DE1270307B - Verfahren zur Anpassung des Speicherinhalts eines speicherfaehigen Schaltwerks einer Datenverarbeitungsanlage an den Speicherinhalt eines anderen speicherfaehigen Schaltwerks der Datenverarbeitungsanlage durch Vergleich und Datenverarbeitungsanlage zur Ausfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Anpassung des Speicherinhalts eines speicherfaehigen Schaltwerks einer Datenverarbeitungsanlage an den Speicherinhalt eines anderen speicherfaehigen Schaltwerks der Datenverarbeitungsanlage durch Vergleich und Datenverarbeitungsanlage zur Ausfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES W?VW>
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
G06f
Deutsche KL: 42 m3 -15/18
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1 270 307
P 12 70 307.0-53
8. April 1965
12. Juni 1968
P 12 70 307.0-53
8. April 1965
12. Juni 1968
Datenverarbeitungsanlagen, die ununterbrochen und ohne nennenswerte Störung möglichst wartungsfrei
in Betrieb sein sollen, z. B. Echtzeit/Digitalrechner zur Steuerung und Regelung irgendwelcher
lang andauernder Prozesse, von Raumfahrzeugen oder Nachrichtenübertragungssatelliten, seien es nun
Boden- oder Bordrechner, insbesondere solche, die zur Wartung oder Reparatur weder zugänglich sind
noch stillgesetzt werden dürfen, z. B. ein Rechner in einem Satelliten oder einem Raumfahrzeug, müssen
äußerst zuverlässig sein und eine lange Lebensdauer haben. Um dies zu erreichen, wird eine Datenverarbeitungsanlage
geschaffen, deren Speicherinhalt selbsttätig oder von Hand wiederherstellbar ist, wenn
er verlorengegangen ist.
Dazu wird ein Verfahren angewandt, bei dem der Speicherinhalt eines speicherfähigen Schaltwerks der
Datenverarbeitungsanlage an den Speicherinhalt eines anderen speicherfähigen Schaltwerks durch Vergleich
angepaßt wird.
Gemäß der Erfindung zeichnet sich dieses Verfahren dadurch aus, daß in wahlloser Reihenfolge
binärcodierte Wörter mit verschiedenen Bitkombinationen in die Datenverarbeitungsanlage eingegeben
und mit dem Speicherinhalt beider Schaltwerke verglichen werden, daß, wenn der Speicherinhalt des
einen Schaltwerkes nicht, aber der Speicherinhalt des anderen in der Bitkombination des gerade eingegebenen
Wortes enthalten ist, ein Fehlersignal mit der Bedeutung NEIN/JA erzeugt wird, das bewirkt,
daß diejenigen Speicherglieder des einen Schaltwerks, deren Inhalt nicht mit dem Inhalt der zugehörigen
Bitstellen der Bitkombination des gerade eingegebenen Wortes übereinstimmt, gelöscht werden, daß,
wenn der Speicherinhalt des einen Schaltwerks in der Bitkombination des gerade eingegebenen Wortes
enthalten ist, jedoch der Speicherinhalt des anderen Schaltwerks nicht, ein Fehlersignal mit der Bedeutung
JA/NEIN erzeugt wird, das bewirkt, daß das Komplement der Bitkombination des gerade eingegebenen
Wortes zusätzlich zu den bereits gespeicherten Bits in dem einen Schaltwerk gespeichert
wird, und daß die Wörter so lange eingegeben und die Vergleiche so lange wiederholt werden, bis der
Speicherinhalt des einen Schaltwerks mit dem Speicherinhalt des anderen übereinstimmt.
Eine Datenverarbeitungsanlage zur Ausführung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß in
den Speicherzellen der Schaltwerke beide Binärzustände speicherbar sind.
Mit Hilfe dieses Verfahrens bzw. dieser Datenverarbeitungsanlage ist es zunächst möglich, den
Verfahren zur Anpassung des Speicherinhalts
eines speicherfähigen Schaltwerks einer
Datenverarbeitungsanlage an den Speicherinhalt
eines anderen speicherfähigen Schaltwerks der
Datenverarbeitungsanlage durch Vergleich und
Datenverarbeitungsanlage zur Ausführung des
Verfahrens
eines speicherfähigen Schaltwerks einer
Datenverarbeitungsanlage an den Speicherinhalt
eines anderen speicherfähigen Schaltwerks der
Datenverarbeitungsanlage durch Vergleich und
Datenverarbeitungsanlage zur Ausführung des
Verfahrens
Anmelder:
General Electric Company,
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Reichel, Patentanwalt,
6000 Frankfurt 1, Parkstr. 13
Als Erfinder benannt:
Sheldon Buckingham Akers jun.,
Syracuse, N. Y.;
George Herbert Coddington,
Brewerton, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 9. April 1964 (358 456)
Speicherinhalt eines speicherfähigen Schaltwerks, der z. B. durch kurzzeitigen Ausfall einiger Speicherzellen
des Schaltwerks verlorengegangen ist, selbsttätig oder von Hand durch Anpassen an den Speicherinhalt
eines fehlerfrei arbeitenden Schaltwerks wiederherzustellen, ohne daß zahlreiche Übertragungsleitungen
zwischen den Schaltwerken erforderlich sind, um den richtigen Speicherinhalt des fehlerfrei arbeitenden
Schaltwerks in das fehlerhafte Schaltwerk zu übertragen. Bei Verwendung mehrerer paralleler Leitungen
wäre zwar nur ein Schritt zur Übertragung erforderlich, doch ergibt sich dadurch ein höherer
Verdrahtungsaufwand, der zusätzliche Fehlerquellen wie kalte Lötstellen oder schlechte Kontaktgabe bei
Verwendung von Steck- oder Klemmkontakten oder das Einkoppeln von Störimpulsen über die Verbindungsleitungen
mit sich bringt. Bei einer Serien-Übertragung wäre zwar nur eine Übertragungsleitung
(abgesehen von den Steuerleitungen) zwischen den Schaltwerken erforderlich, doch ist hier die Über-
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tragungsgeschwindigkeit sehr viel geringer als im Falle der Erfindung, bei der nur einige wenige Schritte
zur Korrektur erforderlich sind. Die hierbei erzielte Korrekturgeschwindigkeit ist bei normaler Fehlerhäufigkeit,
die den Betrieb der Anlage nicht völlig zusammenbrechen läßt, völlig ausreichend.
Diese Datenverarbeitungsanlage kann auch als Anlage mit Lernfähigkeit bezeichnet werden, wenn
man den Anpassungsvorgang so auffaßt, daß das eine Schaltwerk über den richtigen Speicherinhalt vom
anderen belehrt wird und diesen lernt. Die Richtung der Belehrung, d. h. welches Schaltwerk lehrt und
welches lernt, ist hierbei allerdings von vornherein festgelegt, wobei sichergestellt ist, daß der Speicherinhalt
des belehrenden Schaltwerks richtig ist.
Vorzugsweise ist jedoch noch mindestens ein zusätzliches Schaltwerk vorgesehen, dessen Inhalt
gleichzeitig mit dem Inhalt des einen an den Inhalt des anderen angepaßt wird.
Wenn dann noch gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dafür gesorgt ist, daß die Ausgänge der
Vergleichsvorrichtungen der drei Schaltwerke an eine Mehrheitsschaltung angeschlossen und der Mehrheitsschaltung von den Vergleichsvorrichtungen erzeugte
Vergleichssignale zugeführt sind, aus denen die Mehrheitsschaltung ein mit der Mehrheit der Vergleichssignale übereinstimmendes Mehrheitsvergleichssignal
erzeugt, das in einer weiteren Vorrichtung mit jedem Vergleichssignal der Vergleichsvorrichtungen zu je
einem Fehlersignal verknüpft wird, von denen jedes jeweils demjenigen Schaltwerk zugeführt wird, aus
dessen Vergleichssignal es durch Verknüpfung mit dem Mehrheitsvergleichssignal gebildet wurde, und
daß der Speicherinhalt desjenigen Schaltwerks, dessen Vergleichssignal nicht mit den Vergleichssignalen
der übrigen Schaltwerke übereinstimmt, in Abhängigkeit von dem ihm zugeführten Fehlersignal an den
übereinstimmenden Speicherinhalt der übrigen Schaltwerke angepaßt wird, dann paßt sich der Speicherinhalt
eines beliebigen Schaltwerks selbsttätig an den übereinstimmenden Speicherinhalt der beiden übrigen
an, ohne daß die Richtung der Belehrung von vornherein vorzugeben ist, so daß stets der Speicherbetrieb
aufrechterhalten bleibt, unabhängig davon, welches Schaltwerk ausfällt, wenn nur die Mehrheit
richtig arbeitet.
Die Speicherglieder in jedem Schaltwerk können ferner für jedes Bit Ersatzspeicherglieder enthalten,
die beim Ausfall irgendeines Originalspeichergliedes dessen Speicherfunktion durch Einleiten eines Anpassungsvorgangs
zur Wiedereinspeicherung des richtigen Speicherinhalts übernehmen, wenn mehrere Anpassungsversuche nicht zum Erfolg geführt haben.
Eine nach diesem Verfahren arbeitende und in der angegebenen Weise ausgebildete Datenverarbeitungsanlage
ist daher in der Lage, sich zumindest teilweise selbst zu reparieren.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer
Datenverarbeitungsanlage, in der Verbindungen für zwei verschiedene Betriebsarten gezeigt sind;
F i g. 2 ist ein Blockschaltbild der Anlage nach F i g. 1, das die Verbindungen der Anlage für eine
Betriebsart zeigt;
F i g. 3 A ist eine Darstellung eines gewünschten Datenwortes, das durch die Operationen, die in
Fig. 3B dargestellt sind, gespeichert werden soll:
F i g. 3 B ist eine Tafel, die einen typischen Lernzyklus und den logischen Ablauf des Lernvorgangs
beim Speichern des gewünschten Datenwortes der F i g. 3 A durch Betätigung irgendeines Schaltwerks
2, 3 oder 4, wie sie in den F i g. 1 und 2 gezeigt sind, dargestellt;
Fig. 4A, 4B und 4C sind schematische Detaildarstellungen
des Eingabewerks, der drei Schaltwerke und des Ausgabewerks der Schaltung, die als
Blockschaltbild in Fig. 2 dargestellt ist;
F i g. 5 ist ein Plan des zeitlichen Ablaufs der Operationen der Anpassungsschaltung, die in Fig. 4B
enthalten ist.
