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Magnetisierungsdoppelrollenj och für Wechselstrom zum Messen der magnetischen
Eigenschaften von Elektroband im Durchlaufverfahren Zusatz zum Patent: 1 120 591
Durch das Patent 1 591 ist ein Doppelrollenjoch zum Magnetisieren eines Elektroblechbandes
im Durchlaufverfahren bekanntgeworden, bei dem die Polenden des Joches mit Laufrollen
für das Band versehen sind, die sich in gut flußüberleitender Anordnung zu den Polenden
befinden, wobei die Laufrollen in der gleichen Ebene wie das Doppeljoch lamelliert
sind und wobei Mittel vorgesehen sind, die die durch die Dicke des Magnetbandes
gegebene Lageänderung der Doppeljochteile zueinander zu einer Dickenmessung des
Bandes und/oder zur Korrektur des Meßwertes für die zu untersuchende Eigenschaft
des magnetischen Zustandes ausnutzen.
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Die unteren Rollen sind gegenüber dem unteren Steg fest gelagert.
Der obere Steg und in ihm die oberen Rollen sind senkrecht zum Band in gewissen
Grenzen z. B. federnd fest einstellbar und mehr oder weniger gewichtsentlastet.
Bei dieser mehr oder weniger harten Berührungsmöglichkeit zwischen Band und Rollen
können die vom Walzen herrührenden Dikkenschwankungen gegenüber einer Solldicke,
die sich von Null bis etwa +10 0/o bewegen können, zu Belastungsstößen an den Rollen
führen, die eine bleibende Durchbiegung zur Folge haben können, so daß ein gleichmäßiger
Banddurchlauf verhindert wird, ein unzulässig hoher Rollenverschleiß auftreten kann
und schließlich der Banddurchlauf gesperrt wird. Eine gleiche Wirkung kann das stoßweise
aufsetzende Oberjoch haben, wenn infolge starker Oberflächenunebenheiten das Oberjoch
gehoben und nach Durchlauf der schlechten Bandstrecke wieder gesenkt wird, wobei
beim Aufsetzen Stöße auf die Rolle nicht ganz zu vermeiden sind.
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Erfindungsgemäß werden diese Störungen dadurch beseitigt, daß zwischen
der oberen Rolle und dem Band ein Luftabstand eingehalten wird, der von einigen
Mikron ab maximal gleich oder nur wenig größer ist als die größte Dickenänderung
des Bandes (z. B.
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+10°/o) 10 O/o) gegenüber der Solldicke des Bandes. Technisch wird
diese Aufgabe dadurch erfüllt, daß bei einer starren Verbindung zwischen den Polschuhen
und den Rollen des Oberjoches zwischen der Oberjochhalterung und der Unterjochauflage
der Abstand stufenförmig fest oder stetig regelbar entsprechend der jeweiligen Solldicke
eingestellt wird.
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Auch eine selbsttätig wirkende Vorrichtung kann zur laufenden Nachstellung
des kleinen Luftspaltes z. B. mittels eines Dickenfühlers gesteuert werden.
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Es kann vorkommen, daß die Luftstrecken oberhalb und unterhalb des
Bandes verschieden groß werden und damit zu verschiedenen magnetischen Widerständen
Anlaß geben. Ein Ausgleich kann weiterhin
durch eine Luftspaltverstellung zwischen
den unteren Rollen und den Polschuhen erreicht werden. Die Lagerung der unteren
Rollen wird in kleinen Grenzen veränderlich ausgeführt.
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Die Rückschlußjoche müssen quer zum Band steif sein. Ihre Durchbiegung
darf nur einen Bruchteil des Luftspaltes betragen. Gemäß einer weiteren Ausbildung
des Erfindungsgedankens sichern Querschrauben, Verklebung und zusätzliche Stirnversteifung
mittels Platten von hohem elektrischem und magnetischem Widerstand den Verband der
Lamellen. Auch ist es zweckmäßig, sowohl das Unterjoch als auch das Oberjoch je
auf einen tragkräftigen, verwindungsfreien Rahmen mit den Stirnflächen isoliert
aufzusetzen und die Lagerböcke der Rollen dort zu verankern.
