-
Schaltungsanordnung für mehrstufige Koppelanordnungen mit Wegesucheinrichtungen
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für mehrstufige Koppelanordnungen,
bei denen zur Festlegung eines Verbindungsweges eine Wegesucheinrichtung in jeder.
Koppelstufe ein Koppelvielfach auswählt und diesen Koppelvielfachen zugeordnete
Koppelvielfach-Markierrelais zum Ansprechen bringt.
-
Eine solche Schaltungsanordnung ist aus der deutschen Auslegeschrift
1166 284 bekannt. Weist eine derartige Schaltungsanordnung eine regelmäßige
Koppelanordnung auf, so ist mit der Auswahl der Koppelvielfache ein Verbindungsweg
eindeutig festgelegt, da von jedem ausgewählten Koppelvielfach jeweils nur eine
einzige Zwischenleitung zu einem in einer benachbarten Koppelstufe ausgewählten
Koppelvielfach führt. Ist diese Regelmäßigkeit nicht gegeben, muß noch eine Zwischenleitungsauswahl
erfolgen.
-
Um den ausgewählten Verbindungsweg durchzuschalten, müssen aber noch
die zu erregenden Kreuzpunktrelais angesteuert werden.
-
Eine bekannte Methode sieht hierfür eine koordinatenmäßige Ansteuerung
der Koppelrelais vor, die zu diesem Zweck an spalten- bzw. zeilenindividuelle, allen
Koppelvielfachen einer Stufe gemeinsam dienende Markieradern geschaltet sind. Die
Markieradern werden vom Markierer aus selektiv angesteuert. Diese Methode bedingt
einen relativ großen Aufwand. Zur Verminderung des Aufwandes ist es bekannt, die
Koppelrelais jeweils über die Belegungsader einer von einer benachbarten Koppelstufe
kommenden Zwischenleitung zu markieren; wenn z. B. eine Spalte eines Koppelvielfachs
auf diese Weise markiert ist, benötigt man nur noch-Markieradern zur Zeilenmarkierung,
um ein Koppelrelais selektiv anzusteuern. Solche Schaltungen sind beispielsweise
aus der deutschen Auslegeschrift 1173137 und aus der britischen Patentschrift 979
515 bekannt. Bei diesen bekannten Anordnungen erfolgt die Markierung der Belegungsader
jeweils über einen Arbeitskontakt eines bereits erregten Kreuzpunktrelais. Der Nachteil
dieser Anordnungen besteht darin, daß nur stufenweise durchgeschaltet werden kann.
-
Um eine gleichzeitige Durchschaltung in allen Koppelstufen zu ermöglichen,
ist schon vorgeschlagen worden (deutsche Auslegeschrift 1255 730), bei einer Koppelanordnung
der eingangs erwähnten Art alle zu erregenden Kreuzpunktrelais über Kontakte der
angesprochenen Koppelvielfach-Markierrelais und die Belegungsadern des ausgewählten
Verbindungsweges in Reihe zu schalten. Wenn eingangs-und ausgangsseitig an die somit
über die Kreuzpunktrelais durchverbundenen Belegungsadern entsprechende Potentiale
gelegt werden, sprechen alle Kreuzpunktrelais in Reihe gleichzeitig an. Bei dieser
Anordnung wird aber noch je Zwischenleitung ein Relais benötigt, das nach erfolgter
Durchschaltung des Verbindungsweges erregt wird.
-
Je ein Ruhekontakt dieser Relais liegt jeweils in Reihe mit dem die
Reihenschaltung der Koppelrelais bewirkenden Kontakt der Koppelvielfach-Markierrelais
und dient dazu, eine Beeinflussung durchgeschalteter Verbindungswege durch spätere
Markiervorgänge zu vermeiden. Dieser Aufwand ist vertretbar, wenn das genannte Relais
gleichzeitig zur Besetztmarkierung im Leitadernetz benötigt wird. Wird eine solche
Besetztmarkierung nicht benötigt - beispielsweise bei Besetztkennzeichnung mittels
Torschaltungen im Wegesuchnetz -, bedeutet die Verwendung je eines Relais pro Zwischenleitung
einen beträchtlichen Aufwand.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu beseitigen.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in an sich
bekannter Weise die Wicklung eines Kreuzpunktrelais einerseits an die Belegungsader
der an die betroffene Koppelvielfach-Ausgangsspalte angeschlossenen Zwischenleitung
und andererseits über einen kreuzpunktindividuellen Gleichrichter an eine allen
der betroffenen Koppelvielfach-Eingangszeile gleichrangigen Eingangszeilen der Koppelstufe
gemeinsam zugeordnete Markierader geschaltet ist, daß jeder Markierader ein Markierrelais
zugeordnet ist und daß eine Markierader nach Erregung des zugeordneten Markierrelais
und eines Koppelvielfach-Markierrelais an die Belegungsader der an die entsprechende
Eingangszeile des ausgewählten Koppelvielfachs angeschlossenen Zwischenleitung schaltbar
ist.