In F i g. 1 ist eine digitale Datenverarbeitungsanlage gezeigt, die drei Schaltwerke 2,3 und 4 enthält.
Mit jedem Schaltwerk kann ein Vergleich durchgeführt werden. Ferner ist ein Eingabe-Ausgabe-Werk
5 gezeigt, das den Schaltwerken einerseits Eingangssignale zuführt und andererseits ein Mehrheits-Ausgangssignal
aus Signalen der Schaltwerke ableitet. Wie in dem Blockschaltbild der Anlage nach Fig. 2
gezeigt ist, sind die Schaltwerke 2, 3 und 4 parallel geschaltet und arbeiten gleichzeitig. Die Parallelverbindungen
sind intern ausgeführt und in F i g. 1 nicht gezeigt. Das Eingabe-Ausgabe-Werk 5 ist in
Fig. 2 zweiteilig als EingabewerkSA und Ausgabewerk
52? gezeigt.
Die Frontplatten aller Schaltwerke 2, 3, 4 und 5
weisen, wie in F i g. 1 gezeigt, fünf Ziffernanzeigefelder a, b, c, d und e auf, die fünf Ziffernstellen zugeordnet
sind, aus denen ein einzelnes Eingabewort gebildet wird. Die zwei verschiedenen Binärzustände
einer Stelle werden auf den Anzeigefeldern durch zwei verschieden gefärbte Lampen wiedergegeben.
So kann z. B. rotes Licht für die binäre 1 und grünes Licht für die binäre 0 verwendet werden. Die Lampen,
die in den Anzeigefeldern α bis e jedes Schaltwerks aufleuchten, geben das gespeicherte Wort des
Schaltwerks wieder. Die Lichtanzeige selbst dient lediglich zur Anzeige der Zustände der Schaltwerke
und ist für die grundlegende Wirkungsweise der Anlage nicht erforderlich. Jede Frontplatte enthält ferner
eine JA-Lampe y und eine NEIN-Lampe n. Die JA- und NEIN-Lampen der Schaltwerke 2, 3 und 4
leuchten auf, je nachdem, inwieweit ein Eingangswort mit dem gespeicherten Wort in jedem Schaltwerk
übereinstimmt. Das Eingabe-Ausgabe-Werk 5 spricht auf das Mehrheitsergebnis der JA-NEIN-Signale
der Schaltwerke 2, 3 und 4 an, und dementsprechend leuchtet eine der JA-NEIN-Lampen des
Eingabe-Ausgabe-Werks 5 auf. Wenn während eines Vergleichsvorgangs, der auch als Und-Verknüpfung
angesehen werden kann, das Eingangswort in mindestens einem Bit mit dem gespeicherten übereinstimmt,
leuchtet die JA-Lampe auf. Ergibt sich keine derartige Übereinstimmung, dann leuchtet die NEIN-Lampe
auf.
Die Schaltwerke 2, 3 und 4 werden parallel betrieben, um Redundanz für ganze Baugruppen, also
auf verhältnismäßig hoher Ebene zu schaffen. Wenn also irgendeines der Schaltwerke 2,3, 4 ausfällt, wird
dadurch die Wirksamkeit der gesamten Anlage nicht beeinträchtigt, die die übrigen beiden Schaltwerke
zur Aufrechterhaltung des Betriebs ausreichen. Da die einwandfreie Wirkungsweise der Anlage jedoch
auf der gleichwertigen Aussage mehrerer Schaltwerke beruht, fällt die gesamte Anlage dann aus, wenn zwei
Schaltwerke ausfallen.
In jedem Schaltwerk 2, 3, 4 sind für jede Binärstelle entsprechend den möglichen Werten »0« und
»1« zwei Speicherglieder vorgesehen. Es läßt sich hierbei eine weitere Redundanzebene dadurch bilden,
daß jedem Speicherglied jedes Schaltwerks mindestens zwei Ersatzspeicherglieder zugeordnet werden, die
aber im Gegensatz zur ersten Redundanzebene abwechselnd und nicht gleichzeitig betrieben werden.
Die Ersatzglieder werden in den im Betrieb befindlichen Teil des Netzes eingeschaltet, wenn festgestellt
wird, daß das Originalteil ausgefallen ist.
Jedes Schaltwerk enthält ferner ein Anpassungsnetz, das es ihm ermöglicht, ein gewünschtes Wort
zu lernen und zu speichern oder nach einem Ausfall wieder erneut zu lernen. Abhängig von logischen
Vorschriften wird einem Schaltwerk gegebenenfalls ein Fehlersignal zugeführt, das eine korrigierende
Änderung in dem gespeicherten Wort hervorruft. Nach einer Reihe derartiger Korrekturschritte ist der
Lernvorgang beendet, und das korrigierte Wort wird gespeichert. Die Anpassungsfähigkeit ermöglicht auch
die selbsttätige Einfügung eines Ersatzgliedes in den Betriebsteil der Schaltung, je nachdem, wo es ein
Ausfall in dem Schaltwerk erfordert.
In F i g. 1 enthält jedes Schaltwerk 2, 3 und 4 eine
Lehrbuchse 6, eine Lernbuchse 7, einen Schalter 8 zur Umschaltung von Automatik- auf Handbetrieb,
einen »Fehler«-Druckknopfschalter 9 und einen Ein-Aus-Schalter 10. Die Bezugszeichen der Schaltwerke 3
und 4 sind jeweils mit einem bzw. zwei Strichen versehen. Das Eingabe-Ausgabe-Werk 5 enthält drei
Lehrbuchsen 6'", einen Ein-Aus-Schalter 10'" und eine schlitzförmige Eingabeöffnung 11 zur Aufnahme
der Eingangsinformation mit Hilfe von Lochkarten od. dgl. (nicht gezeigt). Durch die Verbindung 12
(strichpunktiert dargesellt) zwischen der Lehrbuchse 6' des Schaltwerks 3 und der Lernbuchse 7
des Schaltwerks 2 wird das Schaltwerk 3 in die Lage versetzt, dem Schaltwerk 2 ein gewünschtes Wort zu
lehren. Es sei angenommen, daß im Schaltwerk 3 das gewünschte Wort gespeichert ist, und die Aufgabe
besteht nun darin, dem Schaltwerk 2 das gleiche Wort zu lehren und es somit im Schaltwerk 2 zu
speichern. Bei der nun folgenden Beschreibung sei angenommen, daß die Verbindungen 13,14 und 15
nicht vorhanden sind.
Es sei angenommen, daß das gewünschte Wort durch Fig. 3A dargestellt wird, d.h. durch eine
binäre 0, angedeutet durch ein G (für grünes Licht) in der Stelle c, und durch eine binäre 1, angedeutet
durch ein R (für rotes Licht) in den Stellen d und e. Dieses gewünschte Wort ist in dem Schaltwerk 3
gespeichert. Das anfänglich im Schaltwerk 2 gespeicherte Wort, das nicht das gewünschte Wort ist, sei
durch die Kombination im linken oberen Feld der Wahrheitstafel von F i g. 3 B im Schnittpunkt der
Spalte K und der Zeile 1 dargestellt. Die dort gespeicherte Information ist a = 1 (G) und cund e = 0 (R).
Den Schaltwerken 2 und 3 werden nun nacheinander Eingangswörter zugeführt, indem Datenkarten mit
beliebigen Datenwörtern in den Schlitz 11 geschoben werden. Einige dieser wahllosen Datenwörter enthalten
die gewünschte Bitkombination, wie sie in F i g. 3 A dargestellt ist, während andere sie nicht
enthalten. Das Schaltwerk 3 stellt dann jeweils fest, ob das eingegebene Datenwort die gewünschte Bitkombination
enthält oder nicht. Die Vergleichsschaltung des Schaltwerks 2 ist dagegen nicht in der Lage,
das gewünschte Wort zu erkennen, sondern sie versucht, ein derartiges Erkennen auf der Basis des in
ihr gespeicherten unkorrigierten Wortes zu verwirklichen. Immer wenn dem Schaltwerk 3 ein neues Wort
angeboten wird, liefert die Verbindung 12 von der Lehrbuchse 6' des Schaltwerks 3 zur Lernbuchse 7
des Schaltwerks 2 ein Vergleichssignal, das JA oder NEIN darstellt. Entsprechend gibt das Schaltwerk 2
ein Vergleichssignal ab, das die Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung des gespeicherten Wertes
mit dem angebotenen Wort ausdrückt. Ein Fehler liegt dann stets beim Zusammentreffen einer JA- und
einer NEIN-Aussage vor, und in diesem Fall muß das gespeicherte Wort im Schaltwerk 2 geändert
werden.
Das lernende Schaltwerk spricht gemäß logischen Vorschriften auf die beiden Fehlerarten an, um das
gespeicherte Wort wie folgt zu ändern:
Vorschrift 1: Für JA-NEIN-Fehler (Schaltwerk 2
»JA«, Schaltwerk 3 »NEIN«, angedeutet durch das Zeichen Y/N in SpalteM der Fig. 3B). Alle Speicherglieder,
die dem Komplement des Eingangswortes entsprechenden, werden betätigt, und außerdem
bleiben die bereits belegten Speicherglieder im Belegtzustand. Es kann dies sowohl die Speicherung
einer Ziffer 0 als auch die gleichzeitige Speicherung einer Ziffer 1 in bestimmten Ziffernstellen bedeuten.
