden. Beim Auffinden eines möglichen Weges, der
sich durch Entstehen eines Freisignals an einer Klemme raa bis rzz der Prüfmatrix
äußert, wird das Freisignal von der Prüfmatrix PM über die Ausgangsmarkiermatrix
KM der Koppelstufe B über die dritte Koppelstufe zur nicht dargestellten Identifizierschaltung
weitergeleitet. Das Erscheinen des Identifiziersignals bewirkt das Sperren der Schaltersätze
Sx und Sy der Schaltmatrix GM der Koppelstufe B, so daß die gerade
betätigten Schalter in ihrem Einschaltzustand verharren.
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Durch die in diesem ersten Abschnitt der Wegesuche vorgenommenen Suchmaßnahmen
wurden alle diejenigen Untermatrizen der drei Koppelstufen bestimmt, über die eine
freie Verbindungsmöglichkeit existiert.
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In dem zweiten Abschnitt der Wegesuche wird anschließend der genaue
Verlauf des Weges, also die Wähler selbst und ihre Anschlußleitungen in den markierten
Untermatrizen, festgelegt.
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Diese Aufteilung der Wegesuche in zwei Abschnitte, wobei zunächst
der Weg grob und anschließend fein gesucht wird, vermindert die Zahl der durchzuprüfenden
Verbindungskombinationen wesentlich, so daß die Wartezeit gegenüber dem bekannten
Aufsuchen von Koinzidenzmöglichkeiten durch fortlaufendes Kombinieren von Leitungsstücken
entscheidend verringert wird.
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Während des zweiten Abschnittes der Wegesuche werden an den Schaltersätzen
Q und Z der Koppelstufe B und an dem Schaltersatz Q der Koppelstufe
C die folgenden Umsteuerungen vorgenommen: Das Signal »Alle Stufen einschalten«
wird für einen Schaltersatz, beispielsweise für den Schaltersatz Q der Koppelstufe
C, gelöscht. Statt dessen werden die einzelnen Schalter dieses Schaltersatzes nacheinander
einzeln eingeschaltet. Das beim ersten Abschnitt der Wegesuche empfangene Identifiziersignal,
daß das Sperren der Auswahlschalter Sx und Sy der Schaltmatrix GM der Koppelstufe
B bewirkt hatte, verschwindet bei der Umsteuerung wieder und wird erneut empfangen,
sobald derjenige Schalter des Schaltersatzes Q betätigt wird, der gemäß seiner Kennziffer
dem betreffenden Wähler, der für den Verbindungsweg benutzbar ist, zugeordnet ist.
Der erneute Empfang des Identifiziersignals bewirkt die Stillsetzung des Schaltersatzes
Q.
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Der Suchvorgang wird in derselben Weise auch mittels der Schaltersätze
Q und Z der Koppelstufe B
fortgesetzt, so daß nach dem endgültigen
Empfang des Identifiziersignals ein brauchbarer Weg eindeutig durch die betätigten
Schalter bestimmt ist. Der im Lauf der Wegesuche hergestellte Schaltzustand der
Schaltersätze wird anschließend für die Durchschaltung aller dabei markierten Koppelrelais
ausgenutzt.
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Durch die bekannten Gruppierungsverfahren der Verbindungsleitungen
in mehrstufigen Koppelfeldern ergeben sich Vielfachschaltungen unter den Koppelpunkten
bzw. zwischen den Wählerein- und -ausgängen. Diese Vielfachschaltungen machen erhebliche
Einsparungen an den Schaltanordnungen der Eingangs- und Ausgangsmarkiermatrizen
möglich.
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Werden beispielsweise in jeder Untermatrix die Ausgänge der Wähler
zeilenweise im Vielfach geschaltet, so hat jede Untermatrix nur so viele Ausgänge
wie die Wähler einer einzigen Spalte. Da jedem Ausgang aRaa11 ... aRzzmn
je eine Eingangsmarkierschaltung entspricht, reduziert sich durch die Vielfachschaltung
die Anzahl der Eingangsmarkierschaltungen in entsprechender Weise.
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Es lassen sich außerdem wesentliche Einsparungen in den Eingangs-
und Ausgangsmarkiermatrizen erreichen, wenn auf die Anordnung von Verteilern Vt
zwischen den einzelnen Koppelstufen verzichtet wird und eine feste Verdrahtung zwischen
den Ein-und Ausgängen durchgeführt wird. Es läßt nämlich die Zusammenschaltung der
Ausgänge der nachgeschalteten Koppelstufe mit den Eingängen der vorgeschalteten
Koppelstufe in bestimmter gegenseitiger Zuordnung nur vorgeschriebene Wegeverläufe
zu, so daß das Absuchen nicht möglicher Wege unterbleiben kann.