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DE1270706B - Verfahren zum Regeln eines Ofens zum Auftauen eingefrorener Nahrungsmittel und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Regeln eines Ofens zum Auftauen eingefrorener Nahrungsmittel und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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Publication number
DE1270706B
DE1270706B DEP1270A DE1270706A DE1270706B DE 1270706 B DE1270706 B DE 1270706B DE P1270 A DEP1270 A DE P1270A DE 1270706 A DE1270706 A DE 1270706A DE 1270706 B DE1270706 B DE 1270706B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
temperature
thermostat
furnace
circuit
switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1270A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans David Gramenius
Sture Ingemar Nilsson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Electrolux AB
Original Assignee
Electrolux AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Electrolux AB filed Critical Electrolux AB
Publication of DE1270706B publication Critical patent/DE1270706B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B1/00Details of electric heating devices
    • H05B1/02Automatic switching arrangements specially adapted to apparatus ; Control of heating devices
    • H05B1/0202Switches
    • H05B1/0225Switches actuated by timers

Landscapes

  • Devices That Are Associated With Refrigeration Equipment (AREA)

Description

  • Verfahren zum Regeln eines Ofens zum Auftauen eingefrorener Nahrungsmittel und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Regeln und Vorwärmen eines elektrisch betriebenen Ofens mit umgewälzter Luft zum Auftauen und zur nachfolgenden vollständigen Aufbereitung einer Anzahl eingefrorener Nahrungsmittelportionen, die in voneinander getrennte Luftkreisläufe eingebracht werden, derart, daß die Luftmengen in sämtlichen Kreisläufen im wesentlichen die gleichen sind.
  • Öfen dieser Art arbeiten mit einem verhältnismäßig großen Betrag an zugeführter Leistung, um die Nahrungsmittelportionen in kürzest möglicher Zeit aufzubereiten. Unterschiede in der Heizleistung an verschiedenen Stellen innerhalb eines solchen Ofens zwingen dazu, die Erwärmungszeit zu verlängern, damit auch den schlechtest gelegenen Portionen die vorgesehene Erwärmung zuteil wird. Dies kann einerseits dazu führen, daß gewisse andere Portionen übermäßige Mengen an Wärme aufnehmen und andererseits möglicherweise eine unerwünschte Ausdehnung der Erwärmungszeit mit sich bringen. Es gibt bereits Vorschläge für eine solche Ausgestaltung der Strömungskreisläufe für die erwärmte Luft, daß sämtliche Nahrungsmittelportionen in dem Ofen sehr gleichmäßig erwärmt werden. Auch durch sorgfältige Vorbereitung der Nahrungsmittelportionen konnte erreicht werden, daß sie alle angenähert dieselbe Wärmemenge zur fertigen Aufbereitung benötigen bei allerdings großer Erwärmungszeit.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die vorstehend erwähnten Beeinträchtigungen zu vermeiden, und die Erfindung ist zur Lösung dieser Aufgabe dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen vor seiner Beschickung mit einer Anzahl von Nahrungsmittelportionen und vor deren Behandlung auf eine an dem Thermostaten eingestellte und oberhalb der Arbeitstemperatur liegende konstante Bereitschaftstemperatur vorgewärmt wird, die so ausgewählt ist, daß die Wärmemenge, die dem Ofen über die zum Erreichen der Arbeitstemperatur erforderliche Wärmemenge hinaus zugeführt und in ihm gespeichert wird, im wesentlichen dem Betrag an Wärmemenge entspricht, der dem Anwachsen der Temperatur der gefrorenen Nahrungsmittel auf 0° C und der Umwandlung in aufgetautes Gut bei dieser Temperatur gleichwertig ist.