Vorschrift 2: Für NEIN-JA-Fehler (Schaltwerk 2
»NEIN«, Schaltwerk 3 »JA«, angedeutet durch das Zeichen NIY in Spalte η der F i g. 3 B). Alle Speicherglieder,
deren Inhalt mit dem entsprechenden Bit des Eingangswortes nicht übereinstimmt, werden gelöscht.
Wenn infolge eines JA-NEIN-Fehlers sowohl
eine 0 als auch eine 1 in irgendeiner Ziffernstelle gespeichert wird, hat der nachfolgende Vergleichsvorgang stets die Antwort NEIN zur Folge, da ein
Wort mit einer derartigen Zweifachbelegung einer Stelle niemals vollständig in einem zugeführten Eingangswort
enthalten sein kann.
Die Wahrheitstafel der Fig. 3B zeigt ein Beispiel der Wirkungsweise obiger logischer Vorschriften,
wonach eine binäre 1 durch den Buchstaben R für eine rotleuchtende und eine binäre 0 jeweils durch
den Buchstaben G für eine grünleuchtende Lampe angedeutet ist. Die erste Spalte K enthält das in dem
lernenden Schaltwerk 2 jeweils gespeicherte Wort im Verlauf von sieben Lernschritten, wobei die aufeinanderfolgenden
Felder der Spalte K die Veränderungen im gespeicherten Wort wiedergeben. Die
Spalte L stellt die wahllosen Eingangsinformationen dar, die den Schaltwerken 2 und 3 zum Vergleich
zugeführt werden, und die Spalte M gibt die ermittelte Fehlerart wieder. Wie bereits erwähnt, ist das
gewünschte Wort, das bereits in dem Schaltwerk 3 gespeichert ist, in F i g. 3 A gezeigt. Schritt 1 des
Lernvorgangs wird durch Zeile 1 der Tafel nach F i g. 3 B, Schritt 2 durch Zeile 2 der Tafel usw. dargestellt.
Es sei nun das in Schritt 1 vorgegebene Eingangswort betrachtet. Man sieht, daß es das gewünschte
Wort enthält, und somit antwortet das Schaltwerk 3 mit »JA«. Da jedoch das gespeicherte Wort des
Schaltwerks 2 nicht in dem zugeführten Eingangswort enthalten ist, antwortet das Schaltwerk 2 mit
»NEIN«, so daß sich also ein NEIN-JA-Fehler ergibt. Nach Vorschrift 2 werden bei einem NEIN-JA-Fehler
alle Speicherglieder und zugehörigen Lampen,
deren Speicherinhalt nicht mit den entsprechenden Stellen des Eingangswortes übereinstimmen, gelöscht.
Dementsprechend wird das im Schaltwerk 2 gespeicherte Wort so geändert, wie es im Schritt 2, Spalte K,
gezeigt ist. In Schritt 2 enthält das zweite Eingangswort nicht das gewünschte Wort, so daß das Schaltwerk
3 mit »NEIN« antwortet. Da jedoch das jetzt gespeicherte Wort des Schaltwerks 2 im zugeführten
Eingangswort enthalten ist, antwortet das Schaltwerk 2 mit »JA«, so daß nunmehr ein JA-NEIN-Fehler
vorliegt. Nach Vorschrift 1 für JA-NEIN-Fehler gehen alle Lampen an, die nicht mit dem entsprechenden
Bit des Eingangswortes übereinstimmen, d. h., das Komplement des Eingangswortes wird gespeichert.
Das gespeicherte Wort wird dann so geändert, wie es in Zeile 3 gezeigt ist. Durch nacheinander
eingegebene wahllose Wortkombinationen wird das im Schaltwerk 2 gespeicherte Wort dementsprechend
schrittweise geändert, bis es gleich dem gewünschten Wort ist. Man sieht, daß dies für das
gewählte Beispiel in Zeile 7 nach dem sechsten Schritt der Fall ist.
Zum Beweis dessen, daß ein Schaltwerk stets nach einer endlichen Zahl von derartigen Schritten ein
gewünschtes Wort lernt, läßt sich folgende Begründung geben:
1. Nach jedem JA-NEIN-Fehler leuchtet mindestens
eine weitere Lampe richtig. Dies folgt daraus, daß nur dann ein JA-NEIN-Fehler auftritt,
wenn mindestens eine Lampe, die nicht mit ihrem Eingangssignal übereinstimmt, gelöscht
ist, obwohl sie leuchten sollte. Mithin wird diese Lampe nach Vorschrift 1 eingeschaltet.
2. Ist die richtige Lampe einmal eingeschaltet, geht sie nicht wieder aus (Lampen gehen nur bei
NEIN-JA-Fehlern aus, und da bei derartigen Fehlern die gewünschte Kombination in dem
Eingangswort vorhanden sein muß, bleiben diese zu Recht eingeschalteten Lampen auch eingeschaltet).
3. Es kann nur eine endliche Anzahl von NEIN-JA-Fehlern nacheinander auftreten. Nach jedem
NEIN-JA-Fehler wird mindestens eine weitere Lampe gelöscht. Mithin wird schließlich der Zustand
erreicht, in dem nur noch Lampen brennen, die zur gewünschten Kombination gehören,
jedoch sind noch nicht alle erforderlichen Lampen eingeschaltet. In diesem Falle werden dann
nur JA-NEIN-Fehler auftreten.
4. Wenn alle Lampen brennen, die brennen sollten, können — wenn noch weitere Lampen brennen
— nur noch NEIN-JA-Fehler auftreten.
Aus 1, 2, 3 folgt, daß nach einer endlichen Anzahl von Fehlern alle Lampen brennen, die brennen sollten.
Ähnlich folgt aus 3 und 4, daß die Lampen, die aus sein sollten, auch nach einer endlichen Anzahl
von Schritten ausgehen.
In dem in Fig. 3B dargestellten Beispiel brannte
von Anfang an die Lampe der Stelle e des gespeicherten Wortes richtig. Die Anzahl der richtig brennenden
Lampen wird mit dem dritten Schritt (nach dem ersten JA-NEIN-Fehler) auf zwei, d. h. in den
Stellen c und e, und mit dem fünften Schritt (nach dem zweiten JA-NEIN-Fehler) auf drei erhöht. Die
fälschlicherweise brennenden Lampen verlöschen dann mit den Schritten 6 und 7 auf Grund der letzten
beiden NEIN-JA-Fehler.
Die Schaltglieder zur Durchführung der einzelnen Operationen
a) zur Speicherung eines gewünschen Wortes in den Schaltwerken 2, 3 und 4,
ίο b) zum Vergleich des gewünschten Wortes mit
einem Eingangswort und
c) zur Abwandlung des gespeicherten Wortes in einem speziellen Schaltwerk nach obigen Schaltvorschriften
können aus Schalt- und Verknüpfungsgliedern aufgebaut sein, wie sie von der digitalen Rechentechnik
her bekannt sind. Die noch zu beschreibenden Fig. 4A und 4B zeigen jedoch eine Relaisausführung.
Nachdem das Schaltwerk 2 von dem Schaltwerk 3 das gewünschte Wort, wie oben beschrieben, gelernt
hat, ist die äußere Verdrahtung der Schaltwerke gemäß F i g. 1 zu ändern, derart, daß eine der Lehrbüchsen
6'" mit der Lernbuchse 7 des Schaltwerks 2 durch eine Verbindung 13, eine weitere Lehrbuchse
6'" des Schaltwerks 5 mit der Lernbuchse T des Schaltwerks 3 durch eine Verbindung 14 und schließlich
die dritte Lehrbuchse 6'" mit der Lernbuchse 7" des Schaltwerks 4 durch eine dritte Verbindung 15
verbunden werden. Die strichpunktierte Verbindung 12 wird entfernt. Diese Schaltanordnung ist schematisch
in Fig. 2 dargestellt. Die Lehrbuchsen 6"' des Schaltwerks 5 liefern identische Ausgangssignale
vom Ausgabewerk55 des Schaltwerks 5. In Fig. 2
ist noch ein in Fig. 1 nicht gezeigter Ausgang 16 dargestellt, der zur Abnahme eines Ausgangssignals
von dem Ausgabewerk 55 vorgesehen ist. Wie bereits erwähnt, ist das Ausgabewerk 5 5 eine an sich
bekannte Mehrheitsschaltung, die an die Verbindungen 13 bis 16 ein Ausgangssignal entsprechend der
Mehrheit der Eingangssignale liefert. Somit wird aus mindestens zwei übereinstimmenden Ausgangssignalen
der Schaltwerke 2, 3 und 4 das Ausgangssigna] des Ausgabewerkes 55 abgeleitet.
Analog zum bereits beschriebenen Ablauf bezüglich der richtigen Speicherung des gewünschten
Wortes in den Schaltwerken 2 und 3 bildet das Ausgangssignal des Ausgabewerks 55 über die Leitung
15 das Vergleichssignal für das Schaltwerk 4. Dadurch wird auch in dem Schaltwerk 4 nach einer
Reihe von Lernschritten das gewünschte Wort richtig gespeichert. Es speichern somit alle drei Schaltwerke
2, 3 und 4 während eines fehlerfreien Betriebs das gleiche gewünschte Wort und liefern bei jedem Datenvergleich
die gleiche richtige Antwort.
Wenn jedoch irgendeines der Schaltwerke 2, 3 oder 4 ausfällt, liefern die beiden übrigen Schaltwerke
infolge der Mehrheitsentscheidung des Ausgabewerks SB immer noch die gleiche richtige Antwort.
