DE1268996B - Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder aehnlichen Behaeltern - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder aehnlichen BehaelternInfo
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Description
- Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder ähnlichen Behältern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder ähnlichen Behältern mittels eines in diese eingeblasenen Druckgases, z. B. Druckluft, bestehend aus einem durch die Behälteröffnung in die Behälter einzuführenden Rohr, einem Schlauch od. dgl., das bzw. der zweckmäßig in einem gewissen Abstand von der gegenüberliegenden Behälterwandung endet.
- Es ist bereits bekannt, Flaschen durch Einführen eines Druckgases, z. B. von Druckluft, zu säubern. Die in der Flasche befindlichen Staub- und sonstigen Fremdteile sollen dabei herausgeblasen werden. Es ist weiterhin bekannt, durch Einblasen heißer Gase, z. B. heißer Luft, in den Behälter diesen zu sterilisieren.
- Die bisher bekannten Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, daß - offenbar verursacht durch die Turbulenz der Strömung in der Flasche - die Fremdkörper oft nicht aus derselben herausgetragen werden, sondern sich vielmehr auf einer kreisähnlichen Bahn innerhalb der Flasche od. dgl. bewegen, ohne durch die Einfüllöffnung hindurch nach außen zu gelangen, wodurch der gewünschte Reinigungseffekt im Ergebnis gar nicht eintritt. Beim Sterilisieren mit diesen bekannten Vorrichtungen erfolgt zwar eine Sterilisierung des Flascheninneren durch die heißen Gase, ohne daß jedoch sterilisierte Fremdkörper aus der Flasche ausgetragen würden.
- Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden, ohne jedoch dafür die mit diesen bekannten Vorschläge verbundenen Vorteile, z. B. die einfache Handhabung, aufzugeben.
- Die Erfindung schlägt vor, daß die Begrenzungskante der Ausblasöffnung des in den Behälter hineinragenden Rohres, Schlauches od. dgl. einen spitzen Winkel mit der Flaschenlängsachse bildet. Diese Ausbildung der Ausblasöffnung hat zur Folge, daß die Strömung im Behälter wesentlich stärker auf den vom Zuführungsrohr frei gelassenen Querschnitt der Behälteröffnung gerichtet ist und somit die im Behälterinneren vorhandenen Fremdkörper mühelos durch die Strömung ausgetragen werden.
- Es ist zwar an einer Flaschenreinigungsmaschine, bei der für den Reinigungsvorgang Flüssigkeit verwendet wird, bekannt, die Austrittsöffnung des in den Behälter hineinragenden Rohres abzuschrägen, so daß auch hier die Begrenzungskante der Austrittsöffnung einen spitzen Winkel mit der Flaschenlängsachse bildet. Dieser Ausbildung kommt jedoch bei der bekannten Reinigungsmaschine keine funktionelle Bedeutung für den Reinigungsvorgang zu, da die Richtung der aus dem Rohr austretenden Flüssigkeit durch die Abschrägung des freien Endes dieses Rohres nicht beeinfiußt wird. Hingegen bewirkt die Abschrägung bei Einführen eines Gases in die Flasche, daß das Gas exzentrisch aus dem Begasungsrohr austritt, wodurch wesentlich günstigere Strömungsverhältnisse in der Flasche erzielt werden, die die vorerwähnten Vorteile bewirken.
- Zweckmäßig endet das Zuführungsrohr od. dgl. etwa in Höhe der Schulter des zu reinigenden Behälters. Vorteilhaft ist das Zuführungsrohr, auf den Querschnitt des Behälters bezogen, exzentrisch in diesen einführbar, wobei zweckmäßig die Abschrägung des Rohres an der der Behälterquerschnittsmitte abgekehrten Seite angebracht ist. Dadurch wird die durch die Erfindung angestrebte vorteilhafte Wirkung bezüglich der Strömung innerhalb der Flasche noch wesentlich verstärkt.
