DE1269743B - Elektromechanisches Filter - Google Patents
Elektromechanisches FilterInfo
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- H03H9/54—Filters comprising resonators of piezoelectric or electrostrictive material
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES Mi9w^ PATENTAMT
Int. α.:
H 03 h
AUSLEGESCHRIFT
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 21 g - 34
P 12 69 743.7-35
2. November 1964
6.Juni 1968
2. November 1964
6.Juni 1968
Die Erfindung betrifft elektromechanische Filter, insbesondere solche, deren kreisscheibenfönnige piezoelektrische
Eingangs- und Ausgangswandler auf ihren beiden Scheibenflächen mit Elektroden belegt
und die miteinander über einen Kopplungsdraht verbunden sind.
Derartige Filter haben den Nachteil, daß Asymmetrien im Aufbau oder in der Materialstruktur der
Wandler zu asymmetrischem Schwingungsverhalten der Wandler und damit zu Unregelmäßigkeiten in
den Impedanzkurven der Filter Anlaß geben, worunter die Filtereigenschaften wie Bandbreite und
Flankensteilheit leiden und wodurch die einzelnen Produkte bei Massenfertigung untereinander verschieden
sind. Besonders Asymmetrien in der Kri-Stallstruktur der Wandler sind kaum auszuschalten,
vornehmlich wenn auf rationelle Großserienfertigung der Wandler geachtet werden muß. Aber auch der
Aufbau und die Anbringungsart des Kopplungsdrahtes und von zusätzlichen Resonatoren am Kopp- ao
lungsdraht kann zu derartigen Störungen Anlaß geben.
Dieser für die Wirksamkeit der elektromechanischen Filter wesentliche Nachteil hat zu seiner Beseitigung
bereits mehrere Lösungsversuche hervorgebracht.
Eine bekannte Lösung versucht die Unsymmetrien, die durch die Wandler bedingt sind, durch exakt
symmetrische Resonatoren in Form von Kugelresonatoren auszuschalten. Dieser Aufbau ist umstände
Hch und aufwendig, denn die Kugeln müssen zu dem Zweck an genau durch ihren Mittelpunkt verlaufenden
Kopplungsgliedern aufgehängt sein.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein elektromechanisches Kleinstfilter, das für den Großserienbau
geeignet ist, zu schaffen, in dem asymmetrische Schwingungen entweder nicht auftreten oder diese
Schwingungen in ihrer Wirkung ausgeschaltet werden, um ein Filter mit exakt vorherbestimmbarer
Bandbreite und Flankensteilheit zu bekommen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß jeder Wandler auf einer Scheibenseite diagonal vom
Kopplungsdraht und auf der anderen Scheibenseite ebenfalls diagonal von einem zum Kopplungsdraht senkrecht
gerichteten Querdraht überspannt ist. Durch die auf diese Weise gewonnene Punktsymmetrie
werden durch das Kristallmaterial eventuell bedingte Unsymmetrien unterdrückt. Unsymmetrien im
Aufbau des Filters sind nicht vorhanden.
Es ist bei als Biegeschwinger arbeitenden Kristallen
zwar bereits bekannt, diese durch: kreuzweise über den Mittelpunkt geführte Stützleisten zu hal-Elektromechanisches
Filter
Anmelder:
Kokusai Denki Kabushiki Kaisha,
Minato-Ku, Tokio (Japan)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Maier, Patentanwalt,
8000 München 22, Widenmayerstr. 5
Als Erfinder benannt:
Yoshihiro Ura, Machida-Shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 2. November 1963 (58 588, 58 589),
vom 28. Dezember 1963 (70 531)
vom 28. Dezember 1963 (70 531)
tem, doch erfolgt diese Unterstützung zum Zweck der Unterteilung der Kristallplatte in mehrere entgegengesetzt
schwingende Abschnitte, um den Kristall mit einer Oberschwingung betreiben zu können.
Zur Vervollkommnung der Punktsymmetrie ist es zweckmäßig, daß die Zuleitungsdrähte zu den Wandlern
am Kopplungsdraht und an den Querdrähten in deren Kreuzungspunkt angebracht sind. Am Kopplungsdraht
können zur Veränderung der Filtereigenschaften Resonatoren befestigt sein.
Aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung an Hand der Figuren der
Zeichnung werden weitere Eigenschaften und Vorteile ersichtlich. Es zeigt
F i g. 1 einen piezoelektrischen Wandler, der bei der Erfindung Verwendung findet, wobei in den
Fig. 1(A), 1(B) und 1(C) der Wandler in Vorder-,
Seiten- und Rückansicht dargestellt ist,
F i g. 2 charakteristische Kurven, die die Frequenzabhängigkeit der Impedanz zwischen den zwei Anschlüssen
des in F i g. 1 dargestellten Wandlers zeigen,
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes elektromechanisches Filter, wobei in den Fi g. 3 (A), 3 (B) und 3 (C)
dessen Vorder-, Seiten- und Rückansicht dargestellt sind,
F i g. 4 die Schwingungscharakteristik eines kreisscheibenförmigen
Wandlers, der in dem elektromechanischen Filter verwendet wird,
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3 4
F i g. 5 (A) und 5 (B) Ansichten von Ausführungs- zeichneten Filtereigenschaften und ohne die oben er-
formen des erfindungsgemäßen elektromechanischen wähnten Nachteile der konventionellen Filter erhal-
Filters, ten, wenn man den piezoelektrischen Wandler, wie
Fig. 6 ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen er in Fig. 1 dargestellt ist, verwendet. Diese Tatsache
elektromechanischen Filters und 5 wird in Verbindung mit den in den Fig. 3 und 5
Fig. 7(A) und 7(B) eine Draufsicht bzw. Seiten- dargestellten Beispielen ausführlich beschrieben,
ansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles des er- Die in den F i g. 3 (A), 3 (B) und 3(C) gezeigten
findungsgemäßen elektromechanischen Filters. kreisscheibenförmigen piezoelektrischen Wandlern
Wie Fig. 1(A), 1(B) und 1(C) zeigen, besteht ein OSC bestehen wiederum aus einer Scheibe 1 von
piezoelektrischer Wandler OSC aus einer Kreis- io piezoelektrischem Material und Silberelektroden 2
scheibe 1, die aus piezoelektrischem Material herge- und 3, die auf die obere und untere Fläche der Scheistellt
ist. Silberelektroden 2 und 3, die auf die obere be ζ. B. als Silberbelag aufgebracht worden sind. Die
und untere Oberfläche der Kreisscheibe 1 z.B. als einzelnen Wandler sind durch einen Koppeldraht4α
Silberbelag aufgebracht werden, und dünnen Dräh- gekoppelt, der entlang eines Durchmessers der Scheiten
4 und 5 aus einer Legierung mit konstanter EIa- 15 ben auf den oberen Elektroden 3 z. B. durch Löten
stizität, die an der oberen bzw. unteren Elektrode 3 befestigt ist. Auf den Flächen der unteren Elektro-
bzw. 2 z. B. durch Löten befestigt sind. Bevor die den 2 sind Metalldrähte 5 so befestigt, daß diese
Drähte 4 und 5 angebracht werden, wird die mit den Drähte 5 zum Koppeldraht 4 a in rechtem Winkel
Elektroden 2 und 3 versehene piezoelektrische Schei- stehen, wodurch unsymmetrische Schwingungen eines
be 1 gewöhnlich durch Anlegen hoher Spannung po- 20 jeden piezoelektrischen Wandlers unterdrückt werlarisiert.
Die Draht4 und 5 werden auf den jeweili- den, wie oben in Verbindung mit den Fig. 1 und 2
gen Elektroden entlang eines Durchmessers ange- beschrieben. Da jeder der piezoelektrischen Wandler
bracht, und zwar so, daß sie miteinander einen in radialer Richtung schwingt, wobei die Amplitude
rechten Winkel einschließen. der Verschiebung vom Mittelpunkt entspricht, nimmt
Die Zweipolimpedanz eines kreisscheibenförmigen 25 die Abhängigkeit zwischen Amplitude und Verschiepiezoelektrischen
Wandlers an seinen Anschlußklem- bung die in Fig. 4 dargestellte Form an, wobei am
men zeigt gelegentlich durch asymmetrische Schwin- Rand des Oszillators ein Schwingungsbauch liegt und
gungen des Wandlers verursachte Unregelmäßigkei- die Steigung der Amplitudenfunktion hier ein Miniten,
die im Frequenzbereich zwischen der dem Reso- mum hat. Da in diesem Falle die Frequenz der
nanzpunkt des Wandlers (Impedanzminimum) züge- 30 Schwingungen in radialerRichtung eines jeden Wandordneten
Frequenz fml. und dem Frequenzwert fmnx lers kaum durch dessen Dicke beeinflußt wird, ist
liegen, der dem nachfolgenden Impedanzmaximum eine durch den Koppeldraht 4 a und den Draht 5 verzugeordnet
ist. Die genannten Impedanzen werden ursachteÄnderung der Schwingungsfrequenz nur sehr
von Dehnungs- und Kontraktionsschwingungen der klein. Mit den Oberschwingungen verhält es sich geWandler
in radialer Richtung bestimmt, und sind 35 nauso.