Außerdem wird der Speicherinhalt des Schaltwerks, das ausgefallen ist, über die Lernverbindungen
13, 14 oder 15 modifiziert, um zu versuchen, den Fehler zu beheben. Deshalb wird, wenn das
fehlerhafte Verhalten des Schaltwerks auf einen Fehler in den Speichergliedern zurückzuführen ist, die
das gewünschte Wort speichern, den Speichergliedern erneut die Gelegenheit gegeben, das gewünschte
Wort zu speichern. Wenn also ein Speicherglied nur vorübergehend ausfällt, beispielsweise ein Relais, das
zufällig infolge eines mechanischen Stoßes abfällt, oder ein magnetisches Speicherelement, das seinen
Speicherinhalt durch Entmagnetisierung verloren hat, dann wäre der erneute Lernvorgang erfolgreich, und
die Anlage nimmt wieder den Zustand ein, in dem alles richtig arbeitet.
Jedes Schaltwerk 2, 3 und 4 enthält auch Ersatzspeicherglieder, die eingesetzt werden, wenn ein ständig
ausfallendes Speicherglied festgestellt wird. Diese Ersatzfunktion läßt sich z. B. durch eine an sich bekannte
Relaisverriegelungsschaltung durchführen, wobei die primären Speicherglieder das Wirksamwerden
der Ersatzspeicherglieder so lange verhindern, wie sie richtig arbeiten. Es können auch mehr als ein
Ersatzspeicherglied für jedes primäre Speicherglied vorgesehen werden, und das zweite und jedes weitere
Ersatzspeicherglied kann an Stelle eines früheren Ersatzspeichergliedes eingeschaltet werden, wenn
auch dieses ausfallen sollte.
Die Verbindungen 12 bis 16 in den F i g. 1 und 2 wurden schematisch als einzelne Leitungen gezeichnet.
Es ist jedoch vorzuziehen, beide Vergleichssignale JA und NEIN zu übertragen, so daß an Stelle
der schematisch einzeln gezeichneten Verbindungen zwei Verbindungen verwendet werden können. Es
ist jedoch auch möglich, einfach verschiedene Spannungpegels oder Polaritäten zur Kennzeichnung der
Ausgangssignale JA oder NEIN auf einer einzigen Leitung zu übertragen.
An Stelle der Belehrung eines inkorrekt arbeitenden Schaltwerks ist es auch möglich, ein inkorrekt
arbeitendes Schaltwerk durch Handeingabe von Fehlersignalen über den Fehlerschalter 9 zu beeinflussen.
Für diesen Betrieb wird der Schalter 8 von der Stellung »Automatik« in die Stellung »Hand«
gebracht, so daß das Schaltwerk nicht auf Fehlersignale von der Lernbuchse 7, sondern auf Fehlersignale
vom Druckknopf 9 anspricht. Dann gibt die Bedienungsperson verschiedene Eingangswörter ein,
und da sie die Eingangswörter kennt, weiß sie auch, ob das lernende Schaltwerk nach dem Vergleich JA
oder NEIN anzeigen sollte. Ist die Antwort nicht richtig, dann ist der Fehlerknopf 9 zu drücken, und
das gespeicherte Wort wird gemäß den Schaltvorschriften, wie oben beschrieben, so lange geändert,
bis schließlich das gewünschte Wort gespeichert ist.
Ein kürzeres Verfahren, das gewünschte Wort von Hand zu speichern, wäre, die Speicherglieder des
lernenden Schaltwerks zu löschen, so daß keine Information mehr darin gespeichert ist. Danach wird
das vollständige Komplement des gewünschten Wortes und für jede dann noch freie Ziffernstelle zusätzlich
eine beliebige Binärziffer eingegeben und dann der Fehlerknopf 9 betätigt. Daraufhin ergibt sich ein
JA-NEIN-Fehlersignal, da das Schaltwerk keine fehlende
Übereinstimmung anzeigen kann, wenn alle Wortstellenspeicherglieder gelöscht sind. Die Speicherkorrektur
gemäß Lernvorschrift 1 besteht dann darin, das Komplement des Eingangswortes in den
Schaltwerksspeichergliedern zu speichern. Da als Eingangswort speziell das Komplement des gewünschten
Wortes gewählt wurde, ist somit die gespeicherte Information gleich dem gewünschten Wort zusammen
mit den beliebigen Binärziffern, die für die freien Ziffernstellen des gewünschten Wortes gewählt wurden.
Dann wird ein zweites Wort eingegeben, das das gewünschte Wort plus die inversen Binärziffern der
in den freien Binärzifferastellen gespeicherten Ziffern enthält. Ein NEIN-JA-Fehler löscht dann die freien
Ziffernstellen, so daß nur noch das gewünschte Wort übrigbleibt. Dadurch wird das gewünschte Wort in
ein oder zwei Schritten gelehrt, gelernt und gespeichert.
Obwohl das Ausführungsbeispiel nur auf fünfstellige Binärziffern abgestellt ist, können auch längere
Wörter bei entsprechender Auslegung der Anlage verarbeitet werden.
Die Fig. 4A, 4B und 4C zeigen ein detailliertes
schematisches Blockschaltbild der oben beschriebenen Anlage, die im ganzen mit dem Blockschaltbild
von Fig. 2 übereinstimmt. Die schematische Darstellung der Fig. 4A enthält die Schaltung des
Eingabewerks 5A. In Fig. 4B ist die Schaltung des
Schaltwerks 2 dargestellt. Die Schaltung ist ebenfalls kennzeichnend für die Schaltwerke 3 und 4. In
Fig. 4C ist die Schaltung des Ausgabewerks 55 gezeigt.
In den Fig. 4A, 4B und 4C ist jede Relaiswicklung
symbolisch durch einen unterstrichenen Buchstaben dargestellt. Die Buchstaben sind dort in
den Leitungszug eingezeichnet, wo die entsprechende Relaiswicklung zwischengeschaltet ist. Typisch ist die
BezeichnungZ11 (Fig. 4A).
Das Eingabewerk SA von Fig. 4A enthält Eingangskontakte
21, 22, 23, 24 und 25, die jeweils über Leitungen 26, 27, 28, 29 und 30 mit der einen Seite
von Eingangsrelaiswicklungen Z1,12, Z3, Z4 und I5 verbunden
sind. Die anderen Enden der Relaiswicklungen I1 bis I5 sind miteinander verbunden und über
eine Leitung 31 mit dem negativen Pol — V1 einer
Spannungsquelle verbunden. Der Stromkreis der einzelnen Relaiswicklungen I1 bis I5 wird mit Hilfe einer
Eingabekarte 20 geschlossen. Die Karte 20 ist aus leitendem Material, beispielsweise Aluminium, hergestellt
und kann am Rand an fünf Stellen mit Ausschnitten versehen werden, je nachdem, welches Wort
eingegeben werden soll. Die Stellen, an denen am Rand der Karte ein Ausschnitt angebracht werden
kann, sind mit A, B, C, D und E bezeichnet, entsprechend den Anzeigefelderna bis e der Schaltwerke
2 bis 4. In dem betrachteten Beispiel bedeutet jede Stelle, die nicht mit einem Ausschnitt versehen
ist, eine binäre 1 und jede Stelle, die mit einem Ausschnitt versehen ist, eine binäre 0.
Wenn die Karte 20 eingeschoben wird, schließen die unausgeschnittenen Teile die Stromkreise der
entsprechenden Relais. Die Stromkreise werden über die Karte und einen weiteren Kontakt 32 geschlossen,
der über einen Schalter 33 mit Masse verbunden ist. Wo keine Ausschnitte vorgesehen sind, werden die
Eingangskontakte nicht miteinander verbunden und die zugehörigen Relais auch nicht erregt. Ein weiterer
Kontakt 34 ist über die Leitung 35 mit einer Relaiswicklung Z11 verbunden, deren anderes Ende
über eine Leitung 31 mit dem Pol — V1 der Spannungsquelle
verbunden ist. Das Relais Z11 erregt einen
Teil der Anpassungsschaltung in den Schaltwerken 2, 3 und 4, wenn eine Karte eingeschoben wird. Parallel
zu den Relaiswicklungen sind in Sperrichtung Dioden 37 bis 42 geschaltet, um induktive Überspannungen
der Relaiswicklungen beim Herausziehen der Karte und damit Kontaktfunken zu begrenzen
bzw. zu verhindern.
Zu den ReIaIsZ11 gehört ein einzelner Arbeitskontakt des Schalters Z11I. Ein Kontakt des Schalters
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Z11I ist mit dem Minuspol — F2 einer Spannungsquelle verbunden, während der andere Kontakt über
eine Leitung 43 mit den Schaltwerken 2, 3 und 4 von Fig. 4B verbunden ist. Zu den RelaiswicklungenI1,
I2,13, Z4 und Is gehören Kontakte Z1I, Z2I, ZsI, Z4I 5
und Z5I. Jede Bezeichnung gilt für zwei "Ruhe- und
zwei Arbeitskontakte.
Über das Buchstabensymbol der Ruhekontakte ist ein Querstrich gezeichnet, z. B. J^I. Die Arbeitskontakte
dagegen sind ohne Querstrich angedeutet, ζ. Β. ίο
Z1I. Für alle Schaltbilder der Fig. 4A, 4B und 4C
gelte die gleiche Vereinbarung. Eine mit einem Buchstaben und Ziffernsymbol gefüllte Unterbrechung in
einer Schaltung deutet auf einen Relaiskontakt. Bei diesen Kontakten handelt es sich um Arbeitskontakte,
wenn sie nicht mit einem Querstrich über dem Symbol versehen sind. Ein derartiger Querstrich bedeutet,
daß es sich um einen Ruhekontakt handelt.
Manchmal wählt man die Kontaktbezeichnungen eines speziellen Relais als Hauptbezeichnung. In
jedem Falle wird jedoch für das Relais und die zugehörigen Kontakte der gleiche Hauptbuchstabe verwendet.
So gehören zu dem Relais Z? die verschiedenen Kontakte Z? 1, Z? 2 usw.
