DE1268934B - Einrichtung an Mehrspindeldrehmaschinen zum Begrenzen des UEberlaufes und zur Daempfung des entstehenden Stosses beim Schalten der Spindeltrommel - Google Patents
Einrichtung an Mehrspindeldrehmaschinen zum Begrenzen des UEberlaufes und zur Daempfung des entstehenden Stosses beim Schalten der SpindeltrommelInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4fflWW>
PATENTAMT Int. Cl.:
B 23b
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 49 a-5/01
P 12 68 934.8-14
5. Juli 1962
22. Mai 1968
5. Juli 1962
22. Mai 1968
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung an Mehrspindeldrehbänken zur Begrenzung des
Überlaufes und zur Dämpung des entstehenden Stoßes bei der Drehung der Spindeltrommel in ihre
jeweiligen Arbeitsstellungen.
Das Drehen der Spindeltrommeln von mehrspindligen Drehbänken wird im allgemeinen durch Malteserkreuzmechanismen
bzw. Nockenmechanismen mit einem verzahnten Rückholsegment durchgeführt. In beiden Fällen wird die kinetische Energie der in
Drehung befindlichen Spindeltrommel am Ende ihrer Bewegung in den erwähnten Mechanismen gedämpft.
Dadurch können starke und harte Schläge im Inneren der Maschine entstehen.
Wenn während des Schaltweges der Spindeltrommel ein Drehzahlwechsel von irgendwelchen Arbeitsspindeln
vorgenommen wird, entstehen in den Schaltmechanismen Zusatzmomente, welche infolge
des Spieles in den Zahnradgetrieben sowie in den anderen, zwischen diesen Bewegungsorganen und der ao
gedrehten Trommel eingeschalteten Teilen ebenfalls starke und harte Schläge zur Folge haben.
Diese Nachteile nehmen an Bedeutung zu, wenn die Maschine in der sogenannten Doppelschaltung arbeitet.
Diese Zusatzmomente lassen sich nicht gut durch eine Modifikation des Malteserkreuzmechanismus
bzw. der Schaltkurvenscheibe abfangen, da beim Wechsel der Spindelwinkelgeschwindigkeit in einigen
Fällen beliebig unterschiedliche Winkelgeschwindigkeiten, der mit den Winkelgeschwindigkeiten der übrigen
Spindeln in verschiedenen, nach Bedarf eingeschalteten Übersetzungsverhältnissen stehen, eingeschaltet
werden können.
Die harten Schläge tragen auch zu einer Verringerung der Lebensdauer der Maschinenteile, insbesondere
der Zahnradgetriebe bei.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die Mängel der bekannten Mehrspindeldrehbänke und schafft mit
einfachsten Mitteln eine Möglichkeit, den Überlauf der Spindeltrommel zu begrenzen, die kinetische
Energie der gedrehten Spindeltrommel außerhalb der kinetischen Kette der die Trommel antreibenden Mechanismen
zu dämpfen und somit auch das dabei entstehende Geräusch zu verringern.
Die Erfindung besteht darin, daß an einem neben der Spindeltrommel um einen Zapfen des Maschinengestells
verschwenkbar gelagerten Körper, der in seine Arbeitsstellung durch einen Kolben überführbar
und durch eine Feder zurückführbar ist, ein als Riegel dienender winkliger Schwingdaumen angeordnet ist,
dessen längerer Arm abgefedert ist und dessen kürzerer Arm in der Arbeitsstellung des Körpers in BeEinrichtung
an Mehrspindeldrehmaschinen zum
Begrenzen des Überlaufes und zur Dämpfung des entstehenden Stoßes beim Schalten der
Spindeitrommel
Begrenzen des Überlaufes und zur Dämpfung des entstehenden Stoßes beim Schalten der
Spindeitrommel
Anmelder:
Zävody presneho strojirenstvi Gottwaldov,
närodni podnik,
Gottwaldov (Tschechoslowakei)
Vertreter:
Dipl.-Phys. Dr. W. Junius, Patentanwalt,
3000 Hannover, Abbestr. 20
Als Erfinder benannt:
Karel Cihal,
Hynek Rüzicka,
Frantisek Ventrca,
Gottwaldov (Tschechoslowakei)
Karel Cihal,
Hynek Rüzicka,
Frantisek Ventrca,
Gottwaldov (Tschechoslowakei)
Beanspruchte Priorität:
Tschechoslowakei vom 10. Juli 1961 (4256)
rührung mit der in der Drehrichtung vorn gelegenen Stirnseite jeweils eines von mehreren Anschlägen der
Spindeltrommel steht, wobei ein fester Anschlag eine Stütze des Körpers in seiner Arbeitsstellung bildet,
und daß die Rückseite desjenigen Anschlages, mit dessen Stirnseite der Schwingdaumen in Berührung
steht, durch einen in der Drehrichtung der Spindeltrommel auf einem ortsfesten Zapfen federnd verschwenkbaren
Riegel abgestützt ist.
