DE1270192B - Drehanoden-Verbundteller fuer Roentgenroehren - Google Patents
Drehanoden-Verbundteller fuer RoentgenroehrenInfo
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
- H01J35/02—Details
- H01J35/04—Electrodes ; Mutual position thereof; Constructional adaptations therefor
- H01J35/08—Anodes; Anti cathodes
- H01J35/10—Rotary anodes; Arrangements for rotating anodes; Cooling rotary anodes
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C27/00—Alloys based on rhenium or a refractory metal not mentioned in groups C22C14/00 or C22C16/00
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4057¥W PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
HOIj
H05g
Deutsche Kl.: 21g-17/10
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1270192
P 12 70 192.7-33
30. Juli 1960
12. Juni 1968
P 12 70 192.7-33
30. Juli 1960
12. Juni 1968
Die Erfindung betrifft einen Drehanoden-Verbundteller für Röntgenröhren mit einer Elektronenaufprallfläche
aus Wolfram. Solche Verbundteller haben gegenüber vollkommen aus Wolfram bestehenden
Drehanodentellern bekanntlich bei praktisch gleicher Röntgenstrahlendosis eine erheblich größere Wärmeleitfähigkeit
und Wärmekapazität und sind deshalb höher belastbar.
Die Erfindung geht davon aus, daß bei den bekannten Drehanoden-Verbundtellern für Röntgenröhren
mit einer Elektronenaufprallfläche aus Wolfram die Elektronenaufprallfläche schwer hinreichend
genau zu bearbeiten ist und daß sich die Dicke der Elektronenaufprallfläche nicht ohne weiteres so weit
herabsetzen läßt, wie es für einen möglichst kurzen Wärmeleitungsweg von der Elektronenaufprallfläche
zu dem Molybdän-Tragkörper erforderlich ist.
Ein Drehanoden-Verbundteller für Röntgenröhren mit einer Elektronenaufprallfläche aus einer Wolfram-Rhenium-Legierung
ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung aus mindestens 50 °/o
Wolfram und bis zu 50%, ausgenommene 5 bis 35%, Rhenium besteht. Solche erfindungsgemäßen Drehanoden-Verbundteller
sind nicht nur in bezug auf ihre Herstellung weitgehend frei von den angegebenen
Mängeln der bekannten Drehanoden-Verbundteller, sondern zeichnen sich, wie Versuche gezeigt
haben, auch durch einen ganz überraschend langsamen Verlauf des während der Lebensdauer von
Drehanoden-Röntgenröhren eintretenden allmählichen Abfalles der Strahlenausbeute aus, und zwar
auch bei Verwendung eines Tragkörpers aus Wolfram. Die Strahlenausbeute in Abhängigkeit von der
Anzahl gleichartiger Belastungen nimmt wesentlich langsamer ab als bei Verbundtellern mit einer Elektronenaufprallfläche
aus reinem Wolfram, wie sich aus dem in der F i g. 1 dargestellten Diagramm ergibt.
Die Versuche wurden ausgeführt mit Anodentellern, deren kreisringförmige Elektronenaufprallfläche
unterteilt war in eine aus reinem Wolfram bestehende Teilkreisfläche und mehrere weitere Teilkreisflächen
aus Rheniumlegierungen mit voneinander unterschiedlichem Rheniumgehalt. Der Winkel
der Elektronenaufprallfläche gegenüber der Tellerachse betrug 17,5°. Die Belastungsdauer war stets
0,1 see. Die Leistung wurde variiert und betrug bis zu 10 000 Belastungen 33 kW und von 10 000 bis
26 000 Belastungen 37,5 kW. Der zeitliche Abstand zwischen den Belastungen betrug in allen Fällen
16,5 see, so daß der Mittelwert der Leistung anfangs 200 W und schließlich 255 W war. Von Zeit zu Zeit
Drehanoden-Verbundteller für Röntgenröhren
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, 8520 Erlangen, Henkestr. 127
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Karl Silbermann, 8520 Erlangen
wurde der Betrieb unterbrochen und der Dosisverlust, d. h. die Abnahme der Strahlenausbeute auf allen
Teilkreisflächen, gemessen, und zwar durch Vergleich der Dosisabgabe der noch unbelasteten und der vor-
ao belasteten Teilkreisfläche. Die Versuche wurden nämlich
so durchgeführt, daß die oben angegebenen Belastungen nur etwa zwei Drittel der Oberfläche der
Teilkreisflächen betrafen, so daß ein Teil dieser Flächen unbelastet und damit für die Vergleichsmessungen
frei blieb. Die Ergebnisse der Versuche sind in dem Diagramm dargestellt als nach den Vorbelastungen
noch erzielbare Strahlenausbeute in Prozenten der ursprünglich erzielbaren Strahlenausbeute,
aufgetragen gegen die Anzahl der Belastungen. Dabei ist für die Strahlenausbeute ein linearer und für die
Anzahl der Belastungen ein logarithmischer Maßstab gewählt.