In der Schaltung nach Fig.4A liegen die Leitungen
45, 46, 47, 48 und 49 jeweils über die Ruhekontakte TjJ, 41, ~ζ\, /JT und ΖΓΪ und über die Leitung
44 an Masse. Entsprechend sind die Leitungen 50, 51, 52, 53 und 54 jeweils über die Arbeitskontakte
Z1I bis Z5I und die Leitung 44 mit Masse verbunden,
wenn die Arbeitskontakte geschlossen sind. Alle Leitungen 45 bis 54 stellen Eingangsleitungen
der Schaltwerke2, 3 und 4 von Fig. 4B dar.
Fig. 4B zeigt das Schaltbild der Schaltwerke 2, 3
und 4 und andere Schaltungen. Die Schaltwerke sind alle identisch, so daß nur für Teile des Schaltwerks 2
eine schematische Darstellung im Detail gezeigt ist; die restliche Schaltung des Schaltwerks 2 ist als
Blockschaltbild dargestellt, wohingegen die Schaltwerke 3 und 4 nicht gezeigt sind, da sie mit dem
Schaltwerk 2 identisch sind. Die Schaltwerke 3 und 4 erhalten die gleichen Eingangssignale wie das Schaltwerk
2 (über die Leitungen 45 bis 54) und liefern Ausgangssignale über nicht gezeigte Leitungen, die
in der gleichen Weise wie diejenigen des Schaltwerks 2 numeriert sind, nur daß die Ziffern des
Schaltwerks 3 mit einem Strich (z. B. 92') und die Ziffern des Schaltwerks 4 mit zwei Strichen (z.B. 92")
versehen sind.
Alle Schaltwerke 2, 3 und 4 enthalten zehn Ziffern-Speicherglieder
60-1, 60-0 bis 64-1 und 64-0, während die Bezugszeichen der entsprechenden Speicherglieder
der Schaltwerke 3 und 4 wieder mit einem Strich bzw. zwei Strichen versehen sind. Jedes Schaltwerk
enthält auch ein Anpassungsglied 65 und ein JA-NEIN-Ausgangsglied 66. Die Speicherglieder 60-1
und 60-0 sind jeweils den beiden binären Zuständen 0 und 1 bzw. Grün und Rot des Anzeigefeldes α zugeordnet.
Entsprechend liefern die Speicherglieder 61-1 bis 64-0 die »Rot«- und »Grün«-Information für die
Anzeigefelder b, c, d und e. Nur die Speicherglieder 60-1 und 60-0 des Schaltwerks 2 sind im Detail dargestellt.
Die übrigen Speicherglieder sind in ihrem Aufbau und in ihrer Wirkungsweise identisch, und
deshalb sind deren innere Schaltungen nicht wiederholt. Das Anpassungsschaltglied 65 und das JA-NEIN-Ausgangsschaltglied
66 des Schaltwerks 2 sind im Detail gezeigt. Die entsprechenden Schaltglieder der Schaltwerke 3 und 4 sind wiederum mit diesen
identisch.
In dem Speicherglied 60-1 von Fig. 4A stellt die
Leitung 45 die Eingangsleitung dar. Über diese Leitung werden die Relais R oder r wahlweise erregt.
Das Relais Z? ist normalerweise in Betrieb, während das Relais r als Ersatzrelais dient. Die Leitung 45 ist
mit einer Seite eines Arbeitskontaktes Tl-I des Relais T verbunden. Die Wicklung des Relais T ist in
dem Anpassungsschaltglied 65 enthalten. Der andere Kontakt von Γ1-1 ist mit den Relaiskontakten Zl-I,
die zu einem Umschalter verdrahtet sind, verbunden.
Die Wicklung des zugehörigen Relais Z ist in dem Anpassungsschaltglied 65 enthalten. Die Ruhekontakte
Zl-I sind über eine in Durchlaßrichtung gepolte Diode 67-1 zur Erregung der Relaiswicklung R
mit deren einem Ende verbunden. Das andere Ende der Relaiswicklung Z? ist über einen Strombegrenzungswiderstand
68-1 mit dem Minuspol — V1 der Spannungsquelle verbunden. In ähnlicher Weise sind
die Ruhekontakte Zl-I über eine in Durchlaßrichtung gepolte Diode 69-1 mit einem Ende der Relaiswicklung
r verbunden, während das andere Ende der Relaiswicklung r über einen Strombegrenzungswiderstand
70-1 mit dem Pol — F1 der Spannungsquelle verbunden ist.
Die Arbeitskontakte Zl-I sind über eine in Durchlaßrichtung
gepolte Diode 71-1 mit dem anderen Ende der Relaiswicklung R verbunden, so daß die
Wicklung auf diesem Wege kurzgeschlossen werden kann, wenn sie entmagnetisiert werden soll. Auf
ähnliche Weise sind die Kontakte Zl-I über eine in Durchlaßrichtung gepolte Diode 72-1 mit dem anderen
Ende der Wicklung r verbunden. Ein weiterer Shuntstromkreis, der parallel zur Relaiswicklung Z?
verläuft, verbindet das andere Ende der Wicklung R über einen Arbeitskontakt rl und einen Ruhekontakt
TfT. Die Relaiswicklung r wird ebenfalls von Arbeitskontakten R 2 geschaltet. Der letztgenannte
Parallelstromkreis bevorzugt das Relais Z? vor dem Relais r, so daß, wenn beide richtig arbeiten können,
nur das Relais R eingeschaltet ist, während das Relais r in Reserve steht. Eine Leitung 75 ist über eine
Zenerdiode 73-1 und ein rotes Lämpchen 74 mit dem Pol — F1 einer Spannungsquelle einerseits und andererseits
mit einem Rotkonzept-Mehrheitsglied in dem Ausgabewerk55 Fig. 4C verbunden. Ähnliche
Ausgänge werden durch die Leitungen 75' und 75" für die Glieder 6O'-l und 60"-l gebildet. Die Leitungen
sind mit den gleichen Rotkonzept-Mehrheitsgliedern verbunden. Die Ausgangsklemme des roten
Lämpchens 74 ist ebenfalls über den Parallelpfad der Arbeitskontakte Z? 3 und r2 mit Masse verbunden.
Durch Relaiskontakte Z? 4 wird ein Stromkreis zur Aufrechterhaltung der Erregung der Relaiswicklung R
vervollständigt. Ein ähnlicher Selbsthaltekreis für die Relaiswicklung r wird durch Relaiskontakte r 3
gebildet.
Die Eingangsleitung 45 ist über einen Parallelzweig aus Arbeitskontakten Z? 5 und r4 und über eine in
Durchlaßrichtung gepolte Diode 76-1 angeschlossen. Der Ausgang der Diode 76-1 ist durch eine Leitung
77 mit dem einen Ende einer Relaiswicklung A verbunden, die sich in dem Anpassungsschaltglied 66
befindet. Das andere Ende der Relaiswicklung A ist mit der Stromversorgungsleitung 43 verbunden. Ähnliche
Verbindungen wurden in den Schaltwerken 3 und 4 vorgenommen. Es sind jedoch nur die Lei-
tungen77' und 77" zu sehen. Die Verbindung der
Leitung 45 über die Relaiskontakte R 5 und r4 mit
der Leitung 77 bildet ein Teil der Vergleichsfunktion zwischen einer Ziffer des Eingangswortes und der in
dem Relais R oder r gespeicherten Ziffer. Wenn in dem Glied 60-1 die Binärziffer 1 durch Erregung des
Relais R oder r gespeichert ist und wenn an der Eingangsleitung 45 die Eingangsziffer 0 ansteht, dann
wird über die Leitung 77 das Relais A aufgerufen, das dann als Vergleichsergebnis »NEIN« signalisiert.
Solange kein Fehlersignal ansteht, arbeitet das Relais Z des Gliedes 65 mit dem Relais A über die Kontakte^
2, S 2 und Γ 2 zusammen. Dadurch werden das JA-Lämpchen 87 und das NEIN-Lämpchen 88
des Gliedes 66 über die Kontakte Z 5 eingeschaltet.
Das Speicherglied 60-0 des Schaltwerks 2 ist im Schaltungsaufbau mit dem Glied 60-1 identisch, nur
daß die Relais R und r jeweils durch die Relais G und g und das rote Lämpchen 74 durch ein grünes
Lämpchen78 ersetzt sind. Die übrigen Schaltelemente T1-0, Zl-O, 67-0, 68-0, 69-0, 70-0, 71-0,72-0
und 76-0 sind den oben beschriebenen entsprechenden Bauteilen in Aufbau und Wirkungsweise gleich.
Die Leitung 50 ist die Eingangsleitung des Gliedes 60-0. Ein erstes Ausgangssignal des Schaltgliedes 60-0
gelangt von dem grünen Lämpchen 78 über die Leitung 79 zu einem Grünkonzept-Mehrheitsglied 100-0
in dem Ausgabewerk5B der Fig. 4C. Von der
Diode 76-0 des Schaltgliedes 60-0 wird ähnlich wie von der Diode 76-1 des Schaltgliedes 60-1 über die
Leitung 77 ein zweites Ausgangssignal abgenommen. Ausgangsleitungen 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98 und 99
sind jeweils an die Schaltglieder 61-1 bis 64-0 in dem Schaltwerk 2 angeschlossen. Entsprechende Ausgangsleitungen
der Schaltwerke 3 und 4 sind mit einem bzw. zwei Strichen versehen und in F i g. 4 C
als Eingangsleitungen entsprechender Rot- und Grünkonzept-Mehrheitsglieder des Ausgabewerks 5 B gezeigt.