- Um eine gewisse Anpassung an die jeweiligen Verhältnisse, insbesondere an wechselnde Flaschengrößen zu ermöglichen, können Zuführungsrohr oder -schlauch in Längsrichtung des zu reinigenden Behälters verschiebbar sein. Gegebenenfalls ist es auch vorteilhaft, eine Verschiebbarkeit des Zuführungsrohres im rechten Winkel zur Längsrichtung der Behälter vorzusehen.
- Die vorbeschriebene Vorrichtung reicht im allgemeinen aus, wenn die zu reinigenden Behälter auf dem Kopf stehen, wobei die Einfüllöffnung nach unten weist. Falls die Behälter jedoch in ihrer normalen Lage, also aufrecht stehend, wobei die Einfüllöffnung oben ist, gereinigt werden sollen, kann es vorteilhaft sein, zusätzlich noch den für die Zuführung des Druckgases nicht in Anspruch genommenen Querschnitt der Behälteröffnung an eine Unterdruckleitung anzuschließen. Dabei kann so verfahren werden, daß Druckgas und/oder Unterdruck kontinuierlich auf den zu reinigenden Behälter einwirken. Es besteht aber auch gegebenenfalls die Möglichkeit, Druckgas und Unterdruck diskontinuierlich, also etwa stoßweise auf den Behälter einwirken zu lassen. Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, die Anwendung von Druckgas und Unterdruck zeitlich gegeneinander zu verschieben, und zwar in der Weise, daß der Unterdruck zu wirken beginnt, wenn der vorhergehende Druckgasstrom endet und umgekehrt. Es hat sich gezeigt, daß bei einer derartigen Verfahrensweise auch schwere Fremdkörper, die bei einer kontinuierlichen Anwendung von Druckluft und/oder Unterdruck nicht ausgetragen werden, mit Sicherheit aus dem Behälter heraustransportiert werden.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Anordnung bei auf dem Kopf stehender Flasche im Schema, F i g. 2 eine Anordnung bei einer aufrecht stehenden Flasche im Schema.
- Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 ist in die Einfüllöffnung 10 einer kopfstehenden Flasche 11 ein Rohr 12 eingeschoben, durch welches ein Gas, z. B. Luft unter Druck in Richtung des Pfeiles 13 in das Innere 14 der Flasche 11 hineinströmt. Das freie Ende 15 des Rohres 11 ist schräg abgeschnitten, wie das bei 16 erkennbar ist. Dadurch wird erreicht, daß die Luft nicht in Verlängerung des Rohres 12 senkrecht gegen den Boden 17 geblasen wird. Vielmehr erfolgt eine seitliche Umführung der Luft etwa in Richtung der Pfeile 18 entlang den Wandungen der Flasche 11. Der größte Teil der Luft strömt dabei nach einem Umlauf durch das Flascheninnere direkt aus der Flaschenhalsöffnung 10, und zwar an der der Abschrägung 16 abgekehrten Seite 10 a der Flaschenöffnung heraus. Dadurch ist eine einwandfreie Mitnahme aller losen Teilchen, die sich im Flascheninneren 14 befinden, gewährleistet.
- Bei dem in F i g. 2 der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel steht die Flasche 11 aufrecht. Der Flaschenhals 10 ist nach oben gekehrt.
- In das Innere 14 der Flasche 10 ragt ein Zuführungsrohr 12 hinein, dessen freies Ende 15 in der bereits beschriebenen Weise abgeschrägt ist. Die Zuführung des Druckgases erfolgt in Richtung des Pfeiles 13.
- Abweichend von der im Zusammenhang mit F i g.1 beschriebenen Anordnung ist das Rohr 12 auf den Flaschen- bzw. Haschenhalsquerschnitt bezogen exzentrisch angeordnet, und zwar in Richtung des Pfeiles 19, also in der Bildebene nach rechts verschoben. Der einer Abschrägung 16 des freien Endes 15 des Rohres 12 abgekehrte Teil 10a des Flaschenhalsquerschnittes ist somit größer als der gegenüberliegende Teil. Zu der bereits beschriebenen Wirkung durch die Abschrägung 16 kommt also noch hinzu, daß der Teil des Flaschenhalsquerschnittes, durch den Luft hindurchtritt, gegenüber der Anordnung nach F i g. 1 vergrößert ist, wodurch das direkte Ausströmen der Luft aus der Flasche nach einmaligem Umlauf in Richtung der Pfeile 18 noch begünstigt wird.