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Zur weiteren Sicherung eines zuverlässigen Laufes und richtiger Meßergebnisse
sind auch einige Ausführungsformen der Bauelemente maßgebend. Die Rollen müssen
gerade Achsen und schlingerfreie Oberflächen haben. Die Rollen dürfen sich im Vergleich
zum Luftspalt nur wenig oder gar nicht durchbiegen. Dies wird nach einer Weiterbildung
der Erfindung durch eine hohe Zugspannung in der Achse, durch Verkleben der Schraubenringe
untereinander und mit der Achse und durch einen feinsten Oberflächenschliff und
eine nachträgliche Ätzung erreicht.
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Die Anisotropie der Schraubenringe muß im Verband der Rolle durch
eine geringe Winkeldrehung von Scheibe zu Scheibe genügend gemildert werden.
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Bei Verbiegungen von Rollen während des Bandbetriebes steine Fortsetzung
des Bandlaufes erwünscht. Die Rollen müssen auswechselbar sein. Zu diesem Zweck
wird zunächst das Oberjoch mit den oberen Rollen so weit gehoben, daß die Rollen
einen genügenden Abstand vom Band haben und dann mittels Achsenverlängerung seitlich
herausgezogen und ausgetauscht werden können. Dann wird mittels von unten anzusetzenden
Rollen das laufende Band von den unteren Rollen so weit angehoben, daß die unteren
Rollen störungsfrei ausgetauscht werden können.
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Nach dem rückläufigen Rollenhub ist dann das Joch wieder betriebsfähig.
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Beim Aufbau der Rückschlußjoche und der Rollen ist dem Material besondere
Beachtung zu schenken.
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Die Rückschluß strecken müssen kleinstmöglichen magnetischen Widerstand
und kleinstmögliche Ummagnetisierungsverluste haben. Zu diesem Zweck wird beispielsweise
Mumetall verwendet. Für die Rollenscheiben kann wegen der kürzeren Weglänge aber
auch wegen der größeren Abriebfestigkeit ein Werkstoff mit größerem magnetischem
Widerstand und größerem Ummagnetisierungsverlusten, z. B.
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Silizium-Eisen (Trafoblech), genommen werden.
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Die beispielsweise in vier Gruppen unterteilte Magnetisierungswicklung
hat vier parallelgeschaltete Primärwicklungen, um die Induktion über die ganze Meßstrecke
möglichst konstant einzustellen, sowie vier in Reihe geschaltete Induktionswicklungen.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kommen vier weitere Induktionswicklungen hinzu,
die entweder einzeln die Vergleichsspannungen für je einen Kompensationsverstärker
im Magnetisierungskreis jeder Magnetisierungsgruppe oder im Rückenschluß die Vergleichsspannung
für einen Kompensationsverstärker im Magnetisierungskreis der Parallelschaltung
der Primärspulen liefern. Wahlweise können auch die Kompensationsverstärker durch
Magnetisierungsverstärker ersetzt werden. Sie gewährleisten eine Sinusinduktion.
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Zur Erweiterung der Erfindung erweist sich eine Schutzmaßnahme vor
Oberlastung des Magnetisierungskreises vor dem Bandeinlauf, nach dem Bandauslauf
oder beim Reißen des Bandes als zweckmäßig. Zu diesem Zweck wird z. B. ein Unterbrechungsschalter
vor dem Einlauf und - wenn nötig - nach dem Auslauf unter dem Band angebracht, womit
die Unterbrechung des Magnetisierungskreises betätigt wird, wenn sich kein Band
in der Meßstrecke befindet.
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Um mechanische Spannungseffekte mit Verluständerung zu vermeiden,
wird dem Band im Joch zwischen den beiden Rollenpaaren ein gewisser Durchhang zugelassen.
Der metallische Spulenkörper darf dabei nicht berührt werden. Der Boden wird daher
mit einer Hartfaserplatte ausgelegt.
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Im folgenden sind einige Ausführungsbeispiele zur Erläuterung wiedergegeben.
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Fig. 1 zeigt das Schema des oberen und unteren Rückschlußjoches 1
und 2 mit den dazugehörigen Rollenpaaren 3 und 4. Zwischen Polschuhen und den Rollen
ist der Luftspalt 5 erkennbar. Das durchlaufende Band 6 liegt auf den unteren Rollen
4 auf.
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Dagegen ist beispielsweise zwischen den oberen Rollen 3 und dem Band
6 je ein Luftspalt von einigen Mikron eingehalten, der durch den z. B. mechanischen
Dickenfühlers 8, der auf der Oberfläche des Bandes belastungsfrei abrollt, gesteuert
wird.