Demgemäß liefern die Speicherglieder 60-1 und 60-0 des Schaltwerks 2 die zur Stelle a des Schaltwerks
2 gehörige Ziffer des gespeicherten Wortes. Entsprechend liefern die Speicherglieder 61-1 und
61-0 die Ziffer des gespeicherten Wortes für das Anzeigefeld b. Die übrigen Speicherglieder 62-1 bis 64-0
liefern auf ähnliche Weise paarweise die Speicherwortziffern für die Anzeigefelder c, d und e. Die entsprechenden
Schaltglieder 60-1 bis 64-0 der Schaltwerke 3 und 4 sorgen für eine entsprechende Wirkungsweise
in bezug auf das in diesen Schaltwerken gespeicherte Wort.
Alle Speicherglieder 60-1 bis 64-0 können über die Leitung 77 ein Fehlanpassungssignal an das Relais A
abgeben. Wenn also irgendeine gespeicherte Ziffer nicht durch eine entsprechende Ziffer in dem Eingangswort
überwacht wird, dann wird das Relais^ erregt und das NEIN-Lämpchen 88 an Stelle des
JA-Lämpchens 87 eingeschaltet.
Jetzt sei auf das Anpassungsschaltglied 65 des Schaltwerks 2 Bezug genommen. Hier ist es Aufgabe
von Relaiswicklungen O, P, Q, S, T und Z und ihrer zugehörigen Kontakte auf Grund einer äußeren
Anregung, die Wirkungsweise der Speicherglieder zu ändern, indem sie diese entweder wieder an ein anfänglich
vorgegebenes Wort anpassen oder sie ein vorgegebenes Wort erneut zu lehren, wenn ein Teil
der Speicherglieder kurzzeitig ausgefallen war. Diese äußere Anregung erfolgt entweder von Hand oder
automatisch, je nach der Stellung des Automatik-Hand-Schalters 8, durch ein Fehlersignal. Während
eines Lernzyklus werden die Relais O, P, Q, S und T wiederholt der Reihe nach betätigt, um die Relais A
und dann Z der Reihe nach entweder zu erregen oder zu entregen, wie es von dem zu lernenden Wort vorgeschrieben
wird.
Das Relais O wird über den Automatik-Hand-Schalter
8 erregt. In der Stellung »Hand« läuft die
ίο Verbindung über den Fehlerknopf 9. Das Relais
bleibt über die Kontakte Öl, Al und Zl so lange
erregt, wie die Relais A und Z ebenfalls erregt sind. Befindet sich der Schalter 8 in der Stellung »Automatik«,
dann wird das Relais O durch ein Fehlersignal über die Lernbuchse7 und die Kontakte^3
erregt. Nachdem das Relais O entweder auf die eine oder andere Weise erregt ist, wird das Relais P über
die Kontakte O 2 und das Relais β über die Kontakte O 3 erregt. Dann wird das Relais S über Kontakte
O3 und Q1 erregt. Daraufhin wird das Relais T
über die Kontakte O 4 und Sl erregt. Dadurch werden Haltestromkreise für das Relais Q über die
Kontakte 51 und für das Relais S über die Kontakte
Γ 2 geschaffen.
F i g. 5 veranschaulicht die zeitliche Folge der Arbeitsweise dieser Relais. Unter der Annahme, daß es
sich um einen JA-NEIN-Fehler handelt, weil das Relais R des Speichergliedes 60-1 jedesmal ausgefallen
ist, wenn es in Tätigkeit treten sollte, wird das Eingangsrelais I1 entregt und die Leitung 45 mit
Masse verbunden. Dadurch wird ein geschlossener Stromkreis über die Leitung 45, die nunmehr geschlossenen
Kontakte Γ1-1, die Ruhekontakte Zl-I
und die Diode 69-1 mit der Relaiswicklung r gebildet.
Dadurch wird das Relais r erregt. Die Kontakte schließen sich und erregen das Relais A, wie es für
den JA-NEIN-FaIl in Fi g. 5 gezeigt ist. Jetzt ändern
die Kontakte Al und A3 ihre Lage, so daß die
Masseverbindung über die Kontakte Al oder A3 unterbrochen wird und das Relais O abfällt. Als
nächstes fallen die Relais P und T gleichzeitig ab, da sich die Kontakte O 3 und 04 öffnen. Dann fällt das
Relais S ab, weil sich Γ 2 öffnet, und schließlich fällt
das Relais Q ab, weil Sl öffnet. Gleichzeitig mit dem
Abfallen des Relais Q wird die Relaiswicklung Z über eine Masseverbindung erregt, die über die Kontakte
Γ2, S2 und A2 hergestellt wird.
Die Stelle« des gespeicherten Konzeptes ist nunmehr richtig. Da jedoch die Vorschrift 1 für JA-NEIN-Fehler
vorschreibt, daß von einem Fehlersignal alle Lämpchen, die mit der entsprechenden
Eingangsziffer nicht übereinstimmen, eingeschaltet werden sollen, haben sich nunmehr die Ziffern in den
anderen Stellen des gespeicherten Wortes geändert.
Die Binärziffern der übrigen Stellen seien angenommen zu d = 1, e = 1 und c = 0. Ferner sei angenommen,
daß die übrigen Binärstellen des Eingangswortes, d. h. die Stellen B und C eine 0 und die
Stellen D und E eine 1 aufweisen.
In den Feldern b und c leuchten dann rote und in den Feldern d und e grüne Lämpchen. Wie es dazu
kam, sei im folgenden an Hand des Feldes bzw. der Stelle c beschrieben. Die richtige binäre Ziffer der
Stelle c soll nun »0« bzw. »grün« sein. Bevor somit das Fehlersignal zugeführt wurde, wurde ein Relais G
oder g in dem Speicherglied 62-0 erregt. Da die Eingangsleitung 52 des Speichergliedes 62-0 unterbrochen
ist, hat das Schließen der Kontakte Γ1-0 in dem
Speicherglied 62-0 keinen Einfluß auf die Wirksamkeit dieses Teils der Schaltung, und das grüne Lämpchen
leuchtet weiter. Eine Eingangsleitung 47 eines Schaltgliedes 62-1 wird jedoch mit Masse verbunden,
und der Schalter Γ1-1 des Schaltgliedes 62-2 schließt
den Stromkreis für die Relais R und r, so daß das Relais R im Normalzustand erregt wird und das rote
Lämpchen aufleuchtet.
Nimmt man jetzt an, daß nacheinander das exakte gewünschte Wort A, D, E = 1 und C=O eingegeben
wird, dann werden nach Vorschrift 2 die inkorrekten Lämpchen b, c, d und e ausgeschaltet, und die richtige
Kombination ist gespeichert. Dies wird wie folgt erreicht: Bei der angezeigten Eingangskombination
wird das Relais A erregt, indem es über einen Stromkreis, der jeweils durch Leitungen 46, 47, 53 und 54
gebildet wird, an Masse gelegt wird, wobei mindestens einer dieser Stromkreise wirksam wird. Demzufolge
wird der Schalter A 2 geschlossen und das Relais Z erregt, was die Antwort »NEIN« bedeutet.
Da diese Antwort nicht richtig ist, erscheint ein NEIN-JA-Fehlersignal.
In der Anpassungsschaltung 65 wird ein Lernzyklus eingeleitet, der ähnlich dem oben beschriebenen
abläuft. Somit wird zunächst die Relaiswicklung O erregt. Als nächstes werden gleichzeitig die
Relais P und Q erregt. Anschließend ziehen das Relais S und dann das Relais T an. Das Relais Z bleibt
über die KontakteZ3 und Q 2 erregt.
Einige Relais in den Schaltgliedern 61-1, 62-1, 63-0 und 64-0 werden durch einen Shuntstromkreis
zum Abfallen gebracht. So wird beispielsweise die Leitung 47 in dem Schaltglied 62-1 über den Schalter
Z3I an Masse gelegt, während die Relais R und r
über den nunmehr geschlossenen Schalter Γ1-1 dieses Schaltgliedes, über die betätigten Kontakte Zl-I und
eine Diode 71-1 oder 72-1 kurzgeschlossen werden und somit abfallen. Die Masseverbindung des Relais
.4 über die Leitung 47 wird dadurch unterbrochen. In ähnlicher Weise werden die Masseverbindüngen
der Wicklung A über die Leitungen 46,53 und 54 unterbrochen, so daß das Relais A abfällt,
wie es für den NEIN-JA-FaIl in Fig. 5 gezeigt ist.
Mit dem Abfallen des Relais A schlagen die Kontakte A1 und A 3 um, so daß auch das Relais O abfällt.
Infolgedessen fallen auch die Relais P und T wieder gleichzeitig ab. Anschließend fällt das Relais S und
dann das Relais Q ab. Schließlich fällt auch das Relais Z ab, die gespeicherte Kombination ist richtig,
und das Schaltwerk 2 arbeitet einwandfrei. Aus obigern Beispiel ersieht man, daß, sollten mehr als ein
Originalrelais R und G in den Schaltgliedern der Schaltwerke 2,3 und 4 ausfallen, die zugehörigen
Ersatzrelais r und g so lange in das Schaltnetz eingeschaltet werden, wie an ihnen selbst kein Fehler
auftritt, um, wie gesagt, ein einwandfreies Betriebsverhalten der verschiedenen Schaltwerke zu gewährleisten.
In den Schaltgliedern der Fig. 4B ist zwar jeweils
nur ein Ersatzrelais dargestellt, dennoch ist einzusehen, daß die Redundanz noch durch weitere Ersatzteile
erhöht werden kann.
