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DE1270185B - Halbleiter-Gleichrichter fuer Wechselstroeme hoher Spannung und Frequenz - Google Patents

Halbleiter-Gleichrichter fuer Wechselstroeme hoher Spannung und Frequenz

Info

Publication number
DE1270185B
DE1270185B DEP1270A DE1270185A DE1270185B DE 1270185 B DE1270185 B DE 1270185B DE P1270 A DEP1270 A DE P1270A DE 1270185 A DE1270185 A DE 1270185A DE 1270185 B DE1270185 B DE 1270185B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rectifier
tablets
voltage
semiconductor rectifier
column
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1270A
Other languages
English (en)
Inventor
Rainer Dangschat
Dr Paul Schnecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DEP1270A priority Critical patent/DE1270185B/de
Publication of DE1270185B publication Critical patent/DE1270185B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • H10W90/00

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  • Rectifiers (AREA)

Description

  • Halbleiter-Gleichrichter für Wechselströme hoher Spannung und Frequenz Bei Fernsehgeräten ist es üblich, die Beschleunigungshochspannung von etwa 10 bis 20 kV für den Kathodenstrahl der Bildröhre durch Gleichrichtung einer Wechselspannung zu gewinnen, die vom Zeilentransformator geliefert wird. Die vom Zeilentransformator abgegebene Spannung hat eine Frequenz von etwa 16 kHz. Da diese Spannung stark von der Sinusform abweicht, also einen sehr hohen Oberwellenanteil besitzt, kann für die Gleichrichtung sogar mit einer effektiven Frequenz von etwa 100 kHz gerechnet werden. Die Verwendung einer Wechselspannung mit einer derart hohen Frequenz zur Erzeugung der Beschleunigungsspannung hat den Vorteil, daß der für ihre Transformierung und für die Glättung der gleichgerichteten Spannung erforderliche Aufwand sehr gering ist. Als Hochspannungsgleichrichter für diesen Zweck werden bisher Röhrendioden verwendet. Man hat seit langem versucht, die Röhrendioden durch einen Halbleiter-Hochspannungsgleichrichter, z. B. einen Selen-Stabgleichrichter mit zahlreichen hintereinandergeschalteten Elementen, zu ersetzen. Dabei zeigte sich jedoch in der Regel, daß die in der Nähe der Wechselspannungsklemme 1 liegenden Gleichrichterelemente unter überlastungserscheinungen zerstört wurden. Nach überlegungen, die an Hand der F i g. 1 erläutert werden sollen, sind diese Schwierigkeiten auf die Streukapazität des Gleichrichters gegenüber der Umgebung zurückzuführen.
  • Gemäß F i g. 1 ist an die Klemmen 1 und 2 eines Hochspannungstransformators ein Halbleiter-Stabgleichrichter 3 in Reihe mit einem Verbraucher 4 angeschlossen. Parallel zum Verbraucher 4 liegt ein Glättungskondensator 5. Zwischen der Säule 3 und der Umgebung besteht eine Streukapazität, die längs der Säule 3 in Teilkapazitäten 6 zerlegt gedacht werden kann. Bei den genannten hohen Frequenzen in der Größenordnung von 10 bis 100 kHz fließen über diese Streukapazitäten erhebliche Verschiebungsströme, die die Elemente der Säule 3 zusätzlich belasten, und zwar besonders die Elemente, die in der Nähe der Wechselspannungsklemme 1 liegen. Dies ist gleichbedeutend damit, daß das Wechselpotential längs der Säule 3 nicht gleichmäßig, sondern in der Nähe der Klemme 1 zunächst steil, dann flacher abfällt.
  • Die vorstehenden überlegungen sind bereits in der deutschen Patentschrift 1064 642 dargelegt. In der genannten Patentschrift ist ferner eine Selen-Gleichrichtersäule für Wechselströme hoher Spannung und Frequenz beschrieben, bei der die genannten Mängel dadurch beseitigt sind, daß mit ihrer wechselspannungsseitigen Anschlußklemme ein glockenartiger Schirm verbunden ist, der sich zur Gleichspannungs= klemme hin erweitert. Dieser Schirm bildet gegenüber den einzelnen Punkten der Gleichrichtersäule Teilkapazitäten, die sich in Richtung zum Gleichspannungsanschluß vermindern und die Potentialverteilung in Längsrichtung der Säule vergleichmäßigen.