  • Mit dem hier betrachteten Auftauverfahren ist experimentell eine Maximaltemperatur bestimmt worden, welche die Luft in Hinblick darauf annehmen darf, daß die Oberflächenschicht der zu erwärmenden Nahrungsmittel bei zu hoher Temperatur nicht anbrennen kann. Diese Gefahr besteht insbesondere während des letzten Abschnittes des Auftauprozesses, wenn die Nahrungsmittel selbst schon eine angehobene Temperatur angenommen haben. Demgegenüber ist diese Gefahr nicht so groß, solange die Nahrungsmittel sich noch in gefrorenem Zustand befinden. Aus Sicherheitsgründen wird deshalb die Arbeitstemperatur durch den Thermostaten geregelt, der so eingestellt ist, daß die Temperatur keine gefährlich hohen Werte annimmt. Diese Arbeitstemperatur ist jedoch bei Beginn des Auftauens unnötig niedrig. Außerdem kann beobachtet werden, daß die Temperaturdifferenz zwischen Heizelement und den im Ofen befindlichen gefrorenen Nahrungsmitteln zu Beginn sehr groß ist mit dem Ergebnis, daß trotz der Erwärmung der umgewälzten Luft durch das Heizelement auf etwas über 180° C dieses Element nicht in der Lage ist, die Lufttemperatur ohne einen Temperaturabfall auf etwa 140° C aufrechtzuerhalten.
  • Wenn deshalb dem Ofen während der ersten Arbeitsstufe durch andere Mittel Wärme zugeführt werden könnte, könnte man unter der für jede Stufe zum Auftauen zulässigen Temperatur bleiben, aber trotzdem noch Wärme zuführen, so daß die Dauer des Auftauvorganges herabgesetzt würde. Die Erfindung gibt ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe an. Die zirkulierte Luft wird, um sicher zu sein, zu Beginn des Auftauens durch die gefrorenen Nahrungsmittel sehr stark abgekühlt, sie wird jedoch gleichzeitig nicht durch das Heizelement, sondern auch dadurch erwärmt, daß die Wandungen der Ofenkammer eine höhere Temperatur aufweisen als die zirkulierende Luft.
  • Bei Einsatz der tiefgefrorenen Lebensmittelportionen in den Ofen hat dieser eine Bereitschaftstemperatur, die über der Arbeitstemperatur liegt. Durch die der Erwärmung auf 0° C und die beim Auftauen der Portionen benötigte Schmelzwärme verbraucht sich die der Differenz zwischen Bereitschafts- und Arbeitstemperatur entsprechende Wärmemenge, so daß die Weiterbehandlung oberhalb 0° C des nun aufgetauten Gutes bei Arbeitstemperatur erfolgt.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Auftauofen gemäß der Erfindung, von der Bedienungsseite her gesehen, F i g. 2 eine Ansicht nach F i g. 1, mit gewissen Teilen im Vertikalschnitt, F i g. 3 eine Schalttafel zur Einstellung des Ofens mit daran angeschlossenen Leitungen für einen Gebläsemotor und die Heizelemente, F i g. 4 einen elektrischen Wirkschaltplan für den Ofen in Vorwärmstellung der Schaltelemente, F i g. 5 den gleichen Schaltplan wie in F i g. 4 in Auftaustellung der Schaltelemente.
  • Der in F i g. 1 dargestellte Auftauofen hat Füße 10 und ist mit zwei Türen 11, 12 zu der Ofenkammer versehen. Oberhalb der Türen befindet sich eine Schalttafel 13 mit Mitteln zur Betätigung und Prüfung des Ofens. In der Teilschnittdarstellung gemäß F i g. 2 ist ersichtlich, daß die Ofenkammer in zwei Abteilungen 14, 15 geteilt ist, die in zwei verschiedenen Umwälzbahnen für erwärmte Luft angeordnet sind. Die Erwärmung wird durch elektrische Heizelemente 16 hervorgerufen, und die heiße Luft wird durch ein Gebläse 17 mit einem Motor 18 umgewälzt. Die heiße Luft wird durch das Gebläse in der einen Umwälzbahn in einen Kanal 19 zwischen der Abteilung 14 und der wärmeisolierten Wandung 20 des Ofens gedrückt. Von dort strömt sie durch (nicht dargestellte) öffnungen in der Wand 21 in die Abteilung 14, und zwar horizontal zu dieser, und verläßt sie durch andere (ebenfalls nicht dargestellte) Öffnungen in der senkrechten Wand 22 der Abteilung 14. Von hier gelangt die Luft durch einen Kanal 23 zurück nach unten zu dem Gebläse 17. Eine entsprechende Umwälzung der warmen Luft findet auf der anderen Seite des Ofens zur Erwärmung der gekühlten Nahrungsmittelportionen in der Abteilung 15 statt.