In Fig. 4C sind einige Schaltglieder des Ausgabewerks
SB im Detail und andere als Blockschaltbild dargestellt. Das Ausgabeschaltwerk enthält Mehrheitsschaltglieder
100-1, 100-0 bis 104-1 und 104-0
für rote und grüne Ziffern, d. h. für die Binärziffern 1 und 0. Zwei Schaltglieder 100-1 und 100-0 für rote
bzw. grüne Ziffern sind jeweils im Detail dargestellt. Die übrigen Schaltglieder gehören paarweise zusammen
und sind nur als Blockschaltbild dargestellt, da sie mit den Schaltgliedern 100-1 und 100-0 identisch
sind. Über die Leitungen 75,75' und 75" werden
dem Schaltglied 100-1 jeweils drei Signale von den Schaltgliedern 60-1, 6O'-l und 60"-l der jeweiligen
Schaltwerke 2, 3 und 4 zugeführt. Das Schaltglied 100-1 liefert dann jeweils dasjenige Signal als Ausgangssignal,
das am häufigsten als Eingangssignal auftritt. Über die Leitungen 79, 79' und 79" werden
dem Schaltglied 100-0 von den Schaltgliedern 60-0, 6O'-l und 60"-0 der jeweiligen Schaltwerke 2,3
und 4 drei Eingangssignale zugeführt. Das Schaltglied 100-0 liefert dann als Ausgangssignal das am
häufigsten auftretende Eingangssignal. In ähnlicher Weise werden den übrigen Schaltgliedern 101-0 bis
104-0 von den entsprechenden Schaltgliedern 61-1 bis 64-0 der Schaltwerke 2, 3 und 4 jeweils drei Eingangssignale
zugeführt.
Nun sei die Schaltung des Schaltgliedes 100-1 betrachtet. Die eine Eingangsleitung 75 ist jeweils an
die Anode zweier Dioden 110-1 und 11-1 angeschlossen. Die zweite Eingangsleitung 75' verbindet die
Anoden zweier Dioden 112-1 und 113-1. Auch die dritte Eingangsleitung 75" ist mit den Anoden zweier
Dioden 114-1 und 115-1 verbunden. Die Kathoden der Dioden 110-1 und 112-1 sowie die Kathoden der
Dioden 113-1 und 114-1 und die Kathoden der Dioden 115-1 und 111-1 sind jeweils miteinander verbunden.
Eine Relaiswicklung M kann von einer Spannung — V1 disjunktiv über drei Stromkreise erregt
werden. Der erste Stromkreis enthält einen Widerstand 120-1 in Reihe mit einer Diode 121-1,
der zweite einen Widerstand 118-1 in Reihe mit einer Diode 119-1 und der dritte mit einem Widerstand
116-1 in Reihe mit einer Diode 117-1. Dabei sind die letztgenannten Dioden normalerweise gesperrt.
Ferner sind die Kathoden der Dioden 110-1 und 117-1, die Kathoden der Dioden 113-1 und 119-1
sowie die Kathoden der Dioden 115-1 und 121-1 miteinander verbunden. Ein Ruhekontakt M-I des Relais
M verbindet ein rotes Lämpchen 122 mit einer Spannungsquelle AC.
In der oben beschriebenen Schaltung erregen mindestens irgend zwei gleiche Eingangssignale das Relais
M, je nachdem, welche Eingangssignale anstehen. Wenn man beispielsweise annimmt, daß die Schaltglieder
60-1 und 6O'-l der Schaltwerke 2 und 3 in allen Stellen eine 1 gespeichert haben, liegen die Eingangsleitungen
75 und 75' des Mehrheitsschaltgliedes 100-1 im wesentlichen an Masse. Damit haben auch
die Kathoden aller Dioden Massepotential, und das Relais M fällt ab. Die rote Lampe 122 leuchtet auf.
Wenn demgemäß an irgend zwei Eingängen des Mehrheitsschaltgliedes negatives Potential ansteht,
wenn also die Speicherglieder 60-1 und 6O'-l keine rote Kombination gespeichert haben, liegen besagte
Dioden auf negativem Potential, und das Relais M wird erregt. Somit leuchtet das rote Lämpchen 122
nicht.
Das Schaltglied 100-0 enthält Dioden 110-0,111-0,
112-0, 113-0, 114-0, 115-0, 117-0, 119-0 und 121-0 sowie Widerstände 116-0, 118-0 und 120-0, die mit
den entsprechenden Bauteilen des Schaltgliedes 100-1 identisch sind. Dementsprechend ist auch das Schaltglied
100-0 dem Schaltglied 100-1 in Aufbau und Wirkungsweise ähnlich, nur daß dieses Schaltglied
auf eine gespeicherte »Grün«-Kombination anspricht und mit Hilfe eines Relais N ein grünes Lämpchen
123 zum Leuchten bringt.
Das Ausgabewerk 5 B enthält eine Relaiswicklung ZZ, die als Bestandteil eines JA-NEIN-Mehrheitsschaltgliedes
anzusehen ist und deren einer Anschluß mit einer Leitung 91 verbunden ist, während der
andere Anschluß an den Pol — V1 der Spannungsquelle angeschlossen ist. Die Relaiswicklung ZZ
wird je nach der Stellung der Kontakte der Relais Z in den Schaltwerken 2, 3 und 4 erregt.
Das Verknüpfungs-JA-NEIN-Schaltglied ist der
Übersicht halber in F i g. 4 C dargestellt, enthält aber Kontakte der Relais Z, die sich in den Schaltwerken
2, 3 und 4 befinden. Aus dem Schaltwerk 2 enthält es die Kontakte Z 6. Ferner enthält es Kontakte Z'6,
Ζ'Ί und Z'8 für das Schaltwerk 3 und Z" 6, Z" 7
und Z" 8 für das Schaltwerk 4.
In Fig. 4C sind auch zwei JA- und NEIN-Lämpchenl24
und 125 gezeigt, die parallel geschaltet und mit einem Anschluß an den einen Pol
der Spannungsquelle AC angeschlossen sind. Der andere Anschluß des JA-Lämpchens 124 ist über
einen Ruhekontakt ZZI und der andere Anschluß des NEIN-Lämpchens 125 über einen Arbeitskontakt
ZZl des Relais ZZ, beide Kontakte sind zu einem
Umschalter verdrahtet, mit dem anderen Pol der Spannungsquelle AC verbunden.
Drei parallelgeschaltete Lehrbuchsen 6'" sind über Arbeits- und Ruhekontakte mit Masse verbunden.
Dabei sind ein Arbeitskontakt ZZ 2 und ein Ruhekontakt ZZ1 zu einem Umschalter verdrahtet, dessen
Wurzel an Masse liegt. An das freie Ende des Arbeitskontaktes ZZ 2 ist eine Leitung 126 angeschlossen,
die die oberen Kontakte der Lehrbuchsen 6"' miteinander verbindet. Entsprechend sind die unteren
Kontakte der Lehrbuchsen 6'" über eine Leitung 127 mit dem freien Ende des Ruhekontaktes ZZ2
verbunden. In der bevorzugten Betriebsart sind die Lehrbuchsen 6'" jeweils mit den Lernbuchsen 7, T
und 7" der Schaltwerke 2, 3 und 4 jeweils über zweiadrige Kabel verbunden. Das heißt, die Leitungen
126 und 127 sind jeweils mit den Leitungen 83 und 84 in dem Schaltwerk 2 verbunden, während ähnliche
Verbindungen mit den Schaltwerken 3 und 4 hergestellt sind.
Aus einer Betrachtung des mit der Relaiswicklung ZZ verbundenen Mehrheitsschaltnetzes ergibt sich,
daß, wenn die Mehrheit der Schaltwerke 2, 3 und 4 »JA« anzeigt, das Relais Z nicht anzieht. Somit
leuchtet das Mehrheits-JA-Lämpchen 124 auf, und die Masseverbindung 6"' über die Leitung 126 vermittelt
den Schaltwerken die richtige Antwort »JA«. Wenn nun andererseits zwei Z-Relais angezogen
haben und dadurch das Mehrheitsausgangssignal »NEIN« der Schaltwerke 2, 3 und 4 anzeigen, dann
zieht das Relais Z an. Dadurch wird das NEIN-Lämpchen 125 eingeschaltet und durch die Verbindung
der Buchsen 6'" über die Leitung 127 mit Masse »NEIN« gelehrt.
An Hand eines Beispiels sei nun die Verwirklichung einer Schaltfunktion durch die Schaltung
der Fig. 4A, 4B und 4C beschrieben. Dazu sei
angenommen, daß jedes Schaltwerk der Anlage in den Stellena, d und e eine binäre 1 und in der
Stelle c eine binäre 0 gespeichert hat, so daß die Schaltwerke wie Und-Glieder mit jeweils vier Eingängen
wirken, die nur dann das Ausgangssignal »JA« oder »1« abgeben, wenn auch in den entsprechenden
Stellen der Eingabekarte 20, d. h. in den Stellen A, D und E eine binäre 1 und in der Stelle C
eine binäre 0 vorgesehen ist. Dementsprechend sind in der Eingabekarte 20 an den Stellen B und C Ausschnitte
vorgesehen, wie es in Fig. 4A gezeigt ist.
Da die Stelle B nicht an der Und-Verknüpfung beteiligt ist, kann sie unberücksichtigt bleiben. Wird
jetzt die Karte 20 eingeschoben, dann ziehen die Relais I1, I1 und I5 sowie das Relais Z11 an. Der Arbeitskontakt
Z111 schließt, und die Kontakte Z1,1,Z4I
und Z5I schalten um. So wird beispielsweise durch
die Kontakte Z1I die Leitung 45 unterbrochen und
die Leitung 50 über die Leitung 44 an Masse gelegt. Nimmt man jetzt an, daß das gewünschte Wort gespeichert
ist, dann befindet sich das Glied 60-1 in dem Schaltwerk 2 in dem Zustand, in dem die rote
Lampe 74 eingeschaltet wird. Somit befinden sich auch die Schaltglieder 6O'-l und 60"-l in den Schaltwerken
3 und 4 in dem gleichen Zustand.
Das Relais R hält sich über die Kontakte R 4. Obwohl
die Kontakte R S jetzt geschlossen sind, wird das Relais A über diesen Zweig nicht erregt, weil
die Leitung 45 unterbrochen ist. In dem Schaltglied 60-0 ist keine der Relaiswicklungen G oder g erregt,
so daß auch die zugehörigen Kontakte G 5 und g4
geöffnet bleiben. Somit kann das Relais A, infolge der Unterbrechung des Stromkreises an dieser Stelle,
dennoch nicht anziehen, obwohl die Leitung 50 an Masse liegt.