durch die gestrichelte Kurve in Fig. 2 dargestellt. Wenn zwei piezoelektrische Wandler OSC von der-Wenn
dagegen bei einem Aufbau der Wandler, wie selben Kreisscheibenform, wie in Fig. 3 gezeigt,
er in den Fig. 1(A), 1(B) und 1(C) dargestellt ist, durch einen Koppeldraht4a in geeignetem Abstand
der obere und untere Draht 4 und 5 in einem rechten (ausgenommen den Abstand, der einer halben WeI-Winkel
zueinander stehen, nimmt die charakteristi- 40 lenlänge entspricht) gekoppelt werden, erhält man
sehe Kurve, die die Abhängigkeit der Impedanz zwi- ein elektromechanisches Filter des Typs mit zwei
sehen den zwei Anschlußklemmen von der Frequenz Elementen. Mit einem solchen Aufbau des elektrodarstellt,
eine Gestalt an, wie sie in Fig. 2 als aus- mechanischen Filters erreicht man folgende Vorteile:
gezogene Kurve dargestellt ist. Hierbei sind uner- a) Der Betrieb wird sehr stabil, weil an den Koppwünschte asymmetrische Schwingungen vollkommen 45 lungspunkten die Verbindung nicht mit Hilfe
ausgeschaltet. Ihre Beseitigung beruht auf der Tat- von Kunstharzklebern erfolgt.
sich kreuzenden Drähte 4 und 5 aufgehS werden ^S^Aät^SST^STZ
Darüber hinaus kann in dem Ausfuhrungsbeispiel 50 Oszillators niedrig, wodurch eine breitbandige
der Fi g. 1 em Einfluß der zusätzlichen Massen der übertragung ermöglicht wird.
Zuleitungen 6 und 7 leicht vermieden werden, indem . _ " ., , „ , . , . ,. ...
die Zuleitungen 6 und 7 jeweils im Mittelpunkt des c) Da unerwünschte Schwingungen durch die dunoberen bzw. des unteren Drahtes 4 bzw. 5 befestigt η5* Querdrahte 5 unterdrückt werden, kann ein
werden ■;■; elektromechanisches Filter mit einheitlichen und
Als elektromechanischer Wandler werden in kon- ausgezeichneten Eigenschaften leicht hergestellt
ventionellen elektromechanischen Filtern sogenannte werden.
zusammengesetzte Wandler benutzt, deren jeder aus Das Ausführungsbeispiel der F i g. 5 betrifft ein
einer piezoelektrischen Scheibe, an beiden Flächen mehrstufiges Filter, das zwei kreisscheibenförmige
der Scheibe befestigten Metallelektroden und An- 60 Resonatoren la aufweist, die zwischen den zwei in
schlußdrähten besteht, die mit den Elektroden z.B. Fig. 3 gezeigten kreisscheibenförmigen piezoelektridurch
Lötung, Schweißung oder Schrauben verbun- sehen Wandlern OSC angebracht sind. Jeder der Reden
sind. Bei diesen zusammengesetzten Wandlern sonatoren la ist aus Metall gefertigt und ist am Rand
sind die Metallelektroden mit Epoxyharz an die pie- mit den Punkten α und b und im Zentrum mit dem
zoelektrische Scheibe geklebt, so daß es schwierig ist, 65 Punkte am Koppeldraht4δ befestigt. In Versuchen
an den Verbindungsstellen Instabilitäten zu vermei- hat sich gezeigt, daß die Befestigung im Mittelpunkt
den, die auf Temperaturänderungen beruhen. Jedoch an einer wirkungsvollen Beseitigung von unerwünschkann
man ein elektromechanisches Filter mit ausge- ten Schwingungen des Resonators ία teilhat.