  • Die vorliegende Erfindung liefert eine weitere Lösung des Problems. Sie besteht in der Verwendung einer Halbleiter-Gleichrichteranordnung mit einer Vielzahl von in Säulenform angeordneten Gleichrichtertabletten, deren aktive Gleichrichterflächen vom Wechselspannungsanschluß zum Gleichspannungsanschluß hin abnehmen, zur Gleichrichtung von Wechselspannungen hohen Betrages (z. B. 5 kV und mehr) und hoher Frequenz (z. B. 10 kHz und mehr).
  • Halbleiter-Gleichrichteranordnungen mit mehreren in Säulenform hintereinandergeschalteten Gleichrichterelementen, deren aktive Flächen in Sperrichtung oder in Flußrichtung abnehmen oder zunehmen, sind an sich bekannt. Eine dieser Anordnungen wird als nichtlinearer Widerstand benutzt, wobei die unterschiedliche Bemessung der aktiven Flächen die Widerstandskennlinie bestimmt. Ein anderer Gleichrichter dieser Art dient zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors, wobei an den einzelnen Elementen des Gleichrichters Anzapfungen vorgesehen sind.
  • Bei der erfindungsgemäßen Verwendung hat die oben definierte Anordnung eine grundsätzlich andere Wirkungsweise. Sieht man zunächst von den Streukapazitäten der Anordnung gegenüber der Umgebung ab, so ist ersichtlich, daß sich bei Sperrbelastung der Säule die Sperrspannung ungleichmäßig über dic Säule verteilt, und zwar in dem Sinn, daß an den Tabletten in der Nähe des Wechselspannungsanschlusses, die die größere aktive Fläche haben, eine kleinere Spannung abfällt als an den Tabletten, die in der Nähe des Gleichspannungsanschlusses liegen. Die Potentialverteilung weist also gegenüber dem erwünschten Spannungsabfall längs der Säule eine Abweichung auf, die zu der von den Streukapazitäten bewirkten Abweichung entgegengesetzt ist. Berücksichtigt man den Einfluß der unterschiedlichen Flächengrößen und den der Streukapazitäten gleichzeitig, so ergibt sich, daß die beiden Wirkungen einander kompensieren. Entsprechend sind bei Durchlaßbeanspruchung die Verluste in den hochbelasteten Tabletten auf der Wechselspannungsseite durch deren größere Aktivfläche herabgesetzt. Es kann also durch die Verwendung von Tabletten mit unterschiedlichen Aktivflächen gemäß der Erfindung eine Annäherung an die erwünschte gleichmäßige thermische Belastung all_ er Teile der Säule erreicht werden.
  • Aus wirtschaftlichen Gründen wird es kaum möglich sein, die Aktivfläche von z. B. 300 Tabletten kontinuierlich abnehmen zu lassen; es genügt jedoch durchaus, die gesamte Säule in zwei oder drei Tablettenpakete zu unterteilen, die jeweils Gleichrichtertabletten gleicher aktiver Fläche enthalten. Diese Tablettenpakete können in unmittelbarer Aufeinanderfolge in einem einheitlichen Isolierstoffrohr mit überall gleichem Querschnitt angeordnet sein. Man benutzt dann Tabletten, die sämtlich die gleiche Bruttofläche besitzen, bei denen jedoch in an sich bekannter Weise durch eine zwischen Selen- und Deckelektrode liegende Isolierstoffschicht ein Teil der Gesamtfläche vom Stromtransport ausgeschlossen ist. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, die Gleichrichteranordnung aus mehreren hintereinandergeschalteten Teilgleichrichtern zusammenzusetzen, die jeweils Gleichrichtertabletten mit gleicher Aktivfläche enthalten, wobei jedoch die Aktivflächen der Tabletten des in der Nähe des Wechselspannungsanschlusses liegenden Teilgleichrichters jeweils größer sind als die Aktivflächen eines zum Gleichspannungsänschluß hin liegenden Gleichrichters. Die Aufteilung der Anordnung in mehrere -Teilgleichrichter ermöglicht es ferner, den Gesamtgleichrichter raumsparend in einem Gerät unterzubringen, z.- B. indem die Teilgleichrichter in Mäanderform angeordnet sind.
  • Die F i g. 2 und 3 zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung.
  • In F i g. 2 ist mit 10 ein rohrförmiges Isolierstoffgehäuse bezeichnet. In dem Rohr 10 ist eine Säule 11 aus Selen-Gleichrichtertabletten angeordnet. Mit 12 ist eine Druckfeder bezeichnet. Das Rohr 10 ist auf beiden Seiten durch schalenförmige Verschlußstücke 13 bzw. 14 verschlossen; jedes Verschlußstück ist mit Zähnen versehen, die nach außen federn und sich beim Einschieben in das Rohr 10 in die Wände des Gehäuses eingraben. Die Verschlußstücke 13 und 14 laufen in Blechstreifen 13 a bzw.14 a aus, die die Anschlüsse der Gleichrichteranordnung bilden.