  • F i g. 3 zeigt eine Schalttafel 13 und gewisse elektrische Anschlüsse daran. Der Ofen ist an ein Dreiphasen-Wechselstromsystem über Leitungen 24 und einen Hauptschalter 29 angeschlossen. Der Gebläsemotor 18 ist mit Regelgliedern in der Schalttafel 13 über Leitungen 25 verbunden, und die elektrischen Heizelemente 16 sind über Leitungen 26 angeschlossen. Die Schalttafel 13 ist mit einem Schalter 30 zur Vorwärmung des Ofens und einer Kontrollampe 31 versehen, die aufleuchtet, wenn die Heizelemente 16 in Betrieb sind. Weiterhin sind ein Tastschalter 32, der zur Einleitung des Auftauprozesses benutzt wird, und eine Kontrollampe 33 vorhanden, die während des Auftauens aufleuchtet. Zusätzlich kann die Schalttafel mit einer Anzahl anderer Glieder einschließlich eines Thermometers 27, das die Ofentemperatur anzeigt, sowie einer Uhr 28 versehen sein, die angibt, wie lange das Auftauen dauern soll und wie lange es bereits gedauert hat. Die Elemente der Schalttafel 13 und der elektrische Stromkreis für den Ofen werden weiter unten in ihren Einzelheiten erläutert.
  • Der dargestellte Auftauofen ist zum Auftauen einer Vielzahl von Nahrungsmittelportionen in kürzest möglicher Zeit bestimmt. Eine zum Auftauen und Fertigbereiten der eingefrorenen Nahrungsmittelportionen von zweckmäßiger Größe geeignete Temperatur wurde zu etwa 180° C ermittelt. Für die Behandlung von normalen Nahrungsmittelmengen hat sich eine Behandlungszeit von 20 bis 30 Minuten als ratsam erwiesen. Es hat sich jedoch auch herausgestellt; daß, wenn der Ofen zwischen oder vor den Behandlungsperioden auf einer Temperatur entsprechend der Arbeitstemperatur gehalten wird, die Beschickung des Ofens zu einer beträchtlichen Verminderung der Temperatur im Inneren, die in verschiedenen Fällen von verschiedener Größe sein kann, führt, was zur Folge hat, daß die Arbeitsergebnisse unbefriedigend und ungleichmäßig sind. Eine Ursache hierfür besteht darin, daß die Ofentüren für eine längere oder kürzere Zeit geöffnet werden. Eine andere Ursache ist, daß eine große Anzahl von eingefrorenen Nahrungsmittelportionen in Gestelle eingebracht wird, die zu diesem Zweck in den Abteilungen 14, 15 des Ofens vorhanden sind. Die Nahrungsmittelportionen haben eine niedrige Temperatur von etwa -20 bis -25° C und bewirken natürlich zwangsläufig eine Verminderung der Ofentemperatur. Gemäß der Erfindung kann diesen Nachteilen wirkungsvoll begegnet werden, jedoch ohne Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis. Dies geschieht in der Weise, daß das Ofeninnere vor der Beschickung auf eine Bereitschaftstemperatur erwärmt wird, die höher liegt als die Arbeitstemperatur. Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, mit einer Bereitschaftstemperatur von etwa 230° C in einem Ofen der vorbeschriebenen Ausführungsart zu arbeiten; das Vermögen des Ofens, Wärme in einem bestimmten Ausmaß zu speichern, bewirkt diese Temperatur.
