DE1268919B - Festpunkt fuer unmittelbar im Erdreich verlegte waermefuehrende Rohrleitungen, insbesondere fuer Fernheizleitungen, mit einem Mantelrohr aus Asbestzement - Google Patents
Festpunkt fuer unmittelbar im Erdreich verlegte waermefuehrende Rohrleitungen, insbesondere fuer Fernheizleitungen, mit einem Mantelrohr aus AsbestzementInfo
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Description
- Festpunkt für unmittelbar im Erdreich verlegte wärmeführende Rohrleitungen, insbesondere für Fernheizleitungen, mit einem Mantelrohr aus Asbestzement Die Erfindung betrifft einen Festpunkt für unmittelbar im Erdreich verlegte wärmeführende Rohrleitungen, insbesondere für Fernheizleitungen, mit einem das erhitzte Medium führenden Innenrohr und einem Mantelrohr aus Asbestzement, dessen Abschnitte durch überschiebkupplungen aus Asbestzement dichtend verbunden sind.
- Bisher hat man bei der Herstellung derartiger Festpunkte an Ort und Stelle einen Betonblock gegossen und das festzulegende Innenrohr durch Klemmschellen an diesen Betonblock verankert. Durch die Herstellungs- und Abbindezeit des an Ort aufzuführenden Betonblocks ist die Herstellung derartiger Festpunkte zeitraubend und kostspielig. Auch kann bei Setzungen des Erdreichs das Gewicht des Betonblocks zu einer ernstlichen Gefahr für die Leitung werden. Ferner besteht ein sehr wesentlicher Nachteil darin, daß die hohe Innenrohrtemperatur, die bei Heißwasserleitungen z. B. bis zu 160° C und bei Dampfleitungen noch wesentlich mehr betragen kann, sich durch die verankernden Metallteile praktisch ungehindert in dem Betonblock ausbreiten kann.
- Zur Behebung des letztgenannten Nachteiles ist es bei erdverlegten Mantelrohrleitungen bekannt, den Axialschub des Innenrohrs auf einen Betonverankerungsblock mittels einer Stützplatte zu übertragen, die im Betonblock verankert ist und am Innenrohr mittels einer wärmeisolierenden Schraubverbindung befestigt ist. Da hierbei jedoch nur bei verhältnismäßig dünnen Isolierschichten eine hinreichend starre Schraubverbindung erzielt werden kann und außerdem die Stützplatte selbst bis in unmittelbare Nähe des heißen Innenrohrs geführt ist, wird auch hier eine erhebliche Wärmeeinleitung in den Betonblock erfolgen. Der Nachteil der Herstellung des Festpunktes als Ortbetonbauwerk ist auch hier gegeben. Schließlich ist wegen des die Leitung umgebenden Betonblockes die Festpunktstelle nicht für Reparaturen zugänglich. Bei einer anderen bekannten Ausführungsform ist eine am Innenrohr angeschweißte Stützplatte unter Zwischenlage von Isoliermaterial beiderseits zwischen zwei nicht an das Innenrohr heranreichende, im Betonblock verankerte Stützplatten eingespannt. Hierdurch wird die direkte Wärmeableitung in den Betonblock vermieden, wobei jedoch auch hier der Nachteil eines Ortbetonbauwerks in Kauf genommen werden muß und außerdem die zwischengelegte Isolierschicht die gesamte Axialkraft aufzunehmen hat, wozu übliche Isolierstoffe häufig nicht in der Lage sind.
- Bei nicht erdverlegten Mantelrohrleitungen, bei denen das Außenrohr in der Regel ein durchgehendes Stahlrohr und daher in der Lage ist. Axialkräfte aufzunehmen und bis zum nächsten Befestigungspunkt des Außenrohrs weiterzuleiten, ist es bekannt, das Innenrohr durch eine auf dieses aufgeschweißte oder aufgeschraubte und zwischen zwei Stirnflächen des Außenrohrs eingespannte Stützplatte gegenüber dem Außenrohr festzulegen. Dabei kann die Stützplatte direkt am Außenrohr anliegen oder mit diesem verschweißt sein. Es ist aber auch bekannt, durch Zwischenlegen von Isoliermaterial für die Wärmeisolierung zu sorgen, wobei aber auch hier hinsichtlich der Dicke des Isoliermaterials ein Kompromiß zwischen Starrheit des Festpunktes und einwandfreier Isolierung gefunden werden muß. Jedenfalls aber begnügen sich die bekannten Ausführungsformen von Festpunkten an Mantelrohrleitungen damit, den Axialschub des Innenrohrs in das Außenrohr einzuleiten, ohne jedoch Lösungen dafür anzubieten, wie die Axialkraft vom Außenrohr auf ortsfeste Verankerungen übertragen wird. Dies mag zulässig sein bei Mantelrohrleitungen, bei denen ohnehin für das Außenrohr Befestigungsmittel vorhanden sein müssen und das Außenrohr durchgehend ist. Derartige Lösungen sind aber nicht möglich bei erdverlegten Mantelrohrleitungen mit durch überschiebkupplungen verbundenen Mantelrohrabschnitten aus Asbestzement.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Festpunkt für erdverlegte Mantelrohrleitungen zu schaffen, bei dem bei möglichst vollkommener Wärmeisolierung die Nachteile schwerer und platzraubender Betonverankerungen vermieden werden.