  • Die Tablettensäule 11 ist aus Tabletten mit unterschiedlicher aktiver Gleichrichterfläche aufgebaut. Im Bereich I, dessen Länge etwa ein Sechstel der Gesamtlänge der Säule ausmacht, sind vollkontaktierte Tabletten verwendet. Diese Tabletten bestehen gemäß F i g. 2 a aus einer Trägerplatte 15, einer Selenschicht 16 und einer Deckelektrodenschicht 17: Im Bereich II (etwa zwei Sechstel der Gesamtlänge) sind teilkontaktierte Tabletten verwendet, deren aktive Fläche etwa ein Viertel ihrer Bruttofläche beträgt. Sie bestehen gemäß F i g. 2 b aus einer Trägerplatte 15, einer Selenschicht 16, einer Isolierschicht 18, die in der Mitte einen kreisförmigen Durchbruch 18' aufweist, und der Deckelelektrode 17. Die Isolierschicht 18 kann in an sich bekannter Weise z. B. aus Lack oder Papier bestehen. Wie aus F i g. 2b hervorgeht, bildet die Deckelektrode 17 nur im Bereich der Öffnung 18' mit der Selenschicht 16 Kontakt.
  • Im Bereich IIi der Tablettensäule (drei Sechstel der Gesamtlänge) sind ebenfalls teilkontaktierte Tabletten verwendet, bei denen jedoch die aktive Fläche noch weiter, etwa auf ein Zehntel der Gesamtfläche, eingeschränkt ist. Die Tabletten bestehen gemäß F i g. 2 c aus der Trägerplatte 15, der Selenschicht 16, einer Isolierschicht 19 mit zentraler öffnung 19' und der Deckelektrode 17.
  • Die unterschiedlichen Aktivflächen der Tabletten in den Bereichen I, ff und IH sind in F i g. 2 durch Gleichrichtersymbole verschiedener Größe angedeutet. Die äußeren Durchmesser bzw. die Bruttoflächen der Tabletten sind in allen drei Bereichen gleich.
  • In F i g. 3 ist in vereinfachter Form ein Gleichrichter dargestellt, der aus drei hintereinandergeschalteten Teilgleichrichtern 20, 21 und 22 zusammengesetzt ist. Der Aufbau der Teilgleichrichter 20, 21 und 22 ist im wesentlichen der gleiche wie bei der Anordnung nach F i g. 2, mit dem Unterschied, daß jeder Teilgleichrichter nur eine Tablettensorte enthält. Der Teilgleichrichter 20 enthält Tabletten mit großer aktiver Fläche (etwa entsprechend F i g. 2 a), während der Teilgleichrichter 21 aus Tabletten mit mittlerer Aktivfläche (etwa entsprechend F i g. 2 b) und der Teilgleichrichter 22 aus Tabletten mit kleiner Aktivfläche (etwa entsprechend F i g. 2 c) aufgebaut ist. Die Teilgleichrichter liegen mäanderförmig nebeneinander, so däß sich ein geringer Raumbedarf der Anordnung ergibt.
  • Im Hinblick auf die unterschiedliche Beanspruchung der Teilgleichrichter 20, 21 und 22 kann mit Vorteil auch der Tabletten- und Gehäusedurchmesser beim Gleichrichter 20 größer gewählt werden als bei dem Gleichrichter 21 und bei diesem wieder größer als beim Gleichrichter 22, so daß bei dem jeweils höher belasteten Teilgleichrichter eine größere Außenfläche zur Wärmeabgabe zur Verfügung steht. In diesem Fall können für die Teilgleichrichter jeweils vollkontaktierte Gleichrichtertabletten mit entsprechend verschiedenen Durchmessern verwendet werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung einer Halbleiter-Gleichrichteranordnung mit einer Vielzahl von in Säulenform angeordneten Gleichrichtertabletten, deren aktive Gleichrichterflächen vom Wechselspannungsanschluß zum Gleichspannungsanschluß hin abnehmen, zur Gleichrichtung von Wechselspannungen hohen Betrages und hoher Frequenz.
  2. 2. Halbleiter-Gleichrichteranordnung zur Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Gleichrichtertabletten die gleiche Bruttofläche besitzen und in einem einheitlichen Isolierstoffrohr mit überall gleichem Querschnitt angeordnet sind.
  3. 3. Halbleiter-Gleichrichteranordnung zur Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mehreren hintereinandergeschalteten Teilen besteht, die jeweils Gleichrichtertabletten mit gleicher Aktivfläche enthalten.
  4. 4. Halbleiter-Gleichrichteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilgleichrichter in Mäanderform angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 528 380, 939 395; deutsche Auslegeschrift Nr.1064 642.
DEP1270A 1964-04-15 1964-04-15 Halbleiter-Gleichrichter fuer Wechselstroeme hoher Spannung und Frequenz Pending DE1270185B (de)