Ähnlich stellen auch die anderen Ziffernstellen keine Fehlanpassung dar, daß ein geschlossener
Stromkreis zur Erregung des Relais A gebildet würde.
Das Relais Z3 zieht ebenfalls nicht an, weil die
Karte 20 an der Stelle C ausgeschnitten ist, was einem Eingangsinformationsbit »0« entspricht. Die Kontakte
Z3I bleiben in ihrer Ruhestellung, wie es in der
Zeichnung dargestellt ist, so daß also die Leitung 47 mit Masse verbunden und die Leitung 52 unterbrochen
ist. Man sieht, daß die Leitung 47 die Eingangsleitung des Schaltgliedes 62-1 darstellt, das mit
dem Schaltglied 60-1 identisch ist. Die Relaiswicklungen R und r in dem Schaltglied 62-1 sind nicht
erregt, weil in dieser Stelle eine binäre 0 gespeichert ist. Die zugehörigen Kontakte R S und r4 bleiben
deshalb wie normal geöffnet, so daß die Relaiswicklung A auch über diesen Teil der Schaltung nicht
erregt werden kann. Schließlich ist noch die unterbrochene Leitung 52 mit dem Eingang des Schaltgliedes
62-0 verbunden, in welchem eine der beiden Wicklungen G oder g erregt ist. Normalerweise ist
dies die Relaiswicklung G. Da jedoch die Leitung 52 auch unterbrochen ist, wird das Relais A auch über
diesen Teil der Schaltung nicht erregt. Man sieht also, daß das Relais A nicht anziehen kann, weil alle
Schaltglieder in dem Schaltwerk 2 eine Unterbrechung darstellen. Somit bleiben die Kontakte A 2 geöffnet,
und auch das Relais Z zieht nicht an, so daß das JA-Lämpchen 87 durch den Ruhekontakt Z5 eingeschaltet
bleibt.
Wenn das gewünschte Wort auch in den Schaltwerken 3 und 4 gespeichert ist, wird auch in diesen
die gleiche Schaltfunktion verwirklicht, so daß sie ebenfalls die Antwort »JA« liefern. Diese Ausgangssignale
werden mit Hilfe des Relais ZZ in dem JA-NEIN-Mehrheitsschaltglied
verknüpft, und da die Ausgangssignale alle gleich sind, liefert auch das Ausgabewerk SB das Ausgangssignal »JA«.
809 559/224
Für ein zweites Beispiel eines Schaltablaufs in den Schaltwerken der Fig. 4A, 4B und 4C sei wieder
eine Und-Verknüpfung von vier Schaltvariablen angenommen, und es sei auch das gleiche Wort wie
bisher gespeichert. Lediglich die erste Stelle der Eingabekarte 20 enthalte jetzt an Stelle einer binären 1
eine binäre O. Daraus müßte dann der Rechner die Antwort »NEIN« ableiten. Da jetzt das ReIaIsZ1
nicht anzieht, bleiben die Kontakte Z1I in ihrer Ruhestellung,
wie dargestellt, und die Leitung 45 wird ge- ίο erdet. Das Relais A kann jetzt anziehen, da der
Stromkreis nunmehr über den Relaiskontakt R 5 geschlossen ist. Bei angezogenem Relais A ist der
Schalter A 2 geschlossen, so daß auch das Relais Z anzieht und sowohl das Schaltwerk 2 als auch die
übrigen Schaltwerke 3 und 4 das richtige Signal »NEIN« abgeben. Im Ausgangsmehrheitsschaltglied
sind alle Z-Relaiskontakte betätigt, so daß ein geschlossener Stromkreis zur Erregung der Wicklung Z
vorliegt, um das Ausgangssignal »NEIN« zu bilden.
Schließlich sei als drittes Beispiel das gleiche Eingangswort wie im zweiten Beispiel gewählt, dagegen
möge nur in den Schaltwerken 3 und 4 das gewünschte Wort und das Schaltwerk 2 gespeichert
sein, weil beispielsweise das Relais R in dem Schalt- as
glied 60-1 ausgefallen ist. In diesem Falle befinden sich die Relaiskontakte des Relais Z? in der dargestellten
Normalstellung. Obwohl die Leitung 45 jetzt mit Masse verbunden ist, weil der Kontakt Z? 5 geöffnet
ist, wird das Relais A nicht über diesen Stromkreis erregt, wie es eigentlich der Fall sein sollte.
Infolgedessen ist der Arbeitskontakt A 2 geöffnet, das Relais Z abgefallen, ein inkorrektes »JA«-Signal wird
angezeigt, und es tritt ein JA-NEIN-Fehler auf.
Da die Schaltwerke 3 und 4, wie gesagt, richtig arbeiten, erzeugt das JA-NEIN-Mehrheitsschaltglied
das richtige Ausgangssignal »NEIN« in dem Ausgabewerk 5 B, während das darin befindliche Relais
ZZ anzieht. Wie schon oben erwähnt, sind sämtliche Lehrbuchsen 6"' des Ausgabewerks SB normalerweise
mit den Lernbuchsen der Schaltwerke 2,3 und 4 verbunden, um im Bedarfsfall einen Lernzyklus
in den Anpassungsschaltgliedern einzuleiten. Damit wird dem Schaltwerk 2 ein Fehlersignal zugeführt
und der Lernzyklus durch Betätigung der Relaisfolge des Schaltgliedes 65, wie speziell an Hand von F i g. 5
beschrieben, eingeleitet.
Claims (5)
1. Verfahren zur Anpassung des Speicherinhalts eines speicherfähigen Schaltwerks einer
Datenverarbeitungsanlage an den Speicherinhalt eines anderen speicherfähigen Schaltwerks der
Datenverarbeitungsanlage durch Vergleich, dadurch gekennzeichnet, daß die wahllose
Reihenfolge binärcodierter Wörter mit verschiedenen Bitkombinationen in die Datenverarbeitungsanlage
eingegeben und mit dem Speicherinhalt beider Schaltwerke verglichen werden, daß,
wenn der Speicherinhalt des einen Schaltwerks (2) nicht, aber der Speicherinhalt des anderen (3) in
der Bitkombination des gerade eingegebenen Wortes enthalten ist, ein Fehlersignal mit der Bedeutung
NEIN/JA (N/Y) erzeugt wird, das bewirkt, daß diejenigen Speicherglieder des einen
Schaltwerks, deren Inhalt nicht mit dem Inhalt der zugehörigen Bitstellen der Bitkombination des
gerade eingegebenen Wortes übereinstimmt, gelöscht werden, daß, wenn der Speicherinhalt des
einen Schaltwerks in der Bitkombination des gerade eingegebenen Wortes enthalten ist, jedoch
der Speicherinhalt des anderen Schaltwerks nicht, ein Fehlersignal mit der Bedeutung JA/NEIN
(Y/N) erzeugt wird, das bewirkt, daß das Komplement der Bitkombination des gerade eingegebenen
Wortes zusätzlich zu den bereits gespeicherten Bits in dem einen Schaltwerk gespeichert
wird und daß die Wörter so lange eingegeben und die Vergleiche so lange wiederholt
werden, bis der Speicherinhalt des einen Schaltwerks mit dem Speicherinhalt des anderen übereinstimmt.
2. Datenverarbeitungsanlage zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Speicherzellen der Schaltwerke beide Binärzustände speicherbar sind.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein zusätzliches Schaltwerk
(4) vorgesehen ist, dessen Inhalt gleichzeitig mit dem Inhalt des einen (2) an den Inhalt
des anderen (3) angepaßt wird.
4. Anlage nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Vergleichsvorrichtungen (R5, r4, A, Z) der drei Schaltwerke
(2, 3,4) an eine Mehrheitsschaltung (ZZ)
angeschlossen und der Mehrheitsschaltung von den Vergleichsvorrichtungen erzeugte Vergleichssignale zugeführt sind, aus denen die Mehrheitsschaltung ein mit der Mehrheit der Vergleichssignale übereinstimmendes Mehrheitsvergleichssignal
erzeugt, das in einer weiteren Vorrichtung (ZZl, ZZI und A 3, Z3) mit jedem Vergleichssignal der Vergleichsvorrichtungen zu je einem
Fehlersignal verknüpft wird, von denen jedes jeweils demjenigen Schaltwerk zugeführt wird, aus
dessen Vergleichssignal es durch Verknüpfung mit dem Mehrheitsvergleichssignal gebildet
wurde, und daß der Speicherinhalt desjenigen Schaltwerks, dessen Vergleichssignal nicht mit
den Vergleichssignalen der übrigen Schaltwerke übereinstimmt, in Abhängigkeit von dem ihm zugeführten
Fehlersignal an den übereinstimmenden Speicherinhalt der übrigen Schaltwerke angepaßt
wird.
5. Anlage nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Speicherglieder in jedem Schaltwerk für jedes Bit Ersatzspeicherglieder enthalten, die beim
Ausfall irgendeines Originalspeichergliedes dessen Speicherfunktion durch Einleitung eines Anpassungsvorgangs
zur Wiedereinspeicherung des richtigen Speicherinhalts übernehmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 559/224 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US358456A US3348197A (en) | 1964-04-09 | 1964-04-09 | Self-repairing digital computer circuitry employing adaptive techniques |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1270307B true DE1270307B (de) | 1968-06-12 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE1270307B (de) |
| GB (1) | GB1055846A (de) |
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- 1965-03-30 GB GB13506/65A patent/GB1055846A/en not_active Expired
- 1965-04-08 DE DEP1270A patent/DE1270307B/de active Pending
Also Published As
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| GB1055846A (en) | 1967-01-18 |
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