  • In F i g. 4 sind Regelglieder für den Ofen eingestellt zur Vorwärmung auf die Bereitschaftstemperatur sowie Regeleinrichtungen in den Stellungen dargestellt, die sie dann annehmen. Die Leitungen 24, die an ein Wechselstromsystem angeschlossen sind, führen über Sicherungen 34 zu einem Stromkreis mit den Heizelementen 16. Dieser Stromkreis enthält ein Schütz 35. An die Leitungen 24 sind ferner Leitungen 36 angeschlossen, die unter anderem zur Stromzuführung zu dem Gebläsemotor 18 dienen. Dieser Strom-. kreis ist außerdem mit Sicherungen 37 und einem Schütz 40 versehen. Von einer der Phasen der Leitungen 36 wird Strom über eine mit einer Sicherung 39 versehene Leitung 38 abgenommen. Die Betätigungsspannung in der Leitung 38 wird über eine Leitung 41 der einen Klemme 42 des Tastschalters 32 zugeführt, der von einer Feder 43 in Offenstellung gehalten wird. Von der Klemme 42 wird die Spannung über eine Leitung 44 weiterhin der Klemme 45 des Schalters 30 zugeführt. Der Schalter 30 hat zwei Endstellungen, in denen verschiedene Schaltverbindungen hergestellt werden. In F i g. 4 ist er in einer Stellung zur Vorwärmung gezeigt, in welcher er in bekannter Weise verriegelt ist (in der Zeichnung nicht dargestellt). Die ständig Spannung führende Leitung 44 ist über eine Kontaktbrücke 46 des Schalters 30 mit einer Klemme 47 verbunden, an welche eine Leitung 48 angeschlossen ist. Diese Leitung 48 ist zu dem anderen Pol 49 des Tastschalters 32 geführt, und von diesem erstreckt sich eine Leitung 50 über einen Thermostatschalter 51 zu der Erregerspule 52 des Schützes 40. Die Erregung der Spule 52 hat zur Folge, daß das Schütz 40 schließt, so daß der Stromkreis zu dem Gebläsemotor 18 geschlossen wird. Die Erregerspule 52 ist über Leitungen 53, 54, 55 mit dem Nullleiter des Stromkreises 26 der Heizelemente 16 verbunden.
  • Wenn das Schütz 40 geschlossen wird, wird eine mit einer der Klemmen hinter dem Schütz verbundene Leitung 56 spannungführend. Die Leitung 56 führt zu einem Thermostaten 57, dessen Fühlkörper in geeigneter Weise innerhalb des Ofens angeordnet ist. Der Fühlkörper 58 kann beispielsweise in dem Luftkanal 19 zwischen den Heizelementen 16 und den Abteilungen 14, 15 angeordnet sein. Der Thermostat 57 ist so eingestellt, daß er bei einer Arbeitstemperatur des Ofens von beispielsweise 180° C den Stromkreis unterbricht. Von dem Thermostat 57 führt eine Leitung 59 zu der Erregerspule 60 des Schützes 35. Parallel zu dem Thermostaten 57 ist ein weiterer Thermostat 61 in einen Kreislauf geschaltet, welcher aus einer Leitung 62, einer Kontaktbrücke 63 des Schalters 30, einer Leitung 64 zum Thermostaten 61 und einer Leitung 65 vom Thermostaten 61 zum Thermostaten 57 besteht. Der Thermostat 61 weist einen Fühlkörper 66 auf, der zweckmäßigerweise dem Fühlkörper 58 benachbart im Ofen angeordnet und so eingestellt ist, daß er während des Vorwärmens den Stromkreis bei einer Bereitschaftstemperatur von beispielsweise 230° C öffnet. Parallel zu den Thermostaten 57, 61 ist die Kontrollampe 31 an den Kreislauf angeschlossen, und zwar mit der Erregerspule 60 verbunden über eine Leitung 67, eine Kontaktbrücke 68 des Schützes 35 und Leitungen 69 und 70, wobei die letztere an die Leitung 55 angeschlossen ist, die zum Nulleiter führt. Zur Inbetriebnahme des Ofens wird der Schalter 30 in die Stellung nach F i g. 4 gebracht und in dieser Stellung verriegelt. Hierdurch erhalten die Erregerspulen 52 und 60 der Schütze 40 und 35 Spannung, so daß sie schließen und der Ofen erwärmt wird, während das Gebläse arbeitet. Da die Thermostaten 57 und 61 zueinander parallel geschaltet sind, wird der Erwärmungsvorgang nicht vor Erreichen der Bereitschaftstemperatur, d. h. also 230° C, unterbrochen. Wenn dies geschieht, schließt der Thermostat 61 den Stromkreis zur Erregerspule 60, wobei das Schütz 35 öffnet und die Stromzuführung zu den Heizelementen 16 beendet wird. Gleichzeitig erlischt die Kontrollampe 31. Der Gebläsemotor 18 läuft jedoch weiter und, sofern der Ofen nicht unmittelbar darauf benutzt wird, wird die Temperatur durch den Thermostaten 61 gleichbleibend auf 230° C gehalten. Die Schaltperioden des Schützes 60 werden durch die Kontrollampe 31. angezeigt, die folglich durch ihr Erlöschen anzeigt, daß die Temperatur erreicht und der Ofen bereit für den Auftauprozeß ist.