Priority Applications (1)

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DEP1270A DE1270185B (de) 1964-04-15 1964-04-15 Halbleiter-Gleichrichter fuer Wechselstroeme hoher Spannung und Frequenz

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DES0090542 1964-04-15
DEP1270A DE1270185B (de) 1964-04-15 1964-04-15 Halbleiter-Gleichrichter fuer Wechselstroeme hoher Spannung und Frequenz

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DE1270185B true DE1270185B (de) 1968-06-12

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DEP1270A Pending DE1270185B (de) 1964-04-15 1964-04-15 Halbleiter-Gleichrichter fuer Wechselstroeme hoher Spannung und Frequenz

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE528380C (de) * 1929-08-21 1931-06-27 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Einrichtung zur Drehzahlregelung eines mit gleichgerichtetem Wechselstrom gespeisten Gleichstrommotors
DE939395C (de) * 1951-12-18 1956-02-23 Licentia Gmbh Als nichtlinearer Widerstand benutzte Trockengleichrichteranordnung
DE1064642B (de) * 1958-09-18 1959-09-03 Siemens Ag Abgeschirmte Trockengleichrichter-anordnung mit einer Vielzahl von in Saeulenform zusammengefassten Gleichrichtertabletten

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE1064642B (de) * 1958-09-18 1959-09-03 Siemens Ag Abgeschirmte Trockengleichrichter-anordnung mit einer Vielzahl von in Saeulenform zusammengefassten Gleichrichtertabletten

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