Die Betrachtung der so erhaltenen Kurven zeigt, daß mit zunehmender Anzahl der Belastungen an
sich bei allen Teilkreisflächen die erzielbare Strahlenausbeute abnimmt. Ein Vergleich der Kurve 1 für die
Teilkreisfläche mit reinem Wolfram mit den Kurven 2 für die 5 %, 3 für die 15 % und 4 für die 30 % Rhenium
enthaltende Legierung ergibt aber, daß die Abnähme der Strahlenausbeute von dem Rheniumgehalt
abhängt. Schon nach den ersten 10 000 Belastungen mit 33 kW wird bei reinem Wolfram ein Abfall um
23% erhalten, während der Abfall bei einem Rheniumgehalt von 5 % nur 14 %, bei einem Gehalt von
15 °/o nur 9 % und bei einem Gehalt von 30 % nur 6 % beträgt. Nach den weiteren 16 000 Belastungen
mit 37,5 kW zeigt sich die bessere Brauchbarkeit der Rheniumlegierung noch deutlicher. Der Ausbeuteabfall
steigt nämlich bei reinem Wolfram auch in diesem Bereich weiter an und erreicht 32% der ursprünglichen
Strahlenausbeute. Demgegenüber ergibt sich bei den Rheniumlegierungen nur mehr ein ge-
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ringer weiterer Abfall. Der Gesamtabfall ergibt bei der 3O°/oigen Legierung lediglich 8°/o, bei einer
15°/oigen Legierung 10% und bei der 5%igen Legierung 14%.
Der Vergleich der Meßergebnisse, d. h. der Vergleich der Kurven 2 bis 4 für die Rhenium enthaltenden
Legierungen mit Kurve 1 für reines Wolfram zeigt also deutlich die Überlegenheit von Drehanoden-Verbundtellern
mit einer Elektronenaufprallfläche aus einer Rheniumlegierung. ίο
Es wurde zwar schon vorgeschlagen, Elektronenaufprallflächen mit einer Rhenium enthaltenden Legierung
zu versehen. Dabei sollte aber der Rheniumgehalt 5 bis 35 % betragen. In diesem Vorschlag ist
nicht berücksichtigt, daß auch schon mit Zusätzen von weniger als 5% eine wesentliche Verbesserung
der Elektronenaufprallfläche erhalten wird, wie aus den obengenannten Meßergebnissen und aus der
Lage der Kurven 2,3 und 4 gegenüber der Kurve 1 der F i g. 1 ablesbar ist. Andererseits ist der frühere
Vorschlag auf eine Menge bis zu 35 % beschränkt, wobei die aus den Versuchen gewonnene Erkenntnis
unberücksichtigt bleibt, daß auch größere Rheniummengen, nämlich solche bis zu 50 %, noch beachtliche
Verbesserungen der Elektronenaufprallfläche ergeben.
In der Fig. 2 ist eine beispielsweise Ausführung
eines erfindungsgemäß aufgebauten Drehanoden-Verbundtellers dargestellt. Zur besseren Erklärbarkeit
ist aus dem Teller ein Viertel ausgeschnitten. Bei diesem Beispiel besteht der Tragkörper 5 des Drehanodentellers
6 aus Molybdän. Die gegenüber der Tellerachse verschieden geneigten Elektronenaufprallflächen
7 und 8 sind mit einer 1 mm dicken Schicht 9 aus einer einen gemäß der Erfindung gewählten Prozentsatz
von Rhenium enthaltenden Wolframlegierung belegt.
Selbstverständlich sind die oben geschilderten Vorteile unter den angegebenen Bedingungen auch bei
Steh-Anoden erzielbar.
Claims (1)
- Patentanspruch:Drehanoden-Verbundteller für Röntgenröhren mit einer Elektronenaufprallfläche aus einer Wolfram-Rhenium-Legierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung aus mindestens 50% Wolfram und bis zu 50%, ausgenommen 5 bis 35%, Rhenium besteht.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 325 941, 472 661,
733 637, 919 307;USA.-Patentschrift Nr. 2 863 083;»Handbook of Chemistry and Physics«, 39. Auflage, 1957/58, S. 618/619;Tagungsbericht des 3. Plansee-Seminars: »De Re Metallica«, 1959, S. 139.In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1153 837.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 559/384 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19601270192 DE1270192B (de) | 1960-07-30 | 1960-07-30 | Drehanoden-Verbundteller fuer Roentgenroehren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19601270192 DE1270192B (de) | 1960-07-30 | 1960-07-30 | Drehanoden-Verbundteller fuer Roentgenroehren |
| DES0069694 | 1960-07-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1270192B true DE1270192B (de) | 1968-06-12 |
Family
ID=25751254
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19601270192 Withdrawn DE1270192B (de) | 1960-07-30 | 1960-07-30 | Drehanoden-Verbundteller fuer Roentgenroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1270192B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19536917A1 (de) * | 1995-10-04 | 1997-04-10 | Geesthacht Gkss Forschung | Röntgenstrahlungsquelle |
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1960
- 1960-07-30 DE DE19601270192 patent/DE1270192B/de not_active Withdrawn
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