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Vorrichtung zum Abstellen von Strick- und Wirkmaschinen Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Abstellen von Strick- und Wirkmaschinen bei einer
über das normale Maß erhöhten Fadenspannung mit einem auf einer senkrechten Führungsschiene
in vertikaler Richtung verschiebbar angeordneten Führungsorgan für den von unten
nach oben zum Führungsorgan und von diesem unter Bildung eines Winkels nach unten
zur Verarbeitungsstelle geführten Faden, das mittels eines über eine am oberen Ende
der Führungsschiene angeordnete Rolle geführten Fadens mit einem durch seine Bemessung
auf die normale Fadenspannung eingestellten Gegengewicht verbunden ist, sowie mit
einem durch die Verschiebung des aus Ausführungsorgan und Gegengewicht bestehenden
Systems betätigbaren Steuerschalter, wobei die Führungsschiene als zylindrisches
Rohr und das Führungsorgan als eine auf dieser gleitende, mit einer Öse zur Durchführung
des Fadens versehene Hülse ausgebildet sind, und der Steuerschalter am unteren Ende
des Rohres derart angeordnet ist, daß der Steuerschalter durch das Gegengewicht
bei normaler Stellung des Führungsorgans in der einen Einstellung haltbar und bei
der Verschiebung im Bereich einer noch zulässigen Änderung der Fadenspannung in
die andere Einstellung bringbar ist, nach Patentanmeldung P 31974 VII a / 25 a (deutsche
Auslegeschrift 1261267).
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Bei einer bekannten Abstellvorrichtung wird der Steuerschalter mittels
eines Schwenkhebels betätigt, dessen eines Ende auf dem zu überwachenden Faden aufliegt
und dessen anderes Ende als Gegenkontakt zu einem zweiten Kontakt ausgebildet ist.
Dabei bewegt sich bei einer Erhöhung der Fadenspannung ein als Führungsorgan dienender
Wagen auf einer Führungsschiene nach unten. Das auf dem zu überwachenden Faden aufliegende
Ende des Betätigungshebels folgt dabei zunächst dieser Bewegung nach unten, wodurch
ein Hebelarm des Schwenkhebels geschwenkt wird und den Gegenkontakt an den zweiten
Kontakt andrückt. Die Betätigung des Steuerschalters erfolgt also rein mechanisch
durch den zu überwachenden Faden selbst, was die Verwendung eines empfindlichen
und daher störanfälligen Schalters erfordert.
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Im Hauptpatent wurde schon vorgeschlagen, als Steuerschalter einen
mechanisch durch das Gegengewicht betätigbaren Schalter vorzusehen. Hierbei ist
die zur Betätigung des Steuerschalters zur Verfügung stehende Kraft schon erheblich
größer, so daß ein robusterer Schalter verwendet werden kann. Eine praktisch vollständige
Störungsfreiheit läßt sich aber auch hiermit wegen der Schaltermechanik noch nicht
erreichen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Störungsanfälligkeit einer
Vorrichtung nach dem Hauptpatent noch weiter zu vermindern.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gegengewicht
mindestens teilweise durch einen Magnet gebildet ist und der Steuerschalter ein
mittels dieses Magnets betätigbares Kontaktpaar aufweist.
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Weil die Betätigung des Steuerschalters magnetisch erfolgt, braucht
der Steuerschalter keine mechanisch empfindlichen und damit zwangläufig störanfälligen
Teile aufzuweisen.
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Besonders vorteilhaft ist, daß wegen der magnetischen Betätigung des
Steuerschalters dieser als an sich bekannter sogenannter Schutzrohrkontakt ausgebildet
sein kann. Ein solcher Schalter ist praktisch frei von Kontaktabbrand und vor allem
vollständig unempfindlich gegen Staub und andere kleine Partikeln. Letzteres ist
deshalb von großer Bedeutung, weil solche Partikeln in der Umgebung einer Strick-oder
Wirkmaschine in großer Zahl vorhanden sind und vom durchlaufenden Faden ständig
aufgewirbelt werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß
der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Ansicht der Vorrichtung, F i g.
2 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäß F i g. 1, F i g. 3 die Anordnung
der Vorrichtung gemäß den F i g. 1 und 2 und den Fadenwickel im Verhältnis zu einer
Rundstrickmaschine.
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Ein Führungsorgan 1 für den Faden 2 besteht aus einer mit einer oben
offenen Öse 3 versehenen Hülse 4, die auf einem senkrecht angeordneten
Rohr
5 auf und ab bewegbar ist. Das Rohr 5 ist in eine vertikale Bohrung 101 eines
Halters 100 eingepaßt, der, wie F i g. 3 zeigt, auf einem Tragarm 6 der Maschine
mittels einer Schraube 107 befestigt ist, die in eine Gewindebohrung 113 auf der
Unterseite des Halters 100 eingeschraubt ist.