  • Zusätzlich zu den vorerwähnten Schaltgliedern ist in F i g. 4 eine Schaltuhr 71 mit einem Motor 72 dargestellt. Die Schaltuhr 71 hat zwei Schaltkontakte 73, 74, von welchen der letztere dem Motor 72 zugeordnet und über eine Leitung 75 an die spannungsführende Leitung 41 zur Klemme 42 des Drückers 32 angeschlossen ist. Während der Erwärmung des Ofens, die dann erfolgt, wenn sich die Schaltglieder in der Stellung nach F i g. 4 befinden, ist der Schaltkontakt 74 nicht geschlossen, wie dies dort durch den Schaltarm 76 veranschaulicht ist. Die Schaltung 71 befindet sich deshalb während der Vorwärmung nicht in Tätigkeit.
  • Wenn der Auftauprozeß beginnen soll, wird der Schalter 30 in seine andere Endstellung gemäß F i g. 5 gebracht. Die Türen 11, 12 sind geöffnet, und es werden Gestelle mit Nahrungsmittelportionen in die Abteilungen 14, 15 eingebracht, woraufhin die Türen wieder geschlossen werden. Der Tastschalter 32 wird herangedrückt und wieder losgelassen, wodurch er in seine Ausgangsstellung unter der Wirkung der Feder 43 zurückkehrt. Beim Eindrücken des Tastschalters 32 wird vorübergehend ein Stromkreis derart geschlossen, daß die Spannung in der Leitung 41 von der Klemme 42 über die Schaltbrücke des Drückers und dessen Klemme 49 zur Leitung 50 gelangt, so daß die Erregerspule 52 einen Stromstoß erhält, durch den das Schütz 40 schließt und der Gebläsemotor 18 in Gang gesetzt wird.
  • Die Verstellung des Schalters 30 bewirkt, daß das Schütz 63 den Stromkreis über den Thermostaten 61 öffnet, so daß dieser nicht länger wirksam bleibt, sondern der Ofen allein von dem Thermostaten 57 abhängig wird und bei etwa 180° C arbeitet. Über die Kontaktbrücke 46 des Schalters 30 ist nun eine Leitung 77 mit der spannungführenden Leitung 44, 41 verbunden. Die Leitung 77 führt zu einer Klemme 78 des Schützes 40, und eine der Kontaktbrücken 80 dieses Schützes stellt eine Verbindung zu einer Leitung 81 her.
  • Die Leitung 81 gabelt sich in eine Leitung 82, die zu dem Schaltkontakt 73 der in Bereitschaftsstellung zum Schließen befindlichen Schaltuhr 71 führt, sowie in eine Leitung 83, die zur Klemme 84 des Schalters 30 führt. Von der Klemme 84 fließt der Strom durch das Schütz, die Leitungen 48 und 50 zur Erregerspule 52 des Schützes 40, so daß dieses in Einschaltstellung festgehalten wird. Von der Klemme 84 geht eine weitere Leitung zur Kontrollampe 33 ab, die über einen Nulleiter 86 mit der Leitung 70 verbunden ist. Mit der Leitung 81 ist ferner eine Leitung 87 verbunden, die zum Schaltkontakt 74 der Schaltuhr 71 führt, ohne durch letztere hindurchgeführt zu sein, sondern vielmehr direkt zum Motor 72 der Schaltuhr und weiter zum Nulleiter 70 verläuft.