Die Erfindung wird im weiteren an Hand der Zeichnungen beschrieben und ihre Wirkungsweise erläutert.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführung der erfindungsmäßigen Einrichtung mit mehreren
Möglichkeiten der Stoßdämpfung beim Einstellen der Drehbewegung der Spindeltrommel dar.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch die Spindeltrommel und die Einrichtung zur Begrenzung des Überlaufes
sowie zur Stoßdämpfung beim Drehen dieser Spindeltrommel,
809 550/243
ausgesetzt. Der Kanal 20 ist in der Ruhestellung teilweise durch die abgeschrägte Kante des Kolbens 11
verdeckt, so daß beim Anstoß eines Anschlages 12 der Trommel 1 gegen den Daumen 9 der Kanal 20
durch die Bewegung des Kolbens völlig verdeckt und auf die Flüssigkeit hinter dem Kolben durch denselben
ein Druck ausgeübt wird, was eine Dämpfung des Stoßes zur Folge hat.
"TTabei wird das den Raum hinter dem Kolben verschließende
Ventil 22 zurückgedrückt, d. h. geöffnet. Es läßt die dem Druck des Kolbens 11 ausgesetzte
Flüssigkeit durch die Kanäle 21 und 19 zurück in den Schlauch 18 hindurch, sowie der Flüssigkeitsdruck
die durch die Schraube 25 eingestellte Grenze überschreitet. Die Abfederung des längeren Armes
dämpft auch das Geräusch, welches eine Begleiterscheinung der mechanischen Stöße darstellt.
Der Körper 6 stützt sich in seiner wirksamen Stellung mit einer in einem Vorsprung angeordneten
Fig. 2 eine Einzelheit derselben Einrichtung mit einem anderen Dämpforgan und
Fig. 3 eine Einzelheit der Einrichtung mit einer
Flüssigkeitsdämpfung.
Die Spindeltrommel 1, in deren verschiedenen achsparallelen Bohrungen 2 die in der Zeichnung
nicht dargestellten Spindeln gelagert sind, wird für die Ausführung der geforderten Arbeitsgäge in der
Richtung des Pfeiles 3 von einer Arbeitslage in die andere gedreht. Diese Drehbewegung wird durch
Schaltmechanismen hervorgerufen, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind und die nach Beendigung
eines Arbeitsganges der Spindeltrommel eine Drehbewegung in die nächste Arbeitslage erteilen. Wenn in
jeder der Arbeitsstellungen der Spindeltrommel verschiedene Arbeitsgänge auf dem zu bearbeitenden
Werkstück verlaufen, dreht sich die Spindeltrommel jeweils um einen durch die Leitstrahlen der Achsen
zweier benachbarter Spindeln gebildeten Winkel.
