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Schwingungsdämpfer für Freileitungsseile Die Erfindung betrifft einen
Schwingungsdämpfer für Freileitungsseile mit einem mit dem zu dämpfenden Seil fest
verbindbaren und sich mit seiner Längsachse längs diesem erstreckenden rohrförmigen
Behälter, dessen Durchmesser größer ist als der Seildurchmesser und in dem zum Umwandeln
der Schwingungsenergie in Wärmeenergie Schüttgut als schwingbare Masse angeordnet
ist. Unter der Bezeichnung Freileitungsseile werden hierbei auch Freileitungsdrähte
verstanden.
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Es ist ein Schwingungsdämpfer ähnlicher Art für Freileitungen bekannt,
bei dem als schwingbare Masse ein schwerer Körper vorgesehen ist, der in eine nachgiebige
Masse so eingebettet ist, daß er von dieser Masse gehalten wird und bei Schwingungen
innerhalb oder an dieser Masse Reibung erzeugt. Damit der Körper immer seine Lage
in der Mitte des Behälters beibehält, ist es erforderlich, daß die Masse elastisch
nachgiebig ist. Der in einer solchen elastischen Masse eingebettete Körper bildet
aber ein Schwingungssystem, das mindestens eine Resonanzfrequenz besitzt. Die Dämpfung
ist daher auf Schwingungen beschränkt, die diesen Eigenfrequenzen oder einem ganzzahligen
Vielfachen derselben in ihrer Frequenz entsprechen. Es handelt sich hierbei also
um einen Resonanzdämpfer, der sich gattungsmäßig von dem Schwingungsdämpfer der
eingangs genannten Art unterscheidet. Dieser Resonanzschwingungsdämpfer ist mit
zwei in der Nähe seiner Enden vorgesehenen Klammern mit dem Seil verbunden, so daß
dadurch die zur Dämpfung nicht beitragende Masse, die Kosten und der Arbeitsaufwand
zur Befestigung des Dämpfers bei mäßiger Dämpfungswirkung relativ hoch sind.
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Es ist weiterhin ein Schwingungsdämpfer der eingangs genannten Art
bekannt, der einen zusammenhängenden Hohlraum aufweist, so daß bei den in der Praxis
meist vorkommenden Neigungen des Freileitungsseiles sich das ganze Schüttgut an
einem Ende des Behälters ansammelt und somit nur ein kleiner Bruchteil des Schüttgutes
zur Dämpfung beiträgt. Auch dieser bekannte Schwingungsdämpfer ist mit seinen beiden
Enden mittels Klammern mit dem Seil verbindbar, so daß auch hier die zur Dämpfung
nicht beitragende Masse, die Kosten und der Arbeitsaufwand zur Befestigung des Dämpfers
bei geringer Dämpfungswirkung relativ hoch sind.
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Es ist außerdem ein Schwingungsdämpfer bekannt, der sich von den Dämpfern
der eingangs genannten Art hinsichtlich der Gattung dadurch unterscheidet, daß der
Behälterdurchmesser genauso groß ist wie der Seildurchmesser. Dies hat zur Folge,
daß das Verhältnis der vom Behälter und seinen Haltern gebildeten, nicht dämpfenden
Masse zu der vom Schüttgut gebildeten Masse sehr ungünstig ist, da der Behälter
nicht nur ein sehr kleines Volumen für die schwingbare Masse hat, sondern da er
auch sehr dünnwandig ausgebildet werden muß, um überhaupt ein brauchbares Volumen
zu besitzen. Um eine merkliche Schwingungsdämpfung des Freileitungsseiles zu erreichen,
sind gleich mehrere Behälter dieser Art um das Seil gruppiert an diesem befestigt.