  • Der Thermostat 57 bewirkt während des Auftauens, daß der Ofen auf einer Temperatur von etwa 180° C gehalten wird. Die Schaltuhr 71 arbeitet, und der Schaltkontakt 73 ist während der Einstellzeit der Schaltuhr 71 geschlossen. Wenn nach Ablauf dieser Zeit der Schaltkontakt 73 öffnet, öffnet auch das Schütz 40, und der Stromkreis durch den Thermostaten 57 wird unterbrochen, so daß das Schütz 35 für die Heizelemente abfällt. Nach dem Abfallen dieses Schützes fließt kein Strom mehr durch die Leitung 87 zu dem Motor 72 der Schaltuhr 71. Der Schaltarm 76 des Schaltkontaktes 74 ist zwar in Schließstellung, aber die Schaltuhr hat zu arbeiten begonnen, so daß Strom über die Leitung 25 dem Motor der Schaltuhr zugeführt wird, welcher so lange in Betrieb bleibt, bis die Schaltuhr in ihre Ausgangsstellung zurückgelaufen ist, d. h. also bei geöffnetem Schaltann 76 des Schaltkontaktes 74 und geschlossenem Schaltarm 88 des Schaltkontaktes 73 (s. F i g. 4). Hierdurch befindet sich die Schaltuhr in Bereitschaft zu neuer Tätigkeit, wenn der Strom das nächste Mal eingeschaltet wird, wobei der Strom über die Leitung 81 fließt, vorausgesetzt natürlich, daß der Schalter 30 sich in der Stellung nach F i g. 5 befindet. Diese Stellung ist während der nächsten Aufheizung auf Bereitschaftstemperatur nicht gegeben, sondern nur beim nächsten Auftauvorgang. Während des Auftauens leuchten sowohl die Kontrollampe 30 als auch die Kontrollampe 31 auf, letztere jedoch nur, wenn dem Heizelement 16 Strom zugeführt wird. Die Kontrollampe 33 erlischt, wenn die Schaltuhr 71 den Auftauvorgang beendet. Die zum Darbieten fertigen Nahrungsmittelportionen werden daraufhin herausgenommen, und der Ofen wird mit Hilfe des Schalters 30 erneut in Bereitschaftsstellung gebracht.
  • Das vorstehend beschriebene Verfahren und die in den Zeichnungen dargestellten und in Verbindung mit diesen beschriebenen Schaltungen führen zu einer beträchtlichen Vereinfachung des Ofenbetriebes im Vergleich zu vorbekannten Öfen. Zur Bedienung eines Ofens der beschriebenen Ausführungsform ist kein besonders geschultes Personal erforderlich. Trotzdem kann ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit für ausreichende Betriebsergebnisse auf der Basis des automatischen Betriebsablaufs in dem Ofen, der hierdurch erhalten wird, erzielt werden.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Auftauen und zur nachfolgenden vollständigen Aufbereitung einer Vielzahl von eingefrorenen Nahrungsmittelportionen, die in verschiedene Luftkreisläufe innerhalb eines elektrisch betriebenen Ofens mit umgewälzter Luft eingebracht werden, welche so angeordnet sind, daß die Luftmengen in sämtlichen Kreisläufen im wesentlichen die gleichen sind, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß der Ofen vor seiner Beschickung mit einer Anzahl von Nahrungsmittelportionen und vor deren Behandlung auf eine an einem Thermostaten eingestellte und oberhalb der Arbeitstemperatur liegende Bereitschaftstemperatur vorgewärmt wird, die so ausgewählt ist, daß die Wärmemenge, die dem Ofen über die zum Erreichen der Arbeitstemperatur erforderliche Wärmemenge hinaus zugeführt und in ihm gespeichert wird, im wesentlichen der Wärmemenge entspricht, die zur Erhöhung der Temperatur der gefrorenen Nahrungsmittel auf 0° C und zur Umwandlung in aufgetautes Gut bei dieser Temperatur benötigt wird.