Falls dieselben Arbeitsgänge auf zwei Spindeln gleich- ao Stellschraube 27 gegen die Auflagefläche" eines mit
zeitig ausgeführt werden, dreht sich die Trommel um der Maschine fest verbundenen Anschlages 28.
den doppelten Winkel im Vergleich mit dem voran- Die genaue Einstellung der Lage der Spindelgehenden
Fall. trommel 1 in ihre Arbeitsstellung wird in an sich
Die Masse der Trommel, der Spindel und zudem bekannter Weise dadurch erzielt, daß die Tromauch
die Masse der durch den Hohlraum der Spin- 35 mel diese Lage ein wenig überläuft und durch eine
dein in ihre Klemmbacken hindurchtretenden Werk- in der Zeichnung nicht dargestellte besondere Einstoffstangen
bringt große Trägheitskräfte mit sich, die richtung gegen einen Riegel 30 zurückgeführt wird,
bei der Einstellung der Schaltbewegung der Trom- der durch einen abgefederten Stift 31 gegen die in der
mein zu starken Schlägen führen. Diese werden durch Drehrichtung rückwärtige Stirnseite des Anschlages
die erfindungsmäßige Einrichtung dadurch gedämpft, 30 12 gedrückt wird.
daß vor Beendigung dieser Bewegung gegen den Um- Dadurch, daß der Riegel 30 um einen Zapfen 32
fang der Trommel durch den Kolben 4 eines Arbeits- drehbar ist und stets unter dem Druck des von einer
Zylinders 5 ein Körper 6 ausgeschwenkt wird, der um Feder 33 beeinflußten Stiftes 31 steht, kann er bei der
einen Zapfen7 (Fig. 1) des Maschinengestells ver- Drehbewegung der Trommel 1 in der durch den
schwenkbar angeordnet ist. An diesem Körper be- 35 Pfeil 3 angedeuteten Richtung nach außen ausfindet
sich an der der Trommel zugekehrten Kante weichen, so daß er diese Schaltbewegung nicht behinauf
einem Zapfen 8 ein winkliger Schwingdaumen 9.
Dessen mit einer Stellschraube versehener längerer
Arm stützt sich gegen einen Kolben, während der
andere Arm beim Ausschwingen des Körpers 6 in 40
seine Arbeitsstellung die Spindeltrommel 1 dadurch
auffängt, daß er sich gegen die Stirnwand eines mit
der Trommel 1 fest verbundenen Anschlags 12 stützt.
Die Trommel 1 trägt am Umfang so viele Anschläge
12, wie Bohrungen 2 vorhanden sind. Der Kolben 11 45
ist im Körper 6 abgefedert, und zwar entweder durch
ein geeignetes elastisches Organ, wie z. B. eine hohle
Gummiwalze 13, welche in dem Hohlraum von einem
Deckel 14 und einer Stellschraube 15 eingeschlossen
Dessen mit einer Stellschraube versehener längerer
Arm stützt sich gegen einen Kolben, während der
andere Arm beim Ausschwingen des Körpers 6 in 40
seine Arbeitsstellung die Spindeltrommel 1 dadurch
auffängt, daß er sich gegen die Stirnwand eines mit
der Trommel 1 fest verbundenen Anschlags 12 stützt.
Die Trommel 1 trägt am Umfang so viele Anschläge
12, wie Bohrungen 2 vorhanden sind. Der Kolben 11 45
ist im Körper 6 abgefedert, und zwar entweder durch
ein geeignetes elastisches Organ, wie z. B. eine hohle
Gummiwalze 13, welche in dem Hohlraum von einem
Deckel 14 und einer Stellschraube 15 eingeschlossen
ist (F i g. 1), oder durch einen Stapel von Tellerfedern 50 ihre weitere Arbeitsstellung nicht behindert,
oder Schraubenfedern 16, deren Druck auf den Kolben mittels der Hohlschraube 17 (Fig. 2 eingestellt
werden kann oder durch eine Druckflüssigkeit
(Fig. 3).
werden kann oder durch eine Druckflüssigkeit
(Fig. 3).
Die Verwendung von Teller- oder Schraubenfedern (Fig. 2) erfordert, daß der Kolben 12 mit
einem Zapfen 29 versehen ist, auf welchem diese Federn aufgesetzt sind. In der Ausführungsform gemäß
Fig. 3 wird die Druckflüssigkeit durch einen Schlauch 18 in einen Kanal 19 im Körper 6 und von
hier durch einen Querkanal 20 in den Raum hinter dem Kolben und durch einen Querkanal 21 in eine
Vorkammer dieses Raumes hinter das durch eine Kugel 22, Sitz 23 und eine gegen einen Pfropfen gestützte
Feder 24 gebildete Ventil eines Verbindungskanals zwischen Vorkammer und Raum hinter dem
Kolben zugeführt. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Kolben auch dem Druck einer Rückholfeder 26
dert. Dagegen bestimmt er in entgegengesetzter Richtung die genaue Arbeitsstellung der Spindeltrommel
1.