- Außerdem ist auf der Flasche und das Innere derselben nach außen abschließend ein zweites Rohr bzw. ein zweiter Schlauch 20 angeordnet, der an eine Unterdruckpumpe angeschlossen ist. Dadurch werden die zu entfernenden Teilchen, sobald sie von der das Flascheninnere 14 durchströmenden Druckluft etwa bis in den Flaschenhals 10 getragen worden sind, dort von der durch den Unterdruck verursachten Strömung 21 erfaßt und weitergetragen.
- Sowohl das Zuführungsrohr 12 für das Druckgas und das Ableitungsrohr 20 können als Schlauch, als Rohr, als Hohlnadel oder sonstwie in geeigneter Weise ausgebildet sein.
- Außerdem besteht die Möglichkeit, durch Anwendung eines entsprechend temperierten Gases gleichzeitig mit dem Ausspülen etwaiger Verunreinigungen das Flascheninnere 14 zu sterilisieren.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder ähnlichen Behältern mittels eines in diese eingeblasenen Druckgases, z. B. Druckluft, bestehend aus einem durch die Behälteröffnung in die Behälter einzuführenden Rohr, einem Schlauch od. dgl., das bzw. der zweckmäßig in einem gewissen Abstand von der gegenüberliegenden Behälterwandung endet, d a d u r c h gekennzeichnet, daß die Begrenzungskante der Ausblasöffnung des in den Behälter (11) hineinragenden Rohres (12) einen spitzen Winkel mit der Flaschenlängsachse bildet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (12) od. dgl. etwa in Höhe der Schulter des zu reinigenden Behälters (11) endet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführungsrohr (12) für das Druckgas, auf den Querschnitt des Behälters (11) bezogen, exzentrisch in diesen einfuhrbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschrägung (16) des Rohres (12) an der der Behälterquerschnittsmitte abgekehrten Seite angebracht ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (12) in Längsrichtung des zu reinigenden Behälters (11) verschiebbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der für die Zuführung des Druckgases nicht in Anspruch genommene Querschnitt der Behälteröffnung (10) an eine Unterdruckleitung angeschlossen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1075 455.
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|---|---|---|---|
| DEP1268A DE1268996B (de) | 1962-06-28 | 1962-06-28 | Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder aehnlichen Behaeltern |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1268996B true DE1268996B (de) | 1968-05-22 |
Family
ID=5660207
Family Applications (1)
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| DEP1268A Pending DE1268996B (de) | 1962-06-28 | 1962-06-28 | Vorrichtung zum Reinigen und gegebenenfalls Sterilisieren von Flaschen, Ampullen oder aehnlichen Behaeltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1268996B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1034539C2 (nl) * | 2007-10-17 | 2009-04-20 | Maakgoed Droogtechniek B V | Inrichting en werkwijze voor het verwijderen van objecten uit flessen. |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075455B (de) * | 1960-02-11 | Hans Gilowy Maschinenfabrik "Meteorwerk", Berlin-Schöneberg | Zusatzgeräte zum Anpassen von Flaschenreinigungsmaschinen an Flaschen unterschiedlicher Form, unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Halsweite |
-
1962
- 1962-06-28 DE DEP1268A patent/DE1268996B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075455B (de) * | 1960-02-11 | Hans Gilowy Maschinenfabrik "Meteorwerk", Berlin-Schöneberg | Zusatzgeräte zum Anpassen von Flaschenreinigungsmaschinen an Flaschen unterschiedlicher Form, unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Halsweite |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1034539C2 (nl) * | 2007-10-17 | 2009-04-20 | Maakgoed Droogtechniek B V | Inrichting en werkwijze voor het verwijderen van objecten uit flessen. |
| WO2009051483A3 (en) * | 2007-10-17 | 2009-06-04 | Maakgoed Droogtechniek B V | Apparatus and method for removing objects from bottles |
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