- Ausgehend von einem Festpunkt der eingangs definierten Art, wird zur Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß zwischen den Enden zweier benachbarter Mantelrohrabschnitte ein in an sich bekannter Weise die axiale Stützkraft auf das Mantelrohr übertragender, am Innenrohr befestigter Stützflansch vorgesehen ist, der von einer die Enden der Mantelrohrabschnitte zugfest verbindenden überschiebkupplung wärmeisolierend überbrückt ist, und daß zur Weiterleitung der Stützkraft weitere überschiebkupplungen beiderseits der Abstützstelle zug-bzw. schubfest---ausgebildet sind. Hierbei wird die Stützkraft am Festpunkt im wesentlichen durch den Reibungswiderstand der Mantelrohre und ihrer Kupplungen sowie durch die Verzahnung der überschiebkupplungen in das Erdreich übertragen.
- Bei einer vorteilhaften Ausbildungsform der Erfindung sind zwei in einem Abstand angeordnete, gegen je eine Mantelrohrstirnfläche wirkende Stützflansche vorgesehen. Dies ist vorteilhaft, wenn am Festpunkt z. B. eine Abzweigung angeschlossen werden soll.
- Für die zugfeste Ausbildung der überschiebkupplungen sind zahlreiche -Möglichkeiten bekannt, z. B. mit in Nuten des Mantelrohrs eingreifenden Sicherungselementen. Diese Kupplungen weisen in der Regel auch eine begrenzte Gelenkigkeit auf. Falls dies unerwünscht und eine starre Kupplung bevorzugt ist oder falls die Zugfestigkeit derartiger Kupplungen nicht ausreicht, kann an der Kupplungsstelle auch ein die an den Stützflansch bzw. die Stützflansche angrenzenden Mantelrohre zugfest verbindender Betonblock vorgesehen sein. Der Betonblock braucht dabei nicht so groß ausgeführt zu werden, daß er selbst die Stützkraft auf das Erdreich überträgt. Er dient vielmehr im wesentlichen zur zugfesten Verbindung der Rohrenden und muß nicht als Ortbetonblock ausgeführt sein. Die übertragung der Schubkraft auf das Erdreich soll auch bei dieser Anordnung hauptsächlich durch die Reibung der Mantelrohre und der überschiebkupplungen erfolgen.
- Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt: F i g. 1 zeigt einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Leitungsfestpunkt; F i g. 2 zeigt einen detaillierten Längsschnitt durch den Festpunkt; F i g. 3 zeigt eine andere Ausführungsform des Festpunktes.
- Bei der in F i g. 1 dargestellten Anordnung ist an das Innenrohr 1 der Leitung eine ringförmige Stahlplatte als Stützflansch 2 angeschweißt, durch welche die Axialkraft des sich ausdehnenden Innenrohres auf zwei aneinandergrenzende Mantelrohrstücke 3 und 4 aus Asbestzement übertragen wird. Die Stoßstelle mit dem Stützflansch ist durch eine überschiebkupplung 5 aus Asbestzement überbrückt, in welcher Aussparungen 6 für Dichtungsringe vorgesehen sind. Auf der rechten Seite von F i g.1 ist eine aus einer überschiebmuffe 7 und einem unverschiebbar eingelegten Zwischenstück 8 bestehende kraftschlüsselige Kupplung dargestellt, durch die die Axialkraft auf ein weiteres Mantelrohrstück 9 aus Asbestzement übertragen wird. Auf diese Weise ist auch die überschiebmuffe 7 unverschiebbar-festgelegt. Bei der Anordnung nach F i g. 2 ist ebenfalls eine an das Stahlrohr 11 angeschweißte Stahlplatte als Stützflansch 12 zwischen zwei Mantelrohrstücken 13 und 14 vorgesehen. Die Stoßstelle wird von einer überschiebkupplung 15 mit Dichtungen 16 überbrückt. Die Kupplung ist jedoch in diesem Fall durch eingelegte Ringe 17,18 mit den Enden der Mantelrohre 13 und 14 zugfest verbunden. Zur gegenseitigen Abdichtung der durch den Stützflansch 12 getrennten Teile des Innenraumes der Mantelrohre sind zwischen dem Stützflansch und den Stirnflächen der Mantelrohre 13 und 14 Flachdichtungen 24, 25 angeordnet. Im Betrieb wird immer eine dieser Dichtungen durch die Axialkraft des Stahlrohres zusammengepreßt und bewirkt dadurch die Abdichtung.