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An einer an der Hülse 4 befestigten Rundöse 7 od. dgl. ist ein Zugfaden
8 befestigt, der durch eine Bohrung 102 des Halters 100 und den Tragarm 6 hindurchgeführt
ist und unterhalb des Tragarmes mit einem Zugring 9 od. dgl. versehen ist. Oben
auf das Rohr 5 ist ein Lagerkörper 10 für eine Rolle 11 aufgesetzt,
über die ein zweiter Zugfaden 12 läuft, dessen eines Ende an der Rundöse 7 und dessen
anderes Ende an einem im Rohr 5 verschiebbar angeordneten Gegengewicht 110 bis 112
befestigt ist, das aus einem Gewicht 110 besteht, an dessen oberem Ende eine mit
dem Zugfaden 12 verbundene Schraubenfeder 111 und an dessen unterem Ende ein Stabmagnet
112 befestigt ist. Das Gegengewicht wirkt einem nach unten gerichteten Zug, der
auf die Hülse 4 mittels des Fadens 2 oder mittels des Zugfadens 8 ausgeübt wird,
entgegen. Das Gewicht des Gegengewichts ist so bemessen, daß es den Zug des Fadens
2 auf die Öse 3 bei normaler Fadenspannung ausgleicht. Die Länge des Fadens
12 ist so bemessen, daß bei normaler Fadenspannung die Hülse 4 nicht oben
am Lagerkörper 10 anliegt.
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Parallel zu der das Rohr 5 aufnehmenden Bohrung 101 ist im Halter
100 eine Bohrung 103 vorgesehen, in die ein mittels desMagnets 112 betätigbarerSteuerschalter
eingeschoben ist. Dieser Steuerschalter besteht aus einer an beiden Enden zugeschmolzenen,
mit einem Schutzgas gefüllten Glasröhre 106 und einem in dieser angeordneten
magnetisch betätib baren Kontaktpaar 107. Die beiden zungenförmigen Kontakte sind
an ihrem einen Ende am oberen bzw. unteren Ende der Glasröhre 106 befestigt. Die
freien Enden überlappen sich auf einem kurzen Stück der Kontaktlänge und stehen
im Abstand voneinander, solange das Kontaktpaar vom Magnet 112 nicht beeinflußt
wird. Zum Anschließen von Leitungen 108 des Steuerstromkreises an den Steuerschalter
sind an beiden Enden des Glasrohres 106 Klemmen 104 vorgesehen, deren die Leitungen
108 aufnehmende Bohrungen und deren Klemmschrauben durch Bohrungen 105 des Halters
100 zugänglich sind.
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Bei normaler Fadenspannung befindet sich der Magnet 112 neben der
Glasröhre 106, so daß das Kontaktpaar 107 geschlossen ist. Erhöht sich nun die Spannung
im Faden 2, so verstärkt sich die auf die Hülse 1 wirkende, nach unten gerichtete
Kraftkomponente, wodurch sich die Hülse 1 nach unten verschiebt. Dadurch wird der
Magnet 112 nach oben verschoben. Das Gewicht des Gegengewichts und die Bemessung
des Magnets 112 ist so getroffen, daß bei einer unzulässigen Erhöhung der Spannung
im Faden 2 die dadurch hervorgerufene Verschiebung der Hülse 1 und des Magnets 112
so groß wird, daß der Magnet das Kontaktpaar 107 nicht mehr beeinflussen kann, so
daß dieses öffnet, wodurch die Maschine abgeschaltet wird. Die Anordnung der Glasröhre
106 kann auch so getroffen sein, daß der Magnet 112 in seiner tiefsten Lage so weit
unterhalb der Röhre 106 steht, daß sich das Kontaktpaar 107 öffnet. Auf diese
Weise ist es möglich, beispielsweise bei Ablauf des Fadens 102, wenn also auf die
Hülse 4 kein Zug mehr ausgeübt wird und infolgedessen der Magnet 112 in seine
tiefste Lage absinkt, daß die Maschine ebenfalls abgeschaltet wird.
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Ist der Faden vom Fadenwickel abgelaufen, dann kann das Wiedereinführen
desselben in die Öse 3 dadurch bequem durchgeführt werden, daß durch Zug am Zugring
9 die Hülse 4 nach unten gezogen wird. Der Faden 2 kommt, wie F i g. 3 zeigt, von
einem Fadenwickel 19 und läuft über einen Knotenfänger 17 und eine Führungsstange
18 zur Öse 3 und von dort zur Verarbeitungsstelle.