Da erfindungsgemäß nur so viele zusätzliche Relais pro Koppelstufe
benötigt werden, wie ein Koppelvielfach Eingänge aufweist, ist der Aufwand gegenüber
der Verwendung je eines Relais pro Zwischenleitung wesentlich herabgestzt.
-
Eine weitere Ausgesaltung der Erfindung sieht vor, daß ein angesprochenes
Koppelvielfach-Markierrelais einerseits ein Potential an je eine Einstellader aller
an die Ausgangsspalten des zugeordneten Koppelvielfachs angeschlossenen Zwischenleitungen
legt und andererseits die Einstelladern der an die Eingangszeilen des zugeordneten
Koppelvielfachs angeschlossenen Zwischenleitungen jeweils an die dem entsprechenden
Eingangszeilenrang zugeordneten Markierrelais schaltet.
-
Hierdurch kann der Aufwand im Markierer herabgesetzt werden, da die
Markierinformationen automatisch aus den benachbarten Koppelstufen gewonnen werden.
Eine diesbezügliche Informationsübertragung in den Steuerkreisen erübrigt sich.
-
Sind aber in einer Anlage Vorkehrungen für eine solche Informationsübertragung
vorhanden, kann erfindungsgemäß die Ansteuerung der Markierrelais von dem der Koppelanordnung
zugeordneten Markierer aus selektiv erfolgen.
-
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Markierrelais
einer Stufe jeweils so in einer Sperrkette angeordnet sind, daß gleichzeitig nur
eines dieser Markierrelais ansprechen kann.
-
Damit ist die Erfindung auch ohne großen Mehraufwand für nicht regelmäßige
Koppelanordnungen anwendbar.
-
Ist jeweils ein Koppelvielfach einer Stufe. über Zwischenleitungen
mit untereinander gleichrangigen Eingangszeilen der Koppelvielfache der nachfolgenden
Koppelstufe verbunden, so können gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung die
über einen Kontakt eines erregten Koppelvielfach-Markierrelais an Potential gelegten
Einstelladern der Zwischenleitungen über Entkopplungsgleichrichter an die Markierrelais
der nachfolgenden Koppelstufe geführt sein.
-
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
-
In der Zeichnung ist ein Ausschnitt einer Koppelanordnung dargestellt.
Gezeigt sind je zwei Koppelvielfache dreier Koppelstufen, und zwar: Koppelvielfache
K VA l und K VA 2 der Stufe A, Koppelvielfache KVB 1 und KVB 2 der
Stufe B und Koppelvielfache KVC1 und KVC2 der Stufe C. Jedem Koppelvielfach
ist ein Koppelvielfach-Markierrelais HA 1 bis HC 2 zugeordnet, das
dann. betätigt wird, wenn das zugeordnete Koppelvielfach im Verlauf der Wegesuche
ausgewählt wurde. Angenommen, dies seien die Koppelvielfache KVC1, KVB2 und
K VA 1, dann sind die Relais HC 1, HB 2 und HA 1
erregt. Über
Kontakt ha15 sind die Einstelladern (näher bezeichnet ist nur eb 2) aller
vom Koppelvielfach K VA 1 in Richtung zur Koppelstufe B ausgehenden Zwischenleitungen
an Erde gelegt. In der Stufe B legen Kontakte hb 23 und hb
24 des Relais HB 2 die Einstelladern. aller von der Stufe
A zum ausgewählten Koppelvielfach KVB2 führenden Zwischenleitungen an Markierrelais
BB 1, BB.2. Das Relais BB 1 ist allen ersten Eingangszeilen der Koppelvielfache
der Stufe B, das Relais BB 2 - allen zweiten Eingangszeilen der Koppelvielfache
der Stufe B gemeinsam zugeordnet. Ein Koppelvielfach kann natürlich auch mehr als
zwei Eingänge aufweisen, und dementsprechend sind dann mehr Markierrelais pro Koppelstufe
vorzusehen.