Der abgefederte längere Arm des Daumens 9 hilft die Spindeltrommel 1 gegen den Riegel 30 in
ihre genaue Stellung zurückzudrücken, wodurch die eine Federwirkung ausübenden Dämpfungsorgane 13,
16 oder der Flüssigkeitsdruck ihre Wirkung verringern. Sobald sich die Spindeltrommel 1 in ihrer richtigen
Stellung befindet, wird die Druckmittelzufuhr 34 in den Zylinder 5 abgestellt, und eine Feder 35
zieht den Körper 6 in seine Ausgangsstellung zurück, so daß der Daumen 9 die Drehung der Trommel in
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung an Mehrspindeldrehmaschinen zum Begrenzen des Überlaufes und zur Dämpfung des entstehenden Stoßes beim Schalten der Spindeltrommel, dadurch gekennzeichnet, daß an einem neben der Spindeltrommel (1) um einen Zapfen (7) des Maschinengestells verschwenkbar gelagerten Körper (6), der in seine Arbeitsstellung durch einen Kolben (4) überführbar und durch eine Feder (35) zurückführbar ist, ein als Riegel dienender winkliger Schwingdaumen (9) angeordnet ist, dessen längerer Arm abgefedert ist und dessen kürzerer Arm in der Arbeitsstellung des Körpers (6) in Berührung mit der in der Drehrichtung vorn gelegenen Stirnseite jeweils eines von mehreren Anschlägen (12) derSpindeltrommel (1) steht, wobei ein fester Anschlag (28) eine Stütze des Körpers (6) in seiner Arbeitsstellung bildet, und daß die Rückseite desjenigen Anschlages (12), mit dessen Stirnseite der Schwingdaumen (9) in Berührung steht, durch einen in der Drehrichtung der Spindeltrommel (1) auf einem ortsfesten Zapfen (32) federnd verschwenkbaren Riegel (30) abgestützt ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Finkeinburg, »Mehrspindel-Automaten«, Verlag Springer, 1960, S. 116, Bild 145.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 550/243 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS425661 | 1961-07-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1268934B true DE1268934B (de) | 1968-05-22 |
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ID=5384862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19621268934 Pending DE1268934B (de) | 1961-07-10 | 1962-07-05 | Einrichtung an Mehrspindeldrehmaschinen zum Begrenzen des UEberlaufes und zur Daempfung des entstehenden Stosses beim Schalten der Spindeltrommel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1268934B (de) |
| GB (1) | GB945289A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2316481A1 (fr) * | 1975-07-02 | 1977-01-28 | Possis Corp | Mecanisme d'indexation en rotation |
| EP0038939A1 (de) * | 1980-04-30 | 1981-11-04 | Contraves Ag | Vorrichtung zum Verriegeln eines entlang einer geraden Linie oder um eine Drehachse beweglichen Bauteils |
| FR2517580A1 (fr) * | 1981-12-03 | 1983-06-10 | Werkzeugmasch Heckert Veb | Dispositif pour fixer en position des porte-pieces sur des machines-outils |
| EP0523541A1 (de) * | 1991-07-17 | 1993-01-20 | FEHLINGS AUTOMATION GmbH | Manuell betriebener Rundschalttisch |
| EP0555576A1 (de) * | 1992-02-11 | 1993-08-18 | Excellon Automation | Vorrichtung und Verfahren zum Werkzeugwechseln mit Speicherplatten auf einem Drehspeicher |
-
1962
- 1962-07-05 DE DE19621268934 patent/DE1268934B/de active Pending
- 1962-07-10 GB GB2646362A patent/GB945289A/en not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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| US4401193A (en) | 1980-04-30 | 1983-08-30 | Contraves Ag | Apparatus for locking a drive shaft for the elevation or azimuth sighting movements of the sighting device of an observation periscope |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB945289A (en) | 1963-12-23 |
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