In der F i g. 6 sind die Schaltbilder des Eingangsund Ausgangskreises an dem elektromechanischen
Filter des in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispieles
gezeigt. In der Schaltung der F i g. 6 wird die Eingangsspannung von einer Signalquelle 8 auf der
linken Seite des piezoelektrischen Wandlers OSC über einen Widerstand 9 und eine Abstimmspule 10 geliefert,
wobei der Widerstand 9 und die Selbstinduktion 10 so ausgelegt sind, daß sie zusammen mit der
inneren Kapazität des Wandlers OSC auf Resonanz abgestimmt sind. Von dem anderen piezoelektrischen
Wandler OSC wird über eine Abstimmspule 11 und einen Abschlußwiderstand 12 eine Ausgangsspannung
geliefert, wobei der Ausgangskreis unter Berücksichtigung der in ihm auftretenden Kapazitäten auf Resonanz
abgestimmt ist.
In den Ausführungsbeispielen der F i g. 3, 5 und 6 werden kreisscheibenförmige piezoelektrische Wandler,
die in radialer Richtung schwingen, verwendet und an Punkten in ihrer Randzone über einen Koppeldraht
aneinandergekoppelt, so daß die Betriebseigenschaften sehr stabil werden. Da senkrecht zu
dem Koppeldraht Metalldrähte an den Wandlern angebracht sind, werden darüber hinaus unerwünschte
Schwingungen erfolgreich unterdrückt, so daß ein elektromechanisches Filter mit einheitlichen und ausgezeichneten
Eigenschaften mit einfachen Mitteln hergestellt werden kann.
Der in F i g. 1 dargestellte piezoelektrische Wandler kann in einem elektromechanischen Filter verwendet
werden, das in den Fig. 7(A) und 7(B) dargestellt ist. Dabei werden die kreisscheibenförmigen
Wandler OSC, wie in Fig. 3 gezeigt, als an den Enden sitzende Wandler benutzt. Zwischen ihnen ist
eine Anzahl von stabförmigen Resonatoren 13 angeordnet, die mit ihren Koppelpunkten an einen Koppeldraht 4 e angekoppelt sind, wobei der Koppeldraht
an den Wandlern entlang ihrer Durchmesser angebracht ist.
Wenn in dem Filter nach Fig. 7 der Wandler OSC
auf der Eingangsseite durch Anlegen einer Wechselspannung an die Anschlußklemmen 6 und 7 angeregt
wird, schwingt er in radialer Richtung, so daß auch der Koppeldraht 4 e zu longitudinalen Schwingungen
erregt wird, wodurch die an dem Koppeldraht 4 e angebrachten Resonatoren 13 Schwingungen um ihren
Befestigungspunkt ausführen. Auf diese Weise wird eine Schwingung definierter Bandbreite über den
Koppeldraht 4 e an die Ausgangsseite übertragen, wodurch der Wandler OSC an der Ausgangsseite mechanisch
erregt wird und an die Ausgangsklemmen 6 und 7 eine elektrische Ausgangsspannung liefert. Die
Wandler OSC sind an ihren Rückseiten jeweils mit dünnen Drähten 5 konstanter Elastizität versehen,
die zum Koppeldraht 4 e rechtwinklig gerichtet sind, um so asymmetrische Schwingungen auszuschalten.
Claims (3)
1. Elektromechanisches Filter mit Dehnungsschwingungen ausführendem, kreisscheibenförmigem,
piezoelektrischem Eingangs- und Ausgangswandler, die auf ihren beiden Scheibenflächen mit
Elektroden belegt und miteinander über einen Kopplungsdraht verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Wandler (1) auf einer Scheibenseite diagonal vom Kopplungsdraht (4 a) und auf der anderen Scheibenseite
ebenfalls diagonal von einem zum Kopplungsdraht (4 a) senkrecht gerichteten Querdraht (5)
überspannt ist.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungsdrähte (6,7) zu den
Wandlern (1) am Kopplungsdraht (4 a) und an den Querdrähten (S) in deren Kreuzungspunkt
angebracht sind.
3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Kopplungsdraht (4 a) wenigstens
ein Resonator (la, lö) angebracht ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 955 267, 3105 208;
niederländische Patentschrift Nr. 27 556.
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niederländische Patentschrift Nr. 27 556.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Publications (1)
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