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Die Verstellung des Abstandes der unteren Rollen 4 von den Polschuhen
des Unterjoches 2 ist lediglich durch Pfeile angedeutet.
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Die feste Abstandseinstellung zwischen Oberjoch und Unterjoch kann
z. B. neben der Gewichtsentlastungsfederl2 durch abgestufte Distanzstücke erreicht
werden. Die stetige Abstandseinstellung läßt sich mittels der Führungsstangen 11
und der an ihnen angreifenden Kraft (Pfeil) eines hydraulichen oder mechanischen
oder elektrischen Hub- und Senkungssystems durchführen.
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Die beschränkte vertikale Verstellung der oberen Rollen im Polschuh
des Oberjoches ist konstruktiv durch ein Lagerspiel lösbar. Die Lagerung ist aber
in F i g. 1 nicht besonders gezeichnet.
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Die Querversteifung des oberen Rückschlußjoches ist durch die Verschraubung
9 und die Stirnplatten 10 angedeutet. Zusätzlich sind die Lamellenstreifen noch
untereinander verklebt. Getragen wird das obere Rückschlußjoch 1 durch vier senkrechte,
mit geringem Spiel doppelt gelagerte Stangen 11, die beispielsweise von unten über
eine Abfederung 12 hydraulisch, elektrisch oder mechanisch in der Höhenlage einstellbar
sind. Die Querversteifung des Unterjoches ist in der gleichen Weise wie die des
Oberjoches durchgeführt, in der F i g. 1 jedoch nicht besonders hervorgehoben. Die
verwindungsfreie Auflage des Unterjoches 2 auf dem unteren Rahmen ist durch die
Schraffur angedeutet. Der verwindungsfreie Rahmen des Oberjoches 1 ist der Obersichtlichkeit
wegen weggelassen worden.
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Der Magnetisierungsspulensatz 13 weist die beispielsweise Unterteilung
in vier Gruppen auf. Bei einer dieser Gruppen sind die Magnetisierungsspule 14,
die Induktionswicklung 15 und die Induktionskompensationswicklung 16 angedeutet.
Wenn nötig, liegen zwischen den Wicklungen Erdschirme.
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Mit dem Endschalter 17 ist die Sicherung des Magnetisierungskreises
gegen eine bandlose Meßstrecke versinnbildlicht.
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Zur Sicherung einer guten Zugentlastung und zur elektrischen Isolierung
ist der Boden des Spulensatzes 13 beispielsweise mit einer Glasfaserplatte14s mit
geringem Reibungskoeffizienten belegt. Damit wird der innere Durchhang des Bandes
begrenzt.
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Fig.2 zeigt einen Schritt durch eine Rolle mit der möglichst unmagnetischen
Achse 18, dem Scheibeipaket 19 (Material beispielsweise Trafoperm N 2), dem Isolierschlauch
20 zwischen Scheibenpaket und Achse sowie den Verschraubungen 21. Unter einer hohen
Zugspannung der Achse wird die Verschraubund 21 festgeschraubt, so daß nach Entfernen
der Vorspannungseinrichtung das Scheibenpaket so stark unter Druck steht, daß es
sich nicht durchbiegen kann. Die Oberfläche der Rolle ist geschliffen und nachträglich
geätzt. Vor dem Pressen wird der Klebstoff zwischen die Scheiben gebracht.
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F i g. 3 zeigt schematisch eine Auswechselvorrichtung für die Rollen
während des Bandlaufes. Das Oberjoch 22 mit den Rollen 23 und das Band 24 mit den
Hilfsrollen 25 sind hochgehoben. Zum seitlichen Ausziehen und Einschieben wird die
Rollenachse durch einen aufgeschraubten langen Griff 26 verlängert.
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Fig.4 zeigt eine Schaltung für eine Magnetisierungsspule mit Kompensationsverstärker
27. Dessen Eingangsspannung 28 als Spannungsdifferenz zwischen Generatorspannung
29 und der Induktionsspannung
30 der zweiten Induktionswicklung
ist elektrisch vom Magnetisierungskreis getrennt. Dadurch ist der Vorteil der getrennten
Erdung der beiden Kreise und eine günstige freie Wahl des Verstärkungsfaktors gegeben.