- Bei der Ausführungsform nach F i g. 3 sind mittels kurzer Rohrstücke 61, 62 und Schrägstützen 63, 64 zwei Stützflansche 65, 66 an das Innenrohr angeschweißt, die gegen die Stirnfläche je eines Mantelrohrstückes wirken. Die beiden Stützflansche sind durch ein dazwischengeschweißtes Rohrstück 56 druckfest miteinander verbunden. Statt einer die gesamte Stoßstelle überbrückenden überschiebmuffe sind zwei normale überschiebkupplungen 67, 68 vorgesehen, die die Mantelrohrenden über je eine der Stahlplatten 65, 66 hinweg mit einem dazwischen angeordneten, das Rohrstück 66 umgebenden Mantelrohrring 69 verbinden. Dieser Ring ist zwischen den Kupplungen als Schulterring ausgebildet und verbindet die Kupplungen druckfest. Die ganze Anordnung ist in einen Betonblock 70 eingebettet, durch welchen die Anordnung zugfest wird.
- Die Abstützung der Platten 65, 66 durch Schrägstützen ist insbesondere bei großen Nennweiten vorteilhaft. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist, daß sie eine vollkommene Abschottung eines zwischen dem rechts und links des Festpunktes liegenden Rohrstrang bewirkt, so daß bei einem Wassereinbruch immer nur ein Teilstrang durchnäßt werden kann. Der Innenrohrabschnitt zwischen den Stützflanschen 65, 66 eignet sich besonders für die Anbringung einer Abzweigung, wobei entsprechende Öffnungen im Distanzstück 56 vorzusehen sind.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Festpunkt für unmittelbar im Erdreich verlegte wärmeführende Rohrleitungen, insbesondere für Fernheizleitungen, mit einem das erhitzte Medium führenden Innenrohr -und einem Mantelrohr aus Asbestzement, dessen Abschnitte durch überschiebkupplungen aus Asbestzement dichtend verbunden sind, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß zwischen den Enden zweier benachbarter Mantelrohrabschnitte (3, 4) ein in an sich bekannter Weise die axiale Stützkraft auf das Mantelrohr übertragender, am Innenrohr befestigter Stützflansch (2) vorgesehen ist, der von einer die Enden der Mantelrohrabschniite zugfest verbindenden überschiebkupplung (5) wärmeisolierend überbrückt ist, und daß zur Weiterleitung der Stützkraft weitere überschiebkupplungen (z. B. 7, 8) beiderseits der Abstützstelle zug- bzw. schubfest ausgebildet sind.
- 2. Festpunkt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in einem Abstand angeordnete, gegen je eine Mantelrohrstirnfläche wirkende Stützflansche (65, 66) vorgesehen sind.
- 3. Festpunkt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein die an den Stützflansch (2) bzw. die Stützflansche (65, 66) angrenzenden Mantelrohrabschnitte zugfest verbindender Betonblock (70) vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 611567, 2 658 527, 2 698 835, 3168114; französische Patentschrift Nr.1412 589.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2348657A1 (de) * | 1972-09-29 | 1974-05-30 | Preload Technology | Rohrleitungssystem fuer tiefsttemperatur-fluessigkeiten |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2698835A (en) * | 1950-06-29 | 1955-01-04 | Socony Vacuum Oil Co Inc | Wax phenol-phosphorus pentoxide reaction products and petroleum oil fractions containing the same |
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-
1966
- 1966-02-10 DE DE19661268919 patent/DE1268919B/de active Pending
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