  2. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem elektrisch betriebenen Ofen mit umgewälzter Luft zum Auftauen und zur nachfolgenden vollständigen Aufbereitung einer Vielzahl von eingefrorenen Nahrungsmittelportionen, die in verschiedene Luftkreisläufe innerhalb des Ofens eingebracht werden, welche so angeordnet sind, daß die Luftmengen in allen Kreisläufen im wesentlichen die gleichen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen mit einer Regelvorrichtung versehen ist, die einen fest eingestellten Thermostaten (57) der die Heizelemente (16) des Ofens auf eine Arbeitstemperatur einregelt, und einen zweiten Thermostaten (61) umfaßt, der zu dem ersten Thermostaten (57) parallel geschaltet und ebenfalls fest einstellbar ist und zur Einregelung des Ofens auf eine oberhalb der Arbeitstemperatur gelegene Bereitschaftstemperatur dient, wobei der zweite Thermostat (61) im Stromkreis über einen Schalter (30) angeschlossen ist, der sich beim Vorwärmen in einer ersten Stellung befindet (F i g. 4), in der ein Stromkreis über den Bereitschaftsthermostaten (61) geschlossen ist, und der beim Auftauen in einer zweiten Schaltstellung steht (F i g. 5), in welcher der Bereitschaftsthermostat (61) abgeschaltet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereitschaftsthermostat (61) auf eine Temperatur eingestellt ist, die etwa 50° C höher liegt als die Temperatur des Arbeitsthermostaten (57).
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Heizelemente (16) in einem Stromkreis mit einem Schaltschütz (35) liegen, das beim Schließen auch den Stromkreis einer Kontrollampe (31) einschaltet.
  5. 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen mit einem motorisch getriebenen Gebläse (17) versehen ist, dessen Antriebsmotor (18) ein Schaltschütz (40) vorgeschaltet ist, durch welches der Betätigungsstrom für ein Schaltschütz (35) im Stromkreis der Heizelemente (16) schaltbar ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem eine Bereitschaftsstellung und eine Arbeitsstellung zum Auftauen aufweisenden Schalter (30) ein gegen Federspannung betätigbarer Tastschalter (32) vorgesehen ist, bei dessen Betätigung ein Stromkreis über die Erregerspule (52) des dem Gebläsemotor (18) vorgeschalteten Schützes (40) geschlossen wird, wobei dieses Schütz (40) mit einem Selbsthaltekontakt (78) versehen ist und in den Selbsthaltestromkreis eine Schaltuhr (71) eingeschaltet ist, durch welche die Selbsthaltung nach Ablauf eines einstellbaren Zeitintervalls aufgehoben wird.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Selbsthaltestromkreis eine Kontrollampe (33) verbunden ist, derart, daß diese aufleuchtet, solange die Schaltuhr den Selbsthaltestromkreis geschlossen hält. B.
  8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß für die Schaltuhr (71) zusätzlich ein Stromkreis vorgesehen ist, durch welchen die Schaltuhr nach dem Auftauvorgang so gespeist wird, daß sie in ihre Ausgangsstellung zurückläuft.
  9. 9. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastschalter (32) mit dem Schalter (30) in der gleichen Weise mechanisch verbunden ist wie das Zündschloß eines Kraftfahrzeuges. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1038 889, 1102540.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1038889B (de) * 1957-01-29 1958-09-11 Burger Eisenwerke Ag Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen und Erwaermen tiefgekuehlter Lebensmittel
DE1102540B (de) * 1960-02-27 1961-03-16 Senkingwerk K G Verfahren und Auftaugeraet zum Erwaermen tiefgefrorener Speisen und Lebensmittel

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