-
Da die die Einstellader eb 2 umfassende Zwischenleitung an die erste
Eingangszeile des Koppelvielfachs KVB 2 angeschlossen ist, wird diese Ader
eb 2
über Kontakt hb 23 an das Markierrelais BB 1 gelegt, und
dieses spricht an: Potential U, Relais BB 1, Kontakt hb
23, Einstellader eb 2, Kontakt ha 15, Erde.
-
Auf analoge Weise spricht über die durch Kontakt hb 25 an Erde
gelegte Einstellader ecn und Kontakt hc 14 das Markierrelais CB 2 an. Die
Kontakte cb 2
und bb 1 schließen, und damit besteht folgender Erregungsstromkreis
für das Relais II im Koppelvielfach KVC 1, das Relais I im Koppelvielfach
KVB 2
und das Relais HI im Koppelvielfach K VA 1 unter der Vorausetzung,
daß über einen Kontakt k das Potential +U an die Belegungsader
cd 1 und über den Endmarkierer EM (Kontakt 1) Erde an die Markierader
mal gelegt ist: -I- U, Kontakt k, Belegungsader cd 1, Wicklung des
Relais II in K VC 1, Gleichrichter G12, Markieradermc2, Kontakt cb2
des Relais CB 2, Kontakt hc 12 des Relais HC 1, Belegungsader cen,
Wicklung und Gleichrichter des Relais I in KVB 2, Markierader mb 1,
Kontakt bb 1 des Relais BB 1, Kontakt hb 21 des Relais
HB 2, Belegungsader cb 2, Wicklung und Gleichrichter des Relais III
in K VA 1, Markierader ma 1, Kontakt 1 im Endmarhierer EM, Erde.
-
Das heißt, es besteht eine Serienschaltung aller zu erregenden Koppelrelais,
die damit gleichzeitig ansprechen, und die Durchschaltung des Verbindungsweges geht
optimal schnell vor sich.
-
In der gezeigten Koppelanordnung geschieht die Markierung in der Stufe
über einen Endmarkierer EM; es kann an dessen Stelle natürlich auch eine Anordnung
mit Markierrelais, wie in Stufen B und C gezeigt, treten. Außerdem sind die Zwischenleitungen
so angeordnet, daß eine regelmäßige Koppelanordnung entsteht. Wären z. B. zwischen
den Koppelvielfachen KVB 2 und K VC 1 mehrere Zwischenleitungen
vorhanden, so müßten die Markierrelais CB in einer Sperrkette betrieben werden;
damit wäre sichergestellt, daß nur eines der Markierrelais der Stufe C anspricht,
d. h., die Sperrkette würde die Auswahl einer Zwischenleitung treffen.
-
Die Koppelanordnung kann auch mehr als die gezeigten drei Stufen umfassen.
-
Nach erfolgter Durchschaltung wird das Koppelpotential abgeschaltet
und der Verbindungsweg wie folgt gehalten: Erde, Kontakt c, Ader cd 1, Wicklung
und Arbeitskontakt 2 des Relais I1 in K VC 1, Ader ccn, Wicklung und Kontakt 1 des
Relais I in KVB 2,
Ader cb 2, Wicklung und Kontakt 3 des Relais III
in. K VA 1, Ader ca 1. . . -U2.
-
Wenn die Bedingung gilt; daß ein Koppelvielfach in der nachfolgenden
Stufe stets nuf die gleichrangigen Eingangszeilen der einzelnen Koppelvielfache
erreichen kann, so können an Stelle der Kontakte der Koppelvielfach-Markierrelais,
die die Einstelladern an die Markierrelais schalten, Dioden treten.
-
Auf die Einstelladern kann verzichtet werden, wenn eine Information
bezüglich des in der vorgeordneten Stufe ausgewählten Koppelvielfachs auf andere
Weise zur nachgeordneten Koppelstufe gelangt. Ist z. B. eine entsprechende Informationsübermittlung
in
der Steuerung (Markierer) vorgesehen, kann das zu betätigende Markierrelais
(z. B. BB 1)
vom Markierer aus selektiv angesteuert werden. Dies kann
z. B. bei Verwendung einer hochzentralisierten Steuerung von Vorteil sein.