Das Behälterinnere dieses Dämpfers ist durch quer zur Behälterlängsachse verlaufende
Querwände in Kammern für das Schüttgut unterteilt. Die Wände sind verhältnismäßig
dünn und können vom Schüttgut leicht durchgescheuert werden. Auch erschweren sie
die Herstellung dieses Schwingungsdämpfers, was zu erhöhten Kosten führt, so daß
sich dieser Dämpfer in der Praxis nicht bewährt hat.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schwingungsdämpfer
der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine geringe zur Dämpfung nicht beitragende
Masse hat, bei geringen Kosten leicht herzustellen und zu montieren ist, dessen
Behälterinneres auf einfache Weise in mehrere Kammern so unterteilbar ist, daß sich
auch bei einer nicht waagerechten Lage des Dämpfers das Schüttgut nicht wesentlich
verlagern kann und der äußerlich so gestaltet ist, daß Koronaentladungen ausgeschlossen
sind, so daß sich insgesamt für den Dämpfer eine wirksame und einwandfreie Dämpfungswirkung
für ein möglichst breites Frequenzband ergibt.
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Diese Aufgabe ist bei einem Schwingungsdämpfer der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß a) der Behälter durch ein Rohr gebildet
und an beiden Enden des Rohres durch abgerundete Kappen abgeschlossen ist,
b)
das Behälterinnere durch quer zur Behälterlängsachse verlaufende Trennwände zur
Aufnahme des Schüttgutes in Kammern unterteilt ist und die unterteilenden Trennwände
durch lose eingesetzte Scheiben gebildet sind, die durch eingeschobene Hülsen im
Abstand voneinander gehalten sind und c) eine in der Mitte des Dämpfers angreifende
Aufhängeklemme den sich mit seiner Längsachse längs des Seiles erstreckenden . rohrförmigen
Behälter mit dem Seil verbindet.
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Durch die abgerundeten Kappen an beiden Enden des Rohres werden scharfe
oder spitze Ecken am Behälter vermieden, so daß die Gefahr einer Koronaentladung
nicht gegeben ist. Durch die lose eingesetzten Scheiben, die durch ebenfalls lose
eingeschobene Hülsen im Abstand voneinander gehalten werden, wird eine überraschend
einfache Unterteilung des Behälterinneren erreicht. Da der erfindungsgemäße Dämpfer
nur mit einer einzigen, in seiner Mitte am Behälter angreifenden Aufhängeklemme
mit dem Seil verbunden ist, ist die nicht zur Dämpfung beitragende tote Masse relativ
gering. Auch erfordert das Befestigen des Dämpfers an dem Seil nur einen geringen
Arbeitsaufwand.
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Entsprechend einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Schwingungsdämpfers sind die die Innenwände der Kammern bildenden Scheiben und Hülsen
aufgerauht. Dadurch wird die Reibung der schwingbaren Masse an eben diesen Wänden
erhöht und die Dämpfungswirkung noch verstärkt.
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. Um den Dämpfer bei möglichst großer Wirkung möglichst klein halten
zu können, ist es außerdem zweckmäßig, Schüttgut mit möglichst großem spezifischem
Gewicht zu benutzen, z. B. Schrott, Granalien oder Späne aus Stahl.
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Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines durch die Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles eines Schwingungsdämpfers im einzelnen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines Dämpfers, F
i g. 2 eine Stirnansicht des Dämpfers nach F i g. 1. An einem zu dämpfenden Seil
t ist mittels eines Aufhängehakens 2 und eines zugehörigen Druckstückes 3 ein Dämpfer
4 durch Klemmschlaufen 5 befestigt.
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Der Dämpfer 4 besteht aus einem Behälter, der als Rohr 6 ausgebildet
ist. Der Innenraum des Rohres ist durch Trennwände 7, die durch eingeschobene Hülsen
8 in einem Abstand voneinander gehalten werden, in Kammern 8' unterteilt. In die
einzelnen Kammern 8' ist ein Schüttgut 9 eingefüllt. Die beiden Enden des Rohres
6 sind durch Kappen 10 abgeschlossen, die zum Schutz gegen Sprüherscheinungen halbkugelförmig
ausgebildet und an den Rohrenden befestigt, z. B. angeschweißt sind.
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Das Schüttgut 9 besteht aus Schwermetallteilchen, z. B. aus Stahlschrott,
Stahlgranalien oder Stahlspänen. Zur Erhöhung der Reibung sind die Innenwände der
Hülsen 8 und die Flächen der Trennwände 7 aufgerauht.
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An Stelle von Schwermetallteilchen kann auch ein anderes Schüttgut,
z. B. Sand, verwendet werden.